17.11.2017

Das Wort zum Freitag - Gesellschaft und Religion in Wechselwirkung



Vor zwei Wochen habe ich von der Demonstration in Göttingen berichtet. Die war Teil eines Pastafariwochenendes, das die Alte Schule Fredelsloh organisiert hatte. Ein weiterer Höhepunkt war dort am Abend das Streitgespräch zwischen Pfarrer Klaus-Wilhelm Depker und mir. Zunächst gab es einen Vortrag (siehe unten) zum Thema.
Weil ich es stark fand, dass sich ein Pfarrer stellte, der Templiner Pfarrer Schein hat auf ein ähnliches Angebot nicht einmal geantwortet, wollte ich versöhnlich anfangen. Deshalb wählte ich als Einstieg den Hinweis auf zwei Pfarrer, die ich bis heute bewundere. Walter Schilling lernte ich kennen, als ich Ende der 70ger mit Leuten von der Jenaer Jungen Gemeinde bei ihm in Braunsdorf war. Christoph Wonneberger war Pfarrer in der Weinbergkirche in Dresden. Die war Treffpunkt anders denkender und oft auch aussehender Leute und ich war oft dort.

Pfarrer Depker revanchierte sich, indem er zum Einstieg seiner Erwiderung bekundete, von unseren 8ALMWs könnte er alle sofort unterschreiben. Wir mussten fast nach einem Streitthema suchen, die Diskussion mit einem Hardliner wäre sicher spannender gewesen.
Aber letztlich fand sich doch noch dies und jenes. Vor allem auf Carsten Frerk, dessen Bücher ich empfohlen hatte, war er gar nicht gut zu sprechen.

Schade, dass pünktlich zum Ende der Diskussion seine Frau erschien und ihn abholte. Ich hätte gern noch bei einem Bier weiter gemacht.

Weiter ging es dann am nächsten Tag. Da war in Fredelsloh Lichterfest. Wegen der Sturmwarnung nicht zentral an einem Ort, sondern aufgeteilt in Garagen. Wir liefen alle ab und spendeten jeder SEINEN Segen. Nebenher verteilte Elli Spirelli noch unsere Lutherflyer, die gingen weg wie warme Semmeln. Den letzten schlugen wir dann nach Lutherart an die Tür der wirklich sehr interessanten Kirche.


Schöne war´s, wir haben uns wohl gefühlt.

Bleibt nur noch mein Vortrag. Ich habe hier versucht, ihn anhand meiner damaligen Stichpunkte auszuformulieren. Er war als Impulsvortrag für die Diskussion gedacht, ist also keinesfalls bis in alle Enden ausgearbeitet. Über Vorschläge zu Ergänzungen würde ich mich sehr freuen.


Kirchenkritik ist für Viele selbstverständlich. Nach anfänglicher sanfter Zuneigung kam ich schon in der DDR zu der Ansicht, Kirche und SED stehen auf einer Ebene: beide missbrauchen eine populäre Idee zum Machterhalt.

Die katholische Kirche spielte keine große Rolle, mit Kirche meine ich die evangelische. Die verfügte über einen großen Besitz an Grundstücken und Gebäuden, hatte eigene Schulen und Krankenhäuser, und bekam Geld vom Staat. Bis 1981 immerhin fast 700 Millionen Mark. Zum Vergleich, das Anfangsgehalt eines Diplomingenieurs lag so bei 500,- Mark.
Die Kirche hatte eigene Zeitungen und in inneren Angelegenheiten war sie immer frei.
Die stand letztlich fest zum Staat, was sie mit ihrer selbst gegebenen Begrifflichkeit "Kirche im Sozialismus" auch klar nach außen bekannte. Nur einzelne Pfarrer, die dafür von ihren Oberen gemaßregelt und sogar ihrer Funktion enthoben wurden, waren oppositionell.
Nun dienen diese Pfarrer der Kirche dazu, die Legende von der "Kirche im Widerstand" zu prägen.

Heute geht es den beiden Großkirchen allerdings, verglichen mit der DDR, geradezu paradiesisch. Inzwischen sind es rund 20 Mrd. Euro, die sie vom Staat jährlich abfassen. Hinzu kommt eine Unmenge von Sonderrechten.

Manche meinen, das wäre verdient, denn die Kirchen tun ja so viel Gutes. Ja, sie tun auch Gutes. Aber das könnten andere sogar noch besser. Diakonie und Caritas, die weltgrößten Sozialkonzerne, geben gerade mal 2% Eigenmittel für ihre Arbeit aus. Der Rest kommt von Spenden und vom Staat. Dafür haben sie ein Sonderarbeitsrecht, das ihre Mitarbeiter deutlich schlechter stellt und sogar weltanschaulichen Gehorsam fordert. Vor allem aber sind das fantastische Propagandamaschinen, auf die viele Leute herein fallen. Jeder freie Träger könnte diese Sozialarbeit, mit weniger Kosten für den Staat, bei gleicher und besserer Qualität ausüben. Der dürfte es sich z.B. nicht leisten, bei Patienten im Hospiz die Patientenverfügung zu missachten und Kranke einfach gegen ihren ausdrücklichen Wunsch weiter an Schläuchen leiden zu lassen, um Gottes angeblichen Willen zu erfüllen.


Nicht so selbstverständlich ist Religionskritik. Da gibt es das völlig richtige Argument, jeder muss glauben können, was er möchte. Da gibt es aber auch den über Generationen anerzogenen Respekt vor Religion. Religion ist eine Form von Weltanschauung. Wenn man Religion nur deshalb respektieren müsste, müsste man das bei jeder Weltanschauung tun. Niemand würde aber auf die absurde Idee kommen, das auch für Faschismus oder Stalinismus zu fordern. Warum dann für Religion ein Sonderrecht gewähren?

Vielleicht wegen der gängigen Vorstellung, Religion wäre als Grundlage und Hüter einer Moral unbedingt notwendig? Mancher ist ja der Meinung, der Mensch wäre nur gut, wenn ein Gott ihm sagt, was er zu tun und zu lassen hat, das Handeln der Menschen dann allzeit überwacht und die einen in den Himmel und die anderen in die Hölle schickt.

Was will denn der bei uns gängigste Gott so?
613 Ge- und Verbote hat er erlassen. Dabei solche wie:
- Dass ein Samenflüssiger, wenn er rein geworden ist, ein Opfer bringen müsse.
- Dass eine Frau, welche ihre Periode hat, unrein ist und auch andere verunreinigt.
- Dass man aus einem Vogelnest nicht die Mutter samt den Jungen nehmen dürfe, sondern die Erstere wegschicken müsse.
- Dass man den sündigen Nächsten zurechtweise, ermahne.
- Den Gottlosen soll man mit Schlägen züchtigen.
- Das Gericht kann durch das Schwert richten lassen. Auch durch den     Strang. Auch durch Feuer.  Auch durch Steinigen. Auch durch Hängen.
- Dass niemand sich kleide mit Zweierlei (Leinen und Wolle in einem und demselben Zeuge gewebt).
- Dass kein Priester eine Hure zur Frau nehme

Beschränken wir uns auf die so hochgelobten 10 Gebote. Die meisten sind überhaupt nicht mit heutigem Recht vereinbar, zwei wenigstens überwiegend und nur eins ganz. Als Moralgeber ist Religion also denkbar schlecht geeignet. Sie macht den Menschen nicht besser, sie befähigt ihn eher, den Anders- bzw. Nichtabergläubigen als Feind zu sehen und so den natürlichen Altruismus zu überwinden. Ganz im Sinne des Zitats von Steven Weinberg: "Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit ihr oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion.“

Positiv wirkt Religion also nicht auf die Gesellschaft, sondern eher negativ. Dafür steht nicht nur die Erkenntnis von Weinstein. Religion beinhaltet immer Dogmen. Solche Denkverbote behindern klar den gesellschaftlichen Fortschritt. Aktuelle Beispiele sind die Sterbehilfe und die Präimplantationsdiagnostik. Hier werden durch die doch inzwischen ziemlich moderaten deutschen Christen, ihre Parteien und Kirchen bessere und von der Mehrheitsgesellschaft gewollte Lösungen verhindert.

Dieses Beispiel zeigt klar, nicht nur fundamentale Religion ist ein Übel.

Trotzdem bleibt es dabei, jeder muss denken und glauben können, was er möchte. Um unsere Gesellschaft besser zu machen, bleibt uns nur ein Weg. Wir müssen immer und überall zeigen, was Religion bewirkt. Wir müssen den unbegründeten Respekt vor Religion abbauen und zeigen, wie lächerlich sie eigentlich ist. Vor allem aber müssen wir eine Alternative bieten, eine Alternative wie den evolutionären Humanismus. 

So wirkt die Gesellschaft auch auf Religion und Religiöse. Das Christentum ist ja nicht durch Selbsterkenntnis moderat geworden. Die Werte von Humanismus und Aufklärung haben die Gesellschaft ergriffen. Der Druck dieser neuen Werte hat auch die christlichen Kirchen verändert. Deshalb, und nicht etwa Dank Luther, sind die heute in Europa auch deutlich moderater als z.B. in Afrika.

10.11.2017

Das Wort zum Freitag - Schülerfragen




"Hallo,

wir wollten uns hiermit noch mal für die freundlichen und interessanten Antworten auf unsere Fragen bedanken. Wir wünschen Ihrer Gemeinde viel Erfolg für die Zukunft."

Das schrieben mir Nicolas und Tibor von der Ernst-Reuter-Schule 2 in FFM.
Immer öfter kommen Anfragen von Schülern, bei denen das FSM Unterrichtsthema ist. Ich hatte schon einige veröffentlicht.
Meist ähneln sich die Fragen, aber die hier waren mal etwas anders.
Deshalb möchte ich euch die und meine Antworten nicht vorenthalten:

1. Warum glauben Sie?

Ich glaube nicht im Sinne der religiösen Bedeutung des Wortes.

2. Was glauben Sie?
Ich glaube, dass auf Erden alles natürlich zugeht, also keine Gnome, Feen, Faune, Götter, Trolle oder sonst so.
Wir sehen uns nicht als Religions-, sondern als Weltanschauungsgemeinschaft und vertreten den evolutionären Humanismus.



3. Was denken Sie über Ungläubige?
Sie haben keine Denkverbote (Dogmen), sind also sehr wahrscheinlich schöpferischer und kreativer.

4. Wie groß ist die Toleranz gegenüber anderen Religionen?
Religionsfreiheit ist ein hohes demokratisches Gut, zu dem wir uns voll bekennen.
Aber dieses Gut beinhaltet sowohl die Freiheit von Religion als auch die Freiheit, Religion in jeder Weise kritisieren zu können. Dazu gibt es durchaus Anlass, denn
Religionen sind immer schädlich für die Gesellschaften, weil sie die nach ihren Ansichten und Dogmen formen möchten.

5. Teilglaube, Supermarkt der Religionen Möglich?
Möglich, denn letztlich gibt es keinen Grund, zwischen Religion und Aberglaube zu trennen. Den kann sich aber jeder zusammenbasteln, wie er möchte.
Sinnvoll ist Aberglaube nie, auch nicht als Supermarktreligion.

6. Lässt sich die Evolutionstheorie mit der Schöpfung vereinen? Wenn ja wie?
Nein. Die Evolutionstheorie ist Wissenschaft, die Schöpfung Märchen.

7. Haben wir einen freien Willen? Oder ist unser Weg vorbestimmt?
Das eine muss nicht zwingend das andere bedeuten.
Der Wille ist nicht frei in dem Sinne, dass es immer ganz konkrete Ursachen gibt, die uns diesen Willen geben.
Aber fehlende Willensfreiheit muss nicht fehlende Handlungsfreiheit bedeuten.
http://www.schmidt-salomon.de/bruno/Archiv/realfreih.pdf

8. Entwickelt sich die Religion weiter?
Ja, man kann sogar von einer Evolution der Religionen sprechen.
Allerdings erfolgt diese Entwicklung nicht nur aus sich selbst heraus, sondern auch, manchmal vor allem, auf Druck der Umgebungsgesellschaft. So hat nicht etwa moderate Religion Humanismus und Aufklärung gebracht, sondern Humanismus und Aufklärung moderatere Religionen.

9. Was denken Sie wie sieht die Zukunft des Glaubens aus? Wird es die Pastafari in 20 Jahren noch geben?
Die Pastafari wird es so lange geben, wie noch gezeigt werden muss, wie albern und unsinnig Religion ist.
Es wäre schön, wenn das in 20 Jahren schon vorbei wäre. :)'

10. Denken Sie, die Wissenschaft verdrängt irgendwann das Bedürfnis des Glaubens? Was denken Sie würde dann aus den verschiedenen Religionen?
Es gibt kein Bedürfnis des Glaubens. Gäbe es das, wie ließe sich erklären, dass in den neuen Bundesländer auch nach der Wende der Anteil an Gläubigen nicht gestiegen ist? Trotz massiver Evangelisierungsversuche der Kirchen ist im Gegenteil der Anteil der Atheisten noch weiter gestiegen auf deutlich über 80%.
Die Religionen werden immer bedeutungsloser werden. Zur Erklärung der Welt haben sie nie getaugt und das erkennen immer mehr Menschen. Ein Überleben sehe ich auf der Ebene von Traditions- und Trachtenvereinen.

11. Wie finanziert sich die Kirche? Reichen die Spenden?
Unsere Kirche ist als Verein organisiert. Die Mitglieder bezahlen Vereinsbeiträge und wir bekommen Spenden. Da wir ein große Zahl von Sympathisanten haben reichen die für unsere Aufgaben aus.
Wir hätten gern, dass wir gleichberechtigt mit den Großkirchen wären. Das aber auf unserem Niveau, die Großkirchen sollten also auch Vereine werden und ihre Sonderrechte incl. staatlicher Subventionen von über 20 Mrd. Euro jährlich verlieren.

12. Für was werden die Einnahmen benutzt?
Das schreibt uns unsere Vereinssatzung vor: Zur Förderung wissenschaftlicher Weltanschauungen mit sachlichen und satirischen Mitteln unter besonderer Berücksichtigung des evolutionären Humanismus der Giordano-Bruno-Stiftung. Das Pastafaritum ist das satirische Mittel.

02.11.2017

Das Wort zum Freitag - Luther, Vater der Kinder-Euthanasie



Dieses Wort hätte gut auch den Titel "Vom Winde verweht" tragen können. Besser noch, vom Sturm verweht. Wir hatten unsere Demo mit Nudelmesse in Göttingen gut angekündigt, zwei Zeitungen hatten im Vorfeld berichtet und vier Journalisten waren vor Ort. Wie ausnehmend gut es ihnen gefallen hat, könnt ihr unten in dem Kurzvideo sehen. Wir waren also ganz, ganz sicher, tolle Berichte über uns in den Medien zu haben. Auch bei RTL, die sich unser Video schicken ließen.

Dann wütete Sturm Herwart. Als ich RTL um den Link zum Beitrag gebeten habe, kam "Vielen Dank nochmal für Ihre Mühe. 
Das Material war durchaus sendbar, leider hatten die Kollegen am Montag durch den Sturm doch keinen Platz mehr in der Sendung. Das ist natürlich besonders ärgerlich und tut mir wirklich leid."


Ähnlich wird es wohl bei den Zeitungen gewesen sein. 
Na, wenigstens bleibt uns unser eigener Zusammenschnitt und natürlich der Text der Predigt. Womit wir dann auch wieder beim Titel oben wären.




Die meisten wissen es gar nicht. Der Reformator war ein Luder. Unter dem Namen lebte er über 30 Jahre. Ein ziemliches Schimpfwort, das damals noch weitaus stärker war als heute. Ist ja verständlich, wenn einer nicht so heißen möchte, auch wenn es noch so passend war.
Sucht euch was aus, das waren damals übliche Deutungen für Luder: Verlockung, betrügerischer Anschlag, Fallstrick, Hinterhalt, liederliche Lebensführung, der Üppigkeit, dem Wohlleben, schwelgen, schlemmen, verfallenes Lotterleben. Im Luder liegen bedeutet: Sich dem Lotterleben, speziell dem Suff, der Trunkenheit ergeben.

Namensforscher Prof. Udolf meint:
Der Luder, ein Meister der Selbstdarstellung, wählte die hochdeutsche edle Variante seines Namens, um sich nicht der Gefahr auszusetzen, dass jemand anzügliche Bemerkungen über seinen Namen machen könnte.

Ätsch, wir machen sie trotzdem und behaupten "Nomen es Omen". 

„Wir Menschen sind so: Wenn wir einen Pfennig haben, so wollen wir gern einen Gulden. Wenn wir einen Gulden haben, hätten wir gern hundert. Wenn ich eine Kanne Bier habe, wollte ich gern das ganze Fass.“ – So sah Luther sich selbst. (Aus den Tischreden 1532) Bier war ihm ungeheuer wichtig. 
Kein Wunder also, wenn in der Standardausgabe der Luther-Werke aus Weimar das Wort Bier über 250 Mal vorkommt. 

Aber natürlich reicht einem wie ihm Alkohol allein nicht. Wieder er selbst:

„Gestern musste ich daran denken, dass ich ein sehr gutes Bier daheim habe und dazu eine schöne Frau …“  (Brief an seine Frau 1534)

Ja, aus dem Angsthasen vor allem Weiblichen war ein Sexprotz geworden. Stark, was eine entlaufene Nonne alles so drauf hat. 

Aber davon wird man nicht fett. Luther hatte mit dem Kloster auch dem Fasten abgeschworen und ist auf der Wartburg zum Völler geworden. Von da an gings nur noch bergauf...mit seinem Gewicht. Nach und nach legte er sich durch übermäßigen Genuss sämtliche Wohlfahrtskrankheiten zu: Verdauungsstörungen, Gallen- und Nierenkoliken, Schwindel und Kreislaufattacken, Gicht und Rheuma. 

Ja, ich weiß, das geht euch zu sehr gegen den Menschen. Ad hominem ist nicht die feine englische Art.
Aber bei einem, der auf vielen Denkmälern steht, der so verklärt und gefeiert wird wie Luther, kann man schon mal eine Ausnahme machen.
Und wenn Juden über Juden lästern dürfen, Behinderte über Behinderte, dann dürfen auch Dicke über Dicke lästern. 

Bei Behinderten wären wir dann auch voll im Thema. Die sind nicht mit Gottes fehlerlosen Schöpfung vereinbar, mussten also vom Teufel sein oder doch zumindest irgend etwas mit ihm zu tun haben: "Wenn man aber von den teufelsähnlichen Kindern erzählt, von denen ich einige gesehen habe, so halte ich dafür, dass sie entweder vom Teufel entstellt, aber nicht von ihm gezeugt sind, oder dass es wahre Teufel sind."
Was des Teufels ist, muss vernichtet werden. Ganz konkret hat das Luther bei einem geistig behinderten Kind versucht. Er wollte es ersäufen. Seine Begründung: „Ich glaube schlicht, es sei ein Stück Fleisch ohne Seele“
Nur weil sein Landesherr das nicht ganz so sah, blieb der Junge am Leben. Grundsätzlich blieb Luther dabei seiner Meinung. Über geistig behinderte Kinder meint er, man sollte "derartig missgeborene Kinder ertränken".

Luther als Judenhetzer, als Frauenhasser, als Bauernschlächter und als Hexen- und Prostituiertenverbrenner ist schon einigermaßen bekannt. 
Verleihen wir ihm nun einen neuen Ehrentitel. Er hat ihn sich redlich verdient:

Luther, Vater der Kinder-Euthanasie


Zum Abschluss noch ein passendes Zitat und weiterführende Links.


"Die Heiligenlegenden entlarvte Luther als Märchen. An den Bibellegenden hielt er fest; am Teufelsglauben auch; am Hexenwahn auch; an der Ketzervertilgung auch; am Antisemitismus auch – am Kriegsdienst, an der Leibeigenschaft, den Fürsten. Man nennt es: Reformation." (Karlheinz Deschner)

https://www.welt.de/kultur/article126395361/Neuneinhalb-Thesen-gegen-Martin-Luther.html

http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/reformation/235725/populaere-irrtuemer-rund-um-die-reformation

https://hpd.de/artikel/luther-steuergeld-fuer-hassprediger-14937

26.10.2017

Das Wort zum Freitag - Heilige Nudelmesse und Reformation




Drei Feiertage liegen eng beisammen: Weltnudeltag, Halloween und Reformationstag.

Halloween wird vom Volk am meisten gefeiert. Kein Wunder, hat sich doch herumgesprochen, das ist ein altes, pastafarianisches Fest. Immer um Halloween wird es kalt, es liegt klar auf der Hand, das kommt durch die vielen Piraten, die dann durch die Straßen ziehen.

Vom Staat wird der Reformationstag am meisten protegiert. Klar, Luther hat die Welt verändert und wird dafür gefeiert.
Noch mehr jedoch hat die Pasta die Welt verändert, der Weltnudeltag geht aber immer noch unter.  Das ist besonders ungerecht, da die Nudligation im Gegensatz zur Reformation ausschließlich positiv war.
Gegen diese schreiende Diskriminierung der Nudel hilft nur eins: Die Heilige Nudelmesse am Reformationstag.



Seid dabei, wenn wir die am
31.10.17 im MIO Restaurant Leipzig, Beethovenstraße 21
um 13:00 Uhr feiern.
Noch besser ist, ihr kommt schon 10:00 Uhr dort hin. Die gbs Leipzig lädt dann zum "Säkularen Frühstück" ein.
Das passt doch wie Piratenfaust auf Spießerauge.



Noch mehr, nämlich ein komplettes Wochenende, gibt es
am 28. und 29.10.17 in Fredelsloh und Göttingen

Das Bildungswerk Leben und Umwelt / Alte Schule Fredelsloh macht eine Veranstaltung zum Thema „Pastafari“ und die Kirche des Fliegenden Spaghettimonster. Die für euch sicher besonders interessanten Sachen habe ich mal fett gesetzt. Aber es lohnt sich ganz sicher, auch bei den anderen dabei zu sein.

Samstag, 28. Oktober 2017
➔ 9 Uhr – gemeinsames Frühstück mit Pastafari-Gedanken, Alte Schule Fredelsloh
➔ 12 Uhr – Pastafari Demo mit Nudelmesse, Altes Rathaus Göttingen (Fahrgemeinschaften)
➔ ca. 15 Uhr – Jörg bereiten Nudeln vor, wenn wir aus Göttingen wieder kommen.
(Alte Schule Fredelsloh)
➔ 19 Uhr - Vortrag und göttliche Auseinandersetzung mit Bruder Spaghettus, Schwester Elli 
Spirelli und „K.-W.“ Pastor Klaus-Wilhelm Depker (Alte Schule Fredelsloh) 

Sonntag, 29. Oktober 2017

➔ 9 Uhr – gemeinsames Frühstück mit Pastafari-Gedanken, Alte Schule Fredelsloh
➔ ca. 11 Uhr – Prozession mit Bruder Spaghettus und Schwester Elli Spirelli beim
„Lichtermarkt“ in Fredelsloh
➔ 13 Uhr – Mittag – Es gibt Spaghettis !!! 
Anmeldung:
Telefonisch bei Jörg, Alte Schule Fredelsloh 05555 522 (Ran an das Telefon!)
- Seminarkosten - „freie Selbsteinschätzung“ - Das Sparschwein steht auf dem Tisch…
- Verpflegung wird vor bereitet und gemeinsam gezaubert...

- Übernachtung möglich…..

Sogar die erste Zeitung hat schon berichtet. Eine weitere wird noch folgen.
Nun fehlt nur noch ihr.

Ich hoffe sehr, wir treffen uns irgendwo.