31.07.2014

Das Wort zum Freitag - 3000



Ja, ihr Piraten und Freibeuterinnen der Meere, wir haben die nächste stolze Zahl geknackt. In dieser Woche haben wir auf unserer Facebookseite die 3000 überschritten. Ein schönes Zeichen, dass wir wahrgenommen werden und ein guter Anlass, endlich etwas ernsthaft anzugehen, über das wir schon öfter mal nachgedacht haben.

So habe ich denn unsere Borddesignerin gebeten, auf der Basis unserer CD-Gestaltung einen Mitgliedsausweis im Scheckkartenformat zu entwerfen.



Wie nicht anders zu erwarten, sieht der genau so cool aus, wie es soll. Jedenfalls was das Graphische anbelangt. Obwohl ich vorgegeben hatte, was wo hin soll, z.B. der Streifen für Mitgliedsnummer und Pastafarinamen auf die Vorderseite, Vereinsdaten auf die Rückseite, finde ich eben das gerade nicht so toll.

Sollte nicht doch die Vorderseite schön einheitlich und geschlossen sein und deshalb der Nummer-Unterschriftsstreifen auf die Rückseite? Das Nummernfeld etwas kürzer, das Namensfeld dafür etwas länger? Soll die Nummer überhaupt angegeben werden? Die und der Pastafariname würden nicht gedruckt, sondern mit Stift eingetragen werden.
Welche Daten des Vereins sind wichtig und wo sollen die hin?

Mein neuer Vorschlag wäre, die kommen klein aber lesbar ganz unten auf die Vorderseite. Etwa so:

pastafari.eu
Bankverbindung - Nr. Gemeinnützige Körperschaft

Adresse vielleicht eher nicht. Die kann sich ja ändern und man findet sie über die Website.
Oben auf der Vorderseite nur Vereinsname und unser Monster im Strahlenkranz.
Auf der Rückseite dann in einer Zeile ein kurzes Nummernfeld und in der nächsten ein Namensfeld.

Was haltet ihr davon? Hat jemand andere Vorschläge der Aufteilung? Das Desing selbst ist ja wirklich prima und schon corporate desing. ;)

Egal ob hier als Kommentar, auf Facebook oder per mail, eure Meinung interessiert uns sehr.




24.07.2014

Das Wort zum Freitag - Hol dir die Nudeltour



Wir hatten sie schon im Jahresplan angekündigt, nun noch mal ganz konkret:

Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein Pastafaritreffen und auch in diesem Jahr könnt ihr wieder Elli Spirelli und mich einladen, bei euch eine Nudelmesse zu halten. Die Bedingungen sind die gleichen wie bei der Nudeltour im letzten Jahr:

Ihr besorgt einen Raum oder Plätze in ´ner Pizzeria oder so, wo die Messe stattfinden kann, macht Werbung oder holt sonst irgendwie ein paar Leute ran. Alles andere machen wir. Na ja, vielleicht müsstet ihr uns noch ein paar Spaghetti für das Abendmahl kochen und ne Flasche Bier opfern. Sonst habt ihr aber keine Unkosten. Wir kommen wieder auf eigene Kosten bei euch vorbei und brauchen nur ein Sofa oder so, wo wir unsere Schlafsäcke samt Inhalt ablegen können.

Für die Tour haben wir eine Woche Urlaub eingeplant. So kommen wir auf maximal 5 Messen in der Zeit vom 01. bis 06. September. Die einzelnen Termine müssten dann so abgestimmt werden, dass möglichst wenig Fahrtwege anfallen.

Im letzten Jahr waren wir am Ende tüchtig geschafft, hatten aber auch großen Spaß und viele nette Erlebnisse und neue Freunde. Hoffen wir, in diesem Jahr wird es wieder so. ;)

Natürlich könnt ihr nicht nur zur Nudeltour, sondern auch sonst gern mal zu ner Messe einladen. Wenn es zu weit weg ist, würden wir dann aber doch einen Anteil an den Reisekosten erwarten, der bei der Tour nicht anfällt.

....und jetzt warten wir auf eure Nachfragen. 

17.07.2014

Das Wort zum Freitag - monströs religiös

vom T-Shirt zur Nudeltour 2012


MONSTRÖS

Was bedeutet dieses Wort?

Nach dem Duden:

1. „wie ein Monster beschaffen, wirkend; von scheußlichem, furchterregendem Aussehen [und    unförmiger, übergroßer Gestalt]
2. in seinem Ausmaß, Umfang, Aufwand übersteigert, übermäßig groß, überaus aufwendig [und daher erschreckend, bedrohlich, erdrückend wirkend]
3. ungeheuerlich, unglaublich, empörend

Synonyme für monströs sind dort:

enorm, gewaltig, gigantisch, imposant, kolossal, mächtig, massig, riesenhaft, sehr groß, überdimensional, übergroß, von beachtlichem/ungeheurem Ausmaß, wuchtig; (gehoben) kolossalisch; (bildungssprachlich) titanisch; (oft emotional) riesig; (umgangssprachlich emotional verstärkend) riesengroß, empörend, himmelschreiend, skandalös, unglaublich; (umgangssprachlich, meist abwertend) unmöglich; (emotional) unverschämt; (abwertend) hanebüchen, unerhört, ungeheuerlich

Woher „monströs“ aber wirklich kommt, steht in keiner Erläuterung im Netz.

Große Ähnlichkeit zu den Wörtern „fürstlich“, „königlich“,  „göttlich“ ist durchaus gegeben. Diesen Wörtern entnehmen wir die Bedeutung, bestens zu leben, eben so, wie man sich das sorglose Leben von Fürsten, Königen oder Göttern vorstellt.
Ihr, meine klugen Brüder und Schwestern, habt natürlich schon lange erkannt, wovon das Wort „monströs“ abgeleitet wurde, nämlich von unserem geliebten Monster.

Anders als der Duden behauptet hat es aber keinen negativen Anstrich. Es beschreibt die übermäßige Größe unseres FSM. Im Gegensatz zu fürstlichem, königlichem und göttlichem Leben beinhaltet das monströse Leben ein Leben, wie es in unserem Evangelium beschrieben ist. Monströse Religiösität besteht darin, dass jeder sich bemüht, nach den Acht  Am Liebsten Wäre Mirs zu leben und alles zu tun, um die Erderwärmung zu stoppen. Das heißt, sich, wo es nur geht, als Pirat zu zeigen. Natürlich beinhaltet monströses Leben auch Spaß und Freude, Bier, Tomatensaft und unsere geliebte Pasta.

Ihr zweifelt daran? Nun denn! Zweifeln ist des Pastafari Pflicht. Aber das hat doch was, oder?

Eure Elli Spirelli

10.07.2014

Das Wort zum Freitag - Unglaublicher Glaube?




Frater Carbonara hat mir einen Artikel aus der Printausgabe seiner Heimatzeitung zugeschickt: "Unglaublicher Glaube".

Eigentlich toll, wenn jetzt immer mehr über uns Pastafari geschrieben wird. Weniger schön, wenn dabei nicht richtig recherchiert und in der Folge einiges falsch dargestellt wird. Leider war das hier der Fall und ich habe mich gezwungen gesehen, eine Richtigstellung bei der entsprechenden Zeitung zu fordern.

Schade, dass ich hier nicht den ganzen Artikel einstellen darf. Ein Zitat daraus vom Verfassungsrechtler und Präsidenten des letzten Kirchentages in Hamburg werde ich aber wohl bringen dürfen: "Man darf sich über eine solche Spaßtruppe freuen". Hört sich erst mal gut und tolerant an. Aber vielleicht verkennt er uns doch ein bisschen, denn er meint weiter: "...und sollte sich als Christ nicht provozieren lassen. Wenn die sich selber  nicht so ganz ernst nehmen, sollten andere das auch nicht tun."

Hier mein Brief an "Sonntag Aktuell"

Sehr geehrte Redaktion,

als mir ein Pastafari unter Ihrem Leserkreis den Artikel „Unglaublicher Glaube“ von Markus Brauer vom 6. Juli 2014 zuschickte, hatte ich zunächst erwartet, etwas über das Christentum, den Islam oder Scientology zu lesen. Dann habe ich voll Freude festgestellt, sie haben einen Glauben aufgegriffen, der immer mehr an Bedeutung gewinnt, das Pastafaritum. So sollte Dienst am Leser aussehen.

Allerdings sollte der auch auf der Basis von Fakten, und nicht auf in großem Umfang falsch dargestellten Zusammenhängen erfolgen. Damit meine ich nicht, dass unsere Glaubensinhalte, wenn man sie objektiv betrachtet, keineswegs unglaublicher als andere sind. Überschriften sollen wirken, so kann ich die durchaus akzeptieren. Es befinden sich jedoch einige Falschdarstellungen in Ihrem Artikel, die klargestellt werden müssen.

Es stimmt, die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland ist seit 2006 eingetragener Verein und seit 2011 anerkannte gemeinnützige Körperschaft. Damit sind wir die einzige juristische Person des Pastafaritums im deutschsprachigen Raum.  Die Zeit, als die  nur 40-50 Mitglieder hatte, ist allerdings lange vorbei.

Falsch ist es, wenn Sie Jörg Steinhaus als dessen Sprecher darstellen.
Richtig ist, der ist ganz normales Mitglied unserer Kirche und was er Ihrem Journalisten gesagt hat, deshalb nicht mehr als seine private Meinung, die wir inhaltlich kaum teilen.

So ist es falsch, dass wir austesten wollen, ob eine solche Gemeinschaft als Religion anerkannt werden kann.
Richtig ist, wir verstehen uns nicht als Religions- sondern als Weltanschauungsgemeinschaft. Das ist per öffentlich lesbarer Satzung leicht festzustellen:
 „Zweck des Vereins ist die Förderung von religiösen Zwecken in ihrer Gleichbehandlung mit wissenschaftlich orientierten Weltanschauungen und bei einem besonderen Schwerpunkt auf dem evolutionären Humanismus der Giordano Bruno Stiftung.
In diesem Sinn verstehen wir uns als Weltanschauungsgemeinschaft.“

Es ist ebenfalls falsch, dass „eine gewisse Ernsthaftigkeit nicht ganz vorhanden ist“.
Richtig ist, auch wenn wir mit viel Freude und Spaß unser Anliegen betreiben, nehmen wir das doch sehr ernst.

Erstaunt war ich auch über Ihre Behauptung, „dieser Ulk“ wäre völlig sinnfrei. Ich vermute, Sie beziehen sich da auf unsere Glaubensinhalte. In dem Fall muss ich Ihnen recht geben, möchte aber darauf hinweisen, dass das kein Alleinstellungsmerkmal ist, sondern gemeinsames Merkmal aller Weltreligionen.

Richtig ist allerdings, wir Pastafari streben nicht die Anerkennung als Religion und Körperschaft des öffentlichen Rechts an. Wir fordern vielmehr die Gleichbehandlung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaft auf unserer Ebene. Nicht wir wollen den Status der Großkirchen als KdÖR, sondern diese sollen gemeinnützige Vereine werden.  Wahre Gleichberechtigung ist nicht möglich, indem man allen alle Privilegien zuerkennt. Sie ist nur möglich, wenn es keine Privilegien mehr gibt.

Richtig ist auch, wir feiern regelmäßig Nudelmessen. Nicht nur das, wir heiraten auch nach pastafarianischem Ritus und auch unsere Kinder taufen wir nach diesem.
Falsch ist aber, dass wir dabei Nudelsiebe tragen. Das gilt bei uns als Blasphemie. Das Spaghettimonster möchte, dass wir als Piraten die Erderwärmung stoppen und wir folgen diesem klaren Wunsch.
Das Nudelsieb als Kopfbedeckung ist nur eine aus Unwissenheit in Österreich entstandene Unsitte.

Ich hoffe, dass ich mit diesem Schreiben einige grundlegende Irrtümer klären konnte und bitte Sie, dieses zur Richtigstellung des Sachverhaltes, z.B. als Leserbrief, zu veröffentlichen.


Rüdiger Weida
Vorsitzender des KdFSM Deutschland e.V.
www.pastafari.eu










07.07.2014

Pastafaritreffen und Kirchweihe am 13. und 14. September in Templin


Wir laden euch ein, am Gründungsort unserer Kirche, in Templin, zwei Tage mit uns zu feiern. Dafür erheben wir einen Teilnehmerbeitrag von 12,- Euro und bieten dafür sonnabends ein Piratenabendbrot aus dem Kessel, Frühstück und Mittagessen am Sonntag, Mineralwasser und Platz für euer Zelt bzw. Schlafsack. Andere Getränke bringt jeder selbst mit. 

Der Höhepunkt der Feier wird am Sonnabend um 16:00 Uhr die Kirchweihe sein. In einem Raum in unserem umgebauten Stall wird zukünftig jeden Freitag eine Nudelmesse angeboten werden. Das soll dann auch an den Schildern an den Eingangsstraßen der Stadt mit verkündet werden, neben denen der Evangelen, Katholiken und Baptisten, die schon jetzt dort stehen. 

Natürlich werden die jeweiligen Pfarrer ebenso wie die Honoratioren der Stadt zur Kirchweihe und zu einem anschließenden Sektempfang eingeladen. 

Der ist auch für euch umsonst. :) Aber meldet euch bitte an. Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten müssen wir die Teilnehmerzahl begrenzen. Mail an kdfsmd[et]gmx(punkt)de

03.07.2014

Das Wort zum Freitag - Das Monster in die Welt tragen


Ja, es gibt weltweit schon Millionen Pastafari und in Deutschland schon Tausende. Aber das ist noch nicht genug. Noch sind nicht alle Nudeln richtig gegart und noch immer versuchen Ungläubige uns mit Hilfe des Staates ihre falschen Götzen als Gott zu verkaufen.

Aber das, liebe Schwestern und Brüder, wird nicht so bleiben, verfliegt deren heiliger Geist doch immer mehr. Die Besten unter ihnen haben sich eh schon längst vom kirchlichen Beliebigkeitsmainstream genau so abgesetzt, wie von den freikirchlichen Fundamentalisten und praktizieren ihren eigenen, persönlichen Glauben.
Es ist , so scheint es, vielleicht gar nicht mehr notwendig, darauf hinzuweisen, was bei ihnen alles falsch läuft. Zumal noch ein anderer Trend uns zu Gute kommt, vegetarische oder gar vegane Ernährung greift immer mehr um sich. Wer das ernst nimmt, ist schon vor dem falschen Götzen geschützt, denn er wird nie zum Kannibalen werden und ein Abendmahl verweigern, bei dem Fleisch und Blut gereicht werden. Bei uns, wo es da Bier von Seinem Biervulkan und Nudel von Seinen nudligen Anhängseln gibt, ist er jedoch bestens aufgehoben und wir freuen uns, wenn er auf seine Spaghetti mit Tomatensoße Tofubällchen legt.

Die Zeit läuft also für uns. Aber reicht es, wenn nur die Ungläubigen schwach werden? Brauchen wir nicht auch selbst Stärke? Müssen wir uns nicht immer mehr in die Gesellschaft einbringen?

Auch hier, ihr Piraten und Freibeuterinnen, scheint die Zeit für uns zu laufen. Wie es aussieht, sind wir dabei, auch zwei bisher von Christen besetzte Bastionen zu stürmen: Das Kinderzimmer und die Schule. Und das mit Glanz und Gloria, denn diese SpaghettiMonster-Spieluhr fetzt einfach nur.

In der Schule werden immer mehr Vorträge über unser Monster und unseren Glauben gehalten. Das zeigen die Anfragen, die ich bekomme und in denen um Auskunft gebeten wird. Da fragt David vom Technischen Gymnasium: "Moin, ich bin derzeit im Werte und Normen Kurs an einem Referat über die Pastafari beschäftigt und wollte mal fragen, ob man hier noch ein paar Informationen rauskitzeln könnte". Natürlich hat er die bekommen und dann auch die fertige Präsentation geschickt. Wer die evtl. für ähnliche Zwecke gebrauchen könnte, kann mal bei mir anfragen, ich leite dann weiter.
Nun haben sich auch noch Jens und Jakob von der FH Erfurt gemeldet: Dort, so hatte ich den Eindruck, mussten erst mal die "zuständigen Stellen" überzeugt werden bevor sie ihren Vortrag verschriftlicht abgeben durften. Danach schrieben sie:

"....Wir gestalten den Vortrag so, dass wir im zweiten Teil die kritische Parodie der Religion darstellen und im ersten Teil die Religion als solche vorstellen und mittels Definitionen und so weiter versuchen die Religion des FSM als Religion zu begründen. 
Ein paar Fragen sind uns allerdings noch offen geblieben und genau diese würden wir gerne von Ihnen beantwortet haben..."

Und weil diese Fragen vielleicht auch für euch interessant sind, stelle ich sie hier samt Antworten ein.

Frage 1: Werden Kinder bei Ihnen wirklich mit Nudelwasser getauft?  Gab es schon einmal eine solche Zeremonie? Wenn Ja welche Bedeutung hat diese?

Ja, machen wir. Die Taufe gilt bis zum 14. Geburtstag und verfällt dann automatisch. Will der ehemalige Jungpastafari weiter Pastafari bleiben, muss er sich neu dazu bekennen. Damit vermeiden wir, dass Eltern für ihre Kinder etwas abschließen, was nicht mehr oder nur unter Kosten rückgängig gemacht werden kann.

Die Zeremonie gabs schon, zu sehen auf youtube unter "Nudeltaufe"


Frage 2: Da wir zukünftig in einer Kita arbeiten werden, stellen wir uns auch die Frage ob es irgendwelche Besonderheiten für ein Kind der Pastafaris im Kindergarten zu beachten gibt.

Es hat das Recht, zu Mittag immer Pasta zu fordern, besonders an Freitagen, unserem heiligen Tag, sollte das selbstverständlich sein. Außerdem hat es beim Kinderfasching das Recht, als einziger als Pirat/in zu gehen. ;)


Frage 3: Weiterhin kam es uns so vor, als ob die Religion des FSM bewusst auf die OFFENSICHTLICHE/DIREKTE Kritik gegen andere Religionen verzichtet. Ist das Ihrer Meinung nach so? Und wenn ja warum tut sie das? 

Wir halten diese Kritik nicht für nötig, die machen sich doch selbst genug unmöglich. ;)


Ansonsten hoffen wir, dass über das Nachdenken über den Sinn unserer "Religion" bei den Leuten auch das Nachdenken über den Sinn anderer Religionen einsetzt.


Frage 4: Haben Anhänger Ihrer Religion irgenwelche Probleme mit öffentlichen Einrichtungen oder anderen Religionen? Werden SIe häufig kritisiert? Nimmt man diese Religion in Deutschland ernst?

Ja, wir haben massive Probleme. Unsere religiöse Kopfbedeckung wird auf Ausweisen nicht anerkannt (ich führe deshalb gerade einen Prozess gegen die Stadt Templin), das Wort zum Freitag wird nicht im Fernsehen gesendet und manche Medien boykottieren uns. 
Frage 5: In wie weit wirkt sich Ihre Religion auf Ihren Alltag aus? Hat sich etwas verändert seid dem Sie diesen Glauben haben?

Ich esse mehr Pasta und bin glücklicher.
Vor allem aber habe ich durch diesen Glauben eine Unmenge interessanter Menschen kennen gelernt und gute Freunde gefunden.
Frage 6: Beten Sie in aller Ernsthaftigkeit das Monster an? Z.B. Sitzen Sie alleine zu Hause und beten das Monsterunser? Oder haben Sie da immer einen ironischen Aspekt im Hinterkopf?

Wir dürfen gar nicht ernsthaft anbeten, denn das Monster hat uns zu immerwährendem Zweifel verpflichtet. Wir haben an allem zu zweifeln, letztlich sogar an IHM selbst.
Frage 7: (bezieht sich auf Frage 6)  Leben Sie die Religion auch privat aus? Oder dient die Religion nur als kritische Ausdrucksform in der Öffentlichkeit?

Natürlich lebe ich diese Religion auch privat. Sie hat ja viel mehr zu bieten als nur die Pflicht zum Zweifel. Vor allem die 8 Am Liebsten Wäre Mirs zu befolgen ist immer ratsam und nützlich. 

Frage 8: Sympathisiert Ihre Religion mit der deutschen Partei "Die Piraten" ? Uns ist aufgefallen, dass es dort einige Übereinstimmungen gibt.

Unsere Kirche ist politisch neutral. Tatsächlich finden die Piraten bei uns aber sehr viele Anhänger. Das liegt jedoch nicht daran, dass sie "Piraten" sind, sondern daran, dass sie sich als einzige Partei glaubhaft für die Trennung von Religion und Staat einsetzen.


Frage 9: Was finden Sie besonders wichtig/erwähnenswert an der Religion? Was würden Sie der Welt sagen, was Ihre Religion für Sie persönlich darstellt?

Wie jede Relgion bietet auch unsere Gemeinschaft. Wir haben viele Feiertage, die wir gemeinsam begehen, wir haben viele Zeremonien, die wir durchführen, wir besuchen uns usw.

Im Gegensatz zu anderen Religionen hat unsere aber nichts Einengendes. Wir bauen nicht auf Angst (Hölle), wir haben flauschige moralische Standards und unser Gott ist nicht der strafende Übervater, sondern eher der Kumpel von nebenan. Er ist nicht vollkommen und macht auch mal Fehler. Deshalb haben wir auch kein Problem mit der Theodizee.

Ansonsten sind wir

- die einzig wissenschaftliche Religion, denn wir sind zum Zweifel verpflichtet,
- die ehrlichste Religion, denn wir geben als einzige zu, unser Gott ist ein Monster,
- die mit den besten Jenseitsversprechungen (Biervulkan, Stripperfabrik)
- die toleranteste, dann in SEINEM Namen wurde noch nie ein Krieg geführt, jemand getötet oder auch nur geschlagen
- die einzige für Veganer, denn bei uns gibt es zum Abendmahl nicht Blut und Fleisch, sondern Bier und Spaghetti(ohne Ei)
- die glaubwürdigste Religion, denn obwohl wir uns bemühen, die anderen an Absurdität zu überbieten, gelingt es uns nicht
- die sicherste Religion, denn wir geben die "Gott zurück Garantie".       Probiert uns aus, und wenn es euch nicht gefällt, garantieren wir, euer alter Gott nimmt euch zurück

26.06.2014

Das jugendliche Wort zum Freitag - Werdet Piraten


Heute möchte ich einmal den Trend unserer Tagespresse übernehmen und nur die Leser zwischen 6 und 13 Jahren ansprechen. Auch wenn ich mich nicht, wie die Tagespresse, im jugendlichen Jargon üben werde (geht sowieso nach hinten los), bin ich sicher, dass ihr mich trotzdem verstehen werdet. Falls nicht, übersetzt ihr es einfach für euch selbst so, dass ihr Lust habt, bis zum Ende zu lesen. Wäre ja gelacht, wenn wir das nicht hinbekämen.

Unsere Tagespresse bemüht sich, junge Leser für das tägliche Zeitunglesen zu begeistern und bringt deshalb täglich Beiträge, die euch Jugendliche ansprechen sollen. Dafür hat sie eine ganze Seite eingeräumt, die letzte.

Die Themen sind vielschichtig. Es gibt Aktuelles, Lehrreiches, Spaßiges und Rätsel. Soweit gut, schliche sich da nicht immer wieder gern der religiöse Werbeblock ein und selbstredend versteht die Redaktion unter „religiös“ die Geschichte der evangelischen und katholischen Kirche.

Nach meinem Empfinden gehört das zwar in der Form nicht in eine Tagespresse, brachte mich aber auf die Idee, hier, wo Glaubenssachen zu Hause sind, pastafarianische Glaubenssachen, auch mal das Wort zum Freitag speziell für euch, die ihr zwischen 6 und 13 Jahren seid, kund zu tun. Alle anderen Junggebliebenen dürfen natürlich auch lesen. ;)

Damit es nicht langweilig wird, hier eine Auflockerung. Manche werden jetzt meckern, das ist doch nichts für Kinder. Ich bin mir sicher, ihr selbst seht das anders. :)



Na, hatte ich Recht? So kann das Leben Spaß machen und doch nützlich sein. 

Etwas möchte ich euch zum Schluss noch ganz stark ans Herz legen, denn so will es unser Monster und so ist es gut:

1. Egal, was ihr im Evangelium lest, egal was ihr im Leben hört und man euch einzutrichtern versucht, zweifelt, zweifelt, zweifelt, auch wenn es letztlich an Ihm selbst ist.
Sucht immer selbst den Weg zu Erkenntnis und Wahrheit. Ganz besonders aber rate ich euch, misstraut ganz besonders allen, die behaupten, sie hätten diese Wahrheit bereits gefunden. Sie lügen, und das ganz besonders, wenn sie behaupten, die hätten diese Wahrheit in uralten, göttlichen Büchern gefunden.

Götter sind nie zur Schule gegangen, die können also gar nicht schreiben. :)


Eure Elli Spirelli