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20.04.2014

Fröhliches Passtahfest

...und nicht vergessen, die Augenklappe weiter zu reichen. ;)



DER MOND IST AUFGEGANGEN

Der Mond ist aufgegangen
und alle Kinder fangen
sich nun schnell einen Traum
von weiten grünen Wiesen
auf denen prächtig sprießen
die Blumen dicht wie Brandungsschaum.

Dort scheint die Sonne heiter
auch noch im Schlafe weiter
als mache ihr das Spaß.
Die Welt ist still und friedlich
ein Häschen hoppelt niedlich
mit einem Körbchen durch das Gras.

Ein Körbchen voller Eier,
denn es ist Passtahfeier,
gar prächtig, bunt und schön.
Schnell muss es die verstecken
an ganz geheimen Flecken
Das unsre Augen sie nicht sehn.

Alle Piratenkinder
sind stolze kleine Finder
sie suchen nur zu gern.
Am Feuer köcheln Nudeln
während die Kleinen trudeln
und strahlen wie der Abendstern.

Im Kreise reicht man heiter 
die Augenklappen weiter
dem Nachbarn und dem Freund.
Bekannten und auch Fremden
gibt man aus vollen Händen.
Piraten kennen keinen Feind.

Die rechten Fahrensleute
sie tun das gleiche heute
zu ehren so den Brauch.
Sie loben Mut und Wissen,
das immer Zweifelnmüssen,
und unser liebes Monster auch.

Von unserer CD "WSDMEL - Das Pastafarijahr"







18.04.2014

Skandal - kurzfristiges Veranstaltungsverbot für Zirkus Renz Venizia in Penig



Gerade erreicht mich eine Mitteilung einer Freundin aus Penig. Wie auch viele andere Eltern wollte sie heute mit ihrem Kind die Veranstaltung des Zirkus Renz Venzia besuchen. Die Plakate dieses  thüringer Zirkus, der eine guten Ruf hat, hingen schon lange in der Stadt. 

Leider gab es eine ganz spezielle Kinderüberraschung. Das Ordnungsamt hatte die Veranstaltung kurzfristig abgesagt. Die Eltern reagierten enttäuscht, teilweise auch wütend. 


Der Zirkus hat zwar nun den Kindertag auf morgen verschoben, aber einige Eltern und Kinder sind dann nicht in Penig. Selbst für die, die wieder kommen können, war es natürlich nicht nur eine Enttäuschung vor Ort, sondern auch unnötiger Aufwand. Für den Zirkus sogar war es sogar ein deutlicher finanzieller Verlust, wenn er nun eine Veranstaltung weniger am Ort hat. 


Alles nur wegen einer Regelung, die nicht nur längst überholt ist, sondern die es nie hätte geben dürfen. 

Garfreitagstanz



Wir Pastafari feiern heute ausgelassen den Garfreitag, den Tag, an dem erstmals eine Nudel richtig gegart wurde. Andere feiern heute einen Tag, der ganz ähnlich klingt: Karfreitag. Aber nicht fröhlich, sondern in Trauer. Das ist mir ja ne komische Art zu feiern. Vor allem verstehe ich auch nicht, warum sie trauern. Hätte für mich ein Jesu, so heißt ein Drittel ihres Gottes, ein Horst oder eine Elke meine Schuld übernommen und es obendrein geschafft, mir durch seinen oder ihren Tod von einem großen Leid zu befreien oder mich, wovon auch immer, zu erretten, so würde ich sicher als normal menschliche Regung Freude empfinden. Gewiss wäre ich auch dankbar. Da Pastafari aber nicht nur ein fröhlicher Haufen sind, sondern gelegentlich auch Härte zeigen müssen, kann ich als solcher schwer nachvollziehen, dass ich das Bedürfnis hätte, trauern zu wollen. Letztlich ist dieser Jesu ja schon Ewigkeiten nicht mehr unter uns, also nicht zu erwarten, dass der eine oder die andere ihn noch persönlich kannten. Einige Christen sollen ja besonders begnadet sein, indem ihr so verehrter Jesu als Gott zu ihnen spricht. Vielleicht kommt durch diese besondere Zuwendung dann das Trauerbedürfnis zustande? Wie gesagt, ich verstehe es nicht.

Noch weniger verstehe ich, warum die Christen von uns verlangen, mit ihnen zu trauern.
Finden die das fair? Wir lassen sie doch auch in Ruhe trauern, wenn ihnen der Sinn danach steht. Kein Pastafari ist je auf die Idee gekommen, das Ordnungsamt oder gar die Polizei auf Christen zu hetzen, weil sie am Garfreitag nicht mit uns lachen und tanzen.

Was wir aber machen können ist, hier mal zu zeigen, wie unterschiedlich man den Garfreitag feiern kann. Vielleicht bekommen dann auch sie Lust darauf und wollen dann selbst diese ungerechten stillen Feiertage abschaffen.

Das, jedenfalls, wünscht sich eure Elli Spirelli.

Marcello hat schon den Blaudonnerstag gewürdigt und, nach pastafarianischer Tradition, sich an dem gelabt, was das blaue Meer bietet.




Das tat auch Sire Kassemus, der schreibt: "Genieße den Dorsch, wenn er geliefert wird. Heute ist der Tag des Mahles! Die Christen sollten das viel mehr würdigen."





Auch wir haben den Blaudonnerstag gewürdigt, allerdings mit der anderen pastafariansichen Tradition, mit Getränken, die blau machen.





Dem hat sich auch Sleftan angeschlossen.



Ganz clever waren die Mädels um Daniela, die gleich beides gekoppelt haben und vom Blaudonnerstag in den Garfreitag feierten.




Was besonderes hat sich Torsten ausgedacht. Er amüsiert sich am Garfreitag mit einem lustigen Buch. 




Dieses Bild stammt von unseren Freunden von der Chiesa Pastafariana Italiana



Wie feiert ihr heute? Schickt uns eure Bilder oder Videos, und wir stellen sie noch hier ein.


Von uns kommt heute abend, wenn ES es so will und uns das entsprechende Wetter schickt, noch ein Foto vom Garfreitagsfeuer.

Versprechen soll man halten. ;)




Ein letztes Bild erreichte uns von Christian, der schrieb: Einen großen Tanz gab es bei uns zwar nicht. Dafür aber Nudelauflauf.





17.04.2014

Das Wort zum Garfreitag - Jubel, Trubel, Heiterkeit

Ganz dezent fangen wir heute, am Blaudonnerstag, schon einmal an zu feiern. 
Morgen aber, wenn sogar arbeitsfrei ist, geht es richtig los. Schließlich ist Garfreitag ein Tag des Jubels und der Ausgelassenheit. 

Leider gibt es immer noch Menschen, die an diesem Tag besonders traurig sein wollen. 

Lasst uns denen, aber auch uns selbst, zeigen, wie schön es ist gemeinsam zu feiern, selbst wenn man sich nicht gemeinsam treffen kann. Vielleicht kommt dann auch in der Politik an, dass es falsch ist, auch an einzelnen Tagen Tanz und Freude zu verbieten.

Zeigt uns in einem kurzen Video, wie ihr eure Garfreitagsfreude zeigt. Stoßt mit einem Bier an, jubelt einfach oder tanzt. Ladet es auf youtube oder einen anderen Dienst, schickt uns (spaghettus[et]freenet[punkt]de) den Link und wir stellen eure Videos morgen im Laufe des Tages auf unserer Seite online.

Elli und ich haben schon mal vorgefeiert:



Wer sich noch in Stimmung bringen muss, für den haben wir gute Neuigkeiten aus Polen.

Dort hatten Pastafari die Anerkennung als Glaubensgemeinschaft beantragt und wurden abgewiesen.  Dagegen haben sie vor dem Verwaltungsgericht geklagt und gewonnen. Leider bedeutet das nicht, wie manche Medien schon vermeldeten, eben diese Anerkennung. Das Gericht hat nur wegen eines Formfehlers so entscheiden, nicht inhaltlich.

So ging es auch uns, als wir damals um die gemeinnützige Körperschaft gekämpft haben. Allerdings hatte dort der Richter zu verstehen gegeben, dass in einem neuen Prozess wohl kein Zweifel am positiven Ausgang für uns besteht. Ob nun deshalb, oder weil das Amt selbst eingesehen hatte, dass sie falsch lagen, sie haben uns ohne neuen Streit den Titel zuerkannt.

Auch 3sat kam nicht mehr am Pastafaritum vorbei und  hat in Kulturzeit berichtet
Das ist sehr erfreulich. 
Erschreckend ist hingegen, wie schlecht dort recherchiert wurde. Damit meine ich nicht einmal, dass wieder auf das Nudelsieb abgestellt wurde. Wenn aber behauptet wird, dieses wäre in Österreich als religiöse Kopfbedeckung auf dem Führerschein anerkannt, ist das einfach falsch. Dort darf man es tragen, weil es aufgrund einer Gesetzeslücke überhaupt nicht verboten ist, Kopfbedeckungen zu tragen. Auf dem Ausweis darf man es nicht, denn dort gibt es diese Lücke nicht. 
Falsch ist auch, siehe oben, die Behauptung, das Pastafaritum wäre in Polen als Religion anerkannt. Na, zumindest das kann ja noch werden.

Zuletzt habe ich noch etwas, wo ihr euch mal richtig austoben könnt. Behauptet doch die Welt, wir wären eine Gaga-Kirche. Da fehlt einfach jegliche Achtung vor unseren religiösen Gefühlen. Holt die Entermesser raus und kommentiert dort auf´s schärfste. Na ja, nicht ganz so scharf vielleicht. Einige Kommentare wurden nicht veröffentlicht.

Aber vergesst eins nicht, wenn ihr fertig seid:

Feiert morgen schön und schickt uns eure Videos. :)






10.04.2014

Das Wort zum Freitag - Das Bockenförde Diktum



Vielleicht, tapfere Jäger der Meere, wird es euch ein bisschen abgehoben vorkommen, wenn ich den Ausgang meiner Dienstaufsichtsbeschwerde so hoch beim Bockenförde Diktum anbinde. 

Aber ich finde schon, da gehört es hin. Auch um deutlich zu machen, wie wichtig es ist, selbst auf der niedrigsten Ebene um die Einhaltung der Werte und Regeln zu kämpfen, die unsere Demokratie ausmachen.

Es waren ja nicht die Kirchen gemeint, auch wenn die das immer und immer wieder behauptet haben, als Bockenförde formuliert hat:


"Der freiheitliche säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen die er selbst nicht garantieren kann. 


Das ist das große Wagnis das er um der Freiheit willen eingegangen ist. Als freiheitlicher Staat kann er einerseits nur bestehen wenn sich die Freiheit die er seinen Bürgern gewährt von innen her aus der moralischen Substanz des einzelnen und der Homogenität der Gesellschaft reguliert. Anderseits kann er diese inneren Regulierungskräfte nicht von sich aus das heißt mit den Mitteln des Rechtszwanges und autoritativen Gebots zu garantieren versuchen ohne seine Freiheitlichkeit aufzugeben und - auf säkularisierter Ebene - in jenen Totalitätsanspruch zurückzufallen aus dem er in den konfessionellen Bürgerkriegen herausgeführt hat."

Nein, das bezog sich auf seine Bürger, die gefordert sind, sich mit ihren ethischen Werten einzubringen. Also eher im Sinne von Aristoteles, der schon festgestellt hatte, der Mensch ist es, der den Staat ausmacht, in dem er lebt.

Wenn der sich nicht mehr für den Staat interessiert, nicht mehr wählen geht, nicht aufbegehrt, wenn er selbst oder andere Unrecht erfahren, ist es schlecht um diesen Staat bestellt und er wird leichte Beute für die, die diese Werte nicht teilen.

Ich möchte euch Mut machen, unbequem zu sein, das Salz in der Suppe, die Wurst auf der Stulle und der Käse auf den Spaghetti.

Ihr ahnt inzwischen sicher schon, es hat ein gutes Ende genommen mit meiner Beschwerde. Eins, mit dem ich wirklich rundum zufrieden bin.

Dabei hat sicher geholfen, dass ich einige Stadtverordnete angeschrieben und um Unterstützung gebeten hatte. Es gab tatsächlich positive Rückmeldungen.
Vor allem aber hat der "Dienstherr" des Bürgermeisters so reagiert, wie es sein sollte. Das waren in Vertretung der Stadtverordnetenversammlung deren Vorsitzender Bernd Ziemkendorf und seine beiden Stellvertreter Helmut Jetter und Michael Klette.

Die hatten mich zu einem Gespräch eingeladen und alle drei fanden meine Darstellungen nachvollziehbar. Verabschiedet wurde ich mit den Worten: "Bleiben Sie weiter so kämpferisch, auch für die, die im gleichen Fall geschwiegen hätten." Klar, danach hatte ich schon große Erwartungen.

Was kam, war zunächst ein Anruf vom Vorsitzenden der SVV. Ob ich bereit wäre zu einem gemeinsamen Gespräch mit dem Bürgermeister. Natürlich war ich das, es lohnt sich immer, miteinander zu reden.

Zum Termin hatte ich gerade Geburtstag. Da gabs erst mal Glückwünsche vom Vorsitzenden und der Sekretärin. Als die den Bürgermeister diskret darauf aufmerksam machte, meinte der: "Weiß ich doch" und überreichte mir  ein Flasche "Bürgermeisterwein". 
Da war die Gesprächsstimmung doch gleich aufgelockert. Es menschelte. Auch, weil der Bürgermeister, Detlef Tabbert, mir noch Grüße von seinem Vater bestellte. Als ich etwas ratlos guckte, klärte mich Bernd Ziemkendorf auf. Es ist ein ehemaliger Arbeitskollege, dessen Familiennamen ich aber nie mit dem Bürgermeister in Verbindung gebracht hatte. Auch Bernd ist übrigens ein ehemaliger Arbeitskollege, was für unser Vertrauensverhältnis sehr gut war.

In der Sache blieb es aber konkret. Jedenfalls bei mir. Ein bisschen hat der Bürgermeister schon versucht, seine Leute in Schutz zu nehmen. Na, ist ja irgendwo auch seine Aufgabe. Vor allem für Frau Seifert, die Bereichsleiterin, die in ihrem Zwischenbescheid einen völlig falschen Sachverhalt dargestellt hatte, hatte er einige Entschuldigungen parat.
  
Letztlich konnten wir, der Vorsitzende der SVV und ich, ihn aber doch überzeugen, dass alle angesprochenen Punkte so, wie ich sie dargestellt hatte, stimmten. 

Als das besprochen war, kam es noch zu einem, ja, netten Gespräch zwischen Detlef Tabbert und mir um unseren Rechtsstreit. Wir haben das beide eher sportlich gesehen und die Ansicht vertreten, es geht lediglich darum, festzustellen, wie die Rechtslage halt ist.

Um so erstaunter war ich, dass sich die Stadt mit Dr. Becker dafür einen Anwalt genommen hat, der sogar als Richter am Bundesverwaltungsgericht arbeitet. Einen teuren Anwalt. Aber der Bürgermeister teilte mir gleich mit, natürlich bräuchten wir, wenn wir verlieren, nur die übliche Pauschale bezahlen. Immerhin auch knapp 800 Euro.


Interessant fand ich aber, dass die Stadt also auf jeden Fall Minus macht. Selbst wenn sie gewinnt. Dann fehlt ja noch die Differenz zwischen Honorar und Pauschale. Das für eine Sache, die die Verwaltung eigentlich nicht jucken sollte. Sie hat ja, egal wie es ausgeht, keinerlei Vor- oder Nachteile.

Schade, auch wenn es vielleicht nicht soviel ist, die Sport und Kulturvereine in unserer Stadt, die Jugendarbeiter und andere, bei denen in den letzten Jahren immer mehr Mittel gestrichen wurden, hätten sich über das Geld bestimmt sehr gefreut. 

So, und nun endlich für euch das Entschuldigungsschreiben des Bürgermeisters. Wer uns beim Rechtsstreit unterstützen möchte, erfährt hier, wie er das kann. 



Garfreitagsprozession in Lohr am Main


Monstergruß der Pastafari


Über Facebook hat uns ein Aufruf zu einer Garfreitagprozession erreicht, den ich gern hier weiter verbreite. Es wäre toll, wenn die wirklich stattfinden würde:


Am Garfreitag, 18.04.2014, wollen wir mit einer Garfreitagsprozession dem FSM huldigen.

Die Prozession findet ab 10:30 h in Gerbergasse - Färbergasse in Lohr am Main statt.
Aufstellung zur Prozession erfolgt am Bahnhof (der liegt allerdings etwas außerhalb) um 10:00 h.

Die Prozession findet erst ab einer Mindestteilnehmerzahl von 20 statt.

Wir huldigen dem FSM durch tragen klimafreundlicher Kleidung, also zumindest Teile des Piratenoutfit.

Die vorgeschlagene Route ist innerhalb des Rings, den die Katholiken prozessieren, es könnte sein, dass Absperrungen oder Irrgläubige den Zugang zu diesen Gassen versperren.
Alternativ gehen wir halt ein größeren Ring um die Katholiken.

Mal sehen, wer die schönere Prozession hinkriegt, wer schneller und besser prozediert.

Außerdem schmecken die während der Prozession gereichten Spaghetti bestimmt viel besser, als der olle Leib Christi, den die Katholiken als symbolischen Kannibalismus verspeisen.

Begleitet wird das ganze von fröhlicher Musik und lauten Gebeten - wobei wir hier aufpassen müssen, da die Christen es durchgesetzt haben, Karfreitag als sog. Stillen Feiertag zu deklarieren, an dem Tanz und Musik eigentlich verboten ist, es sei denn, sie ist dem Ernst des Fests angemessen, oder so ähnlich... und in Bayern könnte die katholisch unterwanderte Polizei das nicht so gut finden.

Aber wir haben ja Religionsfreiheit, jeder darf den Blödsinn glauben, den er glauben will und warum sollte deren Religion besser sein als unsere einzig wahre Religion?

Auf das Ihr zahlreich erscheinet, das FSM segne Euch, Ramen.

Link zur Veranstaltung

03.04.2014

Das Wort zum Freitag - Humanistentag




Ja, liebe Brüder und Schwestern, so was gibt es. Nicht nur Religiöse feiern sich selbst und ihren Gott, auch gottlose Humanisten ihren Humanismus. Dann auch noch an den gleichen Tagen und Orten, an denen das die Religiösen tun. Macht für sie ja auch Sinn, so können sie wenigsten mit denen ins Gespräch kommen und den Humanismus weiter tragen.

Am Anfang hieß der Humanistentag übrigens noch religionsfreie Zone. Das war so was von gelogen. Nix mit religionsfreie Zone. Schließlich waren wir mit von der Partie und haben sowohl in Dresden als auch in Hamburg erfolgreich die Gegenoffensive gestartet und einige von ihnen zu Pastafari gemacht.

Letzte Woche kam nun die Nachricht, über den Humanistentag von Hamburg wird es sogar eine Dokumentation in Buchform geben, die in diesem Sommer erscheinen wird. Wir haben sogar eine Doppelseite darin. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Besonders auf Bilder von uns, die ich selbst noch nicht einmal kenne. Den Text hingegen kenne ich schon:

"Was macht man Sonnabendmorgen in Hamburg? Man geht zur Nudelmesse. Jedenfalls am Humanistentag. 

Angelika Kallwass stellte schon in der Anmoderation fest: „Jetzt kommen wir zu einem weiteren ernsthaften aber auch vergnüglichen Teil des heutigen Programms.“   Zu Musik von der Pastafari-CD „Wir singen dem Monster ein Lied“ marschierten dann Seeräuber auf die Bühne, der Pastafarichor „Anonyme Arabiata“ und Messdienerin „Farfallina Carbonara“.  


Elli Spirelli und Bruder Spaghettus folgten, im Takt der Musik tanzend, nach und starteten den Block „Werbung und Mission“. Schließlich war es erklärtes Ziel, einige der anwesenden Ungläubigen zu bekehren.  Die Vorzüge des Pastafaritums wurden gepriesen, immer wieder einmal durch ein frisches „Bierelujah“ des Chors unterstrichen,  und letztlich festgestellt: „Keine Religion ist so ehrlich wie unsere, denn nur wir geben zu, unser Gott ist ein Monster. „


Das war wohl überzeugend, denn als danach die Aufforderung kam, auf die Bühne zu kommen, und sich zum Fliegenden Spaghettimonster zu bekennen, kamen reichlich Bekehrungswillige.


Die Lobpreisung der Reliquien, eine leere Bierflasche mit einer Zahnbürste und einem nudligen Anhängsel, eine Piratenfahne und eine inzwischen nach mehr als 50 Nudelmessen immer noch verschlossene Rumflasche, folgte. 


Als anschließend das Glaubensbekenntnis abgelegt war, wurde gemeinsam mit allen Besuchern  unser heiligstes Lied, „Ein bissfest Burg ist unser Gott“ von Dr. Martin Nudler, gesungen. Das gemeinsam gesprochene Monsterunser leitete das Abendmahl ein. Natürlich ohne alle kannibalistischen Tendenzen mit „Bier von Seinem Biervulkan“ und „Nudel von Seinen nudligen Anhängseln“. 


Als alle geabendmahlt und die frisch Bekehrten das Zeichen ihres Glaubens, einen FSM-Button, empfangen hatten, trugen die Annonymen Arrabiata ein selbstgeschriebenes Piratenlied vor und ließen dabei tüchtig die Bierflaschen ploppen. 


Danach war es vorbei mit der Feierlichkeit. Bruder Spaghettus holte zu einer Strafpredigt aus. Natürlich nicht für die neuen Gläubigen, sondern für die vielen Ungläubigen im Saal. Er stellte ihnen dabei unter Hinweis auf die von einigen von ihnen behauptete atheistische Spiritualität die Frage, warum sie für die Beschreibung dessen,was sie in bestimmten Momenten fühlen, ausgerechnet einen klar religiös besetzten Begriff verwenden müssen und schloss: „Kommt ihr doch nicht ohne Religion aus? Ist Unglaube doch nur ein Glaube?“


Mehr zu uns und unserem Monster unter www.pastafari.eu"

Ein schöner Erfolg für uns, nun auch im Medium Buch eingezogen zu sein. :)

Gespannt bin ich aber nicht nur auf unsere Doppelseite, es waren wirklich eine Menge interessanter Veranstaltungen und eine Menge persönlicher Erlebnisse, die sich mit dem Buch, das vom Bund für Geistesfreiheit verlegt wird, wieder auffrischen lassen. Wer nicht dabei war, hat so ein kleines bisschen die Möglichkeit, die wunderbare Atmosphäre dort nachzuerleben.

Ich werde euch informieren, wenn das Buch erschienen ist.

Eine Information steht schon fest, ich hatte im bereits im Jahresplan berichtet. Auch in diesem Jahr werden wir wieder beim Humanistentag dabei sein. Der findet vom 28.05. bis 01.06. in Regensburg statt.
Die Nudelmesse ist wieder am Sonnabend, d. 32.05. in der Aberhütte. Beginn ist 12:00 Uhr.

Vielleicht sehen wir ja den Einen oder die Andere von euch dort. Wir würden uns freuen.

Freuen würden wir uns auch, wenn ihr unsere Spendenaktion weiter unterstützen würdet in dem ihr sie in Neztwerken teilt oder sogar selbst spendet. Nach einem guten Start ist nun leider etwas Ruhe eingezogen.
Wir haben zwar auch einige Spenden direkt auf unser Konto bekommen, aber etwa 600,- Euro brauchen wir immer noch.

Inhaber:    Kirche des FSM
Kontonr.:    120688979  
BLZ:        15091704     
IBAN: DE06 1509 1704 0120 6889 79
BIC: GENODEF1PZ1

27.03.2014

Das Wort zum Freitag – Höheres Prozessrisiko für Pastafari?



Nein, es geht nicht um unsere Klage vor dem Verwaltungsgericht und die dazu laufende Spendenaktion. Etwas anderes ist es, was mir Sorgen macht.

Ein 23jähriger Student hat seine Freundin erstochen, weil die sich nicht, wie er wollte, das gemeinsame Kind abtreiben lies. Natürlich wurde er wegen Mordes verurteilt. Aber es wurde nicht, wie die Staatsanwaltschaft es wollte, damit er nicht nach 15 Jahren vorzeitig entlassen werden kann, die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Das Gericht hat diese besondere Schwere nicht gesehen, denn der Mörder habe sich in einer Zwangslage befunden. Als solche erkannten die Richter seine kulturelle und religiöse Herkunft. Der muslimische Mann war Deutscher, ist hier aufgewachsen und zur Schule gegangen. Auch wenn seine Familie aus Afghanistan stammt, geprägt wurde er hier.

Daraus ergeben sich für mich einige Fragen.

Die kulturelle Herkunft ist bei allen Deutschen mehr oder weniger gleich und wird durch das Grundgesetz abgedeckt. Natürlich machen unterschiedliche Menschen da Unterschiedliches draus. Hätten sie aber nicht müssen, sie hatten und haben die gleichen Möglichkeiten. Die religiöse Herkunft macht also den Unterschied.

Wie verhält es sich also mit anderen Religionen?
Müssen dann Pastafari (ja, ich weiß, die morden nicht, aber mal angenommen) genau mit dem Gegenteil rechnen? Würde bei ihnen immer eine besondere Schwere der Schuld festgestellt werden, weil ihr Glaube und damit ihre religiöse Herkunft nicht nur in der Praxis, sondern auch in der Theorie jeden aggressiven Akt verbietet und Männer und Frauen absolut gleichberechtigt behandelt werden? Es wäre nur logisch.

Christen sind hier längst auch durch die Werte von Humanismus und Aufklärung geprägt. Die meisten jedenfalls. Aber sie könnten zumindest ihre Theorie anführen, um sich vor der besonderen Schwere der Schuld zu bewahren.

Inzwischen leben in Deutschland aber schon immer mehr Menschen ohne religiöse Prägung.

Können die ihre weltanschaulichen Prägungen anführen?
Religionsgemeinschaften und Weltanschauungsgemeinschaften sind vor dem Grundgesetz gleichgestellt. Das lässt sich folglich auch auf religiöse und weltanschauliche Prägung bzw. Herkunft beziehen.

Können also z.B. Nazis sich darauf berufen, dass es bei ihrer weltanschaulichen Herkunft normal ist, Andersdenkende, Juden, Ausländer, Homosexuelle usw. zu verfolgen? So schlimm es klingt, es wäre nur gerecht.

Also gibt es einen Fehler im Rechtssystem und der ist gar nicht schwer zu finden: Weder religiöse noch weltanschauliche Fragen haben bei der Urteilsfindung eine Rolle zu spielen. Es sei denn, die ist verfassungsfeindlich. Aber dann wäre ja eben diese Verfassungsfeindlichkeit und nicht die Weltanschauung der Punkt.

Vielleicht sollten wir sogar noch weiter denken. Ist es, auch in Anbetracht des fehlenden freien Willens der Menschen, nicht angebracht, überhaupt weg von der Schuldfrage im Strafrecht zu kommen? Schuld ist eine moralische Kategorie. Was hat eine solche im Strafrecht zu suchen?

Nichts, genau so wenig, wie Religion und Weltanschauung.
Wenn ihr, tapfere Freibeuterinnen und Piraten, in eurem Kampf für den Stopp der Erderwärmung mal Pause macht, wenn ihr mal ein anderes Thema sucht, denkt darüber nach, ob das eins für euch wäre.  

23.03.2014

We need help....

...in the struggle for equality of ideologies




The city of Templin has refused to accept passport pictures with Pastafari pirate headwear for the German national ID card. As a result, we are backing a lawsuit filed by Rüdiger Weida with the following justification from the claimant:
As chairman of the non-profit "Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V." (German Church of the Flying Spaghetti Monster, registered association) I feel most obligated to follow the commandment of wearing Pastafari headwear as stated in our Gospel and I do so frequently in public. Our statute defines us as a worldview community and we therefore have the right to be treated equally with religious communities.
The city of Templin has failed to check if this results in a right for our members to wear headwear displaying the pirate fish on passport pictures of official documents. The allusion that a registered association is not (categorically) a religious community is false and is in practice rebutted by several Islamic associations.
Likewise, the assumption that there is a lack of obligation is incorrect. Firstly, the obligation can be deduced from ‘The Gospel of the Flying Spaghetti Monster’ and secondly, the religious and worldview right is the right of an individual. Based on this, it can’t depend on general obligations but solely on the obligation perceived by the individual. Here too, Islam acts as a practical example. The allegations made by the city, regarding the alleged motivation, are inadmissible and have to place in the explanatory statement.“
As it is rather rare that communes hire a lawyer for these types of cases, we did not expect the court costs to exceed 438,- Euros, while we obviously cover our own costs for transportation, postage, etc.
However, the city has now decided to hire a lawyer. And not a bad one either, he currently works as a judge on the Federal Administrative Court. This can get very expensive for us.

We therefore ask you for your help to fill our war chest for the trial court. We have opened a donation campaign on Helpedia. Just click on “Jetzt mithelfen!”, enter your name and possibly a comment and make a payment via Paypal or direct money transfer.
If you wish, you may also transfer money directly to our account:
Name of Recipient: Kirche des FSM
Account number: 120688979
Sort Code: 15091704
IBAN: DE06 1509 1704 0120 6889 79
BIC: GENODEF1PZ1
Credit Institute: VR-Bank Uckermark-Randow e.G.

If it should go through to the next instance, which we expect it to, we hope to also get a secular organisation on board. We are also considering financing the trial with exclusive rights to the story for a newspaper. There is, however, a very limited number of newspapers trusted to be objective in their reporting.
Please don’t just support us with a concrete donation, make sure to also share this campaign. We will only be able to collect enough aid if as many people as possible are aware of it.
We rely on you and are very thankful for your support.
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