25.05.2017

Das Wort zum Freitag - Piraticus Seefahrt



Heute, am Tag, an dem ganz Deutschland feiert, ist das Thema für das Wort zum Freitag schnell gefunden:


Pirtaticus Seefahrt.

Er war es, dem wir an diesem Tag gedenken. Beginnt doch unser Evangelium nicht umsonst mit seinen Worten:

Am Anfang war das Wort, und das Wort war „Arrrgh!“ (Piraticus 13:7)

Ich sehe das Staunen in Euren Augen. Was, Piraticus Seefahrt? Feiert ganz Deutschland heute nicht Christi Himmelfahrt? Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Piraten gesteuertes Schiff hört nicht auf, der christlichen Okkupation  Widerstand zu leisten. Denn wisset, Brüder und Schwestern, diese Christen und ihre Kirchen haben nicht nur die wesentlichen Teile ihres Glaubens aus anderen Religionen abgekupfert, sie haben auch uralte Feste und Feiern besetzt. Sogar den Geburtstag ihres Heilands haben sie vom Sommer in den Winter verschoben, nur um Weihnachten für sich zu reklamieren.

Richtig, ein unwürdiges Verhalten. Aber ein lehrreiches. Zeigt es doch klar auf, keine Religion ist so vertrauenswürdig wie unsere. Noch mehr aber zeigt es auf, dass des Volkes Inneres sich nicht betrügen lässt. Schon seit langem ist es Tradition, an diesem Tag einer wesentlichen piratischen Tradition, der des Biergenusses, zu folgen. Ganze Heerscharen machen sich auf den Weg um so unbewusst den Biervulkan zu preisen, den Spieß umzudrehen und  den Christen dieses  Fest zu entreißen. Lasst es uns in das Bewusstsein aller noch Unbewussten einprägen:Wir feiern Piraticus Seefahrt!


....und in diesem Jahr auch Handtuchtag



18.05.2017

Das Wort zum Freitag - Luther kommt zur Nudelmesse



Darf man Luther feiern? fragt der hpd.

Wir sagen, unbedingt. Wir schließen uns da voll dem Kirchentag in Berlin an und feiern mit.

Am Sonnabend, d. 27. Mai
um 14:00 Uhr
in Berlin, Volkspark Friedrichshain
auf dem Kleinen Bunkerberg

werden wir nicht nur unsere, wohl sehr kurze, Vereinsversammllung abhalten. Wir werden auch eine Nudelmesse im Zeichen Luthers halten.
Ich habe keinen Zweifel daran, damit werden wir den Höhepunkt des Kirchentages setzen, denn uns ist Unglaubliches gelungen.

Wir haben es geschafft, Luther selbst zu unserer Nudelmesse einzuladen.
Er hat zugesagt und wird aus ausgewählten Schriften lesen. Wer sonst kann so was bieten?

Ich bin sicher, da wird er auch "Von den Juden und ihren Lügen" unter dem Arm haben. Ein unbedingt empfehlenswertes Buch, welches im Denkladen erhältlich ist. Damit man gut vergleichen kann, gibts immer auf einer Seite den Text in Luthers Sprache, auf der anderen in unserer. 


 20,- Euro, die sich wirklich lohnen. 

Auch dabei haben wird Luther eine Broschüre der gbs.
Wer "Martin Luther: Volksheld – Antisemit – Hassprediger" im Luther-Jahr verteilen oder als Korrektiv zu den offiziellen EKD-Materialien im Unterricht einsetzen möchte, kann gedruckte Exemplare über dieses Formular kostenfrei beim Stiftungssekretariat bestellen. Die Onlineversion der Luther-Broschüre ist  als pdf-Datei über die gbs-Website verfügbar

Ganz sicher wird Luther auch aus einem Flyer lesen, den wir, gemeinsam mit martin-luther-2017.de entworfen haben. Weil wir davon reichlich gedruckt haben, können auch wir kostenlos zum Verteilen abgeben. Schreibt uns einfach, bei welcher Aktion ihr die einsetzen möchtet und wieviel ihr braucht.

Und so sieht die zweite Seite unseres in doppelseitig A5 gedruckten Schmuckstücks aus:


Auf dass auch ihr Luther so feiern könnt, wie er es verdient hat.












11.05.2017

Das Wort zum Freitag - RBB, MDR und FSM




Uff, das war ein stressiges Wochenende. Jedenfalls für einen alten Herrn wie mich. Teils privat, teils dienstlich. Weil es über den Stress irgendwie zusammen gehört, weil ich keine Bilder vom dienstlichen Teil habe und weil ein Bericht ohne Bilder leer wirkt, schreibe ich auch mal über den privaten mit. Da stelle ich dann halt ein paar Bilder von mir ein.

Los ging es am Freitag morgen. Wie immer lag da die Messe an. Dieses Mal hatte sich eine Journalistin vom RBB angemeldet, die einen Online-Beitrag für die ARD machen wollte. Wir mussten etwas auf sie warten, weil sie sich, was öfter vorkommt, erst mal im umliegenden Wald verfahren hatte.
Aber dann gings los, die Messe war schön und Silke Mehring hatte offensichtlich großen Spaß.

Nachdem die anderen gegangen bzw. gefahren waren, wollte sie noch ein Interview mit mir. Daraus ist ein fast dreistündiges intensives Gespräch geworden. Mit nudligen Grüßen kam später noch eine Mail mit dem Dank für die vergnüglichen Stunden.

Auf den Bericht können wir gespannt sein. Wenn er online ist, gebe ich Zeichen.



Danach ging es nach Gandenitz. Dort war Tag des offenen Ateliers und die Fotogruppe des Kunstvereins zeigte deshalb Bilder zum Thema "Berührung". Die waren aber schon gerahmt und das Aufhängen ging flott.



Sonnabend war die Eröffnung. Wir, Elli S. und ich, blieben nur eine Stunde. Dann ging es direkt von dort nach Großerkmannsdorf zu Freunden. Angekommen gabs ein ganz kurzes Absitzen, bevor es ab in den Bärenzwinger Dresden ging. In unserem alten Studentenclub war riesengroße Geburtstagsparty und der Willi hatte mich eingeladen. Welche Auswirkungen solche Partys haben, wisst ihr selbst.




Sonntag ging die Fahrt von Erksdorf wieder direkt zurück nach Gandenitz. Es war einiger Besuch, die Leute wollten was zu den Fotos wissen. Wir blieben ne ganze Weile, dann ging es nach Hause an den Grill.




Montag gings schon wieder auf Tour. Der MDR will für LexiTV, das Wissensmagazin des MDR-Fernsehens, eine Sendung zum Thema „Religionsstifter/Heilige“ drehen. Diese soll in der ARD-Themenwoche zum Thema „Glauben“ im Juni ausgestrahlt und dabei auch über das Fliegende Spaghettimonster berichtet werden.

Ich hatte als Kontakt an die Leipziger Gruppe verwiesen. Weil der MDR die Fahrkosten übernommen hat, sind dann Elli und ich auch zu deren Stammtisch gefahren. Den machen die jetzt gemeinsam mit der Leipziger Gruppe der gbs, wodurch auch die, inkl. Interview, vor die Kamera kam.

Neuerdings läuten wir die Messe mit einem Nudelsieb ein, das uns ein italienischer Pastafari geschenkt hat. Ich hatte vergessen, es mit zu nehmen.
"Kein Problem" meinte Jochen Vinzelberg, der Verantwortliche für den Bericht, "ich habe eins im Auto". Na, das war ja ein Ding. Hatte sich da jemand dezent, wenn auch nicht ganz richtig, vorbereitet? Jedenfalls hat er uns aus der Patsche geholfen.

Sonst lief aber alles prima. Die ganze Crew war locker drauf und ich denke, auch auf den Bericht können wir uns freuen.
Nach dem Interview, zu dem ich gebeten wurde, blieben wir noch eine Weile bei den anderen und heckten so dieses und jenes aus. Davon später.

Direkt vom Stammtisch fuhren wir zurück nach Templin. Gegen 1:30 Uhr waren wir wieder hier.

Ja, ich weiß. Mancher von euch fragt sich jetzt, wo war da der Stress? Aber wartet ab, später versteht ihr das. :)



04.05.2017

Das Wort zum Freitag - Polizeischutz für Luther



Manchmal verschlägt es einem einfach die Sprache. So ging es mir, der ich seit über 30 Jahren nicht mehr in Wittenberg war, als ich beschuldigt wurde, dort eine Straftat begangen zu haben.

Mehrere Seiten Formular sollte ich ausfüllen und Stellung nehmen. Wenn nicht, würde die Staatsanwaltschaft ohne die entscheiden.

Ein findiger Polizist und, wahrscheinlich, Lutherfan, hatte mich beschuldigt.
Er hatte eine Anzeige erhalten über auf Lutherköpfe geklebte Aufkleber. Die, so hatte er mit modernster Technik ermittelt, werden von der Kirche des FSM Deutschland e.V. verteilt.
Also muss wohl deren Vorsitzender der Straftäter gewesen sein.

Eventuell hätte er Anlass gehabt, wenn ein Zeuge da einen langbärtigen Typen beim Aufkleben gesehen hätte. Aber den gabs, wie nach Akteineinsicht klar wurde, nicht. Im Gegenteil, die Geschädigte hatte ausdrücklich auf Eröffnung eines Strafverfahrens verzichtet.

Ich hätte Verständnis gehabt, wenn ich als Zeuge befragt worden wäre. Sagen hätte ich nichts können, denn natürlich führen wir kein Verzeichnis, an wen wir die Aufkleber abgeben.

Dafür, mich als Täter zu beschuldigen, habe ich keins. Das finde ich einfach unverschämt, herabwürdigend und ich fand mich auch unter einen gewissen Zwang gesetzt, der Polizei ohne Anlass eine Masse Daten über mich geben zu müssen.

Also war es wieder mal Zeit für eine Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde.



ZAB RKD Wittenberg
Juristenstr. 13a
06886 Wittenberg


Fach- und Dienstaufsichtsbeschwerde gegen KK H......



Mit Datum vom 02.11.2016 hat mir KK H..... eine Beschuldigtenanhörung WB RED 1/10100/2016 zugeschickt.



Ich werde beschuldigt, eine Straftat nach § 303 StGB, Sonst. Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder Plätzen, begangen zu haben. Der konkrete Tatvorwurf war, bei sieben Verkehrzeichen (Sonderzusatzzeichen) je einen Aufkleber „Nudelmesse“ auf einen Lutherkopf geklebt zu haben.

In der Anhörung werden umfangreiche Erklärungen von mir gefordert und ich soll Angaben über meine Einkommens- und Vermögensverhältnisse machen. Schwere Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte die mich empört haben und die nur gerechtfertigt erscheinen, wenn wirklich ein Tatverdacht vorliegt.

Das war nie der Fall. KK H... hatte im Internet einen Bezug zum eingetragenen Verein „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V.“ gefunden und wohl kühn geschlussfolgert, dann kann nur dessen Vorsitzender die Aufkleber angebracht haben.

Ich sehen darin ein bewusste Schikane. Der KK hätte doch wohl niemals nach einem ungeklärtem Verkehrsunfall mit einem VW den dortigen Aufsichtsratschef als Tatverdächtigen befragt. Warum also den Vorsitzenden eines Vereins? Nur weil dieser Verein kirchen- und durchaus auch lutherkritisch ist? Der Verdacht drängt sich auf, dass nach persönlichem Willen hier ein Exempel statuiert werden sollte.

Das ganz besonders auch deshalb, weil die geschädigte sonstige Marketing GmbH bereits auf die Stellung eines Strafantrags verzichtet hatte.

KK H... hat in dem Fall nicht nur mich schwerwiegend in meinen Rechten verletzt, er hat auch Arbeitszeit und somit Geld des Steuerzahlers verschwendet, indem er eine Ermittlung geführt hat, deren Einstellung bereits von Anfang an sicher war. Tatsächlich wurde das Verfahren dann auch von der Staatsanwaltschaft mangels Prozessvoraussetzungen (kein Strafantrag) am 16. Dezember eingestellt.

Auch bei der Staatsanwaltschaft führte das eingewillige Handeln des KK also zu zusätzlichem Aufwand. Ich musste meinen Anwalt einschalten, der mehrmals schriftlich und mündlich Akteneinsicht gefordert und die erst nach einem nachdrücklichen Schreiben im März 2017 erhalten hat.

Ich bitte um schnellstmögliche Bearbeitung dieser Beschwerden.

Mit nudligen Grüßen
Rüdiger Weida