23.06.2016

Das Wort zum Freitag - Christenverarsche?




Wie ihr ja schon wisst, feierten wir beim Corso Leopold eine Nudelmesse. Bereits am Tag zuvor fanden wir uns ein, um gemeinsam mit der Crew des Bundes für Geistesfreiheit das schöne Programm zu genießen, das sie organisiert hatten.

Neben den vielen schönen Beiträgen auf „unserer“ Bühne lagen auch Informationsmaterial und kirchenkritische Postkarten div. Künstler aus.

Zu fortgeschrittener Stunde erschien ein stark angetrunkener und auf Krawall gebürsteter Mitbürger am Stand. Er besah unsere Auslagen und begann zu motzen. Mehrfach betonte er, dass wir keine Achtung vor den Christen hätten, sie beleidigen und verarschen würden.

Ernsthaft konnte man mit ihm nicht mehr reden. Wäre er ein Pastafari, hätte ich vermutet, dass er in den Biervulkan gefallen ist. Über seine Vorwürfe dachte ich jedoch nach. Doch kann ich beim besten Willen nicht erkennen, dass wir die Christen verarschen, wie er es immer wieder auszudrücken pflegte.

Klar, wir Pastafari zeigen mit satirischen Mitteln auf, wie Religion funktioniert und die Mannen des Bundes für Geistesfreiheit tun es ganz direkt, aber es muss ja wohl erlaubt sein, seine Meinung zu äußern, auch öffentlich. Immerhin brachte uns das schon so manches gute Gespräch mit den angeblich Verarschten. Natürlich schmissen sie danach nicht all ihre bisherigen Werte über Bord, aber sie hörten uns an, wie wir sie auch. So eine Konfrontation ist in meinen Augen nicht schädlich und kann uns alle ein Stück weiter bringen.

Die, bei denen es nicht gelingt, sind in ihrem Glauben wohl fest wie Beton. Sollen sie damit glücklich werden oder bleiben. Da ist jeder Versuch, ins Gespräch zu kommen, verschwendete Zeit. Ein gutes Beispiel hierfür ist die folgende Begebenheit, die mir am Wochenende erzählt wurde.

In einem kleinen Dorf um München gab es einen Pfaffen, der seine Dreckgriffel nicht von minderjährigen Knaben lassen konnte. In letzter Zeit hörten wir das ja so häufig, dass ich schon vermutete, es wäre ein Ritual der Christen, dem man sich nicht entziehen kann.

Die Sache kam auch in dem besagten Dorf ans Tageslicht und löste allgemeines Entsetzen aus. Bei mir löste beim Hören der Geschichte etwas ganz anderes noch größeres Entsetzen aus. Dort gibt es tatsächlich einige ganz glaubensfeste Frauen, die von den Vorwürfen des Missbrauchs zwar erfuhren, die handfesten Beweise aber ignorierten, da ja besagter Kinderschänder so ein guter Pfarrer ist. So einer kann das nicht gemacht haben, schlussfolgerten sie.

Wohl dem, der so unerschütterlich blind ist. Solche Christen könnte wohl keiner verspotten, beleidigen, ärgern oder veralbern und schon gar nicht überzeugen, auch wir nicht. Da sind Pasta und Bier verloren.

Fazit für mich:

Wir machen weiter wie bisher. Schließlich ist Religionskritik nicht gleichzusetzen mit Verspottung Religiöser. Wenn sich Gläubige so mit ihrem Glauben identifizieren, dass sie sich angegriffen fühlen, wenn man den Glauben angreift, können wir nichts dafür. Vielleicht erkennen die ja auch bald, wie wichtig es ist, an allem zu zweifeln.

16.06.2016

Das Wort zum Freitag - Nudeln auf dem Corso Leopold in München




700 km Autobahnfahrt haben sich gelohnt. Auf dem Corso Leopold war eine prima Atmosphäre, nicht nur auf dem "Platz für Humanisten".  Kurz neben dem hatte sich übrigens die Kirche einen "Kircheneintrittsstand" gebaut. Ich habe nie gesehen, dass den jemand genutzt hat.

Anders bei uns. Mit unserem Aufruf zu konvertieren, hatten wir in wenigen Minuten mit Sicherheit mehr Erfolg, als Kirchens in zwei Tagen. Vor allem auch deshalb, weil sich nach der Messe ein paar Pastafari zusammen fanden, um eine Gemeinde München zu gründen.

Nur in einer Sache hatten wir Pech. Von der Weißwurst vom Metzger, auf die wir uns sehr gefreut hatten, war nach der Messe nichts mehr da. 



Vom Weißwurstfrühstück blieben für uns nur noch zwei Brezen.
Vielleicht lag´s daran, dass die Predigt zu lang war? Das könnt ihr unten selbst einschätzen.
Am Nachmittag gabs noch ein Podiumsgespräch mit Michael Wladarsch und mir. Sogar da haben wir es geschafft, Zuschauer, die zufällig vorbei kamen, vor der Bühne zu halten. Natürlich waren, wie bei der Messe, auch reichlich welche da, die bewusst zu uns gekommen waren.


Mr. MIR hat ein Stück des Gespräches aufgenommen und uns zur Verfügung gestellt.



Wer noch nicht genug hat, kann sich hier nun die Predigt durchlesen:


Habt ihr einen Wunsch, worüber ich predigen soll? Hatte ich den BfG gefragt. Aber die waren großzügig oder einfach wunschlos glücklich.

Also musste ich mir selbst ein Thema suchen, ein möglichst aktuelles. Ran also an Google News. Was wurde in den Zeitungen so angesprochen?

Der Fokus stellte fest „Islamkritik ist kein Rassismus“ und forderte: Weg mit den Sprechverboten.
Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, was gibt’s da groß zu sagen? Außerdem ist das ja kein speziell bayrisches oder gar münchner Thema. Also habe ich an meine Suchformel noch AND Bayern angehängt. Klar, das waren dann deutlich weniger Nachrichten. In einem großen Teil ging es außerdem um Fußball, das Wort Gott kommt da wohl ziemlich häufig vor. Aber es gab auch einige wirklich religiöse.

Die Süddeutsche berichtet, wie evangelikale Christen, aber auch Zeugen Jehovas, besonders in Bayern Flüchlinge bekehren. Recht erfolgreich sogar, wobei offen bleibt, ob die wirklich anders glauben oder nur ihre Chancen auf Asyl erhöhen wollen. Dann machen sie aber einen Denkfehler. Sie sollten ihren Aberglauben ganz ablegen, denn Atheisten werden in ihren Ländern noch mehr verfolgt.

Auch ein Urteil des Oberlandesgerichts Bamberg, dass die in Syrien geschlossene Ehe eines damals 14jährigen Mädchens mit ihrem Cousin als rechtskräftig erklärt, wird diskutiert. Das möchte die Politik ändern. Allerdings wird in Teilen die Scharia, besonders im Familienrecht, schon seit vielen Jahre von deutschen Gerichten anerkannt.

Ein Thema wird aber am häufigsten erwähnt. Den Anfang macht am 02.06. die Mittelbayrische mit „Neutraubling verbietet den Burkini“ und ergänzt am 07. Juni: „Burkini-Verbot schlägt hohe Wellen“ Viele Zeitungen ziehen nach und berichten ebenfalls.

Was war geschehen? Eine Anhängerin Allahs ist im Hallenbad im Burkini baden gegangen. Andere Badbesucher haben sich beschwert und die Sache ist in der Stadtverwaltung gelandet. Die hat ein Schild im Eingangsbereich des Hallenbades anbringen lassen, dass die Badbenutzung nur in üblicher Badebekleidung gestattet sei, also Badeanzug bzw. Bikini oder Badehose.

Darüber beschweren sich nun andere. Ja, es stimme, das wäre am Frauenbadetag passiert. Aber der Bademeister wäre männlich. Einfach unzumutbar für ein gläubige Muslima, das ertragen zu müssen. Da wäre doch Toleranz angebracht und der Burkini sollte erlaubt werden. Andere fordern, zumindest eine Art Kompromiss zu schließen, und zwar nicht den weiten Burkini, aber wenigstens den enganliegenden Ganzkörperschwimmanzug zuzulassen.

Ob das dieser Muslima genügen würde? Immerhin wären da ihre Körperformen deutlich sichtbar.
Wenn es genügt, wäre aber zumindest glaubhaft, dass es ihr wirklich nur darum geht, einem vermeintlichen Gebot des Korans zu folgen und nicht darum, ein politisches Zeichen zu setzen, Sonderrechte für den Islam zu etablieren und dessen Werte in die Gesellschaft zu tragen.

Ich kann mich jedenfalls von dieser Vermutung nicht trennen.
Aber es gibt für mich noch einen ganz anderen Grund, warum ich für das Burkiniverbot, übrigens auch für das Burkaverbot, bin.
Unsere Gesellschaft braucht nicht mehr religiöse Sonderrechte, sondern gar keine. Es ist einfach falsch, den Muslimen solche zu gewähren, weil die Christen auch welche haben. Es muss eine Lösung gefunden werden, die genau den anderen Weg geht. Keine Sonderregelungen und Privilegien für alle Religionen. Nehmt den Kirchen den Status der Körperschaft des öffentlichen Rechts und unterstellt sie dem Vereinsrecht. Dann sind sie gleichberechtigt mit den Muslimen.
Nur so ist wahre Gleichberechtigung überhaupt möglich, und zwar zwischen allen Weltanschauungen.

Denen, die Toleranz einfordern, antworte ich mit Sir Karl Popper:

Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen..... Wir sollten daher im Namen der Toleranz das Recht für uns in Anspruch nehmen, die Unduldsamen nicht zu dulden. Wir sollten geltend machen, dass sich jede Bewegung, die Intoleranz predigt, außerhalb des Gesetzes stellt, und wir sollten eine Aufforderung zur Intoleranz und Verfolgung als ebenso verbrecherisch behandeln wie eine Aufforderung zum Mord, zum Raub oder zur Wiedereinführung des Sklavenhandels.“


Worte, liebe Brüder und Schwestern, die nicht nur für den Islam gelten.

Ramen
Danach haben wir, wie schon in Leipzig, allen Zuhörern Seifenblasen schwenkend unseren neuen Schlachtruf mit auf den Weg gegeben:

Religion, Illussion, Seifenblasen platzen schon.  

09.06.2016

Das Wort zum Ramendan - Feste Feiern




Ja, wie denn nun, feste Feiern oder Feste feiern oder gar beides?

Gerade waren wir zum Katholikentag in Leipzig, nun fahren wir zum Corso Leopold nach München.
Ich hoffe, ihr seid reichlich dabei, wenn wir dort am
12.06.2015

um 11:30
Platz der Humanisten, Leopoldstraße / südlich der Ainmillerstraße 
unsere Nudelmesse halten und anschließend versuchen, eine Münchner Pastafarigemeinde ins Leben zu rufen.

Später, um 14:00 Uhr, gibt es an gleicher Stelle auch noch eine Dikussion zum Thema.

Aber noch eine andere Feier, wenn man es so nennen möchte, macht zur Zeit von sich reden.
Fehlgeleitete Ungläubige haben unser altes pastafarianisches Ramendan falsch verstanden und fast ins Gegenteil verkehrt. Dabei war alles ganz anders. 


Wisst ihr noch, wie es euch in der Ausbildung oder im Studium erging? War in euren Geldbörsen und Schatullen auch überwiegend Ebbe? An meinem schönsten Ramendanerlebnis aus dieser Zeit will ich euch teilhaben lassen.

Es war Wochenende und wie fast jedes Wochenende gab es Tanzveranstaltungen in den Clubs. Die Truppe, mit der ich abhing, traf sich zur Disco im Dachclub eines Studentenwohnheims. Dort pflanzten wir uns in die Sitzmöbel, einer hatte eine Gitarre dabei, es wurde gesungen, getrunken, gequatscht. Weil es so schön war, verabredeten wir uns zum Frühschoppen am kommenden Morgen. Jener begann dann auch zeitig und zog sich bis in die späten Mittagsstunden hin. Der bereits morgens biertrinkende Student verspürte plötzlich großen Hunger.

Pizzaservice oder so gab´s damals in Dresden noch nicht, aber schon damals muss das Monster seine schützende Hand über mich gehalten haben, denn es schickte mir einen stark tätowierten Typen (sicher ein Pirat!) aus dessen Mund auf einmal liebliche Worte entströmten. Er bot uns doch tatsächlich an, für uns zu kochen. Mich machte er zu seinem Hilfkoch. Erst zweifelte ich an seiner Menschenkenntnis, doch als er mir erklärte, was meine Aufgabe war, stimmte ich zu.

Während die Truppe fröhlich weiter zechte, machte ich mich auf den Weg in die Gemeinschaftsküche, bewaffnet mit sämtlichen Zimmerschlüsseln meiner Freunde. Ich ging in jedes Zimmer, um Eßbares zu finden, für mich eine Offenbarung. Wenn es bei den meisten Studis auch ziemlich mau aus sah, ein Päckchen Teigwaren und eine Art Tomatensauce fand ich fast überall.

Ich trug meine Beute in die Küche. Eins der Mädels rückte ihren großen Topf heraus, einstmals angeschafft, um Windeln darin zu waschen (die Älteren werden sich noch erinnern) und schon begann unser Smutje sein Werk. Er hatte es wirklich drauf. Vorfreude stieg in mir auf.

Als es allerdings ans Abschütten der Riesenmenge Pasta ging, landete die ganze Masse auf dem Fußboden. Nachdem wir unseren Lachkrampf unter Kontrolle hatten, sammelten wir die Nudeln vom Boden wieder in den Topf. Smutje meinte nur, der Boden war doch sauber und keiner wird es merken, wenn wir dicht halten.

Bis heute gelang mir das auch. Aber Piratinnen suchen halt den Austausch und können Geheimnisse nicht ewig für sich behalten. Zum Glück liest hier ja keiner von meinen Freunden aus der Studienzeit mit. Also sagt es bitte nicht weiter.

Ach ja, das Gekochte schmeckte hervorragend, der Smutje erhielt nur Lob. Nach dem alle satt und zufrieden waren, konnte auch ich mich entspannen. Keiner fand Haare, Fliegen, Zehnägel oder ähnliches auf seinem Teller.

Das Monster muss es verhindert haben.

Ich weiß, ich bräuchte euch eigentlich nicht sagen, warum ich die Geschichte gerade jetzt erzählt habe. Aber nicht jeder wird so verständig sein, wie ihr.
Das nämlich ist der wahre Sinn von Ramendan: Feiert den ganzen Tag und auch die Nacht. Seid einfach glücklich uns lasst euch nicht aus der Ruhe bringen, wenn dabei mal was schief geht.

So möchte es das Monster und deshalb sollen wir uns in jedem Jahr zum Ramendan wieder an unsere Studentenzeit erinnern und unsere Nudeln mit anderen teilen, auf dass auch sie mit uns feiern. 

02.06.2016

Das Wort zum Freitag - Katholikentag 2016 Leipzig

Das Heilige Abendmahl 
Nu isser vorbei. 

Kläglich, wie keiner je zuvor. Statt der versprochenen 80.000 Besucher, die Umsatz nach Leipzig bringen und so die 1 Million Euro, die die Stadt für den Kirchentag bezahlt hat, wieder einspülen sollten, sind nur gut 30.000 gekommen. Leere Plätze, halbleere Veranstaltungen, die geplante Evangelisierung des Ostens ist kläglich gescheitert. Der von den Kirchen angekündigte Dialog mit den Ungläubigen wurde ziemlich merkwürdig geführt. Die Mosestruppe, die wieder forderte "Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!" erhielt Platzverweis. Nachdem ein Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht Moses doch zu großen Teilen recht gegeben hatte und die Figur wieder durch die Stadt zog, wurde sie auf Forderung der Kirchen von der Polizei gestoppt und des Platzes verwiesen. Begründung, und das war ernsthaft so: Da könnte eine Bombe drin versteckt sein.

Tja, die haben wohl einfach schlechte Erfahrungen mit säkularer Gewalt gemacht. In Münster z.B., wo auch durchs Moses´Wirken die Stadt kein Geld für den nächsten Katholikentag ins Kirchensäckel gelegt hat. Wer so was macht, der versteckt auch Bomben. Logisch.


Lily von "(K)eine Million" eröffnet mit Pflichthinweisen des Ordnungsamtes
Anders lief´s bei uns. Die Bürgerinitiative "(K)eine Million" hatte uns eingeladen. Die Bühne war zwar ziemlich klein, aber wir konnten trotzdem den Dresdner Rekord knacken. Damals waren bei unserer Messe etwas über 40 Ungläubige zum Pastafaritum konvertiert. In Leipzig nahmen 51 am Abendmahl teil. 17 von ihnen haben sich anschließend sogar zur Gründung der Gemeinde Leipzig zusammen gefunden. Möge sie wachsen und aktiv werden.


Auch Presse und Fernsehen waren vor Ort

So geht das, Katholiken. Ausschließlich mit eigenem Geld und viel persönlichem Engagement glaubhaft rüber kommen, dann klappts auch mit der Messe. Aber die haben nicht auf sich selbst geguckt, sondern lieber rumgemault, wir würden nur provozieren wollen. 

Tatsächlich? In meiner Predigt bin ich mal darauf eingegangen. Weil ich faul bin, lasse ich den Anfang bei den Stichpunkten, die ich mir gemacht hatte: 



Nicht alles richtig in Presse

- wir gründen keine Gemeinde Sachsen sondern Gemeinde Leipzig

- Anliegen nicht, die Finanzierung des Kirchentages zu kritisieren sondern eine lebenswerte Ethik zu bieten und die Welt umfassend zu erklären.
Aber es ist ja nichts besonderes, wenn eine fast bankrotte Stadt und ein finanziell darbendes Bundesland die unersättlichen Wünsche der steinreichen Kirchen finanzieren. Der Staat macht das ja seit Jahrzehnten vor und obwohl immer weniger Gläubige, bekommen die Kirchen immer mehr Geld. 
- nicht aus dem Reichsdeputationshauptschluss gerechtfertigt
  der sieht im § 50 lediglich die Alimentierung der damaligen Kirchenfürsten bis an ihr Lebensende vor, nicht ewige Alimentierung der Kirche.

- Anliegen auch nicht, die Ungläubigen und Fehlgeleiteten zu provozieren. Auch wenn deren Glaubensprinzipien längst nicht so logisch und schlüssig sind wie unsere, jeder darf jeden Unsinn ernst nehmen, solange er damit andere nicht belästigt.

Wer sich davon provoziert fühlt, muss einen schwachen Glauben haben.

Provoziert fühlen müssten sich eher die Atheisten. Aber das gottlose Pack verdient ja nichts anderes.
Nein, nicht von uns müssen die sich provoziert fühlen, sondern von Vertretern der allmächtigen Amtskirchen. Die lassen da schon mal heftig was gucken.

Bischof Mixa, Ostersonntag 2009
Die Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus haben im vergangenen Jahrhundert die gottlosen Regime des Nationalsozialismus und des Kommunismus mit ihren Straflagern, ihrer Geheimpolizei und ihren Massenmorden in grausamer Weise bewiesen. ... Wo Gott geleugnet oder bekämpft wird, da wird bald auch der Mensch und seine Würde geleugnet und missachtet. ... Eine Gesellschaft ohne Gott ist die Hölle auf Erden.“

MSS Philosoph, Autor, Vorstandssprecher der gbs dazu:
Im Unterschied zu Mixa muss man festhalten, dass unter Hitler 'Gottgläubigkeit' gewissermaßen zur Staatsdoktrin avancierte“, erklärte Schmidt-Salomon. „Die Mehrheit der Nazigefolgschaft bekannte sich zum christlichen Glauben, eine Minderheit verstand sich als 'gottgläubig' etwa im Sinne des Himmlerschen Esoterik-Kultes. Atheisten hingegen waren sowohl in der NSDAP als auch in der SS unerwünscht, da 'Gottlosigkeit' als Ausdruck des 'zersetzenden jüdischen Geistes' galt. Während die Freidenkerverbände nach der nationalsozialistischen 'Machtergreifung' verboten wurden, schloss Nazideutschland mit dem Vatikan das verhängnisvolle 'Reichskonkordat' ab, von dem die Kirchen übrigens bis heute noch profitieren! Hitler seinerseits wurde von führenden Katholiken und Protestanten entschieden gefördert, zum einen weil es große ideologische Übereinstimmungen gab, zum anderen weil er ihnen als 'letztes Bollwerk gegen den gottlosen Kommunismus' erschien. Dies führte dazu, dass ausgerechnet die katholische Zentrumspartei Hitler die nötigen Stimmen zur Durchsetzung des sogenannten Ermächtigungsgesetzes verschaffte, das die Nazi-Tyrannei erst möglich machte.“

Militärbischof Dr. Overbeck am 12.05.2012
Menschen zeigen: ohne Religion und ohne gelebte Praxis von Religion gibt es kein Menschsein.“

Bischof Dr. Zollitsch hat am 14.1.2014 beim Neujahrsempfang der Erzdiözese Freiburg: Die Frauen und Männer, die bei der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Parlamentarischen Rat saßen, waren sich – so unterschiedlich sie auch in vielerlei Hinsicht waren – ausnahmslos darüber einig, dass es nie wieder so kommen darf, wie es war. Sie haben deutlich gemacht: Einem Volk ohne Gott fehlt die Mitte; ein Volk ohne Gott gleicht einer hohlen Fassade ohne wohnlichen Kern. Der Schritt ist nicht weit: Von einer geistig entkernten Gesellschaft zum gewissenlosen Menschen, der keine innere Verpflichtung mehr spürt; zum rastlosen Menschen, der um Stille und Besinnung nicht mehr weiß; zum apathischen Menschen, dem das geistliche Rückgrat gebrochen wurde; oder gar zum aggressiven Menschen, der – wie Herr Bundesanwalt Griesbaum hervorhob – für Ideologien anfällig wird, und seine innere Spannung und geistliche Not an Anderen abreagiert. ... Wenn uns etwas in heilige Sorge versetzen und unser Gewissen beunruhigen soll, dann ist es die Tatsache, dass so viele unserer Brüder und Schwestern ohne die Kraft und das Licht und den Trost der Freundschaft mit Jesus Christus leben, ohne eine Glaubensgemeinschaft, die sie aufnimmt, ohne einen Horizont von Sinn und Leben ...

Bischof Algermissen hat in seiner Osterpredigt vom 27.03.2016 Atheisten als Gefahr für die Allgemeinheit bezeichnet.


Der Mensch ohne Auferstehungsglauben werde zu einem „großen Sicherheitsrisiko“ für die Mitwelt, denn seine Hektik und Daseinsangst ließen ihn „zuschlagen und zerstören“. Er gehe buchstäblich über Leichen, ehe er selbst zur Leiche werde.

Wer so zuschlägt, fühlt sich von unserer Messe provoziert? Lächerlich, oder?

Unser Gott ist kein eifernder, zorniger Gott der seine Feinde vernichten will.
Kumpel von nebenan.
Wer sich vor dem fürchtet, muss ein verdammt schlechtes Gewissen haben Keine Hölle – 2. Klasse Himmel.

Damit ihr in die erste kommt, bleibt piratig kuschlig und beherzigt den Rat, den euch jetzt Elli und Tini noch mit auf den Weg geben.
( Die haben Seifenblasen gemacht und dazu immer wieder gerufen: "Religion - Illusion. Seifenblasen platzen schon.")


Noch mehr Bilder gibts hier und hier.