16.05.2013

Das Wort zum Freitag - Im Teig liegt Wahrheit


Heute, liebe Gemeinde, hält das Wort zum Freitag wieder einmal ein Gastredner. Nehmt euch an ihm ein Beispiel und schickt auch ihr, wenn das Monster euch geküsst und Seine Anhängsel in euer Hirn gesenkt hat, eure Werke an uns.
Liebe Freunde, liebe Mitbrüder, liebe Mitbrüderinnen, Mitpiraten und Mitmenschen, liebe Gemeinde, liebe Leut,

ich frage euch ernsthaft: Ist Nudel alles? Diese Frage hat sich gewiss mancher Pastafari auch schon gestellt und sicher definiert der eine oder andere Mann - sogar ein ehrenwerter Pirat – nicht nur sein Pastafaritum über seine Nudel. Und übt er, von wollüstigen Schauern gepackt, über seine Nudel Nächstenliebe an seiner nächsten Liebe hat auch der nudellose Teil der Menschheit etwas von der ungekürzten Piratennudel – der Makkaroni pirata originale.

Die Nudel ist also wichtig, kann aber nicht alles sein.

Liegt aber wenigstens Wahrheit in der Nudel?

Die Nudel wurde dereinst erschaffen aus Teig, aus geheiligter Nudelrohmasse, unmittelbar entstiegen dem endlosen Energiekäse. So unklar dies ist: Unwiderlegbar verbindet der Teig alle Elemente des Seins: Das ewig Runde des Eis, das Feste und doch Pulverige des Mehls und das Flüssige des Wassers. Gemeinsam bilden sie das Cremige des Teigs. Zusammen mit dem vierten Element, der energiekäsigen Hitze, entstand der Leib unseres geliebten Spaghettimonsters, Tomatensauce und Käse auf Es.

Aber verkündet Es auch die Wahrheit? Nicht irgendeine vorläufige Wahrheit, die Wissenschaftler mit ihren Apparaten suchen. Nein, mir geht es um die nudelige Wahrheit, um die nudeligste aller Wahrheiten. Nudellose Wahrheiten toleriere ich natürlich trotzdem und sie genießen meinen allerhöchsten Respekt – aber nur, wenn sie wahr sind. Trotzdem ist der Teig eine Metapher von Anfang und Ende, von der Vernudelung der Rohnudelmasse nach den ewigen Gesetzen der Freude und des Frohsinns.

Nichts Falsches liegt im Teig, da er alle Gegensätze in sich vereint. Kann etwas wahrer sein, als die Wahrhaftigkeit der innigen Wonne mit allem Sein, geknetet zur höchsten Erbauung aller Pastafari und aller Piraten, die die Welt vor der Klimaerwärmung retten, die einst ein Pizzaboden (Hier geht die Exegese zur traditionellen Lesart des Pastafaritums ein wenig auseinander, die von Berg, Baum und Zwerg berichtet, die zuerst da waren. Aufgelöst werden kann dieser Streit der pastafarischen Theologie vermutlich dadurch, dass der Pizzaboden einen feinstofflichen Zustand der Welt beschreibt, bevor sie sich in Berg, Baum und Zwerg manifestierte) war? Sie hatte sich dank der Transmutation aus der Feinstofflichkeit durch unser geliebtes Spaghettimonster, Tomatensauce und Käse auf Es, zur ewigen Kugel verwandelt, dem Heim der Glückseligkeit, die nur noch übertroffen wird durch Sein dogmenfreies Paradies voller sprudelnder Biervulkane, Stripperfabriken, Flüssen aus Rum, der keinen dicken Kopf macht, Bergen aus leckerster Pasta, Tomatenfeldern und Käseozeanen, die alle keinen dicken Körper machen – kurz: dem Piradies.

Neulich habe ich den Einwand gehört, es gäbe neben vielen anderen Göttern einen weiteren Gott, der größer sei als unser geliebtes Spaghettimonster, Tomatensauce und Käse auf Es. Der hätte eine viel bessere Wahrheit. Doch das sind infame Lügen der in schwarzen Kutten auftretenden Piratenjäger, die die nudelige Wahrheit vernichten wollen.

Dabei sind sie sehr ungeschickt. Anstatt sich, wenn sie schon nicht eine unserer nudeligen Wahrheiten anerkennen wollen, eine eigene glaubwürdige Wahrheit auszudenken, haben sie ein bronzezeitliches Comedy-Programm des Wints‘ar Eburtar, dem Hofnarren am Hofe des assyrischen Herrschers Tiglat-Pilsener III., übersetzt, in dem dieser sich alle Mühe gab, sein erlauchtes Publikum nach Kräften zu veralbern. So übertraf er alle Comedians mit seiner „Entstehung der Erde“ – in der Saison 612 – 611 v. Chr. der absolute Lachschlager in ganz Mesopotamien. Allerdings endete die Karriere Wints’ar Eburtars abrupt in einer üblen Steinigung, als er aus dem Stehgreif noch die Geschichte einer sprechenden Schlange dazu dichtete, die eine Frau zum Obstverzehr animierte, worüber ein alter Gott, der im Schlafrock durch seinen Garten lustwandelte, so erzürnt war, dass er die Menschheit bis ans Ende aller Tage büßen lassen wollte – und erst wenn sein Sohn qualvoll hingerichtet wäre, wolle er bedingt ablassen von seinem Starrsinn. Das war denn zu viel für die Assyrer, die an seriösere Götter gewöhnt waren.

Das Programm überlebte jedoch in 31 Keilschrifttafeln, wurde durch einen Produzenten medizinischer Feuersteinmesser übersetzt und wird seitdem mit allerlei Ausschmückungen - unter anderen durch einen Zimmermannsgesellen und einen Fischer - noch immer erfolgreich verkauft. Allerdings erhalten die iranischen Nachfahren (und auch ein nach Deutschland ausgewanderter Teil, der noch heute im gleichen Geschäft tätig ist) von Wints’ar Eburtar keinen Cent aus den Tantiemen, weil es im Zuge einer an Piraterie erinnernden Nacht- und Mittelalteraktion einfach als „Gottes Wort“ ausgegeben wurde.

Liebe Freunde, wie viel dreister kann man noch sein? Das Schlimmste allerdings ist, das heute bei vielen das Wissen verloren ging, dass es sich um Comedy handelt, ja - schlimmer noch – dass es heute von einigen sogar geglaubt wird.

Doch davon sollten wir uns nicht abschrecken lassen. Selbst das Fernsehen hat mittlerweile in uns das Original erkannt, das so seriös erscheint, dass uns niemand mit den albernen Comedian-Imitationen verwechselt.

Also, liebe Pastafari, liebe Mitbrüder und Mitbrüderinnen, Mitpiraten und Mitmenschen komme ich zu dem einzig möglichen Schluss: Im Teig liegt mindestens eine Wahrheit! Jedes Pasta-Kochbuch enthält mehr davon, als dieses abgekupferte „Wort Gottes!“. Selbst das Wasser, in dem die geheiligte Nudel gekocht wurde, ist wahrhaftiger, als Gottes Schweigen. Doch haben wir Mitleid mit den Irregeleiteten. Leuchten wir ihnen mit unseren Rumfahnen ins Piradies, räumen wir ihnen unsere Gott-zurück-Garantie ein und reservieren wir ihnen einen Platz in der Stripperfabrik oder am Biervulkan. Denn unser geliebtes Spaghettimonster, Tomatensauce und Käse auf Es, wacht mit seinen nudeligen Anhängseln über alle Menschen, die Es alle gleich lieb hat – egal, ob sie sich assyrische Comedy in einer schlechten Übersetzung anhören oder endlich das Licht unserer Wahrheit erblickt haben.

In al dente Ramen!

Euer Bruder Pasta Basta

NDR erkennt Pastafaritum als glaubwürdig an



Der Humanistentag in Hamburg brachte viele Erkenntnisse.  Der NDR wusste das wohl im Voraus, denn ein Journalist von diesem Sender hatte sich schon drei Wochen vor dem Termin bei mir zum Interview und zur Aufnahme unserer Nudelmesse angemeldet. Er wollte auch mal einen Kontrast zum gleichzeitig stattfindenden Kirchentag bieten.

Die Absprachen klappten prima, wir trafen uns wie verabredet und auch die Messe wurde komplett mitgeschnitten. Daraus sollte ein Beitrag werden, der dann auf jeden Fall auf die Kirchentagsseite des NDR kommen und vielleicht sogar über den Sender laufen sollte.

Da kam aber nichts. Nicht am gleichen Tag und auch nicht später. Ich hatte da so aus früheren Erfahrungen heraus einen Verdacht und fragte mal bei dem Journalisten an, ob die Redaktion dann doch nicht wollte. Und ich lag richtig.

Die Redakeurin wollte nicht. Mit einer umwerfenden Begründung:  "Es könnte Zuschauer geben, die das mit dem Fliegenden Spaghettimonster ernst nehmen könnten. Das Risiko will sie nicht eingehen..."

Allerdings hat sie nicht nur die Messe, sondern auch das Interview mit mir abgelehnt, in dem es klar um den Hintergrund des Pastafaritums ging.

Das lässt sich wohl mit zwei Ursachen erklären:

1. Unsere Lehrsätze und unser Glauben ist bereits so weit in die Gesellschaft gedrungen und wird bereits so ernst genommen, dass selbst eine Erklärung über die Ursachen den Glauben nicht ins Wanken bringen könnte.

2. Der NDR hat erkannt, dass es grundfalsch ist, christliche Lehren aller Art ernst zu nehmen.

Er berichtet ja nicht über Religionen, wenn die Gefahr besteht, jemand könnte diese ernst nehmen. 

 

09.05.2013

Das Wort zum Freitag - Pastafari, Nudelmesse und atheistische Spiritualität

Heute, liebe Gemeinde, habe ich es ganz einfach. Heute brauche ich nur ein Video einstellen, für das ich mich bei Frank, der es aufgenommen und erstellt hat, herzlich bedanke. Es ist ein Mitschnitt einer Nudelmesse, die wir gerade am 04.05.2013 auf dem Humanistentag in den Fliegenden Bauten Hamburg vor über 200 Zuschauern gehalten haben. Über 20 von ihnen kamen zu uns auf die Bühne um das Glaubensbekenntnis abzulegen und so Pastafari zu werden. Natürlich gabs auch wieder ein Abendmahl und erstmalig einen Pastafarichor, die Anonymen Arabiata. Zum Schluss wie immer eine Predigt ans Volk.

Mein Manuskript der Predigt gibt`s für alle, die vielleicht  nachlesen möchten, hier noch mal schriftlich. Wobei schon das eine oder andere Wort auf der Bühne anders kam.




Predigt

Wir sind, hochverehrtes Publikum, reingelegt wurden. Wir dachten, wir halten hier zum Kirchentag einen Feierliche Messe vor Gläubigen, und nun haben wir erfahren, wir haben es hier nur mit verstockten Atheisten zu tun. Mit solchen, die sich unter dem Motto „Gut ohne Gott“ hier versammelt haben, mit solchen, die behaupten, eine Gesellschaft bräuchte keine Religion.
Wir sehen das natürlich anders. Die Vorzüge unseres Pastafaritums habe ich bereits ausführlich geschildert. Aber wir erkennen auch die Bedeutung anderer Religionen und ihrer Institutionen für die Gesellschaft an und würdigen diese ausdrücklich.

So sehen wir auch eine große Zukunft für den Zentralrat der Juden: als Trägerverein für ein Museum für vormittelalterliche Operationsmethoden.
Eine ebenso glanzvolle Zukunft winkt der katholischen Kirche: als Trachtenverein bei der Durchführung von Karnevalsumzügen.
Niemand könnte besser als der Zentralrat der Muslime als Kulturverein die Kultur des Beleidigtseins pflegen und
die evangelischen Kirchen könnten, wie kein anderer, mit Bezug auf ihren Gründungsvater als Historienvereine Ursachenforschung für die unsäglichen weltweiten Judenverfolgungen und Hexenverbrennungen leisten, auch wenn andere das schon vor Luthers wegweisenden Worten gut beherrschten.
Ihr dort im Saal aber habt euch das Motto gewählt „Gut ohne Gott, auf den Menschen kommt es an.“ 

Deshalb habe ich gestern nicht schlecht gestaunt, als es in einem Vortrag um Spiritualität ging. Zwar um religionsfreie, aber immerhin um Spiritualität.

Nun möchte ich euch Ungläubigen ja nicht absprechen, in ganz besonderen Momenten auch ganz besondere Gefühle zu haben. Aber wenn ihr die beschreiben wollt, warum dann dazu der Rückgriff auf Spiritualität, auf eieinen Begriff also, den jeder mit uns Religiösen verbindet?

Ist Unglaube doch auch nur ein Glaube? 
Manchmal könnte man das glatt denken.

Wenn zum Bespiel mal wieder einer von euch mit einer Überzeugung und ohne jeden Zweifel zu erlauben, seine Meinung zur allein seeligmachenden erhebt,
wenn er ganz eindeutig klar stellt, nur sein Weg ist der einzig wahre, kein anderer zulässig und wer trotzdem versucht, einen zu gehen, wird bestraft.
So wie Dr. Horst Groschopp, der Expräsident des HVD, es neulich tat als er verkündete:

Erneut „verloren“ hat eine strategische Stoßrichtung, die, von einem „säkularen Humanismus“ ausgehend, sich gegen Religion schlechthin wendet. Wenn in allen wichtigen Fragen gesellschaftlicher Entwicklung nirgends die „Gottesfrage“ eine größere Bedeutung besitzt, kann keinen so üppigen Erfolg haben, wer den „falschen Eindruck“ erweckt, die alten Kirchenkämpfe zu führen, und damit Vorurteile bedient, wenn auch nicht beabsichtigt, wenn ein „Humanistentag“ parallel zu einem Kirchentag inszeniert wird. Da hilft nicht viel zu dementieren, man hätte irgendetwas mit „religionsfreien Zonen“ zu tun."

Vielleicht tue ich ihm ja auch Unrecht, und es geht ihm gar nicht darum, religiöser Führer zu sein.
Vielleicht will er nur jemand ins Abseits drängen, der, anders als der HVD, nicht die Kirchenprivilegien für sich nutzen, sondern sie abschaffen will.
Ich frage mich da, warum diese Grabenkämpfe? Warum nicht einfach beide Wege als richtige Wege akzeptieren?
Naja, uns Religiösen kanns nur recht sein. 
Vielleicht habe ich aber auch ganz einfach den feinen Humor von Dr. Horst Groschopp nicht erkannt, und er wollte nur in satirischer Art das Verhalten von religiösen Führern aufs Korn nehmen. Dann entschuldige ich mich hiermit bei ihm und rufe ihm zu:

Komm zu uns Horst, du bist ein würdiger Pastafari. (Biereluja)
Vielleicht tut er das ja wirklich. Vielleicht auch noch der Eine oder die Andere von euch. Denn als Gläubiger hat man es einfach einfacher.

Schon allein an den Erklärungsaufwand, den man spart. Man braucht nichts begründen, es genügt zu sagen: So steht es geschrieben.
Von euch erwartet jeder, dass ihr erklärt, warum man auch ohne Gott gut sein kann. Wir haben es einfacher. Niemand bezweifelt, dass man mit Gott gut sein kann.
Na ja, manmal vielleicht ein kleines Bisschen, so, wie euer Steven Weinberg, der erklärt:
„Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion.“

Ich muss zugeben, da ist was dran. Aber ganz so sehe ich es doch nicht.

Es ist nicht die Religion an sich. Es sind die Dogmen und, ganz besonders, der Anspruch der alleinigen Wahrheit und Rechtmäßigkeit, der dazu führt, andere nicht mehr als Mitmenschen, sondern als Feinde zu sehen.
Egal ob in einer Religion oder sonst einer Ideologie, so wird der natürliche Altruismus ausgeschaltet und auch gute Menschen werden fähig, Böses zu tun.
Deshalb sind wir Pastafari so stolz darauf, weder Dogmen zu kennen noch unseren Weg als den einzig wahren und rechtmäßigen zu sehen.

Wie flauschig unsere Ethik ist, könnt ihr gleich in dem Schlusstitel unserer CD, einem wundervollen Chilout hören, während wir jetzt von der Bühne gehen.
Ich bin sicher, die 8 Am Liebsten Wäre Mirs unseres geliebten Monsters werden auch euch überzeugen. 
Deshalb rufe ich euch noch mal zu:

Kommt zu uns, und wenn doch nicht, dann kauft wenigsten unsere CD. Für nur 5,- Euro kann sich das wirklich jeder leisten. (Biereluja)

Ich bedanke mich bei euch für eure Geduld und wünsche euch noch viel Spaß und Erkenntnis bei den folgenden Veranstaltungen.
Auch im Namen von 


Schwester Elli Spirelli
Schwester Farfallina Carbonara
Bruder Gorgonzola
und den Anonymen Arabiata.


Ich war und bleibe 

Euer Bruder Spaghettus.




05.05.2013

Pastafari gründen in Hamburg neue Gemeinde




Der 05.Mai war für Elli S. und mich ein wunderschöner Tag. Zuerst hatten wir eine tolle Messe vor gut 200 Leuten in den Fliegenden Bauten Hamburg. So etwa 15 - 20 der Besucher kamen zu uns auf die Bühne um mit uns das Glaubensbekenntnis abzulegen und das Abendmahl einzunehmen. Die genaue Zahl wissen wir, wenn wir die Bilder bekommen, die uns ein netter Fotograf versprochen hat. Dann gibt es dazu auch einen ausführlichen Bericht und auch ein Video wird es geben. 

Erstmals mit bei der Messe ein Pastafarigospelchor, die 
Anonymen Arabiate. Mit denen und anderen Hamburger Pastafari ging es nach der Messe und dem recht erfolgreichen Verkaufsstart unserer CD, die sich ja für 5,- Euro wirklich jeder leisten kann, zum Grillen in den Stadtpark. 


Während die einen den Grill in Gang brachten und die  anderen Salat schnippelten, kümmerten sich noch andere schon um den Biervulkan. Die Stimmung war fantastisch, das erste Grillgut wurde schnell fertig und nach Piratenart gerecht verteilt. 


Ganz zufällig hatten wir auch ein geweihtes Nudelholz dabei. Das bekommt von uns immer eine neue Gemeinde zur Gründung. Genau die stand jetzt an. Mit acht Pastafari als Gründungsmitgliedern legte die einen famosen Start hin. Alle wurden auch Kirchenmitglieder, weshalb eine Monstergericht nötig wurde. Nur Es soll schließlich entscheiden, wer in Seine Kirche aufgenommen wird. Meist muss dazu auf lange Spaghetti Penne aufgefädelt werden, wenn die anschließend beim Gruß an das Monster nicht brechen, gilt das Gericht als bestanden. 
Hamburg hat nun eine erste eigene Tradition. Lange Spaghetti waren keine da. Also musste eine Spaghettiröhre mit Penne gefüllt, dann mit einem Finger gehalten und damit um einen anderen Piraten gehüpft werden. Das war gar nicht so leicht, und nicht jeder bestand das Monstergericht gleich beim ersten Anlauf. :)



Letztlich hatte aber jeder die Piratenfischbandana, die jedes Neumitglied erhält, stolz auf dem Kopf. 

Wie gut die Truppe bereits jetzt arbeitet, wurde klar, als eine zum Junggesellenabschied als Messdiener und Papst dem als Nonne verkleideten Bräutigam die Aufgabe stellten, uns mit "Kleinem Feigling" willig zu machen und Spenden einzutreiben. Die bekamen sie natürlich, aber erst, als sie mit uns sowohl das Glaubensbekenntnis der Pastafari abgelegt als auch das Monsterunser gesprochen hatten. Es schien sogar, sie hatten viel Spaß dabei. 



Wir Pastafari hatten den jedenfalls ganz mächtig. Die Gitarre wurde rausgeholt und eigene wie auch alte Hamburglieder gesungen. Als wir dann lost mussten, gab es noch ein kräftige Biereluja mit auf den Weg. Ein herrlicher Nachmittag, für den sich Elli S und ich noch mal bei euch Hamburgern  bedanken möchten. 

Arrrgh und immer eine Handbreit Wasser im Nudeltopf.

02.05.2013

Das Wort zum Freitag - Piraten auf dem Humanistentag



Seit dem 30.04. steppt in den Fliegenden Bauten Hamburgs der Klabautermann und zwar bis zum 04.05. Auch für Pastafari ist der Humanistentag ganz sicher eine Reise wert. Schließlich winken viele interessante Veranstaltungen. Die Organisatoren waren nicht faul.

Selbstredend werden wir dort auch eine zünftige Nudelmesse abhalten.  


Endlich kommt dann auch unsere CD mit pastafarianischer sakraler Musik auf den „Ladentisch“ und an den Piraten. Dafür habe ich gern einige Wochen meinen geliebten Bruder Spaghettus kaum zu Gesicht bekommen, befürchtete schon fast, er wäre mit seinem Computerplatz verwachsen, gewissermaßen zum Borg gewandelt worden. Aber irgendwann hielt er dann stolz die CD in den Händen. Ich durfte sie mir schon einmal anhören. Gerade läuft sie wieder im Hintergrund, denn sie gefällt mir wirklich gut. Allen, die hier ihre Ideen, ihr Talent und ihre Freizeit unentgeltlich reinsteckten, möchte ich meinen piratigen Dank aussprechen. IHR WARD SPITZE! Ein ganz besonderer Platz am Biervulkan ist euch gewiss. Das kann ich versprechen.

Wer nicht nach Hamburg kommt, kann sich den Trailer zur Scheibe hier schon mal anhören...


....und dann hier bestellen. In dem kleinen Untermenü gibts auch die Texte und Noten, alles über die Pastafarifeiertage und eine kleine Erklärung zur CD. 

Was ich denen, die sich jetzt aufmachen, um am Deutschen Humanistentag teilnehmen zu können, nicht versprechen kann, ist ein Zimmer in Hotels oder Pensionen. Leider zog die evangelische Kirche sofort nach und legte ihren 34. Kirchentag in die Zeit vom 01. bis 05.05.

Was zu befürchten war, ist eingetreten. Unterkünfte sind ausgebucht, die Nachfrage ist größer als das Angebot. Das Geschäft mit den Nachtlagern boomt. Der Hotelier reibt sich die Hände. Endlich schepperts in seinem Geldsäckel. Flugs werden die Preise mal etwas angehoben. Das nennt man wohl Angebot und Nachfrage.

Der echte Pastafari lässt sich aber bekanntlich nicht schrecken. Falls ihr nicht schon selbst darauf gekommen seid, hier der Spezial-Elli-Spirelli-Insider-Tip:

Sind die Zimmerpreise zu hoch, auf normalem Wege kein teures Zimmer mehr zu ergattern, dann bucht doch einfach die Standartübernachtung für Pastafari – eine Aktivnacht auf der Reeperbahn.

Für alle, die aus den verschiedensten Gründen zu Hause bleiben müssen, bleibt der kleine Trost, dass die Medien ausführlich berichten werden und die CD natürlich auch von uns unter den bereits ausgeführten Bedingungen versandt wird.

Habt alle einen schönen Freitag, wo immer ihr seid. Denen, die sich nach Hamburg aufmachen, rufe ich zu: Wir sehn uns.

Eure schon ganz kribbelig und hibbelig gewordene

Elli Spirelli


25.04.2013

Das Wort zum Freitag - Wir singen dem Monster ein Lied



Morgen, ihr nudligen Piraten, soll es so weit sein. Morgen will Schwester Farfallina Carbonara auf www.pastafari.eu die neue Seite für unsere CD mit sakraler pastafarianischer Musik freischalten. Dort gibt es dann eine kleine Erklärung zur CD, alle Texte und von den Instrumentals die Noten zum Download und natürlich auch die Möglichkeit, zu bestellen.

Das könnt ihr ab sofort nach Freischaltung der Seite, ausgeliefert wird allerdings erst nach der Veröffentlichung am 04.05.2013 zur Heiligen Nudelmesse in Hamburg und nur auf Vorkasse.



Ansonsten machen wir nur Eigenvertrieb, wer uns aber dabei unterstützen und Weiterverkäufer werden möchte, bekommt Rabatt. Ab 10 Stk kostet dann jede Scheibe nur noch 4,- Euro, ab 30 Stk sogar nur noch 3,- Euro.

Versandkosten gibts natürlich auch. Die betragen bei Bestellung von

- bis zu 5 CDs (soviel passen in eine Versandtasche) 2,- Euro, 
- bis 10 CDs, die dann in zwei Taschen kommen) 4,- Euro 
- mehr als 10 CDs 4,50 Euro.

Jedenfalls, wenn es nach Deutschland geht und dort nicht auf irgendwelche Inseln mit Sondertarif. Bei Versand ins Ausland bitte erst anfragen.


Und damit ihr nicht die Katze im Sack kaufen müsst, hier noch ein kleines Potpourri.




Freut euch auf morgen und auf die fertige CD-Seite.. Schlagt zu, bevor die Scheiben (hoffentlich) bald alle sind. 
Und sollte doch noch was dazwischen kommen und die Seite morgen noch nicht fertig sein, schaut einfach immer wieder mal auf www.pastafari.eu





18.04.2013

Das Wort zum Freitag - Doppelschlag der Pastafari: Schulfrei und Kochshow



Heute möchte ich euch im Wort zum Freitag mit zwei neuen Entwicklungen vertraut machen. Die erste betrifft nur Berlin. Es geht um Bildung und Bildung ist Ländersache. Vielleicht lässt sich in anderen Bundesländern aber ähnliches herleiten. 

Eine atheistische Mutter hatte zum Welthumanismustag ihr Kind nicht in die Schule geschickt und das damit begründet, Kinder von atheistischen Eltern dürften nicht diskriminiert werden. Das wäre der Fall, wenn Kinder von Eltern mit religiösen Weltanschauungen bei ihren Feiertagen schulfrei bekämen, ihr Kind aber nicht. Weltanschauung sei schließlich Weltanschauung. Da hatte sich die Mutter wohl zu sehr auf´s Grundgesetz verlassen, das religiöse Gemeinschaften mit Weltanschauungsgemeinschaften gleich setzt. Das Gericht entschied anders

Für Kinder von Pastafari dürfte der Fall klar anders liegen. Jedenfalls, wenn sie sich formell richtig verhalten. Während jüdische, katholische, muslimische und evangelische Schüler ohne jede vorherige Meldung bei der Schule an ihren Feiertagen einfach zu Hause bleiben können, bedarf es bei anderen Religionen der vorherigen Abmeldung: ...Aber auch sie können ihre Feiertage begehen und müssen dann nicht in die Schule. Sie „sind für ihre Feiertage auf Antrag vom Unterricht zu beurlauben“, heißt es in der Ausführungsvorschrift....


Auch wenn die Sonderbehandlung bestimmter Religionen in diesem Falls durchaus noch diskriminierend und grundsätzlich fraglich ist, ist das insgesamt doch eine gute Nachricht für pastafarianische Eltern. Die wichtigsten, unbedingt anzuerkennenden Feiertage für euch gibt es hier, und wenn eine Schule verstockt reagieren und unsere Religion als Spaß abtun sollte, gibt es für die auch noch die Bestätigung, dass wir wegen Förderung religiöser Zwecke als gemeinnützige Körperschaft anerkannt sind. 


Eine noch bessere und für uns überaus freudige Nachricht erreichte mich aus Österreich. Dort wurde die erste pastafarianische Kochshow produziert. 


Einfach umwerfend, ich bin gespannt, ob Pasta Pirat noch weitere Folgen produzieren wird. 

13.04.2013

Bullshit-Bingo

- Wie der charismatische Guru (das ist Lorenz Meyer), seine Anhänger ausbeutet -

Ein Enthüllungsbericht



Er hat viele Anhänger. Seine Seite Sheng Fui ist gut besucht. Sein Buch "Feng Shui: Erfülltes Leben dank fernöstlicher Leere" war überaus erfolgreich. Sicher deshalb, weil sich darin durchdachte Ratschläge für das tägliche Leben zu einer unbeschreiblichen Weißheit fügten, hinter der selbst Schnee schwarz zu sein schien. Ganz so, wie es nur eine Leere, die größer und älter ist als Feng Shui, welches sich nur durch Abspaltung nach dreistem Diebstahl überhaupt notdürftig etablieren konnte, leisten kann.  

Meine Erwartungen, als ich ein vom Guru persönlich signiertes Freiexemplar "Bullshit-Bingo" in Händen hielt, waren entsprechend hoch. Warum ich nicht vorgewarnt war, wer verschickt schon kostenlos Bücher, kann ich mir nicht erklären. Die Enttäuschung war jedenfalls groß.

Nichts von fernöstlicher Leere und Weißheit, keine Ratschläge fürs tägliche Leben und das, obwohl das Buch sehr gut gegliedert ist und dessen Bereiche nahezu vollständig abdeckt: 

- Berufsgruppen
- Freizeit und Hobby
- Ernährung und Gesundheit
- Familie
- Kommunikation
- Liebe und Beziehung
- Medien, TV und Unterhaltung
- Politik 
- Sport und 
- Wirtschaft.

Aber hier wird uns nichts zum Leerdenken oder Hintersinnen geboten, nein, es gibt nur pures, schnödes Vergnügen, Bullshitbingo eben.  Das lockert auf, das bereitet Freude, wenn man tatsächlich auf bekannte Floskeln trifft und feststellen kann, wie sie jemand verwendet. Doch was soll  das nützen?

Elli Spirelli vermutet, es soll eine Hilfe sein, um Leute, die uns ärgern, indem sie uns nerven, etwas runter zu holen.  Das erhofft sie sich jedenfalls, wenn man dann zum Buch greift, offen vor ihnen abstreicht und womöglich im Erfolgsfall sogar laut Bingo! ruft. 

Ich kann mich dem nicht anschließen, sondern habe einen anderen, schlimmen Verdacht. Lorenz Meyer (das ist der charismatische Guru) will uns  nur deshalb in gute Laune versetzen, uns belustigen und lächeln oder gar lachen lassen, um uns gekonnt auszubeuten. 

Zu jedem Bingo gibt es eine leere Seite mit Kästchen. Dort kann man eigene Floskeln einfügen und so neue Spiele entwickeln. Aber sind das wirklich einfach leere Seiten mit Kästchen? Ganz sicher nicht. Es sind besondere Seiten, die etwas haben, was sonst kein Buch hat: Sie übermitteln ihren Inhalt an den Autor. 

Das glaubt ihr nicht? Schon vergessen, der ist ein Guru, und selbst ein nichtcharismatischer könnte solche überspinnlichen Werke vollbringen. 

Wenn ich euch jetzt noch sage, was der Sinn des Ganzen ist, wird es euch wie der sprichwörtliche Schuppen vom Kopf fallen: 

Lorenz Meyer beutet so einfach uns, unser Wissen und unsere Fähigkeiten aus, um Geld zu scheffeln, wie es Gurus nun mal tun. Er wird einen zweiten Band "Bullshit-Bingo" veröffentlichen, wieder mit solchen Leerseiten, die ihm dank uns einen dritten Band ermöglichen und so fort. 

Kurz, der charismatische Guru hat so bis an sein Lebensende ausgesorgt. 

Eine unglaubliche, fast geniale Art, seine Anhänger effektiv aber unbemerkt auszunutzen. Ohne meine Enthüllung hätte niemand jemals davon erfahren. 

Deshalb sage ich euch ganz klar:

Hände weg von diesem Buch!

Wer es einmal angefasst und genutzt hat, wird in einen ewigen Kreislauf der hemmungslosen Ausbeutung durch Lorenz Meyer (das ist der charismatische Guru) geraten.