23.05.2019

Das Wort zum Freitag - Der Prophet spricht oder
15 Jahre Spaghettimonster




Lange hatten wir darauf gewartet, nun hat er sich dazu ein interessantes Medium gesucht, den Guardian. „Pasta strainers and pirates“ heißt der Artikel dort. Was schon mal zeigt, viel Ahnung von dem, was Pastafaritum ist, haben die dort nicht. Wenn man schon darauf abstellt, heißen die Dinger colander.

Auch sonst lässt der Artikel einiges zu wünschen übrig. Wird da doch tatsächlich behauptet, das Pastafaritum hätte nichts gegen Religion sondern sieht eher große Ähnlichkeit mit den Quäkern.

Wir sind keine Antireligion, wir sind wie der Quäkerismus?
Sicherlich nicht wir in Deutschland. Für uns ist Religion ein soziales Übel, aber aus demokratischen Gründen kann sie innerhalb bestimmter Grenzen akzeptiert werden. Ich denke, Österreich sieht das genauso und viele andere auch.

Aber dann kommts, richtig dicke und richtig gut. Der Reporter sieht eine Gefahr und fragt: „Wenn die Kirche des FSM ihre eigenen Rituale entwickelt und ihre eigenen Mythologien pflegt, besteht dann die Gefahr, dass sie ihren satirischen Biss verliert und sich zu einer weiteren Religion verfestigt?“

Eine Gefahr, die nicht von der Hand zu weisen ist. In manchen Ländern scheint man da schon recht weit zu sein. Die Israelis sehen in der Stripperfabrik einen Missbrauch der Persönlichkeitsrechte und wollen das gern feministisch anpassen. Die Neuseeländische Kirche lehnt die Jungensmentaliät, die in Stripperfabrik, Biervulkan und Big Balls stecken, ab. Ihr FSM hat weder Bälle noch Fleisch um geschlechtsneutral zu sein und besteht zu 100% ausschließlich aus Kohlehydraten. Gleichzeitig wird bedauert, dass manche Kulturen noch in der Gendermentalität der 50ger stecken.

Sicher richtige Überlegungen. Jedenfalls aus dem Blickwinkel einer Religion. Nicht aber aus dem einer Satire. Die muss einfach deftig sein, auf die Kacke hauen und auch mal übertreiben. Jeder Schritt aus der Satire hinaus ist ein Schritt auf dem Weg zur echten Religion zu werden.

Ganz wichtig für uns ist deshalb Bobbys Antwort:

"Viele neue Pastafarians haben keine Ahnung, wie das alles begann, sie wissen nur, dass es aus irgendeinem Grund existiert. Züchte das 200 Jahre lang und ich habe keine Ahnung, was du bekommst.

Aber wir müssen es mit einigen positiven Ideen versehen, solange wir noch können. Halten Sie Religion von staatlichen Schulen fern, halten Sie Geld von der Religion fern, und so weiter."

Seien wir vorsichtig, dass wir Satire bleiben und nicht wirklich zu Religionen werden. Bleiben wir dazu genau in der Rolle des Evangeliums und wir werden keine echte Religion werden, und bauen wir die Schranken in die Gesellschaft ein, die verhindern, dass Religion überhaupt gefährlich werden kann. Ganz im Sinne von Bobbys Worten.

09.05.2019

Das Wort zum Freitag - Mit Monsters Segen zum Nordkap



Unser Glaube ist erstaunlich weit verbreitet. Nennt man das Monster, wissen die meisten grob, worum es geht und lediglich in Sachen Nudelsieb oder Piratenmontur gibt es manchmal Unsicherheiten. Nicht so bei den beiden Rally-Fahrern Captain Brummbart und Captain Dralle vom TeamFSM, die sich vorbildlich mit Piratenhüten auf die Segnung ihres Gefährts vorbereitet hatten.
So trafen denn am vergangenen Sonntag Dampfnudel, Bruder Mayo und Margaritos von Bucatini zur mittäglichen Segnungs-Nudelmesse auf einem ruhigen Parkplatz in Hagen ein, bereits erwartet von einer munteren Schar von Mitstreitern und Familie des TeamFSM. Rasch wurde ein Altar aufgebaut und der Rally-Wagen in Position geparkt.

Das TeamFSM hat sich die Aufgabe gestellt, bei der Baltic Sea Circle Rally innerhalb von 16 Tagen die 7.500km lange Strecke rund um die Ostsee und am Nordkap vorbei zu meistern. Mit einem mindestens 20 Jahre alten Fahrzeug und ohne elektronische Navigationshilfsmittel. Für dieses wahrlich piratige Vorhaben galt es nun den Segen des Monsters zu erbitten.


Nach Lesungen aus dem Evangelium, einer Menge guter Segenswünsche und dem gemeinsamen Monsterunser, schritt Margaritos begleitet von Bruder Mayo zur Tat und besprenkelte das Gefährt, die Rally-Fahrer und alle die nicht rasch zur Seite sprangen mit Nudelwasser von seinen nudeligen Ahängseln. Das Monster war uns hold und ES lies die Sonne für die Dauer der Messe scheinen. Doch oh Wunder, auch hier, wie schon bei ähnlichen Anlässen zuvor, war die Temperatur, ob der Anwesenheit so vieler Piraten und jener, welche das Piratentum im Herzen trugen, wieder gefallen (die Anreise erfolgte durch dichten Hagelschauer). Dies deuteten wir als gutes Zeichen, denn die beiden TeamFSM-Rally-Fahrer und ihre Mitstreiter sind demnach würdige Piraten in SEINEN Augen.

Das folgende Glaubensbekenntnis geriet daher zur reinen Formsache und die Nudelmesse mit Nudeln von SEINEN nudeligen Anhängseln und Bier von SEINEM Biervulkan rundete die Veranstaltung ab.



Wir freuen uns über die muntere Piratenschar in Hagen und sehen Euch gerne wieder bei unseren nächsten Treffen am 24.05. im Nudeltöpfchen.
Wer das TeamFSM auf seiner Tour verfolgen möchte, kann dies via Picdeer, Instagram oder Facebook tun. Die beiden sammeln mit ihrer Tour Spenden für den Flaschenkinder Iserlohn e.V.

Ein Gastbeitrag von Margaritos von Bucatini

03.05.2019

Das Wort zum Freitag - Gedanken zum Mai



Zur Walpurgisnacht trafen sich spontan drei Pastafari, um ein paar gemütliche Stunden am Feuer zu verbringen. Als der Aufbruch nahte, machte Elli Spirelli ihre Androhung wahr, schnappte einen Hexenbesen und ritt damit ums Feuer. Ich weiß, das will keiner sehen und erspare euch ein Foto.
Wer sich die Mühe machen möchte, google doch einmal nach Traditionen um die Walpurgisnacht bzw. Feiern zum 1. Mai. Da gibt es einiges zu entdecken. Am bekanntesten ist wohl das Aufstellen eines Maibaums, geschmückt mit bunten Bändern, im Zentrum vieler Städte und Dörfer. zur Walpurgisnacht gibt es Tanzveranstaltungen in den Mai. Richtig wild geht es dabei im Harz zu. Moderne „Hexen“ hecken harmlose Streiche aus, anders als es der Aberglaube überlieferte. Die sollen nämlich immer am 30. April auf den Brocken, dem höchsten Berg im Harz, geritten sein, um sich dort mit dem Teufel zu paaren.
Die Feste vom 30. April in den 1. Mai haben auf alle Fälle viel mit Frühlingserwachen, Fruchtbarkeitsritualen und nicht zu vergessen, alkoholischen Getränken zu tun.
In Schweden feiert man valborg. Besonders tun sich dabei die Studenten hervor. Hier findet ihr einen Tagesablauf für das am 30. April stattfindende valborg, was seinesgleichen sucht. Auch wenn dem einen oder anderen Pastafari so viel Alkoholverzehr nicht zuträglich sein sollte, der Tagesordnungspunkt zum traditionellen Bootsrennen sollte doch in unserem Sinne sein. Mit selbst gebastelten Booten wird ein Rennen veranstaltet, das wohl mehr Spaß als sportlichen Ehrgeiz als Ziel hat. Man könnte schlussfolgern, dass dieser Brauch schon vor langer Zeit von Pastafaris eingeführt wurde. Seht ihr das auch so? Ja oder ja?!
Übrigens kann man ein ähnliches Ereignis jährlich zur Warnemünder Woche, die in diesem Jahr vom 6. Juli bis 14. Juli gefeiert wird, erleben, das Waschzuberrennen. Dort nehmen jährlich auch Pastafari teil. 2017 wurde sogar die erste Pastafarianische Trauung auf einem Waschzuber vorgenommen.
Was der Mai sonst noch für Feierlichkeiten für uns Piraten bereit hält, darüber gibt es hier etwas.

Der Mai ist unser!

Bierelujah

25.04.2019

Das Wort zum Freitag - Osnabrücker Garfreitagserkenntnis

ein Gastbeitrag


In diesem Jahr lud die Osnabrücker Crew, inspiriert von Bruder Smutje und Frau Malzahn, einige uns bekannte Piratinnen und Freibeuter zu einer kulinarischen Huldigung unseres Monsters ein. Da Bruder Smutje in seiner Leidenschaft für wahre Genüsse über Osnabrücker Grenzen weit hinaus bekannt ist, konnten Bruder Pasta Amico Intimo und Bruder Pasta L’Adoratore ihn in seinem Begehren, diese auch einmal zu Garfreitag ausleben zu dürfen, nur unterstützend zur Seite stehen. Also freuten wir uns auf das Eintreffen der Gäste, die nachmittags ihr Ziel erreichten. Da wir bei diesem Treffen auf die traditionellen Nudelmessen-Rituale ganz bewusst verzichteten, weil es nicht als Messe angedacht, sondern als konkretes Garfreitags-Essen erlebt werden sollte, begann der Nachmittag natürlich zwangsläufig gleich mit der Ehrerweisung des Biervulkans. Dazu wurde Likör, Wein und ohnehin alles, was der Vulkan zu bieten hat, zur freien Auswahl gereicht und die Anwesenden empfanden diesen schnörkellosen Beginn als durchaus neu und motivierend. So saß die Gruppe in lustige Gespräche vertieft wartend zusammen, und Bruder Smutje, allein in seiner Kombüse, lies seiner Magie freien Lauf – und es geschah das erste Unglaubliche: das Monster sandte Abbilder seines Selbst in jeden Vorspeisenteller hinab – exakt gegart zu unser aller Freude!Wer hätte gedacht, dass das Abbild unseres lieben Monsters derart selbstlos und gleichzeitig köstlich sein würde? 



Und wie es bei allen Genüssen im Leben ist, benötigen sie eine gewisse Portion an Geduld, und so bot es sich an, dass die jeweiligen Pausen zwischen den Gängen durch die hauseigenen Sportgeräte wunderbar überbrückt wurden: wie erleuchtet flipperten die Piraten und Freibeuterinnen die silbernen Kugeln in die richtigen Öffnungen und horteten Punkte, dass Smutje ganz blümerant wurde – die Punktestände vermutlich ein Ergebnis der nudligen Anhängsel! Und stetig sprudelte der Biervulkan… kürzere Zeit als gedacht später folgte der Hauptgang:


Auch nach Verzehr dieser Köstlichkeit zwang sich natürlich eine weitere Pause auf, die wir dafür nutzten, uns auf dem einen oder anderen Gruppenfoto zu verewigen:

Von links nach rechts: Frau Malzahn, Caro Klabauter, Bruder Penne, Margaritos von Bucatini, Dampfnudel, Bruder Pasta L’Adoratore, Bruder Smutje, Bruder Pasta Amico Intimo, Bruder Mayo


Geballte Piratinnenpower – aber die Quote ist noch ausbaufähig, wie wir hoffen!

Nun folgte die bereits erwähnte Nachspeise – auch diese ließ keine Wünsche offen: der pure Genuss, mit dem wohlig schaurigen Gefühl, dass sich ES endgültig offenbarend zu uns hinabgestiegen wäre, um uns zu verführen:


Trotz aller gebotenen Zweifel kommen wir nicht umhin, an die Wahrhaftigkeit unserer Göttlichkeit zu glauben: wer, wie Smutje, seit Jahren immer wieder von den Anhängseln berührt, kulinarische Gipfel erklimmt, die dann auch noch von Form und Farbe Seinem Ebenbild gleichen, muss auserkoren gelten, ein Verkünder Seines Wortes aus seiner Kombüse heraus zu sein! Großer Dank gebührt also ihm sowie seiner ununterbrochen helfenden Hand, Frau Malzahn.Anschließend verloren wir uns in die ein oder andere Diskussion und das Fest endete früh am Morgen, unterbrochen für eine Mütze Schlaf. Kurze Zeit später wieder auf den Beinen und mit klarem Kopf zum Frühstück zusammengetroffen, wurden die Gespräche weiter geführt und eine alte Idee wuchs erneut in uns heran. Ist es unserem Propheten Bobby – gepriesen sei sein Name – nicht ein Wunsch, dass alle Piraten sich vereinen und sich somit zu einer großen Gemeinschaft verbinden? Warum sollten solche Erlebnisse nur in kleiner Gruppe erfahren werden? Wäre es nicht wesentlich (auch dem Monster) dienlicher, solche Treffen auf Größe aufzubauen?Dadurch kommen wir zu dem Fazit unserer Überschrift: die Teilnehmer dieses Garfreitags-Essens sind sich einig geworden, pro-aktiv die Vereinsbasis zu entern, um mit allen in Deutschland lebenden Piraten Kontakt aufzunehmen: meldet euch, ihr zahlreichen Freibeuter unseres Netzwerks und lasset uns verbünden; gemeinsam können wir mehr bewegen und uns alle motivieren, sodass wir in der öffentlichen Wahrnehmung wachsen.Wollt Ihr aktive oder inaktive Piraten sein? Welche Vorstellungen habt Ihr und wie lassen sich diese in einem Gesamtkonzept verwirklichen?Und wieder zeigte uns das Monster, dass sich der Garfreitag zu einer piratigen Zusammenkunft nicht nur ganz hervorragend eignet, sondern hier auch den Beweis dafür liefert, dass Freibeuter sich zu gegebenen oder notwendigen Anlässen in höherer Anzahl, gestärkt durch massiven Einsatz von Kohlehydraten, durchaus zu interessantem Meinungsaustausch, auch bundesweit, versammeln mögen! 

Verfasst von der genannten Gruppe.

RAmen!