13.12.2006

Nudliges Lichterfest

Ich möchte alle daran erinnern, dass in knapp zwei Wochen unser großes Fest IHM zu Ehren alle Pastafari erfreuen wird. Ihr wisst ja, ES hat 4 Tage gearbeitet um unsere Welt zu schaffen. Zeit für so viel Arbeit findet man bekanntlich in den dunklen Wintertagen.

Da sein Werk so perfekt gelang, kann es nur am längsten Winterabend, dem 21. 12. begonnen haben, der vierte Tag war also der 24. 12.

Das wollen wir feiern. Weil die Sache ganz ganz besonders zu würdigen ist, feiern nicht nur wir Pastafarianer, sondern viele Menschen mit uns. Ob der Größe SEINES Werkes gibt es sogar gleich noch zwei Feiertage im Anschluss.

Wollt ihr die in seinem Sinne feiern, gibt es dank seiner einmaligen Toleranz mehrere Möglichkeiten. Fehlen darf aber auf keinen Fall die Würdigung dessen, was er zuerst schuf: den Zwerg, den Berg und die Bäume. Eine beliebte Variante ist da die Schmückung eines bergähnlichen Gebildes mit Zweigen oder geschnitzten Bäumen und natürlich Zwergen aus verschiedenen Materialien. Aber auch die heiligen Nudeln dürfen nicht fehlen. Andere stellen sich sogar ganze Bäume ins Zimmer, behängen die mit diesen Nudeln und mit Pfefferkuchenzwergen. Ich habe mir in diesem Jahr einen bergähnlichen Kerzenständer besorgt, den ich geschmückt habe. An neuen Ideen bin ich aber natürlich weiter interessiert. Etwas Zeit ist ja noch. Also haltet nicht hinter dem Berg sondern zeigt mir euren geschmückten Lichterberge im Bild oder beschreibt sie einfach.

Nudliges Lichterfest wünscht Euch allen

Elli Spirelli

07.11.2006

Nudelmesse

Und die Nudel läuft weiter.

Am18.11.06 ab 16.:30 Uhr startet die nächste Nudelmesse. Diesmal in Berlin. Na gut, ehe es richtig los geht mit der Party wird auf Bitte des Finanzamtes erst noch mal die Satzung passend für die Gemeinnützigkeit gemacht. Auch geplante Aktionen, also wie und wo wir uns zeigen und was wir machen wollen, werden noch diskutiert.
Aber dann ran an die Gabeln und losgewickelt die Spaghetti. Oder was auch immer Sister Feline, die fürs Futtern verantwortlich ist, sich ausgedacht hat. Dafür schleppen wir was zu trinken ran.

Sympathisanten und Interessenten sind herzlich eingeladen,

auf dass sie ihr Herz und vor allem ihr Hirn dem einzig gesellschafts- föderlichen Glauben naheführen.
Also ran mit euch, keiner wird gefressen, wir haben genug anderes.
Ihr, die ihr Lust auf uns und unsere Sache habt, rechts auf Kontakt geklickt und Interesse bekundet. Dann gibts ne Mehl mit den genauen Daten vom Treffen.

Nee, ihr müsst nicht gleich eintreten. Nur mal schnuppern. Wer´s gut findet kommt wieder und macht mit, wer nicht hört nie wieder was von uns, aber hat sich zumindest mal satt gegessen :-)

Möge immer Salz in eurer Pasta sein!

23.09.2006

Die Frohe Botschaft



Allen Brüdern und Schwestern im Glauben, allen ehrenwerten Piraten und Piratinnen, Sympathisanten und Sympathisantinnen, Zweiflern und Zweiflerinnen, allen denen die es hören wollen oder nicht und natürlich vor allem der Nachwelt sei es verkündet:


Am 16.09.2006 gründete sich die „Kirche des Fliegenden Spaghetti Monsters Berlin-Brandenburg (KdFSM BB)

Berliner Piraten kaperten ein großes Auto, gekennzeichnet mit dem Stern der Weisen, strichen es piratenfarben (schwarz) an und begaben sich auf die Reise zu einem versteckten Ort in Brandenburg um unbehelligt tun zu können, was schon lange getan werden musste, beispielhaft für alle anderen Länder der Republik.

Natürlich musste viel Zeit eingeplant werden, denn wenn ES uns an ernsthafte Aufgaben heranführt, gibt ES uns auch mindestens doppelt so viel Zeit um Spaß zu haben. Der Berg, der Zwerg und die Bäume, SEINE erste Schöpfung, war wunderschön auf ein schneeweißes Tuch gemalt und empfing die schlachterprobten Berliner Kämpfer im Piratenlager. Kaum angekommen, hissten die sofort ihre Flagge, lustig flatterte der Jolly Roger im Wind. Wir speisten und tranken, aalten uns in der Sonne, fast wären Piratenlieder angestimmt worden.
Aber wir mussten noch die Nachhut in Empfang nehmen. Jack Sparrow, Oberhaupt der Barnimer Gemeinde, hatte die Aufgabe auf einem anderen Weg zu uns zu stoßen um böswillige Verfolger in die Irre zu führen.

Und richtig, wir blieben unentdeckt. In Ruhe konnten wir unseren Piratenkodex besprechen und in einer Satzung formulieren. Alle Waffen mussten abgegeben werden, als danach der heiße Wahlgang unmittelbar bevor stand. So ging alles ohne großes Blutvergießen über die Planken. Bruder Spaghettus als Käpten, Verplant als Steuermann und Sister Feline als Schatzmeister, kontrolliert und überwacht durch Jack Sparrow und Tessavieh werden zukünftig unsere Crew anführen.

Inzwischen wurde es langsam Abend. Wir schlichen in den Wald, um Holz zu rauben.
Schnell brannte das Lagerfeuer und bald war der Kessel Schlambutz, das Lieblingsmahl der ungarischen Freibeuter, fertig. Wir nahmen an der Festtafel Platz zum Abendmahl.
Plötzlich, oh welch Wunder, erschien ES in Gestallt einer Wolke um uns alle zu segnen.

Überwältigt von dieser Gnade ließen wir den Geist in uns fließen. Bis in die frühen Morgenstunden leerten wir die geweihten Gefäße.

Nachdem alle Piraten das Versteck wieder verlassen hatten, fanden wir unsere ersten heiligen Reliquien: eine Zahnbürste, wohl gewidmet von Verplant, eine heilige Bandnudel und, als großes Zeichen SEINES Wohlwollens, ein geweihtes Gefäß, zwar geleert, aber ganz deutlich hatte ES sich selbst als Zeichen auf ihm verewigt.

Oh DU, der DU uns solches herrliches Wetter beschert und uns auch sonst so viele Zeichen deines Wohlwollens gegeben hast, mögest DU uns ewig auf dem rechten Pfad geleiten.

17.06.2006

Große Ökumene

Keine Frage, eine so friedliche, angstfreie und weltoffene Religion wie unsere lebt in großer Ökumene. So ist die Freundschaft mit Principia Discordia, dem unsichtbaren rosafarbenem Einhorn, dem Intelligent Falling, Russels Teekanne und anderen selbstverständlich.
Aber die Arschküsser passen wohl doch nicht zu uns:

Die Geschichte von Hank

Heute Morgen klingelte die Türglocke. Als ich die Tür öffnete, sah ich ein gut gekleidetes Paar vor der Tür stehen. Der Mann sprach zuerst:
John: Hallo, ich bin John, und dies ist Mary.
Mary: Hallo! Wir möchten Sie dazu einladen, zusammen mit uns den Arsch von Hank zu küssen.
Ich: Bitte was?! Wovon reden Sie? Wer ist Hank, und warum sollte ich seinen Arsch küssen wollen?
John: Wenn Sie Hanks Arsch küssen, dann gibt er Ihnen eine Million Euro, und wenn nicht, dann wird Hank die Scheiße aus Ihnen heraus prügeln.
Ich: Was? Ist diese eine Art bizarre Erpressung eines sich ausbreitenden Mobs?
John: Hank ist ein milliardenschwerer Philanthrop [Menschenliebhaber - der Übers.]. Hank baute diese Stadt. Hank besitzt diese Stadt. Er kann tun und lassen, was er will, und er möchte Ihnen eine Million Euro geben, aber er kann es nicht, bis Sie nicht seinen Arsch küssen.
Ich: Das ergibt für mich keinen Sinn. Warum ...
Mary: Wer sind Sie, dass sie Hanks Geschenk so hinterfragen? Möchten Sie keine Million Euro? Ist es das nicht wert, seinen Arsch ein wenig zu küssen?
Ich: Mag ja sein, wenn es legal ist, aber ...
John: Dann kommen Sie mit uns und küssen Sie seinen Arsch.
Ich: Küssen Sie Hanks Arsch oft?
Mary: Ja, sehr oft ...
Ich: Und hat er Ihnen eine Million Euro gegeben?
John: Nein, tatsächlich bekommt man das Geld erst, wenn man die Stadt verlässt.
Ich: Warum verlassen Sie dann nicht sofort die Stadt?
Mary: Sie können die Stadt nicht verlassen bis Hank es Ihnen sagt, sonst bekommen Sie kein Geld, und Hank prügelt die Scheiße aus Ihnen heraus.
Ich: Kennen Sie jemanden, der Hanks Arsch geküsst hat, die Stadt verließ und eine Million Euro bekam?
John: Meine Mutter hat Hanks Arsch jahrelang geküsst. Sie hat letztes Jahr die Stadt verlassen, und ich bin sicher, sie hat ihr Geld bekommen.
Ich: Haben Sie mit ihr darüber gesprochen?
John: Selbstverständlich nicht. Hank erlaubt das nicht.
Ich: Wieso glauben Sie daran, dass Sie tatsächlich das Geld bekommen, wenn Sie niemals mit jemandem gesprochen haben, der es gekriegt hat?
Mary: Nun, Sie bekommen etwas von ihm, bevor Sie die Stadt verlassen. Vielleicht bekommen Sie eine Gehaltserhöhung, vielleicht gewinnen Sie etwas in der Lotterie, oder vielleicht finden Sie einen Zwanzig-Euro-Schein auf der Straße.
Ich: Was hat das mit Hank zu tun?
John: Hank hat da "gewisse Verbindungen".
Ich: Tut mir Leid, aber das hört sich an wie ein bizarres Hütchenspiel.
John: Aber es geht um eine Million Euro, wie kann man das dem Zufall überlassen? Und bedenken Sie, wenn Sie nicht Hanks Arsch küssen, dann wird er die Scheiße aus Ihnen heraus prügeln.
Ich: Also, wenn ich vielleicht mit Hank rede, und ich die Details direkt von ihm höre ...
Mary: Niemand sieht Hank, niemand spricht mit ihm.
Ich: Wie können Sie dann seinen Arsch küssen?
John: Manchmal werfen wir ihm nur einen Kuss zu, manchmal denken wir an seinen Arsch. Manchmal küssen wir Karls Arsch und er gibt es für uns weiter.
Ich: Wer ist Karl?
Mary: Einer unserer Freunde. Er hat uns alles über das Küssen von Hanks Arsch gelehrt. Dazu mussten wir ihn nur ein paar Mal zum Essen einladen.
Ich: Und Ihr habt ihm einfach jedes Wort geglaubt, als er sagte, dass es einen Hank gibt, dass er will, dass Ihr seinen Arsch küsst, und dass Hank Euch dafür belohnt?
John: Oh nein! Karl hat vor Jahren einen Brief von Hank bekommen, in dem Hank ihm alles erklärt hat. Hier ist eine Kopie des Briefes, sehen Sie selbst.
Von Karls Schreibtisch:

1. Küsse Hanks Arsch und er gibt dir eine Million Euro, wenn du die Stadt verlässt.
2. Trinke Alkohol in Maßen.
3. Prügle die Scheiße aus den Leuten heraus, die nicht sind wie du.
4. Iß das Richtige.
5. Hank hat diese Liste selbst diktiert.
6. Der Mond ist aus grünem Käse.
7. Alles was Hank sagt, ist wahr.
8. Wasche stets deine Hände, bevor du das Badezimmer verlässt.
9. Trinke keinen Alkohol.
10. Iß Wiener auf süßem Brötchen, aber keine Gewürze.
11. Küsse Hanks Arsch oder er prügelt die Scheiße aus dir heraus.

Ich: Das scheint mir auf Karls Briefpapier geschrieben zu sein.
Mary: Hank hatte gerade kein Papier.
Ich: Ich habe den leisen Verdacht, dass dies mit Karls Handschrift geschrieben wurde.
John: Aber natürlich, Hank hat es ihm diktiert.
Ich: Ich dachte, Sie hätten gesagt, dass niemand Hank zu sehen bekommt?
Mary: Heute nicht mehr, aber vor Jahren schon. Da hat er zu einigen Leuten gesprochen.
Ich: Ich dachte, Sie hätten erzählt, dass Hank ein Menschenliebhaber ist. Was ist das für ein Philanthrop, der die Scheiße aus Leuten herausprügelt, die anders sind als er?
Mary: Das ist der Wunsch Hanks, und Hank hat immer recht.
Ich: Woher wollen Sie das wissen?
Mary: Punkt 7 der Liste sagt, dass Hank immer die Wahrheit spricht. Das reicht mir als Antwort!
Ich: Vielleicht hat Karl sich das alles bloß ausgedacht?
John: Niemals! Punkt 5 besagt, dass Hank die Liste selbst diktiert hat. Nebenbei, Punkt 2 besagt: "Trinke Alkohol in Maßen", Punkt 4 besagt, "Esse das Richtige" und Punkt 8 sagt "Wasche stets deine Hände, bevor du das Badezimmer verlässt".
Jeder weiß, dass das richtig ist, daher muss auch der Rest wahr sein.
Ich: Aber Punkt 9 besagt "Benutze keinen Alkohol", was nicht ganz zu Punkt 2 passt, und Punkt 6 behauptet, dass der Mond aus grünem Käse besteht, was nun völlig falsch ist.
John: Es gibt keinen Widerspruch zwischen 9 und 2, 9 macht Punkt 2 nur klarer. Was den Punkt 6 betrifft: Sie waren niemals auf dem Mond, also können Sie nichts darüber mit Sicherheit sagen.
Ich: Wissenschaftler haben mit sehr großer Wahrscheinlichkeit festgestellt, dass der Mond aus Gestein besteht ...
Mary: Aber sie wissen nicht, ob dieses Gestein von der Erde stammt, oder aus dem Weltraum, also könnte es sich genauso gut um grünen Käse handeln.
Ich: Ich bin da kein Experte, aber ich denke, die Theorie, die besagt, dass der Mond irgendwie von der Erde "eingefangen" wurde, wurde widerlegt. Aber auch wenn man nicht weiß, woher das Gestein kam, dann wird daraus nicht einfach Käse.
John: Ha! Sie haben gerade zugegeben, dass auch Wissenschaftler Fehler machen, aber wir wissen, dass Hank immer recht hat!
Ich: Wissen wir das wirklich?
John: Aber natürlich wissen wir das, Punkt 5 sagt es uns.
Ich: Sie sagen. Hank hat immer recht, weil die Liste es besagt, die Liste ist richtig, weil Hank sie diktiert hat, und wir wissen, dass die Liste richtig ist, weil die Liste dies behauptet. Das ist zirkuläre Logik, nichts anderes als wenn man sagt: "Hank hat recht, weil Hank sagt, dass er recht hat".
John: Nun begreifen Sie es! Es ist für uns immer eine große Belohnung, wenn jemand Hanks Denkweise begreift.
Ich: Aber ... na, egal. Was hat es mit den Wienern auf sich?
Mary: (errötet)
John: Wiener, auf süßem Brötchen, keine Gewürze. Das ist Hanks Art. Alles andere ist falsch.
Ich: Was ist, wenn ich kein süßes Brötchen habe?
John: Kein süßes Brötchen, keine Wiener. Ein Wiener ohne süßes Brötchen ist falsch.
Ich: Kein Gewürz? Keinen Senf?
Mary: (sieht sehr betroffen aus)
John: (schreit) Kein Grund, solche Sachen zu sagen! Gewürze aller Art sind falsch!
Ich: Also käme ein großer Haufen Sauerkraut mit gehackten Wienern nicht in frage?
Mary: (steckt ihre Finger in ihre Ohren) Ich höre gar nicht hin. La la, la la, la la.
John: Das ist ekelhaft. Nur ein abnormer Bösewicht würde das essen ...
Ich: Das ist aber gut! Ich esse es fast jeden Tag.
Mary: (fällt in Ohnmacht)
John: (fängt Mary auf) Nun, wenn ich vorher gewusst hätte, dass ich mit Ihnen nur meine Zeit verschwende ... Wenn Hank die Scheiße aus Ihnen herausprügelt, dann zähle ich mein Geld und lache. Ich küsse Hanks Arsch für Sie, Sie brötchenloser, gehackte Wiener-und-Sauerkraut-essender Mistkerl.
Mit diesen Worten zieht John Mary in ihr wartendes Auto, und sie brausen davon.
(Autor der Geschichte: Jim Huber, © 1996-2002. Übersetzung aus dem Englischen: Volker Dittmar.)

27.04.2006

Der Nudelcode


Sind Zeichen und Wunder Märchen aus alten Tagen?
Oder kann, wer die Augen und Sinne öffnet, sie auch heute noch finden?
Hört meine Geschichte.

Schon seit Tagen hatte ich mich mit einem alten Vers aus dem Piratenkodex herumgeschlagen:

„Ihr sollt die Lust zum Kapern und diese zum Lynchen nie aufgeben, weiter durch Andacht fitt am Klima dienen!“

Ganz klar, der stammte aus der Feder eines von IHM Erleuchteten, der Hinweis auf´s Klima war deutlich. Aber was sollte der Rest und vor allem, warum lynchen? Während ich so grübelte warf ich meine täglichen 90 Makkaronichips ins Wasser, es war kurz vor Mittag. Doch was war das? Nicht verstreut lagen sie dort. Sie alle hatten sich im Topf aufgestellt und geordnet. Alles reiner Zufall? Undenkbar. Hatte ES versucht, so zu mir zu sprechen? Aber was wollte es mir sagen? Plötzlich fiel es mir wie Tortelini von den Augen.
Die Ordnung war das entscheidende. Sollte ich meinen Vers in eine bestimmte Ordnung stellen?

Jeder kennt sie, den Bibelcode, Thoracode, Leonardo da Vinci Code. Klar, alle wurden als Fälschungen entlarvt. Aber hier war doch die Lage eindeutig. ES hatte sich mit mir einen überaus vertrauenswürdigen Pastafarianer gesucht, um sich ihm mitzuteilen. Ohne jeden Zweifel sollte seine Nachricht die Welt erobern. Nur, welche war das? Wie sah die rechte Ordnung aus. Da half nur probieren. Doch oh, welch Wunder. Gleich beim ersten Versuch meiner Anordnung kam der Erfolg. Unbezweifelbar hatte ES meine Hand gelenkt als ich, unter Auslassung der Leerzeichen, den Spruch in 6 Zeilen zu je 15 Buchstaben gliederte.

i h r s o l l t d i e l u s t
z u m k a p e r n w i e d i e
s e z u m l y n c h e n n i e
a u f g e b e n , w e i t e r
d u r c h a n d a c h t f i t
t a m k l i m a d i e n e n !


Unfassbar! In der fünfzehnten und siebenten Spalte war ganz klar unser Auftrag formuliert: Teert Leyen!
Hatte ES in seiner unbegreiflichen Allwissenheit schon damals gewusst, eine deutsche Familienministerin würde einst, im dunklen Glauben verhaftet, die Werte ihres falschen Gottes zum Erziehungsmaßstab für den unschuldigen Nachwuchs machen wollen? Eines Gottes, der Völker, die ihm nicht dienen wollen, ausrottet, der Schwangeren den Bauch aufschneiden, Jungfrauen vergewaltigen und Kinder an Felsen zerschmettern lässt? Welch Wahnsinn.

Doch wir kennen unser FSM und wissen, ES ist voll Gnade und will, dass wir seine Worte der Exegese unterziehen. Wir werden Frau von der Leyen nicht teeren. Wir rufen auf, die Petition gegen die religiöse Fundierung von Bildung und Erziehung mit dem Titel Nicht den Bock zum Gärtner machen der Giordano Bruno Stiftung zu unterzeichnen.

26.03.2006

Von SEINER Allmacht und Gnade


Dass mir auf meine Bitte um Ideen für Frühlingsrituale prompt Vorschläge erbracht wurden hat mich nicht nur sehr erfreut, sondern auch inspiriert (Danke, oh weiser DackDack).

So bin ich auf den Baumarkt geeilt, um einen Nudelbaum zu kaufen. Leider waren die alle vergriffen und Nachlieferung ist so schnell nicht in Sicht. Schade, habe mich schnell in der Liste der Vorbestellungen eintragen lassen und werde in der kommenden Saison bedacht werden.

Manchmal braucht´s aber nur einen kleinen Denkanstoß in die richtige Richtung. Ich ging also am Feiertag durch Wald und Flur, schnitt Forsythien- und Birkenzweige und stellte sie in eine Vase. In tiefem Glauben griff ich mir sodann eine Tüte Penne, färbte ein paar mit edlen Farben und zog sie auf Fäden. Alles in die Zweige gehangen konnte ich IHM auf unserem Alter der Uckermarkkirche einen schönen Frühlingsstrauß weihen.

Solch liebevoller Einsatz muss eingeschlagen haben wie 10 Fleischbällchen in eine Portion Spaghettieis. Gestern Nacht erschien ES mir höchstpersönlich um mir zu versprechen, in seiner unendlichen Güte, Barmherzigkeit und Gnade, den wirklichen Frühling näher zu bringen.

Und siehe, als ich morgens aufwachte, erkannte ich sein Werk. Dank seiner Allmacht über Raum und Zeit war meine Funkwecker der Zeit eine Stunde voraus. Ich konnte mein Glück nicht fassen. Als ich dann im Radio hörte, dass alle Leute die Uhr eine Stunde vorstellen sollen, war ich sehr erfreut, SEINE Güte so allumfassend zu spüren.

Lobet und preiset ES für immerdar!

Ramen

Eure Elli Spirelli

18.03.2006

Frühling - wann bringt ES ihn?















Lange habe ich nichts von mir hören lassen, da ich sehr aktiv auf der Suche nach Gleichgesinnten war und zwar in den Tanzlokalen der schönen Uckermark. Egal welchen Saal ich betrat, immer traf ich Leute aller Herren Länder an, mache so extravagant, dass ich sie nicht recht zuordnen konnte. Teilweise kamen sie mir vor, wie aus einer anderen Zeit (sowohl Vergangenheit als auch Zukunft).

Zu meiner großen Freude waren immer Gleichgesinnte vorzufinden, nämlich Piraten. Dezent pirschte ich mich an, um ihre Gespräche zu belauschen. Freute mich schon darauf, mich ebenfalls als Pastafarianer vorstellen zu können. Denktse! All diese Piraten schienen nichts von IHM zu wissen. Statt IHN zu preisen, redeten sie vom Gott des Faschings??? Also trollte ich mich so unauffällig, wie ich mich zuvor anpirschte. Mit diesem alten Götzendienst versuchten sie wohl den Winter auszutreiben.

Hat aber bisher nicht geholfen :-((

Was ist nun der Grund? Dürfen wir uns nicht auf alte Bräuche verlassen?
Müssen wir eigene Bräuche entwickeln um den Winter auszutreiben oder den Frühling anzulocken?
Müssen auch wir Es uns gewogen stimmen, damit all die Kälte schwindet, es langsam warm wird und farbenfrohe Blumen sprießen?
Oder gibt es den Brauch schon und nur ich habe ihn verpennt?

Pastafarianer, die ihr mich hört, helft mir. Sagt mir, was wir tun sollen, damit Es uns den Frühling schickt. Welche Tradition sollen wir entwickeln um IHM zu Gefallen zu sein auf dass ES die Winter nicht zu lang werden lässt? Drum ran an den Phantasiekasten Hirn und raus mit den vielen Ideen.

Meiner ist derzeit so eingefroren, dass mir am gestrigen Feiertag lediglich das Zubereiten einer Frühlingsnudelsuppe einfiel. Ein Anfang, aber kein durchschlagender Erfolg. Ich warte sehnsüchtig auf schööönes Wetter und eure Wortmeldungen.

Eure verzweifelte Elli Spirelli.

21.02.2006

Jesus lebt? - Die Jesuslüge.




Jesus ist SEIN Sohn, sagen wir Pastafarianer und haben für den, der das Gegenteil empirisch nachweisen kann, 1 Million ausgelobt. Natürlich würde unser geliebtes FSM niemals auf die verrückte Idee kommen, den eigenen Nachwuchs qualvoll zu opfern um dann noch von sich zu behaupten, besonders gütig zu sein. Deshalb ist es angebracht, an dieser Geschichte aus dem vom Luther übersetzten Fabelbuch zu zweifeln.
Die Muslime tun das schon seit eh und je. Richtig erkannt haben aber auch sie Jesus nicht, gilt er ihnen doch als Prophet des einen Gottes. Aber immerhin sind sie, in dieser Hinsicht, schon etwa in der richtigen Richtung unterwegs.
Den höllegeilen Christen gilt er, ob seiner Geschichte von Kreuzigung, Wiederauferstehung und Himmelfahrt, gar als Drittelgott. Oder so ähnlich jedenfalls.

Dabei ist alles so einfach zu widerlegen. Sie tun es selbst immer wieder. Besonders eifernde jugendliche Christen sieht man mit T-Shirts rum rennen, auf denen ganz deutlich steht: „Jesus lebt“. Also nichts mit „am Kreuz für unsere Sünden gestorben“. Irgendwie muss der Kerl so clever gewesen sein, da jemand anderen hin zu schicken. Vielleicht wusste er nicht, dass er anschließend in den Himmel fahren sollte? Oder war es ihm dort gar zu langweilig, gab es einen Vater-Sohn Konflikt und er als Softy hatte die Nase voll von dem kriegerischen alten Herrn mit seinen unmenschlichen Forderungen und Drohungen? Wie es auch sei, jetzt sitzt jedenfalls jemand Anderer an seiner Statt an des Christengottes Seite.

Aber kann man diese T-Shirts wirklich als Beweis akzeptieren? Die Frage scheint berechtigt. Auch, wenn die Losung nicht nur dort, sondern auch auf Autos, an Wänden, Flyern und Büchern zu sehen ist. Deshalb haben wir weder Kosten noch Mühen gescheut und unsere investigative Abteilung mit der Lösung beauftragt.

Wir wussten, auf die kann man sich verlassen. So können wir hier als endgültigen Beweis ein Foto vorlegen, wie Jesus unter uns weilt. Desillusioniert, abgehärmt, verbittert über das, was wurde, aber unter dem Zeichen seines Vaters und ganz zweifelsfrei noch lebendig.

Es macht uns stolz aufzeigen zu können, dass ganze Generationen einer falschen Behauptung aufgesessen sind.

So gehet, ihr Christen, in euch. Wendet euch dem rechten Glauben zu. Ehret IHN, seine Nudligkeit. Werdet Pastafarianer und alle Höllenangst wird euch auf der Stelle verlassen.

(Jesus empfiehlt: Franz Buggle - Denn sie wissen nicht, was sie glauben / Karlheinz Deschner - Oben ohne)

07.02.2006

Gotteslästerung



Oft ist es nicht leicht, den Willen seines Gottes zu erforschen. Wir Pastafarianer haben es da meist besser, als andere Gläubige. Ganz leicht ist zum Beispiel die Antwort auf die Frage:

Brauchen wir Sonderrechte für unsere Religion?

Wir haben keine Dogmen, aber den rechten Glauben. Der soll sich nicht durch Zwangsmissionierung, durch drohen mit Höllenqualen, er soll sich überhaupt nicht mit Mitteln der Gewalt durchsetzen, sondern durch unsere Argumente. Ohne den Austausch von Argumenten lernen wir nichts, sondern verkümmern.

Der „Gotteslästerungsparagraph“, bisher hauptsächlich von den christlichen Kirchen genutzt, behindert diese Argumentation und kann besonders von Fundamentalisten genutzt werden, ungewollte Kritik zu verbieten.
Deshalb ist ES mit denen, die die Abschaffung des § 166 StGB fordern. Jeder Pastafarianer sollte sie mit ihrer Unterschrift unterstützen wenn sie, u.a. sagen:

„Was heute Not tut, ist ein klares Bekenntnis zu den Werten von Humanismus und Aufklärung. Es sollte einsichtig sein, dass wir unter den Bedingungen einer hoch technisierten Welt auf das „aufklärerische Ärgernis der Kritik“ angewiesen sind.“

So gehet den hin und helft der Giordano Bruno Stiftung in ihrem Bemühen zu Abschaffung des Gotteslästerungsparagraphen mit eurer Unterschrift.

02.02.2006

Mohammed kocht

Wie haben wir uns als Pastafarianer in öffentlichen Belangen zu verhalten? Können wir dort Stellung nehmen, ohne uns ernsthaft zu fragen, was ES dazu sagen würde? Müssen wir nicht bei allem was wir denken, tun, und schreiben, fest im Glauben an ES sein?

Ich sage da ganz klar ja. Und so frage ich mich, wie verhalte ich mich, wenn ein Prophet und mit ihm sein Gott verspottet wird? Wäre ES, das auch von vielen Ungläubigen als harsche Satire abgetan wird, nicht erbost?

Dumme ignorante Dänen haben es gewagt, die gläubigen Muslime in aller Welt zu verspotten. Da mögen sie auch behaupten: „Wir haben doch nur in einer einzigen Zeitung in unserem kleinen Land Karikaturen veröffentlicht.“

Aber die islamischen Sittenwächter in den Botschaften waren aufmerksam und haben sofort der ganzen Welt mitgeteilt, wie hier unter dem Vorwand der Pressefreiheit hässliche Zeichnungen von Mohammed veröffentlicht werden.

Wie schön, dass besonders islamische Frauen, von ihren Männern völlig unabhängig, zu -zig Tausenden protestieren, dass ihre Revolutionäre mit ihren Bomben jetzt ihr Augenmerk auf Dänemark richten, dass Mord und Totschlag den Hetzern droht.

Tapfer war es, wie Europa sich von den diktatorischen Dänen abgewandt und sich bei den auf´s tödlichste verletzten Muslimen entschuldigt hat. Es beharrt nicht darauf, weiter an seine falschen Werte zu glauben und verzichtet gern auf seine unsinnigen Freiheiten und seine Würde.

Alle wissen, Mohammed war ein weiser, alter Mann der schon die kleinen Mädchen wie erwachsene Frauen liebte.

Deshalb bin ich stolz, hier ein Foto Mohammeds veröffentlichen zu können, das ihn zeigt, wie er in Liebe zu diesen Kindern ein schönes Schweinegulasch kocht.

26.01.2006

SEINE Erscheinungsformen

Neulich erklärte mir eine religiöse Mitmenschin, wie wichtig es für die Gesundheit wäre, nach den christlichen Vorgaben zu leben.
Also soll man im Winter den Winterspeck wachsen lassen, da eine Speckschicht vor Kälte schützt. Fasten dann zur Fastenzeit macht den Körper wieder fitt.

Da ging auch mir ein ganz großes Licht auf.

Das Menschlein neigt dazu, Vorbildern nachzueifern, was die äußere Optik angeht (schwerer davon betroffen sind leider wir weiblichen Wesen). Und so erscheint ES uns in zwei Formen:

Als Spaghetti für die Schlankheitsfanatiker unter uns und als Kartoffel (s.u.) für die gemütlich Rundlichen.

Um aber alle seine potenziellen Anhänger zu erreichen, erscheint es, bisher unerkannt, gelegentlich sogar im Fernsehen. Mädels flehen: „Ich will so bleiben wie ich bin“ und huldvoll antwortet ES: „Du darfst“.

14.01.2006

Spreewaldnudeln gesucht

Sehen sie nicht manchmal Antennen gleich, SEINE nudligen Anhängsel?

Und so ist es nicht verwunderlich, wenn alsbald auch Vertreter der Zunft der Antennenfütterer auf ES aufmerksam werden und eine weihevolle Radiosendung planen.

Leider fehlt ihnen, die in Cottbus ihr Tagwerk verrichten, die nudlige Fähigkeit allörtlicher Präsenz. Nicht bis in die Uckermark reicht ihr Strahlenkranz, sondern nur in den Raum Spreewald / Elbe Elster.

Und so bitten wir denn unsere Glaubensbrüder und Schwestern aus jenem altehrwürdigen Bereich, so sie dieses Gesuchen lesen, sich bei uns zu melden und ihre Daten durch uns in mailiger Form nach Cottbus senden zu lassen.

Rechts oben findet ihr den „Kontakt“, ohne den nichts läuft.

Von SEINEM Ursprung


Gebenedeit sei sie, Elli Spirelli.
Sie ist das Licht, das in unserer
Dunkelheit aufgegangen ist.


Auch mir war wohl bekannt, dass man die Kartoffel in der Uckermark die Nudel heißt. Den großen Schritt aber, das auf unseren Glauben zu beziehen, ließ ES mich nicht selbst gehen.

Doch nun ward ich neugierig und merkte, solches kann kein Zufall sein. Nur wo sollte ich die Ursachen suchen?
Sollte dereinst vielleicht eine Kartoffel mit ihren vielen Keimen sich gewandelt und seine Gestalt angenommen haben?
War hier gar der Ursprung unseres Glaubens und seine Nudligkeit hat das in seiner bekannten Art verborgen? Doch selbiges hieße ja, ES hätte unvollständig sein Werk getan. Ein untragbarer Gedanke.

Aber vielleicht war die unvollständige Löschung Absicht?
Vielleicht sollte man das Wirken des FSM in der Vergangenheit, aber nicht SEINEN Ursprung vergessen?
Vielleicht war der ja in der Uckermark und die heilige Pasta wurde einst aus Kartoffelmehl gemacht?
Aber ach, so lange gibt es doch die Kartoffel hier noch gar nicht.

So sehe ich denn keine Erklärung, aber doch diese Nudelei als Gleichnis für die Unerkennbarkeit des nudligen Willens. Wir sollen nicht nach dem Ursprung seiner Nudligkeit suchen. Der wird uns immer unerkannt bleiben. Wir Menschen sollen nicht nach seinem Sinne forschen, sondern in tiefem Vertrauen an ES glauben und immerdar mit Bier-und-Spaghetti-Messen unsere Ehre erweisen. So werde denn auch ich mich jetzt aus der Webkirche entfernen und in der heiligen Pastaküche zu seinem Willen sein.

Und so tuet auch ihr!