26.01.2006

SEINE Erscheinungsformen

Neulich erklärte mir eine religiöse Mitmenschin, wie wichtig es für die Gesundheit wäre, nach den christlichen Vorgaben zu leben.
Also soll man im Winter den Winterspeck wachsen lassen, da eine Speckschicht vor Kälte schützt. Fasten dann zur Fastenzeit macht den Körper wieder fitt.

Da ging auch mir ein ganz großes Licht auf.

Das Menschlein neigt dazu, Vorbildern nachzueifern, was die äußere Optik angeht (schwerer davon betroffen sind leider wir weiblichen Wesen). Und so erscheint ES uns in zwei Formen:

Als Spaghetti für die Schlankheitsfanatiker unter uns und als Kartoffel (s.u.) für die gemütlich Rundlichen.

Um aber alle seine potenziellen Anhänger zu erreichen, erscheint es, bisher unerkannt, gelegentlich sogar im Fernsehen. Mädels flehen: „Ich will so bleiben wie ich bin“ und huldvoll antwortet ES: „Du darfst“.

14.01.2006

Spreewaldnudeln gesucht

Sehen sie nicht manchmal Antennen gleich, SEINE nudligen Anhängsel?

Und so ist es nicht verwunderlich, wenn alsbald auch Vertreter der Zunft der Antennenfütterer auf ES aufmerksam werden und eine weihevolle Radiosendung planen.

Leider fehlt ihnen, die in Cottbus ihr Tagwerk verrichten, die nudlige Fähigkeit allörtlicher Präsenz. Nicht bis in die Uckermark reicht ihr Strahlenkranz, sondern nur in den Raum Spreewald / Elbe Elster.

Und so bitten wir denn unsere Glaubensbrüder und Schwestern aus jenem altehrwürdigen Bereich, so sie dieses Gesuchen lesen, sich bei uns zu melden und ihre Daten durch uns in mailiger Form nach Cottbus senden zu lassen.

Rechts oben findet ihr den „Kontakt“, ohne den nichts läuft.

Von SEINEM Ursprung


Gebenedeit sei sie, Elli Spirelli.
Sie ist das Licht, das in unserer
Dunkelheit aufgegangen ist.


Auch mir war wohl bekannt, dass man die Kartoffel in der Uckermark die Nudel heißt. Den großen Schritt aber, das auf unseren Glauben zu beziehen, ließ ES mich nicht selbst gehen.

Doch nun ward ich neugierig und merkte, solches kann kein Zufall sein. Nur wo sollte ich die Ursachen suchen?
Sollte dereinst vielleicht eine Kartoffel mit ihren vielen Keimen sich gewandelt und seine Gestalt angenommen haben?
War hier gar der Ursprung unseres Glaubens und seine Nudligkeit hat das in seiner bekannten Art verborgen? Doch selbiges hieße ja, ES hätte unvollständig sein Werk getan. Ein untragbarer Gedanke.

Aber vielleicht war die unvollständige Löschung Absicht?
Vielleicht sollte man das Wirken des FSM in der Vergangenheit, aber nicht SEINEN Ursprung vergessen?
Vielleicht war der ja in der Uckermark und die heilige Pasta wurde einst aus Kartoffelmehl gemacht?
Aber ach, so lange gibt es doch die Kartoffel hier noch gar nicht.

So sehe ich denn keine Erklärung, aber doch diese Nudelei als Gleichnis für die Unerkennbarkeit des nudligen Willens. Wir sollen nicht nach dem Ursprung seiner Nudligkeit suchen. Der wird uns immer unerkannt bleiben. Wir Menschen sollen nicht nach seinem Sinne forschen, sondern in tiefem Vertrauen an ES glauben und immerdar mit Bier-und-Spaghetti-Messen unsere Ehre erweisen. So werde denn auch ich mich jetzt aus der Webkirche entfernen und in der heiligen Pastaküche zu seinem Willen sein.

Und so tuet auch ihr!