31.03.2010

Nimms - Leicht - Stuhl statt Beichstuhl - wie es wirklich war

Kräftiger Wind war angesagt. Nee, nicht als Gegenwind von den Katholen vor Ort, sondern vom Wetterbericht. Dazu noch ganztägig Schauer. So sind wir denn auch gutgerüstet und warm angezogen aus der UM Richtung Berlin gestartet.

Und dann geschah das Unfassbare. Unser Gott, das FSM, hat mal kurz gezeigt, wer hier den längsten hat. Ist ja auch keine Kunst bei den vielen nudligen Anhängseln. Weg waren die Wolken und es wurde hell über Berlin.
Ich weiß schon, was böse Zweifler jetzt sagen wollen: Warum sollte das nicht der andere, der alte eifersüchtige Zausel der Katholen, gewesen sein? Nee, war er nicht. Brauchte er nämlich gar nicht. Kein Kathole war auf der Straße. Warum die ne ganze Straße gesperrt haben, war uns schleierhaft. Dort lief nichts, aber auch gar nichts.
Alle saßen brav im Hinterstübchenkaffe und latschten nur mal kurz zu irgendwelchen anderen Sachen rüber zur Kirche.

Naja, ein paar waren doch gelegentlich draußen. So ein Faschingstyp in brauner Kutte z.B., der mich auch prombt  vom Kirchengelände  verwies, als ich dort unsere Einladungen zur Nudelmesse verteilen wollte. So was Unkollegiales aber auch. Schließlich war auch ich Priester. Na, vielleicht hat er mein Piratenoutfit einfach falsch gedeutet.

Trotzdem war dann ne kleine Gruppe Jugendlicher mit Fotoapparaten da und hat uns bei der Messe beobachtet. Aber das habe ich schon alles wo anders beschrieben. Lest mal dort weiter:
http://hpd.de/node/9163

Hier kommen jetzt noch ein paar Bilder, die dort noch nicht drauf sind. Die sind diesmal nicht von mir, sondern vom Harald vom EHBB e.V.





















24.03.2010

Nimms - Leicht - Stuhl statt Beichstuhl
















"Zum Weltjugendtag am 27. März kommt das «Beichtmobil» nach Berlin. Wie das katholische Hilfswerk «Kirche in Not» am Montag mitteilte, wird der fahrende Beichtstuhl, ein umgebauter Mini-Bus, am Ludwigkirchplatz seelsorglichen Rat anbieten und jungen Besuchern die Beichte abnehmen."

Diese Nachricht hat unsere Hilfsbereitschaft geweckt. Vor allem, als sich heraus gestellt hat, diese Aktion ist Teil der Weltjugendtagsfeier der Berliner Diözese.

Klar, die Katholische Kirche ist nicht das, was wir unbedingt mögen. Aber so, wie sie jetzt gerade gebeutelt werden, tun sie selbst uns leid. Also springen wir ihnen mal kurz bei. Obwohl sie doch gerade jegliche Glaubwürdigkeit in Sachen moralische Instanz verspielt haben, bieten sie jungen Besuchern weiterhin seelsorgerischen Rat an. Althergebracht im Dunkel des Beichstuhls soll die jugendliche Seele gerettet werden.


Dabei geht das viel einfacher. In unserem "Nimms Leicht Stuhl" nämlich. Dort kann jeder öffentlich über kleine und größer Sünden berichten und über sie lachen. Hier kann aber auch jeder Platz nehmen und uns über unsere kleinen Sünden befragen. So wird die Moral wieder auf den Kopf gestellt und alle können gemeinsam erfahren: Sünde gibt es nicht, nur Verantwortung vor sich selbst und der Gesellschaft.

Für die meisten jedenfalls. Katholische Würdenträger können natürlich auch in unserem Stuhl Platz nehmen und öffentlich wirkliche Sünden beichten. So geläutert laden wir sie dann herzlich zu unserer öffentlichen Nudelmesse ein.

Wer das gern mit erleben möchte: Der "Nimms-Leicht-Stuhl" steht am 27. März ab 15:00 Uhr am Ludwigkirchsplatz in 10719 Berlin Wilmersdorf. Unsere öffentliche Nudelmesse, zu der wir alle recht herzlich einladen,  wird um 16:00 beginnen.


16.03.2010

Atheisten und Agnostiker sind das Gleiche

Man hält uns Pastafari öfter für Atheisten. Oder auch mal für Agnostiker. Könnte durchaus was dran sein. Schließlich ist unsere oberste Tugend der Zweifel. Wir müssen also immer auch davon ausgehen, nur die grässliche Evolution hat unsere wunderschöne Welt voller Pasta geschaffen.

Nun hat mich ein Christ aufgeklärt, Agnostiker und Atheisten sind das Gleiche. Mir fiel es wie Schuppen von den Augen: Er hat Recht.

Atheisten und Agnostiker, alles eins ohne jeden Unterschied.

Da hat sich nur einer einen Spaß gemacht und sich ein neues Wort ausgedacht. Und weil er nicht wusste, wohin damit, hat er es eben mit zu den Atheisten gepackt.

Das kommt oft vor. Plitsch, platsch, da war es, das neue Wort.

Das bekannteste ist wohl Christen. Das hat sich auch mal einer so ausgedacht. Hört sich zwar ein bisschen hart an, aber auch geheimnisvoll. Warum sich also nicht mal so ein Wort ausdenken. Aber dann ging es ihm genau so wie dem Typen, der sich Agnostiker ausgedacht hat. Er wusste nicht, wohin damit. Bis endlich der rettende Einfall kam. Na ja, so ein toller Einfall war es nun eigentlich auch nicht. Er hat das Wort Christen dann einfach in sein Hobby eingebaut. Er war leidenschaftlicher Angler.
Deshalb nannte er dann alle Fische, die ihm an den Haken gingen, Christen. Weil manche Schussel das nicht so richtig begriffen haben, ist dann dieses falsche, heutige Verständnis von Christen dabei herausgekommen.

Dabei war alles ganz einfach: Christen und Fische am Haken sind das Gleiche.
Worauf man aber mit ein bisschen Überlegung nun auch selbst kommen könnte, ohne die Geschichte oben zu kennen. Die Gemeinsamkeit springt geradezu zwingend ins Auge: Beide hängen an der Leine und wenn sie es nicht schaffen, sich los zu reißen, werden sie nie frei.

PS. Scheinbar ist das im Unterbewusstsein sogar vielen Christen selbst klar. Die geben sich dann durch einen Fisch am Auto zu erkennen.