19.05.2010

Damit Ihr Hoffnung habt

Nun ist er vorbei, der 2. Ökumenische Kirchentag 2010 vom 12. -16. Mai 2010 in München. Gläubige Christen trafen sich, um gemeinsam zu feiern, dass sie in viele Sekten zerfallen sind. Eine merkwürdige Religion. Wie stolz können wir da auf unsere sein. Wer keine Dogmen kennt ist da halt fein raus.

Nun wollen wir aber nicht auf diesem weit verbreiteten Unglauben rumhacken. Sie hatten es ja in letzter Zeit wirklich schwer, die Christens.

Da zeigen zuerst die Evangelen in einer konzentrierten Aktion, dass sie weder weltliche Gesetze achten noch sich selbst an ihre gut klingenden Forderungen zum Umweltschutz halten. War schon ne reife Leistung, wie die kleine,  zierliche Bischöfin da mit ihrem riesigen Phaeton durch die Gegend brauste. Verständnis habe ich aber schon. Wer volltrunken fährt, braucht ne große, schwere Karosse mit ner Riesenknautschzone. Schließlich hat sie diese Umweltsünde wieder dadurch gut gemacht, dass sie  von andern in dieser Hinsicht Zurückhaltung verlangt hat. Na, nun ist sie nicht mehr Bischof, vielleicht reicht nun das Gehalt auch nicht mehr für den Phaeton und so ist die gute Käsmann doch noch umweltbewusst geworden. Den seinen gibts der Herr im Schlaf.

Auch Mixa, der alte katholische Hardliner, ist nicht mehr Bischof. Was nun wieder reineweg eine Schande ist. Nee, nee, nicht dass der nicht mehr Bischof ist, sondern, dass so viele andere katholische wie evangelische Kinderschänder, Mißhandler und Ausbeuter für ihre Taten nicht zur Verantwortung gezogen werden. Immerhin haben sie eindrucksvoll nachgewiesen, christliche Moral ist so ziemlich das letzte, was man als gesamtgesellschaftliche Lösung fordern kann.

Allerdings scheinen das noch nicht alle gemerkt zu haben. Wie liese sich sonst erklären, dass  als "Der junge Priester"  jetzt ein Haßprediger die Verbrennung der Homosexuellen fordert? Wirklich. Er belegt die Notwendigkeit auch noch ganz klar mit dem Wort seines grausamen Gottes. Darf man ihn dann eigentlich Haßprediger nennen? Muss man nicht vielmehr von Haßreligion sprechen?

Oh, ihr alle dort draußen. Ihr alle, die ihr wisst, es geht nicht mit rechten Dingen zu auf Erden, die Natur schafft einfach nicht alles. Möget ihr denn rechten Glauben finden und  nicht den Häscher der Religionen des Hasses verfallen.. Oh ihr alle, die ihr euch auf der Suche befindet, nun seid ihr angekommen.

Feiert mit uns die heilige Nudelmesse!

08.05.2010

Ein feste Burg ist unser Gott

Lange wurde heiß diskutiert um  die Hymne der Christenheit.

War die Melodie wirklich von Luther? Na gut, um die Melodie zu streiten lohnt sich echt nicht. So holprig mögen damals die Ackerwagen gewesen sein und selbst die immer wieder erfolgten Anpassungen und Glättungen haben das Ganze nicht gerade zum Ohrwurm werden lassen. Aber interessant ist es doch schon, zu wissen, ob der alte Hexenjäger, Judenhasser und Bauernfeind da die Hand im Spiel hatte.

Auch das Jahr der Entstehung ist heftig umstritten.

Nun bringen neuste Forschungen des bekannten Historikers Prof. o.D. Dr. nud. Boris Pastanak Licht ins Dunkel. Ihm ist es gelungen, die Erstfassung des Liedes nachzuweisen. Die stammt nicht vom Luther Martin, sondern wurde bereits 1515 vom Vornamensvetter Dr. Martin Nudler veröffentlicht. Womit nun endlich klar ist, die Melodie ist mit Sicherheit nicht vom Tintenfassschmeißer und der Text nur schlecht abgekupfert.

Wir sind stolz, hier als erste den wahren Text veröffentlichen zu dürfen.

Ein bissfest Burg ist unser Gott
Text und Musik: Martin Nudler (1515)

Ein bissfest Burg ist unser Gott
Er braucht nicht Wehr noch Waffen
Zu helfen uns aus aller Not.
Das könn` wir selber schaffen.
Der altersschwache Feind
wird schon von uns beweint
Groß Macht und viel List
Ihm abgegangen ist
Den können wir bald streichen.

Mit unsrer Macht geht’s gut voran
Wird täglich neu geboren
Es streitet für uns jedermann
Dem nicht der Geist verdorben.
Fragst du, wie das ist
Wenn du Selbstdenker bist?
Wenn dir kein Dogma droht?
Dann wirst du selbst zum Gott
Und kannst dein Feld behalten.

Und wenn die Welt voll Götter wär
Und voll mit Priesterlingen
Die können uns schon lang nicht mehr
Das Hirn wie Filz verschlingen
Der Fürst dieser Welt
Wird von uns gestellt
Gottesreiche gibt’s nicht
Wir sind selbst Gericht
könn´selber Urteil fällen

Kein Wort soll unverändert stahn
Entwicklung soll es immer haben
So wills der große Lebensplan .      
Aus unsrem Geist und Gaben
Will wer unsren Leib
Gut, Ehr, Kind und Weib,
Wir gebens nicht hin
Stets ist unser Sinn
Selbstbestimmend zu bleiben.

Was meint ihr? Ich bin felsenfest überzeugt, das ist das Werk eines frühen Pastafari!

04.05.2010

Wir nudeln wieder

Ja, ich bin en bisschen spät dran mit der Ankündigung. Dafür haben wir dann aber was besonderes vor. Die Künstlergruppe, die den Gebetomat entwickelt hat, wird mit Aufnahmegerät dabei sein. Die rasante Ausbreitung unserer einzig wissenschaftlichen Religion hat sie überzeugt, ohne uns ist ihr Projekt unvollkommen. So werden dann auch die Gebete der Pastafari, gesprochen von uns, zukünftig im Gebetomat abrufbar sein.

FSM rules!

Ach ja, die Daten für die Messe brauchts ja noch:

Ort: Mona Lisa, 10247 Berlin Frankfurter Allee 49 (Ecke Samariterstraße)
Datum: Sonnabend, den 08.05.2010
Zeit: 15:00