03.09.2010

Der einzig wahre Gott

Passsend zur im  letzten Post geschilderten Diskussion hat mich Sebastian auf ein Video aufmerksam gemacht.
Danke dafür.


Hier ist es:

02.09.2010

1. Atheistentag in Jena - nun auch ich

Ja, ich weiß, andere waren schon schneller. Sollten sie auch, wer das alles angezettelt hat, soll auch das Recht des ersten Posts haben. :-)


 Schöne wars in Jena. Die haben dort lustige Bockurstbuden oder so was, an deren oberer Kante umlaufend haufenweise Witze standen, sogar mit dem Verfasser gekennzeichnet, was ich bei Witzen noch nie gesehen habe. Glaubt ihr nicht? Direkt an der Hauptstraße vor dem Stadion steht einer. Die Verfasser der Witze hießen Matthäus, Markus, Lukas, Johannes und noch so ein paar Modenamen. Ob die dort ne  spezielle Kindergartengruppe zur Förderung junger Schriftsteller haben und deren Werke immer mal veröffentlichen? Hörte sich jedenfalls so an.

Wir, Elli Spirelli und ich, sind etwas verspätet angekommen und haben so den Anfang der atheistischen Stadtführung verpasst, was wir noch mitgenommen haben war dann prima vorbereitet und locker vorgetragen.
Den Höhepunkt, die Darwinausstellung, mussten wir dann auch wieder auslassen. Wir wollten noch auf den Zeltplatz unser Zelt aufbauen. Da hatten wir nur dieses Zeitfenster, um pünktlich zur Dikussionn mit nem Theologen oder so wieder in der Stadt zu sein.

Der entpuppte sich dann als hochgradiger Fundi, irgendwo zwischen Junger Erde und Intelligent Desing oder beides oder noch mehr. Während sapere aude mit Fakten hantierte, kamen vom IDler hauptsächlich persönliche Erlebnisse. Ja, gelegentlich hat er auch auf Wissenschaftler verwiesen. Wie üblich welche, die nach eingehender wissenschaftlicher Prüfung angeblich zum einzig wahren christlichen Glauben gefunden haben. Sogar die gerade wieder in der Rede befindliche Theorie von Wissenschaftlern, es gäbe gar keine Schwerkraft sonder die wäre nur ein Ergebnis anderer Erscheinungen, führte er an. Allerdings nur, um für sich und seine 6000 Jahre alte Erde die gleiche ernsthaft Prüfung zu fordern wie für die Ohne-Schwerkrafttheorie. Er schien wohl nicht zu wissen, in wie ausreichendem Maße das schon geschehen ist und die junge Erde klar widerlegt wurde.

Mich brachte das auf den Gedanken, einem großen Teil seiner Ausführungen zuzustimmen. Auch der, dass es nur einen wahren Gott geben kann und alle anderen Spinnerei sind. Ich glaube, da fühlte er sich richtig wohl, jedenfalls hat er immer wieder zustimmend genickt. Bis auf den Moment, als ich ihm klar machte, dass nicht sein Jahwezausel sondern unser göttliches FSM die Wahrheit wäre und der Pastafarianismus dem Christentum weit überlegen. Am meisten war er verdutzt, als ich das auch noch klar wissenschaftlich beweisen konnte.

Ich klärte ihn einfach darüber auf, dass es für uns Pastafari schon lange kein Geheimnis mehr ist, Schwerkraft gibts gar nicht.. Wissen wir doch schon längst, nur ES hält uns mit seinen nudligen Anhängseln auf der Erde fest. Was auch klar wissenschaftlich belegt ist. Muss es doch jedem sofort in die Augen springen, nur deshalb werden die Menschen immer größer. Früher, als es noch wenig Menschen gab, hatte ES noch genügend Anhängsel zur Verfügung, um genügend Druck auf jeden Einzelnen auszuüben. Also konnten die nicht so wachsen wie heute, wo unser Monster durch die vielen Menschen immer weniger Anhängsel für jeden hat.
Ein schlagender Beweis, der ihn sichtlich verblüffte. Es kam zu einer kleinen Diskussion, welcher Gott den nun wirklich besser wären. Dann kam sein großer Wurf: Spaghetti hat ja erst Marco Polo mitgebracht, also kann es vorher noch gar kein FSM gegeben haben. :-))
Nicht nur mir hat die "Diskussion" großen Spaß gemacht, den hatten alle. Weshalb dann auch spontan Übertritte zum Pastafaritum erfolgten und für den nächsten Morgen doch noch eine Nudelmesse ins Programm genommen wurde.




Die gabs vor der Exkursion in die Jenar Berge. Wieder in der Öffentlichkeit und unter freudiger Beobachtung.
 
Zu beobachten war dann auch viel auf der geologischen Erkundung. Nur eins hätte ich gern vermieden, den Blick auf Jena von oben. Während am Vortag bei dem Rundgang Jena ein richtig schönes Städtchen war, haben beim Panoramablick die Unmassen von Plattenbauten alles gekippt. Aber schön wars doch.






Vor allem, als wir sowohl im Stein eingeschlossene Muscheln als auch Gipskristall entdeckten. Da hatten sich dann die Mühen des Aufstiegs gelohnt.


Die Fahrt nach Jena sowieso. Deshalb war für uns auch eins klar, diesen Atheistentag muss es auch im nächsten Jahr wieder geben.

Vielleicht schaffen wir dann sogar etwas mehr Beteiligung als die knapp über 20 Leutchen von diesem Jahr.