12.11.2010

Von Sheng Fui zum Pastafarianismus - ein Standortwechsel


Liebe Brüder und Schwestern, Piratinnen und Piraten,

es wird auch euch nicht entgangen sein, wie wahre Gläubige in der heutigen Zeit immer mehr mit Anfeindungen, mit Kritik an ihren heiligen Schriften und, noch viel schlimmer, an ihren Institutionen gedemütigt und verleumdet werden. Unsere Religion, wohl weil sie die einzig wissenschaftliche ist, war bisher davon ausgenommen.

Doch nun hat sich jemand gefunden, der uns in übelster Weise beschimpft, verleumdet und herabsetzt. Dabei scheut er weder vor widerlichsten Verdrehungen und Falschaussagen, noch vor völlig frei erfundenen Behauptungen zurück. Überzeugt euch selbst, was Unglaubliches von uns auf  Sheng Fui behauptet wird. Eine fundamentalistische, menschenverachtende Sekte sollen wir, die einzige Religion in deren Namen noch nie ein Mensch sterben musste, die im Jenseits allen, auch solchen Verleumdern, fast den gleichen Komfort an Biervulkan und Stripperfabrik bietet, sein und zweifelhaft unsere Messen und Taufen.. Eine ungeheuerliche Verdrehung die nicht hinzunehmen ist.

So stellt sich uns die Frage, wie damit umgehen.
Wäre das atheistische Propaganda, müssten wir in üblicher Weise den Katholiken Hitler zum Atheisten  und zum schrecklichen Paradebeispiel atheistischer Menschenverachtung machen.

Wäre das ein Kunstprojekt, müssten wir den Gotteslästurungsparagraphen ins Feld führen. Allerdings müssten wir dann noch durch gezielte Aktionen wie Morddrohungen an den Künstler, versenden von Paketbomben an Zeitungen, die mit ihm zusammen arbeiten oder einfach durch Verbrennung von Sheng-Fui Büchern nachweisen, dass wir in der Lage sind, den öffentlichen Frieden nachhaltig zu stören.

Wäre es ein Gläubiger, der aus Angst um uns Fehler aufzeigt, müssten wir auf die genannten Behauptungen eingehen und sie Stück für Stück widerlegen. Wie er z.B. Fakten verdreht, indem er mein Gewicht mit dem  unseres Proheten Boby Henderson verwechselt, wie er aus dem Copyrightsverzicht sämtlicher FSM-Symbole ein ausbeuterisches Unternehmen macht, aus einer Matchboxsammlung einen Fuhrpark und wie er versucht, die uns im Jenseits erwartende Stirpperfabrik schon ins Diesseits zu holen.

Doch all das trifft, liebe Pastafarianer, nicht auf Lorenz Meyer und seine Spießgesellin zu.
Womit also haben wir es zu tun?

Ich, ganz allein ich, euer euch alle liebender Bruder Spaghettus bin die alleinige Ursache dieser Verleumdungsorgie. 

Nein, ich habe die nicht lanciert, aber ich habe völlig falsch reagiert, als mir Lorenz vor einiger Zeit seine schriftliche Bitte zukommen ließ:


Ich habe dieses doch etwas fehlerhafte und wenig aussagekräftige Schreiben als Kleinkinderwunsch abgetan, ihm seine Bitte verwehrt und dabei nicht erkannt, hier handelt es sich um den Aufschrei einer geschundenen Nudel, völlig hart und kurz vor dem Brechen. 

Ich habe nicht erkannt, hier sucht einer, der den eigenen Weg als Trugschluss erkannt hat, eine wirkliche Heimat, und Kameraden, die nicht nur mit ihm im Sandkasten spielen, sondern ihn mit auf die große Kaperfahrt ins Leben nehmen. Während Lorenz noch denkt, er würde mit dem Verbrennen einer Packung Nudeln unser göttliches Monster provozieren, wissen wir doch längst, sein Unterbewusstsein hat ihn dazu gebracht, IHM auf diese Weise ein Rauchopfer zu bringen.

Deshalb bitte ich euch, ihr mutigen Seeräuber, seid nicht zornig auf diesen armen Fehlgeleiteten, sondern auf mich. Vergebt mir diese eine Unachtsamkeit an unser aller Nudeltopf und stimmt mir zu wenn ich nun sage, auch diese Nudel bekommen wir weich.
Nehmen wir sie in unsere warmen Arme, auf das sie ihre Sprödigkeit verliere, weich und doch nicht zu weich werde und den Genuss finde, den wir schon haben.

Lorenz Meyer, wir geben deinem Wunsch statt und nehmen dich in unsere Reihen auf.
Mögest du, Bruder Lorenzo, in unserer Mitte all das finden, was du bisher entbehren musstest und möge ES dich unter seine nudligen Anhängsel nehmen.

rAmen



05.11.2010

Muss die Bibel verboten werden?

Oh Brüder und Schwestern, Piraten und Seefrauen, wie groß ist doch SEINE Macht und wie mächtig ist unter SEINEM Einfluss auch der unsere, der der Kirche des Fliegenden Spaghetti Monsters Berlin - Brandenburg gewachsen. Nur so ist es zu erklären, wenn kurz nach unserer Aktion "Bibel auf den Index" dieses Thema in den Medien diskutiert und sogar ausgeweitet wird.

Besonders die taz scheint von SEINEN nudligen Anhängseln geführt. Nachdem diese Zeitung schon vor langer Zeit als erstes großes deutsches Blatt  gefordert hatte  Oh Herr, wirf Pasata vom Himmel!schließt sie sich nun unserer Forderung an und erweitert sie sogar:

Muss die Bibel verboten werden?

Für die aktuelle Diskussion über Kopftuch, Burka und Scharia könnte das 11. Kapitel eines Paulus-Briefes von besonderem Interesse sein. VON Micha Brumlik

.....stellt sich nun aber die Frage, ob diese Aussage des Apostels mit den Wertsetzungen des Grundgesetzes vereinbar ist, ob die Briefe des Apostels wie so manche anderen Passagen des Alten und Neuen Testaments nicht verboten werden müssten, und vor allem, was dann noch "christlich-jüdische" Unterfütterung des Grundgesetzes heißen kann.

....Gewiss, als religiöser Verein darf sie [die katholische Kirche] das; aber warum darf der dem Grundgesetz verpflichtete Staat mit derlei Organisationen, die die Gleichberechtigung von Mann und Frau gröblich und systematisch missachten, Verträge schließen und Subventionen vergeben? Verstößt er dabei nicht gegen sein eigenes Antidiskriminierungsgebot?...

Und, allen Ernstes: warum werden die Piusbrüder nicht vom Verfassungsschutz beobachtet, obwohl sie sich doch mindestens so antidemokratisch äußern wie diese oder jene Salafistengruppe?