01.04.2011

Das Wort zum Freitag

Nein, meine Schwestern und Brüder, jetzt wissen wir es, es gab keinen islamistischen Hintergrund bei dem vereitelten Bombenanschlag auf das Dortmunder Stadion. Aber, seien wir ehrlich, hat nicht jeder von uns diese Möglichkeit sofort in Betracht gezogen? Ist es nicht bekannt, dass besonders fehlgeleitete Gläubige einer bestimmten Religion dazu neigen, so der Welt ihren unbedingten Willen zu Friede und Menschlichkeit zu beweisen?
Natürlich wird da immer gleich diese Religion selbst, der Islam, als Ursache genannt. In Koran würden sich eindeutige Verse finden lassen, die zum Dschihad gegen alle Ungläubigen auffordern. Besonders Sure 2, Vers 191: "Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrieben; denn Verführung [zum Unglauben] ist schlimmer als Totschlag. ...“ wird dann zitiert. Wir, tief verwurzelt im einzig wissenschaftlichen Glauben, wissen, Religion darf nicht die Ursache sein. Auch die Bibel hat grausame Verse, die völlig unmissverständlich zum Völkermord aufrufen wie "So zieh nun hin und schlag Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und an allem, was es hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel." (1. Samuel 15,3) Doch hat man in unserer Zeit davon gehört, dass Christen ganze Gebäude und Züge in die Luft sprengen und sich selbst gleich mit? Nein, bis auf mal einen kleinen Mord  oder verbrannte Hexenkinder  sind die doch trotz grausamsten Aussagen in ihrer Lehre weitestgehend friedlich. Ganz klar also, an der Religion liegt es nicht.

Woran aber dann? Die Antwort auf diese Frage ist, zumindest für Deutschland, so offensichtlich dass sie bisher niemand gefunden hat: Es ist ganz einfach logisch. Weil auch wir Pastafari auf Logik stehen, fordere ich euch nun auf, lernen wir von den Muslimen und Christen im Land. Ja, schon klar, die bomben nicht und morden nur selten, aber die machen doch ständig irgendwelchen Rabatz. Bei der Islamkonferenz war gerade wieder von einem Eklat die Rede. Es ist einfach unerhört von islamischen Verbänden zu fordern, gewaltbereite Muslime zu melden. Muslime sind nun mal keinen Denunzianten. Wer hat schon mal in Verbindung mit uns von einem Eklat gehört? Stimmt, von ner Pastafarikonferenz auch nicht. Aber das hat die gleiche Ursache. Wir machen zu wenig Rabatz und Rambazamba.

Auch wir sollten uns streng logisch verhalten und das deutsche Recht so nehmen, wie es ist. Vor allem den § 166 StGB, der da sagt: „Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ 

Ja, richtig, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören. Darauf kommt es an. Aber wer weiß schon, was da geeignet ist? Diese Frage wird immer wieder diskutiert und macht Richtern und Gerichten unnötige Arbeit. Viel einfacher ist es doch, das mit Fakten zu klären. Deshalb, liebe Brüder und Schwestern, ist es nicht nur logisch, sondern sogar noch hilfreich, wenn Religiöse diese Fakten einfach selbst schaffen. 

Wie schon so oft rufe ich euch deshalb nochmals dazu auf: Lernen wir von anderen Religionen.

Sollte noch mal jemand in Deutschland seine Spaghetti nicht al dente kochen und so IHN, unser göttliches Monster, schmähen, dulden wir das nicht länger. Sichern wir diese blasphemische Pasta, bewahren wir sie als Beweismittel auf, tragen wir sie in einem lauten, unangemeldeten Demonstrationszug zur nächsten Polizeiwache. 

Fordern wir eine Pastafarikonferenz, auf der für alle Berufs- und Hobbyköche verbindliche Regelungen festgelegt werden. 

Fordern wir Pastafari in allen Medienbeiräten. Es darf nicht mehr geduldet werden, wenn so viele Kochsendungen ohne unsere moralische Instanz auf Sendung gehen. 

Kurz, fordern auch wir, es mögen sich alle nach uns zu richten haben. 
Null Toleranz mehr, schon gar nicht für Weichkocher!

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