21.04.2011

Das Wort zum Freitag

Prügelnder Jesus


„Die Bibel am Kiosk“ war die Nachricht, die mich letztens auf Radio 1 überrascht hat. Ist es schon so weit mit den Christen, dass sie ihr Heiligstes am Kiosk verramschen? Das war nur mein erster Gedanke, dann musste mich überzeugen lassen, das macht Sinn. Niemand liest die Bibel mehr. Selbst der Herausgeber, so erklärte er im Interview, hätte seit 10 Jahren nicht mehr in den dicken Schinken gesehen. Zeit also, für ein neues Konzept. Bei seinem Vater hat es schon gewirkt, der hätte nun schon alles durchgelesen, fast auf einen Schlag.

Da kann doch nur „Bild“ dran Schuld sein, oder? Die haben die Leute so versaut, dass sie nur noch solche Formate lesen. „Das "Buch der Bücher" wurde in mehr als 500 Arbeitsstunden mit vielfältigen typographischen Einfällen zeitgemäß gestaltet. Markante Kernsätze sind optisch und durch Fotos hervorgehoben, durch grafische Ideen wirken einzelne Wörter wie Bilder. Auf diese Weise solle der Text leichter lesbar werden, so die Herausgeber.“

Damit zarte Gemüter nicht belastet werden, wurde für den Text die weichgespülte Einheitsausgabe verwendet. Gleichzeitig wurde bei der Zeitschriftenbibel das Alte Testament weg gelassen. Wir Pastafari haben Piratenblut und fürchten uns nicht vor krassen Wahrheiten. Deshalb fürchten wir uns auch nicht vor den klaren Aussagen der Lutherbibel. Darauf gestützt sagen wir klar und deutlich:

Das neue Testament ist nicht weniger schrecklich und grausam als das alte.
Jesus griff nicht nur selbst zur Gewalt(1), er war nicht nur familienfeindlich (2), forderte nicht nur bedingungslose Unterwerfung auf Erden(3), er war auch insgesamt grausamer als es der alte Jahwezausel je war. Der hat wenigsten endlich gemordet. Wenn da Schwangeren der Bauch aufgeschlitzt, Kinder an Steinen zerschmettert, Feinde zersägt und in Ziegelöfen verbrannt so wie ganze Völker abgeschlachtet wurden(4), war das schnell vorbei. Jesus, dem Friedensfürsten, war das völlig unzureichend. Er baute die Hölle, die im AT gerade mal so angedeutet wird, zum absoluten Macht- und Drohinstrument aus. Ewigwährende Marter und Folter dort, wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht(5). Was kann grausamer und sadistischer sein?

Fußnoten
(1)
Jesus zog hinauf gen Jerusalem.Und er fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feil hatten, und die Wechsler. Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Ochsen und verschüttete den Wechslern das Geld und stieß die Tische um (Johannes 2,13ff)

(2)
Es ging aber eine große Volksmenge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und seine Mutter und seine Frau und seine Kinder und seine Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein (Lukas 14, 25ff)

(3)
Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir. (Lukas 19,27)

(4)
Samaria wird wüst werden; denn es ist seinem Gott ungehorsam. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihre kleinen Kinder zerschmettert und ihre Schwangeren aufgeschlitzt werden. (Hosea 14,1)

Aber das Volk drinnen führte er heraus und legte sie unter eiserne Sägen und Zacken und eiserne Keile und verbrannte sie in Ziegelöfen. So tat er allen Städten der Kinder Ammon. Da kehrte David und alles Volk wieder gen Jerusalem. (2. Samuel 12,31)

Und sie führten das Heer wider die Midianiter, wie der HERR dem Mose geboten hatte, und erwürgten alles, was männlich war... Und die Kinder Israel nahmen gefangen die Weiber der der Midianiter und ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Güter raubten sie, und verbrannten mit Feuer alle ihre Städte ihrer Wohnung und alle Zeltdörfer... Warum habt ihr die Weiber leben lassen? ...So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die laßt für euch leben. (4.Mose 31ff)

(5)
Schon hält er die Schaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen und den Weizen in seine Scheune zu bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.(Lukas 3,17)


Ich will euch aber zeigen, vor welchem ihr euch fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der, nachdem er getötet hat, auch Macht hat, zu werfen in die Hölle. Ja, ich sage euch, vor dem fürchtet euch. Lukas 12;5

...und wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm;11. und der Rauch ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht (Offenbarung 14, 10ff)

Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit. (Offenbarung 20,10)

Das Wort zum Freitag auf´s Ohr

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