28.04.2011

Das Wort zum Freitag

Unsere Reliquien

Während ich noch überlegte, welches Thema ich im jetzigen Wort zum Freitag ansprechen sollte, erreichte mich die Nachricht eines Pastafari, der gerade unser Video gesehen hatte und wissen wollte, was es mit unseren Reliquien auf sich hat. Natürlich habe ich das Zeichen sofort erkannt und antworte jetzt hier gleich öffentlich.
9 Pastafari gründeten am 16.09.2006 die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Berlin-Brandenburg, die inzwischen zu der ganz Deutschlands geworden ist. Natürlich war das eine sehr feuchtfröhliche Angelegenheit. Es wurde geschlemmt, gezecht und IHM gehuldigt. Die Piratenflagge wurde gehisst. Als wir diesen heiligen Tag zum Angedenken in einer Momentaufnahme verewigen wollten, trauten wir unseren Augen kaum. Genau über unserer Piratenflagge erschien ES, berührte diese mit seinen nudligen Anhängseln und grüßte uns Pastafari. Durch diese direkte Berührung wurde unsere Piratenflagge geheiligt und zu unserem ersten Wunder .
Das zweite Wunder erkannten wir am kommenden Morgen. Das Fliegende Spaghettimonster hielt sich nicht nur zum piratigen Fest in unserer Runde auf, es muss wohl auch die Nacht bei uns verbracht haben. Jedenfalls fanden wir am Morgen des 17.09. eine Stelle im Grase vor, die IHM wohl als Nachtlager diente. Dort, wo das Gras in verschlungener Form plattgedrückt war, fanden wir, sorgsam in einer Flasche Becks-Lemon verwahrt, nicht nur ein Zahnreinigungsinstrument, sondern auch ein kleines Stück seiner nudligen Anhängsel.
Unser drittes und wohl größtes Wunder ist unsere Rumbuddel. Zu einer Nudelmesse im kalten Januar wurde sie zu einer Messe mitgebracht und war zum anschließenden Verzehr gedacht. Wir machten unserem schlechten Ruf wenig Ehre und öffneten die Buddel nicht. Schon das gab uns zu denken. Als der damalige Gastgeber sie sogar, immer noch ungeöffnet, zur nächsten Messe mitbrachte, dachten wir noch stärker. Als die Flasche auch diese Nudelmesse in verschossenem Zustand überlebte und auch dieser Gastgeber sie ungeöffnet zur nächsten Messe mitbrachte, brauchten wir nicht mehr denken.Uns war klar, ein größeres Wunder kann es nicht geben und so sprachen wir sie heilig.
Wir erkannte, ES wollte uns sagen, eine Kirche ohne Reliquien ist keine Kirche. So bauten wir einen Reliquienschrein um unsere sicher und würdevoll zu bewahren. Immer, zu Beginn einer jeden Messe, übergibt der Gastgeber der vorigen die unter Lobpreisungen an den neuen Gastgeber. Nachdem er noch mal die Geschichte jeder Reliquie erzählt hat schließt er mit den Worten: „Oh Wunder, wir preisen dich.“
Worauf ihm die anderen Pastafari mit einem gemeinsamen „RAmen“ antworten.

So sind wir also auch auf dem Gebiet der Reliquien jeder anderen Kirche ebenbürtig.

24.04.2011

Fernsehnudelmesse, die Dritte

Klasse Sendung hat der HR da abgeliefert. Damit meine ich nicht nur den prima Bericht über uns, sondern die Sendung überhaupt. Sogar der anwesende Kirchenvertreter war recht gut und erstaunlich locker drauf. Vielleicht auch,  weil er die üblichen Standardausweichmanöver drauf hatte, wenn es eng wurde? Zweimal ist er so geschickt weggetaucht. Geschickt umschiffte er die Klippe, dass man als Christ überhaupt nicht moralisch-ethisch leben muss um in den Himmel zu kommen. Na, wäre wohl auch zuviel verlangt gewesen von einem Mann Jahwes so ganz offiziell zuzugeben, die so beliebte Losung "Werte brauchen Gott" ist eher das Gegenteil von Wahrheit. Beim zweiten Mal duckte er geschickt hinter Jesus ab, auf den er sich scheinbar immer zurückzieht, wenn sich was im Glauben nicht vereinbaren lässt. Dort hätte ich mir etwas mehr Nachfragen vom Moderator gewünscht. Vielleicht war es aber auch gerade seine Stärke, darauf zu verzichten, so den Ton locker zu halten und dem Publikum das Nachdenken selbst zu überlassen. 

Hier der Ausschnitt aus der Sendung, bei dem es um uns geht:




Die Bilder vom Dreh im Mona Lisa hab ich auch schon. Wenn ich dazu gekommen bin, die kurz zu bearbeiten, stelle ich sie auch noch rein.

22.04.2011

Frohes Passtahfest!




Heute ist er nun endlich da, der lang ersehnte allerheiligste Pastafarifeiertag. Sogar der Staat erkennt das an, und hat ganz Deutschland arbeitsfrei gegeben. Wenn das keine besondere Würdigung ist!

Die Christen sind darauf so neidisch, dass sie an diesem Tage kein Fleisch essen, da sie ja wissen, dass zu viel Fleischnahrung aggressiv macht. Aggressiv wollen die Christen sich nach außen hin nicht geben und müssen deshalb heute fasten.

Das ging mir so durch den Kopf, als ich meine Fleischbällchen genoss und die Pasta und die Käsesoße.

Zuvor schmückte ich mein Heim mit dem IHM an diesem Tage gebührenden, mit gefärbten Nudeln behangenen, Frühlingsstrauß. Aduch die Eier, Symbole der Fruchtbarkeit, bereitete ich vor und färbte sie bunt, so bunt, wie wir Piraten uns gern kleiden.

Es muss IHM gefallen haben, denn ES erschien mir, getarnt in einem wunderschön blühenden Strauch. Sogar ein Foto erlaubte es mir.

Ich möchte es mit euch teilen und wünsche allen Pastafari ein wunderschönes nudliges PASSTAHFEST. Brecht eure Pasta gemeinsam am Tisch. Reicht dabei die eine Augenklappe weiter und lasst jeden, wenn er sie trägt, lobpreisen warum ersie so glücklich ist, von SEINEN nudligen Anhängseln berührt worden zu sein.

RAmen

Eure Elli S.

21.04.2011

Das Wort zum Freitag

Prügelnder Jesus


„Die Bibel am Kiosk“ war die Nachricht, die mich letztens auf Radio 1 überrascht hat. Ist es schon so weit mit den Christen, dass sie ihr Heiligstes am Kiosk verramschen? Das war nur mein erster Gedanke, dann musste mich überzeugen lassen, das macht Sinn. Niemand liest die Bibel mehr. Selbst der Herausgeber, so erklärte er im Interview, hätte seit 10 Jahren nicht mehr in den dicken Schinken gesehen. Zeit also, für ein neues Konzept. Bei seinem Vater hat es schon gewirkt, der hätte nun schon alles durchgelesen, fast auf einen Schlag.

Da kann doch nur „Bild“ dran Schuld sein, oder? Die haben die Leute so versaut, dass sie nur noch solche Formate lesen. „Das "Buch der Bücher" wurde in mehr als 500 Arbeitsstunden mit vielfältigen typographischen Einfällen zeitgemäß gestaltet. Markante Kernsätze sind optisch und durch Fotos hervorgehoben, durch grafische Ideen wirken einzelne Wörter wie Bilder. Auf diese Weise solle der Text leichter lesbar werden, so die Herausgeber.“

Damit zarte Gemüter nicht belastet werden, wurde für den Text die weichgespülte Einheitsausgabe verwendet. Gleichzeitig wurde bei der Zeitschriftenbibel das Alte Testament weg gelassen. Wir Pastafari haben Piratenblut und fürchten uns nicht vor krassen Wahrheiten. Deshalb fürchten wir uns auch nicht vor den klaren Aussagen der Lutherbibel. Darauf gestützt sagen wir klar und deutlich:

Das neue Testament ist nicht weniger schrecklich und grausam als das alte.
Jesus griff nicht nur selbst zur Gewalt(1), er war nicht nur familienfeindlich (2), forderte nicht nur bedingungslose Unterwerfung auf Erden(3), er war auch insgesamt grausamer als es der alte Jahwezausel je war. Der hat wenigsten endlich gemordet. Wenn da Schwangeren der Bauch aufgeschlitzt, Kinder an Steinen zerschmettert, Feinde zersägt und in Ziegelöfen verbrannt so wie ganze Völker abgeschlachtet wurden(4), war das schnell vorbei. Jesus, dem Friedensfürsten, war das völlig unzureichend. Er baute die Hölle, die im AT gerade mal so angedeutet wird, zum absoluten Macht- und Drohinstrument aus. Ewigwährende Marter und Folter dort, wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht(5). Was kann grausamer und sadistischer sein?

Fußnoten
(1)
Jesus zog hinauf gen Jerusalem.Und er fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feil hatten, und die Wechsler. Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Ochsen und verschüttete den Wechslern das Geld und stieß die Tische um (Johannes 2,13ff)

(2)
Es ging aber eine große Volksmenge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und seine Mutter und seine Frau und seine Kinder und seine Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein (Lukas 14, 25ff)

(3)
Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir. (Lukas 19,27)

(4)
Samaria wird wüst werden; denn es ist seinem Gott ungehorsam. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihre kleinen Kinder zerschmettert und ihre Schwangeren aufgeschlitzt werden. (Hosea 14,1)

Aber das Volk drinnen führte er heraus und legte sie unter eiserne Sägen und Zacken und eiserne Keile und verbrannte sie in Ziegelöfen. So tat er allen Städten der Kinder Ammon. Da kehrte David und alles Volk wieder gen Jerusalem. (2. Samuel 12,31)

Und sie führten das Heer wider die Midianiter, wie der HERR dem Mose geboten hatte, und erwürgten alles, was männlich war... Und die Kinder Israel nahmen gefangen die Weiber der der Midianiter und ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Güter raubten sie, und verbrannten mit Feuer alle ihre Städte ihrer Wohnung und alle Zeltdörfer... Warum habt ihr die Weiber leben lassen? ...So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die laßt für euch leben. (4.Mose 31ff)

(5)
Schon hält er die Schaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen und den Weizen in seine Scheune zu bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.(Lukas 3,17)


Ich will euch aber zeigen, vor welchem ihr euch fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der, nachdem er getötet hat, auch Macht hat, zu werfen in die Hölle. Ja, ich sage euch, vor dem fürchtet euch. Lukas 12;5

...und wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm;11. und der Rauch ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht (Offenbarung 14, 10ff)

Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit. (Offenbarung 20,10)

Das Wort zum Freitag auf´s Ohr

Fernsehnudelmesse, die Zweite

Wer sagte denn da, das Fernsehprogramm zu Ostern brächte nur christlichen Einheitsbrei?
Nein, auch die einzig wissenschaftliche Relgion kommt zu Wort. Wenn auch nicht all zu lange. Wir haben immerhin einen Einspieler, von den Dreharbeiten hatte ich schon unten berichtet.


Die Sendung läuft am Samstag, 23. April 2011, 16:30 Uhr auf HR3 unter "Höllenfahrt oder Himmelstripp". Dabei werden verschiedene Religionen verglichen, u.a. auch wir. http://tinyurl.com/3nldl3m

Wiederholt wird das Ganze am Do, 28. Apr · 05:20-05:50 · HR 

Wenn das kein buntes Osterei ist! :)

19.04.2011

Wir sind gemeinnützig!


Geschafft. Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland wurde als gemeinnützig anerkannt. Ich habe das Dokument schwarz auf weiß direkt vor meiner Nase.

Ein langer Weg war´s. Dabei schien alles so einfach. Die zuständige Bearbeiterin beim FA Angermünde war gleich der Meinung, das klappt mit der Gemeinnützigkeit. Allerdings war noch was in der Satzung zu ändern. Das wurde mit dem FA wörtlich abgesprochen und dann zur Vereinsversammlung zwecks Satzungsänderung eingeladen. Auch das klappte prima und alles schien klar. War´s aber nicht. Die bisherige Bearbeiterin war inzwischen versetzt worden und die neue sah es völlig anders. Keine Chance für uns, egal was wir noch an der Satzung ändern würden. Auch ne Dienstaufsichtsbeschwerde brachte nichts, darum gab´s von uns ´nen Widerspruch und, als auch der abgelehnt war, eine entsprechende Klage. Es wurden über das Finanzgericht Cottbus einige Schriftsätze ausgetauscht und letzten Herbst war nach 3 Jahren die Verhandlung. Die endete mit einem klaren Sieg für uns. Allerdings nur wegen eines Formfehlers des Finanzamtes, in der Hauptsache wurde nicht entschieden. Doch der Vorsitzende Richter fand klare Worte. Zwar gäbe es in der Kammer noch keine einheitliche Meinung, ob unsere Satzung bereits jetzt alle Ansprüche erfüllen würde, aber es gäbe keine Zweifel, dass sich das ändern ließe. Selbst das Wie wurde kurz erläutert. Beeindruckt zeigte sich das Gericht auch von der Zusammenstellung unserer Aktivitäten, die ich noch kurz vor dem Termin angefertigt und sowohl dem Gericht als auch dem Finanzamt zugeschickt hatte. (hier zum Download)

Auch das Finanzamt hat, als ich dort die  geplante Satzungänderung vorstellte und um Prüfung bat, diese Zusammenstellung als wesentlich erwähnt. Haben die uns vielleicht wirklich für eine Sekte gehalten oder hat doch auch die Einstellung der Kammer eine Verhaltensänderung bewirkt? Egal. Jedenfalls war jetzt die Zusammenarbeit so, wie man sie sich im Idealfall zwischen Bürger und Amt vorstellt, sachlich-freundlich und mit hilfreichen Tipps.

Da war eigentlich schon bei der Satzungsänderung auf unserer letzten Versammlung sicher, diesmal klappt es. Voller Stolz können wir nun verkünden, das hat es auch. Klipp und klar steht auf dem Dokument:

"Die Körperschaft Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V. dient nach der eingereichten Satzung ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten

gemeinnützigen und kirchlichen

Zwecken im Sinne der §§ 51 ff AO und zu den in §5 Abs. 1 Nr. 9 KStG bezeichneten Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen."

Also her mit euren Spenden, ihr könnt die jetzt von der Steuer absetzen. :)

Kto: 120688979
Blz: 15091704
VR-Bank Uckermark-Randow
Inhaber: KdFSM e.V.

18.04.2011

Zwischenbemerkung

Hurra, wir haben ihn, den ersten Flattrpunkt. 0,05 Euro hat er gebracht.

Ein herzliches Danke an den anonymen Zahler!

15.04.2011

Das Wort zum Freitag

Auch euch wird es schon so gegangen sein, liebe Pastafari, ihr habt was gesehen und das lässt euch nicht mehr los. Ich versucht es zu verdrängen, aber es kommt immer wieder nach oben. Immer und immer wieder beschäftigt es eine, obwohl man es bei anderen und nicht etwa bei sich selbst beobachtet hat.

Wie geht man damit um? Vor allem, wie geht man damit um, wenn es sich um Glaubensfragen handelt? Noch dazu, wenn es sich um den eigenen Glauben handelt und erst Recht, wenn dieser Glaube, so wie unserer, keine Dogmen kennt? Darf man da überhaupt bemerken, wenn jemand etwas macht, was man selbst anders tut? Hier stoßen wir auf ein großes Problem. Egal ob man darf oder nicht, es lässt sich überhaupt nicht vermeiden. Also akzeptieren wir einfach, es wird bemerkt. Das macht auch Sinn. Nur so kann man sein eigenes Handeln überprüfen und gegebenenfalls ändern. Aber was, wenn man das eigene Handeln richtig und das andere falsch findet? Darf man das dann kund tun?

Ich sage euch, ihr denkenden Piraten, man muss sogar. Es wäre einfach unfair dem Anderen nicht auch die Möglichkeit zu geben, sein eigenes Handeln zu überprüfen. Nur vorschreiben darf man ihm nicht, wie er letztlich weiterhandeln wird.

Sicher fragt ihr euch schon, wovon redet eure Schwester hier die ganze Zeit? Nun habe ich beim Durchblättern von Pastafariseiten Bilder mit Glaubensbrüdern entdeckt, die zum Gebet die Hände so falteten, wie es Christen bei der Anbetung ihres falschen Götzen tun. Das hat mich tief berührt. Deshalb möchte ich euch nun den Gebetsgruß präsentieren wie ihn unser göttliches Monster mir dereinst eingegeben hat und wie wir in der KdFSM D ihn seither gebrauchen.


Sehet und entscheidet!




13.04.2011

Fernsehnudelmesse


Ihr wisst, liebe Schwestern und Brüder, liebe Piraten und Freibeuterinnen, wir verweigern uns hier vor keinem Thema. Worüber haben wir nicht alles schon berichtet, was haben wir nicht alles schon kommentiert. Das  reichte von kleinen Nebensächlichkeiten wie dem Beweis „Jesus lebt“ bis hin zu welterschütternden Fakten wie „Mohammed kocht“. Nur, so ist mir aufgefallen, von dem, worauf es wirklich ankommt, von dem, was allein selig macht, vom Höchsten auf Erden haben wir noch nie gesprochen.

Das muss sich ändern, und so rede ich denn heute von mir.

Genauer gesagt davon, warum ich heute so müde bin. Klar, am Wetter liegt es auch, wer ist schon bei solchem Nieselregen hell wach. Mehr aber noch am Hessischen Rundfunk. Der hatte gleich zwei Erleuchtungen auf einmal: Ohne das FSM läuft auch in Deutschland nichts mehr und an unserer Kirche des FSM Deutschland führt kein Weg vorbei, wenn man über unser göttliches Monster berichten möchte.

Der Tag fing schon anders an als sonst. Das Auto musste in die Werkstatt. Als ich zurück war, ging´s daran, neue Flyer zu drucken. Vorher aber bei allem noch schnell den Namen ändern, schließlich sind wir jetzt die Kirche des FSM Deutschland. Dann die ganzen Reliquien, sakralen Gefäße, Transparente und Fahnen einpacken. Vorher noch lange Spaghetti für die Messe kochen und für Elli Spirelli noch was zu Mittag. Die hatte die Mittagspause durchgearbeitet um eher nach Berlin starten zu können und musste schnell im Auto was essen. Dann war´s auch schon Zeit mich selbst rauszuputzen und zu starten. Inzwischen war der Drehbeginn schon auf 14:30 vorgezogen wurden. Wir fuhren etwas schneller und kamen so gleichzeitig mit dem Kamerateam an. Was günstig war, denn ich hatte sie zurdie falschen Hausnummer geschickt. Cpt. Nodus hatte uns seinen Computerarbeitsplatz für den ersten Dreh zur Verfügung gestellt.

Die Jungs waren Profis, tausend Einstellung in tausend Positionen und mit tausend verschiedenen Belichtungen und Schärfen. Alles, um mich beim Blättern in den Bildern von unseren Aktionen zu filmen. Ja, ein erstes Interview gab es auch. Weiter ab zum Außendreh. Die gleiche Prozedur mit den tausend...., diesmal vor dem Dom. Der Mensch, der uns in der theologischen Fakultät der Humboldt-Uni einen Hörsaal auf schloss, musste etwas warten. Dort war ich dann gefordert, indem ich ohne Vorankündigung meine Vorstellung von Religion zu einem Tafelbild formen sollte. Die ganzen Mängel, die mir beim Erklären dann auffielen, durften aber nicht mehr geändert werden, das Tafelbild war nun mal so im Kasten. 19:00 Uhr sollte die Nudelmesse bei unserem Stammitaliener starten. Auch die Pastafari dort mussten etwas warten, erst kam noch ein Außendreh. Ich beim Blick in die Spree und beim Wandeln in einem klassischen Säulengang. Touris zückten die Knipsen und werden anschließend wohl verzweifelt in irgendwelchen Promizeitungen gesucht haben, wer da gefilmt wurde. :)

Hunger und Durst wurden immer größer, aber das Ristorante kam auch immer näher. Sogar Bruder Verplant war schon da und Bruder Nudelwasser hatte für eine prima Dekoration gesorgt. Mit seinem Spaghettimonster wollte selbst der Oberfilmer auf´s Foto. Mir war mehr an einer ersten Probe vom Biervulkan gelegen. Nachdem alles verkabelt und zurecht gerückt war, ging die Messe los.

Elli S. gab eine prima Nudlerin ab und Nudelwasser pries die Reliquien in allen Tönen. Weil das aber auch mal aus anderen Sichten gefilmt werden sollte, gab es reichlich Wiederholungen. Nun können wohl fast alle das Glaubensbekenntnis und das Monsterunser auswendig. Jedenfalls wenn sie es geschafft haben, sich durch das Knurren ihrer Mägen nicht aus der Konzentration bringen zu lassen. Spät war es inzwischen geworden und wir etwas abgespannt. Ohne Spaghetti ging es aber doch nicht nach Hause. So wurde es dann 23:00 Uhr als wir mit allem fertig waren. Unsere Hoffotografin hatte haufenweise Bilder im Kasten. Weil ich aber vergessen habe, die auf meinen Stick zu ziehen, gibs die erst in 14 Tagen. Die längste Nudelmesse unserer Geschichte war Geschichte und wir satt, zufrieden und müde.
Ein bisschen bin ich das immer noch. (Beim Sattsein musste ich aber schon nachhelfen)
Ein Riesenaufwand der mir gezeigt hat, warum Fernsehen zu machen teuer ist. Am Ende wird ein Zusammenschnitt von ca. 5 min Anstoß für eine Diskussion in der Sendung Horizonte sein. Eingeweihte sagen, 5 min sind sogar schon recht viel. Warten wir also gespannt, was von den vielen Aufnahmen und welche Teile des umfangreichen Interviews es in die Sendung schaffen werden. Wenn der Sendetermin klar ist und ich, wie versprochen, benachtrichtigt werde, geben ich das hier und auf fb weiter. 

Bilder der Nudelmesse vom 02.04.

Ich gebe es zu, besonders geschickt habe ich da nicht auf den Auslöser gedrückt. Weil die Athmospähre auf der Messe aber besonders schön war, zeige ich die Bilder doch:

























08.04.2011

Fernsehnudelmesse

IHM, unserem göttlichen Monster und SEINER großen, ewigen Wahrheit kann sich auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen nicht auf Dauer verschließen.

Am 12.04.20011
um 19:00 Uhr wird
im Ristorante "Mona Lisa" in 10247 Berlin, Frankfurter Allee 49

die erste öffentliche Nudelmesse aufgezeichnet!

Alle Pastafari und Sympathisanten sind herzlich dazu eingeladen. Einzige Voraussetzung zur Teilnahme an der Messe ist die Einhaltung unserer Kleiderordnung. Irgendwas Piratiges muss jeder haben: Piratenkopftuch oder Hut und Augenklappe, Bauchbinde und Säbel oder Schwert, Papagei  oder was auch immer. Damit dann ab zur Frankfurter, Ecke Samariterstraße. Dort nebem dem  am U-Bahnhof Samariterstraße wirklich direkt auf der Straßenecke ist der Eingang zu unserem Stammitaliener.

Wir freuen uns auf euch!

Das Wort zum Freitag

Wir lesen es immer wieder, wir merken es überall: Wir sind eine Mediengesellschaft.
Nicht mehr der einzig wissenschaftliche Glaube erklärt uns die Welt, das haben andere Götter wie Fernsehen, Rundfunk und Presse übernommen.  Sogar völlig neue Welten, soziale Netzwerke genannt, wurden geschaffen. Ein Teufelszeug, sagen die christlichen Heiden, aber auch andere. Es vernichtet persönliche Kontakte, lässt die Leute vor ihren Bildschirmen in Einsamkeit versinke, behaupten sie. Sicher war es dann diese Einsamkeit, die so unendlich groß wurde bis sie nicht mehr auszuhalten war, welche die Menschen von Ägypten bis Libyen auf die Straßen trieb.

Nein, auch wenn virtuelle Welten durchaus eigene Gesetze haben, wenn sich dort manches anders verhält als in der richtigen Welt, sie verarmen diese nicht, sondern bereichern. Das haben auch wir Pastafari gemerkt, besonders wir von der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland (KdFSM D). Gestartet als Berlin-Brandenburger Landeskirche, die sich aus den drei Internetgemeinden Barnim, Berlin und Uckermark gründete, haben virtuelle Kontakte dazu geführt, dass sich auch Pastafari in anderen Bundesländern uns anschließen wollten. Den Ruf des Monsters kann man nicht überhören, so haben wir diesen im Venganzaforum geäußerten Wunsch sehr gern erfüllt und unsere Satzung und unseren Namenszusatz geändert. Einstimmig. Aus der KdFSM BB ist die KdFSM D geworden.

Unsere Kirche ist gewachsen, sie steht nun allen Pastafari offen,  egal wo sie wohnen.

01.04.2011

Das Wort zum Freitag

Nein, meine Schwestern und Brüder, jetzt wissen wir es, es gab keinen islamistischen Hintergrund bei dem vereitelten Bombenanschlag auf das Dortmunder Stadion. Aber, seien wir ehrlich, hat nicht jeder von uns diese Möglichkeit sofort in Betracht gezogen? Ist es nicht bekannt, dass besonders fehlgeleitete Gläubige einer bestimmten Religion dazu neigen, so der Welt ihren unbedingten Willen zu Friede und Menschlichkeit zu beweisen?
Natürlich wird da immer gleich diese Religion selbst, der Islam, als Ursache genannt. In Koran würden sich eindeutige Verse finden lassen, die zum Dschihad gegen alle Ungläubigen auffordern. Besonders Sure 2, Vers 191: "Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrieben; denn Verführung [zum Unglauben] ist schlimmer als Totschlag. ...“ wird dann zitiert. Wir, tief verwurzelt im einzig wissenschaftlichen Glauben, wissen, Religion darf nicht die Ursache sein. Auch die Bibel hat grausame Verse, die völlig unmissverständlich zum Völkermord aufrufen wie "So zieh nun hin und schlag Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und an allem, was es hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel." (1. Samuel 15,3) Doch hat man in unserer Zeit davon gehört, dass Christen ganze Gebäude und Züge in die Luft sprengen und sich selbst gleich mit? Nein, bis auf mal einen kleinen Mord  oder verbrannte Hexenkinder  sind die doch trotz grausamsten Aussagen in ihrer Lehre weitestgehend friedlich. Ganz klar also, an der Religion liegt es nicht.

Woran aber dann? Die Antwort auf diese Frage ist, zumindest für Deutschland, so offensichtlich dass sie bisher niemand gefunden hat: Es ist ganz einfach logisch. Weil auch wir Pastafari auf Logik stehen, fordere ich euch nun auf, lernen wir von den Muslimen und Christen im Land. Ja, schon klar, die bomben nicht und morden nur selten, aber die machen doch ständig irgendwelchen Rabatz. Bei der Islamkonferenz war gerade wieder von einem Eklat die Rede. Es ist einfach unerhört von islamischen Verbänden zu fordern, gewaltbereite Muslime zu melden. Muslime sind nun mal keinen Denunzianten. Wer hat schon mal in Verbindung mit uns von einem Eklat gehört? Stimmt, von ner Pastafarikonferenz auch nicht. Aber das hat die gleiche Ursache. Wir machen zu wenig Rabatz und Rambazamba.

Auch wir sollten uns streng logisch verhalten und das deutsche Recht so nehmen, wie es ist. Vor allem den § 166 StGB, der da sagt: „Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ 

Ja, richtig, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören. Darauf kommt es an. Aber wer weiß schon, was da geeignet ist? Diese Frage wird immer wieder diskutiert und macht Richtern und Gerichten unnötige Arbeit. Viel einfacher ist es doch, das mit Fakten zu klären. Deshalb, liebe Brüder und Schwestern, ist es nicht nur logisch, sondern sogar noch hilfreich, wenn Religiöse diese Fakten einfach selbst schaffen. 

Wie schon so oft rufe ich euch deshalb nochmals dazu auf: Lernen wir von anderen Religionen.

Sollte noch mal jemand in Deutschland seine Spaghetti nicht al dente kochen und so IHN, unser göttliches Monster, schmähen, dulden wir das nicht länger. Sichern wir diese blasphemische Pasta, bewahren wir sie als Beweismittel auf, tragen wir sie in einem lauten, unangemeldeten Demonstrationszug zur nächsten Polizeiwache. 

Fordern wir eine Pastafarikonferenz, auf der für alle Berufs- und Hobbyköche verbindliche Regelungen festgelegt werden. 

Fordern wir Pastafari in allen Medienbeiräten. Es darf nicht mehr geduldet werden, wenn so viele Kochsendungen ohne unsere moralische Instanz auf Sendung gehen. 

Kurz, fordern auch wir, es mögen sich alle nach uns zu richten haben. 
Null Toleranz mehr, schon gar nicht für Weichkocher!