29.09.2011

Das Wort zum Freitag


Vom rechten Gruß

Heute auf dem Weg zur Arbeit kam mir ein kleines Mädchen auf dem Rad entgegen. Es grüßte mich mit einem netten "Hallo". Das ist mir bei kleineren Kindern in letzter Zeit öfter passiert. Ein "Guten Tag" bekommt man hingegen selten zu hören. Geht ihnen vielleicht schwerer über die Lippen?! Oder ist das der Gruß der neuen Zeit?!
Schwester Gelolini beklagte sich einmal, dass sie das "Hallo" furchtbar findet. Fast jeder benutzt es heute als Gruß, unpersönlich hingehaucht. Sie empfand es als Missachtung, Abwertung, dem "Guten Tag" nicht das Wasser reichend.
Ich dachte darüber nach und musste ihr irgendwie recht geben. Ich grüße in meinem täglichen Umfeld Leute, die ich nicht besonders mag, auch gern mit so einem nichts sagenden "Hallo". Andererseits fällt das "Hallo" bei mir aber auch ganz anders aus. Es kann Freude rüberbringen, auch Überraschung oder ich setze es als kurzen Gruß ein, wenn mir die Alternative einfach zu förmlich erscheint, wie oft bei guten Freunden.
Mein allerliebster Lieblingsgruß ist aber immer noch ein fröhliches "Arrrgh". Leider hört man diesen Gruß im Vergleich zu den beiden anderen sehr sehr selten.
Ich werde von morgen an damit beginnen, jeden Freitag diesen Gruß zu benutzen, na jedenfalls so oft es geht.
Wer macht mit? fragt eure 

23.09.2011

Das Fliegende Spaghettimonster, der Papst, der Hitler und Heiliger Stuhl

Heute ist sie ein Thema in allen Medien: Die Demo des Bündnisses "Der Papst kommt". Viel zu wenig zwar im Vergleich zur Papsthofberichtserstattung der meisten, aber niemand konnte sie völlig weglassen. Zu mächtig war sie nach anfänglich dezentem Start später doch noch geworden. Wohl um die 15000 Leute waren es am Ende. Einen schönen Bericht gibt es hier. Weitere werden folgen. Deshalb möchte ich  jetzt nicht so sehr von der Demo erzählen, sondern einfach mal von dem, was wir selbst an diesem Tag erlebten. 

Eigentlich begann es schon am Abend zuvor. Die gbs hatte eine Buchlesung organisiert. Bei dem Thema "Heilige Scheisse: die Hand Gottes kommt" durften wir einfach nicht fehlen. Beide Bücher wurden interessant präsentiert und sind durchaus zu empfehlen. Besonders wer sich von dem etwas deftigen Titel "Heilige Scheiße" abhalten lässt, dieses Buch zu lesen, macht wohl einen großen Fehler. Wer es hingegen gern noch deftiger mag konnte sich reichlich mit Heiligem Stuhl eindecken. :))



Eins wurde schon an diesem Abend klar. Die Demo und die Veranstaltungen im Umfeld waren nicht nur eine Gelegenheit, seine Meinung passend zum Ausdruck zu bringen, sondern auch eine, alte Freunde wieder zu sehen und neue kennen zu lernen. Plötzlich waren da Gesichter, die man sonst nur aus Facebook kannte. Es war also genau so, wie wir Pastafari das am liebsten mögen: Ein ernstes Anliegen mit viel Freude verbinden. 

Aber auch ganz neue Kontakte kamen zustande. Der mit dem Freibeuter Oskar war wohl der bedeutendste. Der hatte die tolle Idee, mit uns ein wirklich fliegendes Spaghettimonster zu bauen. Schon 10:00 morgens trafen wir uns, um die ersten Ballons zu bemalen. Zwei große, die Fleischbällchen, waren mit Helium gefüllt und sollten die andern mit tragen. Gemalt wurde auf offener Straße direkt vor dem Ballongeschäft. 


Als die Farbe wieder trocken war gings an  das Zusammenbauen. In einer stillen Ecke am Potsdamer Platz klappte das ganz gut. Wir waren richtig stolz, als unser Monster planmäßig vom Boden abhob. 



Als wir fertig waren, ging es direkt auf den Platz. Dort wurden wir sofort massenhaft fotografiert und gefilmt. Wir werden wohl auf einigen Videos zu sehen sein wie hier, da und dort. Auch im lifestream waren wir zu sehen und selbst das Kirchenradio hat von uns Notiz genommen. Auch interviewt wurden wir reichlich. Jeder von uns war mal dran, die meisten mehrmals. Freunde, die uns begrüßen wollten, hatten zunächst kaum ein Chance so waren wir von Medienvertretern umringt. 


Auch die ARD wollte uns unbedingt. Wir wurden zu einer kurzen Liveschaltung gebeten, bei der wir auch ein Statement abgeben sollten. Gemeinsam mit den Heimkindern und ihrer Nonne sowie Vertretern der schwul-lesbischen Gruppen wurden wir im Halbkreis aufgestellt und warteten auf die Direktschaltung. ...und warteten...und warteten...und warteten. Als die dann endlich kam, kam aber nur der Moderator zu Wort. Wir waren lediglich Hintergrund für seine Worte. Ein schöner Anschiss und haufenweise verschwendete Lebenszeit, wie ein alter Freund von mir in solchen Momenten zu sagen pflegt. Vielleicht war ich selbst dran schuld. Als mich eine Reporterin des ARD im Vorfeld mit Kameramann befragte, warum wir an der Demo teilnehmen, war ihr sofort an der Gesichtsentgleisung anzusehen, die Antwort passte ihr nicht: "Wir sind hier, weil wir dagegen sind, dass dem letzten Diktator Europas, dem Oberhaupt des einzigen Staates hier, der immer noch nicht die Menschenrechte anerkannt hat, die Gelegenheit gegeben wird, im Bundestag zu reden". 
Vielleicht war aber auch ein Vertreter der Heimkinder schuld, der sich in der Wartezeit beschwerte, dass die ARD zum Hofberichtssender des Papstes verkommen wäre. Kommentar des ARD-Reporters: "Wir sind doch auch hier". Stimmt, aber was sind die ca. 30 sec. Liveschaltung von der Demo gegen die stundenlange Hofierung des Papstes.

Die Warterei ging weiter, diesmal auf den Start der Demo. Die Polizei hatte "vergessen" rechtzeitig die Straße zu sperren, auf der die Demowagen von ihrem Stellplatz zum Potsdamer Platz kommen sollten. Dadurch war aber genug Zeit, sich mal umzusehen, wer noch so auf dem Platz war. Das waren einige. Freunde aus anderen Städten, andere Pastafari, auch Facebookfreunde, mit denen es hier zum "Erstkontakt" kam. Aber auch allerhand Prominenz. 



Mina Ahadi, die Vorsitzende des Zentralrats der Exmuslime und



Michael Schmidt-Salomon, Vorstandsprecher der Giordano-Bruno Stiftung
beide die Schlussredner der Demo, waren da und jede Menge Päpste. Einer kam sogar frisch aus dem Polizeiarrest. Was wohl daran lag, dass er nicht alleine unterwegs war sondern den Herrn an der Seite hatte, dem die Kirche erst zur Macht verholfen, anschließend wunderbar mit ihm zusammengearbeitet und später, als  der große Diktator schon den Geist aufgegeben hatte, immerhin seine Getreuen über die Rattenlinie ins sichere Ausland gebracht hatte. Warum die Polizei diesen Herrn Adolf Hitler nicht leiden konnte, ist mir ein Rätsel. Der war doch richtig zum Ankuscheln. 



Endlich ging dann die Demo los und es kam untwegs massenweise zu interessanten Gesprächen wie mit Inge Denker. Deren Mann war selbst Opfer von "Übergriffen" kirchlicher Herren, was sie beeindruckend verarbeitet hat.


Wir waren schon so lange unterwegs, für die Abschlusskundgebung reichte unser Stehvermögen nicht mehr. Aber irgendwie wollten wir den Abend doch noch ausklingen lassen. Weil der Hunger auf gute Pasta inzwischen ziemlich groß war, gings, wen wundert es, mal wieder zu unserem Stammitaliener. Ein schöner Abschluss für einen schönen Tag und eine Sache, die ganz sicher etwas Bewegung in das Denken und Handeln vieler gebracht hat.

22.09.2011

Das Wort zum Freitag

heute ein Gastbeitrag von Chris Hüppmeier vom Hitradio FFH und das sogar mit Vorwort. :)




Na, war jetzt jemand an einer Stelle erstaunt? Wer findet den einen Fehler im Kommentar des Reporters?

19.09.2011

Keine Macht den Dogmen

....das könnte doch glatt ein Motto von uns sein, stimmts? Ist es aber nicht sondern das der Papstbegrüßungsdemo des Bündnissses "Der Papst kommt" die am 22. 09. 2011 in Berlin um 16:00 Uhr auf dem Potsdamer Platz startet. 

Eine Demo, die einiges kostet. Deshalb hat das Bündnis eine Spendenaktion angesetzt. Läuft noch nicht so richtig, wahrscheinlich ist bei den meisten die Kriegskassse ähnlich leer wie bei uns.

Nun hatten wir aber großes Glück. Nach unserer letzten Nudelmesse hat ein unbekannter Gönner tatsächlich die Miete für den Kinoraum in der Z-Bar übernommen. Die Jungs dort wollten aber trotz heftigster Gewaltandrohung nicht damit raus rücken, wer der Spender war. 

Von uns jedenfalls ein riesiges Dankeschön! Ich hoffe, es ist ganz in deinem Sinne, edler Gönner, wenn wir diese 50,- Euro nun an in die Kriegskasse des Bündnisses legen. Elli S. und ich haben auch noch mal einen kleinen Beitrag aus dem privaten Kaperanteil dazugelegt. Wer uns nachtun möchte, hier noch mal der Link zur Spende: http://www.helpedia.de/spenden-aktionen/derpapstkommt .

Wer eher Lust hat, mit unserer kleinen, aber tapferen Piratencrew mitzulaufen, sollte sich gegen 15:30 in der Nähe des Wagens 7 einfinden (HVD). Ein paar von uns treffen sich schon vorher und helfen Oskar, einem mutigen Freibeuter, ein wirklich fliegendes Spaghettimonster aus Bastelluftballons zu bauen. Das soll so groß werden, dass uns jeder gut findet. Unser großes Transparent haben wir natürlich, genau wie unser Kuschelmonster und ein Papstplakat, auch mit dabei.

Später wollen wir uns dann immer mal wieder zurückfallen lassen und so mal an allen Wagen schnuppern.
Also rein in die in Berlin jetzt total hippen Piratenklamoten und zu uns gestoßen. ;)

18.09.2011

Talk Like A Pirate Day


Morgen ist es wieder so weit Wie in jedem Jahr wird am 19. September einer der großen Feiertage der Pastafari, der Talk Like A Pirate Day, gefeiert. 

Unser Prophet meint, dieser Tag ist eine prima Gelegenheit für alle Pastafari, ihre Wurzeln zu feiern. Wir sollen uns auf die Suche nach Weibern und Grog machen und dabei die Missionarsarbeit nicht vergessen, für die dieser Tag eine gute Gelegenheit bietet, da Grog selbst den hartleibigsten Geist erweicht und die Menschen für alternative Angebote öffnet. Es wird geschätzt, dass etwa die Hälfte der jährlichen Bekehrungen zur Kirche des FSM an diesem Tag stattfinden.

Also ran an die Massen. Machen wir es den Berliner Piraten nach, die heute im kühnen Handstreich das Abgeordnetenhaus gekapert haben. :)))

Am besten dürfte das wohl klappen, wenn man die so herrlich unkomplizierte und direkte Sprache der Piraten  bestmöglichst zur Überzeugungsarbeit nutzt. Wer nicht sicher ist, wie er das machen soll, findet hier Hilfe. Modernere Piraten, die auf Technik mit der rechten Software setzen, finden hier und hier etwas.

Wie bei jeder Kaperfahrt ist es aber auch überaus wichtig, nicht auf die rein zu fallen, die unter falscher Flagge segeln, die sich äußerlich als wahre, brave Piraten zeigen, aber in Wahrheit nur mit wirren Lehren versuchen, diese vom rechten Kurs abzubringen. Also Augen und Hirn auf, wenn ihr so etwas seht:

15.09.2011

Das Wort zum Freitag

Der Papst kommt - Eine Predigt

gehalten von Bruder Spaghettus auf der Nudelmesse zur vorzeitigen Begrüßung des Papstes am 27. August 2011 in der Z-Bar in Berlin Mitte.

Ihr habt es so gewollt, tapfere Freibeuter und umwerfende Piratinen. Als Video hattet ihr euch das Wort zum Freitag gelegentlich gewünscht. Ich habe mich tüchtig ins Zeug gelegt und ne ganz, ganz lange Predigt gehalten. Sogar Youtube hat mitgespielt und mir erlaubt, Videos von mehr als 15min Länge hochzuladen. Ich habe es auf zwanzig gebracht.
Wenn ihr diese Predigt jetzt sehen könnt, habt ihr das einzig und allein Nic zu verdanken, der sie aufgenommen hat. Wer sich genervt fühlt, Beschwerden also bitte an ihn. ;)

10.09.2011

Pastafari - in Bayern verfolgte Glaubensgemeinschaft?


Was tut ein Bürger, wenn sein Personalausweis  in wenigen Wochen abläuft? Richtig: Er geht ins Rathaus und beantragt einen neuen Ausweis. Das sagt ihm das "Gesetz über Personalausweise und den elektronischen Identitätsnachweis - PAuswG"

Vorher muss der Bürger allerdings zum Fotografen, und ein neues biometrisches Passbild anfertigen lassen. "Kein Problem", denkt sich ein strenggläubiger Pastafari von der Kirche des Fliegendes Spaghettimonster (FSM) Deutschland, Frank Heinze aus Erlangen, " Ich brauche ´eh neue Bilder. Habe mir doch gerade einen wunderschönen neuen Piratenhut gekauft. SEINER Nudeligkeit zu Ehren." Also Piratenhut aufgesetzt und ab zum Fotografen. Die Fotografin schaut auf die offizielle Fotomustertafel, dort liest sie: "Kopfbedeckungen sind grundsätzlich nicht erlaubt. Ausnahmen sind insbesondere aus religiösen Gründen zulässig. In diesem Fall gilt: Das Gesicht muss von der unteren Kinnkante bis zur Stirn erkennbar sein. Es dürfen keine Schatten auf dem Gesicht entstehen." 

Pastafari Heinze, der in der Gemeinde auch als "Bruder al dente" bekannt ist, muss sich also wegen der Verschattung noch die Krempe des Piratendreispitz aus der Stirn schieben. Sieht nun zwar scheisse aus, no worrys, schliesslich ist SEINE Nudeligkeit aber auch nicht so eitel. Steht ja schon im ersten Gebot. Nach einer Stunde hält Bruder al dente die wirklich schön gewordenen Passbilder in den Händen.
"Auf ins Rathaus! ARRRHH!", so seine Huldigung an die Pflichten des in wenigen Tagen stattfindenden Festtages „Sprich-wie-ein-Pirat-Tag“.

Unterwegs traf er noch einen säkularen Glaubensfreund, der gerade nichts weiter vorhatte und ihn zum Amtsgang begleitete. 
Im Bürgeramt war er nach kaum zehn Minuten Wartezeit an der Reihe, nahm Platz vor dem Sachbearbeiter und unterbreitete seine Wunsch nach einem neuen Personalausweis. Dann übergab er die Passbilder. Der Angestellte bemängelte: "Keine Kopfbedeckung erlaubt!", woraufhin Pastafari Heinze auf die religiöse Notwendigkeit des Tragens eines Piratenhutes verwies, wie es im Evangelium 
des Propheten niedergelegt ist. Einen entsprechenden Bescheid seines geistlichen Führers, Bruder Spaghettus, habe er dabei. Er habe sich auch extra einen neuen Hut gekauft. Sogar einen Bescheid des Finanzamtes, nach dem die Körperschaft von der Kirche des Fliegendes Spaghettimonster (FSM) Deutschland e.V. zu religiösen Zwecken anerkannt sei, könne er vorlegen.

Der Angestellte musste erst schlucken und dann mit seinem Vorgesetzten telefonieren. Dann wurde Pastafari Heinze eine Stock höher, ins Büro des Vorgesetzten gebeten. 

Dieser Herr sagte, Heinze möge doch einen formlosen Antrag stellen, er bekäme dann Bescheid. Ausserdem kenne er, der Beamte, diese Religion nicht. Und in Bayern sei sie auch nicht als Kirche zugelassen. So würde es in seinem Ermessensspielraum liegen, den Antrag abzulehnen. Auch müsse man das Ministerium in München informieren. Pastafari Heinze verwies auf den Gesetzestext, der weder die Organisationsform einer anerkannte Religionsgemeinschaft, noch irgendwelche Bekanntheitsgrade verlangt, sondern lediglich " religiösen Gründe" zugrunde legt. Auf die Frage, ob Frauen mit Kopftüchern oder Männer mit Turbanen auch abgewiesen werden, wollte der Beamte allerdings nicht eingehen. Auch ein Hinweis auf die unlängst in Österreich und Deutschland bekanntgewordenen Fälle, in denen Pastafaris ihre Dokumente ausgehändigt bekamen, konnte ihn nicht umstimmen. Hartnäckiges Insistieren seitens des Gläubigen brachte ihn wenigstens dazu, eine korrekte Antragsaufnahme zuzulassen. "ARRRGGGHH!", so Heinzes Kommentar beim Verlassen der Amtsstube.

Heinze und sein Begleiter gingen daraufhin wieder zurück zum Sachbearbeiter, der freundlich alle notwendigen Papiere ausfüllte, kopierte und bearbeitete. Alle Quittungen wurden übergeben, die Pastafaris verabschiedeten sich nach einer Stunde mit einem "Schönen Feierabend!" und warten nun auf den neuen Personalausweis. Bei dem österreichische Glaubensbruder Nico Alm dauerte es drei Jahre, bei Bruder Spaghettus aus der Uckermark knapp drei Wochen. Aber wir sind hier in Bayern, da werden wir es in 3 Tagen schaffen. Es sei denn, die Postkutsche nach München wird überfallen. AAARRRRGGGHHH! ;-)

08.09.2011

Das Wort zum Freitag

Manchmal,

liebe Schwestern und Brüder,

manchmal ist es einfach weiser, nichts zu sagen.


Manchmal ist es einfach richtig


Urlaub zu machen.
 :)))

02.09.2011

Neue Kirchen braucht das Land


....und der Anfang ist in Deutschland bereits gemacht.  

RigaToni und Agnolotti haben es uns allen vorgemacht. Damit wir, ja auch ich werde auf meinem Grundstück eine Kirche weihen, alle das nachmachen können, gebe ich hier die Anleitung für den Bau des Zeichens unseres FSM, das jedes Gebäude erst zur Kirche macht, hier weiter, wie es mir RigaToni beschrieben hat:



"Das Logo habe ich aus der Wikipedia.






 Die dortige Bitmap habe ich mit gimp in einen Pfad verwandelt (um statt einer schwarzen Fläche eine sinnvoller druckbare von schwarzen Linien begrenzte Fläche zu erhalten). Dann habe ich das größte Stück Sperrholz, das ich herumliegen hatte, vermessen, die Bitmap auf die entsprechende Größe skaliert und dann mit Hilfe von PosteRazor in eine PDF-Datei umgewandelt, die sich auf ganz normale A4-Blätter ausdrucken und dann zu dem Logo zusammensetzen lässt. Ich lege diese PDF-Datei bei.



 Die nächsten Schritte waren: ausdrucken, die Blätter aufs Sperrholz kleben, mit der Laubsäge ausschneiden, Papier wieder abziehen, anstreichen, mit Hilfe von Knauf-Decken-Abhäng-Stahlbefestigungs-Dingern an die Wand schrauben."


Aus der Datei werden 10 A4Blätter, die ihr in zwei Reihen übereinander auf das Material kleben müsst. Wenn ihr Sperrholz nehmt, muss das nach dem Ausschneiden erst gründlich versiegelt werden, sonst lösen sich die Schichten. Natürlich kann man auch anderes Material, wie Plaste oder so nehmen. Als Leim geht Tapetenleim ganz gut, da lässt sich das Papier nach dem sägen gut ablösen.

Also ladet euch die pdf runter und ran ans basteln. Wer schickt mir das nächste Bild von einer neuen Kirche des FSM?

01.09.2011

Das Wort zum Freitag

 Missionswerk



Verehrte Schwestern, liebe Brüder, bekehrenswerte Heiden.

Ja, ihr alle, die ihr den falschen Götzen nachrennt oder gar, völlig ohne Gott und somit ohne Werte völlig wertlos im Leben steht, ihr sollt heute bekehrt werden.

Kommt mir da nicht mit Glaubensfreiheit. Wer hier her klickt, dem muss klar sein, worum es hier geht:  Mission.

Leider ist die heute nicht mehr so unbeschwert möglich wie in Zeiten, als Christentum und Islam sich auf ganz einfache Weise massenweise Gläubige verschafften: Mit dem Schwert.
Das wurde den Männern einfach an den Hals gelegt und sie gefragt:
Willst du glauben oder dranglauben?
Nur Männern? Klar, Frauen haben da doch oft bis heute nichts zu sagen und nur das zu tun, was ihre Gebieter wollen.

Aber wir können auch ohne Schwert, denn wir haben so leicht nachvollziehbare Gründe und Argumente, denen sich kein offener Geist, der das Gute fördern und das Schlechte bekämpfen will, verschließen kann:


1. Wir sind die einzig  wissenschaftliche Religion, denn wir kennen keine Dogmen sondern sind dem Zweifel verpflichtet. Letztendlich sogar, Monster möge es verhüten, dem an IHM selbst.


2.Wir sind aber auch die ehrlichste aller Religionen. Wir geben als einzige zu, was andere zu vertuschen suchen und sogar wider besseres Wissen bestreiten: Unser Gott ist ein Monster.
    
3. Wir haben keine Gebote, nur Anregungen. Davon auch nicht 10 sondern nur 8 „Am liebsten wäre mirs“
Die sind nicht nur mangels Masse, sondern vor allem dank Klasse den 10 Geboten weit überlegen.


4. Wir haben einen glasklare, nachvollziehbare Lehre.  Wir wissen, dass Monster hat mit dem Berg, dem Zwerg und den Bäumen die Welt geschaffen. Wir wissen, wir werden nicht  von der Gravitation, sondern von SEINEN nudligen Anhängseln auf der Erde gehalten. Wir wissen, die Erderwärmung ist Folge des  Rückgangs der  Piraten und wir wissen, deshalb sind die sein auserwähltes Volk. Wie abstrus hört sich dagegen die Lehre der weltanschaulichen Konkurrenz an: Die beten zu einem Gott, der die Menschen selbst geschaffen hat, der dabei bereits alles wusste, was später passieren wird, der zwei von ihnen bewusst in die Falle mit dem Apfel laufen lies, dann die ganze Menschheit in Sippenhaft nahm und mit der Erbsünde belegte. Ein Gott, der später, als er den Menschen die angeblichen Sünden wieder vergeben wollte, es nicht drauf hat, einfach zu sagen "Vergeben und vergessen", sondern, um sich selbst zu beruhigen, seinen eigenen Sohn pfählen lasst. Hochgradig pervers, oder?


5. Wir haben die besten Jenseitsversprechungen. Wer will schon in den Christenhimmel um bis in die Unendlichkeit mit genau den Typen rumzusitzen, die schon auf Erden so genervt haben, dass man es keine Stunde mit ihnen aushalten konnte. Da hilft auch das einschläfernde Harfenspiel nicht viel. Der Islam ist da schon interessanter. Der bietet immerhin 72 Jungfrauen für jeden Mann. Für Frauen, siehe oben. Aber wir toppen das.  Wir bieten eine Stripperfabrik, die die jeweils passenden Sexualpartner bietet, dabei noch die Persönlichkeitsrechte achtet indem sie die nur für die sichtbar macht, die zu ihnen passen. Zusätzlich legen wir noch einen  Biervulkan oben drauf.

6. Wir haben die modischsten religiösen Kopfbedeckungen.


Besser geht’s einfach nicht. Und weil dem so ist, ihr Heiden oder (noch) Andersgläubigen, schließt euch uns an.

Ganz besonders unsere Brüder in Österreich, und ich weiß, auch Österreicher lesen hier mit, brauchen euer Hilfe auf ihrem Weg zur religiösen Gemeinschaft. 

Deshalb mein Aufruf: Unterschreibt dieses Formular (hier zum Download) und schickt es ausreichend frankiert an

Peter Vogl
Postfach 7
3500 Krems

Hier könnt ihr verfolgen, wie ihr geholfen habt, dem Ziel der offiziellen Anerkennung näher zu kommen.

Es geht voran

mit dem Fliegenden Spaghettimonster und seiner Anerkennung. Nicht nur die Behörden, auch die Presse nimmt immer mehr von uns Notiz. Klar, das hilft uns sehr. In den letzten Tagen sind mehr als 100 neue Mitglieder unserer Facebookgruppe begetreten und wir hatten fast 5000 Klicks/Tag auf unserem Blog. Die meisten, mehr als 2/3, kamen von der Erwähnung im Spiegel Online Netzweltticker, der schrieb: "Schon bald soll Amazon Gerüchten zufolge zum Angriff auf Apples iPad bereitstehen, Wikipedia lässt über Zensurinhalte abstimmen, und das "Fliegende Spaghetti-Monster" erhält auch hierzulande behördliche Anerkennung. Das und mehr im Überblick."

Aber auch Focus, Die Presse, der österreichische Standard und Yahoo! Nachrichten haben berichtet. Am besten fand ich, wie das im christlichen Lager registriert wurde. Eine "Arbeitsgemeinschaft Weltanschauungsfragen e.V." die es in ihrer Facebookgruppe immerhin schon auf 16 Mitglieder gebracht hat, fragt "Befördern deutsche Behörden Satire-Religion?". Eine Unververschämtheit, auf die auch der Yahoo-Artikel gut eingeht. Welche Religion ist hier mehr Satire? Weil dort bei Christens extra steht "Ihre Meinung ist uns wichtig" wollte ich ihnen den Gefallen tun, und meine äußern. Sofort bei Absenden des Kommentars kam allerdings die Meldung: spam deleted. Probierts mal aus, wird euch auch so gehen. Ich gebe nun hier meinen Kommentar ab:

"Welche schamlose Unterstellung. Haben Sie keinen Respekt vor den relligiösen Gefühlen anderer? Wir sind keine Spaßreligion, sondern, wie Wiki sagt, ein satirisch-kritische Religion. Unsere Kirche hat absolut den gleichen Anspruch wie andere Kirchen. Wir haben klare, sogar wissenschaftlich untermauerte, Glaubensinhahlte, wir haben ein eindeutiges Gottesbild, wir haben hervorragende Jenseitsversprechungen und, ja, wir haben, wie andere Religionen auch, Gläubige unter uns, die den Glauben nicht ganz ernst nehmen.

Es sei daran erinnert, das selbst bei den katholischen Gottesdienstbesuchern 10% nicht an einen persönlichen Gott glauben und eine Umfrage unter protestantischen Pfarrern des praktischen Theologen Klaus-Peter Jörns (publiziert 1996) folgendes Ergebnis
brachte.
- Nur noch, zwei Drittel der Gemeindepfarrer erkennt Jesus Christus das Gottesprädikat zu.
- Nur ein Drittel hält die Heilige Schrift noch für heilig
- 43 Prozent glauben noch an die Allmacht Gottes,
- An die zentrale biblisch-theologische Aussage der Erbsünde glauben nur noch 13 Prozent der befragten Pfarrer.
- Mit einem Jüngsten Gericht rechnet nur noch ein Drittel dieser Pastoren.

Ich erwarte deshalb, dass von der Ihnen und von der gesamten Öffentlichkeit unserem Glauben die gleiche Achtung entgegen gebracht wird, wie dem christlichen oder jedem anderen.
"


Weniger berichtet wurde über unsere Nudelmesse im Rahmen des Bündnisses "Der Papst kommt". Lags daran, dass von diesem Bündnis nicht einer teilgenommen hat und wir mit unserem Stammpublikum ziemlich unter uns waren? Ein Erfolg war die Messe alle mal. Wir konnten wieder überzeugen und die meisten Anwesenden zum Übertritt zum Pastafaritum bekehren. Einer, unser Bruder SimonoLimone, ist deshalb tatsächlich extra aus der Schweiz eingeflogen und, bei diesem Einsatz, spontan als Ehrenmitglied in unsere Kirche aufgenommen worden.


Der hpd berichtete als erster. Inclusive Video:





Auch SpiegelOnline berichtete per Video


In Berlin feiert eine noch junge Religion im Hinterzimmer einer Kneipe "Nudelmesse". Dabei huldigen die "Pastafari" dem Spaghetti-Monster - und nehmen die etablierten Kirchen aufs Korn.
 Nics Bloghaus verdanken wir die folgenden Fotos:














Ein wunderschöner Abend, den unser neues Ehrenmitglied mit uns anschließend noch in der Z-Bar, bei der ich mich hier auch noch mal für die tolle Unterstützung und Mitarbeit bedanken möchte, feierte.Ganz auf seine Kosten. :))