31.10.2011

Dresdner Gemeinde geweiht

Was für die Synagoge die Torarolle ist für die Pastafarigemeinde das Nudelholz. Erst mit dem wird sie wirklich komplett. Nun brauchen Pastafari keine Schreiber, die mit Gänsefedern auf das aus der Haut  rituell geschlachteter Tiere hergestellte Pergament Buchstaben für Buchstaben schreiben und die am Ende sogar noch zählen, um ja keinen Fehler im Text zu haben. Nein, wir können uns durchaus einfach ein Nudelholz kaufen und darauf, womit auch immer, unser Glaubensbekenntnis festhalten. 

Viel edler und ganz sicher auch viel mehr in Seinem Sinne ist es aber, wenn ein geweihtes Nudelholz der neuen Gemeinde von einer bereits existenten überreicht wird. So, wie wir es in Dresden getan haben:


Auch Dank der gekonnten Kameraführung unseres Bruders Carbonara ein schönes und informatives Video. Leider hat die Predigt nicht bis zum Schluss auf die SD-Card gepasst, aber die kann sich jeder hier noch einmal komplett anhöhren.

27.10.2011

Das Wort zum Freitag


Von der Bedeutung des Unterschieds

Das heutige Wort zum Freitag gilt dem feinen Unterschied.

Um möglichst nah an der Praxis zu bleiben, begeben wir uns dazu auf das für Pastafari so wichtige Gebiet der Seefahrt.

Die wird, wie wir alle wissen, seit Ewigkeiten von den Schiffen des Schwarzen Benedikt dominiert.
  • Niemand konnte seinen Kurs frei selbstbestimmen, es durfte einfach nicht vorkommen, den Kurs seiner Schiffe zu kreuzen.
  • Niemand durfte seine Schiffe nach eigenen Vorstellungen bauen, sie durften einfach nicht größer und heller als seine sein.
  • Niemand durfte seine Crew nach seinen eigenen Erfahrungen das Segeln lehren, es musste so gesegelt werden, wie der Schwarze Benedikt das wollte.

Das hat sich sanft, aber unaufhaltsam geändert. Der Rote Giordano widersetzte sich mehr und mehr dem Diktat Benedikts, baute eigene Schiffe, suchte seine eigene Crew und schulte die nach seinen Erfahrungen. Die Schiffe waren schneller, hatten größere Kanonen und konnten mehr Beute laden.

Das wollte Benedikt nicht dulden. Er war klug und erkannte, das Alte war nicht mehr gut genug. Wollte er nicht jeden Einfluss auf dem Weltmeer verlieren, musste auch er neue Wege gehen. So entwarf er ein neues Schiff, besetze es mit einer neuen Generation von Seefahrern und nannte es deshalb „Generation Benedikt“. Er rüstete es modern aus, stellte neue Regeln für seine Fahrensleute auf und schickte es auf die 7 Meere.

Das Schiff war nicht groß, es hatte keine Kanonen und doch, es entfaltete seine Wirkung.
In den Seemannskneipen zeigte sich die Mannschaft großzügig, teilte Rum aus, trank besonders gern mit den Kapitänen und überzeugte die dabei, wenn der Einfluss Benedikts zu Ende ginge, würde auf den Weltmeeren das Chaos ausbrechen, blanke Anarchie herrschen und nur wir Piraten hätten den Nutzen davon. Auch das Verteilen von Rum hätte dann natürlich ein Ende.

Ein Argument, das auch viele Kapitäne überzeugte, die bisher dem Roten Giordano folgten. Sehr zum Ärger ihrer Mannschaften, die mit dessen Regeln viel besser gefahren waren, versagtem sie diesem nun die Gefolgschaft.

Das führte zur Unruhe unter den Mannschaften und sie beschlossen, ihre Beute zusammenzulegen und davon ein eigenes Schiff auszurüsten, die Generation Giordano. So sollte die Generation Benedikt neutralisiert und dem Roten Giordano wieder zu mehr Einfluss verholfen werden. Eine Idee, die sich sofort unter den Seefahrern herumsprach.

In Massen opferten sie ihre Goldstücke, in Rekordzeit war das neue Schiff gebaut und bekam eine riesengroße Crew. Schnell wurden die Anker gelichtet doch schon beim Auslaufen aus dem Hafen zeigte sich, sie hatten in der Eile einiges vergessen. Kein Kapitän stand auf der Brücke, kein Steuermann am Ruder, nicht einmal Seekarten hatten sie an Bord.
So wussten sie nicht recht, wohin eigentlich steuern. Keine guten Zeichen.

Doch das Schlimmste war, sie begannen sich zu streiten. Einer von ihnen hatte ein Buch mitgebracht und fing an, in der Mannschaftskajüte daraus vorzulesen. Ein Buch, das behauptete, manche Seeleute würden manches besser können als andere. Hein, so hieß der Mann des Buches, durfte nicht mehr weiter vorlesen.

Ein großer Teil seiner Kollegen fand es einfach unverschämt, mit solchen Behauptungen die alte Lehre, alle Seefahrer können alles gleich gut, anzugreifen.

Dieses Verbot wiederum fand ein anderer Teil der Crew seinerseits unverschämt. Als mit Glück die erste Prise erobert war, schnappten sie sich dieses kleine Segelboot und suchten fortan ihren eigenen Weg.
Die Generation Benedikt schoss Salut, als sie diese Nachricht hörte und feierte drei Tage lang.


Was, so fragt ihr euch, tapfere Piraten und edle Freibeuterinnen, nun sicher, will uns Bruder Spaghettus damit sagen?

Vielleicht ahnt ihr es schon. Ja, es geht um unsere oberste Piratenregel: Keine Dogmen. Deshalb könnte es uns nie passieren, dass das Lesen eines Buches verboten wird. Es könnte uns nie passieren, dass statt über den Inhalt des Buches über seine Farbe diskutiert wird. Vor allem aber könnte es uns nie passieren, dass wir nicht auf unsere eigenen Erfahrungen vertrauen.

Wir wissen, niemand ist besser für den Ausguck geeignet, als die großäugigen Bewohner von Lightningrock. Ihre Felseninsel liegt hoch über dem Meer und ihre Augen haben es gelernt, weit zu schauen.

Wir wissen, die Fahrensleute der Mammutbauminsel können längst nicht so gut sehen, aber niemand kann so schnell klettern wie sie und bessere Seeleute für das Setzen der Segel gibt es nicht.

Wir wissen, die karge und in stürmischem Gebiet gelegenen Salzinsel, in denen die Einwohner seit Generationen ums Überleben kämpfen müssen, bringt die erfindungsreichsten Seebären hervor. Niemand kann so gut wie sie Schätze verstecken und finden.

Wir wissen, niemand kann so gut Karten zeichnen und lesen und den Kurs halten, wie die Vielsegler der Tausend Inseln unter dem Wind. Kein Schiff mit einem Steuermann von dort hat je seinen Weg verloren.






Um es kurz zu machen, ihr tapferen Pastafari:
Wir wissen, es kommt nicht darauf an, Unterschiede zu verwischen, sondern sie zu nutzen.

Wir wissen, nicht diese Unterschiede sind von Übel. Von Übel ist es nur, wenn eine Mannschaft versucht diese Unterschiede zu nutzen, um die Beute nicht gleichmäßig unter allen Piraten aufzuteilen.

Deshalb rufe ich euch auf. Suchen wir den Unterschied, freuen wir uns über möglichst viele Fahrensleute mit möglichst vielen unterschiedlichen Fähigkeiten auf unseren Schiffen. Setzen wir alle entsprechend dieser Fähigkeiten ein. Versuchen wir nicht, alle alles gleich gut zu können aber achten wir immer darauf, allen die gleiche Achtung und den gleichen Respekt zukommen zu lassen. Wir brauchen nicht die Gleichheit an Eigenschaften, sondern die Gleichheit an Rechten.

Vor allem aber erinnern wir uns immer und überall an unsere erste Piratenregel: Keine Dogmen!

21.10.2011

Das Wort am Freitag


Eine neue Rubrik

Ja, liebe Pastafari, ihr lest richtig. Das Wort am Freitag gibt es in dieser Woche. Mit dem Wort zum Freitag ist es gestern nichts geworden. Es ist eine Schande, wie die Ungläubigen es bereits geschafft haben, ihre Finger maßgeblich ins Spiel zu bringen, wenn es um die Verkündung unseres einzig wissenschaftlichen Glaubens geht. Sie sitzen nicht nur in Medienbeiräten, sie haben nicht nur kostenlose Sendezeit für ihre falsche Botschaft in den öffentlich-rechtlichen Medien, sie haben sogar  in Brüssel privilegierten Zugang zu den Institutionen und Entscheidungsträgern der EU. Eine längst fällige Reform die das ändert, bleibt aus, ja, sie machen sich sogar immer mehr in der Privatwirtschaft breit. So hege ich nicht den mindesten Zweifel, es war eine gezielte Attacke der "Vereinten Christlich-Islamischen Front Von Judäa", die gestern Vodafone dazu gebracht hat, meinen Internetzugang massiv zu stören. Ein bedenklicher Zustand, der uns zeigt, trotz ständigen Verlustes nicht nur an Vertrauen in der Bevölkerung, sondern auch massiv an Mitgliedern, hat der Drache noch viele Köpfe, die ihm abgeschlagen werden müssen. Aber auch ein hoffnungsvolles Zeichen. Was, wenn nicht die Angst vor unserer ununterdrückbaren Wahrheit, vor dem sanften, aber durchdringenden Wirken unseres Fliegenden Spaghettimonsters, könnte sie zu solchem großen Einsatz veranlassen?

Doch nicht das Wort am Freitag ist die euch verkündete neue Rubrik unseres Blogs. Nein, dort soll, so Monster und Vodafon mag, alles beim Alten bleiben. Die muslimisch - christlichen Fundis haben sich mit ihrer gestrigen Aktion ins eigene Fleisch geschnitten und mir die Erkenntnis vermittelt, wie man noch wirkungsvoller von IHM und SEINER Schöpfung predigen kann. 

Wie das kam? 
Nun, abgeschnitten von der mir so lieb gewordenen Welt des kabellosen Eins mit allen Pastafari kümmerte ich vor dem leeren Bildschirm vor mich hin. Irgendwann fiel mir dann ein, es gibt noch eine andere Welt und ich begab mich vor die Tür. Es war kühl, aber die Sonne schien und streifte das leichte Frösteln mit sanfter Liebkosung feinfühlig von meiner Haut. Meine Augen öffneten sich voller Begeisterung, wie zauberhaft hingetupft sahen die Farben am Ahorn und am wilden Wein aus, wie künstlerisch sicher eingefügt wirkten die blauen Blüten der Herbstanemonen und die letzten gelben des Sonnenhuts, wie umschmeichelnd nahte  ein Duft, den ein zarter Hauch herbei wehte. Tief und weich wirkte die Stille, lediglich unterbrochen vom leisen Brummen letzter Insekten. Ein Moment der tiefen Ergriffenheit hatte mich erfasst. Ich fühlte mich so vollkommen eins mit meiner Umwelt, so stark als zeitloses Teil eines unendlichen Ganzen und die letzte Erkenntnis wurde mir zuteil:

Dies alles ist SEIN Werk, dies ist SEINE Schöpfung und wo könnten wir IHM besser begegnen, ES besser preisen als damit, diese zu achten und zu beachten.
Nie und nimmer kann soviel Schönheit, soviel Erhabenheit das Werk zufälliger Evolution sein, wie es wertlose Gottlose behaupten. Nie und nimmer kann dies das Werk jenes gewalttätigen Götzen sein, den manche Jahwe, manche Allah und manche Jehova nennen. Wer, wie dem nachgesagt wird, so oft Anlauf nehmen musste um eigene Fehler wieder zu korrigieren, wer dazu angeblich die ganze Menschheit mit einem schweren, ab Geburt sofort wirkenden Fluch belegt hat, ihr mehr als 600 Ge- und Verbote auferlegt, sie wegen Verstoß fast vollständig ersäuft und trotzdem nicht die mindeste Änderung in ihrem Verhalten erreicht hat, hat seine Unfähigkeit eindrucksvoll nachgewiesen. Selbst in den kindlichsten Gedankenspielen wird diesen Zausel niemand als Schöpfer solcher Schönheit und Vollendung akzeptieren können.

So kam sie denn über mich, die kleine Wahrheit: Zeigen wir den Ungläubigen diese Schönheit, machen wir ihnen klar, wie sie in der Kunst, der Wissenschaft, der Philosophie aber vor allem in der Natur und in uns selbst zu finden ist. Nur der wahren Erkenntnis völlig Unfähige könnten ES dann noch leugnen. 

Deshalb wird es ab sofort die neue Rubrik "Seine Schöpfung" geben in der in lockerer Folge immer wieder Bilder von dieser Zeugnis ablegen. Heute beginne ich mit einem Bild von mir, aufgenommen von Elli Spirelli. 
http://tinyurl.com/65sbnnf
Sucht bei Betrachtung des Bildes an meiner Freude, an meinem Wohlfühlen, teilzuhaben. Erkennt, wie Es mir liebevoll Zeichen auf mein Gesicht malt und vor allem, bekennt euch zu IHM und zu eurem Glauben, indem ihr für dieses Bild votet. Ja, dieses Bild nimmt an einem Wettbewerb in einer atheistisch geprägten Umwelt teil. Mit euren likes tut ihr Dienst an IHM und wer dieses Bild sogar noch bei facebook teilt hilft, auch diese verlorenen Atheisten auf den einzig wissenschaftlichen Pfad zu führen. Wer könnte dann daran zweifeln, dass nicht nur diesen bekehrten Ungläubigen, sondern auch dem Teiler selbst dereinst ein ErsterKlassePlatz an Biervulkan und Stripperfabrik vergönnt ist.

Möge ES uns zu Seite stehen.







17.10.2011

Heilige Nudelmesse in Dresden


Ankündigung

Nach dem überwältigendem Erfolg unserer Kirchentagsnudelmesse war schnell klar, in Dresden wird es bald eine eigene Gemeinde geben. Die hat sich inzwischen gegründet und wird nun durch Übergabe eines Heiligen Nudelholzes, auf dem das Glaubensbekenntnis der Pastafari für ewig dokumentiert ist, geweiht.

Alle die mitmachen möchten, sich über unser Fliegendes Spaghettimonster informieren, die neugierig sind oder einfach Spaß an der Freude haben wollen sind herzlich eingeladen 

am   Sonnabend, den 22. Oktober 
im    Café BeLiebig, 01187 Dresden, Liebigstraße 24
ab    19:00 Uhr


dabei zu sein.

13.10.2011

Das Wort zum Freitag


Hilfe in der Not.

Es ist nicht schön, mit einem Problem allein zu sein. Ganz besonders nicht, wenn es sich bei dem um ein moralisches Dilemma handelt. Oft helfen dann auch Bücher nicht mehr weiter. Manchmal, ich wage es kaum zu sagen, kann selbst unser Evangelium keine Antwort geben. Wie kann man dann Hilfe finden, wo dann Rat suchen?

Schwester Farfalla hat eine Möglichkeit gefunden und sie ist so einfach, dass ich mich schon schäme, sie nicht schon längst von selbst angeboten zu haben. Bringt eurer Problem fuir unser Monsterchen Kirche. So werdet ihr denn auch Rat finden, wie Schwester Farfalla, die mir schrieb:


Ehrwürdiger Bruder Spaghettus,



als spirituelles Vorbild liegt mir viel an eurem Rat. Eure Meinungen und theologische Gedanken helfen mir sehr mich auch in schwierigen Zeiten mit unserem - einzig wahren - Glauben zu identifizieren.

Auch wenn ich noch als ungetaufter Heide in Sünde Lebe richte ich mein Leben nach SEINEM Willen aus und bemühe mich SEINE Wünsche und Gebote nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen.



Gerade deswegen blicke ich bang dem Wintereinbruch entgegen. Ans piratenarme Festland gefesselt blieb mir schon zum TLAPD nur eine dünne und notdürftig zusammengeschneiderte Piratenuniform. Auch muss ich zugeben das es hier, umzingelt vom Katholischen, selbst an den grundlegensten Gütern fehlt. So besitze ich weder Nudelsieb noch Hut, nur das Piratentuch ist mir gegeben.

Ich weiß das ES mich damit prüfen will. Doch mit sinkenden Temperaturen frage ich euch nach geistigem Beistand: Ist es bei widrigem Wetter trotz aller religiöser Richtlinien zu verantworten das dünne Piratenhemd gegen einen dicken Wollpulli und die dünne, vom Deckschrubben abgewetze Leinenhose gegen ein wärmeres Beinkleid zu tauschen, ohne mich dafür verantwortlich zu sehen vielen traurigen Kinderaugen einen schneelosen Winter erklären zu müssen?



mögen eure Nudeln immer al dente sein,

Schwester Farfalla

Für alle die, die sich vielleicht mit dem gleichen oder doch einem ähnlichen Problem  herumschlagen, füge ich noch meine Antwort bei. Hat jemand ganz andere Probleme, gleich welcher Art, macht es wie Schwester Farfalla, wendet euch an mich und euch wird geholfen.

Meine liebe Schwester Farfalla,



es macht mir große Freude zu lesen, wie sehr du vom einzig wissenschaftlichen Glauben durchdrungen bist. Es erfüllt mich mit Demut, wenn du bei mir in deiner tiefen Not im Vertrauen auf eine helfende Antwort um Rat fragst.



Wisse, wir alle sind nur Menschen und können so irren. Irrt doch selbst unser liebes Monster, vor allem, wenn es mal wieder zu viel am Biervulkan war. Doch ich gehe tief in mich und unternehme alle Anstrengungen, um für deine Seelenpein die rechte Antwort zu finden.



Zunächst fällt das sogar recht leicht. Wenn du kein Nudelsieb besitzt, wird dich das bei der Zubereitung von al dente Paste stören können. Als Kopfbedeckung ist es hingegen nicht geeignet. Das nicht, weil in kalten Wintertagen durch die Löcher gar grausig der Wind pfeifen würde, sondern weil ES es so gebietet. Piraten sind sein ausgewähltes Volk, als Piraten sollen wir uns kleiden. Nicht nur, um IHM zu gefallen, vor allem, weil dies der einzige Weg ist, das Erdklima wieder ins rechte Lot zu bringen.



Piratenhut und Piratentuch sind völlig gleichwertig, tragen doch auch Piraten sowohl das eine als auch das andere. Du bist also, was die Kopfbedeckung anbelangt, bestens ausgerüstet.



Reicht das aber? Darfst du, nur um dich persönlich wohler zu fühlen, einfach auf das Tragen deiner Piratenuniform im Winter verzichten?

Eine wirklich schwierig zu beantwortende Frage. Wer solche Fragen recht beantworten will, muss beides beachten: die Schrift und die Praxis.

Piratenpraxis kennen wir alle. Manche tragen Mäntel, manche Hemd und Hose, manche zeigen sogar stolz ihren gut gebauten Oberkörper unverhüllt. Ich bin sicher, letztere Praxis würde auch dir gut stehen, tief in prüdem Feindesland kann ich dir aber nicht ernsthaft dazu raten. Vor allem bringt es uns ja nicht der Lösung des Problems näher, denn ganz klar wäre das nur Sommeroutfit. Aber eins hilft uns. Piraten gingen nur selten zum Uniformschneider. Sie nahmen und trugen am Leib, was sie erbeuteten. So dürfte es vom praktischen Standpunkt keinerlei Problem sein, wenn du einen Wintermantel oder andere warme Kleidung trägst, so du sie erbeutet hast. Aber bitte verfalle nicht der Untugend der Bequemlichkeit und kaufe dir sie einfach.



Was sagt nun die Schrift?             



Der Prophet sagt, "Sich als Pirat zu bezeichnen oder als solcher zu verkleiden, macht einen noch nicht zum Freibeuter" wobei er allerdings schon unterscheidet: "Sich als Pirat verkleiden, kommt dem schon näher". Nur etwas später stellt er sich die Frage: WWEPT? (Was würde ein Pirat tun?) Es kommt also nicht so auf das Aussehen, sondern auf das Handeln an. Wenn du auch ohne deine übliche Uniform fest im Glauben bleibst, wenn du auch mit Piratentuch weiter fleißig auf Kaperfahrt gehst, bleibst du auf rechtem Kurs.



Nur einen Rat vom Propheten selbst noch: "Will  man das Piratenleben leben, muss man auch das Ewige Arrrgh!!! akzeptieren. Ohne das wärst du nur eine traurige Landratte.





Mögen meine Gedanken dir geholfen haben



Bruder Spaghettus.