30.11.2011

AdSense will uns, wollen wir AdSense?


Das ist ja mal ne gute Nachricht. Nee, nicht das mit AdSense, aber das unser Blog beliebt ist. :)

Wobei, ein bisschen Geld in unsere Kriegkasse könnten wir auch gebrauchen. War vielleicht ein Fehler, dass wir auf neue Kaperfahrten verzichtet und auf Spenden gesetzt haben. Die gibts, aber sie sind noch leicht überschaubar. Was aber bringt AdSense? Hat schon jemand Erfahrung damit?  Wäre es vielleicht sogar lustig, wenn hier als themenbezogene Werbung einerseits für religiöse Produkte, wie z.B. Rosenkränze und auf der anderen für Teigwaren geworben wird?
So viele Fragen von einem, der Blog schreibt.
Aber doch nicht ganz ernst gemeint. Es bleibt dabei: Keine Werbung

Was bleibt ist das schöne Gefühl, der Blog hat seine Leser. :)

29.11.2011

Wir sind reich!

Na ja, fast jedenfalls. Nun brauchen wir nur noch jemand, der auch wirklich das Geld abdrückt. Vermittlung wird honoriert, bei Eigenkauf demensprechend natürlich Preisnachlass gewährt. :)


24.11.2011

Das Wort zum Freitag


Templin, seine Kirchen, seine "Templiner Zeitung" und sein linker Bürgermeister Detlef Tabbert

Angefangen hat es 2009. Da fiel mir in der "Templiner Zeitung" die Rubrik "Gedanken zur Zeit" auf. Dort brachten regelmäßig zum Wochenende und zu kirchlichen Feiertagen Kirchenvertreter die ihren zu Papier. Nicht nur Pfarrer, auch Kirchenmusiker, Katecheten, Praktikanten, nicht nur aus Templin, nicht nur aus dem Landkreis, sondern auch darüber hinaus. Die haben zu wenig Personal, dachte ich mir, und wollte als hilfsbereiter Mensch aushelfen. Mein Angebot an die Zeitung, auch mal meine Gedanken darzulegen, wurde aber abgelehnt. Auf Anfrage erfuhr ich 
 "...Diese Rubrik ist tatsächlich nach Gesprächen mit den Vertretern der Kirchen in der Uckermark vor Jahren eingerichtet worden. In beiden Lokalausgaben des Uckermark Kurier (Templiner und Prenzlauer Zeitung) erscheint sie wöchentlich samstags sowie vor hohen kirchlichen Feiertagen. Sie beschäftigt sich mit Themen, die die Kirchen selbst wählen. Und nein, eine Verpflichtung des Verlages gibt es nicht, die Rubrik beruht ausschließlich auf einem Entgegenkommen der Redaktionen, da ein großer Teil der Leser des Uckermark Kurier gläubige Menschen sind...."
Auf meine Frage
"..Da mit Sicherheit der weitaus größere Teil ihrer Leserschaft aus Nichtgläubigen besteht, wären Sie auch bereit säkularen Organisationen die Möglichkeit einzuräumen, in Ihrer Zeitung eine eigene Rubrik zu unterhalten? Wäre die dann, wie vermutlich für die Kirchen auch, für die säkularen Organisationen kostenfrei?..
kam die Antwort
".... Wie Sie darauf kommen, dass der weitaus größere Teil unserer Leserschaft nichtgläubig ist, kann ich nicht nachvollziehen. Wir wissen sehr vieles von unseren Lesern, doch Erhebungen über ihre Religionszugehörigkeit gehören nicht dazu. Darüber hinaus kann sich jeder Bürger, nicht nur jeder Leser, an unsere Redaktion wenden, wenn er ein Problem von öffentlichem Interesse hat...Gesellschaftlichen Organisationen jetzt eine zusätzliche Rubrik einzuräumen, ist nicht vorgesehen..."
Das fand ich nicht sonderlich überraschend. Es ist ja allgemeiner Trend, dass Gläubige etwas Besonderes sind, denen außerordentliche Rechte auch in den Medien zu zustehen haben, während alle anderen und ihre Institutionen sich mit der Rolle "jeder Bürger" zufrieden geben müssen.
Immerhin, die Überschrift der Rubrik wurde geändert. Aus "Gedanken zur Zeit" wurde das konkrete "Kirche" und daraus später "Besinnung zum Sonntag". 
In diesen Rubriken ging es meist um Banales, aber auch um Mission und die typische Atheistenverleumdung.…Wie kann man weltanschaulich neutral über Schuld und Gewissen, Strafe und Vergebung reden? Da muss eigentlich Gott vorkommen. ...Der weltanschaulich neutrale Staat kann keine verbindlichen Werte schaffen. ... Ehrfurcht vor Gott, Dankbarkeit und eine gewisse Demut, das sind Grundhaltungen, die unsere Kinder lernen müssen...“ konnte man da in der Werbung für Religionsunterricht schon mal lesen. 
Die Spalte gibt es immer noch. Aber etwas hat sich geändert, der Onlineauftritt der TZ. Dort wurden nun, mal unter "Christentum", mal unter "Evangelisch", Nachrichten mit kirchlichem Bezug eingestellt. Fast jeden Tag mindestens eine, bis zu drei am Tag habe ich gezählt. In den letzten Tagen allerdings nicht mehr. Ob es wieder etwas mit einen Mailwechsel zwischen mir und er Redaktion zu tun hat?
In einem Artikel, der allerdings unter "Kommunen" erschien, hieß es 
"Bürgermeister Detlef Tabbert hat die Vertreter der Evangelischen Kirchengemeinde Templin, der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde und des Katholischen Pfarramtes zu einer Gesprächsrunde in die Stadtverwaltung eingeladen.....Lobende Worte gab es für den Festgottesdienst zum Abschluss des diesjährigen Stadtfestes auf dem Marktplatz. Er sollte zur Tradition werden; ebenso wie die Gesprächsrunden zwischen den Kirchen und der Stadtverwaltung, waren sich die Teilnehmer einig."

Das fand ich bemerkenswert. Bisher hatte es beides noch nie gegeben. Ebenso bemerkenswert fand ich, dass dies unter dem neuen Bürgermeister der Linken, vorher Unternehmer, passiert. Unter dem langjährigem Vorgänger  Ulrich Schöneich, einem Pfarrerssohn und Kirchenangestellten, kam so was nicht auf den Marktplatz. Zeit für einen Leserbrief. 
Den, sowie Auszüge aus dem sich ergebenden Mailverkehr, schließe ich jetzt ohne weitere Kommentare an.
Leserbrief
Überall in Deutschland laufen den Kirchen die Mitglieder davon. Überall in Deutschland ist die Sonderrolle der Kirchen als moralische Instanz verloren gegangen. Überall in Deutschland verlieren die Kirchen an Einfluss.
Überall? Nein, ein kleines Städtchen stemmt sich mit seinem Bürgermeisters von der Linken tapfer dem Trend entgegen.
Trotz eines Bevölkerungsanteils von 80% Konfessionslosen (Durchschnitt Brandenburg) gibt es unter seiner Führung nun in Templin nicht nur einen Gottesdienst zum Stadtfest und Gespräche mit den Großkirchen und den Baptisten, nein, die sollen auch noch "Tradition" werden. Man kommt sich tatsächlich wie in einer Comicwelt vor. Ob es allerdings auch so ausgeht, wie im Comic?
Sogar die Kirchen selbst gehen von ihrem immer weiter schwindenden Einfluss bei den Menschen aus. Umso mehr versuchen sie, ihren Einfluss in den Institutionen zu stärken und verteidigen liebgewordene Sonderrechte, wie umfangreiche staatliche Finanzierung von rd. 19 Milliarden Euro im Jahr, mit allen Mitteln. Nicht einmal die Mahnung des Papstes, hier umzudenken, konnte die deutsche katholische Kirchenprominenz umstimmen.
Der Osten Deutschlands bleibt seit der Wiedervereinigung standhaft atheistisch. Alle Versuche der Kirchen zur Evangelisierung sind gescheitert. Viele sind nur noch Kirchenmitglieder, weil sonst ihr Arbeitsplatz in Gefahr wäre. Auch hier haben die Kirchen Sonderrechte. Sie können sich  nicht nur weigern, Arbeitssuchende einzustellen, die nicht ihre Weltanschauung haben, sie können sie auch entlassen, wenn sie sich nicht nach ihren Moralvorstellungen verhalten. Wobei es wohl hauptsächlich dem besonderen Arbeitsplatzmangel zuzuschreiben ist, wenn Menschen noch in kirchlichen Einrichtungen unter Tarif und ohne Schutz des Betriebsverfassungsgesetzes, das für Kirchen nicht gilt, Arbeit suchen.
Ob der Bürgermeister bei seinen Gesprächen mit den Kirchen auch das bespricht, ob er sie auch auffordert, auf diese Sonderrechte zu verzichten und ihren Angestellten die gleichen Rechte wie allen anderen Arbeitskräften in Deutschland einzuräumen? Das wäre nicht nur angebracht, dann hätten die Gespräche sogar eine breite gesellschaftliche Legitimation. Allein, ich bezweifle es.

Redaktion (auf meine Nachfrage zur Veröffentlichung)
...Dass Ihre Leserzuschrift noch nicht erschienen ist, hat ausnahmsweise einmal nichts mit der Länge zu tun, sondern mit dem Inhalt
Eine kleine Nachricht, wonach sich das Stadtoberhaupt von Templin mit Kirchenvertretern traf, rechtfertigt unseres Erachtens nicht, mit Ihrer Leserzuschrift und deren Veröffentlichung in der Templiner Zeitung eine Grundsatzdebatte über die Glaubensfreiheit im Allgemeinen und in Templin im Besonderen loszutreten.
....
Ich persönlich rechne es Herrn Tabbert im Übrigen hoch an, dass er als Vertreter der Partei Die Linke auf die Kirchen Templins zugegangen ist. Insofern einen Makel darin zu sehen, dass sich der Bürgermeister mit Kirchenvertretern trifft und mit ihnen Themen erörtert, die beide Seiten interessiert, halten wir in der Redaktion für kein Thema, dass einer öffentlichen Kritik bedarf.
Insofern werden wir von einer Veröffentlichung Ihrer Leserzuschrift Abstand nehmen. 

Nachfrage
In meinem Leserbrief finde ich nichts, das den Schluss nahe legt, ich wollte eine Grundsatzdebatte über die Glaubensfreiheit lostreten. Ich toleriere nicht nur den Glauben anderer, ich halte Religionsfreiheit für eins der wichtigsten humanistischen Prinzipien.
Es war auch nicht die Nachricht, dass sich das Stadtoberhaupt mit Kirchenvertretern traf, die mich zur Reaktion veranlasste, sondern die Ankündigung, dass sowohl diese Treffen nun unter der Bezeichnung Runder Tisch regelmäßig stattfinden sollen, als auch die Mitteilung, nun zum Stadtfest regelmäßig einen Festgottesdienst abzuhalten. Bei der Bewertung, ob ein Leserbrief angemessen ist, sollte nicht die Größe des Artikels, auf den er sich bezieht,  eine Rolle spielen, sondern der Inhalt. Hier ging es immerhin um wesentliche Änderungen des Verhaltens der Kommune, sowohl in ihrem verwaltungsinternen Agieren als auch im öffentlichen Raum. Ebenso interessant ist auch meine Erwähnung, dass die Stärkung des öffentlichen Einflusses der Kirchen, denn um den geht es hier eindeutig, ausgerechnet unter einem Bürgermeister der Linken vorgenommen wird.
Ich kann also Ihre vorgebrachten Gründe, mit denen Sie die Veröffentlichung meines Leserbriefes ablehnen, nicht nachvollziehen.
Deshalb gehe ich davon aus, die hat ihre Ursache in der Tatsache, dass die Redaktion anderer Meinung ist als ich, was sich für mich klar aus dem letzten Satz Ihres Schreibens ergibt. Die Rolle der Kirchen in der Öffentlichkeit, ihre Sonderrechte incl. des Arbeitsrechtes und ihre Finanzierung ist deutschlandweit in der Diskussion. Solche Diskussion sind nicht nur zur Stärkung demokratischen Verhaltens, sondern für die gesellschaftliche Entwicklung selbst von großer Bedeutung. Sie sollten von den Medien neutral begleitet und die Entscheidung, ob dabei ein Fakt der Kritik bedarf oder nicht, sollte nicht von Redaktionen getroffen, sondern den Lesern überlassen werden.
Wohl auch deshalb fordert der Presserat in den publizistischen Grundsätze seines Pressekodex:

Richtlinie 2.6 - Leserbriefe
(1) Bei der Veröffentlichung von Leserbriefen sind die Publizistischen Grundsätze zu beachten. Es dient der wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit, im Leserbriefteil auch Meinungen zu Wort kommen zu lassen, die die Redaktion nicht teilt.

Ich hoffe, mir ist es mit diesem Schreiben gelungen, Sie von der Richtigkeit der Veröffentlichung meines Briefes zu überzeugen und würde mich besonders freuen, wenn Sie mir dafür einen zeitnahen Termin mitteilen würden.

Redaktion
Mit Ihren Argumenten überzeugen Sie uns auch weiterhin nicht. Weder die Tatsache, dass sich Templins Bürgermeister mit Kirchenvertretern getroffen hat und dies auch künftig tun will, noch ein ökumenischer Gottesdienst unter freiem Himmel bei einem Stadtfest lässt sich unseres Erachtens damit in Zusammenhang bringen, dass die Regierung der Bundesrepublik Deutschland respektive der Gesetzgeber den Kirchen Privilegien einräumt.
Ich kündige darüber hinaus an, dass ich Ihnen zu diesem Thema zum letzten Mal geantwortet habe.

Ob es sich lohnt, noch mal nachzufragen, ob die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters nun ebenfalls ihre Gedanken zur Zeit äußern und dafür die Rubrik "Besinnung zum Freitag" eingeführt werden könnte? :))

fragt sich gerade euer
 

23.11.2011

Nudliges Lichterfest

Bald nahen sie wieder, die Holidays, oder wie wir hier sagen, das Nudlige Lichterfest, das größte Fest der Pastafarigemeinde. 

Leider hat diese Wahrheit immer noch nicht alle erfasst. Viele sagen immer noch Weihnachten zu diesem alten Fest und halten sogar Weihnachtsmärkte ab. Um diesen unerträglichen Zustand abzuändern, führt unsere Kirche jedes Jahr eine Lichterfestaktion durch. 

In diesem Jahr 
am 03.12. 
auf dem Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei Berlin. 
Um 15:00 Uhr

treffen wir uns dort, gehen ne Runde über den Markt und verteilen neben den legänderen Fleischbällchen auch unseren Lichterfestflyer. Dann stellen wir uns an einen Eingang und verteilen dort so lange, bis die Flyer alle sind. Letztes Jahr hat das ungefähr ne Stunde gedauert. Danach gehts wieder zu unserem Stammitaliener. 

Wer mitmachen oder einfach mal uns treffen möchte, ist herzlich eingeladen.

Wer den Flyer selbst irgendwo verwenden möchte, um unsere kleine Wahrheit unter die Massen zu bringen, kann ihn sich in A5  hier als pdf downloaden.

20.11.2011

Seine Schöpfung


Sichtung des FSM in der Uckermark. Es beobachtet uns!

Vorankündigung

Auch in diesem Jahr werden wir wieder unsere Weihnachtsmarktaktion starten, bei der wir nicht nur die begehrten Fleischbällchen, sondern auch unsere Flyer mit der wahren Weihnachtsgeschichte verteilen. 
Wer da mitmachen, mal mit uns reden oder einfach nur zusehen möchte, sollte sich schon mal den Nachmittag des 03.Dezember freihalten. Wer anschließen mit uns zum Italiener möchte, auch den Abend. Auf welchem welchem Weihnachtsmarkt wir uns wann treffen, wird noch bekannt gegeben. 

17.11.2011

Das Wort zum Freitag.

Danke

Nein, wir haben es nicht geschafft. Die ausgelobten 1000,- Euro sind nicht in unsere Vereinskasse geflossen. Wenn wir jetzt auf die Ergebnisse sehen und erkennen, für den 1000sten Platz waren immerhin knapp 8000 Stimmen nötig, war unsere Chance eh ganz minimal. Wir haben uns aber wohl auch einigen Trouble gespart, denn wie knapp es in dem Bereich zuging, das muss schon Nerven gekostet haben.

Wir haben trotzdem allen Grund, stolz auf uns und, vor allem, auf euch zu sein. 
Dank eurer Unterstützung haben wir immerhin fast 17.000 Vereine hinter uns gelassen und es unter die besten 3000 von 19329 Teilnehmern geschafft. 1000 Vereine haben Geld bekommen, hatten somit die Goldmedaille. Wir demnach Bronze!
Danke an euch.

Wir haben es bei den Kirchen, denn natürlich sind wir dort an den Start gegangen, unter die besten 40 von  369 geschafft. Dabei haben wir im Endspurt sogar noch die Messdiener zur "Heiligen Familie" einen Platz nach hinten geschoben. Ich stelle mir gerade die Gesichter der Messdiener vor, wenn sie merken, wer sie da noch überholt hat. :)
Danke an euch. 

Wir haben unsere Einladung auf Facebook mit etwa 400 Leuten gestartet. Ihr habt so gut weiter eingeladen, dass es am Ende über 2500 waren. Für einige sicher die erste Bekanntschaft mit unserem Verein und vielleicht sogar mit dem Fliegenden Spaghettimonster. Prima Öffentlichkeitsarbeit. 
Danke an euch. 

Wir haben so vielen klar gemacht, wir sind nicht nur ne Spaßtruppe, sondern haben ein echtes Anliegen, das wir sogar als gemeinnütziger Verein verfolgen. Und wir haben dadurch ein neues Vereinsmitglied gewonnen. 
Danke an euch und, ganz speziell, an Bruder Rigatoni al Porno nach Bayern.

Es war einen prima Zeit mit euch. Habt uns weiter lieb. ;)

15.11.2011

Endspurt

Die letzte Gelegenheit um abzustimmen. Heute 17:00 Uhr ist Schluss. Wir haben es immerhin unter die besten 40 von 368 Kirchen geschafft. ;)
Gerade haben wir die "Messdiener zur Heiligen Familie" hinter uns gelassen und wenn ihr uns noch ein paar Stimmen gebt, schaffen wir auch noch die "Gemeinde am Grasweg". :))

zur Abstimmung

Templin, Hans-Ullrich Beeskow und das Spaghettimonster - ein Nachtrag


Im August habe ich darüber geschrieben, wie das prominenteste Mitglied der Templiner evangelischen Freikirche (Baptisten), verstört durch einen Vortrag von Carsten Frerk, im Ausschuss für Soziales, Jugend, Bildung und Sport vor den Aktiviäten unserer Kirche gewarnt hat. Der Uckermarkkurier berichtete unter der Überschrift "Angst vorm Fliegenden Spaghettimonster?".
Ich hatte deshalb beim Ausschuss darum gebeten, unseren Verein dort bei der nächsten Sitzung vorstellen zu können, um die unsachlichen Behauptungen Beeskows richtig zu stellen. Leider durch meinen Urlaub etwas zu spät, um das noch bei dieser Sitzung zu schaffen. 
Aber nicht nur ich wollte in dieser Angelegenheit eine Klärung. Frau Birgit Bader, Vorsitzende des Ausschusses, hatte sich selbst informiert und Bericht erstattet. 
Christian Hartphiel, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses, an den ich mich gewandt hatte, teilte mir per Mail mit:
Der Fall ist für uns abgeschlossen. Es handelte sich hier lediglich um die Wahrnehmung einer einzelnen Person (Herr Beeskow).
Eine Antwort, mit der ich durchaus zufrieden bin.  :)

10.11.2011

Das Wort zum Freitag

Flagge zeigen ?

Reicht es nicht, so wurde ich neulich gefragt, liebe Gemeinde, reicht es nicht im Herzen Pastafari zu sein? Muss man das äußerlich zeigen?

Wie immer hilft bei solchen Fragen ein Blick ins Evangelium. Wir schlagen nach unter "Bobby antwortet auf die großen Fragen" und finden gleich an zweiter Stelle: "Sich als Pirat zu bezeichnen oder als solcher zu verkleiden, macht einen noch nicht zum Freibeuter...Sich als Pirat zu verkleiden, kommt dem schon näher." Aus letzterem erkennen wir, es ist immerhin besser als sich nur so zu bezeichnen. Etwas später erkennen wir noch, auch sich wie ein Pirat zu verhalten ist von Nutzen, was am Einfluss des Talk like a pirat days auf die Temperatur nachhaltig bewiesen wird.

Wir können ableiten, sich nur im Herzen als Pirat zu fühlen, ist ohne Wirkung auf das Weltklima. 

Kritiker werden behaupten, da hat er was aus dem Zusammenhang gerissen um das zu zeigen, was ihm passt. Dem ist nicht so. Richtig ist vielmehr, unsere ganze Religion ist von den Wurzeln an auf eins ausgelegt: Durch öffentliches Bekunden dazu anzuregen, die Ungläubigen zum Nachdenken über ihren Unglauben zu bringen. Damit könnte dieses Wort zum Freitag schon zu Ende sein. 

Aber ist damit wirklich schon alles gesagt? Fahren auch Piratenschiffe immer unter der schwarzen Flagge oder setzen sie die nicht doch nur im entscheidenden Moment, dann, wenn der Feind nicht mehr ausweichen kann?
Noch während ich diese Zeilen jetzt in die Tasten tippe, bin ich selbst nicht ganz schlüssig, was richtig ist. 

Sicher bin ich aber, so wie es Bruder Candele macht, der mir die Bilder, die ihr hier seht, zugeschickt hat, ist es geradezu beispielhaft. Auf seinem Piratenersatzschiff kann jeder, der wissend ist, sehen, wer auf der Brücke steht. Er kann ihn ansprechen, sich vielleicht auch als Seeräuber zu erkennen geben oder mit ihm gemeinsam Wissen um die einzig wissenschaftliche Religion teilen. Wer nicht wissend ist, den kann Bruder Candele unter zartem Hinweis auf seine Aufkleber leise an die edle Kriegskunst der Freibeuter heranführen. Dann, wenn ihm der Moment günstig und die Chance auf Beute gut erscheint.
 

Wer kein Piratenersatzschiff hat oder nicht immer mit dem unterwegs ist,  für den ist es möglich, ähnliche Effekte mit einem Piratenfisch- oder FSM-Sticker zur erreichen. Natürlich kann man auch beides gleichzeitig tun.

Ich habe fast immer ein Zeichen an mir, das meinen Glauben erkennen lässt. Manchmal bin ich sogar in vollem Piratenornat in der Öffentlichkeit. Meine anfängliche Scheu, das zu tun, verflog schnell als ich merkte, wie freundlich und neugierig die Menschen auf dieses reagieren. Immer kam es schnell zu Gesprächen und meistens gab es Zustimmung. Nun ja, im vom Unglauben nicht verdorbenen Osten sind die Leute wohl auch offener.

Was aber mit den Piraten, die in Feindesland umringt von Ungläubigen, vielleicht sogar aus einer Notlage heraus auf dem Schiffe eines solchen angeheuert, nicht mit solchem Wohlwollen rechnen können? Dort, liebe Brüder und Schwestern, kann es richtiger sein, sich nicht offen als Pirat zu zeigen, sondern auf den rechten Moment zu warten. Das kommt immer auf die konkrete Situation und die Ausrüstung des betreffenden Pastafari an.

Ganz sicher falsch ist es aber, wenn man nach außen hin sogar als reisender Händler auftreten würde, als einer, der mit seinem Zehnten dazu beiträgt, die Kasse der Ungläubigen zu füllen, der ihnen hilft, ihre Anzahl zu steigern und so die Hafenaufsicht über das wahre Verhältnis von Gläubigen und Ungläubigen zu täuschen. Jeder weiß, die stellt denen, die sie in der Mehrheit sieht, die besten Liegeplätze zur Verfügung, gibt ihnen Mitspracherecht in den Zünften, vermittelt die besten Händler und feiert mit ihnen ihre Feste.
Das aber, meine tapferen Kämpfer, stärkt die Ungläubigen und schwächt die Piraten. Wer so handelt, auch wenn er im Herzen Pirat ist, mag mit sich selbst zufrieden sein, immerhin hat er doch schon die Wahrheit erkannt, der Gemeinschaft der Pastafari hilft er damit nicht. 


So hat sich dann der Ring geschlossen. Auch unter Bezug auf das Leben unter uns Fahrensleuten kommen wir zu dem gleichen Schluss, den die Schrift zieht. 


Machen wir es wie Bruder Candele. Wer  nicht, wie er, selbst schöpferisch tätig werden möchte, findet sicher bei Fischkrieg etwas und einen kleine, dezenten Sticker gibt es im Shop von Bruder Bucatini. 


Möge Es euch die Stärke schenken, unserem Bruder nachzueifern wünscht euch

Nudelmesse in Berlin



Wir nudeln mal wieder. Klar, wieder ist jeder eingeladen, der Lust hat mitzumachen oder einfach zuzusehen.

Treffpunkt ist unser Stammitaliener auf der Frankfurter Allee, Ecke Samariterstraße, das

Ristorante Mona Lisa
Sonnabend, d. 19.11.2011
18:00 Uhr.

Bis denne!

04.11.2011

Schnelle Reaktion der ING-DiBa


Donnerwetter, eins muss man der Bank lassen. Wenn sie merken, sie haben was falsch gemacht, reagieren sie schnell. Ich konnte es noch gar nicht richtig glauben, als mir auf Facebook eine Freundin schrieb, die ING-DiBa hätte ihr auf ihre Frage geantwortet, unser Verein wäre nach erneuter Prüfung freigeschaltet. 

Inzwischen habe ich auch selbst Post bekommen:


Sehr geehrter Herr Weida,



herzlichen Glückwunsch! Hiermit bestätigen wir Ihnen die Anmeldung des Vereins "Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland "

für die Spendenaktion "DiBaDu und Dein Verein".



Ab sofort heißt es: Stimmen sammeln! Denn die 1.000 Vereine mit den meisten Stimmen erhalten am 15. November 2011 die Spende von jeweils 1.000 Euro. ..

Danke an alle, die mitgeholfen haben, das zu erreichen! Wenn ihr nun auch noch auf den Link hier klick, den teilt und, vor allem, eure Stimme abgebt, kann es vielleicht doch noch was werden. ;)

https://verein.ing-diba.de/kirche/17268/kirche-des-fliegenden-spaghettimonsters-deutschland- 

Nachtrag: Kevin hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht, man kann auch alle drei Stimmen einem Verein geben. Dann stimme ich jetzt endlich auch mal für uns ab und mache das nach. ;)

03.11.2011

Das Wort zum Freitag


ING-DiBa - Humanisten unerwünscht?

Ein trauriges Thema gilt es heut im Wort zum Freitag zu behandeln. Warum so werdet ihr euch fragen, liebe Schwestern und Brüder, ist unser sonst so liebes Monster so zornig? Tief im Innern werdet ihr schon wissen, alles hat seinen Grund.

Zunächst gibt es erst mal gute Nachrichten zu vermelden. Auch in Deutschland ist unsere Gottheit inzwischen nicht nur bekannt, sondern immer mehr auch anerkannt. Doch nicht nur unsere Gottheit, sondern auch wir, die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland selbst. Selbst, dass wir nicht nur irgend eine Spaßtruppe sind, sondern eine gemeinnützige Körperschaft, die ein ernsthaftes Ziel verfolgt, ist in weiten Teilen Deutschlands angekommen. So bekam ich gleich mehrmals einen Hinweis auf einen Wettbewerb, bei dem die ING-DiBa 1000,- Euro an zur Förderung ehrenamtlichen Engagements für die 1000 beliebtesten Vereine Deutschlands auslobt. 

"Hallo Liebe Spaghettimonster-Anhänger, warum habt ihr euch noch nicht bei der ING-DiBa angemeldet? Da gibt es 1000 € zu gewinnen und ein Zeichen zu setzen gegen die ganzen Kirchendeppen, die da mitmachen. Mit Hilfe von Facebook u.Ä.sollte es doch ein Leichtes sein dort zu gewinnen" schrieb uns Martin.

Auch von der Ersten vereinigten Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters in Deutschland (EvKdFSMiD) kam der Hinweis: 
"Ich werde das gerne unterstützen und per Twitter und Webseite verbreiten, damit Ihr viele Stimmen erhaltet.
RAmen,
Bruder Bucatini"

Die Chancen, unter die besten 1000 zu kommen, sollten also gar nicht so schlecht stehen, auch unsere Facebookgruppe würde uns sicher unterstützen. Da hatte eine Bank mal begriffen, man muss was tun um die Leute davon zu überzeugen, Banken können auch ethisch handeln. Als ran an die Seite und kurzer Blick in die Teilnahmebedingungen. Wichtig war vor allem

1.5 Mögliche Teilnehmer bzw. Spendenempfänger

Teilnehmen kann jeder eingetragene Verein mit nachgewiesener Gemeinnützigkeit und mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland. Es werden keine Vereine gefördert, die direkt oder indirekt eine politische Partei oder eine parteinahe Institution begünstigen, die Gewalt verherrlichen oder fördern, die auf sonstige Weise dem Ruf oder dem Ansehen der ING-DiBa schaden.

Ich stellte ein Bild von unserer Gründungsmesse ein und achtete in der Kurzbeschreibung sehr darauf klar zumachen, hier geht es vor allem um Förderung wissenschaftlich orientierter Weltanschauungen. Schließlich musste zu erkennen sein, wir sind nicht nur ne Spaßtruppe.
Bei der Anmeldung selbst stand "Von Sport über Kultur bis Jugendarbeit: Wir spenden je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine." Sicher keine vollständige Aufzählung, so störte es mich nicht, wenn weltanschauliche Vereinsarbeit nicht extra angesprochen war. Deshalb fühlte ich mich richtig wohl, als ich dieses Bild vor mir hatte


Tja, man soll die Nudeln nicht verkaufen, bevor man sie gekocht hat. Irgendwas hat der Bank nicht gefallen:

Sehr geehrter Herr Weida,

die Anmeldung Ihres Vereins "Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland " für die Spendenaktion "DiBaDu und Dein Verein"
kann leider nicht freigeschaltet werden, da sie unsere Teilnahmebedingungen nicht erfüllt. Hier können Sie sich noch einmal über die Voraussetzungen für eine Teilnahme informieren: https://www.ing-diba.de/verein-faq

Gerne verweisen wir Sie auch an unseren Partner betterplace.org, der auf seiner Plattform Vereine und Spender zusammenbringt. Nähere Informationen finden Sie auf www.betterplace.org
 
Mit freundlichen Grüßen
Team DiBaDu und Dein Verein

Das wollte ich dann doch genauer wissen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider können wir den Teilnahmebedingungen nicht entnehmen, warum wir nicht für die Teilnahme freigeschaltet werden können.

Wir würden uns deshalb freuen, wenn Sie uns den Grund mitteilen würden.

Mit freundlichen Grüßen
Rüdiger Weida
Vorsitzender der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V.

weil keine Antwort kam, hakte ich später noch mal nach:

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider habe ich noch keine Rückmeldung auf meine Frage nach dem konkreten Grund, unseren Verein nicht freizuschalten, erhalten.

Da wir weder direkt oder indirekt eine politische Partei oder eine parteinahe Institution begünstigen, noch die Gewalt verherrlichen oder fördern, bleibt als Erklärung nur, dass Sie uns als Verein betrachten, der auf sonstige Weise dem Ruf oder dem Ansehen der ING-DiBa schadet.

Wir sind entsetzt, dass sich Ihre Bank fürchtet, von einem Verein, der als Ziel Förderung humanistischer Weltanschauung hat, in Ruf und Ansehen geschädigt zu werden. Wir haben vor, das in unserem wöchentlichen Wort zum Freitag zum Thema  zu machen und auf dieser Grundlage zu fragen, ob und welche Ethik für Ihre Bank zählt.

Falls wir uns in unserer Annahme täuschen sollten, können Sie die bis dahin korrigieren.

Mit freundlichen Grüßen

Rüdiger Weida
Vorsitzender der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V.
gemeinnützige Körperschaft

Auch da gabs keine Antwort, was wohl auch eine Antwort ist. 
Nun gilt es, mein Versprechen einzulösen und nachzufragen, welche Ethik für die ING-DiBa zählt.

Die Möglichkeit, unser Ausschluss könnte doch darin begründet sein, weltanschauliche Vereine wären automatisch ausgeschlossen, besteht nicht. Kirchen, das Musterbeispiel für weltanschauliche Arbeit, findet man dort reichlich. Ist es die Art und Weise, wie wir unsere Weltanschauung praktizieren? Auch das kann man ausschließen, denn sogar die doch recht strittigen Freikirchen dürfen am Wettbewerb teilnehmen. Ja, es kommt noch besser. Selbst bei der ICF, die deutlich sektenähnliche Züge aufweist und von manchen sogar als Sekte gesehen wird, hat die ING-DiBa keinerlei Bedenken und sieht keine Gefahr durch deren Beteiligung ihren Ruf oder Ansehen zu gefährden.

Warum also wurde die KdFSMD vom Wettbewerb ausgeschlossen?

Fragen wir die ING-DiBa. Machen wir ihr klar, die Zeiten, in denen sich Konfessionlose, Atheisten und Agnostiker und natürlich Pastafari einfach rumschubsen lassen, sind vorbei. Verlangen wir von ihr die Antwort auf die Frage

"Warum wurde die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V., ein gemeinnütziger Verein, der die Förderung wissenschaftlich orientierter Weltanschauungen als Vereinsziel hat und das auch mit satirischen Mitteln verfolgt, nach erfolgter Anmeldung nicht für Ihren Wettbewerb FAIRantwortung freigeschaltet?"

Kopieren wir diese Frage ins Textfeld unserer Mails, setzen wir "FAIRantwortung?" in den Betreff und schicken wir das gleichzeitig an
verein@ing-diba.de; info@ing-diba.de.

Kopieren wir diese Frage auch in http://www.facebook.com/ingdiba?sk=wall.

Uns als Verein wird es nicht mehr helfen. Aber zeigen wir ihr, wir sind nicht mehr bereit, uns ohne jede Reaktion einfach stillschweigend wegdrücken zu lassen. Das wünscht sich euer