31.12.2012

Gute Überfahrt ins Neue Jahr und immer volle Segel!




Acht gute Pastafari - Vorsätze für 2013
Der Wahn beginnt bald wieder. Zum Jahreswechsel kommen die guten Vorsätze bei vielen Mitmenschen auf den Plan. Zum Glück halten die Vorsätze meist nicht lange vor, sind schon nach wenigen Tagen, Wochen, Monaten vergessen. Sie sind sogar so weit aus den Köpfen vertrieben, dass viele, sobald der nächste Jahreswechsel ansteht, erneut gute Vorsätze fassen, um das Spiel aufs neue zu beginnen.
Dazu fällt mir nur eins ein: „Mehr Selbstbewusstsein, liebe Leute!“ So schlecht seid ihr nicht, dass ihr nicht so weiter machen könnt, wie bisher. Das, was euch an euch wirklich stört, habt ihr sicher schon irgendwie in Arbeit und stellt es langsam ab, oder seid eifrig dabei. Dazu braucht es kein spezielles Datum. Was nervt, wird abgestellt und zwar wenn es nervt und nicht zum Jahreswechsel.
Wir Pastafari haben solche Sorgen natürlich nicht. Falls ihr aber Lust habt, diese Mode mitzumachen, nur so zum Spaß, hier 8 gute Vorsätze, die ähnlich der 8 Bitten nicht so ernst zu nehmen sind.

1. Ich werde im neuen Jahr gern an allen Pastafarifeiern teilnehmen.

2. Ich werde meinem Piratenoutfit ein neues Kleidungsstück zufügen.


3. Ich werde meine Waffen pflegen und helfen, die Düsternis des Unglaubens zu erhellen. (auch Worte sind Waffen).

4. Ich werde regelmäßig den Gruß der Pastafari verwenden: Arrrgh.

5. Ich werde meine Beitragspflicht als Mitglied des Vereins „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V." bis spätestens März erfüllen.

6. Ich werde niemals ausschlagen, was der Biervulkan für mich bereit hält und regelmäßig Pasta essen.

7. Ich werde das FSM niemals verleugnen.

8. Ich werde mich auch 2013 toll finden, genau wie meine piratigen Brüder und Schwestern.



Habt ihr bessere Ideen? Dann her damit. Ansonsten freue ich mich auf ein schönes 2013 mit euch. 

Bleibt piratig und kommt mit einem lauten Arrrgh gut in 2013 an.
Eure Elli

27.12.2012

Das Wort zum Freitag - Zwischen den Jahren



Das nudlige Lichterfest, WeinAchten, die Feiertage, Holidays, wie immer auch Pastafari das wichtigste Fest des Pastafarijahrs nennen, nun ist es vorbei.
Zeit, die Füße hochzulegen, sich es gemütlich zu machen und nicht mehr zu tun, als sich mal die Pfeife am Holzbein auszuklopfen. Denn, so ist es alter Brauch, die meisten Arbeiten sind zwischen den Jahren sowieso nicht erlaubt.

Zwischen den Jahren?

Ein Begriff, den alle kennen, aber unter dem längst nicht alle das Gleiche verstehen. Ein Zustand, mit dem wir uns als einzig wissenschaftliche Religion nicht zufrieden geben können. Was ist damit gemeint?

Die meisten verstehen darunter ganz einfach die Zeit zwischen dem großen Fest und dem Jahresende. Viel zu pragmatisch, um uns, die wir immer nach dem tieferen Grund suchen, als annehmbare Lösung dienen zu können.

Wenn man etwas tiefer im Netz gräbt, stößt man auf den Erklärungsversuch der hiesigen Spaßreligion. Demnach haben sich zur Zeit der Kleinstaaterei in Deutschland einfach die unterschiedlichen Sekten der Kreuz-und-Nagel-Fetischisten auf ihrem Flickenteppich nicht einigen können, welcher Kalender anzuwenden ist und wann genau das Jahr nun neu beginnt. Die Zeit dazwischen war dann zwischen den Jahren. Hört sich lustig an und schon fast glaubhaft, denn dass die Falschgläubigen ihre Spaßreligion gar nicht spaßig, sondern viel zu ernst und streitbar nehmen, ist bekannt.

Noch mehr unterstützt wird die These, an allem sind wieder mal die Anbeter des als frauenlose Geistfamilie auftretenden Dreiteilegottes schuld, wenn man auf die nächste Erklärung stößt. Demnach begannen die frühen Verehrer Seppis ihr neues Jahr mit dessen Erscheinung am 6. Januar.


Erst im Jahr 354 legte der damalige Papst den 25. Dezember als Gottesgeburtstag fest. Nicht, weil er neue Erkenntnisse hatte, sondern weil er erkannt hatte. Nämlich dass dann die Heiden, die an diesem Tag ausgelassen ihr Lichterfest feierten, leichter zu bekehren und ihr Feiertag leichter auszulöschen wäre.

Ob er sich das überlegt hätte, hätte er gewusst, die katholische Kirche würde Jahrhunderte später diesen Geburtstag als Beginn des Kirchenjahres festlegen und somit für heillose Verwirrung sorgen? Einer solchen Verwirrung, dass ich vermute, in dieser Zeit entstand der Begriff Spaßreligion.


Doch auch die alten Ägypter müssen gelegentlich als Urheber der Zeit "zwischen den Jahren" herhalten. Ebenfalls wenig überzeugend. 

Auf die rechte Fährte kommen wir, wenn wir uns an die Rauhnächte halten, jene Nächte, in denen Geister und Dämonen unterwegs sind und die Wilde Jagd durch die Lüfte tobt. Dann darf nicht nur keine Wäsche gewaschen werden, auch der Stall wurde nicht augemistet, kein aufgekehrter Staub vor die Tür geworfen und, falls jemand überhaupt vor das Haus ging, musste alles langsam und ruhig gemacht werden.

Ich sehe euch schon lächeln und verstehe euch. Natürlich können Pastafari solchen Firlefanz und Aberglauben nicht als echte Antwort akzeptieren. Aber nach den Ursachen für diesen können wir suchen. Mir hat sich sofort erschlossen, auch hier waren wieder unsere Altpiraten am Werk.

Wenn sie von ihrer Fahrt zurück waren, wurde gefeiert, was das Zeug hielt. So mancher war dann derart blank, dass er kaum noch Geld hatte, um sich bis zur nächsten Fahrt durchzufüttern. Aber nicht alle waren so. Manche waren sparsam oder hatten einfach mehr erbeutet. Für die brach nun die Zeit des Vergrabens ihrer Schätze an. Dabei gab es einiges zu beachten. 


- Es durfte, um nicht aufzufallen, nicht zu lange dauern. So setzten sie sich das Ziel, bis spätestens 06. Januar fertig zu sein. 

- Es durfte möglichst niemand mitbekommen, was sie machten. Sah sie doch jemand, lärmten und tobten sie, dass dem Angst und Bange wurde und die Mär von der Wilden Jagd entstand. 

- Die Pferde mussten stets aufbruchbereit sein, denn natürlich sollte niemand wissen, wann genau der Pirat auf Schatzvergrabetour ging. Deshalb wurde verboten, in der Zeit die Ställe auszumisten. 

- Wenn sie durchs Dorf ritten, sollten ihnen niemand Unrat vor die Füße werfen und die schwer beladenen Pferde zum Scheuen bringen. Noch besser, niemand sollte sie überhaupt sehen. Deshalb wurde verboten, aufgekehrten Staub vor die Tür zu werfen. 

- Weil die Waschweiber, die sich in ihrem Nebenjob als Dorfzeitung was dazu verdienen wollten, alles versuchten, doch etwas mitzubekommen, wurde das Wäscheaufhängen in der Zeit verboten. 

Es ist geradezu umwerfend, wie klar und deutlich sich alles fügt, wenn man nur nachdenkt um die rechte Erklärung zu finden. Ich bin sicher, liebe Brüder und Schwestern, euch geht es nun hier genau so.

So lasst uns denn gemeinsam stolz auf unsere Altpiraten sein und die Zeit zwischen den Jahren nutzen, um sie zu ehren.

Stoßt an!

25.12.2012

Freudvolles Lichterfest


Tapfere Freibeuterinnen und Piraten, glaubensstarke Brüder und Schwestern,
liebe Pastafari.

Wir alle hatten ein schönes Pastat, in dem wir uns richtig wohl fühlen konnten. Kein Wunder, so wir wir es gefeiert haben.
Immer mehr Menschen haben erfahren, wie Weinachten wirklich war und erfreuen sich nun so an Ihm, wie wir es schon lange tun. Denn das ist Es für alle Pastafari: ein einziger Quell des Glückes und der Freude.

Mögen dieses Glück und diese Freude euch alle auch jetzt zum nudligen Licherfest erfüllen.

Vor allem aber, lasst nicht etwa aus falscher Scham den großen Sack, den Es für euch gepackt hat, verschlossen in der Ecke stehen. Packt ihn aus und seid glücklich mit allem was euch glücklich macht.
Seid euch gewiss, es ist Sein Wille, dass wir alles nutzen, was Freude bringt und Spaß macht. Sonst hätte ES es ja nicht geschaffen.


22.12.2012

Der Siegeszug des Spaghettimonsters


Während sich in den USA immer mehr Menschen von den falschen Religionen abwenden, ist die einzig wissenschaftlich weiter auf dem Vormarsch. :)

Nach dem Weltuntergang



Wie erfreut waren wir, dass sich das Monster kurz ausgerechnet in unserem Garten zeigte, um auch die 3. Pastatskerze anzuzünden und mit uns zu feiern. Schnell war ES wieder verschwunden, denn ES hatte ja gestern besonders viel zu tun, musste Seine nudligen Anhängsel stark beanspruchen, um Böses von der Erde abzuwehren. Dass es IHM gelungen ist, wissen wir heute und preisen ES mit einem dreifachen Monsterunser. Wenn das Monster nicht einen so großen Einsatz gezeigt hätte, wer weiß?!

20.12.2012

Als Pastafari helfen und Freude bringen



Auf einer Ratgeberseite hatte jemand die Frage "Durch Atheismus Probleme zur Polizei zu kommen?" gestellt. Meine Antwort scheint einen eifernden Christen so gestört zu haben, dass er mich und unsere Kirche verleumdet hat.
Er hatte wohl über mein Profil auf unsere Seite gefunden und dort das Posting vom Freistellungsbescheid gefunden. Das hatte ihn dazu gebracht zu behaupten, ich wäre selbst Oberhaupt einer Kirche, die genau so vom Staat finanziert wird wie die Großkirchen. Im Gegensatz zu denen wären wir aber weder sozial tätig, noch würden wir was für die Gesellschaft tun.

Inzwischen ist diese Antwort wegen Beleidigung und Verleumdung gelöscht.
Ansonsten wäre auch meine Gegenantwort noch nachlesbar, in der ich ihn aufgeklärt habe. Natürlich bekommen wir überhaupt kein Geld vom Staat und natürlich machen wir das alles eben weil wir damit etwas für die Gesellschaft tun wollen, auch wenn wir großen Spaß an der ganzen Sache haben. Wir müssen auch alle drei Jahre Rechenschaft über die satzungsgemäße Verwendung unserer Spenden und Beiträge ablegen in dem wir neben den finanziellen Jahresabschlüssen auch einen Tätigkeitsbericht einreichen.
All das brauchen die Kirchen nicht. Die können ihr Geld völlig unkontrolliert von Staat und Gesellschaft verpulvern, wie sie wollen.

Vor allem aber hat dieser Eiferer wohl nicht "Wohltätigkeit unter Seinem Zeichen" gelesen.

Weil bald unser nudliges Lichterfest ist, weil an dem Piraten schon immer Geschenke machten, weil sie deshalb noch heute in dieser Zeit besonders gern Gutes tun und weil ich inzwischen erfahren habe, es funktioniert, möchte ich euch heute noch mal an Kiva erinnern. Ein System, bei dem man Kleinkredite vergibt die nach Rückzahlung immer wieder für neue Hilfen eingesetzt werden können.



Liberacion, für die ich mich damals bei der Vergabe entschieden hatte, hat die benötigte Summe zusammen und fängt mit der Rückzahlung an. Das gibt gleich ein doppelt schönes Gefühl. Einmal die Erkenntnis, das System funktioniert und zum anderen das Gefühl, da wurde wirklich jemand geholfen, der es dringend brauchte. 

Nun habe ich mir einen neuen Kreditempfänger ausgesucht. Einen, der schon fast am Ziel ist. Nur noch 75,- Dollar fehlen ihm. Außerdem finde ich es irgendwie cool, auf den Phillipinen Schweine zu züchten. 25,- kommen nun von mir.
Wer zieht mit?

Wer das nicht nur so, sondern als Pastafari tun möchte, sollte in unsere Gruppe eintreten und dann von dort aus seine Kredite vergeben, egal ob nun auch an Alexander oder jemand anderen.

Auf jeden Fall würde mich freuen wenn ihr mitmacht und vielleicht sogar mal hier berichtet, wen ihr unterstützt und warum. 

Nachtrag:
Als ich jetzt Alexander unterstützen wollte, war sein Ziel schon erreicht. So schnell kann also helfen gehen.
Nun ist meine Wahl auf Albert gefallen, der nur noch zwei Tage Zeit hat, seinen Kredit zusammen zu bekommen.


18.12.2012

Aufklärung auf dem Lucia Weihnachtsmarkt


Wieder einmal war es so weit und wir hatten aufgerufen, auf dem Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei Berlin dringend notwendige Aufklärung zu leisten. Noch immer ist leider nicht allen klar, Weihnachten ist keinsfalls ein christliches Fest, sondern eins, das diese Gruppe Ungläubiger vormals nur mit seinem falschen Glauben überlagert hat. 

Es war ein altes Piratenfest, bei dem es darum ging, Freude zu bringen und den Wein zu achten. 

Auch wenn es etwas regnete, kalt war es nicht und so hatten sich einige Pastafari, sogar aus Frankfurt/Oder eingefunden, uns bei unserem Werk zu helfen.  Andere waren da um reichlich zu fotografieren. Fast eine halbe Stunde lang waren wir Motiv für ein Pärchen, das sich gar nicht vom Anblick und tun unserer Truppe losreisen konnte. 












Monströse Fleischbällchen, die mit dem Ruf "Greifen Sie zu, kein Gott ist so nahrhaft wie unserer" angepriesen wurden, brachten Gelegenheit, mal ins Gespräch zu kommen. Aber auch unsere Flyer gaben dazu manchen Anlass. 


So ging die Zeit ziemlich schnell vorbei und nach nicht einmal 1 1/2 Stunden waren 400 Stück unter das Volk gebracht. 



Zeit, sich am Glühweinstand erst mal etwas aufzuwärmen.

Danach ging es noch ins Pasta & Passione auf der Kastanienallee. Auch wenn mir die Einrichtung etwas zu cool war, das Essen war echt lecker und völlig unkompliziert wurden Tische zusammengeschoben, um unsere Truppe unterzubringen. 

So schön wie der Tag begann, so schön ging er dann zu Ende. 
Bis nächstes Jahr

PS: Falls das eifrig fotografierende Pärchen hier mitliest: Wir wären sehr an ein paar Bildern interessiert.

Nachtrag: Es hat geklappt, hier sind die Bilder. :) Danke!

16.12.2012

In der Weihnachtsbäckerei - Transsubstantiation eines Orangenkipferl



Auf dem Sofa sitzend, verfolgte ich mit einem Auge den Wintersport im TV, mit dem anderen überflog ich Backrezepte für Weihnachtsplätzchen. Kipferl wollte ich backen, das las sich gut. Hier mein Favorit:


Orangenkipferl

250 g Mehl
1 P. Vanillezucker
2 P. Geriebene Orangenschale
75 g Puderzucker
100 g gemahlene Mandeln
200 g Margarine (z.B. Sanella)
100 g Zucker

  1. Mehl, Vanillezucker, 1 Päckchen Orangenschale, Puderzucker, Mandeln und Margarine mischen und mit den Knethaken des Handrührers rasch zu einem glatten Teig verkneten.
  2. Aus dem Teig fingerdicke Rollen formen, in ca. 5 cm lange Stücke schneiden und zu Kipferln formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Gas: Stufe 2/Umluft: 155 °C) ca. 10 Minuten backen.
  3. Zucker mit dem zweiten Päckchen Orangenschale in einem tiefen Teller mischen, die Kipferl sofort nach dem Backen noch heiß in der Zuckerlösung wälzen. Vorsicht! Die Kipferl sind warm noch sehr zerbrechlich.

Tipp: Wer es lieber klassisch mag: einfach mit Vanillezucker bestreuen. (Schmecken auch unbestreut.)

Ich war mit dem Lesen gerade durch, da drang aus dem TV im Hintergrund das Wort „Monster backen“ an mein Ohr. Ich wäre nicht Elli Spirelli, wenn ich nicht sofort in die richtige Richtung gedacht hätte. Natürlich war das ein Zeichen! Natürlich durfte ich nun keine Kipferl mehr backen. Seht selbst!




Wollt auch ihr Monster backen, müsst ihr ins Rezept zusätzlich ganze Mandeln aufnehmen. Die sind zu überbrühen, die Haut abzuziehen und dann zu halbieren. 



Wer auch noch „Fleischbällchen“ möchte, braucht ganze Nüsse. Alles andere erklärt sich von selbst, oder?!

Wünsche monströses Gelingen.

14.12.2012

Das Wort zum Freitag - Der Freistellungsbescheid

Einige von euch, liebe Brüder und Schwestern, werden sich noch erinnern, wie stolz wir im April 2011 verkündet haben: "Wir sind gemeinnützig". Es war ja nicht einfach für uns, gemeinnützige Körperschaft zu werden und hat mehr als drei Jahre gedauert.

Wie immer bei solchen Anerkennungen war auch unsere zunächst begrenzt. Offiziell bis Oktober 2012, in einem Zusatzparagraphen aber auch noch über diese Zeit hinaus. Jedenfalls stand die Verlängerung bzw. endgültige Bestätigung an, weshalb ich beim Amt nachgefragt habe. Dort herrschte einfach Bearbeitungsrückstand. Der ist nun aufgearbeitet und wir haben unseren neuen Freistellungsbescheid. 





Damit sind wir weiter anerkannte gemeinnützige Körperschaft und müssen also solche von nun an alle drei Jahre über unsere Finanzen und Tätigkeiten Rechenschaft ablegen. 

Aber es kommt noch besser. Unser Rechenschaftsbericht für den zurückliegenden Zeitraum scheint so überzeugend gewesen zu sein, dass wir nun sogar eine wesentliche Änderung im Bescheid haben. 

Endlich dürfen wir uns auf einem weitern Gebiet als gleichberechtigt mit den Amtskirchen betrachten. So wie deren Mitglieder ihre Kirchensteuer von ihrer Einkommenssteuer absetzen können, dürfen wir das nun mit unseren Mitgliederbeiträgen auch von unserer. 

Na, wenn das kein Ansporn ist, nun bei uns Mitglied zu werden. Wir haben noch einen ganz schönen Weg vor uns, wenn wir vom Staat so unterstützt werden möchten, wie die Großkirchen. Immerhin drei Milliarden Euro kostet den die Absetzbarkeit der Kirchensteuer als Sonderausgabe. 


Also her mit euren Anträgen. Wir freuen uns schon auf euch. :)

10.12.2012

Pastafaritreffen 2012 - die Videos

Von unserem Jahrestreffen in Melsungen haben wir hier schon öfter berichtet. Etwas hat bisher aber immer noch gefehlt, die Videos von unseren Messen dort am 08. und 09. September.

Voila, hier sind sie.










06.12.2012

Wort zum 1. Pastat


Wir schmücken den Pastatskranz


Den  Pastatskranz, den wir letztes Jahr bastelten, können wir  in diesem Jahr erneut nutzen und uns auf die Feinheiten konzentrieren.

Wir wollen heute ein Monster als Kranzschmuck basteln. Bis morgen ist da noch viel zu tun, denn wir müssen entscheidende Zutaten besorgen. Einiges davon habt ihr sicher im Haus. Entscheidend ist aber Rotwein, 2 bis 3 Flaschen, umwickelt von goldenem Draht. Wir benötigen den goldenen Draht, den ihr sicher auch ohne Rotwein käuflich erwerben könnt. Der umweltbewusste Pirat lehnt das natürlich ab, scheut statt dessen die Mehrarbeit nicht, den zu einem Netz gedrehten Draht wieder zu entwirren. Um eine ruhige Hand zu bekommen, ist es hilfreich, schon mal den einen oder anderen Schluck Rotwein zu trinken.

Habt ihr das nun geschafft und es liegen einzelne Drahtfäden vor euch, nehmt ihr den ersten Draht auf und wickelt ihn um Zeigefinger und Mittelfinger. Lasst ca. 2 bis 3 cm überstehen, sowohl am Anfang als auch am Ende. Das werden die nudligen Anhängsel. Ihr nehmt den nächsten Draht, wickelt wieder kreuz und quer um die Finger und lasst am Ende wieder Draht für die Anhängsel stehen. So langsam bildet sich eine relativ stabile Kugel. 

Jetzt brauchen wir noch die Stielaugen. Dazu nehmt ihr einen Bleistift oder Kugelschreiber und umwickelt die Spitze mehrfach mit dem Draht. Fangt dicht neben der Drahtmitte damit an. Zieht dann den so entstandenen Kreis vom Stift ab und verdreht anschließend ein paar mal den Draht. Wiederholt das nach ca. 3 cm. So habt ihr die Stielaugen. 











Platziert sie auf der Kugel und wickelt den Rest des Drahtes in gewohnter Weise um die Kugel. Geht es schlecht von der Hand, Rotwein nachtrinken. Im Prinzip dürfte das Monster nun fertig sein. Sieht es optisch noch nicht ganz perfekt aus, einfach Draht nachwickeln. Irgendwann entsteht der feste Ball. Den platziert ihr dann auf dem Pastatkranz oder wo immer ihr Deko zum Lichterfest benötigt.

Ich wünsche allen ein nudliges Erstes Pastat morgen.


Eure Elli




29.11.2012

Das Wort zum Freitag - Kinder Überraschungsei

Foto frei nach A. Kniesel

Ein Gastbeitrag unseres Bruders Ravioli.

"Die Sitzung ist eröffnet.
Herr Staatsanwalt, bitte lesen Sie den ersten Anklagepunkt vor."

"Dem Angeklagten wird vorgeworfen, den Tod seiner beiden Kinder fahrlässig – wenn nicht sogar mutwillig herbeigeführt zu haben, indem er ihnen in seiner Abwesenheit heimtückisch eine tödliche Falle stellte, obwohl er sich hätte denken können, dass sie in diese hineintappen würden. Es wird ihm deshalb die Misshandlung Schutzbefohlener vorgeworfen in Tateinheit mit Todesfolge."

"Als erster Zeuge hat der Kripobeamte das Wort, der auch das Verhör mit dem Angeklagten geführt hat und dessen Personalien dem Gericht bereits bekannt sind."

"Ich weise Sie darauf hin, dass Sie unter Eid stehen. Bitte schildern Sie dem Gericht, was bei der Vernehmung des Beschuldigten herauskam."

"Wir hatten den Angeklagten zunächst über seine Rechte belehrt. Dann baten wir ihn, uns zu berichten, wie es zu diesem tragischen Unfall kam. Er gab zu Protokoll, dass er seinen Kindern an jenem Morgen gesagt hatte, dass sie von allen Dingen im Kühlschrank nach Belieben essen dürfen. Nur von dem Kinderüberraschungs-Ei, das er in die Mitte des Kühlschranks platziert hatte, sollten sie nicht essen und es noch nicht einmal berühren. Er warnte sie auch, dass welchen Tages sie davon essen werden, würden sie gewisslich sterben. Er hatte das Ei nämlich mit Blausäure vergiftet und die Verpackung noch zusätzlich mit Sarin bestrichen, einem extrem tödlichen Nervengift.
Auf unsere Frage, warum er seine Kinder einer so großen Gefahr ausgesetzt hat, hat er geantwortet, dass er seine Kinder prüfen wollte, ob sie sich von den Einflüsterungen der Werbung verlocken lassen würden, seine klaren Anweisungen zu missachten oder ob sie seinem Worte glauben und gehorchen würden. Um sie dabei zu beobachten, hatte er zuvor auch eine Kamera installiert, weil er genau beobachten wollte, wie sie sich verhalten würden."

"Eine kurze Zwischenfrage an den Zeugen: Ist es demnach so, dass der Angeklagte noch die Möglichkeit hatte, rechtzeitig einzugreifen, als er vom Nebenzimmer aus beobachtete, wie seine Kinder in Versuchung gerieten?"

"Ja, das hatten wir ihn auch gefragt, und er hat diese Frage bejaht."

"Dann bittet die Staatsanwaltschaft das Gericht um die Feststellung, dass sogar im Moment der größten Gefahr der Beschuldigte den Tod seiner Kinder billigend in Kauf nahm! Der Zeuge möge fortfahren."

"Wir fragten den Angeklagten, warum er denn nicht eine Attrappe verwendet habe, also einen unwirksamen Placebo, wenn er denn schon unbedingt herausfinden müsse, ob seine Kinder ihm treu ergeben sein würden. Er entgegnete, dass er ganz bewusst sich für eine unumkehrbare Strafe entschieden habe, weil er der Meinung sei, dass ein Ungehorsam gegen seine Anweisungen – und sei dieser auch noch so geringfügig – eine für ihn unerträgliche persönliche Kränkung darstellen würde und ein Fortbestehen der Beziehung zu seinen Kindern in seinen Augen unmöglich mache.

Wir fragten ihn, ob er sich denn nicht hätte denken können, dass seine Kinder schon allein aus reiner Neugier versuchen würden, vom Überraschungs-Ei zu naschen, schließlich seien es doch noch Kinder, welche die Folgen für ihr Handeln noch gar nicht in ihrer ganzen Tragweite abschätzen könnten.
Diese Feststellung ließ der Beschuldigte jedoch nicht gelten, sondern verwies darauf, dass sie doch schon einen freien Willen hätten, um sich für oder gegen ihren Vater zu entscheiden.

Wir versuchten ihn daraufhin zu erklären, dass man die Liebesbeziehung zwischen Kindern zu ihrem Vater doch nicht vergleichen könne mit erwachsenen Bürgern, die z.B. einen Politiker wählen oder abwählen können. Kinder können und dürfen doch schließlich Fehler machen, weil sie noch Kinder sind und noch nicht zwischen Gutem und Bösen unterscheiden können. Daher müsse ein liebender Vater Geduld mit ihnen üben, anstatt ihnen durch ein krankhaftes Misstrauen ein schlechtes Vorbild zu geben. Der Angeklagte zeigte sich jedoch uneinsichtig, indem er darlegte, er wolle „keine Marionetten“ haben, die ihn nur lieben würden, weil er ihnen dieses befohlen habe.

Da merkten wir, dass er im Grunde überhaupt keine Ahnung hatte von der Liebe, sondern unter erheblichen Minderwertigkeitsgefühlen litt, so dass er – krankhaft eifersüchtig – nur darauf versessen war, selber geliebt zu werden – gänzlich unfähig selbst Liebe zu geben."

"Einspruch! Dem Zeugen steht es nicht an, Mutmaßungen über das seelische Befinden des Angeklagten zu äußern, schließlich ist er kein Psychologe sondern nur Kriminalist."

"Einspruch stattgegeben! Herr Zeuge, beschränken sie sich bitte auf die Tatsachen."

"Nun ja, wir fragten ihn, was denn sein Marionettenvergleich mit seiner Fürsorgepflicht zu tun habe. Außerdem würde er durch seine repressiven Todesdrohungen doch erst recht bewirken, dass seine Kinder ihn nicht aus Liebe sondern nur aus Angst gehorchen würden, so dass er nie erfahren würde, ob sie ihn wirklich freiwillig lieben. Im Gegenteil sogar: er würde sich durch seine Todesandrohungen doch erst recht der Liebe unwürdig erweisen, weil man an ihm nichts fände, was der Liebe wert wäre.

Daraufhin wurde der Beklagte nachdenklich und fing bald darauf an zu weinen.

Wir fragten ihn, ob er über seine toten Kinder weine. Er sagte, nein, sondern darüber, dass sie ihn vor ihrem Tode - wenn schon keine Liebe – dann doch wohl wenigstens Respekt hätten entgegenbringen müssen. Stattdessen hatten sie, kurz bevor sie starben, ihn auch noch beleidigt, indem sie ihm vorwarfen, dass es seine Schuld sei, dass sie sterben würden, weil er ihnen diese tödliche Falle gestellt habe."

"Und was sagte er, wie hat er darauf reagiert?"

"Er hat sie verflucht und ihnen gewünscht, dass sie qualvoll krepieren mögen."

"Danke, Zeuge, das genügt; sie können sich wieder setzen.  Hohes Gericht, die Staatsanwaltschaft zieht hiermit die Anklage auf Mord zurück und beantragt stattdessen  aufgrund der Zeugenaussage den Angeklagten in eine geschlossene Psychiatrie einweisen zu lassen, da er aufgrund seiner wahnhaften Eifersucht zum Zeitpunkt der Tat nur vermindert schuldfähig war, da er auch keinerlei Unrechtsbewusstsein hatte."

"Wo befindet sich der Beschuldigte im Moment?"

"Wir hatten ihn zunächst festgenommen, mussten ihn später jedoch wieder freilassen, da keine Fluchtgefahr bestand. Dies erwies sich leider als großer Fehler, wie sich dann herausstellte!"

"Herr Staatsanwalt, bitte fahren sie fort mit den nächsten Anklagepunkten: Nötigung und Völkermord…"

28.11.2012

Seine Schöpfung - Welt im Tautropfen



Was kann ein gläubiger Pastafari besseres tun, als all die Schönheit, die um uns ist, zu betrachten und zu teilen. Dies alles ist SEIN Werk, dies ist SEINE Schöpfung und wo könnten wir IHM besser begegnen, ES besser preisen als damit, diese zu achten und zu beachten. Nie und nimmer kann soviel Schönheit, soviel Erhabenheit das Werk zufälliger Evolution sein, wie es wertelose Gottlose behaupten.

Zeigen wir den Ungläubigen diese Schönheit, machen wir ihnen klar, wie sie in   der Kunst, der Wissenschaft, der Philosophie aber vor allem in der Natur und in uns selbst zu finden ist. Nur der wahren Erkenntnis völlig Unfähige könnten ES dann noch verleugnen.

26.11.2012

Weihnachten, wie es wirklich war


Bald ist erstes Pastat, sie nahen wieder, die Holidays, oder wie wir hier sagen, das Nudlige Lichterfest, das größte Fest der Pastafarigemeinde. 

Leider hat diese Wahrheit immer noch nicht alle erfasst. Viele sagen immer noch Weihnachten zu diesem alten Fest und halten sogar Weihnachtsmärkte ab. Um diesen unerträglichen Zustand abzuändern, führt unsere Kirche jedes Jahr eine Lichterfestaktion durch. 

In diesem Jahr 
am 15.12. 
auf dem Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei Berlin. 
Um 15:00 Uhr

treffen wir uns dort, gehen ne Runde über den Markt und verteilen neben den legendären Fleischbällchen auch unseren Lichterfestflyer (s.unten). Dann stellen wir uns am Eingang Knaackstraßé auf und verteilen dort so lange, bis die Flyer alle sind. Erfahrungsgemäß dauert das 1 bis 1,5 Stunden. Anschließend gehts in ne gemütliche Kneipe. In welche, entscheiden wir vor Ort. 

Wer mitmachen oder einfach mal uns treffen möchte, ist herzlich eingeladen.






Wer den Flyer selbst irgendwo verwenden möchte, um unsere kleine Wahrheit unter die Massen zu bringen, kann ihn sich in A5  hier als pdf downloaden.


22.11.2012

Das Wort zum Freitag - Beschneidungsdebatte im Bundestag

 Rituelle Beschneidung eines Kindes durch einen muslimischen Arzt in einem deutschen Universitätsklinikum. Es bestand keine Vorhautverengung.
Bild: 
 Matthias Schreiber

Heute wird es heiß im Bundestag. Obwohl es gar kein Beschneidungsverbot gibt, soll es an dessen Aufhebung gehen. Die Bundesregierung hat als Handlanger religiöser Eiferer den Prozess in Gang gesetzt, der jetzt in die nächste Runde geht. In erster Lesung wird das von ihr vorgeschlagene entsprechende Gesetz diskutiert. Doch am Ziel ist die Regierung damit noch längst nicht, der Streit um das Wie wird weiter gehen.

Die Hoffnung, die die Beschneidungsbefürworter hatten, die gesellschaftliche Diskussion würde sich schnell verlaufen, ging in´s Leere. Wie wir hatten auch viele andere gefordert, "auch religiöse Gruppen müssen sich verfassungsrechtlichen Werten beugen". So kam ein Prozess in Gang, der  dazu führte, dass der Ethikrat, der die Bundesregierung in dieser Sache berät, Nachforderungen erhoben hat. Ihm scheint nicht genug ausformuliert, wie die Schmerzvermeidung bei dem Eingriff zu erfolgen hat, der für Betroffenen zum Schockerlebnis werden kann.

In der Bevölkerung ist die Ablehnung der Beschneidung ohne Einwilligung der Betroffen Mehrheitsmeinung, in der Politik ist es (noch?) umgekehrt. Wie der Riss dort quer durch die Parteien geht zeigt sich darin, dass die Grünen sich nicht auf eine gemeinsame Haltung einigen konnten und, wie auch SPD und Linke, bei der Abstimmung den Fraktionszwang aufgehoben haben.

53  Abgeordnete aus diesen Parteien haben sich nun zusammengetan und einen alternativen Antrag, der die Beschneidung erst ab 14 und mit Einwilligung der Betroffenen straffrei stellt, eingereicht. Weitere haben sich angeschlossen, jetzt sind es schon mehr als 60. Klar ist trotzdem, ohne weiteren gesellschaftlichen Druck wird  dieser Antrag keine Chance im Bundestag haben. Deshalb war ich froh, als sofort eine Petition gestartet wurde, um den den Abgeordneten nahe zu bringen. Völlig erstaunt war ich, als ich merkte, das findet ein Teil der Beschneidungsgegner überhaupt nicht gut.

Ihre Gründe sind nicht von der Hand zu weisen. Matthias Krause schreibt dazu auf Skydaddys Blog: "Meines Erachtens muss das Alter zur Einwilligung dem entsprechen, das auch bei Piercings oder Tätowierungen greift, und das ist in Deutschland die Volljährigkeit, also 18 Jahre. (16 mit Einwilligung der Eltern.) Wieso sollen Tätowierungen und Piercings mit Einwilligung der Eltern erst ab 16 erlaubt sein, die Amputation der Vorhaut aber schon mit 14?...Wieso sollen 14-jährige Jungen einwilligen können, ihre Genitalien beschneiden zu lassen, 14-jährige Mädchen aber nicht?...Natürlich geht es mir nicht darum, die Genitalverstümmelung von Mädchen zu legalisieren. Man kann aber bei der körperlichen Unversehrtheit nicht für Mädchen und Jungen unterschiedliche Gesetze machen!" und folgert " Dass aber selbst dieser sehr entgegenkommende Gesetzentwurf völlig inakzeptabel ist, belegt einmal mehr, dass es praktisch unmöglich sein dürfte, ein verfassungskonformes Gesetz zu verabschieden, das die Knabenbeschneidung erlaubt."

Er hofft scheinbar auf das Bundesverfassungsgericht. Bis das angerufen werden kann, was schon schwierig ist, und dann urteilt, bis es danach evtl. weiter bis ans Europäische Gericht geht, würden aber viele, viele neue religiös gemarkte Kinder Schmerzen erleiden und traumatisiert werden. 


Das könnte sich realtivieren, meinen andere. Ein guter Freund schrieb mir auf Facebook: "Ich würde nur zu gern zustimmen, wenn ich überzeugt werden könnte, dass ein 14-Jähriger schon in der Lage ist, die Tragweite einer Beschneidung zu beurteilen. Darüber hinaus bezweifle ich, dass ein 14-Jähriger dem verwandtschaftlichen und sozialen Druck standhalten kann, der auf ihn im Falle einer Weigerung, sich verstümmeln zu lassen, lasten würde. Ich halte eine Altersgrenze von 16 Jahren für die allerunterste Schranke, die gerade noch hinzunehmen wäre.


Abgesehen davon halte ich eine Zustimmung für strategisch unzweckmäßig. Ein Gesetz, wie es jetzt von der Bundesregierung durchgepeitscht werden soll, lässt sich viel überzeugender als grundgesetzwidrig, menschenrechtsverletzend und kindeswohlmissachtend kennzeichnen als ein Gesetz, das einen zwar gut gemeinten, aber fragwürdigen Kompromiss vorschlägt. Dieser Kompromiss verdeckt das steinzeitliche Denken, das in diesem religiösen Ritus steckt. Das politische Ziel muss eine Lösung sein, die ein erwachsener Mensch von mindestens 18 Jahren in freier Entscheidung treffen kann."

Auch das ist nachdenkenswert und nicht einfach von der Hand zu weisen. 
Aus meiner langjährigen Tätigkeit als Jugendsozialarbeiter in dieser Altersgruppe weiß ich, die wissen schon ganz gut was sie wollen, können das auch begründen und gegebenenfalls durchsetzen. Auch dauert dieser familiäre und gesellschaftliche Druck weiter an. Es werden nicht viele sein, die sich mit 18 erfolgreicher dagegen wehren können. 

Auch ich bin klar dafür, die Beschneidung erst ab 18 mit persönlicher Einwilligung und vorheriger Belehrung über mögliche Folgen zu erlauben. Um aber, bis das eventuell möglich sein sollte, schon jetzt vielen Kindern die Möglichkeit zu geben, sich gegen diese Praxis zu wehren, bin ich hier für eine pragmatische Lösung. Da würde ich es schon als Riesenerfolg betrachten, wenn der Kompromissvorschlag der über 60 Abgeorneten angenommen würde. Er hat nur wenig Chancen, aber einer mit 18 hätte gar keine. Wenn dann aber erst mal überhaupt eine Altersgrenze eingeführt ist, dürfte es später leichter werden, die zu erhöhen.

Wichtig ist nun, den entsprechenden gesellschaftlichen Druck aufzubauen. Vieles tut sich schon. Am 23. und 25.11. wird z.B. in Berlin der Film "It´s a boy" gezeigt.

"Mit seiner Dokumentation hatte Victor Schonfeld in England für Furore gesorgt. „The Independent“ urteilte: „Schonfeld gelingt ein absoluter Glücksgriff; und wie alle guten Filmemacher macht er das Beste daraus.“  Für „The Times“ war Schonfelds „verheerende Anklage“ ein „Fernseh-Höhepunkt“. Linda Grant schrieb in „The Jewish Chronicle”, „It‘s  a Boy!“ solle „von jedem gesehen werden…  Die Aussage dieses Films verlangt nach einer Debatte” 

Dieser Film mit deutschen Untertiteln wird seinen Beitrag leisten.
Leisten auch wir unseren:  








15.11.2012

Das Wort zum Freitag


Alle Jahre wieder...


Wenn Ende August jeder Mitbürger Deutschlands nach einem in der Regel nicht ganz wunschgerechten Sommer noch nach ein paar heißen Tagen lechzt, wenn er sich in den letzten Kurzurlaub begibt, um wenigstens noch einmal wärmende Sonnenstrahlen an den wieder nicht knusprig gebräunten Körper zu bekommen, wenn er sich in die Fluten eines nun gut aufgeheizten Sees wirft und den milden Spätsommerabend nutzt, um Grillfleisch zu wenden, dann geschieht etwas, was immer wieder wie eine kalte Dusche wirkt. Die Supermärkte rüsten fürs Weihnachtsfest.

Inzwischen haben wir November, der letzte standhaft gebliebene Süßigkeitenvertilger hat den inneren Schweinehund siegen lassen und sich an den für die Adventszeit und das Weihnachtsfest gedachten Süßigkeiten gütlich getan. Woher ich das weiß? Die mit diesen Artikeln bestückten Regale sehen irgendwie so leer aus. Wer jetzt erst, einen Monat vor dem Fest, Reserven bunkern möchte, den bestraft das Leben bzw. er sucht nach einschlägigen Rezepten und verwandelt die Küche in eine Weihnachtsbäckerei.

In dieser Woche entdeckte ich in einem Textilgeschäft den ersten künstlichen Nadelbaum. Passend zum trüben Wetter kam mir wieder in den Sinn, dass auch wir Pastafari langsam rüsten können. So ein trübes Wochenende lädt doch förmlich dazu ein, Schränke zu durchstöbern und Stoffreste sowie Bastelkram zusammen zu suchen. Wir wollen ja zum 1. Pastat, in diesem Jahr ist es der 07.12., unseren Lichterkranz gefertigt haben.

Nicht ganz am 2. Pastat, aber nur einen Tag später, am 15.12., werden wir dann  traditionsgemäß die wahre Weinachstgeschichte  verbreiten, und zwar ab 15:00 Uhr auf dem Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei. Wer dabei mithelfen will, ist herzlich eingeladen. Bestimmt geht`s dann auch anschließend noch in ne Pizzeria zum Aufwärmen.

Pastafari, lasst euch die trüben Tage nicht vermiesen und kommt gut durch die schwere Zeit, in der die Ungläubigen wie bekloppt mit stressverzerrten Gesichtern durch dunkle Straßen hetzen, um in den Einkaufscentern Panikkäufe abzuwickeln. Schmunzelt mild und feiert ein entspanntes Nudliges Lichterfest. Tankt die erforderliche Kraft, um mit vollen Segeln 2013 wieder in See stechen zu können und freut euch, dass wir Pastafari immer mehr werden und bald keiner mehr vom Weihnachtsfest reden wird. 

12.11.2012

Nudelmesse im "Fliegenden Tisch"



Jahrelang hatten wir unsere Nudelmessen im "Mona Lisa" gehalten. Der Wirt war nett, das Essen gut und die Preise ebenso. Da entstand sowohl die Sendung vom Hessischen Rundfunk wie die Sendung vom MDR. Plötzlich war dort zu und wir müssen uns nun ein neues Stammlokal suchen.

Den ersten Versuch starteten wir mit dem "Fliegenden Tisch".
Der ist in der gleichen Ecke, nur auf der anderen Seite der Frankfurter. Kritiken im Internet ließen uns Gutes hoffen, und die Kritiken waren gut. 


Die Preise waren ebenso günstig, das Essen sogar besser, der Wirt wirklich freundlich und gelassen, das Publikum entsprach genau unserem Klientel. Also alles bestens?

Nicht ganz. Leider ist die Gaststätte so klein, der Raum so knapp bemessen, dass nicht möglich ist, wirklich Messen zu gestalten, die was her machen. Fernsehteams hätten hier gar keine Chance. Also heißt es erst mal weitersuchen. 



Schön war es aber trotzdem. SimoneLimone, er geht erst mal nach Spanien, hat einen so ausgiebigen Abschied mit uns gefeiert, dass auch Cptn Nodus, der erst später vom Dienst kam, noch voll auf seine Kosten kam. Auch Bruder Syn Onym, der aus Frankfurt/Oder angereist war, passte prima in unsere Truppe. Schade, dass er bei seiner ersten Teilnahme nur eine "Not"messe erleben konnte. 












Bier von Seinem Biervulkan









Wir haben ihm aber zugesichert, auch mal nach Frankfurt zu kommen und dort mit ihm und anderen Interessierten eine Messe zu feiern. Darauf freuen wir uns schon und sind gespannt, wie es wird. 

Für Mininudel: Wasser von Seinem Biervulkan


Auch mit dem Fotografieren hat es nicht sonderlich geklappt. Weil wir die Kamera erst falsch eingestellt hatten, aber auch, weil selbst dafür der Raum knapp war und wir immer nur in eine Richtung knipsen konnten. Ein paar sind aber doch was geworden. 

                                               



Ganz begeistert waren wir, als wir merkten, wie unser Glaube immer mehr in den Unterricht drängt. Nach der Messe hatte ich an den Tischen, die interessiert geguckt haben, Flyer vom Verein verteilt. Kurze Zeit später stand eine junge Pastafarina mit ihrem Bruder bei uns am Tisch und wollte wissen, ob sie auch so einen Flyer bekommen könnte. Sie hatte erst vor kurzem in ihrer Klasse einen Vortrag über das FSM gehalten und sich nun riesig gefreut, auch mal die Praxis zu erleben. 


Da war es doch selbstverständlich, dass sie und ihr Bruder nicht nur Flyer, sondern auch Aufkleber und Anstecker bekommen haben. Auch ein Foto mit dem Monster selbst gabs noch.  Lily war sich sicher, da werden einige in der Schule etwas neidisch gucken. 
Inzwischen ist sie auch in unserer Facebookgruppe und so immer aktuell am Geschehen.


Schön, du liebes Fliegendes Spaghettimonster, wie du es einrichtest, dass Suchende auch finden. :)


08.11.2012

Das Wort zum Freitag


Religiöse Kopfbedeckung der Pastafari auf Passbildern

Zwei Sachen haben mich heute verblüfft. Zum Einen, wie das FSM scheinbar immer mehr Anerkennung in der Gesellschaft findet und zum Anderen, wie weise es bestimmte Ereignisse zusammenfallen lässt. 


Als ich mich heute bei fb einloggte, hatte ich eine persönliche Nachricht eines Glaubensbruders aus Bayern. Er hatte drei Fragen an mich, darunter die:

"....kannst Du mir etwas zur aktuellen Gesetzeslage bezüglich Kopfbedungen auf Ausweisen sagen? Ich muss meinen Perso erneuern bzw. hab den alten verloren. Kann ich das mit Sieb machen? Da es ja landesweite Regelungen sind, spielt es eine Rolle, dass ich in Bayern lebe?... "

Was das Sieb betrifft, konnte ich ihm keine Hoffnung machen:

"...das mit dem Sieb geht auf keinen Fall. Nicht nur, weil wir von der KdFSM das Sieb ablehnen, sondern vor allem, weil es sich nicht als religiöse Kopfbedeckung begründen lässt. Das geht ganz eindeutig nur aus dem Evangelium mit Piratenkopfbedeckungen. Es muss sich aber um eine nachweisbare religiöse Kopfbedeckung handeln, weil in D nur dafür Ausnahmen geduldet werden. 

In Österreich ist die Gesetzeslage anders, dort wird nur gefordert, dass das Gesicht nicht bedeckt ist, aber Kopfbedeckungen werden nicht generell ausgeschlossen. Deshalb ging das mit dem Nudelsieb, das Niko auch nur deshalb genommen hat, weil er damals nicht wusste, dass Pastafari Piratenkopfbedeckungen tragen und sich zum Fototermin einfach was gegriffen hat.

Aber auch mit Piratenhut, Tuch oder Bandana ist es nicht sicher, ob du Erfolg haben wirst. Immerhin könnte ich dir dafür eine Bescheinung unserer Kirche schicken, dass deren Tragen religiöse Pflicht für Pastafari ist. Außerdem die Bestätigung unserer Kirche als gemeinnützige Körperschaft. 
Es kommt dann viel auf dein Auftreten und den konkreten Bearbeiter an. Manche akzeptieren das, andere nicht. Es hat zwar jemand, auch aus Bayern, schon mal versucht, sich dagegen zu wehren. Aber nachdem er eine schriftliche Begründung der Ablehnung gefordert hatte und dafür über 100,- Euro zahlen musste, außerdem ein Versuch, einen kostenlosen Rechtsbeistand zu finden, gescheitert ist, hat er dann wegen des finanziellen Risikos die Sache nicht weiter verfolgt. Was wohl gut nachzuvollziehen ist.
Es spielt rein rechtlich keine Rolle, in welchem Bundesland du lebst. Überall gilt die Fotomustertafel. Im Verhalten der Beamten scheint es aber doch Unterschiede zu geben. Wahrscheinlich stutzen die in eher gläubigen Gegenden einfach mehr als dort, wo Glauben keine wesentliche Rolle spielt.
Vielleicht hilft dir das ein bisschen weiter: http://fsm-uckermark.blogspot.de/2011/07/piratenfuhrerschein-der-antrages-wurde.html
Die Bescheiningung zur Kopfbedeckung und zur gemeinnützigen Körperschaft findest du auf www.pastafari.eu unter Verein bzw. Propaganda. "

Das war der erste Teil meiner Geschichte. Die ging noch weiter, als die Post kam. Mit Post von der BBB A.T.U. Eigentlich war ich mit der Kasse immer recht zufrieden. Sie zahlt schon das zweite Jahr in Folge 30,- Euro an ihre Mitglieder aus statt Zustatzbeiträge zu erheben. Ein bisschen hatte ich aber schon angefangen, an ihr zu zweifeln. Vor mehreren Monaten hatte ich die Aufforderung erhalten, ein Passbild für die neue Gesundheitskarte einzureichen. Natürlich habe ich da auf elektronischem Weg wieder eins mit Piratentuch geschickt. Ich hatte vor kurzem am Kundentelefon mal nachgefragt, ob das überhaupt angekommen ist. Ja, alles da, bekam ich als Antwort. 
Heute nun brachte die Post meine neue Karte. Zwar mit Wartezeit, aber ohne alle Schwierigkeiten hatte ich die mit meiner religiösen Kopfbedeckung bekommen. 
Ich sehe darin ein klares Zeichen, wie sich unsere einzig wissenschaftliche Religion immer mehr etabliert. Davon lasse ich mich auch nicht durch das Gemeckere derer abhalten, die da meinen, das läge nur daran, dass es sich bei der Gesundheitskarte nicht um ein hoheitliches Dokument handelt und deshalb einfach andere Bestimmungen gelten. 

Mit Freude verneige ich mich aber vor Seiner Weisheit, diese beiden Ereignisse, die Anfrage eines Bruders und die Übersendung der Gesundheitskarte, in eindeutigen zeitlichen Zusammenhang zu bringen. Das kann nur ein eindeutiges Zeichen sein, Es möchte all denen, die mit ihren Passbildern auf anderen Dokumenten bei Behörden gescheitert sind, aber auch solchen, die sich gar nicht erst der Willkür solcher Behörden ausliefern möchten, einen Weg zeigen, wie man doch noch auf einem Passbild seinen Glauben zeigen kann.


Nutzt diesen Seinen Fingerzeig, liebe Schwestern und Brüder. Ihr alle, ob ihr das gut findet oder nicht, werdet früher oder später die neue Gesundheitskarte erhalten. Dann, so bitte ich euch, bekennt euch klar zu IHM und gebt ebenfalls ein Passbild mit Piratenkopfbedeckung ab. 

06.11.2012

Nudelmesse am 10.11. 2012 in Berlin




Arrgh,  Piraten,


der Termin für unsere nächste Nudelmesse steht, die Plätze für die acht Fahrensleute, die sich angemeldet haben, sind reserviert. Wir kennen die Lokalität noch nicht, aber sicher kann man auch dort noch einen Stuhl für jemand mit an den Tisch stellen, der es sich noch kurzfristig überlegt und mitfeiern möchte. Wer es schon sicher weiß, kann ja mal ein Zeichen geben, dann bestelle ich nach. Facebooker können sich auch hier anmelden.

Besonders freue ich mich, dass SimoneLimone extra noch mal aus Bern angeflogen kommt, ums sich vor seinem zeitweiligen Umzug nach Spanien standesgemäß zu verabschieden.

Lasst uns was draus machen. :)


10.11.1012
18:00
Berlin Friedrichshain
Mainzer Straße 10
Haltestelle U5 Samariterstraße