12.04.2012

Das Wort zum Freitag

Es steht geschrieben


Merkwürdiges glauben manche Leute. Seltsam ist es, wie sie sich das Große Werden vorstellen, ja, sogar sicher sind, genau so wäre es gewesen. Denen allen möchte ich hier die einzig wahre Wahrheit eröffnen, so, wie sie im Buch geschrieben steht

Der erste Tag: das Licht

Dann sprach das FSM: Es werde Licht, und es ward Licht. Und das FSM schwenkte seine Stielaugen und sah, dass es gut war. Und das FSM schied das Licht von der Finsternis. Das Licht nannte Es Tag, und die Finsternis nannte Es Nacht oder Beste Sendezeit. Da wurde auch Abend und Morgen der erste Tag.

Der zweite Tag: die Feste

Das FSM war des Fliegens müde und konnte auch nicht lange über das Wasser wandeln. Also sprach Es: Es werde eine Feste zwischen den Wassern und das Wasser sammle sich an einem Ort, damit das Trockene sichtbar werde und Höhen forme, die eines Tages den Piraten eine Zukunft bieten mögen … nein, warte: „Feste“ ist ein blöder Ausdruck. Ich nenne es lieber Land. „Feste ahoi!“ klingt irgendwie nicht gut. Und die Sammlung der Wasser nenne ich Meer.

Dann sprach Es: Das Land lasse einen Vulkan wachsen, der Bier speit. Und der Vulkan spie Bier, von welchem Es kostete und so weit ganz akzeptabel fand. Da wurde aus Abend und Morgen der zweite Tag.

Der dritte Tag: das Pflanzenreich

Als das FSM erwachte, betrachtete Es verwundert, was Es am Tag zuvor erschaffen hatte. Aber Es sah, dass es immer noch gut war. Und Es sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras, Grieß, Reis und alles, woraus man Speisen zubereiten kann, die wie Meine Nudeligen Anhängsel aussehen.

An diesem Abend trank ES etwas weniger vom Biervulkan. Da wurde aus Abend und Morgen der dritte Tag.

Der vierte Tag: Sonne, Mond und Sterne

Nachdem das FSM sich etwas ausgeruht hatte, fiel Ihm auf, dass es ringsum schwärzer war als Nudeln mit Tintenfischtinte. Also sprach Es: Es werden Lichter an der Feste des Himmels und scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre. Und also geschah es. Und Es machte zwei große Lichter. Eines, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere. Und der guten Ordnung halber noch ein paar Sterne dazu. Und da Es für den nächsten Tag große Pläne hatte, ging Es früh zu Bett. Da wurde aus Abend und Morgen der vierte Tag.

Der fünfte Tag: Der Urknall

Am fünften Tag stand das FSM früh auf. Dann sprach Es: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen am Himmel, und auch die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jegliches nach seiner Art. Dann lasset sie schmusen und fruchtbar sein. Und Es sah, dass es gut war. Und also war Es schrecklich stolz auf sich und machte sich an diesem Nachmittag schwer am Biervulkan zu schaffen.

Am Abend fiel das FSM aus dem Bett und landete hart auf dem Firmament. Und Es sprach: Diesen Rumms aber nenne ich Urknall. Es hatte jedoch ein ungutes Gefühl und merkte, dass Es in seinem Brausebrand eine Manufaktur im Himmel erschaffen hatte, die spärlich bekleideten Frauen auf transparenten High Heels herstellte. Und die Erde hatte hervorgebracht einen Wicht, dem Es den Namen „Mensch“ gegeben hatte. Und es sprach: Wow. Könnte sein, dass ich mich diesmal übernommen habe. Und da Es nicht mehr genau wusste, welcher Tag es war, beschloss Es, eine schöpferische Pause einzulegen. Die Menschen aber segnete Es und sprach zu ihnen: Von jetzt an ist jeden Freitag frei.


Der Olivengarten Eden

Das FSM legte dann einen Olivengarten an, war aber wohl zu beschäftigt, um nicht zu sagen, zu faul, um sich mit der Arbeit im Kleinen auch noch abzuplagen. Also beauftragte er folgerichtig für kleine Arbeit den kleinen Wicht. Der Einfachkeit halber erlaubte Es ihm fast alles, sogar essen durfte der Wicht, was er wollte. Na ja, Oliven wurden ihm verboten, aber nur aus Sorge um den Wicht, der sich an dem harten Stein der sonst so schmackhaften Olive einen Zahn ausbrechen oder gar am Stein ersticken könnte.

Da das etwas eintönige Essen aus des Gartens Erträgen den Menschen bald langweilte, hatte das gutmütige Monster ein Einsehen und ließ verschiedenste Tiere entstehen. Dann war er neugierig, was der Mensch damit anfangen würde und überließ ihm sogar die Bezeichnung der einzelnen Tiere. So wurde das Vieh zum Rind ernannt, das Schwein zu Schinken oder Speck. Nur das Huhn blieb das Huhn.

Als der Mensch dann vom Monster mehr oder weniger ins Koma versetzt wurde, um ihm eine Rippe zu mopsen und daraus ein Weib zu basteln, überraschte Es dem Wicht nach dessen Erwachen: „Schau mal, es heißt Männin!“

Der Wicht brauchte eine Weile, um die Sache zu erfassen, wollte die Männin dann aber behalten. Daraufhin entschied das Monster, dass ein Mann nunmehr Vater und Mutter verlassen soll, seiner Frau anhangen, um ein Fleisch mit ihr zu werden. Das FSM versprach sich eine interessante Wendung, der Wichtelmann wohl auch, denn er teilte dem Monster mit, Es hätte etwas gut bei ihm.

Irgendwann kam es, wie es kommen musste, der Wicht brach sich einen Zahn am Olivenkern ab. Das FSM zürnte leicht und fragte sich laut, wozu es dem Wicht wohl Ohren gegeben hatte. Verblüfft darüber, Ohren zu haben, entdeckte der Wicht sie bald an den Seiten seines Kopfes. Bei dieser Suche fiel sein Blick auch auf ein kleines Nudeliges Anhängsel zwischen den Beinen. Da es leider unendlich viel kleiner war, als das kürzeste Nudelige Anhängsel des Monsters und auch die Männin es zu bemerken schien, erbat er sich ein Feigenblatt vom FSM. Der Männin missfiel die Größe des Blattes, meinte ein kleineres täte es auch und nörgelte so vor sich hin. Schließlich schielte sie sogar nach einem anderen Kerl, hielt Ausschau nach einem Gärtner im Olivengarten. Das reichte dann wohl dem Wicht. Er blickte sie verächtlich an und gab ihr mit einem einzigen Wort zurück, was sie verdiente. Neugierig welches?! „Zelulitis“

Sich nun ihrer Nacktheit bewusst, flochten sie Feigenblätter zu Schurzen zusammen und versteckten sich vor dem Angesicht des FSM unter Olivenbäumen. Das Monster suchte sie und rief letztlich nach den beiden. Die aber teilten dem Monster mit, dass sie sich vor ihm fürchteten, da sie nackt waren. Das kratzte das Monster wenig. Viel mehr interessierte Es sich gerade für Knobibrot. Nach 5 Tagen der Schöpfung war es nun erschöpft, denn es hatte in dieser Zeit doch tatsächlich zu essen vergessen. Der Wicht aber hatte das Brot versteckt und log obendrein das Monster auch noch an, dass alles Knobibrot von ihm und der Männin aufgegessen worden wäre.

1 Kommentar:

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