20.09.2012

Das Wort zum Freitag




Pilgern auf dem Spaghettiweg

Von unserer Nudelmesse on Tour haben wir ja schon berichtet, aber nicht wie es dazu kam.

Eine fb-Freundin von mir teilte Anfang dieses Jahres mit, dass sie für 2 Monate auf Pilgertour geht bzw. mit dem Fahrrad auf dem Jakobsweg unterwegs sein wird. Das war Denk- und Lernstoff für mich und ich zapfte erst einmal Google an, um etwas mehr darüber zu erfahren. Dann redete ich mit Bruder Spaghettus darüber, das so ein Pilgerweg doch auch für uns Pastafari nicht schlecht wäre. Kurzerhand beschlossen wir, eine Woche unseres Urlaubs IHM zu widmen und auf Tour zu gehen, um euch die Wonnen des Pilgerns zu ermöglichen. Wir wollen ja keinem Glauben nachstehen.

Nun las ich, dass man nicht unbedingt die ganze Strecke des Jakobsweges zurücklegen muss. Man kann auch kleinere Etappen absolvieren. Egal ist auch die Fortbewegungsart. So ziemlich alles ist erlaubt. Man kann Teilstrecken aussuchen, wenn man mal nur ein Wochenende Zeit hat, aber auch den ganzen Weg in Etappen aufteilen und so über mehrere Jahre pilgern. Dem können wir uns glatt anschließen.

Hier also mein Pilgerangebot für euch:

  1. Den Zeltplatz in Melsungen aufsuchen und eine Pastafariflagge aufstellen. Wichtig wäre zu beachten, nicht zwischen 13:00 und 15:00 Uhr und nicht nach 22:00 Uhr anzureisen. Da ist dort striktes Autoverbot. Aber sonst ist der Platz für dortige Verhältnisse richtig schön natürlich, nicht zu dicht mit Wohnwagen bestellt und mit reichlich Schwänen, Enten, Blessrallen und Reiher auf und an den drei ehemaligen Kießgruben.



  2. In Melsungen die alte Brücke aufsuchen und sich auf den Brückenrand setzen, um mal inne zu halten, wie es Bruder Spaghettus tat. Wer dann noch Lust hat, sucht die Gänseliesel oder bummelt durch die herrliche Altstadt.


  3. Kleiner Umweg nach Schwarzenberg, um wie Schwester Carbonara etwas über unseren Glauben an die Kirchentür zu heften oder sie einfach nur anzufassen und so SEINEN  Geist ins Haus der Fehlgeleiteten zu bringen.



    4. In Frankfurt (Main) setzt euch einfach auf den Rathenauplatz und beobachtet die Menschen. Hier verteilten wir dann auch unsere Flyer, denn wir sahen, sie haben es nötig. Wer will, sucht noch das Triangolo in der Domstraße 10 auf, in dem wir unsere Messe hielten und leckere Speisen zu uns nahmen.




    5. In Bochum ist das Soziale Zentrum anzusteuern. Blick in die Küche ist wichtig, denn hier wurde die legendäre Pasta nach unserer Messe kostenlos für alle Teilnehmer angeboten. (Würden Christen das auch hinbekommen? Meine fb-Freundin berichtete, dass bis auf eine alte Frau alle für Dienstleistungen die Hände aufhielten.)




    5.a Wer so wie wir mal vom Wege abweichen möchte, fährt auf der Autobahn nach Duisburg und erfüllt sich dabei gleich mal den Wunsch nach einem Erinnerungsfoto.
    Wenn das Blitzerfoto hier eintrifft, wird es nachgereicht.


    6. Münster, die Stadt der Einbahnstraßen! Wir irrten erst einmal umher, fanden dann endlich eine Parklücke. Als wir ausstiegen, trauten wir unseren Augen kaum. Seht selbst. Wer dann dort essen möchte, wo im brechend vollen Hinterzimmer die Messe abgehalten wurde, dem sei nicht abgeraten. Die Küche war gut, die Bedienung freundlich.



    7. In Hannover ist eine Übernachtung im GHOTEL ein Muss, vorzugsweise Zimmer 78. Dort hängt an der Wand doch tatsächlich dieses Foto. Wenn das kein Zeichen war. Es kann einfach kein Zufall sein, wenn hier so klar SEIN Wille, uns durch Zähneputzen und den Gebrauch von Zahn - Pasta mit ihm zu verbinden, zum Ausdruck gebracht wird. Bruder Spaghettus hat dort auch noch eine Reliquie zurückgelassen, eine Zahnbürste, sogar elektrisch. Könnte aber sein, bis die ersten Pilger dort eintreffen, ist die schon wieder an uns weitergeschickt.


So, wer mal Lust auf die etwas andere Art hat, seine Freizeit zu gestalten und auch mal das Pilgern probieren möchte, nur zu. Uns jedenfalls hat es sehr gut gefallen. Wir lernten viele nette Leute kennen und hatten eine kurzweilige Zeit.

Wem diese Tour aber zu unpiratig ist, der begebe sich über den Großen Teich nach Kansas. Achtung, das ist nur für ganz harte Kerle geeignet.

Arrrgh
Eure Elli Spirelli

Kommentare:

  1. Gut gemacht, In einer blauen Stunde könnte mancher geneigt sein, dieser Kirche beizutreten.
    Leider wird der Weg dazu nicht beschrieben.
    Elitärer Spaßverein ?

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  2. Nicht nur in der.
    Aber Spaßverein? Um Monsters Willen, wir nehmen unsere Aufgabe überaus ernst und auch wenn wir ganz zweifellos zur Elite zählen, elitär sind wir trotzdem nicht. ;)

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  3. Ach, ich vergaß völlig die Frage nach dem Weg zum Pastafaritum.

    http://www.pastafari.eu/index.php?kategorie=8

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