29.03.2012

Das Wort zum Freitag


Brauchen Atheisten Religion?

Selbstverständlich, werdet ihr, meine lieben Brüder und Schwestern sagen, selbstverständlich. Und ihr habt Recht. Das Fliegende Spaghettimonster ist nicht mehr wegzudenken aus der atheistisch-humanistischen Bewegung.

Das meint aber Alain de Botton gar nicht, wenn er seine Religion für Atheisten entwickelt. Nein, er meint, die müssten von den Kirchen lernen, Riten übernehmen und sogar eigene Tempel errichten. Den ersten möchte er in London immerhin 46m hoch bauen.  Manche sagen, alles nur Werbung für sein eben erschienenes Buch. Er sagt,"Wegen Menschen wie Richard Dawkins und Christopher Hitchens ist der Atheismus bekannt geworden als destruktive Kraft. Aber es gibt viele Menschen, die nicht gläubig sind, aber nicht aggressiv gegen Religion sind" . Nun möchte er mit einem positiven Atheismus dem entgegen steuern.
Beides ist gut möglich. Ebenso aber auch, Alain de Botton hat als erfolgreicher Geschäftsmann einfach erkannt, auch mit „atheistischer Religion“ ließe sich gut Geld verdienen.  Da böte sich dann auch gleich eine Begründung, warum er auf Atheismus und nicht auf Humanismus, Brights, Freidenker oder andere abstellt. Mit Atheismus wird das Geschäftskonzept einfach umfassender und er erwischt alle, wenn er behauptet: „Im Gegensatz zu Religion neigt der Atheismus dazu, sich gegenüber unserer Bedürftigkeit kalt und ungeduldig zu verhalten“  um damit sein atheistisch religiöses Geschäftsmodell zu begründen.
Völlig falsch, denn Atheismus ist nun mal keine Weltanschauung, er lehnt lediglich die Existenz von Göttern ab. Mehr ist da nicht, mehr lässt sich da nicht hinein- und erst Recht nicht anschließend als Manko herausdeuten. Atheistmus ist einfach neutral und leer und lässt sich auch mit noch so vielen Tempeln nicht mit Inhalt füllen.

In den Tempeln sollen „atheistische Heilige“ als Statuen stehen, Künstler oder Wissenschaftler, und „Predigten“ sollen die atheistische Seele erquicken. Dabei übernimmt AdB ohne Scheu Worte, die einen Zusammenhang herstellen, der nicht im mindesten an Atheismus erinnert. Vielleicht hält er Wortwahl einfach nicht für wichtig. Das tut auch Harald Stücker zu dem Thema auf wissenrockt wenn er schreibt: „Wer diesem Vortrag von Lawrence Krauss gern gelauscht hat, obwohl er den Inhalt schon kannte, sich jetzt aber daran stört, dass er „Predigt“ genannt wird, der streitet wohl wieder um Worte. Wenn diese „Predigt“ erbaulich ist, dann nicht im herkömmlichen Sinn von „erbaulich“. Seine Botschaft wird man in Kirchen eher selten hören“

Dabei lohnt es sich unbedingt, um Worte zu streiten. Worte stellen Zusammenhänge her. Worte können erheitern, beleidigen, aufstacheln und abwiegeln. Worte können als Diskriminierung oder als Lob verstanden werden. Worte sind Macht.
Wer ohne Not Worte  übernimmt, die weltweit einen bestimmten Zusammenhang setzen, übernimmt diesen Zusammenhang und gibt damit Macht ab. Kein Wunder, wenn deshalb ein christliches Portal bereits frohlockt  „Der plakative Spruch: «Kein Glaube, ist auch ein Glaube» erhält neue Nahrung.“ und dafür  Alain de Botton anführt. Bezeichnender Weise unter der Überschrift „Auf der unbewussten Suche nach Gott?“  

Nein, liebe Gemeinde, für uns  ist das nichts. Nicht diese Religion und nicht dieses Wortwirrwar.
Wer zwischen Staat und Religion eine klare Trennung erreichen will, braucht zuerst eine klare Trennung im Kopf.
Diesen Satz, liebe Schwestern und Brüder, solltet ihr euch ruhig merken und ihn überall anwenden, wo euch atheistische Religion empfohlen wird.

22.03.2012

Das Wort zum Freitag



Islamophobie > Christianophobie > Pastaphobie

Liebe Schwestern und Brüder,

wir alle mussten gerade schockiert erleben, wie unsere einzig wissenschaftliche und einzig friedfertige Religion bewusst diffamiert wurde. Da wurde in einer Weise erfunden, gelogen und verbogen, dass es schon Verleumdungscharakter hatte. Gegen Verleumdung kann man vorgehen. Nein, machen wir hier nicht. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es bei solchen Verstößen bereits grundsätzliche rechtliche Regelungen gibt. Dann hätten wir da auch noch den § 166 StGB, der vor solchen üblen Attacken schützen könnte. Allerdings nur, wenn Gläubige Pastafari deshalb auf die Straße gehen und randalieren, in großem Stil Fahnen oder Bücher verbrennen oder sonst etwas tun, was geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören. Etwas also, das bei unserer friedfertigen Religion undenkbar ist.

Natürlich ist es ungerecht, wenn ausgerechnet die Krawallmacher geschützt werden, natürlich können wir uns mit so einem Zustand nicht zufrieden geben. Was aber tun?
Wie immer hilft es da, von anderen Religionen zu lernen. In dem Fall vom Islam. Der hat es durch ein einfaches Zauberwort geschafft, sich weit vor eventuell rechtlicher Relevanz bereits jede auch nur noch so leise Kritik erfolgreich zu verbitten.
Nein, nicht lachen, natürlich handelt es sich dabei nicht um das altbekannte „bitte“. Das wäre viel zu schwach. Es musste ein starkes Wort sein, eins, das nicht nur sagt, Kritik am Islam ist falsch sondern eins, das den, auf den es angewandt wird, auch gleich noch als unnormal, krank und schlechten Menschen hinstellt. Eins, das nicht Fakten betont sondern von hoher emotionaler Wirkung ist. Eins, das richtig trifft und von den politisch korrekt Denkenden mit Freude aufgegriffen und verbreitet wird, kurz, eins, das nicht unterscheidet zwischen berechtigter Kritik am Islam und Diskriminierung  von Muslimen. 

Zuerst kam man Ende der 70ger auf so eine pfiffige Idee im Iran. Dort wurden Frauen, die keine Lust hatten, das muslimische Kopftuch zu tragen, so bezeichnet. Auch Salman Rushdie lies sich damit trefflich einordnen. Die Hizb ut-Tahrir („Partei der islamischen Befreiung“), in Deutschland verboten, landete dann in Großbritannien Mitte der 90ger den großen Treffer. Als ihr dort wegen Werbung für Selbstmordanschläge das Verbot droht, führte sie an englischen Universitäten eine Kampange „Stoppt die Islamophobie“ durch. Mit großem Erfolg. Sie hat nicht nur erreicht, dass die Gruppierung nicht verboten wurde, sie hat auch einen Begriff salonfähig gemacht. Das ist ihr so gut gelungen, dass StartPage den Begriff Islamophobie  fast schon genau so häufig findet, wie den Antisemitismus, auf den häufig abgestellt wird. Im englischen Sprachraum ist das  bereits umgekehrt.

Es ist also kein Wunder, wenn ein solch erfolgreiches Konzept kopiert wird. Wir sollten uns auch  nicht daran stören, dass auch die Christen das bereits erkannt haben. Christianophobie findet StartPage bereits knapp 40.000 mal. Wir sollten einfach auf den Zug aufspringen. Folgen wir unseren französichen Glaubensbrüdern. Sie haben es immerhin geschafft, dass Pastaphobie schon 8 mal gefunden wird.
Klar, da ist noch Platz nach oben. Füllen wir ihn aus. Teilen wir dieses Post so oft es geht. Schreiben wir das Wort auf Papier, an Wände und überall ins Netz. Vor allem aber, bezeichnen wir alle, die uns nicht als Religion anerkennen oder uns gar als falsche und schlechte Religion abstempeln, als pastaphob.  Eine bissfeste Drohung, dass solchen Typen, so sie nicht sofort von ihrem monsterlosen Tun ablassen, keine Pasta mehr schmecken wird, sollten wir dabei keinesfalls vergessen. 

Euer     

      

20.03.2012

NeunBeere,
die Piratenpartei und die
Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters


Auf Facebook hatte mich ein Freund auf eine neue Entwicklung bei den Piraten aufmerksam gemacht und gefragt, ob das nichts für uns wäre. Weil ich freundschaftlichen Ratschlägen gern folge, habe ich da mal dezent nachgehakt und ne Email an NineBerry, wie ich inzwischen weiß unter dem Klarnamen Christian Schwarz Vorsitzender des Bezirksverbands Karlsruhe der Piratenpartei, geschrieben. Als der nachfragte, ob er bei seiner geplanten öffentlichen Antwort meinen Post veröffentlichen dürfe, war ich erst mal erstaunt. Öffentliche Antwort? Warum? Ach, klar, gute Gelegenheit mal wieder ein paar Klicks auf die Seite zu bekommen. Weil auch ich die ganz gern hab, gabs natürlich das Einverständnis. Eine Weile später auch die Antwort. Mit Richtigstellungen, Ratschlägen, Hinweisen auf persönliche Mängel und ein paar gewaltigen Strohmännern, die beim Abfackeln einen maßgeblichen Beitrag zur Energiesicherung leisten können.
Kurz, genau so, wie man es sich von einem aufstrebenden Jungpolitiker vorstellt. Auch Piraten sind halt Menschen.

Hier nun, aus bereits erwähnten Gründen und weil auf öffentliche Posts eine öffentliche Antwort selbstverständlich ist, die meinige.

Liebe Bruder Neunbeere,

ja, Bruder, denn trotz unserer Weisheit haben wir Pastafari ein Herz für die Unverständigen.
Wir wissen, nicht jedem erschließt sich gleich die unfassbare Klarheit und Wahrheit die in unserem Glauben steckt, nicht jeder versteht sofort, wir haben die einzig wissenschaftliche Religion und mancher nicht einmal, wenn man ihn auf unsere Satzung aufmerksam macht. Ganz besonders verstehen wir dich, wenn wir nun wissen, auch in eurer Partei sind, ähnlich wie bei der SPD, bestimmte weltanschauliche Arbeitsgruppen einfach nicht da.

Sogar mit Vergnügen registrieren wir, dass du als Amonsterist dich, wenn es dir zu deinem Vorteil gereicht, auf Seine göttlichen 8 AmLiebstenWäreMirs beziehst. Die sind im übrigen so klar, dass sie keinerlei Auslegung bedürfen.

Ganz toll finden wir dich als Baumeister. Auch wenn die Bauwerke nur aus Stroh sind, solch ein Talent muss gewürdigt und extra darauf hingewiesen werden:

- Natürlich verletzen harmlose Späße nicht unsere religiösen Gefühle. Wir lachen über sie.
- Natürlich muss unser Glaube mit Kritik und Satire zurecht kommen. Wir fordern die regelrecht, denn nur so ist unser oberster Glaubenssatz „Keine Dogmen“ wirklich umzusetzen. Deshalb sind wir auch die einzige Religion, die nicht, wie von dir unterstellt, jemals zu anderem als zum Wort gegriffen hat.
- Natürlich wird es nie eine Bindung unserer Kirche an eine Partei geben.
- Natürlich ist aber eine punktuelle Zusammenarbeit möglich. Genau deshalb hatte ich geschrieben: „Zwar sind wir grundsätzlich parteipolitisch ungebunden, aber ein punktuelle Zusammenarbeit könnte ich mir gut vorstellen.“

Regelrecht begeistert sind wir, wenn du schreibst, ihr seid eine Partei, die sich ganz besonders für Glaubensfreiheit und eine strikte Trennung von Kirche und Staat einsetzt. Bisher waren uns solche Beschlüsse nur von Unterverbänden bekannt. Kannst du uns bitte den zukommen lassen, der das für die ganze Piratenpartei festlegt? Denn, du wirst verstehen, da Absprachen mit Parteivorständen wenig sinnvoll sind, halten wir auch solche Aussagen von Parteivorständen und letztlich diese selbst für wenig sinnvoll.

Wenn diese Aussage von dir tatsächlich stimmt, muss ich meine positive Haltung zur Piratenpartei wohl gründlich revidieren. Verlässliche Absprachen sind überall im Zusammenleben notwendig, wenn dieses funktionieren soll. Große Gruppen suchen aus rein praktischen Gründen dafür Vertreter. Wer seinen Vertretern nicht die Rechte zubilligt, Absprachen im Namen der ganzen Gruppe zu treffen und nach außen bindende Verträge zu schließen, sollte konsequenter Weise auch gar nicht erst solche Vertreter wählen.Vor allem aber ist der im gesellschaftlichen Handeln so eingeschränkt, dass unklar ist, ob er überhaupt jemals handeln könnte.

Da aber, siehe oben, dort wo keine Absprachen mit Parteivorständen sinnvoll sind es auch nicht sinnvoll ist, ihre Aussagen als Aussagen zu werten, die für die ganze Partei zutreffen, nehme ich die deinige mal als Privatmeinung eines Piraten unter vielen.

Ich wünsche dir immer genug Hände an Deck des Schiffes, auf dem du segelst und immer einen Kapitän, der diese Hände bei Bedarf schnellstens in die Wanten schickt statt sie mit dem Abstimmungsfinger nach oben in den Sturm  halten zu lassen.

Dein Bruder Spaghettus.

PS. Natürlich sind übrigens auch wir für ungestempelte Eier. Das sind nämlich die frischen direkt aus dem Hühnerstall, die wir am liebsten verwenden. ;)

16.03.2012

Humanistischer Stammtisch Templin gegründet


Am 15.03. trafen sich 5 Templiner zum ersten Humanistischen Stammtisch im „Grünling“. In lockerer Atmosphäre gab es ein erstes Kennenlernen, wurden Meinungen ausgetauscht und diskutiert. Das kam bei allen Teilnehmern gut an und so wurde beschlossen, diesen Stammtisch regelmäßig durchzuführen. Dabei sollen nicht nur Meinungen diskutiert, sondern auch Veranstaltungen organisiert und die Wahrnehmung humanistischer Anliegen in der Öffentlichkeit gefördert werden. Alle, die ebenfalls den Menschen als Maßstab ihrer Moral und Ethik haben und ihn in das Zentrum ihres Handels stellen, alle die bei unserem Anliegen mithelfen wollen, aber auch alle, die einfach nur mal mit uns reden oder gemeinsam mit uns gesellig sein wollen, sind herzlich eingeladen.
Der Humanistische Stammtisch findet jeden ersten Donnerstag im Monat im „Grünling“ statt. Beginn ist 19:00 Uhr. 
Jeder kann einfach vorbei kommen. Wer seinen Platz aber sicher haben möchte, sollte bis spätestens eine Woche vor Termin, bis dahin müssen wir reservieren, eine Email an humanisten@freenet.de schicken oder sich telefonisch unter 03987702676 anmelden.

15.03.2012

Das Wort zum Freitag


Email aus Templin

Zunächst möchte ich mich bei Reiner Vedder dafür bedanken, dass er mir die Veröffentlichung seiner folgenden Mail erlaubt hat. Sie bildet den Rahmen für mein heutiges „Wort zum Freitag“.

"Sehr geehrter Herr Weida und all die anderen Spaßmacher, es würde mich schon interessieren, was Sie dazu bringt, einen solchen Kampf auszufechten. Da wäre mir mein kurzes Leben zu schade. Ich persönlich möchte mich lieber konstruktv mit verschiedenen Meinungen auseinandersetzen, zu denen auch gerne der Atheismus gehören kann. Es ist mir alles zu unsachlich. Sie wissen selbst, dass eine Umschichtung der Aufgaben der Kirchen das Ganze auch nicht billiger macht. Doch es ist klar, dass man über diese Dinge streiten kann- und gerne auch soll. Da fehlt mir die sachliche Kompetenz.
Wenn aber nun Menschen daran glauben, dass ein Höchstes Wesen uns zur Mitmenschlichkeit auffordert und uns in Jesus ein Vorbild gesandt hat, das für mich der Inbegriff der Mitmenschlichkeit ist (für den anderen da sein bis in die letzte Stunde), dann bin ich zufrieden. Gott zu suchen ist eine große Freude, das dürfen Sie glauben. Und das ist nun wieder MEIN Leben, dafür erwarte ich etwas Respekt.
Die ganzen Irrungen und Wirrungen gab es ja nun immer in der menschlichen Geschichte, da darf sich der Atheismus nicht reinwaschen (der in verschiedenen Verkleidungen aufgetreten ist - auch in kirchlichen), denn er ist im letzten auch nur ein Glaube. Ihm bleibt nichts anderes übrig als den Menschen zum Maß aller Dinge zu machen. Das halte ich persönlich auf jeden Fall auch für gefährlich.
Es wird nichts bringen, wenn wir uns hier unsere verschiedenen Glaubensansichten um die Ohren hauen. Aber der Tonfall Ihrer Veröffentlichungen ist mir doch ein wenig zu militant. Das erinnert mich zu sehr an intolerante Zeiten, die ich in meiner Jugend erleben durfte. Ich dachte, das hätten wir hinter uns. Bitte ein wenig mehr Sachlichkeit, wenn Sie sich schon mit Glauben auseinandersetzen. Sie machen es sich entschieden zu einfach."


Solche Emails zu beantworten fällt mir aus verschiedenen Gründen immer schwer. Das sind zum einen inhaltliche. Nicht immer ist ganz klar, was eigentlich angesprochen ist. Manches kann ich nur vermuten und damit auch mal schief liegen. Das sind aber auch stilistische. Die Antwort soll persönlich sein, aber nicht persönlich werden. Bei aller Klarheit in der Darstellung der eigenen Position möchte ich doch nicht unnötig verletzen. Letztlich bleibt auch noch die Frage, als was antworte ich? Als tiefgläubiger Pastafari oder als strenger Atheist?

Heute habe ich mich, um für den Absender und für alle, die das Wesen des Pastafaritums noch nicht ganz erfasst haben, verständlicher zu sein, für das Letztere entschieden. Weil solche Antworten doch etwas Arbeit machen die möglichst breit genutzt werden soll und weil die Antworten auf die Punkte, die ich mir aus dem Schreiben gezogen habe, sicher auch andere interessieren, habe ich mich außerdem für die öffentliche Antwort entschieden. Dabei gehe ich in der chronologischen Folge der Mail von Reiner Vedder vor.

Warum führe ich einen Kampf?
Ich bin mir nicht bewusst, einen Kampf zu führen. Ich vertrete meine Meinung klar und bewusst. Dabei weise ich nicht nur auf die Stärken meiner humanistischen Weltanschauung hin, sondern auch auf die Schwächen religiöser Weltanschauungen und die ihrer Organisationen. Die hatten lange Zeit das alleinige Monopol auf Moral und Ethik. Wenn sich jetzt immer mehr bewusste Humanisten zu Wort melden, die dieses Monopol anzweifeln, die gar bestimmte religiöse Grundsätze als falsch werten, und deshalb jegliche religiösen Privilegien ablehnen, wird das von manchem Gläubigen scheinbar als Kampf empfunden. Tatsächlich ist es nur der Wettbewerb zwischen Weltanschauungen, wie er in einem Staat ohne Staatsreligion völlig normal ist.

Macht eine Umschichtung der Aufgaben der Kirche das Ganz billiger?
Hier geht es wohl um die Sozialleistungen der Kirchen und das Geld, das die Kirchen vom Staat bekommen. Wer da noch nicht informiert ist, sollte sich dieses Video ansehen.

Würde man die sozialen Leistungen der Kirchen dem Staat übertragen, würde das wahrscheinlich sogar etwas teurer für diesen werden. Immerhin bezahlen Diakonie, Caritas und andere kirchliche Träger tatsächlich etwas, zwischen 2 und 8 Prozent, aus der eigenen Tasche dazu. Den Rest zahlen schon jetzt andere, hauptsächlich der Staat. Für dieses Mehrkosten gäbe es aber auch Vorteile. Die Mitarbeiter in den kirchlichen Einrichtungen würden nicht mehr dem zum Teil unwürdigen kirchlichen Sonderarbeitsrecht unterstehen, sie dürften nicht mehr nach Weltanschauung ausgesucht werden genau so wenig, wie die Patienten und Betreuten in kirchlichen Einrichtungen oder die Kinder in kirchlichen Kindergärten und Schulen.
Würde man die sozialen Leistungen nicht dem Staat übertragen, sondern anderen, nichtreligiösen Trägern wäre der gleiche Effekt erreicht, und das sogar ohne jede zusätzlichen Kosten für den Staat, denn auch diese Träger müssen einen Eigenanteil erbringen. Der ist oft sogar noch höher als der kirchliche.
Würde man die in den Jahren immer ausuferndere finanzielle Förderung durch den Staat insgesamt kürzen bis streichen, würde das einen deutlichen Gewinn für die Allgemeinheit bedeuten, denn die meisten dieser Mittel gehen nicht in Sozialarbeit, sondern in den inneren Bereich der Kirchen. Den zu finanzieren sollte, wie in fast allen anderen Ländern der Welt üblich, ausschließlich von den Kirchen selbst realisiert werden.

Muss man Christen grundsätzlich Respekt entgegen bringen?
Hier bietet sich die Gegenfrage an: Warum sollte man das?
Da wäre einmal der menschliche Faktor, also einfach dem Anderen Respekt entgegen bringen, weil er ein Mensch ist. Vielleicht ist es hier auch eine Frage der Definition, aber ich finde es wirklich als unnötig, ja sogar als falsch, deshalb Respekt zu haben. Es gibt Menschen, für die ich alles andere als Respekt empfinde.
Als zweites wäre da noch der weltanschauliche Faktor. Grundsätzlich jedem, der eine bewusste Weltanschauung hat Respekt entgegenzubringen ist ebenfalls falsch. Kaum ein Demokrat würde das wohl Nazis gegenüber tun. Aber es bestände noch die Möglichkeit, wegen besonderer Weltanschauungen Respekt zu erwarten. Auch das ist falsch. Weder Christen, noch Moslems, Juden oder Humanisten haben das Recht, nur auf Grund ihrer Weltanschauung Respekt zu fordern. Respekt begründet sich einzig auf das Handeln von Personen, auf ihre persönlichen Leistungen. Wenn dazu auch das Eintreten für ihre Anschauungen gehört, die Anschauungen selbst jedoch nicht.
Was ich aber Christen entgegen bringe, ist Toleranz. Auch wenn ich ihren Glauben für falsch halte, ich spreche ihnen nicht das Recht ab, den zu haben und zu vertreten. Aber unter den gleichen Bedingungen wie alle anderen Weltanschauungen auch. Also auch mit dem Recht, diesen Glauben anzuweifeln, zu kritisieren oder ihn satirisch zu verarbeiten.

Ist Atheismus ein Glaube?
Atheismus verzichtet auf Götter. Das ist der einzige Punkt, den alle Atheisten gemeinsam haben. Ein Punkt,der etwas verneint. Zum Glauben gehört es aber, etwas zu bejahen. Zu einem Glauben gehört auch mehr als nur ein einziger gemeinsamer Punkt. Schon deshalb kann Atheimus kein Glaube sein.
Atheismus ist nicht einmal eine Weltanschauung, denn auch dazu gehört mehr als ein gemeinsamer Punkt. Es gibt atheistische und theistische Weltanschauungen. Beide können religiöse Züge entwickeln (vor allem Dogmen, egal ob politische oder religiöse oder das Verlangen nach unbedingtem Gehorsam und dem Folgen des Führers, ob der nun Mensch, Gott oder Gottes Vertreter auf Erden ist). Beide können aber auch ohne  auskommen.

Ist es gefährlich, den Menschen zum Maß aller Dinge zu machen?
Dahinter steht wohl die alte Behauptung, Werte bräuchten Gott. Ohne den ließen sich Werte nicht begründen und ohne göttliche Überwachung der Werte mit entsprechender Strafandrohung im Jenseits ließen die sich nicht durchsetzen.
Es ist inzwischen hinreichend nachgewiesen, dass altruistisches Verhalten  angeboren ist. Schon Kleinkinder helfen anderen, obwohl sie noch nicht sozialisiert sind. Nicht Gott, sondern die Evolution hat also Werte gesetzt. Falls Strafen überhaupt helfen, sich richtig zu verhalten, dann ganz sicher  eher die Strafen, die ein von Menschen geschaffenes, auf Gleichheit beruhendes und deshalb anerkanntes Recht schon zu Lebenszeiten vorsieht. Es ist nicht gefährlich, den Menschen zum Maß der Dinge zu machen, es ist höchstens falsch. Denn auch Tiere brauchen Rechte. Glücklicherweise sind atheistische Weltanschauungen nicht darauf angewiesen, den Menschen zum (alleinigen) Maß aller Dinge zu machen. Die besten, wie z.B. der evolutionäre Humanismus, machen den Menschen nicht nur zum Verantwortlichen für sein Handeln, sondern auch zum Gestalter seiner eigenen Ethik auf der Basis eines fairen Interessenausgleichs. Davor braucht man keine Angst zu haben, darauf kann man sich einfach freuen.

Ist der Tonfall meiner Veröffentlichungen zu militant?
Da schließt sich der Kreis zu ersten Frage. Die Antwort könnte ähnlich klingen, denn auch hier kommt es wohl sehr auf den Standpunkt an. Ich selbst halte meine Veröffentlichungen für entschieden, aber doch für sachlich. Oder ist es die Satire, die ich so mag, die als militant empfunden wird? Die macht mir und auch allen anderen Pastafari wirklich  viel Spaß, aber Spaßmacher sind wir deshalb trotzdem nicht. Denn wir nehmen sie ziemlich ernst. Wovor uns aber der Spaß bewahrt ist es, trockene, eifernde Jünger eines Weltbildes zu werden. Das würde einfach keinen Spaß mehr machen. So verabschiede ich mich heute mit einem kleinen Bild über Militanz. Ich wünschte mir, Herr Vedder, auch Sie könnten wenigstens ein kleines bisschen darüber schmunzeln.

08.03.2012

Das Wort zum Freitag - Frauentag, Gleichberechtigung und Quotenregelung


Internationaler Frauentag

was für ein Tag. Auch ich komme nicht umhin, den zum Thema des heutigen Wortes zum Freitag zu machen. Dabei ist dieses Thema für uns Pastafari eigentlich völlig uninteressant. Bei uns gilt seit eh und je, wir sehen auf die Person, nicht auf das Geschlecht. Na ja, jedenfalls wenn es darum geht, danach zu sehen, wo wir jemand an Bord einsetzen. Da kommt einfach jeder da hin, wo seine Fähigkeiten am besten zum Tragen kommen. Egal ob uns ein Bart wächst oder nicht, wer besser kochen kann, kommt in die Kombüse, wer besser klettern kann, in die Wanten, wer besser sehen kann, in den Ausguck, wer besser schießen kann an die Kanonen und wer am besten mit Karte und Kompass umgeht, an das Steuer. Natürlich darf und  muss jeder überall mithelfen, wenn besondere Manöver oder Situationen das erfordern.
Das ist bei uns selbstverständlich, aber noch längst nicht überall. Ja, ich vermute fast, außer bei uns wird überall auf der Welt die Besatzung noch in Männlein und Weiblein unterteilt wie vor tausenden Jahren. Sicher eine Nebenwirkung der Religionen, besonders der abrahamitischen, die verlangen, das Leben nach den Regeln auszurichten, die bei ihrer Entstehung im Umkreis gerade üblich waren. Dummerweise waren das patriarchalische. Matriarchalische wären wohl auch nicht viel besser gewesen. Beide teilen nach dem ein, was zwischen den Beinen hängt oder fehlt und beide schreiben danach feste Rollen und Rechte zu. Weil es aber patriarchalische waren, ist es richtig, wenn wir heute einen Frauentag haben und nicht einen Männertag.
Jedenfalls wenn man den Frauentag als Tag sieht, an dem auf fehlende Gleichberechtigung von Frauen hingewiesen werden soll. Viele sehen es einfach als einen Tag, an dem man den Frauen einfach dafür dankt, dass sie da sind. Auch das hat seine Berechtigung, allerdings dann nur in Verbindung mit einem Männertag.   Mit der Gleichberechtigung sieht es wirklich noch übel aus. Besonders in Ländern, in denen Religion den Alltag bestimmt, gibt es schlimme Beispiele. Da dürfen Frauen nicht Auto fahren, da brauchen Frauen vor Gericht mehr Zeugen als Männer, da werden Frauen noch zwangsverheiratet (Männer allerdings auch) und, Gipfel der Grausamkeit, da wird noch die Genitalverstümmelung von Frauen praktiziert. Auch Knaben werden unsinnigerweise beschnitten, die Folgen sind aber viel geringer um direkt zu vergleichen. Wenn in diesen Gebieten Frauen ihren Tag feiern, gehört dazu Mut. Dort wird dann zu Recht gefordert, diese Gleichberechtigung endlich herzustellen. Gleichberechtigung im wahren Sinne des Wortes: Keine Unterscheidung mehr im geltenden Recht zwischen Leuten mit und ohne Brüsten. Eine Forderung, die selbstverständlich wie das Ramen in der Nudelmesse ist.

In Gesellschaften, in denen die Macht der Religionen im täglichen Leben schwindet, ist man sehr viel weiter. Dort konnten sich Frauenbewegungen etablieren. Es ging um rechtliche Gleichstellung, um sexuelle Selbstbestimmung  und darum, die patriarchalischen Rollenbilder aufzulösen. Die Bewegungen wurden mächtig und veränderten das, was schon lange anders hätte sein sollen. Rechtliche Gleichstellung ist   deshalb heute in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Fast, denn nachdem die traditionelle Frauenbewegung ihr Ziel erreicht hat, ist eine neue, der Feminismus, an ihre Stelle getreten. Nicht mehr Gleichberechtigung ist das Ziel, sondern Emanzipation. Was als Benachteiligung von Frauen gesehen wird, es oft auch ist, soll durch gesetzliche Regelungen geändert werden. Regelungen, die wie selbstverständlich die gerade erst erreichte rechtliche Gleichstellung wieder aufheben. Die angedachte Quotenregelung für Frauen in Führungsetagen ist ein treffliches Beispiel. Wobei ich da was nicht ganz verstehe, warum nur für Führungsetagen? Wenn schon Quote, dann doch überall, in der Stadtreinigung, dem Stahlwerk, dem Bau, auf dem Fernlaster, in der Armee aber natürlich auch im Kindergarten, beim Friseur, beim Psychologiestudium oder bei Sorgerechtsstreitigkeiten. Spätestens jetzt wird ersichtlich, Quoten in allen Bereichen sind wenig sinnvoll. Anders geht es aber nicht wenn wir die Gleichberechtigung ernst nehmen. Weshalb nur eine Schlussfolgerung bleibt, Quoten sind generell nicht sinnvoll. Manches lässt sich nicht gesetzlich regeln, manches braucht seine Zeit. Kommen wird es, wenn die Ausgangsbasis, die volle rechtliche Gleichberechtigung, stimmt. Was dann noch fehlt, ist nur das rechte Beispiel.

Deshalb, liebe Brüder und Schwestern, setzen wir unsere Kraft dafür ein, dass sich alle an uns, den Pastafari, ein Beispiel nehmen. Leisten wir so unseren Beitrag für eine Gesellschaft, in der jeder, unabhängig von Äußerlichkeiten und auch Fähigkeiten als gleichberechtigtes Mitglied gilt und nur daran gemessen wird, ob sein Handeln unser Schiff flott hält und voran bringt...

06.03.2012

Seine Schöpfung

Was kann ein gläubiger Pastafari besseres tun, als all die Schönheit, die um uns ist, zu betrachten und zu teilen. Dies alles ist SEIN Werk, dies ist SEINE Schöpfung und wo könnten wir IHM besser begegnen, ES besser preisen als damit, diese zu achten und zu beachten. Nie und nimmer kann soviel Schönheit, soviel Erhabenheit das Werk zufälliger Evolution sein, wie es wertlose Gottlose behaupten.

Zeigen wir den Ungläubigen diese Schönheit, machen wir ihnen klar, wie sie in der Kunst, der Wissenschaft, der Philosophie aber vor allem in der Natur und in uns selbst zu finden ist. Nur der wahren Erkenntnis völlig Unfähige könnten ES dann noch verleugnen.

01.03.2012

Das Wort zum Freitag

 

Netzwerke II

Wieder einmal steht das Wort zum Freitag an und wieder einmal drücke ich mich vor dem Thema, das schon lange auf meiner Liste steht. Damit die Spannung bleibt, verrate ich noch nicht, welches das ist.
Stattdessen fiel mir ein, dass ich schon lange nichts mehr von gutefrage.net eingestellt habe. Da die erste Aufstellung von Fragen und meinen Antworten dazu den Klicks nach recht gut angekommen ist, lege ich hier einfach noch mal nach. Dabei habe ich in erster Linie solche Antworten genommen, die viele Gegenantworten gebracht haben. Wer wissen möchte, wie der eine oder andere Gläubige so tickt und wie die weltanschauliche Gegenseite darauf reagiert, sollte wirklich mal auf die Fragen klicken und die gesamte Diskussion im Original lesen. Da erstaunlicher Weise nicht immer meine Antworten die meisten Punkte bekommen haben :oh: müsst ihr gelegentlich etwas nach unten scrollen. Manchmal lohnt es sich aber auch, schon mal in die Antworten davor zu sehen.
Ein wesentliches Hindernis in der gesellschaftlichen Entwicklung, weil sie die nicht nach menschlichen Maßstäben, sondern nach angeblich göttlichen lenken will.  
Ein wesentliches Hindernis der Entfaltung der Persönlichkeit, weil sie selbst Ungläubigen vorschreiben will, wie sie sich zu verhalten hätten.   
Ein wesentliches Hindernis der Entfaltung der Demokratie, weil sie deren Grundwerte, wie Gleichhberechtigung und Freiheit der sexuellen Orientierung bekämpft.  
Ein wesentliches Hinderniss bei...... noch so vielen Sachen, die erstrebenswert wären.
Trotzdem möchte ich die Kirche nicht abschaffen. Sie soll lediglich von all ihren Sonderrechten befreit und einzig von denen unterhalten werden, die sie für notwendig halten.

Ist Valentinstag für Muslime verboten?
      
Das ist doch einfach Blödsinn. Natürlich ist Valtentinstag für Muslime erlaubt. Wer nicht mal was gegen Zwangsheiraten hat, den juckt doch so ein bisschen Freudenzauber nicht die Bohne.
(mit anschließender Diskussion um Zwangsheiraten und das Hochzeitsalter von Aisha)

Tut Gott in der Bibel etwas aus Liebe ?

Nein, der, den die Christen als Gott sehen, hat nichts aus Liebe getan. Er hat immer nur belobigt oder gestraft, er hat immer nur in die unterschieden, die ihm gehorchten und die, die das nicht tun.
Es ist ein beklemmendes und erschütterndes Zeichen, wenn heute Christen die Sage, dass jemand seinen Sohn foltern und töten lässt, als Liebesbeweis sehen.
Warum hat der angeblich liebe Gott denn nicht einfach zu den Menschen gesagt "alles vergeben und vergessen mit der Erbsünde?" Er ist doch allmächtig, er hätte das also gekonnt. Aber nein, er ist sauer und besänftigt sich selbst, indem er jemand, dann auch noch seinem Sohn, einen langsamen, qualvollen Tod am Kreuz verschafft. Einfach eklig.
(mit langer Diskussion)

BEWEIS FÜR GOTTES EXISTENZ??!

Es gibt mehr als 30.000 Götter, die heute noch auf Erden angebetet werden. Beweisen lässt sich kein einziger. Bei den meisten lässt sich aber beweisen, dass es sie nicht gibt. Es kommt nur darauf an, wie genau der jeweilige Gott beschrieben ist. Anhand dieser Eigenschaften kann man sie dann widerlegen. Bei deinem, dem christliche Jahwe, ist das z.B. ganz leicht. Der soll ja allmächtig sein. Allmacht ist aber gar nicht möglich, also kann auch dieser Gott nicht existieren. Oder könnte der einen Stein schaffen, den er selbst nicht heben kann?

Wieso wurde die Bibel nie (komplett) verfilmt?

Schon deine Aussage ist falsch. Die Bibel ist keinesfalls das meistverkaufte Buch der Welt, sondern nur das meistverteilte. Ein wichtiger Unterschied.Du bist auch auf dem richtigen Weg, wenn du an rechtliche Gründe denkst, wenn die Bibel bisher nicht vollinhaltlich verfilmt wurde. Allerdings nicht wegen religiöser rechtlicher Bedenken, sondern weil dieser Film dann wegen der Abscheulichkeiten und Grausamkeiten die Gott und sein Lieblingsvolk darin begehen, zwingend in die Kategorie ab 18 eingeordnet werden müsste. Das aber will wohl niemand offiziell zugeben, denn natürlich trifft das nicht nur auf den Film, sondern auch auf das Buch selbst zu und die Bibel müsste dann auf den Index. Was für einen Aufschrei würde das geben?

Ich glaube nicht an Gott aber an Feen und Elfen Verrückt?

Eigentlich macht es keinen Unterschied, eins ist so verrückt wie das andere.
Elfen und Feen haben aber wenigstens den Vorteil, weder Missionsgebote zu verbreiten noch einen Alleinvertretungsanspruch zu haben oder gar die Menschen in gut und böse einzuteilen, nur weil sie etwas anderes glauben. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass jemals im Namen von Feen und Elfen Krieg geführt wurde.
Also ist dein Fee-Elfenglaube deutlich fortschrittlicher und gesellschaftsfreundlicher als die ganzen Götterglauben, egal welcher Art. Du kannst also im Religionsunterricht ruhig stolz auf dich sein