26.04.2012

Das Wort zum Freitag





gebe ich gern. Wenn sie sogar noch von denen, die sie erhalten haben, als hilfreichste angesehen werden, sind die vielleicht auch für andere interessant. 
Hier deshalb ein Auswahl. Gelegentlich werden die Fragen noch erläutert oder es gibt eine kleine Diskussion. Deshalb sind alle Fragen für die, die das interessiert,  als Link angelegt

Wie verbreitet sich eine Religion und wie entsteht sie überhaupt?

Religionen werden mal von einzelnen erfunden, mal entwickeln sie sich. Fast immer übernehmen sie dabei Teile vorheriger Religionen.Damit sie sich durchsetzen braucht es jemand, der sie nutzt. Beim Christentum war das vor allem Theodosius, der per Gesetz eine bestimmte Form des Christentums zur Staatsreligion gemacht hat, (es gab ziemlich viele unterschiedliche) und alle anderen und natürlich erst Recht die nichtchristlichen Religionen, verfolgt hat. Er hat ihre Tempel schleifen, ihre Bücher verbrennen, ihre Führer töten lassen usw. Das Christentum ist also in erster Linie durch das Schwert zur Weltreligion geworden. Ganz ähnlich sieht es beim Islam aus. Nur die Juden, die nicht missionieren, haben darauf verzichtet. Was aber nicht heißt, dass die, als sie noch die Macht hatten, nicht ebenso gewalttätig waren. (siehe Bibel).

Später hat sich das Christentum, katholisch wie evangelisch, sehr über die Fürsten verbreitet. Die haben meist aus politischen Gründen eine bestimmte Richtung angenommen, ihre Untertanen mussten folgen.
So war es in Europa. Wie sich das Christentum in Amerika (Völkermord u.ä.) ausgebreitet hat, ist ja reichlich bekannt. Lediglich in Asien war es wohl hauptsächlich durch Mission. Was wohl einfach nur daran lag, dass dort die Christen nie solche Macht hatten.
Ich würde einen Fürsten sich mit einem anderen Fürsten streiten lassen. Darauf hin wechselt der eine seine Religion (entweder von heidnisch zu christlich oder von katholisch zu evangelisch, je nach dem, welche Zeit du nimmst) um Verbündete gegen seinen Streitpartner zu finden. Dann würde ich noch einen Trompeter oder so durchs Dorf ziehen und verkünden lassen, dass ab sofort die alte Religion verboten ist, deren Kultgegenständen vernichtet werden müssen, eine Steuer für den Bau einer neuen Kirche zu zahlen ist und alle Untertanen den neuen Glauben anzunehmen haben.

  

Vereine müssen, jedenfalls wenn sie gemeinützig sein möchten, ganz bestimmte Auflagen erfüllen, die auch vom Finanzamt kontrolliert werden. Dazu gehört auch die Kontrolle der Finanzen. Diese Gemeinnützigkeit ist wichitig, weil sie bestimmte Vergünstigungen für diese Vereine mit sich bringt.

Die Großkirchen bekommen Vergünstigungen zuerkannt, die weit über die von gemeinnützigen Vereinen hinaus gehen. Das ohne jede Verpflichtung und, vor allem, ohne jede finanzielle Kontrolle. Die können ihr Geld zu Fenster raus schmeißen, sich dafür Weinlager anlegen oder teure Bilder für ihre Wohnungen kaufen wie sie lustig sind, ohne Angst vor irgendeiner Art staatlicher Sanktionen haben zu müssen.
 

Wie drücke ich mich um den Gottesdienst?

Was ist denn das Problem für dich? Götter gibts nicht, also kann dir der Inhalt der Messe doch völlig schnuppe sein. Lass die einfach babeln und schau zu.
Ist es die lange Weile? Dann beschäftige dich damit, die Leute zu beobachten, Teile des Bauwerkes anzusehen oder auf Fehler, Widersprüche und Albernheiten in der Predigt zu achten.
Kurz, sieh das nicht als religiöse Handlung, damit tust du der Kirche viel zu sehr Ehre an, sondern sieh es als geistige Massenverwirrung und suche die lustigen Stellen.
 

Warum ist die Kirche eine soziale Einrichtung ?

Die Kirche ist keine soziale Einrichtung, sondern eine Einrichtung zur Verkündung. Das ist ihr oberster Auftrag.
Die Kirche unterhält allerdings soziale Einrichtungen. Die werden allerdings nur zu einem ganz, ganz geringen Teil von ihr selbst finanziert. Das überaus Meiste, oft sogar 100%, zahlt die öffentliche Hand. Im Schnitt zahlt die Kirche etwa 8% Eigenanteile. Damit ist ihr Eigenanteil deutlich geringer als der anderer Träger. Ich war selbst jahrelang bei einem freien Träger der Jugendhilfe, der musste 10% der Lohnkosten und 50% der Sachkosten selbst zahlen.
Für die paar % Eigenanteile hat die Kirche aber erhebliche Vorteile. Der größte ist Wohl der des Imagegewinns. Viele denken so wie du und halten die Kirche tatsächlich für eine soziale Einrichtung und denken, deshalb wäre die Kirchensteuer gut verwendet. Die aber geht größtenteils in den Verkündigungsbetrieb.
Weiterhin hat die Kirche das Recht, in den von ihr mit staatlichem Geld geführten Einrichtungen vor allem das eigene Klientel zu versorgen. Das gilt sowohl für die Hilfsbedürftigen, als auch für die Beschäftigten. Sie kann, im Gegensatz zu allen anderen Einrichtungen in Deutschland, nur die einstellen, die ihrer Konfession angehören. Wenn man dann bedenkt, dass Caritas und Diakonie die weltweit größten Sozialkonzerne sind, in manchen Gegenden Deutschlands gar keine anderen Einrichtungen existieren, ist das ein mächtiges Macht- und Druckmittel.
Das alles, wie gesagt, für einen Eigenanteil der deutlich unter dem anderer Träger liegt. Ein besseres Geschäft hat die Kirche wohl selten gemacht.
 

atheismus referat

Prima Idee erst mal, hier das Fliegende Spaghettimonster mit einzubauen! Infos dazu findest du auf www.pastafari.eu Dort gibt es auch noch weiterführende Links, die wichtigsten wären wohl venganza(punkt)info und fsm-uckermark(punkt)blogspot(punkt)com/ Wenn du da noch Fragen hast, helfe ich gern.

Ansonsten kann man über Atheismus recht gut und ausführlich reden. Über die Arten von Atheisten z.B. Da gibt es die, dei es einfach sind, so geboren wurden und vielleicht nicht mal auf den Gedanken kommen würden, sich so zu bezeichnen. Dann die, die sich schon ihres Atheismus bewusst sind, aber den nicht öffentlich zeigen und zuletzt noch die, die bewusst als Atheisten wahrgenommen werden möchten und auch entsprechende Rechte einfordern.
Eine weitere Möglichkeit wäre die Unterteilung in schwachen und starken Atheismus bzw. Atheismus und Agnostizismus. 

Während es für Atheisten keine Götter gibt (wichtig: Mehrzahl!) behaupten Agnostiker, dass sich zur Existenz Göttern keine Aussagen treffen und die sich nicht wiederlegen lassen. Das mag im philosophischen Elfenbeinturm die klar richtige Meinung sein, im realen Leben ist das für mich nur das Ausweichen vor einer klaren Aussage. Zum Einen lässt sich auch die Nichtexistenz von anderen Fabelwesen wie Feen, Elfen, Trollen usw. nicht beweisen Warum sollte man da Göttern eine Sonderrolle zukommen lassen, denn niemand würde sich in Bezug auf die ernsthaft als Agnostikere bezeichnen. Zum Anderen lassen sich nur die Götter nicht widerlegen, die nicht richtig deffiniert bzw. beschrieben sind. 
Je besser beschrieben, um so leichter auch zu widerlegen. Der Christengott z.B. soll ja allmächtig sein. Weil es Allmacht aber nicht gibt, kann es auch diesen allmächtigen Gott nicht geben. Womit du zu der Schlussfrage kommen könntest: Kann Gott einen Stein erschaffen, der so schwer ist, dass er ihn nicht heben kann? und damit in die Diskussion einleiten.
Lass dich nicht vom Gegenargument irritieren, dass es hier von der Fragestellung her gar keine Lösung geben kann. Das trifft nur für uns zu, aber nicht für allmächtige Götter.
 

wo steht in der bibel dass man leute die ihre eltern nicht ehren töten darf?

Na, dann zeige sie deinem Bruder einfach:
"Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Ortes und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Prasser und Trunkenbold. So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe, ..."
(5. Mose 21,18-21)

Wie reagiert die Kirche auf den christlichen Fundamentalismus?


Die Kirchen verlieren Mitglieder, die Fundamentalisten haben Zulauf. Das wollen sich beide Kirchen zu Nutze machen, indem sie sich den Fundamentalisten öffnen.
Beispiel für die Katholiken ist die Anerkennung der Piusbrüder durch den Papst. Dazu googeln nach "Bruderkuss von Papst und Piusbrüdern".
Beispiel für die Evangelen ist deren immer enger werdende Zusammenarbeit mit evangelikalen Gruppe in der EKD. Auch in den Kirchen selbst gewinnen Evangelikale immer mehr Einfluss. http://www.welt.de/welt_print/article1702892/Die-Frommen-sind-auf-dem-Vormarsch....
Dass die Evanglikalen nicht nur harmlose strenggläubige sind, erfährst du, wenn du nach "Aufschwung Jesu" googelst.

 

 

19.04.2012

Das Wort zum Freitag

Die alltäglichen Dinge

Immer wieder mal erreichen mich Mails, in denen Pastafari um Rat bitten. Das ist mir eine große Freude, zeigt es doch sowohl, dass immer mehr Menschen nach dem einzig rechten Weg durchs Leben suchen als auch, dass ich euer Vertrauen erworben habe.
Auch deshalb gehe ich bei solchen Anfragen immer gründlich vor, informiere mich, denke über die Informationen nach und versuche, eine möglichst glaubensgerechte aber auch praktikable Antwort zu finden.  So werde ich auch versuchen, die letzte dieser Mails zu beantworten. Weil das sicher euch alle interessieren wird, mache ich das gleich öffentlich.

„Warum gibst du, lieber Bruder, uns immer Hinweise für unser geistiges Leben, nie aber für den Umgang mit den kleinen Dingen des Alltags? Andere Religionen tun das und ich beneide deren Anhänger manchmal darum.“ wurde ich gefragt.

Eine, wie nun auch ich finde, wichtige Frage.

Jeder weiß, der Islam ist nicht nur Religion, sondern eine komplette Ideologie, die von der Religion bis zur Gesetzgebung alles regelt und dabei voll auf die Einheit von Staat und Islam setzt. Selbst solche Kleinigkeiten, mit welchem Finger man beginnen soll, sich die Fingernägel zu schneiden   (dem kleinen der linken Hand) werden da geregelt.
Auch die Juden habe klare Anweisungen. In 613 Mitzwot, 365 Verboten und 248 Geboten, werden viele Kleinigkeiten des Lebens geregelt. Manche davon sogar sehr sympathisch: 236. Dass man vom Geliehenen keinen Zins nehme. :)

Na, und die Christen erst mit ihrem Katechismus. Der hat nicht nur sehr, sehr viel mehr Ge- und Verbote, der sagt in klaren Worten von heute, was Fakt  ist:
2353 Unzucht ist die körperliche Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau, die nicht miteinander verheiratet sind. Sie ist ein schwerer Verstoß gegen die Würde dieser Menschen und der menschlichen Geschlechtlichkeit selbst, die von Natur aus auf das Wohl der Ehegatten sowie auf die Zeugung und Erziehung von Kindern hingeordnet ist. Zudem ist sie ein schweres Ärgernis, wenn dadurch junge Menschen sittlich verdorben werden.

Aber, Brüder und Schwestern, Piratinnen und Freibeuter, können wir nicht froh sein, dass wir solche Vorschriften nicht haben? Natürlich können wir das. Aber ein kleines bisschen Hilfe im täglichen Leben wäre doch nicht so verkehrt. Nicht als Ge- oder Verbot, sondern als Angebot. Deshalb wird es solche Angebote nun hin und wieder auch im Wort zum Freitag geben.

Heute geht es darum, wie man leckere Pastasauce kocht, die genau so lecker auch als Brotaufstrich schmeckt. Ein Rezept, dass viel Arbeit bedeutet, aber um so mehr Vergnügen bringt.


Zakuska
 

5kg Tomatenpaprika (Pritamin)
5kg weißer ung. Paprika - nicht scharf 
5-6kg Auberginen
2,5kg Zwiebeln
1 Kopf Knoblauch
2-3l dicker Tomatensaft oder dementsprechend Tomaten Mark
1,5 - 2l Öl
Salz, Pfeffer, 3-4 Lorbeerblatt, Einmachhilfe




Die Zwiebel kleinschneiden und in 0,5 l Öl glasig braten. Pritamin und Paprika sehr klein schneiden oder am Fleischwolf durchdrehen (grob) und getrennt je nach Farbe dünsten, bis der meiste Saft verkocht. 





 
Die Auberginen im ganzen backen bis die Haut schwarz wird, schälen und sehr klein hacken. Dann alles zusammen mit allen weiteren Zutaten mit restlichem Öl sehr gut einkochen. 








Im vorgewärmten Gläsern füllen, etwas Einmachhilfe oben drauf und noch heiß trocken dunsten (einbetten) bis es kalt wird.

Natürlich kann man die Menge im Verhältnis reduzieren. Das langsame Auskühlen hat bei uns drei Tage gedauert, wir hatten die Gläser im Schlafsack. Aber es hat sich gelohnt, nicht eins von 36 ist auf gegangen.
Wer möchte, kann statt Auberginen auch Bohnen nehmen. Die müssen dann gekocht durch den Fleischwolf.




12.04.2012

Das Wort zum Freitag

Es steht geschrieben


Merkwürdiges glauben manche Leute. Seltsam ist es, wie sie sich das Große Werden vorstellen, ja, sogar sicher sind, genau so wäre es gewesen. Denen allen möchte ich hier die einzig wahre Wahrheit eröffnen, so, wie sie im Buch geschrieben steht

Der erste Tag: das Licht

Dann sprach das FSM: Es werde Licht, und es ward Licht. Und das FSM schwenkte seine Stielaugen und sah, dass es gut war. Und das FSM schied das Licht von der Finsternis. Das Licht nannte Es Tag, und die Finsternis nannte Es Nacht oder Beste Sendezeit. Da wurde auch Abend und Morgen der erste Tag.

Der zweite Tag: die Feste

Das FSM war des Fliegens müde und konnte auch nicht lange über das Wasser wandeln. Also sprach Es: Es werde eine Feste zwischen den Wassern und das Wasser sammle sich an einem Ort, damit das Trockene sichtbar werde und Höhen forme, die eines Tages den Piraten eine Zukunft bieten mögen … nein, warte: „Feste“ ist ein blöder Ausdruck. Ich nenne es lieber Land. „Feste ahoi!“ klingt irgendwie nicht gut. Und die Sammlung der Wasser nenne ich Meer.

Dann sprach Es: Das Land lasse einen Vulkan wachsen, der Bier speit. Und der Vulkan spie Bier, von welchem Es kostete und so weit ganz akzeptabel fand. Da wurde aus Abend und Morgen der zweite Tag.

Der dritte Tag: das Pflanzenreich

Als das FSM erwachte, betrachtete Es verwundert, was Es am Tag zuvor erschaffen hatte. Aber Es sah, dass es immer noch gut war. Und Es sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras, Grieß, Reis und alles, woraus man Speisen zubereiten kann, die wie Meine Nudeligen Anhängsel aussehen.

An diesem Abend trank ES etwas weniger vom Biervulkan. Da wurde aus Abend und Morgen der dritte Tag.

Der vierte Tag: Sonne, Mond und Sterne

Nachdem das FSM sich etwas ausgeruht hatte, fiel Ihm auf, dass es ringsum schwärzer war als Nudeln mit Tintenfischtinte. Also sprach Es: Es werden Lichter an der Feste des Himmels und scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre. Und also geschah es. Und Es machte zwei große Lichter. Eines, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere. Und der guten Ordnung halber noch ein paar Sterne dazu. Und da Es für den nächsten Tag große Pläne hatte, ging Es früh zu Bett. Da wurde aus Abend und Morgen der vierte Tag.

Der fünfte Tag: Der Urknall

Am fünften Tag stand das FSM früh auf. Dann sprach Es: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen am Himmel, und auch die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jegliches nach seiner Art. Dann lasset sie schmusen und fruchtbar sein. Und Es sah, dass es gut war. Und also war Es schrecklich stolz auf sich und machte sich an diesem Nachmittag schwer am Biervulkan zu schaffen.

Am Abend fiel das FSM aus dem Bett und landete hart auf dem Firmament. Und Es sprach: Diesen Rumms aber nenne ich Urknall. Es hatte jedoch ein ungutes Gefühl und merkte, dass Es in seinem Brausebrand eine Manufaktur im Himmel erschaffen hatte, die spärlich bekleideten Frauen auf transparenten High Heels herstellte. Und die Erde hatte hervorgebracht einen Wicht, dem Es den Namen „Mensch“ gegeben hatte. Und es sprach: Wow. Könnte sein, dass ich mich diesmal übernommen habe. Und da Es nicht mehr genau wusste, welcher Tag es war, beschloss Es, eine schöpferische Pause einzulegen. Die Menschen aber segnete Es und sprach zu ihnen: Von jetzt an ist jeden Freitag frei.


Der Olivengarten Eden

Das FSM legte dann einen Olivengarten an, war aber wohl zu beschäftigt, um nicht zu sagen, zu faul, um sich mit der Arbeit im Kleinen auch noch abzuplagen. Also beauftragte er folgerichtig für kleine Arbeit den kleinen Wicht. Der Einfachkeit halber erlaubte Es ihm fast alles, sogar essen durfte der Wicht, was er wollte. Na ja, Oliven wurden ihm verboten, aber nur aus Sorge um den Wicht, der sich an dem harten Stein der sonst so schmackhaften Olive einen Zahn ausbrechen oder gar am Stein ersticken könnte.

Da das etwas eintönige Essen aus des Gartens Erträgen den Menschen bald langweilte, hatte das gutmütige Monster ein Einsehen und ließ verschiedenste Tiere entstehen. Dann war er neugierig, was der Mensch damit anfangen würde und überließ ihm sogar die Bezeichnung der einzelnen Tiere. So wurde das Vieh zum Rind ernannt, das Schwein zu Schinken oder Speck. Nur das Huhn blieb das Huhn.

Als der Mensch dann vom Monster mehr oder weniger ins Koma versetzt wurde, um ihm eine Rippe zu mopsen und daraus ein Weib zu basteln, überraschte Es dem Wicht nach dessen Erwachen: „Schau mal, es heißt Männin!“

Der Wicht brauchte eine Weile, um die Sache zu erfassen, wollte die Männin dann aber behalten. Daraufhin entschied das Monster, dass ein Mann nunmehr Vater und Mutter verlassen soll, seiner Frau anhangen, um ein Fleisch mit ihr zu werden. Das FSM versprach sich eine interessante Wendung, der Wichtelmann wohl auch, denn er teilte dem Monster mit, Es hätte etwas gut bei ihm.

Irgendwann kam es, wie es kommen musste, der Wicht brach sich einen Zahn am Olivenkern ab. Das FSM zürnte leicht und fragte sich laut, wozu es dem Wicht wohl Ohren gegeben hatte. Verblüfft darüber, Ohren zu haben, entdeckte der Wicht sie bald an den Seiten seines Kopfes. Bei dieser Suche fiel sein Blick auch auf ein kleines Nudeliges Anhängsel zwischen den Beinen. Da es leider unendlich viel kleiner war, als das kürzeste Nudelige Anhängsel des Monsters und auch die Männin es zu bemerken schien, erbat er sich ein Feigenblatt vom FSM. Der Männin missfiel die Größe des Blattes, meinte ein kleineres täte es auch und nörgelte so vor sich hin. Schließlich schielte sie sogar nach einem anderen Kerl, hielt Ausschau nach einem Gärtner im Olivengarten. Das reichte dann wohl dem Wicht. Er blickte sie verächtlich an und gab ihr mit einem einzigen Wort zurück, was sie verdiente. Neugierig welches?! „Zelulitis“

Sich nun ihrer Nacktheit bewusst, flochten sie Feigenblätter zu Schurzen zusammen und versteckten sich vor dem Angesicht des FSM unter Olivenbäumen. Das Monster suchte sie und rief letztlich nach den beiden. Die aber teilten dem Monster mit, dass sie sich vor ihm fürchteten, da sie nackt waren. Das kratzte das Monster wenig. Viel mehr interessierte Es sich gerade für Knobibrot. Nach 5 Tagen der Schöpfung war es nun erschöpft, denn es hatte in dieser Zeit doch tatsächlich zu essen vergessen. Der Wicht aber hatte das Brot versteckt und log obendrein das Monster auch noch an, dass alles Knobibrot von ihm und der Männin aufgegessen worden wäre.

07.04.2012

Krass, der Grass


Nun, da die Debatte langsam am Abklingen ist, habe auch ich endlich einmal das Werk gelesen, das Grass mit letzter Tinte geschrieben hat. Wer es noch nicht getan hat, sollte es unbedingt tun. Vielleicht geht es euch dann genau wir mir, ich war einfach sprachlos. Fast nichts von dem, was ich in zahlreichen Kommentaren gelesen hatte, konnte ich in dem Gedicht wiederfinden. Ich bin mir sicher, die meisten der Kommentatoren hatten, wie ich, das Gedicht „Was gesagt werden muss“ noch gar nicht gelesen. Aber gibt einfach das schöne Gefühl, zu den guten Menschen zu gehören, sich in der Mehrheit zu finden, wenn man sich denen anschließt, die möglichst große Keulen gegen den gescholtenen Dichter schwingen.


CDU Polenz geht’s noch recht ruhig  an: „Günter Grass ist ein großer Schriftsteller. Aber immer wenn er sich zur Politik äußert, hat er Schwierigkeiten und liegt meist daneben. Diesmal liegt er gründlich daneben.“ Könnte es eventuell auch sein, dass manche Politiker wenig von Kunst verstehen dafür aber mehr vom Keulenschwingen?
Seine Kollegen aus der israelischen Botschaft scheinen das regelrecht beweisen zu wollen wenn sie die ganz große heraus holen:  „Was gesagt werden muss ist, dass es zur europäischen Tradition gehört, die Juden vor dem Pessach-Fest des Ritualmords anzuklagen. Früher waren es christliche Kinder, deren Blut die Juden angeblich zur Herstellung der Mazzen verwendeten, heute ist es das iranische Volk, das der jüdische Staat angeblich auslöschen will.“   Klar, wenn Israel kritisiert wird, ist immer auch Broder zur Stelle. Wobei ich mir bei ihm nicht ganz sicher bin, ob er nicht indirekt Grass unterstützen wollte. Der hatte geschrieben „Doch warum untersage ich mir, jenes andere Land beim Namen zu nennen...das Verdikt "Antisemitismus" ist geläufig.“ Broder kommentiert das ironisch „Grass hat sich Schweigen verordnet, weil er nicht riskieren möchte, als "Antisemit" gebrandmarkt zu werden.“  um nur etwas später selbst nachzuweisen, wie berechtigt diese Befürchtung war „Grass ist der Prototyp des gebildeten Antisemiten...“
Der Spiegel geht es etwas ruhiger an und meint „So falsch liegt Günter Grass“ Er leitet aus dem Gedicht 8 Thesen ab. Manche erklärt er für richtig, andere für falsch. Schön, wenn wenigstens einer ganz genau Bescheid weiß. Ich bin mir da längst nicht  so sicher.   Sicher bin ich mir aber über eins. Mit Günter Grass hat sich ein Künstler zu Wort gemeldet. Kein Politiker, der diplomatisch, kein Wissenschaftler, der genau und kein Philosoph, der allumfassend formulieren muss. Einer, dessen Mittel der gesellschaftlichen Wirkung die Kunst ist. Wie wichtig die für die Entwicklung einer Gesellschaft ist, welchen besonderen Anteil dabei gesellschaftskritische Kunst hat, ist nicht neu. Wie sehr jede Demokratie auf diese Künstler angewiesen ist, weiß auch die Bundeszentrale für politische Bildung: „...Wir brauchen vielfältige Diskurse über die Visionen für die Ausgestaltung eines künftigen lebenswerten Miteinanders. Das ist unverzichtbar für die Zukunftsfähigkeit der Demokratie.... Es geht auch und gerade um das Recht auf Eigensinn und Extreme, das Recht auf Anti-Perfektes und Unsinniges, das Recht auf Enigmatisches und Widersprüche, das Recht auf Zweckfreiheit und Verwirrung, Versuch und Irrtum. Irritationen, Brüche, Ambivalenzen und Unschärfen gehören zu ihrem Instrumentarium....   Kunst entsteht in gesellschaftlichen Bezugssystemen. Aber nicht unter kontrollierten Bedingungen, sondern als autonomer Impuls. … Kunst ist ein fundamentales Risiko für das Bestehende. Man muss sie riskieren!"  

Danken wir Günter Grass, dass er dieses Risiko auf sich genommen hat. Hören wir auf mit dem neuen deutschen Volkssport, die zu verfolgen, deren Meinung uns nicht passt. Stürzen wir uns auf diese Meinung, diskutieren wir, was richtig und was falsch ist. Diskutieren wir ob nicht doch der Iran die größere Gefahr für den Weltfrieden ist. Diskutieren wir aber auch, warum im Falle Israel nicht nur der Bau von Atomwaffen genau so selbstverständlich hingenommen wurde wie das  Kidnapping des Wissenschaftlers, der den offenbart hat, durch den israelischen Geheimdienst.

05.04.2012

Das Wort zum Freitag


Blaudonnerstag - Garfreitag - Passtah

Das Passtahfest ist ja bekanntlich nach den Holidays das bedeutendste Fest der Pastafari. Deshalb darf auch an diesem besonderen Tag die Arbeit für alle Menschen im Lande ruhen. In diesem Jahr findet es am 06. April statt. Brecht eure Pasta gemeinsam am Tisch. Reicht dabei die eine Augenklappe weiter und lasst jeden, wenn er sie trägt, lobpreisen warum ersie so glücklich ist, von SEINEN nudligen Anhängseln berührt worden zu sein.

Nun möchte ich heute über den Beginn dieses großen Festes zu euch sprechen. Eingeleitet wird es mit dem Blaudonnerstag. An diesem Tage gedenken wir Pastafari seit alters her all unseren Brüdern und Schwestern, die im Kampf für unsere Sache auf hoher See ihr Leben lassen mussten. Ihr wisst ja, dass der streng gläubige Pastafari an diesem Tage nur Nahrung zu sich nimmt, die uns das blaue Meer schenkt. Werden die zubereiteten Speisen auf festlich gedecktem Tische angerichtet, ist uns gewiss, dass wir Seinen Segen erhalten. Natürlich segnet Es auch die, die keinen Fisch essen möchten. Allerdings müssen diese Pastafari wenigstens das Blaue Meer würdigen, indem sie zumindest entsprechende Getränke einnehmen, also welche, die blau sind oder blau machen.

Nach dem Verzehr wirft der gläubige Pastafari dann eine Fischgräte ins Feuer. Dieser alte Brauch stammt noch aus Urzeiten, als die Pastafari ein wenig abergläubisch waren. Sie wollten durch das Verbrennen der Gräte Schutz vor diversen Krankheiten erlangen. Ein weiterer alter Brauch besteht im Trinken von Gerstensaft. Verzehrt man ihn, so nimmt man dem wild tobenden Meer die Schaumkronen, macht es wieder ruhig und sanft. So schaukeln die Piraten in einen friedlichen Schlummer.

Aber nur, um dann am Garfreitag richtig loszulegen. Dieser Tag, an dem erstmals eine Nudel richtig gegart wurde, wird ausgelassen gefeiert. Da wird gesungen, musiziert und getanzt, ein jeder, was ihn am meisten erfreut. Nur eins ist an diesem Tag strikt verboten: griesgrämig und traurig zu sein.

Nach diesen beiden Tagen der Vorbereitung sind wir Pastafari danns gerüsstet für das große Passtahfest.

Da ist sich ganz sicher

Eure Elli Spirelli

04.04.2012

Piratenkopftuch

Warum wir Piratentuch oder Piratenhut tragen müssen, ist sicher jedem Pastafari inzwischen klar. Nicht jeder hat das aber und nicht jeder so ne taffe Piratenbraut wie ich, die mir schnell mal so eins näht wie hier auf dem Führerschein.  



Denen kann jetzt geholfen werden. Ufty Jones, unser Piratenbruder, der es satt hatte, immer unbedeckt herumzulaufen, hat eine Möglichkeit aufgetan, das zu ändern. Eine Möglichkeit, sich ein Piratentuch mit unserem Piratenfisch anfertigen zu lassen. Weil er ein Kumpeltyp ist und auch weil der Preis von der Masse der Bestellungen abhängt, bietet er euch an, sich mit rein zu hängen. Er schreibt dazu:


Bandana,bedruckt,
im Nacken zum Knüpfen
65 % Polyester
35 % Cotton

grundfarbe ist frei wählbar,ich empfehle schwarz,denn jollyfisch natürlich in weiss.


kosten ca.7€ & versandkosten,ist m.e. für eine sonderanfertigung okay.

Wer ebenfalls Bedarf hat, bitte ein Mail an mich oder einfach hier im Kommentar melden. Wir schreiben alle auf eine Liste. Wenn wir wissen, wie viele mitmachen und wie teuer das Tuch dann genau wird, werden noch mal alle angeschrieben. Klappt natürlich nur, wenn ihr eure email oder sonst was mit schickt. ;) 

02.04.2012

Seine Schöpfung



Was kann ein gläubiger Pastafari besseres tun, als all die Schönheit, die um uns ist, zu betrachten und zu teilen. Dies alles ist SEIN Werk, dies ist SEINE Schöpfung und wo könnten wir IHM besser begegnen, ES besser preisen als damit, diese zu achten und zu beachten. Nie und nimmer kann soviel Schönheit, soviel Erhabenheit das Werk zufälliger Evolution sein, wie es wertlose Gottlose behaupten.

Zeigen wir den Ungläubigen diese Schönheit, machen wir ihnen klar, wie sie in der Kunst, der Wissenschaft, der Philosophie aber vor allem in der Natur und in uns selbst zu finden ist. Nur der wahren Erkenntnis völlig Unfähige könnten ES dann noch verleugnen.

01.04.2012

Basta für Pastafari?


Wehrt euch, ihr tapferen Piraten!!!

Soeben erreicht mich folgende erschreckende Nachricht:

Ein neues Gesetz soll den rituellen Konsum von Nudeln in der BRD in den nächsten Monaten rigoros reglementieren!

Der Anstoß kam vom Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Normung (DIN). In den letzten Monaten soll es angeblich wiederholt zu lebensgefährlichen Situationen gekommen sein, als zu hastig verschlungene, gewisse Nudeln in die falsche Röhre gelangten und die rituelle Trance-Handlung in ein Desaster zu enden schien.

Aus diesem Grund werden in Zukunft alle Nudelsorten mit einem hohen Gefährdungspotenziel von Markt genommen werden. Darunter fallen vor allem die simple heilige Spaghetti, die Linguini und die Tagliatelle, die in der Luftröhre regelrechte Verstopfungen verursachen können.

Dagegen bleiben erlaubt und empfohlen alle Maccheroni, sofern sie ein vertikales langes Loch aufweisen können. Versehentliche Maccheroni in der Luftröhre lassen dann immer noch Luft durch!

Besonders empfohlen werden kurze Rigatoni, al Dente: Das feste, breite Loch hält die Luftröhre besonders gut offen, ähnlich einem Stent in den Koronargefäßen des Herzmuskels.

Ferner sollen nur noch Zopfnudeln zugelassen sein: Ihre deutliche Ähnlichkeit mit der Archimedes-Schraube läßt ebenfalls immer Luft einströmen. Siehe zB:

Auch die Tomatensauce soll reglementiert werden! Die häufige Verklumpung kann ebenfalls zu Erstickungsanfällen führen, bishin zu epilepstischen Krämpfen. Deswegen muß der Tomatensauce in Zukunft immer entweder Acetyl-Salicyl-Säure oder Marcumar beigefügt werden, so zu sagen: Als Antikoagulationsmittel.

Ich finde, diese Vorschriften verstoßen eindeutig gegen die Freiheit der Religionsausübung unserer Kirche!

RAmen

Farfalle, Herausgeber des FSM-Wachturm