30.08.2012

Das Wort zum Freitag



Es ist vollbracht

Na ja, zumindest die Planung. ;)

Inzwischen ist klar, wie unser erstes bundesweites Pastafaritreffen und die anschließende "Nudelmesse on Tour" laufen wird. 


Los gehts am 08. September auf dem Mittelaltermarkt in Schwarzenberg-Melsungen. Dort werden wir nicht nur einen eigenen Stand und ein eigenes Zelt im Lager haben, sondern auch im offiziellen Programm eine Nudelmesse halten und eine kurzes Gebet bzw. eine Predigt abends beim Tavernenspiel liefern. Dieses offizielle Programm läuft zwischen 15:00  und 19:00 Uhr. Wann jeder genau dran ist, wird erst am Sonnabendmorgen mit allen Darstellern abgesprochen. Es gibt richtiges Mittelalterspektakel, vom Schwertkampf über  Feuerspiel bis zu Gauklern und mitten darin wir. Sicher ist, um 15:00 starten die Spielleute, im Moment spricht einiges dafür, als nächstes könnten nach einer kleinen Pause gleich wir kommen. 
Abends gibts dann von mir eine kleine Predigt oder ein Gebet von ca. 5 min im Tavernenspiel, bei dem alle Akteure noch mal einen kleinen Beitrag liefern.

Das Ganze wiederholt sich, einschließlich unserer Messe, am Sonntag. 


Danach geht`s mit der Messe auf Tour. Erste Station ist Frankfurt/Main. Nach einer kleinen Demo zum Thema Religion und Weltfrieden geht es dann zum Italiener der schon weiß, dass ihm eine Messe ins Haus steht und uns einen extra Teil reserviert hat. 


Von dort ziehen wir nach Bochum, wo wir im SZ kleinen Saal für uns haben. Hier werden wir den Evangelen zeigen, wie Nudelmesse wirklich geht. :)


Nächste Station ist Münster. Dort treffen wir uns mit euch im F24.  


Letzter Stopp für die Nudelmesse on Tour ist Hannover. Der IBKA hat in das  G-Hotel zur Mitgliederversammlung geladen. Wenn die und die anschließende Pause furs Abendessen vorbei ist, sind wir an der Reihe. 

Am Sonntag gehts dann, sicher etwas erschöpft aber voll mit neuen Eindrücken und vielen neuen interessanten Bekanntschaften zurück in die Uckermark, wo wir unsere "Aufpasser" aufs Grundstück, die immer wenn wir unterwegs sind, bei uns Urlaub machen und die Gartenarbeit übernehmen, wieder entlassen können. 

Schon jetzt möchten wir uns bei all denen bedanken, die dieses Tour durch ihre Unterstützung überhaupt möglich gemacht haben. Sei es durch ihre Ideen, Mitarbeit beim Treffen, Bereitstellung von Marktstand und Zelt, die uns als Quartiereltern aufnehmen, die Reklame für uns machen und die Medien für uns interessieren (DRadio Wissen hat sich schon gemeldet), vor allem aber bei Gunnar, ohne dessen Organisationstalent die Tour nicht geworden wäre, was sie es jetzt ist: eine runde Sache. 

Wir freuen uns schon auf euch alle. 








23.08.2012

Das Wort zum Freitag



Der Ethikrat 


wird heute sich heute in öffentlicher Sitzung damit beschäftigen, ob auch wir Pastafari zukünftig unsere alte religiösen Tradition der Blendung ausüben dürfen. Zugegeben, es geht nicht direkt um uns, sondern um die Beschneidung  aus religiösen Gründen. Weil aber das Pastafaritum genau so zu Deutschland gehört wie das Judentum und der Islam sind auch wir gemeint.

Grund genug zu fragen, was ist und soll der Ethikrat und warum sind, nachdem dort nun auch Juden und Muslime vertreten sind, wir nicht eingebunden?

26 Mitglieder sollen in diesem Rat für Information der Öffentlichkeit und Förderung der Diskussion in der Gesellschaft unter Einbeziehung der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen sorgen und Stellungnahmen sowie Empfehlungen für politisches und gesetzgeberisches Handeln abgeben. Wenn wir nicht vermuten wollen, er solle nur Politikern als Alibi für ihr Handeln dienen, muss dieser Rat völlig unabhängig sein. Können Mitglieder, die nicht etwa gewählt, sondern von genau den Politikern für die sie Empfehlungen erarbeiten sollen, berufen werden, unabhängig sein? Es ließe sich schon vermuten, dass dann hier ähnliche Prinzipien wirken wie die, die ausgewiesene Fachleute bei Studien fast immer zu dem Ergebnis kommen lässt, das nah an den Wünschen ihrer Auftraggeber liegt. 

13 Mitglieder werden vom Bundestag bestimmt, weitere 13 von der Bundesregierung. Bei deren Auswahl wird, trotz anfänglicher gegenläufiger Diskussion, darauf geachtet, auch offizielle Kirchenvertreter zu benennen.

Der Bundestag geht nach Quote vor. 5 Mitglieder stellte so die CDU, darunter einen Weihbischof und einen Theologen. Die SPD hat drei Vertreter benannt, FDP und Linke je zwei und Grüne einen. 

Das Kabinett um Merkel hatte nur 11 neue Mitglieder zu benennen, da die Amtszeiten von Altbischof Huber und der Biologin Heike Wallesch weiterlaufen.  Ausdrücklich betont wird dabei, dass mit Leo Latasch und Ilhan Ilkilic nun auch ein Muslim und ein Direktoriumsmitglied des Zentralrats der Juden berufen wurde. Zwei Theologen vervollständigen die religiöse Ausrichtung. 

Deshalb, liebe Brüder und Schwestern, halte ich die oben geäußerte Besorgnis, hier wird nach politischen Gesichtspunkten entschieden, für fehl am Platz. Ich bin sicher, die andersgläubigen Vertreter werden das Heft des Handelns in die Hand nehmen, denn sie werden sicher auch unter den restlichen Mitgliedern noch Verbündete und Gleichgesinnte finden.

So bin ich denn voller Hoffnung, bisher gelebte Tradition kann auch weiter gelebt werden. Auch wenn der eine oder andere das anders sehen mag. 


Nachtrag:
Ich wusste es, liebe Gemeinde. Auf die Allianz von Politik und Kirche ist Verlass. Wie Stern inzwischen meldet, akzeptiert der Ethikrat mehrheitlich die Beschneidung. Wenn auch unter Auflagen.











16.08.2012

Das Wort zum Freitag



Der Papst ein Pastafari?

im Grübeln über ein Thema für das heutige Wort zum Freitag wollte ich nachschauen, wann ich das gestartet hatte.
Das erste Wort zum Freitag gabs am 25.03.2011. Aber nicht von mir! Elli Spirelli hatte den tollen Einfall. Mit einem kleinen Gedicht hat sie aus dem Ableben von Eisbär Knut  und anderen ein lockeres menschliches Fazit gezogen. Ein kleiner Anfang, der zu einer schönen, wenn auch manchmal etwas mühsamen Regel geworden ist.

Prima hat Elli das gemacht. In Erinnerung an diesen Startschuss heute wieder einen kleinen Text von ihr:

Als ich der Tage das Bild des FSM im Papamobil teilte, fragte Simon, warum sich das Monster so verschanzt. Meine Antwort darauf war, dass es forscht ...

Warum braucht eigentlich der Papst so ein kugelsicheres Gefährt. Er ist doch an oberster Stelle angesiedelt in der Hierarchie der Katholiken, kommt gleich nach Gott. Muss eine so wichtige Person eigentlich Sicherheitsmaßnahmen für ihr Leben treffen? Beim Papst ist doch davon auszugehen, dass Gott, wenn es ihn denn gibt, immer und überall schützend über seinen höchsten Würdenträger wacht und alles abwendet, was dem Papst schaden könnte. Sollte es doch einmal einem bösen Widersacher gelingen, dem Papst Leid zuzufügen oder ihn gar zu töten, so kann nur vermutet werden, dass es Gottes Wille war. Das dürfte den Papst dann wiederum auch nicht erschrecken, da er ja endlich zu seinem Gottvater gerufen wird und nun das so lang ersehnte tolle Leben nach dem Tode leben darf.

Das tut er aber augenscheinlich nicht. Fragt er sich, ob sein abrahamitischer Gott vielleicht doch nicht unfehlbar ist? Ob er vielleicht nicht gütig ist oder nicht allmächtig? Wird er also vom Theodizeeproblem gedrückt oder zweifelt er etwa gar an der Existenz Jahwes/Allahs/Jehovas?

Das kann nicht sein, denn der Papst ist ja unfehlbar, ein einzigartiger, lauterer und konsequenter Superstar, der nicht im Mindesten auf Amt, Würden, Macht, Geld und andere profane Dinge aus ist. Der würde in so einer Situation ohne Zweifel die Konsequenz ziehen und sein Amt niederlegen.

Deshalb finde ich meine Vermutung gar nicht so weit hergeholt.

Der Papst ist ein verkappter Pastafari der heimlich alles tut, um den christlichen Unglauben aus der Welt zu verbannen. 
Begeistert rufe ich ihm deshalb zu:

Weiter so!

14.08.2012

Marias Himmelfahrt?




Bayern und das Saarland, Österreich, die Schweiz und Luxemburg feiern am 15.08. das Fest Mariä Himmelfahrt.

Wikipedia sagt uns, dass es auf ein Marienfest zurück geht, das Kyrill von Alexandria  im 5. Jahrhundert einführte. Und wie kann es anders sein, man machte sich ein Fest der Heiden zu eigen. Diese feierten nämlich am 15. August die Himmelfahrt der Astraea.  Also legte der intrigante und gewalttätige Kyrill das Fest Mariä Himmelfahrt auf diesen Tag.

In den kanonischen Schriften soll über die leibliche Aufnahme Mariens nicht berichtet sein, also deutet man einige Schriftstellen als Hinweise. Irgendwie muss ja eine tolle und anbetungswürdige Geschichte zustande kommen und die liest sich dann so:

Die Apostel wurden von ihren Missionsorten durch die Luft an das Sterbebett Marias gebracht. Nach Marias Tod bestatteten sie diese und verschlossen das Grab mit einem großen Stein. Christus aber erschien postwendend mit den Engeln. Der Stein wurde weg gewälzt. Christus rief Maria heraus.

Später schrieb dann Papst Pius IX noch die Vorgeschichte um, und machte Maria zur unbefleckten Ohrgeschwängerten


Das Einzige an der ganzen Sache mit der Feierei, was mein Piratenauge aufleuchten lässt, ist, dass nach den am Abend abgehaltenen feierlichen Pontifikalämtern anschließend Prozessionen stattfinden. Da gibt es die Fatima-Schiffsprozession am Bodensee mit sieben SCHIFFEN.

Aber ich bin nicht Cyrill von Alexandrien. So lasse ich den Mariä-Himmelfahrt-Anbetern ihr Fest. Ich setze mich stattdessen abends mit einem Teller Pasta und einem kühlen Bier ans Wasser und lasse meine Gedanken schon mal zu unserem Pastafaritreffen am 8./9. September schweifen. Das wird unser ureigenes Fest, nicht geklaut und nicht gekapert, höchstens von Seinen Nudligen Anhängseln berührt.

09.08.2012

Das Wort zum Freitag




Auf Siegeszug

Es ist gerade einen Monat her, als ich stolz verkündet habe, unsere Facebookgruppe hat 1000 Mitglieder erreicht. Nun sind es schon über 1100. 100 neue Mitglieder in einem Monat, das gab es noch nie. Anlass genug, mal über die Gründe zu spekulieren.

Könnte gut sein, dass wir einfach einen guten Lauf haben. Je größer die Gruppe, um so mehr erfahren von ihr und bekommen vielleicht selbst Lust, mit dabei zu sein.

Bestimmt hat es mit den Posts zur Beschneidung zu tun, die sehr viel gelesen und verbreitet wurden.

Auch das Pastafaritum selbst wird immer bekannter. Man merkt es schon allein daran, wie der Handel mitzieht. Nicht mehr nur auf der Seite des Propheten gibt es Devotionalien, längst haben andere nachgezogen. Vom Ohrstecker  bis zur Gürtelschnalle ist da fast alles zu haben. Aus Hongkong werden Mouspads angeboten, auf etsy gibt es richtige kleine Kunstwerke und auch ebay kann sich sehen lassen. Deutschland ist ebenfalls gut im Geschäft. Nicht nur der Fischkrieg bietet an, es gibt Gürtelschnallen, Aufkleber und sogar Pastafarishorts. Die Schweiz glänzt mit Glitzertatoos. Das könnte also auch ein Grund sein.

Oder ob es daran liegt, dass das Pastafaritum einfach auch mächtig Spaß in die Welt bringt? Ganz bestimmt.

Noch wichtiger scheint mir, wir und unser Monster werden immer mehr gebraucht. Die gesellschaftlichen weltanschaulichen Debatten werden immer klarer und heftiger geführt. Da machen Salafisten von sich reden, da kommt Islamkunde in den Schulunterricht, da bringt erst das Beschneidungsurteil neue Debatten, dann die unerträgliche Reaktion der Politik
Da mischen sich vor allem die beiden deutschen Großkirchen, flankiert von den Zentralräten der Juden und Muslime, immer wieder ins aktuelle Politikgeschäft. Während das früher als völlig normal galt,  haben heute Konfessionslose ein anderes Selbstverständnis. Das erwartet, dass sich Kirchen um kirchliche Belange kümmern und von normalen Bürgern nicht mehr erwarten, sich nach ihren kruden Vorstellungen zu richten. Da kommt dann halt nur Kopfschütteln, wenn ein moderneres Sterbehilfegesetz attackiert wird, Augenzwinkern wenn Blasphemie härter bestraft werden  und Verwunderung, wenn Homosexuellen die Gleichstellung verwehrt werden soll.
Jedenfalls bei denen, die die Kirchen und Religonen nicht mehr auf den hohen Sockel stellen.

Viel zu viele tun das aber noch. Für viele, auch Atheisten, sind die Kirchen noch unverzichtbare soziale Institutionen und religiöse Gefühle etwas besonders Schützenswertes. Um diese Vielen zum Nachdenken zu bringen, um am eigenen Beispiel zu zeigen, dass Religion keinen besonderen Schutz braucht und man über lachhafte Glaubensinhalte auch ruhig lachen kann, ja sollte, um das Lachen so laut werden zu lassen, dass Religonen nicht mehr auf Sockeln stehen, sondern in Satirezeitungen, dafür gibt es nichts besseres als uns. 

RAmen


08.08.2012

Geformt nach Seinem Bilde


Während Christen und andere Ungläubige weiterhin steif und fest behaupten, selbst nach Gottes Bild geformt zu sein, wissen wir längst, Gott ist völlig anders.

Hier ein Bild, wie er sich erstmals auf der Ur-Doppelhelix offenbart hat: als Spinne, geformt nach Seinem Bilde

07.08.2012

Schlechte Nachrichten



Traurig, was ich euch heute berichten muss.

Lange Jahre war die moralische Meinungshoheit in Templin durch unsere Kirche  des FSM höchstens mal durch unwichtige Uraltkirchen leicht berührt worden.

Nun geschieht Ungeheuerliches. Schon seit Monaten beobachte ich, wie sich Kampfatheisten zusammenrotten. Bezeichnend für solch amoralisches Volk tun sie das am Stammtisch. Den nennen sie dann auch noch humanistischen Stammtisch. Als ob es bei Alkohol eine Rolle spielt, welche Weltanschauung man hat.

Ob es ein Zeichen der Trunksucht war oder der humanistischen Hilflosigkeit, kann ich nicht genau beurteilen. Wahrscheinlich traf beides zu, als sie sich nun auch noch zum HV, zum Humanistischen Verein, zusammen geschlossen haben.

Ein sinnloses Unterfangen. Nicht mal unser Heimatblatt, die bekannte Templiner Zeitung, hat bisher von ihnen Notiz genommen und jede Bitte der Humanisten um Veröffentlichung ihrer Treffen standhaft verweigert. Ich bin sicher, das wird auch mit der von den sogenannten Humanisten verfassten Pressemitteilung über die Vereinsgründung nicht anders sein. Deshalb habe ich Gewissheit, auch zukünftig wird niemand an unserer monstergegebenen Meinungshoheit für Werte und Moral kratzen können.


03.08.2012

Wer kommt in den Himmel?




Für uns Pastafari völlig klar: Alle, selbst die Ungläubigen, landen dereinst an Biervulkan und Stripperfabrik. Manche halt lediglich in der zweiten Klasse, wo das Bier eher schal und die Stripperfabrik nicht frei von Geschlechts-krankheiten ist. Na ja, ein kleines bisschen Unterschied muss halt auch in der nettesten Religion der Welt sein. 

Andere haben es da wesentlich schwerer. Wie unmöglich es z.B. für Christen ist, sich mit Sicherheit so zu verhalten, dass sie dereinst im ewigen Harvenorchester mitspielen dürfen, darüber habe ich gerade im Netz eine herrliche Zusammenstellung von Bergdoktor gefunden:


Allerheiligen- wer kommt in den Himmel und wer in die Hölle?

Wenn man in der heiligen Schrift Anhaltspunkte sucht, wer nun in den Himmel und wer in die Hölle kommt, wird man einfach nicht schlau. Die Bibelschreiber sind sich in dieser Frage alles andere als einig.

Nach der Johannesoffenbarung werden nur 144'000 untadelige Männer errettet, die vor allem noch niemals Sex hatten (Offb 14, 3-4): "Diese sind's, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich."

Nach den Evangelisten Johannes und Markus reicht es zur Errettung, einfach NUR an Jesus zu glauben (Joh 3,18): "Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet." Siehe auch:
Markus 16,16
Johannes 3,16
Johannes 3,36
Johannes 5,24
Johannes 6,47
Johannes 8,24
Johannes 14,6
Apostelgeschichte 13,39
Apostelgeschichte 16,31
Epheser 2,8
2. Timotheus 3,15

Oder doch nicht? Errettet wird man doch durch Gottesfurcht und strenges Befolgen der Gesetze, schreibt Matthäus (Mt 19,17): "Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote." Siehe auch:
Prediger 12,13
Matthäus 7,21
1. Korinther 9,24

Nein! Man muss gute Werke tun, um in den Himmel zu gelangen. Johannes schrieb schließlich, dass nur jene hervorgehen werden, (Jh 5,29) "die Gutes getan haben." Auch Jakobus sagte, dass Glaube allein nicht reicht (Jak 2,24): "So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glauben allein." Siehe auch:
1. Mose 4,7
Psalter 15,1
Psalter 62,13
Matthäus 16,27
Lukas 10,25
Lukas 18,22
Römer 2,6
2. Korinther 5,10
Jakobus 2,14
Jakobus 2,17
Jakobus 2,20
Jakobus 2,26

Wieder falsch! Nur die Gnade Gottes errettet uns, egal, was wir tun (Eph 2,8-9): "Denn aus Gnade seid ihr selig geworden (…) und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken." Siehe auch:
Psalter 86,13
Jesaja 43,25
Johannes 3,27
Johannes 6,44
Apostelgeschichte 15,11
Römer 3,24
Römer 6,23
Römer 9,16
Römer 11,5-6
Epheser 2,5
Titus 3,5

Oder muss man nicht einmal gut sein, um in den Himmel zu kommen? Jesus jedenfalls meinte (Mt 21,31): "Die Zöllner (Betrüger) und Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr (Ungläubige)." Der Glaube an Gott reicht also. Ein guter Mensch zu sein ist nicht nötig.

Alles falsch! Nicht Glaube, nicht Werke und nicht Gnade erlösen. Wer errettet wird, das ist vorbestimmt (Prädestination). Schliesslich steht geschrieben (Eph 1,4): "Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war."Siehe auch:
Psalter 37,23
Matthäus 20,23
Matthäus 25,34
Johannes 6,44
Apostelgeschichte 2,47
Apostelgeschichte 4,28
Apostelgeschichte 17,26
Römer 8,29
2. Korinther 5,18
Titus 2,11
1. Petrus 1,20
Judas 1,4
Aber es könnte auch ganz anders sein. Es könnten auch alle Menschen errettet werden, weil Gott (1. Tim 2,6): "alle zur Erlösung" bestimmt hat (Universalismus). Dann brauchen wir überhaupt nichts zu unserer Errettung zu tun. Siehe auch
Markus 3,28
Johannes 1,29
Johannes 12,32
Römer 5,18
Römer 11,32
1. Timotheus 4,10
1. Timotheus 15,22
1. Johannes 2,2

Was ist eigentlich mit den Millionen Menschen, die vor Jesus' Auftreten geboren und gestorben waren? Sie haben einfach Pech gehabt. (Pred 9,5): "Denn die Lebenden wissen, daß sie sterben werden, die Toten aber wissen nichts; sie haben auch keinen Lohn mehr, denn ihr Andenken ist vergessen."

Und was ist mit den Andersgläubigen? Letztere haben definitiv keine Chance, denn Gott wird (Offb 9,15) "den dritten Teil der Menschen" vernichten. (Haben wir nicht eben gelesen, dass alle (1. Tim 2,6) zur Erlösung bestimmt sind?)

Oder reicht es etwa, einfach nur Jesus' Blut zu trinken? Dann würde der Heilige Gral wirklich ewiges Leben bringen (Jh 6,54): "Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken."

Wie man es auch dreht und wendet und wie man die Verse auch interpretiert, die biblischen Aussagen bleiben unklar und unverständlich. Jeder Gläubige kann sich herauspicken, was ihm zu seiner Lebensweise gerade passt. Ein alter Theologentrick: Wenn man keine konkrete Antwort anzubieten hat, überschüttet man den Fragenden mit einem ganzen Haufen Antworten. Irgendwas stimmt immer. 

02.08.2012

Das Wort zum Freitag


Verbietet Monsterlästerung!

Gestern erreichte mich ein Anfrage von wissenrockt. Arik Platzek wollte wissen, wie die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V.

zu der Forderung eines sogenannten Erzbischofs namens Schick steht.  Der hatte erklärt, gegen "heilige Personen, heilige Schriften, Gottesdienste und Gebete sowie heilige Gegenstände und Geräte aller Religionen" dürfe kein Spott und Hohn zugelassen werden.  Scheinbar fand Arik das etwas abwegig, denn er titelt "Verrückter Bischof will Verspottung religiöser Gefühle verbieten".

Ich vermute, es wird euch nicht überraschen, liebe Gemeinde, wenn ich das anders sehe. Dieser Schmerzbischof ist alles andere als verrückt, er ist geradezu auf der Höhe der Zeit und möchte die beim Schopf packen. Nachdem jüdische Organisationen, unterstützt von C-Promis, in allerhöchster Empörung über das Beschneidungsurteil die Bundesregierung zur Anerkennung des Prinzips "Religion steht über Recht" gebracht haben, möchte er das einfach auch für seine Religionsgemeinschaft in Anspruch nehmen. 

Ich sage euch, Recht hat er! Deshalb fordere ich euch nun nicht etwa auf, sich dem Aufruf dieses Falschgläubigen anzuschließen. Nein, natürlich wäre das ein Fehler. Wir müssen ihn überholen und uns an die Spitze der Bewegung "Glaube bricht Recht" setzen. Nur so lässt sich vermeiden, dass der Staat selbst bei kleinsten und unbedeutendsten Kleinigkeiten in das Hoheitsrecht der Religionsgemeinschaften eingreift. 


Deshalb bin ich sicher, ihr unterstützt meine Stellungnahme voll und ganz:

Die KdFSM Deutschland unterstützt den Bamberger Erzbischof Ludwig Schick weitestgehend in seiner Forderung nach einem schärferen Blasphemie-Verbot.

Die jetzige, schwache Regelung im §166 StGB ist genau so wenig hinnehmbar wie das Quasiverbot der religiösen Beschneidung von Babys, Kleinkindern und Kindern. Ebenso wie dort gilt es klar zu machen, religiöse Bräuche und Belange stehen über dem Gesetz. Deshalb kann im Falle der Blasphemie  auch nicht auf das Grundrecht der Meinungsfreiheit verwiesen werden.

So fordern wir mit Erzbischof Schick: "Wer die Seele der Gläubigen mit Spott und Hohn verletzt, der muss in die Schranken gewiesen und gegebenenfalls auch bestraft werden" Als einzig wissenschaftliche Religion ist uns bewusst, dass es hier schnell zu einem Dilemma kommen kann, da wir Pastafari sämtliche abrahamitische Religionen als Verspottung unseres einzig wahren Glaubens ansehen. Ob wir deshalb fordern sollen, diese grundsätzlich zu verbieten oder ob wir das als traditionell schwer bewaffnete Glaubensgemeinschaft lieber ohne staatliches Eingreifen mit Juden, Christen und Muslimen selbst klären, werden wir auf unserem diesjährigen Pastafaritreffen am 8./9. September in Melsungen entscheiden.