27.09.2012

Poseidon - geformt nach Seinem Bilde




Seht mal das Bild Poseidons genauer an. Wen erkennt ihr? Eindeutig das Fliegende Spaghettimonster. Fassungslos über diese Erkenntnis wandte ich mich sofort an unsere Wissenschaftler. Die berieten sich, forschten und gelangten zu folgenden Erkenntnissen:

Das Monster schwebte schon seit vielen Millionen Jahren so durch Raum und Zeit, wollte aber lieber seine Ruhe genießen und beobachtete aus der Ferne eher desinteressiert das Treiben der Menschen. So vorsichtig wie heute war das Monster damals jedoch nicht. Es wurde des öfteren gesichtet, am häufigsten jedoch auf dem Meere. Klar, Es bevorzugte die Nähe der Piraten, die Ihm meist mehr Unterhaltung boten, als das übrige Volk. Tranken sie den Rum, naschte auch das Monster am Biervulkan. Leider nicht selten etwas maßlos. Dann kam es schon mal vor, dass es unkontrolliert ins Meer stürzte. Die Piraten bemerkten das wohl nicht, da sie selbst schon berauscht waren, aber den Seefahrern blieb Seine Erscheinung nicht verborgen.

Da der unfreiwillige Sturz ins Meer übergroße Wellen erzeugte, wurde das Monster als bedrohlicher Gott eingestuft. Die Menschen sahen Es über die Wellen torkeln, konnten in ihrer Eitelkeit aber nicht akzeptieren, dass es nicht auch über einen menschenähnlichen Körper verfügte. In ihrer Einbildung steckte dieser noch im Meer. Noch heute wird das Monster also fälschlich so abgebildet.

Und wie so oft in der Geschichte der Menschheit musste nun auch ein wohlklingender Name her. Man entschied sich für Poseidon.

Die Seefahrer fürchteten wie gesagt sehr den Sturz des Monsters ins Meer, verbunden mit hohem Seegang. Also beteten sie zu Ihm, um Sein Wohlwollen für eine sichere Überfahrt zu erlangen. Gleichzeitig sagten sie Ihm Dinge nach, für die Es natürlich gar nicht verantwortlich war. So sollte Es im Zorn Überschwemmungen und sogar Erdbeben verursachen sowie Schiffe zum Sinken bringen. Bei guter Stimmung aber sagte man Ihm nach, dass Es Wogen glättete, die See also gut schiffbar machte und sogar neue Inseln entstehen ließ.

All das ging dem FSM wohl am nudligen Anhängsel vorbei. Es ließ sie machen und beobachtete ihr Treiben. Schmunzelnd bemerkte Es, wie die Menschen im Laufe der Zeit immer mehr mit sich beschäftigt waren und weniger Muße fanden, einfach mal so in die Luft zu starren oder aufs Meer, um Tagträumereien nachzuhängen. Um Seine Deckung brauchte es sich daher immer weniger sorgen.

Wäre dann nicht die Sache in Kansas abgegangen, wer weiß …??? Das war Ihm dann aber doch zu fett und Es suchte nach einem geeigneten Menschen, hier mal wieder etwas ins rechte Licht zu rücken. Es fand Bobby Henderson. Muss ich noch mehr sagen?! 

25.09.2012

Seine Schöpfung




Was kann ein gläubiger Pastafari besseres tun, als all die Schönheit, die um uns ist, zu betrachten und zu teilen. Dies alles ist SEIN Werk, dies ist SEINE Schöpfung und wo könnten wir IHM besser begegnen, ES besser preisen als damit, diese zu achten und zu beachten. Nie und nimmer kann soviel Schönheit, soviel Erhabenheit das Werk zufälliger Evolution sein, wie es wertelose Gottlose behaupten.

Zeigen wir den Ungläubigen diese Schönheit, machen wir ihnen klar, wie sie in   der Kunst, der Wissenschaft, der Philosophie aber vor allem in der Natur und in uns selbst zu finden ist. Nur der wahren Erkenntnis völlig Unfähige könnten ES dann noch verleugnen.

20.09.2012

Das Wort zum Freitag




Pilgern auf dem Spaghettiweg

Von unserer Nudelmesse on Tour haben wir ja schon berichtet, aber nicht wie es dazu kam.

Eine fb-Freundin von mir teilte Anfang dieses Jahres mit, dass sie für 2 Monate auf Pilgertour geht bzw. mit dem Fahrrad auf dem Jakobsweg unterwegs sein wird. Das war Denk- und Lernstoff für mich und ich zapfte erst einmal Google an, um etwas mehr darüber zu erfahren. Dann redete ich mit Bruder Spaghettus darüber, das so ein Pilgerweg doch auch für uns Pastafari nicht schlecht wäre. Kurzerhand beschlossen wir, eine Woche unseres Urlaubs IHM zu widmen und auf Tour zu gehen, um euch die Wonnen des Pilgerns zu ermöglichen. Wir wollen ja keinem Glauben nachstehen.

Nun las ich, dass man nicht unbedingt die ganze Strecke des Jakobsweges zurücklegen muss. Man kann auch kleinere Etappen absolvieren. Egal ist auch die Fortbewegungsart. So ziemlich alles ist erlaubt. Man kann Teilstrecken aussuchen, wenn man mal nur ein Wochenende Zeit hat, aber auch den ganzen Weg in Etappen aufteilen und so über mehrere Jahre pilgern. Dem können wir uns glatt anschließen.

Hier also mein Pilgerangebot für euch:

  1. Den Zeltplatz in Melsungen aufsuchen und eine Pastafariflagge aufstellen. Wichtig wäre zu beachten, nicht zwischen 13:00 und 15:00 Uhr und nicht nach 22:00 Uhr anzureisen. Da ist dort striktes Autoverbot. Aber sonst ist der Platz für dortige Verhältnisse richtig schön natürlich, nicht zu dicht mit Wohnwagen bestellt und mit reichlich Schwänen, Enten, Blessrallen und Reiher auf und an den drei ehemaligen Kießgruben.



  2. In Melsungen die alte Brücke aufsuchen und sich auf den Brückenrand setzen, um mal inne zu halten, wie es Bruder Spaghettus tat. Wer dann noch Lust hat, sucht die Gänseliesel oder bummelt durch die herrliche Altstadt.


  3. Kleiner Umweg nach Schwarzenberg, um wie Schwester Carbonara etwas über unseren Glauben an die Kirchentür zu heften oder sie einfach nur anzufassen und so SEINEN  Geist ins Haus der Fehlgeleiteten zu bringen.



    4. In Frankfurt (Main) setzt euch einfach auf den Rathenauplatz und beobachtet die Menschen. Hier verteilten wir dann auch unsere Flyer, denn wir sahen, sie haben es nötig. Wer will, sucht noch das Triangolo in der Domstraße 10 auf, in dem wir unsere Messe hielten und leckere Speisen zu uns nahmen.




    5. In Bochum ist das Soziale Zentrum anzusteuern. Blick in die Küche ist wichtig, denn hier wurde die legendäre Pasta nach unserer Messe kostenlos für alle Teilnehmer angeboten. (Würden Christen das auch hinbekommen? Meine fb-Freundin berichtete, dass bis auf eine alte Frau alle für Dienstleistungen die Hände aufhielten.)




    5.a Wer so wie wir mal vom Wege abweichen möchte, fährt auf der Autobahn nach Duisburg und erfüllt sich dabei gleich mal den Wunsch nach einem Erinnerungsfoto.
    Wenn das Blitzerfoto hier eintrifft, wird es nachgereicht.


    6. Münster, die Stadt der Einbahnstraßen! Wir irrten erst einmal umher, fanden dann endlich eine Parklücke. Als wir ausstiegen, trauten wir unseren Augen kaum. Seht selbst. Wer dann dort essen möchte, wo im brechend vollen Hinterzimmer die Messe abgehalten wurde, dem sei nicht abgeraten. Die Küche war gut, die Bedienung freundlich.



    7. In Hannover ist eine Übernachtung im GHOTEL ein Muss, vorzugsweise Zimmer 78. Dort hängt an der Wand doch tatsächlich dieses Foto. Wenn das kein Zeichen war. Es kann einfach kein Zufall sein, wenn hier so klar SEIN Wille, uns durch Zähneputzen und den Gebrauch von Zahn - Pasta mit ihm zu verbinden, zum Ausdruck gebracht wird. Bruder Spaghettus hat dort auch noch eine Reliquie zurückgelassen, eine Zahnbürste, sogar elektrisch. Könnte aber sein, bis die ersten Pilger dort eintreffen, ist die schon wieder an uns weitergeschickt.


So, wer mal Lust auf die etwas andere Art hat, seine Freizeit zu gestalten und auch mal das Pilgern probieren möchte, nur zu. Uns jedenfalls hat es sehr gut gefallen. Wir lernten viele nette Leute kennen und hatten eine kurzweilige Zeit.

Wem diese Tour aber zu unpiratig ist, der begebe sich über den Großen Teich nach Kansas. Achtung, das ist nur für ganz harte Kerle geeignet.

Arrrgh
Eure Elli Spirelli

19.09.2012

"Sprich wie ein Pirat" - Tag


Mark Summers ("Cap'n Slappy") and John Baur ("Ol' Chumbucket")

Arrgh, Piraten, wieder ist es so weit. Heute ist der Talk Like A Pirate Day. Jeder und jede, besonders natürlich wir Pastafari, helfen so, das Weltklima wieder ins Lot zu bringen. Aber nicht jedem liegt das. Nicht alle kommen mit den Tipps zurecht, die die Stifter auf ihrer Seite veröffentlichen. Manche helfen sich dann mit einem Plugin. Andere hängen einfach an jeden Satz ein Arrgh an. 

Wir haben heute noch was für euch. Dank Pirat Körrie können wir heute auch singend durch die Straßen ziehen.

Hier gibts den Song zum Tag: Piraten

17.09.2012

Nudelmessentourkurzbericht

Scheene war´s, einfach scheene.

Von Anfang an war uns klar, die Tour wird anstrengend, aber wir werden eine Menge neuer, interessanter und, wie wir nun wissen, auch lieber Leute kennen lernen. Vor allem aber werden wir die einzig wissenschaftliche Religion weltweit weiter in die Hirne getragen haben.

Das scheint uns schon nach der reinen Statistik gut gelungen zu sein.
160 Besucher bei den Messen,
100 davon haben das Glaubensbekenntnis abgelegt und am Abendmahl teilgenommen
    8 haben sich taufen lassen und
    6 sind in unseren Verein eingetreten.

Auch die Anzahl der Mitglieder unserer Facebookgruppe hat sich deutlich erhöht, wir werden bald 1200 sein.

Viel wichtiger als diese Statistik war aber das persönliche Kennenlernen. Es klingt fast unglaublich, aber Pastafari und ihre Sympathisanten scheinen einfach grundsätzlich auch sympathisch zu sein. Das war einfach eine ganze Woche wohlfühlen pur. Nicht nur für uns, wir hatten auch den Eindruck, so ging es letztlich allen, die bei den Messen dabei waren.

Dabei ging es gar nicht so euphorisch los. Das Auto von Pirat Jones, der uns seinen Mittelaltermarktstand mitbringen wollte, war nicht einsatzbereit. Sofort kam über fb nicht nur der Vorschlag von Nicolas, doch ein Leihauto zu nehmen, er und Tania boten auch sofort an, dafür zu spenden. Das machte uns, weil beide das taten, obwohl sie gar nicht selbst teilnehmen konnten, den Mut uns darauf einzulassen. Richtig wars. Mit 154,- Euro Spendensumme direkt vor Ort waren die Kosten wieder eingespielt und es blieb sogar noch was für die Vereinskasse. :)

Das Pastafaritreffen auf dem Zeltplatz war Klasse. Günstig, dass Thorsten mit Wohnwagen angereist war, so hatten wir einen schönen und bequemem Platz zum Feiern und Kochen.



Gespannt war ich aber, wie wohl die Mittelalterleute auf uns reagieren würden. Die Messen liefen zwar gut, wir konnte sogar per Gottesgericht zwei neue Vereinsmitglieder aufnehmen, trotzdem war ich mir lange nicht sicher. Es kam zwar keine Ablehnung, aber auch nur, wie ich fand, wenig Interesse. Wie falsch mein Eindruck war, zeigte sich beim Abschied. Da kam viel öfter ein "Bis zum nächsten Mal" als wir gedacht hatten, ja, sogar Teile der Ritterschaft haben inzwischen zu IHM gefunden.




Guten Mutes ging es also weiter nach Frankfurt. Dort hatte unsere Schwester Farfallina Carbonara alles bestens vorbereitet und sogar aus der eigenen Tasche Flyer und Aufkleber gedruckt. Das Wetter war nicht ganz so prickelnd, aber als wir unsere Demo starteten, war es gerade trocken. Voll Freude merkten wir, zu der kamen nicht nur Pastafari, sondern auch Frankfurter Skeptiker und selbst Die Partei war mit vor Ort. Vielleicht lags mit daran, dass in FFM zweimal im Frühstücksradio dafür geworben wurde.
Als es doch zu stark zu regnen anfing, ging es zum Italiener. Die 15 reservierten Plätze reichten nicht, was aber kein Problem war. Besonderer Höhepunkt war die Übergabe eines geweihten Nudelholzes an das Oberhaupt der frisch gegründeten Frankfurter Gemeinde. Richtig souverän war, wie Farfallina Carbonara danach die Messe durchgeführt hat.








Die nächste Station war Bochum.


Hier hatten sich "Religionsfrei im Revier" und der Gastgeber, das SZ Bochum geeinigt, von welchem Stammpublikum die meisten Gäste kommen würden, derjenige Vertreter würde die Einführungsansprache halten. Letztlich mussten sie wohl würfeln, denn keiner von beiden hatte da die Führung, sondern eindeutig die, die wegen des FSM gekommen waren. Martin, ein staatlich anerkannter, weil rechtskräftig verurteilter Blasphemiker, hatte dann als Gastgeber die Nase vorn. Nicht unverdient, denn wie er im Anschluss an die Messe uns alle kostenlos mit Spaghetti und einer absolut leckeren, selbstgemachten Tomatensoße beköstigt hat, das hatte schon Klasse. 


Als erstes Handlung haben wir uns dann mit einem Nudelstrauß bei Gunnar bedankt. Ohne ihn, der neben diesem auch die beiden nächsten Termine organisiert hatte, wäre die Tour nicht das geworden, was sie nun war. Auch sonst war die Stimmung riesig, es wurde diskutiert und ausgetauscht und am nächsten Tag wurde bei Religionsfrei im Revier die Frage nach Interessenten für die Gründung einer Bochumer Gemeinde gestellt. Vielleicht müssen wir bald wieder hin und ein geweihtes Nudelholz überreichen.



Auf dem Mittelaltermarkt hatte uns ein Händler aus Münster gesagt, so was könnt ihr dort nicht machen. Als wir ihm aber sagten, wir sind im F24, war er beruhigt und meinte, dort sind die Alternativen, da klappt es. Fünf Minuten vor Beginn der Messe sahen wir das dann aber doch völlig anders. Nur ein Pärchen, dass sich offensichtlich verlaufen hatte, war anwesend. Dann aber kam die große Wende. Der Raum wurde so voll, dass nicht mal für alle die Stühle reichten. Aber das war nicht alles. Wirklich alle legten das Glaubensbekenntnis mit uns ab, nahmen das Abendmahl ein und beteten gemeinsam mit uns das Monsterunser. Aber es kam noch besser.  Gunnar hatte Mitgliedsanträge und unsere Satzung ausgedruckt und die ging anschließend echt rum. Vier neue Mitglieder, alle sehr interessiert, sehr nett und ein bisschen spitzbübisch, also genau wie wir, hat seit dem der Verein.



Der IBKA hatte uns zum Abschluss nach Hannover eingeladen. 
Die Nudelmesse als Abendprogramm der ganztägigen Mitgliederversammlung. Dort waren die räumlichen Voraussetzungen nicht ganz so, wie sonst. 
Ein Sitzungssaal, denn wir noch schnell versuchten, etwas weniger steif herzurichten, sowie Teilnehmer, die von der vorangegangenen Tagung etwas geschlaucht waren und wohl gern den Biervulkan schon mal angezapft hätten. Trotzdem sprang der Funke über und wir bekamen die Rückmeldung, wie toll unsere Lehre durchdacht ist und wie clever wir so selbst auf schwierige Fragen reagieren konnten. Spannend dann auch die anschließende Diskussion im Restaurant. Da ging es locker hin und her, da kamen interessante Fragen und tolle Vorschläge und schon die klare Absprache, noch einmal eine gemeinsame Nudelmesse, diesmal vielleicht beim Italiener, zu halten. Ein prima Abschluss der Tour. Besonders stolz waren wir darauf, dass der IBKA uns sogar ein Doppelzimmer im Tagungshotel spendiert hatte.

Die Tour hat unsere Erwartungen weit mehr als erfüllt. Es war einfach ringsrum ein herrliches Gefühl zu sehen, es gibt doch viel mehr von uns als wir dachten. Auch das Medienecho war in Ordnung. Überall war entweder Radio, Presse oder beides vor Ort. Falls einer von euch da etwas mitgeschnitten oder gedruckt vor sich hat, bitte reicht es auch an uns weiter. Dann können wir das auch auf unserer Website einstellen.
Wie die Ruhrbarone uns sehen, könnt ihr schon jetzt lesen.

Für uns steht fest, das war nicht die letzte Tour. Mal sehen, wo sie uns im nächsten Jahr hinführt.













06.09.2012

Das Wort zum Freitag

.....macht mal Pause. 

Schuld sind ganz allein unsere "Aufpasser". Die waren zwar schnell begeistert, während der zwei Wochen, die wir unterwegs sind, bei uns Urlaub zu machen, die haben sich auch sofort bereit erklärt, dafür den Garten zu pflegen, insbesondere zu gießen, aber sie weigern sich stur und fest, auch das Wort zum Freitag zu schreiben. 

Obs daran liegt, dass unser Gott einfach zu sehr Kumpel ist und wir so nicht mit ewiger Höllenfolter drohen können? 

Na, egal, für heute habe ich noch mal ne lesenswerte Nummer ausgegraben und ab 27. September geht es wieder regelmäßig weiter. 




Große Ökumene


Keine Frage, eine so friedliche, angstfreie und weltoffene Religion wie unsere lebt in großer Ökumene. So ist die Freundschaft mit Principia Discordiadem unsichtbaren rosafarbenem Einhorn, dem Intelligent FallingRussels Teekanne und anderen selbstverständlich.
Aber die Arschküsser passen wohl doch nicht zu uns:



Die Geschichte von Hank

Heute Morgen klingelte die Türglocke. Als ich die Tür öffnete, sah ich ein gut gekleidetes Paar vor der Tür stehen. Der Mann sprach zuerst:
John: Hallo, ich bin John, und dies ist Mary.
Mary: Hallo! Wir möchten Sie dazu einladen, zusammen mit uns den Arsch von Hank zu küssen.
Ich: Bitte was?! Wovon reden Sie? Wer ist Hank, und warum sollte ich seinen Arsch küssen wollen?
John: Wenn Sie Hanks Arsch küssen, dann gibt er Ihnen eine Million Euro, und wenn nicht, dann wird Hank die Scheiße aus Ihnen heraus prügeln.
Ich: Was? Ist diese eine Art bizarre Erpressung eines sich ausbreitenden Mobs?
John: Hank ist ein milliardenschwerer Philanthrop [Menschenliebhaber - der Übers.]. Hank baute diese Stadt. Hank besitzt diese Stadt. Er kann tun und lassen, was er will, und er möchte Ihnen eine Million Euro geben, aber er kann es nicht, bis Sie nicht seinen Arsch küssen.
Ich: Das ergibt für mich keinen Sinn. Warum ...
Mary: Wer sind Sie, dass sie Hanks Geschenk so hinterfragen? Möchten Sie keine Million Euro? Ist es das nicht wert, seinen Arsch ein wenig zu küssen?
Ich: Mag ja sein, wenn es legal ist, aber ...
John: Dann kommen Sie mit uns und küssen Sie seinen Arsch.
Ich: Küssen Sie Hanks Arsch oft?
Mary: Ja, sehr oft ...
Ich: Und hat er Ihnen eine Million Euro gegeben?
John: Nein, tatsächlich bekommt man das Geld erst, wenn man die Stadt verlässt.
Ich: Warum verlassen Sie dann nicht sofort die Stadt?
Mary: Sie können die Stadt nicht verlassen bis Hank es Ihnen sagt, sonst bekommen Sie kein Geld, und Hank prügelt die Scheiße aus Ihnen heraus.
Ich: Kennen Sie jemanden, der Hanks Arsch geküsst hat, die Stadt verließ und eine Million Euro bekam?
John: Meine Mutter hat Hanks Arsch jahrelang geküsst. Sie hat letztes Jahr die Stadt verlassen, und ich bin sicher, sie hat ihr Geld bekommen.
Ich: Haben Sie mit ihr darüber gesprochen?
John: Selbstverständlich nicht. Hank erlaubt das nicht.
Ich: Wieso glauben Sie daran, dass Sie tatsächlich das Geld bekommen, wenn Sie niemals mit jemandem gesprochen haben, der es gekriegt hat?
Mary: Nun, Sie bekommen etwas von ihm, bevor Sie die Stadt verlassen. Vielleicht bekommen Sie eine Gehaltserhöhung, vielleicht gewinnen Sie etwas in der Lotterie, oder vielleicht finden Sie einen Zwanzig-Euro-Schein auf der Straße.
Ich: Was hat das mit Hank zu tun?
John: Hank hat da "gewisse Verbindungen".
Ich: Tut mir Leid, aber das hört sich an wie ein bizarres Hütchenspiel.
John: Aber es geht um eine Million Euro, wie kann man das dem Zufall überlassen? Und bedenken Sie, wenn Sie nicht Hanks Arsch küssen, dann wird er die Scheiße aus Ihnen heraus prügeln.
Ich: Also, wenn ich vielleicht mit Hank rede, und ich die Details direkt von ihm höre ...
Mary: Niemand sieht Hank, niemand spricht mit ihm.
Ich: Wie können Sie dann seinen Arsch küssen?
John: Manchmal werfen wir ihm nur einen Kuss zu, manchmal denken wir an seinen Arsch. Manchmal küssen wir Karls Arsch und er gibt es für uns weiter.
Ich: Wer ist Karl?
Mary: Einer unserer Freunde. Er hat uns alles über das Küssen von Hanks Arsch gelehrt. Dazu mussten wir ihn nur ein paar Mal zum Essen einladen.
Ich: Und Ihr habt ihm einfach jedes Wort geglaubt, als er sagte, dass es einen Hank gibt, dass er will, dass Ihr seinen Arsch küsst, und dass Hank Euch dafür belohnt?
John: Oh nein! Karl hat vor Jahren einen Brief von Hank bekommen, in dem Hank ihm alles erklärt hat. Hier ist eine Kopie des Briefes, sehen Sie selbst.
Von Karls Schreibtisch:

1. Küsse Hanks Arsch und er gibt dir eine Million Euro, wenn du die Stadt verlässt.
2. Trinke Alkohol in Maßen.
3. Prügle die Scheiße aus den Leuten heraus, die nicht sind wie du.
4. Iß das Richtige.
5. Hank hat diese Liste selbst diktiert.
6. Der Mond ist aus grünem Käse.
7. Alles was Hank sagt, ist wahr.
8. Wasche stets deine Hände, bevor du das Badezimmer verlässt.
9. Trinke keinen Alkohol.
10. Iß Wiener auf süßem Brötchen, aber keine Gewürze.
11. Küsse Hanks Arsch oder er prügelt die Scheiße aus dir heraus.

Ich: Das scheint mir auf Karls Briefpapier geschrieben zu sein.
Mary: Hank hatte gerade kein Papier.
Ich: Ich habe den leisen Verdacht, dass dies mit Karls Handschrift geschrieben wurde.
John: Aber natürlich, Hank hat es ihm diktiert.
Ich: Ich dachte, Sie hätten gesagt, dass niemand Hank zu sehen bekommt?
Mary: Heute nicht mehr, aber vor Jahren schon. Da hat er zu einigen Leuten gesprochen.
Ich: Ich dachte, Sie hätten erzählt, dass Hank ein Menschenliebhaber ist. Was ist das für ein Philanthrop, der die Scheiße aus Leuten herausprügelt, die anders sind als er?
Mary: Das ist der Wunsch Hanks, und Hank hat immer recht.
Ich: Woher wollen Sie das wissen?
Mary: Punkt 7 der Liste sagt, dass Hank immer die Wahrheit spricht. Das reicht mir als Antwort!
Ich: Vielleicht hat Karl sich das alles bloß ausgedacht?
John: Niemals! Punkt 5 besagt, dass Hank die Liste selbst diktiert hat. Nebenbei, Punkt 2 besagt: "Trinke Alkohol in Maßen", Punkt 4 besagt, "Esse das Richtige" und Punkt 8 sagt "Wasche stets deine Hände, bevor du das Badezimmer verlässt".
Jeder weiß, dass das richtig ist, daher muss auch der Rest wahr sein.
Ich: Aber Punkt 9 besagt "Benutze keinen Alkohol", was nicht ganz zu Punkt 2 passt, und Punkt 6 behauptet, dass der Mond aus grünem Käse besteht, was nun völlig falsch ist.
John: Es gibt keinen Widerspruch zwischen 9 und 2, 9 macht Punkt 2 nur klarer. Was den Punkt 6 betrifft: Sie waren niemals auf dem Mond, also können Sie nichts darüber mit Sicherheit sagen.
Ich: Wissenschaftler haben mit sehr großer Wahrscheinlichkeit festgestellt, dass der Mond aus Gestein besteht ...
Mary: Aber sie wissen nicht, ob dieses Gestein von der Erde stammt, oder aus dem Weltraum, also könnte es sich genauso gut um grünen Käse handeln.
Ich: Ich bin da kein Experte, aber ich denke, die Theorie, die besagt, dass der Mond irgendwie von der Erde "eingefangen" wurde, wurde widerlegt. Aber auch wenn man nicht weiß, woher das Gestein kam, dann wird daraus nicht einfach Käse.
John: Ha! Sie haben gerade zugegeben, dass auch Wissenschaftler Fehler machen, aber wir wissen, dass Hank immer recht hat!
Ich: Wissen wir das wirklich?
John: Aber natürlich wissen wir das, Punkt 5 sagt es uns.
Ich: Sie sagen. Hank hat immer recht, weil die Liste es besagt, die Liste ist richtig, weil Hank sie diktiert hat, und wir wissen, dass die Liste richtig ist, weil die Liste dies behauptet. Das ist zirkuläre Logik, nichts anderes als wenn man sagt: "Hank hat recht, weil Hank sagt, dass er recht hat".
John: Nun begreifen Sie es! Es ist für uns immer eine große Belohnung, wenn jemand Hanks Denkweise begreift.
Ich: Aber ... na, egal. Was hat es mit den Wienern auf sich?
Mary: (errötet)
John: Wiener, auf süßem Brötchen, keine Gewürze. Das ist Hanks Art. Alles andere ist falsch.
Ich: Was ist, wenn ich kein süßes Brötchen habe?
John: Kein süßes Brötchen, keine Wiener. Ein Wiener ohne süßes Brötchen ist falsch.
Ich: Kein Gewürz? Keinen Senf?
Mary: (sieht sehr betroffen aus)
John: (schreit) Kein Grund, solche Sachen zu sagen! Gewürze aller Art sind falsch!
Ich: Also käme ein großer Haufen Sauerkraut mit gehackten Wienern nicht in frage?
Mary: (steckt ihre Finger in ihre Ohren) Ich höre gar nicht hin. La la, la la, la la.
John: Das ist ekelhaft. Nur ein abnormer Bösewicht würde das essen ...
Ich: Das ist aber gut! Ich esse es fast jeden Tag.
Mary: (fällt in Ohnmacht)
John: (fängt Mary auf) Nun, wenn ich vorher gewusst hätte, dass ich mit Ihnen nur meine Zeit verschwende ... Wenn Hank die Scheiße aus Ihnen herausprügelt, dann zähle ich mein Geld und lache. Ich küsse Hanks Arsch für Sie, Sie brötchenloser, gehackte Wiener-und-Sauerkraut-essender Mistkerl.
Mit diesen Worten zieht John Mary in ihr wartendes Auto, und sie brausen davon.
(Autor der Geschichte: Jim Huber, © 1996-2002. Übersetzung aus dem Englischen: Volker Dittmar.)