29.11.2012

Das Wort zum Freitag - Kinder Überraschungsei

Foto frei nach A. Kniesel

Ein Gastbeitrag unseres Bruders Ravioli.

"Die Sitzung ist eröffnet.
Herr Staatsanwalt, bitte lesen Sie den ersten Anklagepunkt vor."

"Dem Angeklagten wird vorgeworfen, den Tod seiner beiden Kinder fahrlässig – wenn nicht sogar mutwillig herbeigeführt zu haben, indem er ihnen in seiner Abwesenheit heimtückisch eine tödliche Falle stellte, obwohl er sich hätte denken können, dass sie in diese hineintappen würden. Es wird ihm deshalb die Misshandlung Schutzbefohlener vorgeworfen in Tateinheit mit Todesfolge."

"Als erster Zeuge hat der Kripobeamte das Wort, der auch das Verhör mit dem Angeklagten geführt hat und dessen Personalien dem Gericht bereits bekannt sind."

"Ich weise Sie darauf hin, dass Sie unter Eid stehen. Bitte schildern Sie dem Gericht, was bei der Vernehmung des Beschuldigten herauskam."

"Wir hatten den Angeklagten zunächst über seine Rechte belehrt. Dann baten wir ihn, uns zu berichten, wie es zu diesem tragischen Unfall kam. Er gab zu Protokoll, dass er seinen Kindern an jenem Morgen gesagt hatte, dass sie von allen Dingen im Kühlschrank nach Belieben essen dürfen. Nur von dem Kinderüberraschungs-Ei, das er in die Mitte des Kühlschranks platziert hatte, sollten sie nicht essen und es noch nicht einmal berühren. Er warnte sie auch, dass welchen Tages sie davon essen werden, würden sie gewisslich sterben. Er hatte das Ei nämlich mit Blausäure vergiftet und die Verpackung noch zusätzlich mit Sarin bestrichen, einem extrem tödlichen Nervengift.
Auf unsere Frage, warum er seine Kinder einer so großen Gefahr ausgesetzt hat, hat er geantwortet, dass er seine Kinder prüfen wollte, ob sie sich von den Einflüsterungen der Werbung verlocken lassen würden, seine klaren Anweisungen zu missachten oder ob sie seinem Worte glauben und gehorchen würden. Um sie dabei zu beobachten, hatte er zuvor auch eine Kamera installiert, weil er genau beobachten wollte, wie sie sich verhalten würden."

"Eine kurze Zwischenfrage an den Zeugen: Ist es demnach so, dass der Angeklagte noch die Möglichkeit hatte, rechtzeitig einzugreifen, als er vom Nebenzimmer aus beobachtete, wie seine Kinder in Versuchung gerieten?"

"Ja, das hatten wir ihn auch gefragt, und er hat diese Frage bejaht."

"Dann bittet die Staatsanwaltschaft das Gericht um die Feststellung, dass sogar im Moment der größten Gefahr der Beschuldigte den Tod seiner Kinder billigend in Kauf nahm! Der Zeuge möge fortfahren."

"Wir fragten den Angeklagten, warum er denn nicht eine Attrappe verwendet habe, also einen unwirksamen Placebo, wenn er denn schon unbedingt herausfinden müsse, ob seine Kinder ihm treu ergeben sein würden. Er entgegnete, dass er ganz bewusst sich für eine unumkehrbare Strafe entschieden habe, weil er der Meinung sei, dass ein Ungehorsam gegen seine Anweisungen – und sei dieser auch noch so geringfügig – eine für ihn unerträgliche persönliche Kränkung darstellen würde und ein Fortbestehen der Beziehung zu seinen Kindern in seinen Augen unmöglich mache.

Wir fragten ihn, ob er sich denn nicht hätte denken können, dass seine Kinder schon allein aus reiner Neugier versuchen würden, vom Überraschungs-Ei zu naschen, schließlich seien es doch noch Kinder, welche die Folgen für ihr Handeln noch gar nicht in ihrer ganzen Tragweite abschätzen könnten.
Diese Feststellung ließ der Beschuldigte jedoch nicht gelten, sondern verwies darauf, dass sie doch schon einen freien Willen hätten, um sich für oder gegen ihren Vater zu entscheiden.

Wir versuchten ihn daraufhin zu erklären, dass man die Liebesbeziehung zwischen Kindern zu ihrem Vater doch nicht vergleichen könne mit erwachsenen Bürgern, die z.B. einen Politiker wählen oder abwählen können. Kinder können und dürfen doch schließlich Fehler machen, weil sie noch Kinder sind und noch nicht zwischen Gutem und Bösen unterscheiden können. Daher müsse ein liebender Vater Geduld mit ihnen üben, anstatt ihnen durch ein krankhaftes Misstrauen ein schlechtes Vorbild zu geben. Der Angeklagte zeigte sich jedoch uneinsichtig, indem er darlegte, er wolle „keine Marionetten“ haben, die ihn nur lieben würden, weil er ihnen dieses befohlen habe.

Da merkten wir, dass er im Grunde überhaupt keine Ahnung hatte von der Liebe, sondern unter erheblichen Minderwertigkeitsgefühlen litt, so dass er – krankhaft eifersüchtig – nur darauf versessen war, selber geliebt zu werden – gänzlich unfähig selbst Liebe zu geben."

"Einspruch! Dem Zeugen steht es nicht an, Mutmaßungen über das seelische Befinden des Angeklagten zu äußern, schließlich ist er kein Psychologe sondern nur Kriminalist."

"Einspruch stattgegeben! Herr Zeuge, beschränken sie sich bitte auf die Tatsachen."

"Nun ja, wir fragten ihn, was denn sein Marionettenvergleich mit seiner Fürsorgepflicht zu tun habe. Außerdem würde er durch seine repressiven Todesdrohungen doch erst recht bewirken, dass seine Kinder ihn nicht aus Liebe sondern nur aus Angst gehorchen würden, so dass er nie erfahren würde, ob sie ihn wirklich freiwillig lieben. Im Gegenteil sogar: er würde sich durch seine Todesandrohungen doch erst recht der Liebe unwürdig erweisen, weil man an ihm nichts fände, was der Liebe wert wäre.

Daraufhin wurde der Beklagte nachdenklich und fing bald darauf an zu weinen.

Wir fragten ihn, ob er über seine toten Kinder weine. Er sagte, nein, sondern darüber, dass sie ihn vor ihrem Tode - wenn schon keine Liebe – dann doch wohl wenigstens Respekt hätten entgegenbringen müssen. Stattdessen hatten sie, kurz bevor sie starben, ihn auch noch beleidigt, indem sie ihm vorwarfen, dass es seine Schuld sei, dass sie sterben würden, weil er ihnen diese tödliche Falle gestellt habe."

"Und was sagte er, wie hat er darauf reagiert?"

"Er hat sie verflucht und ihnen gewünscht, dass sie qualvoll krepieren mögen."

"Danke, Zeuge, das genügt; sie können sich wieder setzen.  Hohes Gericht, die Staatsanwaltschaft zieht hiermit die Anklage auf Mord zurück und beantragt stattdessen  aufgrund der Zeugenaussage den Angeklagten in eine geschlossene Psychiatrie einweisen zu lassen, da er aufgrund seiner wahnhaften Eifersucht zum Zeitpunkt der Tat nur vermindert schuldfähig war, da er auch keinerlei Unrechtsbewusstsein hatte."

"Wo befindet sich der Beschuldigte im Moment?"

"Wir hatten ihn zunächst festgenommen, mussten ihn später jedoch wieder freilassen, da keine Fluchtgefahr bestand. Dies erwies sich leider als großer Fehler, wie sich dann herausstellte!"

"Herr Staatsanwalt, bitte fahren sie fort mit den nächsten Anklagepunkten: Nötigung und Völkermord…"

28.11.2012

Seine Schöpfung - Welt im Tautropfen



Was kann ein gläubiger Pastafari besseres tun, als all die Schönheit, die um uns ist, zu betrachten und zu teilen. Dies alles ist SEIN Werk, dies ist SEINE Schöpfung und wo könnten wir IHM besser begegnen, ES besser preisen als damit, diese zu achten und zu beachten. Nie und nimmer kann soviel Schönheit, soviel Erhabenheit das Werk zufälliger Evolution sein, wie es wertelose Gottlose behaupten.

Zeigen wir den Ungläubigen diese Schönheit, machen wir ihnen klar, wie sie in   der Kunst, der Wissenschaft, der Philosophie aber vor allem in der Natur und in uns selbst zu finden ist. Nur der wahren Erkenntnis völlig Unfähige könnten ES dann noch verleugnen.

26.11.2012

Weihnachten, wie es wirklich war


Bald ist erstes Pastat, sie nahen wieder, die Holidays, oder wie wir hier sagen, das Nudlige Lichterfest, das größte Fest der Pastafarigemeinde. 

Leider hat diese Wahrheit immer noch nicht alle erfasst. Viele sagen immer noch Weihnachten zu diesem alten Fest und halten sogar Weihnachtsmärkte ab. Um diesen unerträglichen Zustand abzuändern, führt unsere Kirche jedes Jahr eine Lichterfestaktion durch. 

In diesem Jahr 
am 15.12. 
auf dem Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei Berlin. 
Um 15:00 Uhr

treffen wir uns dort, gehen ne Runde über den Markt und verteilen neben den legendären Fleischbällchen auch unseren Lichterfestflyer (s.unten). Dann stellen wir uns am Eingang Knaackstraßé auf und verteilen dort so lange, bis die Flyer alle sind. Erfahrungsgemäß dauert das 1 bis 1,5 Stunden. Anschließend gehts in ne gemütliche Kneipe. In welche, entscheiden wir vor Ort. 

Wer mitmachen oder einfach mal uns treffen möchte, ist herzlich eingeladen.






Wer den Flyer selbst irgendwo verwenden möchte, um unsere kleine Wahrheit unter die Massen zu bringen, kann ihn sich in A5  hier als pdf downloaden.


22.11.2012

Das Wort zum Freitag - Beschneidungsdebatte im Bundestag

 Rituelle Beschneidung eines Kindes durch einen muslimischen Arzt in einem deutschen Universitätsklinikum. Es bestand keine Vorhautverengung.
Bild: 
 Matthias Schreiber

Heute wird es heiß im Bundestag. Obwohl es gar kein Beschneidungsverbot gibt, soll es an dessen Aufhebung gehen. Die Bundesregierung hat als Handlanger religiöser Eiferer den Prozess in Gang gesetzt, der jetzt in die nächste Runde geht. In erster Lesung wird das von ihr vorgeschlagene entsprechende Gesetz diskutiert. Doch am Ziel ist die Regierung damit noch längst nicht, der Streit um das Wie wird weiter gehen.

Die Hoffnung, die die Beschneidungsbefürworter hatten, die gesellschaftliche Diskussion würde sich schnell verlaufen, ging in´s Leere. Wie wir hatten auch viele andere gefordert, "auch religiöse Gruppen müssen sich verfassungsrechtlichen Werten beugen". So kam ein Prozess in Gang, der  dazu führte, dass der Ethikrat, der die Bundesregierung in dieser Sache berät, Nachforderungen erhoben hat. Ihm scheint nicht genug ausformuliert, wie die Schmerzvermeidung bei dem Eingriff zu erfolgen hat, der für Betroffenen zum Schockerlebnis werden kann.

In der Bevölkerung ist die Ablehnung der Beschneidung ohne Einwilligung der Betroffen Mehrheitsmeinung, in der Politik ist es (noch?) umgekehrt. Wie der Riss dort quer durch die Parteien geht zeigt sich darin, dass die Grünen sich nicht auf eine gemeinsame Haltung einigen konnten und, wie auch SPD und Linke, bei der Abstimmung den Fraktionszwang aufgehoben haben.

53  Abgeordnete aus diesen Parteien haben sich nun zusammengetan und einen alternativen Antrag, der die Beschneidung erst ab 14 und mit Einwilligung der Betroffenen straffrei stellt, eingereicht. Weitere haben sich angeschlossen, jetzt sind es schon mehr als 60. Klar ist trotzdem, ohne weiteren gesellschaftlichen Druck wird  dieser Antrag keine Chance im Bundestag haben. Deshalb war ich froh, als sofort eine Petition gestartet wurde, um den den Abgeordneten nahe zu bringen. Völlig erstaunt war ich, als ich merkte, das findet ein Teil der Beschneidungsgegner überhaupt nicht gut.

Ihre Gründe sind nicht von der Hand zu weisen. Matthias Krause schreibt dazu auf Skydaddys Blog: "Meines Erachtens muss das Alter zur Einwilligung dem entsprechen, das auch bei Piercings oder Tätowierungen greift, und das ist in Deutschland die Volljährigkeit, also 18 Jahre. (16 mit Einwilligung der Eltern.) Wieso sollen Tätowierungen und Piercings mit Einwilligung der Eltern erst ab 16 erlaubt sein, die Amputation der Vorhaut aber schon mit 14?...Wieso sollen 14-jährige Jungen einwilligen können, ihre Genitalien beschneiden zu lassen, 14-jährige Mädchen aber nicht?...Natürlich geht es mir nicht darum, die Genitalverstümmelung von Mädchen zu legalisieren. Man kann aber bei der körperlichen Unversehrtheit nicht für Mädchen und Jungen unterschiedliche Gesetze machen!" und folgert " Dass aber selbst dieser sehr entgegenkommende Gesetzentwurf völlig inakzeptabel ist, belegt einmal mehr, dass es praktisch unmöglich sein dürfte, ein verfassungskonformes Gesetz zu verabschieden, das die Knabenbeschneidung erlaubt."

Er hofft scheinbar auf das Bundesverfassungsgericht. Bis das angerufen werden kann, was schon schwierig ist, und dann urteilt, bis es danach evtl. weiter bis ans Europäische Gericht geht, würden aber viele, viele neue religiös gemarkte Kinder Schmerzen erleiden und traumatisiert werden. 


Das könnte sich realtivieren, meinen andere. Ein guter Freund schrieb mir auf Facebook: "Ich würde nur zu gern zustimmen, wenn ich überzeugt werden könnte, dass ein 14-Jähriger schon in der Lage ist, die Tragweite einer Beschneidung zu beurteilen. Darüber hinaus bezweifle ich, dass ein 14-Jähriger dem verwandtschaftlichen und sozialen Druck standhalten kann, der auf ihn im Falle einer Weigerung, sich verstümmeln zu lassen, lasten würde. Ich halte eine Altersgrenze von 16 Jahren für die allerunterste Schranke, die gerade noch hinzunehmen wäre.


Abgesehen davon halte ich eine Zustimmung für strategisch unzweckmäßig. Ein Gesetz, wie es jetzt von der Bundesregierung durchgepeitscht werden soll, lässt sich viel überzeugender als grundgesetzwidrig, menschenrechtsverletzend und kindeswohlmissachtend kennzeichnen als ein Gesetz, das einen zwar gut gemeinten, aber fragwürdigen Kompromiss vorschlägt. Dieser Kompromiss verdeckt das steinzeitliche Denken, das in diesem religiösen Ritus steckt. Das politische Ziel muss eine Lösung sein, die ein erwachsener Mensch von mindestens 18 Jahren in freier Entscheidung treffen kann."

Auch das ist nachdenkenswert und nicht einfach von der Hand zu weisen. 
Aus meiner langjährigen Tätigkeit als Jugendsozialarbeiter in dieser Altersgruppe weiß ich, die wissen schon ganz gut was sie wollen, können das auch begründen und gegebenenfalls durchsetzen. Auch dauert dieser familiäre und gesellschaftliche Druck weiter an. Es werden nicht viele sein, die sich mit 18 erfolgreicher dagegen wehren können. 

Auch ich bin klar dafür, die Beschneidung erst ab 18 mit persönlicher Einwilligung und vorheriger Belehrung über mögliche Folgen zu erlauben. Um aber, bis das eventuell möglich sein sollte, schon jetzt vielen Kindern die Möglichkeit zu geben, sich gegen diese Praxis zu wehren, bin ich hier für eine pragmatische Lösung. Da würde ich es schon als Riesenerfolg betrachten, wenn der Kompromissvorschlag der über 60 Abgeorneten angenommen würde. Er hat nur wenig Chancen, aber einer mit 18 hätte gar keine. Wenn dann aber erst mal überhaupt eine Altersgrenze eingeführt ist, dürfte es später leichter werden, die zu erhöhen.

Wichtig ist nun, den entsprechenden gesellschaftlichen Druck aufzubauen. Vieles tut sich schon. Am 23. und 25.11. wird z.B. in Berlin der Film "It´s a boy" gezeigt.

"Mit seiner Dokumentation hatte Victor Schonfeld in England für Furore gesorgt. „The Independent“ urteilte: „Schonfeld gelingt ein absoluter Glücksgriff; und wie alle guten Filmemacher macht er das Beste daraus.“  Für „The Times“ war Schonfelds „verheerende Anklage“ ein „Fernseh-Höhepunkt“. Linda Grant schrieb in „The Jewish Chronicle”, „It‘s  a Boy!“ solle „von jedem gesehen werden…  Die Aussage dieses Films verlangt nach einer Debatte” 

Dieser Film mit deutschen Untertiteln wird seinen Beitrag leisten.
Leisten auch wir unseren:  








15.11.2012

Das Wort zum Freitag


Alle Jahre wieder...


Wenn Ende August jeder Mitbürger Deutschlands nach einem in der Regel nicht ganz wunschgerechten Sommer noch nach ein paar heißen Tagen lechzt, wenn er sich in den letzten Kurzurlaub begibt, um wenigstens noch einmal wärmende Sonnenstrahlen an den wieder nicht knusprig gebräunten Körper zu bekommen, wenn er sich in die Fluten eines nun gut aufgeheizten Sees wirft und den milden Spätsommerabend nutzt, um Grillfleisch zu wenden, dann geschieht etwas, was immer wieder wie eine kalte Dusche wirkt. Die Supermärkte rüsten fürs Weihnachtsfest.

Inzwischen haben wir November, der letzte standhaft gebliebene Süßigkeitenvertilger hat den inneren Schweinehund siegen lassen und sich an den für die Adventszeit und das Weihnachtsfest gedachten Süßigkeiten gütlich getan. Woher ich das weiß? Die mit diesen Artikeln bestückten Regale sehen irgendwie so leer aus. Wer jetzt erst, einen Monat vor dem Fest, Reserven bunkern möchte, den bestraft das Leben bzw. er sucht nach einschlägigen Rezepten und verwandelt die Küche in eine Weihnachtsbäckerei.

In dieser Woche entdeckte ich in einem Textilgeschäft den ersten künstlichen Nadelbaum. Passend zum trüben Wetter kam mir wieder in den Sinn, dass auch wir Pastafari langsam rüsten können. So ein trübes Wochenende lädt doch förmlich dazu ein, Schränke zu durchstöbern und Stoffreste sowie Bastelkram zusammen zu suchen. Wir wollen ja zum 1. Pastat, in diesem Jahr ist es der 07.12., unseren Lichterkranz gefertigt haben.

Nicht ganz am 2. Pastat, aber nur einen Tag später, am 15.12., werden wir dann  traditionsgemäß die wahre Weinachstgeschichte  verbreiten, und zwar ab 15:00 Uhr auf dem Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei. Wer dabei mithelfen will, ist herzlich eingeladen. Bestimmt geht`s dann auch anschließend noch in ne Pizzeria zum Aufwärmen.

Pastafari, lasst euch die trüben Tage nicht vermiesen und kommt gut durch die schwere Zeit, in der die Ungläubigen wie bekloppt mit stressverzerrten Gesichtern durch dunkle Straßen hetzen, um in den Einkaufscentern Panikkäufe abzuwickeln. Schmunzelt mild und feiert ein entspanntes Nudliges Lichterfest. Tankt die erforderliche Kraft, um mit vollen Segeln 2013 wieder in See stechen zu können und freut euch, dass wir Pastafari immer mehr werden und bald keiner mehr vom Weihnachtsfest reden wird. 

12.11.2012

Nudelmesse im "Fliegenden Tisch"



Jahrelang hatten wir unsere Nudelmessen im "Mona Lisa" gehalten. Der Wirt war nett, das Essen gut und die Preise ebenso. Da entstand sowohl die Sendung vom Hessischen Rundfunk wie die Sendung vom MDR. Plötzlich war dort zu und wir müssen uns nun ein neues Stammlokal suchen.

Den ersten Versuch starteten wir mit dem "Fliegenden Tisch".
Der ist in der gleichen Ecke, nur auf der anderen Seite der Frankfurter. Kritiken im Internet ließen uns Gutes hoffen, und die Kritiken waren gut. 


Die Preise waren ebenso günstig, das Essen sogar besser, der Wirt wirklich freundlich und gelassen, das Publikum entsprach genau unserem Klientel. Also alles bestens?

Nicht ganz. Leider ist die Gaststätte so klein, der Raum so knapp bemessen, dass nicht möglich ist, wirklich Messen zu gestalten, die was her machen. Fernsehteams hätten hier gar keine Chance. Also heißt es erst mal weitersuchen. 



Schön war es aber trotzdem. SimoneLimone, er geht erst mal nach Spanien, hat einen so ausgiebigen Abschied mit uns gefeiert, dass auch Cptn Nodus, der erst später vom Dienst kam, noch voll auf seine Kosten kam. Auch Bruder Syn Onym, der aus Frankfurt/Oder angereist war, passte prima in unsere Truppe. Schade, dass er bei seiner ersten Teilnahme nur eine "Not"messe erleben konnte. 












Bier von Seinem Biervulkan









Wir haben ihm aber zugesichert, auch mal nach Frankfurt zu kommen und dort mit ihm und anderen Interessierten eine Messe zu feiern. Darauf freuen wir uns schon und sind gespannt, wie es wird. 

Für Mininudel: Wasser von Seinem Biervulkan


Auch mit dem Fotografieren hat es nicht sonderlich geklappt. Weil wir die Kamera erst falsch eingestellt hatten, aber auch, weil selbst dafür der Raum knapp war und wir immer nur in eine Richtung knipsen konnten. Ein paar sind aber doch was geworden. 

                                               



Ganz begeistert waren wir, als wir merkten, wie unser Glaube immer mehr in den Unterricht drängt. Nach der Messe hatte ich an den Tischen, die interessiert geguckt haben, Flyer vom Verein verteilt. Kurze Zeit später stand eine junge Pastafarina mit ihrem Bruder bei uns am Tisch und wollte wissen, ob sie auch so einen Flyer bekommen könnte. Sie hatte erst vor kurzem in ihrer Klasse einen Vortrag über das FSM gehalten und sich nun riesig gefreut, auch mal die Praxis zu erleben. 


Da war es doch selbstverständlich, dass sie und ihr Bruder nicht nur Flyer, sondern auch Aufkleber und Anstecker bekommen haben. Auch ein Foto mit dem Monster selbst gabs noch.  Lily war sich sicher, da werden einige in der Schule etwas neidisch gucken. 
Inzwischen ist sie auch in unserer Facebookgruppe und so immer aktuell am Geschehen.


Schön, du liebes Fliegendes Spaghettimonster, wie du es einrichtest, dass Suchende auch finden. :)


08.11.2012

Das Wort zum Freitag


Religiöse Kopfbedeckung der Pastafari auf Passbildern

Zwei Sachen haben mich heute verblüfft. Zum Einen, wie das FSM scheinbar immer mehr Anerkennung in der Gesellschaft findet und zum Anderen, wie weise es bestimmte Ereignisse zusammenfallen lässt. 


Als ich mich heute bei fb einloggte, hatte ich eine persönliche Nachricht eines Glaubensbruders aus Bayern. Er hatte drei Fragen an mich, darunter die:

"....kannst Du mir etwas zur aktuellen Gesetzeslage bezüglich Kopfbedungen auf Ausweisen sagen? Ich muss meinen Perso erneuern bzw. hab den alten verloren. Kann ich das mit Sieb machen? Da es ja landesweite Regelungen sind, spielt es eine Rolle, dass ich in Bayern lebe?... "

Was das Sieb betrifft, konnte ich ihm keine Hoffnung machen:

"...das mit dem Sieb geht auf keinen Fall. Nicht nur, weil wir von der KdFSM das Sieb ablehnen, sondern vor allem, weil es sich nicht als religiöse Kopfbedeckung begründen lässt. Das geht ganz eindeutig nur aus dem Evangelium mit Piratenkopfbedeckungen. Es muss sich aber um eine nachweisbare religiöse Kopfbedeckung handeln, weil in D nur dafür Ausnahmen geduldet werden. 

In Österreich ist die Gesetzeslage anders, dort wird nur gefordert, dass das Gesicht nicht bedeckt ist, aber Kopfbedeckungen werden nicht generell ausgeschlossen. Deshalb ging das mit dem Nudelsieb, das Niko auch nur deshalb genommen hat, weil er damals nicht wusste, dass Pastafari Piratenkopfbedeckungen tragen und sich zum Fototermin einfach was gegriffen hat.

Aber auch mit Piratenhut, Tuch oder Bandana ist es nicht sicher, ob du Erfolg haben wirst. Immerhin könnte ich dir dafür eine Bescheinung unserer Kirche schicken, dass deren Tragen religiöse Pflicht für Pastafari ist. Außerdem die Bestätigung unserer Kirche als gemeinnützige Körperschaft. 
Es kommt dann viel auf dein Auftreten und den konkreten Bearbeiter an. Manche akzeptieren das, andere nicht. Es hat zwar jemand, auch aus Bayern, schon mal versucht, sich dagegen zu wehren. Aber nachdem er eine schriftliche Begründung der Ablehnung gefordert hatte und dafür über 100,- Euro zahlen musste, außerdem ein Versuch, einen kostenlosen Rechtsbeistand zu finden, gescheitert ist, hat er dann wegen des finanziellen Risikos die Sache nicht weiter verfolgt. Was wohl gut nachzuvollziehen ist.
Es spielt rein rechtlich keine Rolle, in welchem Bundesland du lebst. Überall gilt die Fotomustertafel. Im Verhalten der Beamten scheint es aber doch Unterschiede zu geben. Wahrscheinlich stutzen die in eher gläubigen Gegenden einfach mehr als dort, wo Glauben keine wesentliche Rolle spielt.
Vielleicht hilft dir das ein bisschen weiter: http://fsm-uckermark.blogspot.de/2011/07/piratenfuhrerschein-der-antrages-wurde.html
Die Bescheiningung zur Kopfbedeckung und zur gemeinnützigen Körperschaft findest du auf www.pastafari.eu unter Verein bzw. Propaganda. "

Das war der erste Teil meiner Geschichte. Die ging noch weiter, als die Post kam. Mit Post von der BBB A.T.U. Eigentlich war ich mit der Kasse immer recht zufrieden. Sie zahlt schon das zweite Jahr in Folge 30,- Euro an ihre Mitglieder aus statt Zustatzbeiträge zu erheben. Ein bisschen hatte ich aber schon angefangen, an ihr zu zweifeln. Vor mehreren Monaten hatte ich die Aufforderung erhalten, ein Passbild für die neue Gesundheitskarte einzureichen. Natürlich habe ich da auf elektronischem Weg wieder eins mit Piratentuch geschickt. Ich hatte vor kurzem am Kundentelefon mal nachgefragt, ob das überhaupt angekommen ist. Ja, alles da, bekam ich als Antwort. 
Heute nun brachte die Post meine neue Karte. Zwar mit Wartezeit, aber ohne alle Schwierigkeiten hatte ich die mit meiner religiösen Kopfbedeckung bekommen. 
Ich sehe darin ein klares Zeichen, wie sich unsere einzig wissenschaftliche Religion immer mehr etabliert. Davon lasse ich mich auch nicht durch das Gemeckere derer abhalten, die da meinen, das läge nur daran, dass es sich bei der Gesundheitskarte nicht um ein hoheitliches Dokument handelt und deshalb einfach andere Bestimmungen gelten. 

Mit Freude verneige ich mich aber vor Seiner Weisheit, diese beiden Ereignisse, die Anfrage eines Bruders und die Übersendung der Gesundheitskarte, in eindeutigen zeitlichen Zusammenhang zu bringen. Das kann nur ein eindeutiges Zeichen sein, Es möchte all denen, die mit ihren Passbildern auf anderen Dokumenten bei Behörden gescheitert sind, aber auch solchen, die sich gar nicht erst der Willkür solcher Behörden ausliefern möchten, einen Weg zeigen, wie man doch noch auf einem Passbild seinen Glauben zeigen kann.


Nutzt diesen Seinen Fingerzeig, liebe Schwestern und Brüder. Ihr alle, ob ihr das gut findet oder nicht, werdet früher oder später die neue Gesundheitskarte erhalten. Dann, so bitte ich euch, bekennt euch klar zu IHM und gebt ebenfalls ein Passbild mit Piratenkopfbedeckung ab. 

06.11.2012

Nudelmesse am 10.11. 2012 in Berlin




Arrgh,  Piraten,


der Termin für unsere nächste Nudelmesse steht, die Plätze für die acht Fahrensleute, die sich angemeldet haben, sind reserviert. Wir kennen die Lokalität noch nicht, aber sicher kann man auch dort noch einen Stuhl für jemand mit an den Tisch stellen, der es sich noch kurzfristig überlegt und mitfeiern möchte. Wer es schon sicher weiß, kann ja mal ein Zeichen geben, dann bestelle ich nach. Facebooker können sich auch hier anmelden.

Besonders freue ich mich, dass SimoneLimone extra noch mal aus Bern angeflogen kommt, ums sich vor seinem zeitweiligen Umzug nach Spanien standesgemäß zu verabschieden.

Lasst uns was draus machen. :)


10.11.1012
18:00
Berlin Friedrichshain
Mainzer Straße 10
Haltestelle U5 Samariterstraße


02.11.2012

Seine Schöpfung



Was kann ein gläubiger Pastafari besseres tun, als all die Schönheit, die um uns ist, zu betrachten und zu teilen. Dies alles ist SEIN Werk, dies ist SEINE Schöpfung und wo könnten wir IHM besser begegnen, ES besser preisen als damit, diese zu achten und zu beachten. Nie und nimmer kann soviel Schönheit, soviel Erhabenheit das Werk zufälliger Evolution sein, wie es wertelose Gottlose behaupten.

Zeigen wir den Ungläubigen diese Schönheit, machen wir ihnen klar, wie sie in   der Kunst, der Wissenschaft, der Philosophie aber vor allem in der Natur und in uns selbst zu finden ist. Nur der wahren Erkenntnis völlig Unfähige könnten ES dann noch verleugnen.

01.11.2012

Das Wort zum Freitag



Wohltätigkeit unter Seinem Zeichen


Zwei aktuelle Informationen sind es, über die ich heute zu euch sprechen möchte. Zwei Informationen  die auf den ersten Blick nichts gemein haben, aber dann doch zueinander passen. Zwei Informationen,  von denen die eine aus der öffentlichen Presse und die andere aus einem geschlossenen Forum stammt. 

Wie die "Augsburger Allgemeine" berichtet, ist das aus Grundschule, Hauptschule und Realschule bestehende Schulzentrum Babenhausen modernisiert worden und hat einen neuen Anbau erhalten. Klasse Bedingungen für die Schüler, aber "auch wenn der südliche Anbau des Schulzentrums, Mittagsbetreuung, Fachräume Musikzentrum und Verwaltung bereits seit einiger Zeit in Betrieb sind, fehlte diesen etwas Entscheidendes"

Ich weiß nicht, ob diese Schüler deshalb schon unruhig waren, nur noch schlecht schlafen konnten oder ob eine große Kriminalitätswelle unter ihnen ausgebrochen ist. Wenn, dann dürfte das nun alles vorbei sein, denn endlich wurde die Schule geweiht. Sogar von einem Weihbischof. 

Große Freude herrschte im Direktorium "darüber, dass Weihbischof Florian Wörner die eigentliche Weihe vornahm. Damit werde seitens der beiden Schulen aber auch der „Respekt vor Gott“, zudem ein Verfassungsauftrag, nach außen hin dokumentiert. Wie ein roter Faden zog sich das „Dankeschön für dieses wunderschöne Haus an all diejenigen, die dies ermöglicht haben“ durch die Festreden, vor allem aber durch die Fürbitten und meditativen Gedanken der Schülerinnen und Schüler.

Nein, wenn sich dort Menschen bei einem nichtexistenten Wesen, das, selbst wenn es existieren würde, nicht das mindeste mit dem Bau zu schaffen hatte, geschweige denn die Kosten übernommen, ist das nicht satirisch gemeint. Vielleicht bei manchen auch nicht so ganz ernst, aber sie tun zumindest so. Eine große Feier mit viel Prunk und Drumherum, mit viel Gewese und, natürlich, vor allem mit der Darstellung der Unverzichtbarkeit der Kirchen für das Gemeinwohl. 

Die andere Nachricht zeigt das Gegenteil. Sie zeigt, wie Religion wirklich helfen kann. Das auch noch ohne jedes Brimborium sondern einfach ganz praktisch und zweckmäßig.

Natürlich habt ihr längst erkannt, dass ich vom Pastafaritum spreche. Auch ihr, meine Brüder und Schwestern, könnt Teil dieser Hilfsgemeinschaft werden. Einer Gemeinschaft, die mit Kleinkrediten Menschen in Entwicklungsländern auf die Beine hilft. Einer Gemeinschaft, der jeder, egal welche Weltanschauung er hat, beitreten kann. Einfach so oder auch in einer Gruppe mit anderen. Wir haben dort kräftig aufzuholen, denn bei den Gruppen sind ganz eindeutig die Atheisten in Führungsposition, sowohl was Mitglieder als auch Gesamtkreditaufkommen betrifft. 

Aber immerhin, es gibt sie schon eine ganze Weile, die Gruppe der Pastafari, und mit fast 3500 Mitgliedern ist die gar nicht mal so klein. Im Monatsvergleich liegt sie immerhin auf dem 10. Platz.  Helfen wir, sie größer zu machen.Wer, wie ich, mit der englischen Sprachen nicht ganz so auf du und du ist, kann sich hier informieren. 

Ich habe mich für Liberacion entscheiden. Die gesuchte Summe ist nicht groß, kann also schnell erreicht werden, und die Verwendung ist mir sympathisch. Vielleicht helft auch ihr dort mit?