03.01.2013

Das Wort zum Freitag - Keine Gottesbezüge in Äußerungen von Repräsentanten des Staates!




Auch das Pastafaritum gehört zu Deutschland. Deshalb ist es auch für uns selbstverständlich mit vollster Konzentration zu verfolgen, wer was im Namen Deutschlands sagt. Jetzt, zum Jahreswechsel, natürlich an allererster Stelle der Neujahrsansprache unserer Kanzlerin. Was hatte sie eventuelle speziell für uns, die Anhäger der einzig wissenschaftlichen Religion, zu vermelden?
Zunächst war ich enttäuscht. Nicht mit einem Wort wurden wir erwähnt. Oder hatte ich nur nicht richtig zugehört und verstanden?

Am Ende ihrer Rede sprach sie von Gott. Ein Fakt der dazu führte, dass auf facebook spontan eine virtuelle Veranstaltung erstellt wurde, an der innerhalb kürzester Zeit mehr als 500 Leute teilnahmen.

Da wurde verlangt, dass sich die Bundeskanzlerin in zwei Personen spaltet. Eigentlich eine unverschämte Forderung, aber wenn sie an eine Person gerichtet ist, für die es normal ist, einen sogar in drei Personen gespaltenen Gott anzubeten, vielleicht doch nicht. Sie sollte ja weder in Vater, noch in Sohn oder gar heiligen Geist werden trennen, sondern nur in die Frau Angela Merkel als Privatperson und Bundeskanzlerin Angela Merkel als Vertreterin des Staates. Der ersteren wurde völlige Glaubensfreiheit zugestanden. Sie könne, wenn sie wolle, 1ooo Götter in ihre Schrankwand stellen und alle anbeten. Als Vertreterin des gesetzlich zu religiöser Neutralität verpflichteten Staates habe sie sich jedoch auch religiös neutral zu verhalten. Deshalb gehört Gott einfach nicht in ihre Neujahrsansprache.

Ich bekenne, auch ich dachte so. Doch dann brachten mich drei Ereignisse, die ich zusammengenommen nur als Seinen deutlichen  Hinweis aufgefassen konnte, noch einmal intensiver nachzudenken. 

Da fiel mir zunächst das Bild oben in die Hände, das mir ein Freund zugeschickt hatte. Was könnte das anderes sein als die klare Bestätigung der Wissenschaftlichkeit unserer Religion, wenn Es sich selbst in diesem Bereich deutlich manifestiert. 

Noch während ich darüber sinnierte, machte es Bling. Eine Nachricht kam über Facebook. Ein Freund, natürlich Pastafari, war in der Türkei und hatte dort den Beweis gefunden, unser Glaube ist viel, viel älter als das Christentum. Er schrieb mir:  

Schau mal, was ich in den Ruinen der antiken Stadt Milet (Türkei) entdeckt habe. Schon damals wurden also dem Monster Tempel errichtet





Was dann kam, lies mich endgültig umdenken. 
Wieder machte es Bling. Eine Mail aus Münster war angekommen. Ihr erinnert euch, dort hatten wir auf unserer Nudeltour letzten September eine großartige Messe. Eine Messe, die offensichtlich Wirkung erzielt hat. Lest selbst:

Solltet Ihr manchmal an der Wirkung Eurer missionarischen Arbeit zweifeln, so sei Euch hiermit zugerufen: Verzagt nicht! Zweifelt nicht!
Eure Mission ist erfolgreich!

Wenigstens für die erfolgreiche Mission Münsters erhielt ich gestern einen unanzweifelbaren Beweis.
Beim Bäcker nebenan, unweit der Kneipe, wo Ihr die Nudelmesse hieltet, wollte ich Silvesterkrapfen kaufen. Als ich die Auslage sah, traute ich meinen Augen nicht. Ich erblickte einen Piratenkrapfen (welchen ich natürlich sofort käuflich erwarb, s. Anhang). Ähnelt der Leib des Krapfen nicht ein wenig Seinem Körperbau? Auch das Vorhandensein von roter Soße lässt keine Zweifel - nur dass sie eben in diesem Fall innen ist und nicht das äußere Seiner nudeligen Leiblichkeit umhüllt wie in so mancher italienischen Gastronomie.

Es ist eindeutig: Eure Anwesenheit in Münster hatte missionarische Wirkung - sogar bis tief ins Unterbewusstsein der lokalen Konditorlehrlinge!


PS: Krapfen und Foto sind nicht gestellt. Das Ding lag wirklich so in der Theke vom Bäcker.



Wenn aber sogar im schwarzen Münster unsere Mission so erfolgreich war, dass dort jetzt die Farbe umgedeutet und auf den Jolly Roger zurückgeführt werden muss, warum sollte es dann nicht auch im restlichen Deutschland so sein? Warum sollte dann die Kanzlerin, die ja aus dem un- bis leichtgläubigem Osten kommt, ebenfalls umgedacht haben und, wenn sie von Gott spricht, gar nicht mehr den scheußlichen, grausamen Jahwe meinen sonder unser geliebtes Spaghettimonster? Ja, ich sage es gern noch deutlicher, warum sollte man überhaupt noch daran zweifeln, ganz genau so ist es? Die Bundeskanzlerin hat uns nicht vergessen in ihrer Ansprache, sie ist jetzt eine von uns und nur zu uns hat sie gesprochen,als sie von Gott sprach! 

Das erfüllt mich mit genau so mit Stolz wie euch, liebe Brüder und Schwestern. Und doch, ich kann meine Meinung nicht ändern. Es ist schön und beglückend zu wissen, Frau Merkel hat endlich auch den Weg zu Ihm gefunden. Sie braucht nun nicht mehr 1000 Götter in ihrer Schrankwand, es reicht einfach ein Päckchen Spaghetti. 

Aber Bundeskanzlerin Merkel hat das zu sein, was der Staat sein soll: weltanschaulich neutral. Deshalb, und ich bin sicher das ist ganz in Seinem Sinne, bleibe ich dabei:

Keine Gottesbezüge in Äußerungen von Repräsentanten des Staates!

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