27.06.2013

Das Wort zum Freitag - Zemplener Berge

An den Klickzahlen habe ich gemerkt, ein Reisebericht als Wort zum Freitag ist nicht so ganz nach eurem Geschmack. Aber ich hatte den zweiten Teil angekündigt, deshalb kommt er nun auch. Ich werde mich aber größtenteils auf unsere Fotoerlebnisse beschränken.

Nächste Woche gebe ich mir dann ganz große Mühe, ein Thema, das alle interessiert, zu finden. Versprochen.



Von Tvarosna in der Slowakei bis zu unserem neuen Quartier in Sarospatak, Ungarn, waren es nur drei Stunden Fahrt. Im Granatalmas Vendeghaz waren wir schon zwei mal. Auch hier gab es nette Wirtsleute, die Einrichtung im Landhausstil entspricht unserem Geschmack und der Preis von 3500 ft pro Person und Nacht ist ortsüblich. Es gibt ein kleines Vorzimmer mit Kochecke, Sofa, Tisch und Schrank, ein Schlafzimmer und ein Bad. Besonders genießen wir immer die Abende auf dem Balkon mit Blick über die Dächer und einer Flasche Egri Bikaver.


Für die Tage hatten wir uns einen "Abschiedsplan" gemacht. Wir wollten noch mal Flecke besuchen, die uns immer gut gefallen haben und natürlich auch unsere Freundin Enikö. Ganz oben stand ein Besuch in Tengerszem, ein ehemaliger Steinbruch aus dem Mittelalter, in dem Mühlräder geschlagen wurden. Dieses Nahausflugsziel für die Sarospataker ist nicht nur schön, es gibt auch interessante Tiere dort. Schon auf dem Weg nach oben sahen wir eine Smaragdeidechse am Wegesrand



und das war nicht die einzige. Mindestens 8-10 haben sich gezeigt, wenn auch nicht alle so stattlich und mit blauer Kehle, wie die.
Oben angekommen bot sich ein toller Blick, zunächst auf ein paar nicht fertig gewordene Mühlsteine, dann auf das Meerauge, so heißt Tengerszem übersetzt, selbst. 





So sieht es aus, wenn man unten am Wasser auf dem Weg steht, durch den die fertigen Steine abtransportiert wurden.



Einen Hirschkäfer hatten wir dieses Mal hier nicht gesehen, dafür aber dann am nächsten Tag im Park der Burg.


Das Fotoglück blieb uns weiter hold. Als wir, wie immer, mit Gummistiefeln in einem kleinen Bach lang liefen, um Mineralien, Jaspis, Achat, Geysirit u.a. zu finden, stießen wir auf einen Fleck voller Prachtlibellen. Weil wir unsere Kameras nicht dabei hatten, sind wir extra noch mal hin gefahren.


Am Tag vor der Abfahrt steht unser Plan immer fest. Morgens auf den Markt, um uns mit dem leckeren örtlichen Speck und mit Wurst einzudecken, dann entspannen und abends das Auto für die Abfahrt packen.





Dieses Mal kam alles anders und das begann schon einen Tag zuvor. Da wollten wir zur Armadiburg wandern. Auf dem Weg dorthin sahen wir Löcher in einer Steilwand und dachten, da können wir Uferschwalben fotografieren. War aber nichts. Es war eine kleine Kolonie Bienenfresser. Die hatten wir bis dahin überhaupt nur einmal gesehen. Also die Knipsen raus und rangepirscht. Zu Hause angekommen mussten wir dann feststellen, wir hätten noch weiter ran gemusst. Es half nichts, wir mussten am Tag vor der Abfahrt noch mal hin. 

Diesmal schlich ich mich näher heran, stellte die Kamera auf eine Ständer und legte mich ins hohe Gras in der Hoffnung, dort realtiv unsichtbar zu sein. Irgendwie hat es auch geklappt, nach vielleicht 20 min ging das normale Treiben bei Bienenfressers weiter,  man fing Bienen.



Zwischendurch wurde ich noch durch ein paar Holzbienen abgelenkt.


Aber dann war ich doch wieder im richtigen Moment zur Stelle für diesen Schuss.

Wir waren rundrum glücklich nach dem Erlebnis mit diesen herrlichen Vögeln. Das Auto wurde am nächsten Morgen schnell beladen, und weil wir nicht nur mit den Vögeln schöne Erlebnisse hatten, sind wir nun schon gar nicht mehr ganz so sicher, ob es wirklich unsere Ungarnabschiedsfahrt war.







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