15.11.2013

Das Wort zum Freitag - Das Neutralitätsgebot des öffentlich - rechtlichen Rundfunks



Evelin König, Moderatorin bei ARD-Buffet, trug ein nicht übersehbares großes Kreuz. Das nicht zum ersten Mal, ein Anlass für mich, auf der fb-Seite der Sendung nachzufragen, ob das nicht dem Neutralitätsgebot widerspricht. Wie die Likes zu dieser Frage zeigen, scheint das nicht nur meine Meinung zu sein.

Aber es gab auch, an anderen Orten, Vorwürfe, das würden nur fundamentalistische Atheisten so sehen, mir würde es an Toleranz mangeln oder ich sei überempfindlich.

An letzterem könnte durchaus was dran sein. Denn wir selbst waren schon zwei Mal Opfer dieser fehlenden Neutralität. Das macht vielleicht empfindlicher. Oder Berichte wie dieser: Kirche im TV: Wer macht es und wer zahlt?
Das muss empfindlich machen, wenn festgestellt wird, dass den Kirchen die Kosten für die Übertragung der sonntäglichen Gottesdienste von im Schnitt 100.000 Euro ohne jeden rechtlichen Zwang einfach erlassen werden. Andere Kirchensendungen kommen hinzu, finanziert von unseren Gebühren, die ohne diese Großzügigkeit niedriger wären.

Ich sehe meine Frage jedenfalls als berechtigt an und weil auf der Facebookseite immer noch keine Antwort kam, schreibe ich nun an den Intendanten des SWR:


Sehr geehrter Herr Boudgoust,


als relativ regelmäßiger Zuschauer beim ARD-Buffet ist mir aufgefallen, dass Moderatorin Evelin König wiederholt ein übergroßes Kreuz trägt. Letztmalig am 08.11.2013.

Auf der Facebookseite der Sendung habe ich deshalb angefragt, ob darin nicht ein Verstoß gegen das Neutralitätsgebot des öffentlich rechtlichen Rundfunks zu sehen wäre. Völlig unabhängig von der Intention mit der Frau König es trägt, ist es zweifellos das markanteste Zeichen einer Religion.

Leider gab es auf meine Frage auf Facebook bisher keine Reaktion des Senders.

Deshalb möchte ich nun Sie fragen:

Ist das Tragen von religiösen oder anderen weltanschaulichen Symbolen durch Angehörige einer öffentlich - rechtlichen Fernsehanstalt während einer Sendung, in der sie als solche tätig sind, nicht ein Verstoß gegen das Neutralitätsgebot?

Mit freundliche Grüßen
Rüdiger Weida




Kommentare:

  1. Man muss allerdings zugeben, dass auch ein Nudelsieb zu sehen ist.

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  2. Ja und? Was hat ein Küchengerät mit fehlender weltanschaulicher Neutralität zu tun?

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  3. Antworten
    1. Ja.
      Ist das nicht schön, wenn Menschen sich noch einbringen?

      Der SWR war jedenfalls dankbar für den Hinweis und hat die Moderatorin gebeten, zukünftig auf das Kreuz zu versichten.

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