29.03.2013

Garfreitag - Das Jubelfest der Pastafari


Passtahstrauß


Einer unserer wichtigsten Feiertage, der Garfreitag, wird ja bekanntlich auch von unserem Staat anerkannt. Er ist schon seit vielen Jahren ein Feiertag für alle Menschen des Landes.

Wir Pastafari feiern ihn, weil an diesem Tage erstmals eine Nudel richtig gegart wurde. Deshalb ist dieser Tag für uns ein Tag der Freude, besonders der  Gaumenfreude. Es gibt reichlich Nudelgerichte, warm und auch kalt, es brutzelt das Fleisch im Ofen oder auf dem Herd. Küchendüfte ziehen durchs ganze Haus.

Abends erreicht das Fest seinen Höhepunkt. Es wird aufgetafelt, gesungen, getanzt, musiziert. Freunde werden eingeladen, Pastafari kommen von fern und nah, um gemeinsam so richtig ausgelassen zu feiern, wie es nur Piraten vermögen. So war es seit je her Brauch und so wird es bleiben.

Ein Wermutstropfen schwimmt da allerdings in der Nudelsuppe, der mir bei all der fröhlichen Feierei bisher gar nicht so bewusst wurde. Aufmerksam wurde ich erst kürzlich durch eine Nachricht aus Bremen

Stimmt ja, auch die Christen feiern an unserem Garfreitag ihren eigenen Feiertag. Wie bei ihren sonstigen Festen, haben sie auch bei Ostern reichlich bei anderen bedient. Die bis heute überlieferten Osterbräuche sind heidnischer Herkunft. Das sei aber nur am Rande erwähnt, denn wir wollen uns ja damit nicht die Feierlaune schmälern.

So wollen wir auch nicht betrübt in den Biervulkan schauen, ob des vom Staate auferlegten Tanz- und Lärmverbotes, weil die Christen das so wollen. Wir feiern unser Freudenfest wie eh und je und schöpfen Hoffnung, dass künftig nicht nur die Bemühungen der Bremer von Erfolg gekrönt sein werden. Dafür wollen auch wir Pastafari eintreten und werden uns auf den Weg machen, 2014 unseren geliebten Garfreitag so feiern zu dürfen, wie es unser Monster erwartet. Dafür sammelt euch schon jetzt ihr Piraten. Wir wollen im nächsten Jahr mit euch überall wo ihr mitmachen möchtet, unseren religiösen Brauch des ausgelassenen Feierns und der Freude mit offiziell angemeldeten Aktionen  auf die Straße tragen.

Allen Pastafari einen ausgelassenen Garfreitag wünscht

eure Elli.

28.03.2013

Das Wort zum Freitag - Frohes Passtahfest allen Pastafari und der Welt


Manchen mag es verwundern, wenn er jetzt in den Medien liest, dass hier und da Menschen gerade Neujahr gefeiert haben. Mir ging es ähnlich, bis mir klar wurde, Sitten und Bräuche sind nun mal verschieden und wir selbst gar nicht so weit davon entfernt. Denn auch wir feiern in diesen Tagen.

Nein, natürlich nicht Neujahr, obwohl wir Pastafari mit unseren flauschigen moralischen Standards überhaupt kein Problem damit haben, auch mit anderen, sogar mit Ungläubigen, deren Feste zu feiern.  Eine Religion wie die unsere würde nie beanspruchen, dass sich die Gesellschaft nach ihr zu richten hätte. Das Pastafarijahr begehen kann einfach jeder, der Lust hat, aber keiner muss.

Das starten wir mit dem ersten Feiertag im Kalenderjahr. Wobei, ganz korrekt ist das nicht, denn bei uns ist ja jeder Freitag Feiertag. Also besser so: Wir starten das Pastafarijahr mit dem ersten großen Feiertag der Pastafari.

Das steht nun  ins Haus. Nach Blaudonnerstag und Garfreitag feiern wir das Passtahfest.

Wie ihr wisst, brechen wir dabei gemeinsam die Pasta und erzählen alte Geschichten aus der Frühzeit des Pastafaritums. Aber nicht nur alte. Wir sitzen im Kreis der Piraten und begehen als tiefes Zeichen der Gemeinsamkeit und Verbundenheit mit unserem Monster, aber auch mit allen Pastafari, das Reichen der Augenklappe. Jeder kommt einmal an die Reihe, sie aufzusetzen und dabei seine eigene, neue Geschichte zu erzählen, wie er zum ersten Mal die Berührung durch Seine nudligen Anhängsel gespürt hat. 

Eine wunderschöne Atmosphäre, aber etwas fehlt noch am Lagerfeuer: Der Gesang. Schon im nächsten Jahr wird das anders sein. Am 04.05.2013 halten wir zum Humanistentag einen Nudelmesse in den Fliegenden Bauten Hamburg.
Wenn nichts mehr dazwischen kommt, und zur Zeit sieht es überhaupt nicht danach aus, veröffentlichen wir dort unsere Pastafari-CD "Wir singen dem Monster ein Lied." Dann haben auch wir zu jedem unserer großen Feiertage ein eigenes Lied und ein paar Freitagslieder noch dazu.

Zu spät für dieses Passtah. Aber um euch doch etwas zu trösten, gehe ich jetzt einmal von meinem festen Plan ab, noch nicht gucken zu lassen, wie die Monsterscheibe so wird. Zwar gibt`s hier nicht gleich Musik auf die Ohren, aber die uralte Geschichte, die im Passtahsong erzählt wird, gebe ich schon mal preis.

Ich wünsche euch einen schönen Blaudonnerstag.


Der Mond ist aufgegangen
und alle Kinder fangen
sich nun schnell einen Traum.
Von weiten grünen Wiesen
auf denen prächtig sprießen
die Blumen dicht wie Brandungsschaum.

Dort scheint die Sonne heiter
auch noch im Schlafe weiter
als mache ihr das Spaß.
Die Welt ist still und friedlich
ein Häschen hoppelt niedlich
mit einem Körbchen durch das Gras.

Ein Körbchen voller Eier,
denn es ist Passtahfeier,
gar prächtig, bunt und schön.
Schnell muss es die verstecken
an ganz geheimen Flecken
Das unsre Augen sie nicht sehn.

Alle Piratenkinder
sind stolze kleine Finder
sie suchen nur zu gern.
Am Feuer köcheln Nudeln
während die Kinder trudeln
und strahlen wie der Abendstern.

Im Kreise reicht man heiter 
die Augenklappen weiter.
Dem Nachbarn und dem Freund,
Bekannten und auch Fremden
gibt man aus vollen Händen
Piraten kennen keinen Feind.

Die rechten Fahrensleute
sie tun das gleiche heute
zu ehren so den Brauch.
Sie loben Mut und Wissen,
das immer Zweifelnmüssen,
und unser liebes Monster auch.

PS. Gerade ist der fertige Song von Los Profiteroles, ein langsamer Reggae, hereingekommen. Der ist so was von stark, toller Gesang, klasse arrangiert und insgesamt einfach eine herrliche Aufnahme. Freut euch drauf. :)

26.03.2013

Das gibt´s doch nicht....


Das große Zirkumpendium

In die Beschneidungsdebatte hatten auch wir uns kräftig eingemischt.
Die Bevölkerung war mit ganz klarer Mehrheit gegen religiöse Sonderrechte, die Debatte im Bundestag ergab allerdings ein ebenso klares Pro.

Fast entschuldigend schreibt "Die Zeit" jetzt: Gesetzgeber kannte nicht alle Risiken der Beschneidung . Eine Entschuldigung, die wir nicht gelten lassen. Schon damals konnte sich jeder Abgeordnete ausreichend informieren.

Heute kann er das noch einfacher auf abgeblogged.
Dort schreibt Stefan

Willkommen auf der offiziellen Downloadseite von

“Das große Zirkumpendium”

Das Zirkumpendium ist eine Wissenssammlung, die es Ihnen ermöglichen soll, sich umfassend über eine der verbreitetsten und zugleich umstrittensten chirurgischen Operationen der Welt zu informieren – der Zirkumzision, auch bekannt als Beschneidung der männlichen Vorhaut. Es entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. sowie den Websites Beschneidung-von-Jungen.de und Beschneidungsforum.de, denen ich an dieser Stelle nochmals meinen Dank für die Unterstützung ausspreche.
Das Kompendium deckt alle relevanten Themenbereiche rund um die Operation ab:
  • Aufbau und Funktion der Vorhaut
  • medizinische und nicht-medizinische Motivationen
  • Stile, Operationstechniken und -geräte
  • Komplikationen und mögliche Spätfolgen
  • Möglichkeiten zur Vorhautrestauration
  • den geschichtlichen Hintergrund
  • eine rechtliche und ethische Betrachtung
  • Erfahrungsberichte Beschnittener
Die Veröffentlichung erfolgt unter CreativeCommons-Lizenz – Weitergabe, Vervielfältigung und Bereitstellung zum Download sind gestattet und ausdrücklich erwünscht.

Zum Download → Das_grosse_Zirkumpendium (Linksklick zum Lesen oder Rechtsklick→”Speichern unter” zum Download)

Für Kommentare und Fragen erreichen Sie den Autor unter
stefan@abgeblogged.rz-etelsen.net

Holt euch das Zirkumpendium auf euren Rechner, liebe Brüder und Schwestern, und helft auch sonst mit, es zu verbreiten. Es soll niemand mehr sagen können, er hätte von allem nichts gewusst.

21.03.2013

Das Wort zum Freitag - Die Gretchenfrage und Sven Speers Antworten

Foto: Jürgen Matern
Manchmal, liebe Schwestern und Brüder, stolpert man über alte Dinge und plötzlich wird wieder etwas interessant, was man schon längst vergessen hat. 


So ging es mir heute als ich in meinem Mailordner auf Mails von Sven Speer gestoßen bin. Der betrieb damals als  Doktorand an derGraduiertenschule des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ einen Blog zur Religionspolitik.
Als ich, neugierig durch die gefundenen Mails, die Diskussion nachlesen wollte, stellte ich fest,  den gibts nicht mehr

Das könnte einfach an einer Umstrukturierung liegen. Aber auch gut möglich, das hängt mit seinem jetzigen Job als Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Serkan Tören, Mitglied des Bundestages für die FDP, zusammen. 

Um so interessanter sind wohl die Antworten Sven Speers in unserer Diskussion. Natürlich wäre es besser, die ganze Diskussion zu haben. Da aber der Blog gelöscht wurde und die Emailbenachrichtigungen nur Sven Speers Beiträge enthalten, nicht aber meine, ist das nicht mehr möglich. 

Grundsätzlich ging es darum, dass Sven Speer die Finanzierung der Kirchen durch den Staat auch in der damaligen Höhe verteidigt hat. 

Meine Haltung dazu war und ist, Gleichberechtigung der Weltanschauungen kann es nur auf dem Nullniveau geben, da der Staat unmöglich für alle Gruppen solche Finanzierung leisten kann. Auf Mitgliederzahlen, z.B. der Kirchen und humanistischer Vereine, abzustellen, ist nicht möglich, da die Eintrittsvoraussetzungen (Zwangstaufe) völlig andere sind.  

Ich hoffe, das reicht, um euch den roten Faden finden zu lassen. Da Sven Speer jetzt einen Bundestagsabgeordneten berät, sind seinen Aussagen sicher interessant.


29.06.2010
Verehrter Bruder Spaghettus,

ich möchte keiner Religion oder Institution "besondere Rechte und Förderung im Vergleich zu anderen Weltanschauungen/Religionen einräumen". Was ich fordere, ist eine Gleichbehandlung in der Förderung. Dass bspw. immer wieder weltanschauliche Schulen von Humanisten durch die Politik blockiert werden, halte ich für eine schreiende Ungerechtigkeit.

Über die Förderungswürdigkeit im Einzelnen soll meines Erachtens nicht die Politik entscheiden (wie im Falle von Konkordaten und Verträgen), sondern die Gerichte müssen entscheiden, welche Gemeinschaften sich im politisch gesetzten allgemeinen Rahmen für eine staatliche Förderung qualifizieren.

Ihr Gottesdienst (http://www.youtube.com/watch?v=idno6_SaWaM) hat mich aufgrund seiner Würde und Lockerheit sehr beeindruckt. Zwar wird die Kirche des Fliegenden Spaghetti-Monsters nicht meine geistige Heimat. Aber ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg - auch bei der staatlichen Anerkennung.

30.06.2010

Die finanzielle Förderung insgesamt einfach aufzustocken, halte ich genau wie Sie nicht für leistbar. Die Staatsleistungen sind kontinuierlich gestiegen sind (meist analog zur Beamtenbesoldung), gleichzeitig aber sind immer weniger Menschen Mitglied in einer Kirche. Immer mehr Geld für immer weniger Menschen ist nicht gerecht. Die finanzielle Förderung von Religionen und Weltanschauungen muss auf Grundlage der Anhängerzahl erfolgen. Daher muss umverteilt und bei den großen Kirchen gekürzt werden.

Das kirchliche Arbeitsrecht ist eine sehr harte Nuss. In der Frage bin ich noch zu keiner Meinung gekommen. Probleme sehe ich sowohl bei der bisherigen Praxis als auch bei einer vollkommenen Abschaffung von Tendenzbetrieben im konfessionellen Bereich.

In den Medienräten sind die großen Kirchen zurecht vertreten. Die Frage ist aber, ob sie und ihnen nahe stehende Organisationen insgesamt so stark vertreten sein sollten. Nicht vergessen dürfen wir dabei, dass auch die Vertreter kirchennaher Einrichtungen nicht alle einer Meinung sind. Mehr Vielfalt täte aber sicher gut.

01.07.2010

Auch in meinen Augen sind die Kirchen kein Hort besonderer (!) Moral. In meinen Augen darf der Staat aber nicht zu eng festlegen, was moralisch ist. Daher müssen die Kirchen als größte Organisationen im religiös-weltanschaulichen Bereich in Gremien wie den Medienräten und dem Jugendschutz vertreten sein. Gleichzeitig dürfen sie diese Räte aber nicht monopolisieren. Hier muss eine Vielfalt gehört werden, weil der Staat nicht einseitig Partei ergreifen darf.

Die Abgrenzung von den kirchlichen Einrichtungen zum Tendenzschutz war mir vorher nicht so klar. Danke für die Aufklärung. Aber wie gesagt, in dem Punkt bin ich noch zu keiner abschließenden Meinung gekommen. 

02.07.2010
Dass ein Drittel der deutschen Bevölkerung konfessionsfrei ist, weiß ich nicht nur, ich sage das sogar bei fast jeder Gelegenheit. ;)

Die Kirchen und manch andere Organisationen haben häufig geborene Sitze in Ausschüssen, ja. Den Konfessionsfreien fehlen solche Sitze, weil sie nicht organisiert sind - was jedem freistünde zu tun. Konfessionsfreie sitzen aber in vielen Gremien, nämlich als Vertreter verschiedener gesellschaftlicher und politischer Gruppen.

Bei den hohen Austrittszahlen der großen Kirchen kann in meinen Augen aber keine Rede davon sein, dass das Gros der Mitglieder nur durch Zwang in diesen Kirchen gehalten werden. Die Arbeitsverhältnisse in der Wohlfahrt klammere ich dabei einmal aus.

06.07.2010
Wer nicht organisiert ist, kann nicht gefördert werden wie diejenigen, die organisiert sind. Die meisten Organisationen der Konfessionsfreien, Säkularen, Atheisten, Humanisten und so weiter streben gar keine politische Förderung an, sondern wollen eine Trennung von Staat und Religion (und damit auch von säkularen Weltanschauungen). Ich hingegen bin für ihre politische Unterstützung.

Vergessen dürfen wir nicht, dass Konfessionsfreie nicht selten sehr gut organisiert sind - nur halt nicht in religiösen oder weltanschaulichen Vereinigungen, sondern in Hospizvereinen, in Kleingärten, bei amnesty, im Gesangverein und so weiter. Und solche Vereinigungen werden sehr häufig vom Staat unterstützt.

Die vermeintliche Integration des Islam verläuft derzeit tatsächlich aus der Perspektive der Problemlösung heraus. In den Diskussionen um die islamische Theologie und den islamischen Religionsunterricht wird dies sehr deutlich. Eine Integration auf Augenhöhe ist meines Erachtens notwendig. 

18.03.2013

Sänger und/oder Sängerin gesucht.



Wir brauchen eure Hilfe.

Vielleicht hat sich schon rumgesprochen, dass wir gerade dabei sind, eine Pastafari-CD zu produzieren.

Die soll zur Nudelmesse die wir  am 05.05. 2013 um 11:00 Uhr zum Humanistentag in den Fliegenden Bauten Hamburg halten, erstmals vorgestellt werden.

Unter dem Titel "Wir singen dem Monster ein Lied - Das Pastafarijahr" wollen wir damit den Grundstock für pastafarianische Festtagsmusik legen. Fünf Musiker bzw. Gruppen aus allen Richtungen beteiligen sich an dem Projekt. So haben wir es tatsächlich geschafft, alle Feiertage abzudecken und sogar noch etwas dazu zu legen.

Nun ist aber ein fest eingeplanter Sänger für ein halbes Jahr ins Ausland gegangen und wir brauchen Ersatz. Das auch noch ziemlich schnell, denn die Zeit wird langsam knapp.

Wer singt selbst oder wer kennt eine Sängerin oder einen Sänger, der auf ein vorhandenes Playback den Text einsingt?

Die nötigen Feinabsprachen könnten per Telefon geführt werden.

Bei dem Lied handelt es sich um das zum Ramendan mit eher lustigem Text.

Meldungen und Nachfragen an spaghettus[et]freenet(punkt)de oder über Facebook.

14.03.2013

Das Wort zum Freitag - Weißer Rauch

Schwarzer Rauch


Tja, da isser nun, der Neue. Wenigstens einer, der uns immer noch ein bisschen Papst sein lässt, denn er ißt deutsche Bratwurst.

Dieses Mal haben sich die in den roten Kleidern ganz schön beeilt. Ob´s daran lag, dass sie, wie ich, auf radioeins gehört oder wo anders gelesen hatten, was ihnen blüht, wenn sie zu sehr trödeln?


"Das war in Viterbo im Jahr 1268 nach dem Tod von Clemens IV.

Erst als die Kardinäle nur noch Wasser und Brot bekamen und die entnervten Bürger bereits das Dach über dem Wahllokal abgetragen hatten, brachte der nahende Winter das Wahlkollegium dazu, nach 1005 Tagen Teobaldo Visconti die nötige Zweidrittelmehrheit zu bescheren."

Tja, damals wussten die Leute noch, wie man mit denen umgeht, die ihr Geld als Märchenerzähler verdienen.


Heute ist das anders. Etwas anders. Immer noch jubeln Massen, wenn weißer Rauch aus einem Schornstein steigt, auf den sie gebannt starren. Aber sie freuen sich, dass der Papst so hübsch bescheiden und zurückhaltend ist und nicht mehr, wie zeitweise üblich, tolle Feste mit Knaben, Frauen und reichlich Alkohol feiert. Manchmal geschah das eher diskret, aber auch ganz offen.


"Alexander VI. kein Problem, seine Gespielinnen in aller Öffentlichkeit zu empfangen. Seine Orgien im Vatikan sind legendär, und er scheute selbst davor nicht zurück, die Braut eines Paares, das er getraut hatte, in sein Bett zu zerren. Sie hieß Giulia Farnese und ging als „Hure des Papstes“ in die Geschichte ein."

Traut sich wohl heute keiner mehr, die Medien sind einfach zu neugierig. Deshalb werden heute die Callboys sehr diskret vermittelt.

Na, solange der Vatikan dafür bezahlt. Ohne Sex gehts nun mal auch unter Gottes Sondersegen nicht.

Lassen wir also ggf. auch dem neuen Papst seine Gespielen. Was wir aber nicht lassen sollten, ist ihn ununterbrochen und äußerst kritisch zu betrachten.
Nun kann man von einem Oberhaupt der Katholiken nie erwarten, besonders demokratisch zu sein, der neue Franziskus scheint da aber besonders wenig für übrig zu haben. Seine Nähe zur argentinischen Militärdiktatur wird offen diskutiert


"Die Rolle des neuen Papstes während der Militärdiktatur in Argentinien wirft Fragen auf. Vorwürfe der Denunzierung zweier Priester stehen im Raum. Bergoglio selbst entkräftete dies in seiner Biografie, doch seine Glaubwürdigkeit in dieser Angelegenheit ist fraglich."


Hier ein Video, in dem 
der argentinische Journalist Horacio Verbitsky berichtet, Regierungsberichte bestätigen, Jorge Mario Bergoglio hätte während der argentinischen Militärdiktatur in seiner Funktion als Chef der Jesuiten zwei ihm unterstehende Jesuiten-Priester denunziert. In Folge dieser Denunziation wären sie entführt und fünf Monate später nackt und betäubt in einem Feld gefunden worden.




Na, dann lassen wir den Denunzianten mal auf die Menschheit los.






07.03.2013

Das Wort zum Freitag - Kirchensteuerreform bittet alle zur Kasse



Der Zustrom zu unserer Kirche hält unvermindert an. In nicht einmal einem Monat konnten wir die Zahl der Mitglieder um mehr als 6% steigern. Welche andere Kirche könnte nur annähernd Ähnliches verzeichnen?

Was aber ist die Grundlage für diesen unglaublichen Erfolg?
An erster Stelle natürlich unsere unglaublich überzeugende Lehre, die besten Jenseitsversprechungen weltweit, die Gott-zurück-Garantie und unsere flauschigen moralischen Standards.

Es könnte aber sein, das dies nicht die einzigen Gründe sind. Einen neue Kirchensteuerreform droht alle Bundesbürger abzukassieren...wenn man nicht Pastafari ist. 


Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen wurde uns eine Information zugespielt, die wir nachfolgend im Originalwortlaut wiedergeben.
Allerdings nicht, ohne nochmals auf unsere immer wieder erhobene Forderung, alle Kirchen in Deutschland gleichberechtigt zu behandeln, hinzuweisen.



Nein, Brüder und Schwestern, ihr müsst nun nicht fürchten, auch wir wollen euch so abzocken, wie die Amtskirchen ihre Mitglieder. Unser Forderung nach Gleichstellung aller Kirchen und Religionsgemeinschaften in Deutschland bezieht sich nach wie vor auf den einzig wirklich möglichen Weg, Gleichberechtigung auf unserer Ebene. 

Weg mit den Kirchenprivilegien, weg mit dem Status der KdÖR und alle vereint unter dem Dach des Vereinsgesetzes. :) 

"Kirchen arbeiten an großer Kirchensteuerreform
Auch Betflat-Rate im Gespräch


Die großen Rundfunkanstalten und die GEZ haben es vorgemacht, nicht nur die tatsächlichen Radiohörer und Fernsehzuschauer müssen künftig zahlen, sondern jeder, der eine Wohnung bewohnt. Man geht davon aus, dass durch die Vielzahl der Empfangsmöglichkeiten jeder in irgendeiner Form Radio oder Fernsehen konsumiert.


Die Idee ist bestechend, auch wenn sich zur Zeit Widerstand gegen die beschlossene Neuregelung des Rundfunkbeitrags breit macht.


Eine überkonfessionelle Arbeitsgruppe, die seit Jahren Alternativen zur Kirchenfinanzierung jenseits des staatlich unterstützten Kirchensteuereinzugs durch die Finanzämter diskutiert, ist nun einen Schritt weiter. Das neue Rundfunkbeitragsmodell soll Vorbild für die neue Kirchensteuer werden – die allerdings nicht mehr so heißen soll.


Die kirchlichen Finanzexperten sehen in den zunehmenden Kirchenaustrittswellen eine Gefährdung der nachhaltigen Einnahmequellen der Kirchen in Deutschland. Sie gehen weiter davon aus, dass ausgetretene Gläubige mit dem formalen Austritt nicht ihre Neigung regelmäßig zu beten abgelegt haben. Außerdem nimmt der Kreis der Fachleute an, dass auch Menschen, die nie einer der Kirchen angehörten, einfach „wild“ beten und somit in parasitärer Weise eine Urheberrechtsverletzung begehen. Schließlich, so die Experten der Arbeitsgruppe, haben die Kirchen über Jahrtausende die religiösen Theorien erarbeitet und professionalisiert. Es sei überhaupt nicht einzusehen, dass Menschen hingehen und dieses religiöse Konstrukt einfach für sich übernehmen um damit ihr Seelenheil finden. Das sei eine Urheberrechtsverletzung par excellence.


Der Vorschlag der interkonfessionellen Arbeitsgruppe basiert auf dieser Einschätzung und sieht eine sogenannte Basis-Betabgabe für jede Wohnung vor. Die Höhe der Abgabe soll so bemessen sein, dass die derzeitige Höhe der Kirchensteuer dadurch mindestens erreicht wird.

Also 10 Mrd. Euro geteilt durch die Zahl der Wohnungen in Deutschland.


Damit wäre gleichzeitig die Ungerechtigkeit beseitigt, dass gut Verdienende für ihren Glauben mehr bezahlen, als wenig oder nicht verdienende Menschen. Es sei nicht einzusehen, so die Arbeitsgruppe, dass die Nutzung der Religion unterschiedlich bewertet wird. Erste Rückkoppelungen mit Parteien haben denn auch ergeben, dass diese Neubewertung der Religionsnutzung von der sonst kirchenkritischen FDP positiv aufgenommen wird.


Die Arbeitsgruppe geht aber noch einen Schritt weiter. Die Basis-Betabgabe sei ein sehr fragiles Konstrukt und würde bei sinkendem Wohnraumbestand ebenfalls sinken, wenn nicht durch Erhöhungen – die man aber ausschließen möchte – gegengesteuert würde.


Deshalb haben die Kirchen eine Kooperation mit Google vor. Im Internetzeitalter müßte es doch möglich sein, die tatsächliche Betfrequenz in jeder Wohnung zu erfassen – dabei setzt man auf Freiwilligkeit aller Betenden. Drei Gebete pro Wohnung und Tag sollen kostenfrei und mit der Basis-Betabgabe abgegolten sein. Jedes weitere Gebet muss über den von Google entwickelten elektronischen Betstock angemeldet und extra bezahlt werden. Die Kirchen erhoffen sich insbesondere in Krisenzeiten erhebliche Mehreinnahmen, die zwar nicht konstant fließen, aber durch ein gezieltes öffentlichkeitswirksames Krisenmanagement steuerbar sind. Dazu sollen Kooperationen mit allen Parteien intensiviert werden. Der Gedanke, der dahinter steht ist schlicht. Würden die Parteien z.B. eine noch schärfere Agendareform auch nur ankündigen, stiege die Betfrequenz deutlich und im Klingelbeutel rappelt es.


Seit einigen Wochen ist das Szenario schon bekannt und so nimmt es nicht wunder, dass sich auch der CCC (Caos Computer Club) dazu zu Wort meldete. Die Anmeldung von Gebeten einzelner Gläubiger über das Internet und dazu noch über die Datenkrake Google sei „no go“. Die Idee sei zwar bestechend, jedoch aus datenschutzrechtlichen Gründen so nicht umsetzbar.


Mit solcher Kritik hatte die interkonfessionelle Arbeitsgruppe wohl gerechnet, denn jetzt kommt die Betflatrate ins Spiel. Gegen eine Betpauschale, deren Höhe noch nicht festliegt, entfällt die fragwürdige Einzelgebetserfassung und Beten ohne Beschränkung wird zum Festpreis möglich.


Dass auch Laizisten, Atheisten und Agnostiker diese Neuregelung nicht so ohne weiteres akzeptieren wollen, dürfte klar sein. Schon gibt es Facebookseiten und Blogs, die eine breite Protestbewegung aufbauen wollen.


Nach Skandalen mit sexuellem Mißbrauch von Schutzbefohlenen in Sakristeien und Kinderheimen, nach der Offenlegung von schwulen Netzwerken im Vatikan und dem daraus resultierenden Papstrücktritt, droht den Kirchen nun neues Ungemach.


Schon gibt es gemeinsame Aktionen von GEZ-Abgezockten mit Atheisten.


Ralf Michalowsky, Sprecher der Laizisten in der LINKEN NRW: „Diesen Religionstechnokraten kann man eines nicht absprechen, Kreativität. Die legen sie besonders dann an den Tag, wenn es ums Geld geht. Davon kann die Kirche nie genug kriegen. Irgendwann wird sie hoffentlich an ihrer Gier ersticken!“"






01.03.2013

ProPasta und ProChrist

Ihr alle, ihr tapferen Freibeuter, ihr holden Piratinnen, habt sicher bereits von unserer neuen Bewegung erfahren, die den einzig wissenschaftlichen Glauben zu den Landratten tragen möchte. 

Ihr habt auch bereits erfahren, wie manche von ihnen das völlig falsch als Störung verstehen


Um ProChrist von dieser falschen Meinung abzubringen, haben wir es genau gemacht wie sie. Wir haben, orientiert an ihrem Leitbild, unseres dagegen gesetzt. Nun müsste man schon sehr böswillig sein, um weiter abzustreiten, wir machen mit dem gleichen Recht das Gleiche wie ProChrist. Nur anders.