25.04.2013

Das Wort zum Freitag - Wir singen dem Monster ein Lied



Morgen, ihr nudligen Piraten, soll es so weit sein. Morgen will Schwester Farfallina Carbonara auf www.pastafari.eu die neue Seite für unsere CD mit sakraler pastafarianischer Musik freischalten. Dort gibt es dann eine kleine Erklärung zur CD, alle Texte und von den Instrumentals die Noten zum Download und natürlich auch die Möglichkeit, zu bestellen.

Das könnt ihr ab sofort nach Freischaltung der Seite, ausgeliefert wird allerdings erst nach der Veröffentlichung am 04.05.2013 zur Heiligen Nudelmesse in Hamburg und nur auf Vorkasse.



Ansonsten machen wir nur Eigenvertrieb, wer uns aber dabei unterstützen und Weiterverkäufer werden möchte, bekommt Rabatt. Ab 10 Stk kostet dann jede Scheibe nur noch 4,- Euro, ab 30 Stk sogar nur noch 3,- Euro.

Versandkosten gibts natürlich auch. Die betragen bei Bestellung von

- bis zu 5 CDs (soviel passen in eine Versandtasche) 2,- Euro, 
- bis 10 CDs, die dann in zwei Taschen kommen) 4,- Euro 
- mehr als 10 CDs 4,50 Euro.

Jedenfalls, wenn es nach Deutschland geht und dort nicht auf irgendwelche Inseln mit Sondertarif. Bei Versand ins Ausland bitte erst anfragen.


Und damit ihr nicht die Katze im Sack kaufen müsst, hier noch ein kleines Potpourri.




Freut euch auf morgen und auf die fertige CD-Seite.. Schlagt zu, bevor die Scheiben (hoffentlich) bald alle sind. 
Und sollte doch noch was dazwischen kommen und die Seite morgen noch nicht fertig sein, schaut einfach immer wieder mal auf www.pastafari.eu





18.04.2013

Das Wort zum Freitag - Doppelschlag der Pastafari: Schulfrei und Kochshow



Heute möchte ich euch im Wort zum Freitag mit zwei neuen Entwicklungen vertraut machen. Die erste betrifft nur Berlin. Es geht um Bildung und Bildung ist Ländersache. Vielleicht lässt sich in anderen Bundesländern aber ähnliches herleiten. 

Eine atheistische Mutter hatte zum Welthumanismustag ihr Kind nicht in die Schule geschickt und das damit begründet, Kinder von atheistischen Eltern dürften nicht diskriminiert werden. Das wäre der Fall, wenn Kinder von Eltern mit religiösen Weltanschauungen bei ihren Feiertagen schulfrei bekämen, ihr Kind aber nicht. Weltanschauung sei schließlich Weltanschauung. Da hatte sich die Mutter wohl zu sehr auf´s Grundgesetz verlassen, das religiöse Gemeinschaften mit Weltanschauungsgemeinschaften gleich setzt. Das Gericht entschied anders

Für Kinder von Pastafari dürfte der Fall klar anders liegen. Jedenfalls, wenn sie sich formell richtig verhalten. Während jüdische, katholische, muslimische und evangelische Schüler ohne jede vorherige Meldung bei der Schule an ihren Feiertagen einfach zu Hause bleiben können, bedarf es bei anderen Religionen der vorherigen Abmeldung: ...Aber auch sie können ihre Feiertage begehen und müssen dann nicht in die Schule. Sie „sind für ihre Feiertage auf Antrag vom Unterricht zu beurlauben“, heißt es in der Ausführungsvorschrift....


Auch wenn die Sonderbehandlung bestimmter Religionen in diesem Falls durchaus noch diskriminierend und grundsätzlich fraglich ist, ist das insgesamt doch eine gute Nachricht für pastafarianische Eltern. Die wichtigsten, unbedingt anzuerkennenden Feiertage für euch gibt es hier, und wenn eine Schule verstockt reagieren und unsere Religion als Spaß abtun sollte, gibt es für die auch noch die Bestätigung, dass wir wegen Förderung religiöser Zwecke als gemeinnützige Körperschaft anerkannt sind. 


Eine noch bessere und für uns überaus freudige Nachricht erreichte mich aus Österreich. Dort wurde die erste pastafarianische Kochshow produziert. 


Einfach umwerfend, ich bin gespannt, ob Pasta Pirat noch weitere Folgen produzieren wird. 

13.04.2013

Bullshit-Bingo

- Wie der charismatische Guru (das ist Lorenz Meyer), seine Anhänger ausbeutet -

Ein Enthüllungsbericht



Er hat viele Anhänger. Seine Seite Sheng Fui ist gut besucht. Sein Buch "Feng Shui: Erfülltes Leben dank fernöstlicher Leere" war überaus erfolgreich. Sicher deshalb, weil sich darin durchdachte Ratschläge für das tägliche Leben zu einer unbeschreiblichen Weißheit fügten, hinter der selbst Schnee schwarz zu sein schien. Ganz so, wie es nur eine Leere, die größer und älter ist als Feng Shui, welches sich nur durch Abspaltung nach dreistem Diebstahl überhaupt notdürftig etablieren konnte, leisten kann.  

Meine Erwartungen, als ich ein vom Guru persönlich signiertes Freiexemplar "Bullshit-Bingo" in Händen hielt, waren entsprechend hoch. Warum ich nicht vorgewarnt war, wer verschickt schon kostenlos Bücher, kann ich mir nicht erklären. Die Enttäuschung war jedenfalls groß.

Nichts von fernöstlicher Leere und Weißheit, keine Ratschläge fürs tägliche Leben und das, obwohl das Buch sehr gut gegliedert ist und dessen Bereiche nahezu vollständig abdeckt: 

- Berufsgruppen
- Freizeit und Hobby
- Ernährung und Gesundheit
- Familie
- Kommunikation
- Liebe und Beziehung
- Medien, TV und Unterhaltung
- Politik 
- Sport und 
- Wirtschaft.

Aber hier wird uns nichts zum Leerdenken oder Hintersinnen geboten, nein, es gibt nur pures, schnödes Vergnügen, Bullshitbingo eben.  Das lockert auf, das bereitet Freude, wenn man tatsächlich auf bekannte Floskeln trifft und feststellen kann, wie sie jemand verwendet. Doch was soll  das nützen?

Elli Spirelli vermutet, es soll eine Hilfe sein, um Leute, die uns ärgern, indem sie uns nerven, etwas runter zu holen.  Das erhofft sie sich jedenfalls, wenn man dann zum Buch greift, offen vor ihnen abstreicht und womöglich im Erfolgsfall sogar laut Bingo! ruft. 

Ich kann mich dem nicht anschließen, sondern habe einen anderen, schlimmen Verdacht. Lorenz Meyer (das ist der charismatische Guru) will uns  nur deshalb in gute Laune versetzen, uns belustigen und lächeln oder gar lachen lassen, um uns gekonnt auszubeuten. 

Zu jedem Bingo gibt es eine leere Seite mit Kästchen. Dort kann man eigene Floskeln einfügen und so neue Spiele entwickeln. Aber sind das wirklich einfach leere Seiten mit Kästchen? Ganz sicher nicht. Es sind besondere Seiten, die etwas haben, was sonst kein Buch hat: Sie übermitteln ihren Inhalt an den Autor. 

Das glaubt ihr nicht? Schon vergessen, der ist ein Guru, und selbst ein nichtcharismatischer könnte solche überspinnlichen Werke vollbringen. 

Wenn ich euch jetzt noch sage, was der Sinn des Ganzen ist, wird es euch wie der sprichwörtliche Schuppen vom Kopf fallen: 

Lorenz Meyer beutet so einfach uns, unser Wissen und unsere Fähigkeiten aus, um Geld zu scheffeln, wie es Gurus nun mal tun. Er wird einen zweiten Band "Bullshit-Bingo" veröffentlichen, wieder mit solchen Leerseiten, die ihm dank uns einen dritten Band ermöglichen und so fort. 

Kurz, der charismatische Guru hat so bis an sein Lebensende ausgesorgt. 

Eine unglaubliche, fast geniale Art, seine Anhänger effektiv aber unbemerkt auszunutzen. Ohne meine Enthüllung hätte niemand jemals davon erfahren. 

Deshalb sage ich euch ganz klar:

Hände weg von diesem Buch!

Wer es einmal angefasst und genutzt hat, wird in einen ewigen Kreislauf der hemmungslosen Ausbeutung durch Lorenz Meyer (das ist der charismatische Guru) geraten.


11.04.2013

Das Wort zum Freitag - Als Kirche des FSM keine Rundfunkgebühren an die GEZ zahlen?

Geweihte Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters

Am 25. Mai, liebe Schwestern und Brüder, habe ich viel zu tun. Zunächst wollen wir mit dem Humanistischen Verein versuchen, am Nachmittag auf dem Marktplatz in Templin ein paar Leute zu versammeln, die Handtücher aus den Taschen hängen lassen und im Idealfall sogar im Bademantel kommen. 

Es ist Towel Day

Danach geht es weiter nach Berlin. Dort halten wir um 17:30 zuerst unsere Jahresmitgliederversammlung und am Anschluss natürlich eine Nudelmesse. 

Das wird an diesem Abend nicht die letzte Aktion sein, denn ich hatte Post im Mailbriefkasten:

Lieber Bruder Spaghettus,

unsere Nachbar-WG würde gerne ihre Räume würdevoll weihen lassen und fragt an, ob Du evt. eine Zeremonie durchführen könntest. (siehe unten) Soweit ich weiß, hat das mit dem Rundfunkstaatsvertrag zu tun (http://hpd.de/node/14924). Aber darüber hinaus ist eine Weihe auch aus spirituell-reinigender Sicht geboten, da eine Etage unter unseren Nachbarn eine obskure christliche Sekte ihr Unwesen treibt. 

Es steht also noch ein festlicher Akt bevor, eine Kirchenweihe. Darauf freuen Elli Spirelli und ich uns schon sehr. Nicht nur auf die Weihe, sondern auch auf die anschließende Feier mit unseren Glaubensbrüdern. Die gewünschte spirituelle Reinigung und Befreiung von bösen Geistern einer Sekte verstehen wir gar als unsere heilige Pflicht.

Ein Wunsch wird sich jedoch wohl nicht erfüllen, die Befreiung von der Rundfunkgebühr.  

Nicht weil unsere Kirche diskriminiert und nicht mit anderen Kirchen gleichgestellt wird, vielmehr, weil ich Pasta Faris Idee zwar für gut, die Recherche jedoch für ungenügend und seine Schlüsse für falsch halte. Ganz besonders kann ich ihm nicht folgen, wenn er die zur Befreiung von der GEZ-Gebühr notwendige Widmung mit Weihe gleich setzt. 

Das eine, die Widmung, ist ein  Hoheitsakt, durch den ein Gegenstand seinen öffentlich-rechtlichen Sonderstatus erhält.  Das andere, die Kirchweihe, ein religiöse Zeremonie. Beide haben nichts miteinander zu tun. .Deshalb bin ich auch nicht der Meinung von 11k2, dass der hpd mit diesem Artikel seinem Namen alle Ehre macht. 

Der Meinung, wir sollten unsere Räume als Kirchen weihen und dann den Antrag auf Erlass der Rundfunkgebühr stellen, bin jedoch auch ich, aber aus anderen Gründen. Die Weihe ist eine Feier und feiern macht Spaß. Davon kann man nie genug haben. Wie die vollzogen wird, kann sich wirklich jeder selbst ausdenken. Ich werde mich, in pastafarianischer Tradition, da an den Großkirchen, besonders der katholischen, orientieren. 

Den Antrag auf Erlass der Gebühr zu stellen, wird erfolglos bleiben. Es ist aber, ebenfalls in pastafarianischer Tradition, ein hervorragendes Mittel  auf ungerechtfertigte Sonderrechte von Religonsgemeinschaften und deren Angehörigen hinzuweisen. 

Deshalb, liebe Brüder und Schwestern, weiht eure Räume. Wenn ihr möchtet und es nicht zu weit weg ist, kommen wir auch gern vorbei und machen das mit euch gemeinsam. 

Erklärt die danach zur Betriebsstätte, füllt den Antrag auf deren Abmeldung aus und tut so Monsters Werk. 

....und vielleicht ist ES ja doch mit euch und erwirkt ein Wunder. ;)


  




09.04.2013

Kauft nicht beim Türken!



Ich hoffe, liebe Brüder und Schwestern, ihr wart etwas schockiert, als ihr diese Überschrift gelesen habt. Mit gutem Grund, erinnert die doch an Zeiten, die wir nie wieder erleben wollen. 

Anderswo scheinen solchen Überschriften, nur halt nicht auf Türken bezogen, kein Problem zu sein. Genau dort, in der Türkei, hat jetzt eine staatliche Einrichtung kund getan:


So könnte man eine Fatwa, also ein Rechtsgutachten, kurz zusammenfassen, das das Präsidium für religiöse Angelegenheiten zusammen mit anderen auf einem Kalender für 2013 veröffentlicht hat und das tatsächlich sagt, wer Fleisch bei Atheisten kauft, begeht eine Sünde. 

Dieses Gutachten, das für Muslime einer Weisung gleich kommt, ist auch für Deutschland nicht bedeutungslos. Weil auch bei uns viele Muslime leben, die sich danach richten könnten und weil dieses Präsidium für religiöse Angelegenheiten mit seinem verlängertem Arm, der DITIB, längst auch in Deutschland massiven Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklung nimmt. So hat dieser dauerhaft unter Leitung, Kontrolle und Aufsicht des türkischen Präsidums stehende Verein nicht nur die Einführung des islamischen Religionsunterrichtes in einzelnen Bundesländern beantragt und vorangetrieben, ihm wurde auch ein erhebliches Mitspracherecht an dessen Gestaltung an den Schulen eingeräumt. Sogar die Entscheidung, wer dabei als Lehrer eingesetzt wird, geht nur über den DITIB. 

Es dürfte als sicher gelten, dass über diesen Weg junge Muslime dazu gebracht werden, diesen Fatwas auch in Deutschland Geltung zu verschaffen. Jedenfalls, wenn auch weiterhin dem staatlichen türkischen Religionspräsidium solch nahezu direkter Einfluss auf deutsche Schulen gestattet wird.

Hier noch ein paar andere Rechtsgutachten, die dann dort gelehrt werden dürften:

»Esst nicht das Fleisch von ungläubigen Menschen«
»Betet nicht in einem bedruckten T-Shirt«
»Betet nicht in Kleidern mit Mustern«
»Der Bau von Mausoleen ist eine Sünde«
»Kauft kein Gold mit Kreditkarte«
»Männer dürfen sich die Haare lang wachsen lassen« (sofern sie gepflegt werden)




 

04.04.2013

Das Wort zum Freitag - Jack´s Pirate Whisky



Neulich waren Bruder Spaghettus und ich freitags gemeinsam mit dem Verein der Templiner Humanisten zu einer Whisky-Verkostung. Herr Sammler aus Neubrandenburg brachte uns an diesem Abend erst deutsche Whiskys nahe, anschließend schottische. Außerdem weckte er  den dringlichen Wunsch, seine Bar in Neubrandenburg aufzusuchen. Spontan verabredeten wir uns, dort in der nächsten Zeit mal aufzukreuzen.

Nun fragt ihr euch sicher, liebe Brüder und Schwestern, was waschechte Piraten denn da zu suchen haben und dann auch noch an unserem heiligen Freitag. Aber erstens gilt ja nach wie vor der Spruch: „Holzauge, sei wachsam“, ein sehr piratiger Spruch, wie ich finde und zweitens geschah alles mit Seiner Zustimmung, wie ihr gleich selbst feststellen werdet.

Den Höhepunkt der Verkostung bildeten zwei Whiskys, der „Classic of Islay“ und der „Jack´s Pirate Whisky“. Beim Öffnen der Flasche des Jack´s Pirate Whisky erklärte uns Herr Sammler, dass sich oben auf dem Verschluss eine Münze befindet. Sollte sie golden sein, so erhält der, der sie vorweist, eine Flasche gratis. Auf unserer Flasche war eine silberne Münze. Ich sage nicht leider, denn seht selbst, sie ist wunderschön. Wie für uns Pastafari gemacht.


Als dann Herr Sammler fragte, welche der Damen sie denn erhalten solle, da kam es wie aus einem Munde: „Elli Spirelli steht sie zu.“ Ich bin noch jetzt gerührt. MEIN PIRATIGER SCHATZ!!!


Da hatte doch ganz gewiss das Monster seine nudligen Anhängsel im Spiel. Diese Münze war mir zugedacht. Und glaubt ja nicht, dass eine kleine Rüge darin zu finden ist, dass die Münze nicht golden ausfiel. Das Monster kennt mich zu gut. Ich zog schon immer das Silber dem Golde vor.

Was hat uns dieser Abend nun gebracht? Warum führte Es uns ausgerechnet an einem Freitag dorthin?

Ich vermute mal ganz stark, dass wir von nun an auch den Whisky neben Rum und Bier zu unseren favorisierten Getränken zählen sollen.

Aber das war euch ja schon vorher klar, nicht wahr, liebe Brüder und Schwestern?

02.04.2013

Richtigstellung















Wir wurden aufgefordert, unseren Artikel vom 01.04.2013 richtig zu stellen.


Richtig ist, die deutschen Großkirchen versuchen gesetzliche Regelungen zu erhalten oder zu schaffen, die die gesamte Bevölkerung unseres Landes zwingen oder zwingen sollen, sich nach kirchlichen Vorstellungen zu verhalten.


Falsch ist, dass die deutschen Großkirchen die Abschaffung der Zeitumstellung gefordert haben. Insbesondere haben weder Prälat Wendelin Knoch noch Ladesbischof Ulrich Fischer die ihnen in unserem Artikel zugeschriebenen Aussagen getätigt. Bei diesen handelte es sich leidiglich um einen Aprilscherz.


Wir entschuldigen uns bei allen Lesern, die dadurch eventuell von uns dazu gebracht wurden, diese Kirchen doch sympathisch und nützlich zu finden.




01.04.2013

Passtah-Montag



Liebe Brüder und Schwestern, lest euch bitte diesen Artikel über das noch heute in Ungarn übliche Locsolás durch. 


Bruder Spaghettus und ich verweilten schon mehrmals zur Passtah-Zeit in Ungarn und erlebten diesen Brauch mit. Anfänglich fanden wir ihn sehr schön. Alle Männer  gingen auf Tour, alle Frauen blieben zu Hause und bewirteten die Besucher mit roten Eiern und Osterschinken....und mit Palinka. Auf diese Weise sieht man Verwandte und/oder Freunde wieder, die man ansonsten nicht so häufig zu Gesicht bekommt und erfährt Neuigkeiten, die sich im Laufe eines Jahres zugetragen haben. Am nächsten Tag, wenn die Männer wieder nüchtern sind, werden die dann mit ihren Frauen ausgetauscht. 

Wie ihr dem obigen Link entnehmen konntet, ist das ein sehr alter heidnischer Brauch. Ich schlug mal in meinem Buch „Pastafari damals und heute“ nach und mein Verdacht wurde bestätigt. Auch wir Pastafari pflegten diesen Brauch lange Zeit. Immer die Hütten dicht am Meer, war ja auch schnell und ohne Extrakosten genügend Wasser zur Hand. Piraten, zu jedem Gaudi bereit, ließen auch diesen Spaß nicht aus. Vor Übermut über die ersten wärmenden Sonnenstrahlen und die damit verbundenen aufkeimenden Frühlingsgefühle suchten und fanden die heißspornigen jungen Piraten schnell einen Weg, um in Kontakt mit den jungen Weibern zu kommen. Diese kreischten zwar bei jeder nassen Dusche, fühlten sich aber genau so wohl, nach dem langen Winter in der einsamen Stube endlich wieder von jungen Piraten geneckt zu werden.

Der Ordnung halber wollte ich euch die Historie nicht vorenthalten. Gleichzeitig möchte ich aber die Nachteile dieses Brauches nicht verschweigen.

Bespritzen mit Wasser ist in Ordnung. Nimmt man aber Kölnisch Wasser oder übelst süßes Maiglöckchenparfüm u.ä., dann hört der Spaß auf. Am Ende des Tages ist es vorbei mit lieblich riechenden Blumen. Da stinkt eine jede Maid wie ein Wiedehopf. Zum Glück bekommen ihre Angetrauten davon nicht mehr viel mit. Diese sind ja von Haus zu Haus gezogen, haben Leckereien angeboten bekommen und dazu immer mindestens einen Schnaps. Nur ganz harte Typen erlebten da den Abend noch bei vollem Bewusstsein.

In Ungarn wird der Brauch aus den letztgenannten Gründen von vielen Familien nicht mehr gern betrieben. Bei schönem Wetter verkrümeln sie sich, bewaffnet mit großen Picknickkörben oder gar dem Bograc, dem Kessel,  und suchen ihr Heil in der Natur. Sie kehren erst spät abends heim und verhalten sich muxmäuschenstill, um nicht am Ende doch noch in die so ungeliebte Falle zu tappen. Trotzdem kann es sich ereignen, dass einer Frau an den darauffolgenden Tagen irgend ein Spaßvogel über den Weg läuft, der noch Reste von Maiglöckchenparfüm in der Tasche hat und das unbedingt auf ihrem Kopf in großen Mengen abladen muss.

Für euch waren wir dabei, für euch haben wir getestet, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass diese alte Piratentradition nicht ohne Grund verschütt gegangen ist.

Machen wir es eher wie die Ungarn, die diesen Tag in Familienverbänden oder mit Freunden in der freien Natur verbringen. Das ist doch ein schöner Ausklang des Passtah-Festes.
Wer sich aber doch als echter Pirat zeigen möchte, sollte diese Variante wählen. :)

Ramen

Eure Elli.

Protest der Kirchen gegen Zeitumstellung


Foto: Storkk

Seit 1980 wird in Deutschland an der Uhr gedreht, damals noch in beiden deutschen Staaten. Eine Umstellung, die von Anfang an auch Gegner hatte. 

Nachdem sich der vermutete wirtschaftliche Nutzen nicht eingestellt hatte sondern sogar das Gegenteil eintraf, werden diese Gegner immer mehr. Doch die wirtschaftliche Betrachtung allein reichte bisher nicht, um die Zeitumstellung wieder abzuschaffen. 

Nun kommt neue Hoffnung durch ein eindeutiges Zeichen beider deutscher Großkirchen auf, wenn auch mit unterschiedlicher Begründung. 

Prälat Wendlin Knoch betont, dass er nicht nur für seine Erzdiözese Köln und nicht nur in dieser Funktion, sondern auch als Wissenschaftler spricht, wenn er die umgehende Abschaffung fordert: "Die Zeit ist von Gott gesetzt. Nur er kann sie nehmen und geben." Weiter führt er aus, Gott habe mit dem Opfertod Jesu einen klaren Bezugspunkt festgelegt, den Menschen nicht verschieben dürfen. "Eine willkürliche Zeitumstellung durch die Menschen entwertet dieses hohe Opfer, ja, es macht den Opfertod sinnlos." Weil aber nicht sein kann, dass Jesus umsonst ans Kreuz geschlagen wurde, müsse diese umgehend abgeschafft werden.

Wie nicht anders zu erwarten, geht die EKD mit diesem Thema pragmatischer um. Für sie zählen nicht so sehr theologische, sondern ganz praktische Erwägungen. Nach Ansicht des badischen evangelischen Landesbischofs Ulrich Fischer  wird in der Kirche zu wenig gelacht. Zugleich äußert er aber Verständnis: "Es kommt immer wieder vor, dass durch Zeitumstellung uns Christen eine Stunde eines uns sehr wichtigen Feiertages verloren geht." Als Beispiel führte er den diesjährigen Karfreitag an und fordert: "Um unsere Religionsausübung ungestört vollziehen zu können brauchen wir dringend eine gesetzliche Regelung, die diese Umstellung untersagt."  Solche Regelungen seinen gutes Recht und gute Praxis


Nun, mit dieser Unterstützung der Kirchen, ist zu erwarten, dass es wirklich bald mit der Zeitumstellung vorbei ist. Zunächst nur in Deutschland, dann wird das auch für Europa gemerkelt. Das Ende der Zeigerdreherei wird bereits vom politischen Arm der Kirchen eingeläutet. Nachdem in den letzten Jahren nur ein einsamer Rufer seine Stimme erschallen ließ, hat sich nun die Junge Union angeschlossen. Sie fordert laut und deutlich, die Sommerzeit zur ganzjährigen Zeit zu erheben. Damit hat sie bereits Erfolg gehabt. 

Der Deutschlandrat der JU, Ebner, teilte mit, dass ein kleiner Parteitag der CSU dem Ansinnen am Wochenende zugestimmt hat. Demnach soll künftig nur noch die Sommerzeit gelten, auf die am Ostersonntag wieder umgestellt wird.