31.10.2013

Das Wort zum Freitag - Halloween....


...ist nicht nur einer unserer wichtigsten Feiertage, liebe Schwestern und Brüder, nein, es ist auch eine wunderbare Bestätigung für die Wahrheit unserer einzig wissenschaftlichen Religion:

-> Jeder weiß, die Erde wird wärmer, weil es zu wenig Piraten gibt
-> Jeder weiß, das Monster möchte deshalb, dass wir uns als Piraten zeigen
-> Jeder weiß, Halloween ist die Anzahl der Piraten besonders hoch und

--> Jeder weiß, nach Halloween wird es immer kälter. 

Welche andere Religion könnte mit solchen schlagenden Beweisen aufwarten?


Und doch feiern auch andere an diesem Tag ihre Feste. Eigentlich nicht wichtig, aber weil wir ein aufgeschlossenes Völkchen sind, möchte ich doch mal kurz Allerheiligen erwähnen. War das damals ein Durcheinander mit der Feierei, als noch jeder einzelne Heilige persönlich seinen Tag hatte. So ein Durcheinander, dass es selbst einem Papst einmal zu viel wurde. Kurzerhand hat er beschlossen, all die Tausenden Heiligen des Uraltgroßmütterchens katholische Kirche auf einen Tag zu legen. In bewährter christlicher Tradition auf einen, der vorher heidnisch belegt war. 

Aber auch die Evangelen feiern mit. Na gut, einen Tag später. Dafür haben sie sich was ganz besonderes ausgedacht. Sie feiern sozusagen ihren Gründervater, den Jähzornmönch Martin Luther. Was uns zeigt, wenn sie sogar den feiern, müssen sie ganz schön scharf auf einen Feiertag gewesen sein. Oder haben sie einfach vergessen, wofür Luther stand außer für eine Reformation des Katholizismus? 

Da helfen wir doch gern mit ein paar Zitaten nach, zumal die, ganz passend zu Halloween, wirklich richtig gruslig sind. Und sogar ein kleines Vorwort habe ich noch für euch:

"Am 10. November 1938, an Luthers Geburtstag, brennen in Deutschland die Synagogen. Vom deutschen Volk wird ... die Macht der Juden auf wirtschaftlichem Gebiet im neuen Deutschland endgültig gebrochen und damit der gottgesegnete Kampf des Führers zu völligen Befreiung unseres Volkes gekrönt. In dieser Stunde muss die Stimme des Mannes gehört werden, der als der Deutschen Prophet im 16. Jahrhundert einst als Freund der Juden begann, der getrieben von seinem Gewissen, getrieben von den Erfahrungen und der Wirklichkeit, der größte Antisemit seiner Zeit geworden ist, der Warner seines Volkes wider die Juden."
(Der evangelisch-lutherische Landesbischof Martin Sasse aus Eisenach im Vorwort zu seiner Schrift "Martin Luther und die Juden - Weg mit ihnen!", Freiburg 1938)



Luther als Antisemit

"...Summa, liebe Fürsten und Herren, so Juden unter sich haben, ist euch solcher mein Rath nicht eben, so trefft einen bessern, daß ihr und wir alle der unleidlichen teuflischen Last der Juden entladen werden, und nicht vor GOtt schuldig und theilhaftig werden alle der Lügen, des Lästerns, Speiens, Fluchens, so die rasenden Juden wider die Person unsers HErrn JEsu Christi, seiner lieben Mutter, aller Christen, aller Obrigkeit, und unser selbst so frei und muthwillig treiben, keinen Schutz noch Schirm, noch Geleit, noch Gemeinschaft sie haben lassen, auch nicht euer und eurer Unterthanen Geld und Güter durch den Wucher ihnen dazu dienen und helfen lassen. ...

... Erstlich, dass man ihre Synagoga oder Schulen mit Feuer anstecke und was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacken davon sehen ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien ... 

Zum anderen, dass man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben dasselbige drinnen, was sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder einen Stall tun ... 
Zum dritten, dass man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein ... 
Zum vierten, dass man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren ... 
Zum fünften, dass man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe. Denn sie haben nichts auf dem Lande zu schaffen, weil sie nicht Herrn noch Amtleute noch Händler oder desgleichen sind. Sie sollen daheim bleiben ... 
Zum sechsten, dass man ... nehme ihnen alle Barschaft und Kleinod an Silber und Gold und lege es beiseite zum Verwahren. Und ist dies die Ursache, alles was sie haben (wie droben gesagt) haben sie uns gestohlen und geraubt durch ihren Wucher...

 ....Unsere Oberherren, so Juden unter sich haben, wünsche ich und bitte, daß sie eine scharfe Barmherzigkeit wollten gegen diese elenden Leute üben, wie droben gesagt, ob's doch etwas (wiewohl es mißlich ist) helfen wollte, wie die treuen Aerzte thun, wenn das heilige Feuer in die Beine kommen ist, fahren sie mit Unbarmherzigkeit und schneiden, sägen, brennen Fleisch, Adern, Bein und Mark ab. Also thue man hie auch, verbrenne ihre Synagogen, verbiete alles, was ich droben erzählt habe, zwinge sie zur Arbeit, und gehe mit ihnen um nach aller Unbarmherzigkeit; wie Mose that in der Wüste und schlug 3000 todt, daß nicht der ganze Haufe verderben müßte. Sie wissen wahrlich nicht, was thun, wollen's dazu wie die besessenen Leute nicht wissen, hören, noch lernen. Darum kann man hie keine Barmherzigkeit üben, sie in ihrem Wesen zu stärken. Will das nicht helfen, so müssen wir sie wie die tollen Hunde ausjagen, damit wir nicht, ihrer greulichen Lästerung und aller Laster theilhaftig, mit ihnen GOttes Zorn verdienen und verdammt werden. Ich habe das Meine gethan; ein jeglicher sehe, wie er das Seine tue. Ich bin entschuldigt."
(Von den Juden und ihren Lügen)
"Ganz gewiss! Ich wollte einem solchen eine Maulschelle geben. Wenn ich könnte, würde ich ihn zu Boden werfen und in meinem Zorn mit dem Schwert durchbohren. Da es nämlich nach menschlichem und göttlichem Recht erlaubt sei, einen Straßenräuber zu töten, viel mehr einen Gotteslästerer." (Auf die Frage, ob es erlaubt sein, einem gotteslästernden Juden einen Faustschlag zu versetzen)

 Luther als Hexenverfolger 

"Die Zauberinnen sollst Du nicht leben lassen... Es ist ein gerechtes Gesetz, daß sie getötet werden. Sie richten viel Schaden an... sie können auch ein Kind bezaubern... schaust du solche Weiber an, wirst du sehen, daß sie ein teuflisches Gesicht haben. Ich habe deren etliche gesehen... man töte sie nur...Ich habe etliche zu vermahnen, daß viele Wettermacherinnen sind, die nicht allein die Milch stehlen, sondern auch die Leute schießen (Anm."Hexenschuß")... Wenn sie sich nicht bekehren, werden wir sie den Folterknechten befehlen."

 Luther als Bauernschlächter

"Es ist besser, wenn Tyrannen hundert Ungerechtigkeiten gegen das Volk verüben, als dass das Volk eine einzige Ungerechtigkeit gegen die Tyrannen verübt."
"Drum soll hier erschlagen, würgen und stechen, heimlich oder öffentlich, wer da kann, und daran denken, daß nichts Giftigeres, Schädlicheres, Teuflischeres sein kann als ein aufrührerischer Mensch; (es ist mit ihm) so wie man einen tollen Hund totschlagen muß: schlägst du (ihn) nicht, so schlägt er dich und ein ganzes Land mit dir."(Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern)

 "Wenn es rechtmäßig zugeht, hat die Obrigkeit mit ihren Untertanen nichts anderes zu tun, als das Recht zu bewahren, Gericht zu halten und Urteile zu fällen. Wenn sie sich aber empören und auflehnen, wie es jüngst die Bauern taten, ist es recht und billig, gegen sie mit Gewalt vorzugehen....
Man darf dem Pöbel nicht zuviel pfeifen, er wird sonst gern toll. Es ist billiger, ihm zehn Ellen abzubrechen, als ihm in einem solchen Falle eine Handbreit, ja, die Breite eines Fingers einzuräumen. Und es ist besser, wenn ihm die Tyrannen hundertmal unrecht tun, als dass sie dem Tyrannen einmal unrecht tun. Denn weil ja das Unrecht gelitten werden muss, so ist vorzuziehen, durch die Obrigkeit zu leiden, als dass die Obrigkeit durch die Untertanen zu leiden hat. Denn der Pöbel besitzt und kennt kein Maß. In jedem einzelnen stecken wohl mehr als fünf Tyrannen, So ist es besser, von einem Tyrannen, d. h. von der Obrigkeit, Unrecht zu leiden als von unzähligen Tyrannen, d. h. vom Pöbel....
Es ist eine verdammte, verfluchte Sache mit dem tollen Pöbel. Niemand kann ihn so gut regieren wie die Tyrannen. Die sind der Knüppel, der dem Hund an den Hals gebunden wird. Könnten sie auf bessere Art zu regieren sein, würde Gott auch eine andere Ordnung über sie gesetzt haben als das Schwert und die Tyrannen. Das Schwert zeigt deutlich an, was für Kinder es unter sich hat, nämlich nichts als verdammte Schurken, wenn sie es zu tun wagten. Darum rate ich, dass ein jeder, der hier mit einem guten Gewissen handeln und das Rechte tun will, mit der weltlichen Obrigkeit zufrieden sei und sich nicht an ihr vergreife.
(Martin Luther: Ob Kriegsleute in seligem Stande sein können, 1526)


"Prediger sind die größten Totschläger..... Ich, Martin Luther, hab im Aufruhr alle Bauern erschlagen, denn ich hab sie heißen totschlagen; alle ihr Blut ist auf meinem Hals. Aber ich weise es auf unseren Herrn und Gott, der hat mir das zu reden befohlen."

Luther als Frauenfeind

"Eine Frau hat häuslich zu sein, das zeigt ihre Beschaffenheit an; Frauen haben nämlich einen breiten Podex und weite Hüften, daß sie sollen stille sitzen."  

 "Die größte Ehre, die das Weib hat, ist allzumal, dass die Männer durch sie geboren werden."

"Der Tod im Kindbett ist nichts weiter als ein Sterben im edlen Werk und Gehorsam Gottes. Ob die Frauen sich aber auch müde und zuletzt tot tragen, das schadet nichts. Lass sie nur tot tragen, sie sind darum da."

Luther als Erzieher

"Ein toter Sohn ist besser als ein ungezogener."


Das schockt ganz schön, stimmts? Man kann Luther vielleicht ehren, immerhin hat er durch die Vereinheitlichung der deutschen Sprache bei der Bibelübersetzung wirklich etwas positives geleistet. Vielleicht kann man ihn, so man gläubig ist, auch ehren für seinen Kampf gegen bestimmte Auswüchse in der katholischen Kirche. Als Gesamtperson, für den Einfluss auf den Zeitgeist seiner Zeit der, siehe die Einführung, bis heute reicht, verdient er wohl eher Acht und Bann.

Außer an Halloween, da passt er wieder prima.

25.10.2013

Weltnudeltag - die ganze Welt feiert mit uns



Heute, liebe Brüder und Schwestern, ist Weltnudeltag.

Manche werden das für einen Sieg der Lobbyisten der Pastaindustrie halten.

Ich bin überzeugt, das ist Sein Werk. Egal ob direkt oder indirekt, so will es immer mehr Menschen auf der Welt erreichen und an der Freude, die man unter Seinen nudligen Anhängseln verspürt, teilhaben lassen.

Dabei macht es schon große Freude einfach zu sehen, wie Es uns in vielerlei Gestalt erscheint.


Wenn wir uns so vorbereitet haben, wird es Zeit, Es in der würdigsten Art zu loben und zu preisen, kreativ und lecker auf dem Teller.


So feiert denn auch ihr alle heute diesen ganz besonderen Tag.


24.10.2013

Pastafarianische Kasualien

Kasualien sind kirchliche Handlungen zu bedeutenden persönlichen Ereignissen. Gewöhnlich zählt man dazu Taufe, Konfirmation/Firmung, Trauung und Beerdigung.

Natürlich brauchen auch wir dazu unsere Riten. Oder können wir uns die Beerdigung schenken? Leben Pastafari ewig? Zumindest ist bisher noch kein Fall bekannt geworden, wo einer gestorben wäre. :)

Von der Trauung habe ich erst neulich berichtet. Den Bericht von der Taufe werden viele schon vergessen oder noch gar nicht gesehen haben. Erfreulicherweise kommen  ja immer noch reichlich neue Gläubige in den Schoß unserer Mutter Kirche. Deshalb hänge ich den gleich noch mal unten dran.

Bei uns hat die Taufe natürlich keinerlei Rechtsfolgen und erlischt automatisch mit Erreichen des 14. Lebensjahres. Was meint ihr, brauchen wir dann doch noch eine Zeremonie für diese Altersklasse, in der die Bootsjungen und Schiffsmägde zu mannbaren Piraten erhoben werden und gleichzeitig ihre Verbundenheit mit IHM bezeugen? Wenn ja, wie soll das ungefähr aussehen, wie soll es heißen und, vor allem, gibt es irgendwo schon Bedarf?










Die Eltern bringen ihr Kind in das Zimmer. Gefolgt vom Piratenpaten und den übrigen Piraten. Der Nudler (Priester) begrüßt sie bereits in der Tür. Er bittet alle einzutreten und gemeinsam den pastigen Akt zu feiern.
Gespräch mit Eltern und Paten
Nudler: Liebe Eltern, ihr bringt euer Kind zum Nudeltopf, damit es in die Gemeinschaft der Pastafari und ihres Monsters aufgenommen wird. Welchen Namen habt ihr eurem Kind gegeben?
Eltern.: Mininudel
N.: Was erbittet ihr von der Kirche des Fliegenden Spaghetti Monsters für ihr Kind?
E.: Die Taufe durch Nudelwasser.
N.: Liebe Eltern, ihr erbitten für euer Kind die Nudeltaufe. Damit erklärt ihr euch bereit, euer Kind nach besten Kräften im einzig wissenschaftlichen Glauben zu erziehen. Es soll das Monster und die Piraten lieben lernen, so wie Bobby es gelehrt hat. Seid ihr euch dieser Aufgabe bewußt?
  
E.: Ja.
N.: Mächtiger Piratenpate, die Eltern haben dich gebeten, dieses Kind sowohl in der edlen Kunst des Fechtens als auch in der rohen des Beleidigens zu unterrichten, damit aus ihm ein erfolgreicher Pirat werde. Bist du bereit, ihm dazu immer und alle Zeit einen Säbel zu reichen ?
P.: Ja.
Bezeichnung mit der Anhängselwelle
N.: Mininudel, mit einem freudigen Arrgghh nehmen wir dich in die Gemeinschaft der Piraten auf. In ihrem Namen bezeichne ich Dich mit dem Zeichen des nudligen Anhängsels.. Deine Eltern und dein Piratenpate werden nach mir dieses Zeichen des Monsters auf Deine Stirn zeichnen. (oder nur Nudler?)
Der Nudler zeichnet dem Kind mit dem Daumen eine Welle auf die Stirn. Danach die Eltern und der Piratenpate.
Schriftlesung und Fürbitten
Es folgt eine Lesung aus dem Evangelium des FSM. . Es folgen die Fürbitten. Jeder Pirat wünscht Mininudel was. (So in Art der Feen bei Dornröschen. Lasst euch schon mal was einfallen) Jeder Wunsch wird mit Arrgghh beendet. Darauf antworten alle anderen: „Oh Monster, lass Nudeln regnen“ worauf der Nudler ein paar in die Luft wirft.
Absage an das Böse
Das Nudelwasser wird nun geweiht.
N.: Liebe Eltern und Piraten. Durch die Macht des Monsters empfängt Mininudel nun im Akt der Taufe neues Leben aus dem Nudelwasser und seinem Salz. Ihr aber sollt das Kind unter SEINEN Anhängseln wachsen lassen, damit es die Pasta voll in sich aufnehme, stark, selbstbewusst und selbstständig werde und so ewigen Schutz gegen falsche Götzen und ihre pastalosen Propheten erhalte.. Wenn ihr bereit seit, dieses zu tun, ihm Schutz zu gewähren vor den Anhängern des völkermordenden Wüstengötzen, vor den Eiferern des Latschenträgers, und den Fanatikern des Kameltreibers, wenn ihr also bereit seid, dem Bösen zu widersagen, um in der Freiheit der Piraten euch täglich neu zu beweisen und an allem zu zweifeln, so antwortet mir jetzt: Ich widersage.
A.: Ich widersage.
Glaubensbekenntnis
Lasst uns nun gemeinsam Bekenntnis ablegen.
Taufe
Der Nudler bittet nun Eltern und Paten mit dem Kind zum Nudeltopf.
N.: Wollen Sie, dass Mininudel im Zweifel der Kirche des Fliegenden Spaghetti Monsters, den wir eben hier bekannt haben, die Taufe empfängt? E.: Ja (wir wollen es).
Mininudel wird drei mal mit einer kleinen Kelle Nudelwasser begossen. Dabei sagt der Nudler: Im Namen der Pasta /Im Namen der Soße, Im Namen der Fleischbällchen
Salbung mit Olivenöl
Der Nudler salbt das Kind mit Olivenöl.
N.: Unser Fliegendes Spaghetti Monster hat dich von der Unwissenheit befreit, hat dir Erkenntnis und Zweifel an absoluten Wahrheiten verliehen und dich so auf den Weg zum starken, selbstbestimmten Leben geführt.
ES salbt dich mit Olivenöl, damit die Dogmen an dir abgleiten wie Wasser, damit du mit uns Piraten zu denen gehörst, die ständig das Neue suchen und sich jeder Herausforderung stellen. Jetzt und hier und immer. A.: RAmen.
Der Sabberlatz (bestickt mit Namenszug Mininudel)
wird umgebunden.
N.: Mininudel, du bist nun Pastafari und Pirat geworden, Der Sabberlatz ist Zeichen dessen, dass du alles Unverdauliche, alles Unglaubwürdige, alles Unbelegte ausspeien mögest und dir immer selbst suchen sollst, was dir bekommt. A.: RAmen.
Der Piratensäbel
N.: Empfange nun als vollwertiges und gleichberechtigtes Mitglied unserer Mannschaft den Säbel des Piraten. Willkommen an Bord.
A: RAmen
Lasset uns nun gemeinsam unser göttliches Monster anrufen.
Monster Unser,,,,,,
Pr. Nun lasset uns speisen.

17.10.2013

Das Wort zum Freitag - Vergesslichkeit


Oh welches Übel, welches Leid

bringt uns oft die Vergesslichkeit


So oder ähnlich, liebe Gemeinde, sagte es ein Dichter. Auch wir Pastafari sind nicht davor gefeit. Das Training an irdischen Biervulkanen, zu dem wir uns durch unseren Glauben als Vorbereitung auf das Jenseits verpflichtet sehen, gibt uns aber eine gute Begründung. Sogar eine religiöse, und die ist ja besonders anerkennenswert. 
Deshalb gestehe auch ich gern: Ich habe vergessen.

Weil unser Monster aber ein ganz liebes ist, gibt es mir die Möglichkeit, den Bericht von der Nudeltour 2013 ganz ohne Übel und Leid noch nachzuliefern. 


Los ging´s mit dem Pastafaritreffen in Hamburg. Wir hatten ordentlich eine kleine Demo angemeldet. "Gleiches Recht für alle Religionen" durften wir genau vor der Bahnhofsmission fordern. Das war doch überaus passend. 
Nicht so passend war das Wetter. Wir mussten mehrmals wegen Starkregen unterbrechen, aber letztlich hatten wir doch noch etwas Trockenzeit für die Messe und meine und Käptn Kaos´ Predigt. 



Sogar Zeit für ein paar Fotos fürs Familienalbum blieb













Nach getaner Pflicht kommt die Entspannung. Für uns bei Luigi, einem Italiener der uns im Portugiesenviertel empfohlen wurde. 



Der Typ war prima, genau wie sein Essen. Als er aber wissen wollte, warum wir Piraten sind und wir ihm unseren Flyer gaben, hatten wir den Eindruck, er wurde etwas kühler. 





Wie sich zeigte, eine totale Fehleinschätzung. Als wir uns dann wieder auf den Weg machten und schon auf halber Straße waren, kam er aus der Tür geschossen und holte uns zurück. 

Er wollte unbedingt ein Gruppenbild mit uns, das ein anderer Gast schießen musste. 

Ein schöner Start, so konnte die Tour weiter gehen. 

Nächste Station war Dortmund. Dort ging es ziemlich standesgemäß zu: Nudelmesse auf dem Schiff. Wir waren, dank Religionsfrei im Revier bei Herrn Walter


Das war echt ein cooler Kahn. Aber noch etwas war bisher einmalig in Dortmund. Unter den Teilnehmern der Nudelmesse war auch ein FDP-Altlokalpolitiker. Der hat noch anfänglich die Messe mitgemacht, sie dann aber mittendrin unter lautem Protest verlassen. Er wäre gekommen, weil er erwartet hätte, hier geht`s gegen die Kirchen, aber nicht, um an einer kirchlichen Veranstaltung teilzunehmen. Außerdem möchte er nicht, dass das Video, das wir aufgenommen haben, gezeigt wird. Er wolle nicht in dem Zusammenhang zu sehen sein. 


Rechtlich unbedeutend, wir könnten es trotzdem tun, denn es war für alle Teilnehmer  klar ersichtlich, dass gefilmt wird. Aber das Monster wird mit seiner gesamten Partei auch ihn für diese Blasphemie bestraft haben. Da wollen wir nicht noch eins drauf tun und so zeige ich euch später das von Bochum. 


Als nächstes gings jedoch erst mal nach Düsseldorf. Eingeladen hatte uns der DA, der Düsseldorfer Aufklärungsdienst. Wirklich `ne tolle Truppe mit der es unwahrscheinlich Spaß gemacht hat. Das sieht man sicher auch auf den Bildern. Ein besonderer Erfolg war dort noch, dass nun auch in Düsseldorf eine Pastafarigemeinde in Gründung ist.









Danke, David Müller-Rico, für die schönen Bilder. 


Am nächsten Tag waren wir in Münster beim Ketzerstammtisch  zu Gast. Dort waren wir schon einmal und hatten so  ein Heimspiel. Das auch noch standesgemäß im "Freibeuter", vor dem wir hier mit Daniela und Gunnar, unserem "Vorbereitungsteam" stehen. 


Drin konnten wir keine Fotos mehr machen, die Atmosphäre war zu schummrig. Aber entsprechend angenehm auch die Stimmung, die nicht mal die AfD, die im Nebenzimmer tagte, trüben konnte.

Letzte Station war dann Bochum, auch wieder ein Heimspiel im Sozialen Zentrum. In Bochum hatten wir schon drei Tage vorher im Bermudadreieck Flyer verteilt, und tatsächlich haben auch ein paar Leute durch die zur Messe gefunden. Ansonsten viele altbekannte Gesichter, interessante Gespräche und auch wieder Spaghetti mit leckerer Tomatensauce von Martin. Vor allem aber eine schöne Messe im Freigelände. 


Weil wir aus den Erfahrungen im letzten Jahr gelernt hatten und nie zu lange am Biervulkan testeten, sind wir auch relativ entspannt wieder zu Hause angekommen. 




Auf ein Neues!


10.10.2013

Das Wort zum Freitag - Weida ./. Stadt Templin IV



Nach Weida ./. Stadt Templin I, II und III nun heute der vierte Bericht, mit dem ihr dann auch auf dem Laufenden seid. Sobald es etwas Neues gibt, als nächstes steht die Entscheidung des Landkreises auf meinen unten veröffentlichten Widerspruch gegen den Bescheid der Stadt Templin an, melde ich mich wieder.

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Stadt Templin
- Der Bürgermeister-
Prenzlauer Allee 7
17261 Templin

Templin, 2013-09-24

Ihr Bescheid vom 29.08.2013

Widerspruch

Hiermit erhebe ich Widerspruch gegen Ihren Bescheid vom 29.08.2013, zugestellt am 31.08.2013, zu meinem Antrag auf Ausstellung eines Personalausweises.

Ihre dargelegten Gründe sind in keiner Weise geeignet, eine Ablehnung zu rechtfertigen. Insbesondere verwehre ich mich gegen die Bezeichnung „Spaßreligion“. Wir sind genau so ernsthaft, wie andere Religionen oder Weltanschauungen auch.


Wie etwas im Internet bezeichnet wird ist grundsätzlich unerheblich. Hinzu kommt, dass der Staat sich nicht in Angelegenheiten der Religionsgemeinschaften einmischen darf. Er, in Vertretung also seine Beamten, haben nicht die Logik oder Glaubwürdigkeit von Glaubenswahrheiten zu prüfen, sondern diese zu akzeptieren.

Des Weiteren verwehre ich mich gegen die Unterstellung von bestimmten Gründen, die angeblich zu meiner Antragstellung geführt hätten. Das ist blanke Mutmaßung und darf keinen Einfluss auf Ihre Entscheidung haben.

Ohne weiter im Einzelnen auf Ihre Begründung einzugehen stelle ich zwei schwerwiegende Fehler fest:
- Das Grundgesetz schreibt die uneingeschränkte Gleichbehandlung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften vor. Unabhängig davon, als was wir uns sehen, hätten Sie also auch die Möglichkeit prüfen müssen, ob wir als Angehörige einer Weltanschauungsgemeinschaft Anspruch auf ein Passbild mit weltanschaulicher Kopfbedeckung haben könnten.
- Religionsfreiheit/Weltanschauungsfreiheit ist ein Individualrecht, nicht das Recht von Gruppen. Es kommt nicht darauf an, ob Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften das Tragen von Kopfbedeckungen vorschreiben, sondern nur darauf, wozu sich der Einzelne verpflichtet fühlt.

Freundliche Grüße
Rüdiger Weida

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07.10.2013

Pastafarianische Hochzeit

Einmal musste es sein, jetzt war es so weit. Lady Miracula und Käpt`n Kaos haben sich getraut....und ich sie. Die erste kirchliche Hochzeit von Pastafari im deutschsprachigem Raum und wohl noch weit darüber hinaus.



Traut euch und heiratet ebenfalls nach dem Ritus der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V. Wir kommen gern vorbei, wenn ihr uns einladet. 


Für die, die es selbst machen möchten, hier der Ablauf:



1. Einzug zu „Jolly Rogers Waltz“
2. Lied: Arrrgh, spricht der Pirat
3. Begrüßung der Gesellschaft durch den Nudler
4. Lesung aus Evangelium
5. Lied: 8 Am Liebsten Wäre Mirs
6. Trauung
7. Lied: Jubelt, Jubelt
8. Trauungssegen und Fürbitten
9. Lied: Ein bissfest Burg ist unser Gott
10. Monsterunser
11. Auszug zu – Go Ahead alternativ Pegleg the Black Jack
alle Musik gemafrei auf unserer CD "Wir singen dem Monster ein Lied"



1. Einzug


Die Gäste versammeln sich im Saal


Wenn alle am Platz stehen, kommen der Nudler, die Ehrengarde der Piraten, die Brautjungfern (Trauzeugen) hinterher. Die Ehrengarde, mindestens zwei Leute, bleiben rechts und links vor dem Altar stehen und kreuzen in der Luft ihre Schwerter, durch die die Brautjungfern und das Brautpaar gehen. Die Brautjungfern ziehen an Bändern ein Nudelholz auf dem Boden hinter sich her (Symbol: sie ebnen dem Paar den Weg ins gemeinsame Glück) und stellen sich links neben den Alter. Sind alle durch, stellt sich die Ehrengarde rechts neben den Altar. Das Brautpaar dahinter.


3. Begrüßung

Nudler: Ich begrüße die Gemeinde und verkünde, dass ihr in Zukunft gemeinsam durchs Leben segeln wollt

4. Lesung
aus dem Evangelium des FSM, Abschnitt WWEPT, Nr. 5 - Ende

6. Trauung


Der Nudler segnet die Ringe.


Nudler an Bräutigam:

Arrgh, Bruder, du hast nach alter Tradtiton lange gezecht, schwer gefeiert und eine mutigen Entscheidung getroffen. Bist du nun, nach reiflichem Überlegen und aus freiem Entschluss immer noch gewillt, das holde Piratenweib Rabea zu deinem zu machen, so antworte laut und vernehmlich mit: Aye!

Aye!


Wirst du, Bruder, ihr immer beim Kombüseputzen helfen und immer bei ihr deinen Anker tief und fest setzen, heute und bis zur Stripperfabrik, so antworte mit Aye!


Aye!


So nimm denn diesen Becher voll Bier von Seinem Biervulkan, erhebe ihn vor der Braut und sprich die Worte: Im Namen der Pasta, der Soße und der Fleischklöschen und stelle ihn vor sie.


Im Namen der Pasta, der Soße und der Fleischklöschen


Nudler an Braut: Arrgh Schwester, du hast dich nach alter Tradition ausgelassen im Kreis gedreht, in Trance getanzt und eine mutige Entscheidung getroffen. Bist du nun, nach reiflichem Überlegen und aus freiem Entschluss, immer noch gewillt, den tapferen Piraten Körrie zu deinem Mann zu machen, so antworte laut und vernehmlich mit: Aye!


Aye!


N: Wirst du, Schwester, ihm immer helfen seine Kanone zu putzen und immer in seinem Kurs segeln, so antworte laut und vernehmlich mit Aye!


Aye!


N: So nimm denn diesen Becher voll Bier von Seinem Biervulkan, erhebe ihn vor dem Bräutigam und sprich die Worte: Im Namen der Pasta, der Soße und der Fleischklöschen und stelle ihn vor ihn.


Im Namen der Pasta, der Soße und der Fleischklöschen

N an beide: Seid ihr bereit, euch immer im Sinnen Seiner 8 Am Liebsten Wäre Mirs zu verhalten und dies auch euer Kinder zu lehren?


Aye!


N an beide: Seid ihr bereit, als pastafarianische Eheleute Mitverantwortung für unsere Kirche und für die Welt zu übernehmen?

Aye!

N: Nehmet nun die Becher und bezeugt durch Buhlschafttrinken vor Ihm euren Bund.

(Ihr nehmt die Becher und trinkt sie wie beim Brüderschafttrinken aus.)

N: Reicht euch nun die Schwerthand.


Der Nudler wickelt ein Stück Tau um die Hände, das er bis dahin als Stola getragen hat und sagt:


Damit hat Es euch nun das ewige Kapitänspatent verliehen und einen gemeinsamen Kaperbrief ausgestellt.


Zu den Trauzeugen und der Versammlung:


Euch aber, ihr tapferen Piraten, nehme ich zum Zeugen dieses heiligen Bundes. Was das Seil verbunden hat, soll das Messer nicht trennen.


7. Lied „Jubelt, Jubelt“


8. Segen und Fürbitten


Nudler: Lasst uns nun, ihr starken Freibeuter, ihr tapferen Piratinnen, zu unserem Gott beten.

Wir preisen dich, oh Monster, dass du die Welt und uns geschaffen hast.

Du hast den Zwerg zum Pinguin gemacht und du bist es, das uns bittet, immer den fairen Interessensausgleich zu suchen, wenn andere schon zu ihren Schwerten greifen.


Du sorgst für den Wind in unseren Segeln und gibst uns Hinweise, die jeden, der es möchte, deinen Kurs finden lassen.


Dafür danken wir dir und bitten dich, schicke auch "Name Braut" und "Name Bräutigam" immer die rechte Briese, damit es nie muffig in ihrer Kombüse riecht und ihre Gedanken immer frisch bleiben.


Halte ihre Degen scharf, damit sie immer, wenn sich ihre Takelage in anderen Schiffen verfängt, deren Seile schnell kappen können.


Gib ihnen Kraft, damit sie nicht nur sich selbst aus allen unglücklichen Lagen befreien, sondern auch anderen helfen können.


Halte ihre Augen scharf, damit sie auch hinter die Dinge sehen und Wahrheit finden können und halte ihren Geist rein, dass sie immer tief fühlen, rational denken und fair handeln.


Evtl nachfragen:


Habt auch ihr, liebe Trauzeugen, schneidige Ehrengarde und pfiffige Brüder und Schwestern in der Gemeinde noch Fürbitten, so bitte ich euch, sie jetzt vorzutragen.




N: Nun möchte ich euch bitten, mit unserem Monsterunser diese heilige Zeremonie zu beenden


(alternativ: Rainer Kunzes Gedicht „Liebe“)


Diese Liebe (bei Gedicht) SEINEN Segen (bei Monsterunser) wünsche ich unserem Brautpaar nicht nur jetzt beim Auszug, sondern auf alle ihren Kaperfahrten. So segelt denn, geleitet durch die piratigsten Wünsche von uns allen, hinaus auf die Weltmeere.











03.10.2013

Das Wort zum Freitag - Weida ./. Stadt Templin III



.....weiter gehts, mit dem Bescheid, in dem mein Antrag abgelehnt wird.
Als nächstes dann mein Widerspruch und eine erste Äußerung zum weiteren Verfahrensgang.

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