23.01.2014

Das Wort zum Freitag - Gute Fragen?



Lange habe ich euch nicht mehr von gutefrage.net berichtet. Das liegt auch mit daran, dass ich nicht mehr so oft dort bin wie bisher. Aber nun habe ich wieder ein paar Fragen zu Thema Religion und meine Antworten dazu gesammelt. Weil der Übersichtlichkeit halber hier nicht der ganze Fragetext, sondern nur die Überschrift steht, weil da nicht nur meine Antworten, sondern auch andere interessant sind weil das auch auf viele Kommentare zutrifft ist jede Frage zum Nachlesen verlinkt.


Interessant.
Welche Passagen sind es denn, denen du verfällst? Ich habe schon erlebt, dass Splatter und Trashfans voll auf die Bibel abfahren, weil kein anderes Buch, dass es unter 18 zu kaufen gibt, so viel Verbrechen, Gewalt, Inzest und Sex hat, wie die. Ich hoffe aber sehr, dass die nicht davon beeinflusst werden.

Ansonsten gibt es keine heiligen Bücher, sondern nur Bücher, die manche dafür halten. Ist also kein Problem, wenn dir da mal ein Abschnitt besonders zu sagt. Dir gefällt dann ein Abschnitt eines Buches, vielleicht auch ein ganzes Buch. Mehr ist da nicht, alles nur Sagen und Phantasie.

Nö, die Entfremdung geschieht nicht durch Industrie und Werbung, sondern schlicht weg durch Bildung.

Die Leute sind nicht mehr so einfältig wie früher, mehr ist da nicht.

Eigentlich sind alle irgendwie Atheisten.

Es gibt noch heute mehr als 30000 Götter, die angebetet werden. Ein Vollatheist glaubt an keinen, aber auch Christen sind z.B. in Hinblick auf 29999 Götter Atheisten.

Der Unterschied ist also nur, ob man an einen Gott mehr oder weniger glaubt. :)


Was du machen sollst?

Akzeptieren, dass ihr in Deutschland lebt wo jeder die gleichen Rechte hat, auch Frauen.

Erkennen, dass deine Schwester ihr eigenes Leben lebt und es ganz allein ihr Ding ist, was sie damit anfängt.

Deine Familie dazu zu bringen, ihre steinzeitlichen Traditionen endlich zu modernisieren.


Der Staat hat religiöse Inhalte nicht zu werten oder zu beurteilen. Insofern gibt es keine staatlich anerkannten Religionsgemeinschaften in Deutschland, sondern alle sind gleich.

Manchen verleiht er allerdings den Sonderstatus der Körperschaft des öffentlichen Rechts. Da Religionsgemeinschaften und Weltanschauungsgemeinschaften in D gleichgestellt sind, gilt das auch für diese (z.B. Bund für Geistesfreiheit):

Wiki: "Eine Ausnahme bilden die Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, die kraft Verfassung nicht-staatliche Körperschaften des öffentlichen Rechts sind. Begründet wurde dieser Sonderstatus im sogenannten Weimarer Kirchenkompromiss von 1919, den das Grundgesetz als Verfassungsrecht übernommen hat. Die Weimarer Verfassung verzichtete auf eine Trennung von Staat und Kirche nach französischem Vorbild (Laizismus). Stattdessen wurde religiösen Gemeinschaften unter gewissen Voraussetzungen der Körperschaftsstatus zugebilligt. Dieser Status war und ist für alle Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften geöffnet. In Art. 137 Abs. 5 WRV heißt es: „Die Religionsgesellschaften bleiben Körperschaften des öffentlichen Rechtes, soweit sie solche bisher waren. Anderen Religionsgesellschaften sind auf ihren Antrag gleiche Rechte zu gewähren, wenn sie durch ihre Verfassung und die Zahl ihrer Mitglieder die Gewähr der Dauer bieten.”


Glaube ist etwas persönliches.

Religion ist organisierter Glaube, bei dem versucht wird, das Persönliche zum Allgemeinen zu machen.


Interessante Frage. Aber noch interessanter finde ich die, was Bibeln im Deutschunterricht zu suchen haben.

Deine Reaktion kam aber ganz sicher nicht daher, weil du heimlich an Gott glaubst. Du bist in einer Umwelt, in der viele Religiöse sind. In solcher ist es immer üblich, besondere Rücksicht auf religiöse Gefühle zu nehmen. Das hat sich auch bei dir eingeprägt und als der Lehrer das nicht gemacht hat, warst deshalb auch du verletzt.

Ich sehe es eher so, dass religiöse Gefühle kein Stück schützenswerter sind, als alle anderen auch. Vielleicht sogar noch weniger. Es ist schon ein Unterschied, ob sich jemand verletzt fühlt, weil man Gegenstände, die er für wichtig hält, missachtet, oder weil er selbst missachtet wird.

Wenn einer also wegen seines Aussehens, seines Geschlechts, seiner Statur, seiner Herkunft wegen verletzt wird, finde ich das deutlich schlimmer, als wenn jemand Bibeln als wertlos bezeichnet.


Aber unbedingt.

Wenn das, was geschieht, der Wille von Göttern ist, sind doch die verantwortlich und nicht man selbst. Ganz besonders noch, wenn man, wie bei manchen Religionen üblich, sich durch die Beichte von der Strafe, die solche Götter evtl. für bestimmte Taten vorsehen, befreien kann.

Religon fördert also ganz klar die Verantwortungslosigkeit.


Das geht ganz einfach.

Versprich ihr, dass sie, wenn sie sich als Märtyrerin opfert, dereinst im Himmel 72 männliche Jungfrauen erwarten. Da wird sie sich sicher freuen und nicht mehr anders können, also zu konvertieren. :)

Oder habe ich da was verwechselt?


Ganz, ganz sicher wird jetzt jemand sterben.

Jede Minute sterben zig Leute, warum sollte das auf einmal aufhören, nur weil du was geträumt hast?


Es gibt keinen vernünftigen Grund, an Engeln und Schutzengeln zu zweifeln.

Es sein denn, du zweifelst auch an Feen, Elfen, Trollen, Wichteln dem Weihnachtsmann, der Zahnfee und dem Klapperstorch.

Soll Religion zugunsten Ethiks abgeschafft werden?

Gerade in einer immer bunter werdenden Gesellschaft ist es absolut wichtig, gemeinsame Werte zu vermitteln.

Religion tut das nicht. Im Gegenteil, Religion teilt. Nicht nur in verschiedene Religionen, auch in verschiedene Konfessionen. Denn Reli wird zum Zwecke der Mission in den meisten Bundesländern nach Konfessionen getrennt erteilt. Atheisten, bereits mehr als ein Drittel unserer Gesellschaft, werden ganz ausgeschlossen.

Ethik vermittelt unabhängig von der Religion gemeinsame Werte. Es werden keine Klassenverbände aufgerissen und so auch schulische Gemeinschaft gefördert. Also klares Ja für Ethik statt Religion.

Das einzige wirkliche Argument für Religion, denn alle dort vermitttelten Werte, Geschichts- oder Kunstkenntnisse können auch in anderem Unterricht vermittelt werden, ist, dass es das Grungesetz so vorsieht.

Aber dieses Argument ist keins, was in einer Diskussion zu Sinn und Unsinn von Religion in der Schule zu suchen hat, denn es beschreibt nur den Istzustand und ist für den Sinn bedeutungslos.

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