16.03.2014

Wir brauchen Hilfe...

...im Kampf um weltanschauliche Gleichberechtigung



Wie bereits berichtet, hat die Stadt Templin sich geweigert, die piratige Kopfbedeckung der Pastafari auf dem Passfoto für den Personalausweis zu akzeptieren. Das führte zu einer Klage, die wir unterstützen und die der Kläger, Rüdiger Weida, wie folgt begründet hat:



Als Vorsitzender der gemeinnützigen Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V. fühle ich mich ganz besonders verpflichtet, unserem Gebot des Tragens von Kopfbedeckungen aus unserem Evangelium nachzukommen und trage diese regelmäßig in der Öffentlichkeit. Unsere Kirche versteht sich laut Satzung als Weltanschauungsgemeinschaft und hat entsprechend Anspruch auf Gleichbehandlung mit Religionsgemeinschaften.


Es wurde von der Stadt Templin nicht geprüft, ob so unseren Mitgliedern grundsätzlich die Möglichkeit eingeräumt werden muss, auch auf Lichtbildern im Ausweis diese Kopfbedeckungen, hier ein Tuch mit Piratenfisch, zu tragen. Der Hinweis, ein eingetragener Verein wäre (grundsätzlich) keine Religionsgemeinschaft, ist falsch und wird in der Praxis durch die Islamvereine widerlegt.

Auch die Begründung der fehlenden Verpflichtung ist falsch. Diese ergibt sich zum einem aus dem "Evangelium des Fliegenden Spaghettimonsters", zum anderen ist das Religions- bzw. Weltanschauungsrecht ein Individualrecht. Deshalb kann es nicht auf eine solche generelle Verpflichtung ankommen, sondern nur darauf, in wie weit sich der betreffende Einzelne zum Tragen verpflichtet fühlt. Auch hier kann der Islam als praktisches Beispiel gelten. Die von der Stadt eingefügten Unterstellungen über angebliche Absichten sind unzulässig und haben in ihrer Begründung nichts zu suchen.“

Da es eher selten ist, dass Kommunen sich in solchen Fällen einen Anwalt nehmen, hatten wir damit gerechnet, mit den Gerichtskosten von 438,- Euro auszukommen, denn unsere eigenen Kosten für Fahrten, Porto usw. tragen wir natürlich selbst.

Nun hat sich die Stadt jedoch einen Anwalt genommen. Einen sehr guten sogar, der auch am Bundesverwaltungsgericht als Richter arbeitet. Das kann richtig teuer für uns werden.

Deshalb bitten wir euch uns zu helfen, unsere Kriegskasse für die 1. Instanz aufzufüllen. Dazu haben wir auf Helpedia eine Spendenaktion gestartet. Dort einfach auf "Spende jetzt" klicken, Namen und evtl. Kommentar eingeben und am Ende mit Paypal oder Sofortüberweisung bezahlen. http://www.helpedia.de/spenden-aktionen/gleichberechtigt_handeln 

Wer möchte, kann natürlich auch gern direkt auf unser Konto überweisen:

Inhaber: Kirche des FSM                       
Kontonr.:  120688979                           
BLZ:        15091704                             
IBAN:       DE06 1509 1704 0120 6889 79
BIC:         GENODEF1PZ1                    
VR-Bank Uckermark-Randow e.G.            

Sollte es, was anzunehmen ist, in die nächste Instanz gehen, hoffen wir, einen der säkularen Verbände mit ins Boot holen zu können. Auch über die Möglichkeit, eventuell gegen Exklusivrechte den Fall durch eine Zeitung finanzieren zu lassen, denken wir nach. Allerdings wäre der Kreis derer, denen da eine einigermaßen objektive Berichterstattung zuzutrauen ist, doch recht klein.


Bitte unterstützt uns nicht nur durch eure konkrete Spende, sondern teilt auch die Aktion. Wir werden nur genug Mittel bekommen, wenn möglichst viele Menschen von ihr erfahren.


Der Anwalt der Stadt findet, wie mir der Bürgermeister selbst gesagt hat, diesen Fall sehr interessant und freut sich auf ihn.
Vielleicht würde das der eine oder andere Anwalt mit Kenntnissen im Verwaltungsrecht auch so sehen. Da der Prozess sicher medienwirksam wird, könnte sich so eventuelle einer finden, der uns sogar kostenlos vertritt. Falls jemand von euch in dieser Richtung Kontakte hat und vermitteln könnte, wäre das ebenfalls eine große Hilfe.

Wir setzen auf euch und bedanken uns schon jetzt.


Kommentare:

  1. Wo bitte, bekomme ich so ein schönes Piratenkopftuch her?

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  2. Das sind alles handgemachte Kappen, maßgefertigt von Elli Spirelli für mich. Die gibts nicht im Handel.

    Aber eine Piratenfischbandana könnte ich, obwohl die eigentlich für Mitglieder reserviert ist, für 9,- incl. Versand abgeben. Bei Interesse bitte ne PN an mich.

    http://fsm-uckermark.blogspot.de/2012/09/das-wort-zum-freitag_20.html
    Hier tragen wir die auf dem Bild von der Nudelmesse beim Italiener

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  3. Meine Spaghetti sind auch ohne "Kapturek" in 10 Minuten aldente. Ich brauche dafür keine besondere Religionsgemeinschaft.

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    1. Niemand braucht eine Religionsgemeinschaft, nicht nur beim Spaghettikochen.

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  4. Aber beim Zubereiten der Maultaschen, da braucht's schon eine Religionsgemeinschaft.
    Ohne Gemeinschaft wird keine Maultasche nichts. Wir sind die "Gemeinschaft der JüngerInnen der jungfräulichen Maultasche".
    Ich war lange Zeit über Pastafari und habe in tiefster Ehrfurcht vor IHM gelebt. Bis ich erkannte: Das Sanfte, das Herzliche, das Reine, das Gute, das Kalre, kurz: Das Weibliche steckt in der Maultasche.
    Es fing alles an, als ich in einer Packung Maultaschen ein Botschaft von IHM empfing, dass wir nur durch SIE zu IHM gelangen können.
    Wir werden bald in ganz Württemberg zum Vierteleschlotzen antreten.
    Maulmaulmaul!

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