25.12.2014

Das Wort zum Freitag - Wunder auf dem Lucia - Weihnachtsmarkt



Eigentlich, liebe Gemeinde, habe ich euch schon in der Überschrift belogen.
Eigentlich gab es das Wunder nicht auf dem Lucia - Weihnachtsmarkt, sondern am Museum in der Kulturbrauerei. Aber wir, Elli Spirelli, Cpt. Nodus und ich, haben es bewirkt.

Das kam so.
Wie jedes Jahr wollten wir wieder auf dem Lucia Weihnachtsmarkt, konkret im und vor dem vor schlechtem Wetter schützenden Durchgang von der Knaackstraße, unsere wahre Weihnachtsgeschichte unter das Volk tragen.

Wir hatten dort immer gute Erfahrungen gemacht, unsere Flyer schnell verteilt und immer nette Gespräche gehabt. Darauf freuten wir uns auch dieses Mal.

Es regnete, also stellten wir uns in den Durchgang und begannen mit unserer Aktion. Alles lief wie immer, da, plötzlich, geschah das Wunder.

Ein Objekt des Museums, so jedenfalls stelle ich mir es vor, wurde plötzlich lebendig. Nein, die stattliche Erscheinung die da mit aufrechtem Gang im vollen Bewusstsein seiner Überlegenheit auf mich zu kam, war kein Nußknacker. Spätestens nachdem die mich, ohne sich vorzustellen, anherrschte: "Darf ich mal ihre Genehmigung sehen?" war mir klar, hier ist eine sicherlich in einer Ecke ausgestellte Figur eines Stasioffiziers lebendig geworden. Alles stimmte, Gestalt,  Haltung, Tonfall.

Man braucht eigentlich überhaupt nicht reagieren, wenn jemand, der sich nicht vorstellt, etwas von einem wissen möchte. Aber ich war schon in WeinAchtsstimmung und so erklärte ich ihm, die bräuchte man in Berlin für das Flyerverteilen nicht. Worauf er mich darauf hin wies, nur im öffentlichen Raum und das hier sei Privatgelände und er der Hausherr. Ich bezweifelte das. Wie kann ein lebendig gewordenes Scheusal aus DDR - Zeiten Hausherr sein? Selbst wenn, hatte das Museum tatsächlich auch den Durchgang zur Kulturbrauerei gepachtet? Wohl kaum.

Aber das Monster hatte es gefügt, dass es eben in dem Moment aufhörte zu regnen, so stellten wir uns halt auf den Fußweg vor dem Durchgang. Das Wetter blieb trocken, wir hatten den größten Teil unserer Flyer bereits verteilt, als der Stasioffizier wieder erschien und klar unter Beweis stellte, er war wirklich einer.
Es genügte ihm nämlich nicht, dass wir auf dem Fußweg standen, wir hätten auch einen Abstand von 1,50 zu seinem Weg einzuhalten.

Stasioffizier getarnt als Pastfari, Pastafari und Geist des Weihnachtsmarktes


Ich weiß, Wundern muss man Respekt zollen. Aber ich konnte nicht anders, ich musste einfach lachen. Worauf die übliche Drohung kam, die Polizei zu holen. Na, das war doch Spitze, das bringt Aufmerksamkeit und für den MfSler sicher eine böse Überraschung. Wer sich nicht vorstellt, hat einfach nichts zu sagen. Wir machten unseren Fotoapparat klar und warteten auf das, was da kommen sollte. Das kam dann auch deutlich schneller als gedacht. War aber nicht die Polizei, sondern ein Mensch mit Pudelmütze und Funkgerät. Der Geist des Weihnachtsmarktes? Ich weiß es nicht, denn vorgestellt hat auch der sich nicht. Immerhin wollte der nur einen Abstand von 1m zum Gebäude, war also wohl versöhnlicher eingestellt. Als ich ihn bat, mir doch bitte ganz genau zu zeigen, wo diese Linie zu ziehen wäre, drehte er ab und verkündete, wenn wir auf dem Markt Flyer verteilen würden, bekämen wir Hausverbot.

Inzwischen war ich echt sauer. Der Stasityp hatte uns Polizei versprochen und speist uns dann so ab? Das gehört sich nun wirklich nicht, weshalb ich mich bei ihm beschwert habe. Typisch Stasi hat er natürlich erst mal abgestritten, er hätte uns versprochen, die Polizei zu holen. Aber wir hatten das alle drei gehört. Er war inzwischen fast wütend, meinte, das wäre eine ernste Angelegenheit und als ich die eher albern fand, behauptete er sogar, das wäre eine Straftat.




Das fanden wir so was von erheiternd, dass wir erst mal zum Glühweinstand gingen. Dort trafen wir dann andere Piraten, amüsierten uns noch prächtig und zogen dann um ins Knofel. Da warteten schon weitere Pastafari, der Wirt hatte breits einen zusätzlichen Tisch an unsere Tafel geschoben, weil wir weit mehr waren, als angenommen. Aus Potsdam hatten wir Gäste und ein neues Mitglied, Schupf-Nudel, war sogar aus Karlsruhe angereist. Dazu noch zwei neue Berliner Mitglieder, es war eine passende Mischung aus altgedienten Piraten und neuen Fahrensleuten.

Der Wirt war dufte wie immer drauf, das Essen lecker und die Gäste folgten zum Teil sehr aufmerksam unserer Messe. Nur das Team vom SpiegelMagazin, dass sich angekündigt hatte, war dann doch nicht erschienen. Wir hatten auch ohne das eine schöne Messe und einen ebenso schönen Abend. Nur Bilder haben wir keine gemacht. Vielleicht schickt uns ja einer von denen, die welche gemacht haben, noch eins zu. Nur ein Problem hatten wir. Wir hatten noch kein Gebet, dass wir vor dem Essen plappern konnten.

Inzwischen ist Elli Spirelli erleuchtet worden. Ihres geht so:

Nudliges kommt auf den Tisch
und/oder Piratenfisch.
Getränke gibts vom Biervulkan
Nun fangt endlich zu mampfen an.

Ich finds super. Noch besser würde ich finden, wenn ihr uns auch eure Tischgebete zukommen lassen würdet. Wir stellen die dann allen Pastafari auf unserer Seite zu Verfügung.

Ihr habt doch welche, oder?

20.12.2014

"Vier Frauen und ein Scharlatan" und der Sack des Lichterpiraten



Bald ist es so weit, das nudlige Lichterfest naht. Doch so mancher Lichterpirat hat den Sack noch nicht voll, hat noch nicht für jeden das rechte Geschenk gefunden. Dann macht sich Panik breit. Um das zu verhindern, habe ich heute einen Tipp für euch.

Ja, einen Buchtipp. Manche meinen, Bücher als Lichterfestgeschenk sind out. Nö, stimmt nicht, wenn es nur die richtigen sind.

Vor kurzem ist da was im Alibri-Verlag erschienen, dem Verlag, der auch unsere Pastafari-CDs verkauft: "Vier Frauen und ein Scharlatan" ein satirischer Esothriller von Eva S. Bernauer.

Es dauerte nicht lange, bis ich beim Lesen das erste mal laut gelacht habe. Dann kam das große Staunen. Ist das wirklich so? Treibt die Esotherik tatsächlich solche Blüten? Ja, es ist nur ein Roman, aber es war ganz klar zu spüren, einer, der auf ausgezeichneter Recherche aufbaut. So war ich immer zwischen schmunzeln und staunen hin und her gerissen. War schon ein cleverer Typ, der Guru, mit seiner Idee von Heilkugeln, die, je nach Farbe, bestimmte Aufgaben haben. Am besten wirken sie, je näher man sie ans Innerste bringt. Als das einige seiner Jüngerinnen darauf brachte, sie sich dahin zu schieben, wo sie dem am nächsten kommen, wusste er auch das geschickt zu nutzen.

Dumm nur, dass die dann doch noch mißtrauisch wurden. Wie die vier Damen den Guru zu Fall brachten, hatte für mich nichts mit Thriller zu tun. Eher was mit der Bedächtigkeit von Miss Marble.
Vielleicht war das mit dem Thrill ja auch eher satirisch gemeint.

Auf jeden Fall aber ein ganz vergnügliches und auch erhellendes Buch, das prima zur
Feiertagsstimmung passen würde und das es auch als ebook gibt.


Abermahls krähte der Hahn





Der gleiche Verlag bringt eine Neuauflage eines Deschnerklassikers. Einen, den man wirklich haben sollte, und der zum günstigeren Subskriptionspreis vorbestellt werden kann.


Noch ein letztes Buch möchte ich erwähnen. Eins, dass ich noch nicht gelesen habe. Mit einem der Mitautoren, Pfarrer Christoph Wonneberger, hatte ich in Dresden jedoch guten Kontakt und noch immer die höchste Hochachtung vor ihm. Ja, das ist der Pfarrer, der dann später in der Nikolaikirche in Leipzig Initiator der Montagsgebete und - demos war. Ein Buch, an dem er beteiligt war, wird die Rolle der Kirche ganz sicher nicht einseitig jubelnd darstellen.
Das Buch ist das erste einer Reihe zur Opposition in der DDR.

Weg in den Aufstand



18.12.2014

Das Wort zum Freitag - Hinweisschilder auf Gottesdienste und Messen

Diesen Aufkleber im Format 12x12 könnt ihr gegen frankierten Rückumschlag kostenlos bei uns beziehen

Ein großer Schritt in Richtung Gleichberechtigung ist nun getan. Jeder hat es inzwischen mitbekommen, wir dürfen für unsere heilige Nudelmesse am Ortseingang genau so werben, wie Katholiken oder evangelische Gläubige. Das ist ein sehr großer Erfolg, den wir nicht zuletzt durch die Hilfe von euch allen feiern dürfen. Dafür noch einmal ein nudliges Dankeschön auch von mir.

Ich wäre jedoch kein echter Pastafari, wenn sich nicht auch an dieser Sache Zweifel bei mir breit machen würden. Die möchte ich euch, liebe Brüder und Schwestern, nicht vorenthalten.

Wozu sind Hinweisschilder auf Gottesdienste und Messen gut?

Ich stelle mir vor, wie z.B. eine evangelische Familie einen Ausflug in eine fremde Stadt plant, um dort eine Sehenswürdigkeit zu besichtigen oder ein Thermalbad aufzusuchen oder den Tierpark oder oder oder.

Lasst mich mal kursiv spinnen.

Kurz bevor meine  Familie die Stadt erreicht hat, fällt ihr Blick auf das Schild „Evangelischer Gottesdienst“. Auch die Zeit des Beginns ist darauf vermerkt. Mehr nicht! Gesetzt den Fall, dass meine  Familie über die Maßen spontan ist und obendrein noch genügend Zeit bleibt, um pünktlich dem angekündigten Gottesdienst beizuwohnen, beschließt sie, es zu tun, weil es viel toller ist, als Tierpark, Baden oder was auch immer geplant war.
Vorfreude macht sich breit unter ihnen, wird ihnen jedoch sofort wieder genommen. Wo ist denn die Kirche? Wie kommen wir da hin? Kann man davor gut parken? Diese Ungewissheiten sind zum Glück zu lösen, da die Familie ein Smartphone dabei hat. 
 
Gläubige, die nicht so spontan sind, wie meine erdachte Familie, würden sich sicher zu Hause per Telefon oder Internet erkundigen, wie sie in einer fremden Stadt an ihr Reiseziel gelangen. Macht es also Sinn, Material, Zeit und Kosten zu verschwenden, um solche Schilder aufzustellen? Sind schon jemals Leute wegen solcher Schilder in fremden Gotteshäusern erschienen oder wurden diese nur aufgestellt, um den Gläubigen ein schlechtes Gewissen einzureden oder weil die Kirchen inzwischen einfach jeden Strohhalm nutzen, um Werbung für ihren immer bedeutungsloser werdenden Aberglauben zu machen?

Immerhin nutzen die Schilder uns Pastafari. Inzwischen weiß die ganze Welt, dass es uns gibt und dass es möglich ist, nach Templin zu pilgern, um gemeinsam mit Bruder Spaghettus die Heilige Nudelmesse zu feiern. So machten sich neulich zwei Pilger auf den Weg nach Templin, um pünktlich um 10:00 Uhr zur Heiligen Nudelmesse zu erscheinen. Da Pastafari aber keine Zeit zu vergeuden haben, meldeten auch diese beiden sich vorher bei Bruder Spaghettus an und erkundigten sich nach dem Weg.

Leider ist es so manchem Pastafari nicht möglich, freitags um 10:00 Uhr zur Messe zu erscheinen, denn noch müssen wir an unserem Feiertag in der Regel arbeiten. Wie ich aber Bruder Spaghettus kenne, macht er sicher ab und an eine Ausnahme und ermöglicht Termine außer der Reihe, denn Nudelmessen machen glücklich, egal, wann sie gefeiert werden.

Aber das machen sie auch ohne Gottesdiensthinweisschilder. Also weg damit, genau wie mit allen anderen religiösen oder weltanschaulichen Sonderregelungen. Nur so ist wahre Gleichberechtigung überhaupt möglich. 
Ramen


Eure Elli

)*  Wir geben pro Person maximal 6 Stück ab.
Am besten für euch wäre, wenn ihr in einem Standardbrief einen frankierten A5 Umschlag mit eurer Adresse und einem Zettel mit der gewünschten Stückzahl an uns schickt.

In einen Standardbrief passen wegen des Maximalgewichts von 20g maximal drei, außerdem müssen die in der Mitte geknickt werden. Was allerdings nicht so tragisch ist, da die abzuziehende Rückseite da eh geteilt ist.

Kirche des FSM Deutschland e.V.
Schulzenfelde 9

17268 Templin

12.12.2014

Erste Pilger in Templin eingetroffen



Arrrgh, Piraten, nehmt euch ein Beispiel. Im fernen Potsdam haben heute Der Carbonara Maat und Smutje Skorbut rechtzeitig die Segel gesetzt, um zur Messe in Templins "Papst Al Zarkawi I. Gedächtniskirche" einzutreffen.

Das nicht einmal 5 min vor Beginn. Das nenne ich Planung. Die Spaghetti für das Abendmal waren, wie immer, schon gekocht, ich im Nudlergewand, die Messe konnte pünktlich starten. Die Temperaturen erlaubten es, in der Kirche zu feiern und nicht, wie eigentlich geplant, in der Winterkirche im Nudlerhaus.


Schön und ergreifend war es. Mit ihren Augenklappen hatten beide den größten Wunsch des Monsters aus dem Evangelium erfüllt.

Anschließend ging es dann doch nach nebenan. Es gab eine Menge Fragen und noch mehr Antworten. Die Zeit verging, Mittag kam und mit ihm ein gemeinsames Mahl. Natürlich Pasta. Gestärkt machten sich die Pilger dann in steifer Brise auf die Rückfahrt, jedoch nicht, ohne sich an Templins neuem Wahrzeichen, dem Nudelmessenhinweisschild, zu fotografieren. 


Der Carbonara Maat

Smutje Skorbut

Bis demnächst mal wieder.

PS: Die ersten 50 Pilger bekommen, wie der Maat und der Smutje, je eine unserer CDs mit pastafarianischen Festtagsliedern geschenkt.
Aber nicht traurig sein, wer es nicht nach Templin schafft, kann sich die auch kaufen.

11.12.2014

Das Wort zum Freitag - Vom Ursprung




Sicher wartet ihr schon auf ein kleines Fazit des Erlebten der letzten Tage. Aber ich möchte erst mal alles etwas sacken lassen und werde das später erledigen. Nur so viel: Im Gespräch mit dem Templiner Bürgermeister, Vertretern des Landesbetriebs Straßenwesen und der Templiner Straßenmeisterei wurde der gesuchte Kompromiss gefunden. Wir bekommen eigene Masten, die genauen Standorte werden nächste Woche mit der Straßenmeisterei ausschließlich nach verkehrstechnischen Kriterien festgelegt. Die Masten sind bereits bestellt und, incl. Aufstellung, mit 200,- Euro für alle deutlich preiswerter, als ich dachte.

Bis die Masten stehen, haben unsere Schilder Asyl an städtischen Masten gefunden, wie oben auf dem Bild.

Nun zum Wort zum Freitag, das heute wieder einmal von einem Gastautor stammt. Piratenbert, der schon lange mit dem zuverlässigen Mittel des Nachtschlafs nach neuen Erkenntnissen forscht, übermittelte mir folgende Botschaft:


Heute nacht erkannte mich das Monster und bat mich, dir, der du schreiben kannst, folgendes aufzunehmen:
Die Pastafari sind eine alte Religionsgemeinschaft, die sich auf den Propheten Pastus beruft, welcher 590 vor Pasta mit einem Schiff vor dem heutigen Haifa kreuzte und seine Lehren verbreitete.
Im Wesentlichen wollte er, dass die Menschen sich frei lieben können, dass sie ohne Bekleidung des Rückens in der Öffentlichkeit auftreten, denn Gott hatte ihm im Traum gesagt, dass es zur Bedeckung des Rückens kein Grund gebe, da ja jeder Mensch von hinten gleich aussieht.
Ein anderes Gebot von Pastus befasst sich mit dem Vorrecht der Frau. 
Die Männer sollten sich ihnen unterordnen und den Frauen den Vortritt lassen bei allen Entscheidungen, weil sie diese wohlüberlegter treffen und weniger agressiv an die Durchführung gehen.

Pastus war mit 1,23 m und 65 kg der größte Säugling aller Zeiten. Er wurde von einer einhundertzwanzigjährigen Mutter geboren, sprach schon als Baby zwei Sprachen und gehorchte nur seiner Mutter. Einen Vater hatte er nicht, denn durch göttliche Genumwandlung konnte er sich aus dem halben Chromosomensatz entwickeln, wie man heute sagen würde. 

Er scharte schon als Kind zwölf Homosexuelle um sich herum, die für sich und für ihn täglich das Essen erbettelten oder erbeuteten, je nach ihren piratischen Möglichkeiten.

Die Piraten gab es schon viertausend Jahre früher, sie sind das zweitälteste Gewerbe der Welt, was sie sagen, entspricht immer der faktischen Wahrheit, weil sie sie, die Wahrheit selbst schaffen. Von oben wurde sie ihnen eingegeben, von Piratus, dem Urur..vater des Pastus.

Piratus, der lange als SEINE recht Hand galt, wurde von IHM aus dem Meer erschaffen, das er von Anfang an befuhr. Wir alle kommen aus dem Meer, was die moderne Wissenschaft längst bestätigt hat.

Über allem wacht unser allgütiges Monster, dass diese uralte Gemeinschaft, nachdem sie lange vergessen war, durch den zweiten und letzten Propheten Bobby Henderson wieder belebt hat.

08.12.2014

Ein Gespenst geht um in Templin...... Neues vom Nudelmessenhinweisschild



Gerade hatte ich  einen Anruf vom Bürgermeister, Herrn Tabbert, dem aufgefallen war, dass wohl ein geheimnisvoller Geist alle unsere Nudelmessenhinweisschilder ab- und an irgendwelche anderen Masten angeschraubt hat. Das kurz vor unserer vorgesehenen Einigung morgen. 


Wir nehmen das locker und sehen die aus diesem Grund nicht gefährdet. Wir haben auch das Angebot des Bürgermeisters angenommen, die Schilder bis zur endgültigen Montage an eigene Masten vorrübergehend an z.B. den Masten "Historischer Stadtkern" zwischenzulagern. 



Nudeln machen glücklich. 



Die Bilder hat uns ein Templiner Pastafari, unsere Gruppe hat sich fast verdoppelt, wir sind jetzt 5, geschickt, dem das auch aufgefallen war.

Die beschmierten Schilder werden wir erst mal als Mahnmale gegen religiöse Gewalt gegen Pastafari so belassen.









06.12.2014

Offener Brief an die Christen Templins

Folgenden offenen Brief an die Christen Templins, habe ich heute an  die drei Pastoren der drei christlichen Kirchen, die ev. Freikirche (Baptisten), die katholische und die  evangelische Kirche so wie an einige Redaktionen, vor allem die der Templiner Zeitung, geschickt.

Euch bitte ich sehr, nicht, wie teilweise schon auf fb angekündigt, einen Shitstorm loszutreten. 

Zeigen wir, wie konsequent, aber auch fair und locker, wir Pastafari mit solchen Sachen umgehen. 

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Sehr geehrter Herr Chrzon, sehr geehrter Herr Höhle, sehr geehrter Herr Schein, liebe Christen,

seit der rbb gestern in Brandenburg Aktuell berichtete, dass unsere Nudelmessenhinweisschilder beschmiert wurden, leben wir Templiner Pastafari in Angst. Wird die religiös motivierte Gewalt gegen uns zunehmen? Werden bald Steine in unsere Fenster fliegen oder wir gar persönlich angegriffen werden?

Uns ist durchaus bewusst, die übergroße Mehrzahl der Templiner Christen lebt hier absolut gewaltfrei und fühlt sich den Werten des Humanismus, wie sie in unserem Grundgesetz zum Ausdruck kommen, tief verpflichtet.
Diese Christen werden Gewalt gegen uns nicht christlich finden. Es wird nur eine kleine Gruppe oder gar ein Einzelner sein, vielleicht nur ein verwirrter Jugendlicher, der hier gehandelt hat.

Wir bitten Sie, sich dafür einzusetzen, dass wir Pastafari wieder ohne Angst in Templin leben können und nicht verfolgt werden.

Bitte distanzieren Sie sich öffentlich von dieser Gewalt gegen unsere Nudelmessenhinweisschilder.
Bitte wirken Sie in Ihren Predigten darauf hin, dass diese Gewalt nicht noch zunimmt und sich vielleicht auch gegen Personen richtet. Fordern Sie den oder die Täter auf, sich bei uns zu melden und den Schaden wieder zu beheben. Gern werden wir dann auf eine Anzeige wegen Sachbeschädigung verzichten bzw. die, falls die Meldung zu spät kommt, zurückziehen.

Zeigen Sie Deutschland und der Welt, Templin ist eine weltoffene Stadt, in der auch unterschiedliche Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften friedlich miteinander leben können und ihre eventuellen Streitigkeiten ohne Gewalt im fairen Disput klären.

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle versichern, es war nie unsere Absicht, Sie oder ihre Bräuche zu verspotten. Die sind zweifellos eben so schützenswert wie unsere. Es ging uns mit unseren Schildern nur darum, auf unsere Messen aufmerksam zu machen und so auch in diesem Punkt die Gleichberechtigung zwischen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften umzusetzen. Als solche verstehen wir uns gemäß unserer Satzung.

Mit freundlichen Grüßen

Rüdiger Weida
Vors. d. Kirche des FSM Deutschland e.V. 

Der Stiefel des Niklas



Ziemlich überrascht hat heute Elli S. geguckt, als ein Niklas ihr ihren Stiefel gefüllt hatte.
Wie sah es bei euch aus? Oder ist die Geschichte mit dem Stiefel des Niklas noch gar nicht so richtig bekannt?

Dann nächstes Jahr dran denken meint

Eurer Bruder Spaghettus

05.12.2014

Pastat, Pastat


Heute feiern wir, liebe Gemeinde, wie immer am ersten Freitag im Dezember, das erste Pastat.
Wir zünden das erste Licht an werden nachdenklich oder lustig, feiern und sind glücklich dass nun das Weinachtsfest naht. Vielleicht singt der eine oder andere Pirat sogar vergnügt unser Lied.
Das findet ihr auch auf unserer CD mit Pastafariliedern. Vielleicht eine Idee für alle die, die noch ein ausgefallenes Weinachtsgeschenk brauchen?


04.12.2014

Das Wort zum Freitag - Schilderstürmer in Templin

Die Bilder hängen wieder


Das „Wort zum Freitag“ hätte heute auch einfach „Dankeschön“ heißen können. Ich bin überwältigt von eurem Zuspruch und begeistert, wie schnell sich Nudelmessenschildpaten gefunden haben. Wir hatten mehr Anfragen als Schilder und Thijs Brouwer hat gleich überwiesen, ohne anzufragen. Leider waren da schon alle Schilder vergeben. Was nun, Thijs? Ich habe sonst keine Daten von dir und dein Name scheint ziemlich häufig zu sein. Wenn du das liest, bitte melde dich.

Nun geht es in die nächste Runde. Wahrscheinlich werden wir eigene Masten brauchen. Es haben sich bereits drei Pastafari gemeldet, die nun Nudelmessenhinweisschildmastpaten werden möchten. Den vierten lassen wir mal für Thijs in Reserve. Also bitte nur per mail oder PN Bereitschaft erklären, wer ggf. einspringen möchte, nicht gleich überweisen. Weder ob es überhaupt so kommt, noch wie teuer das wird, ist bisher klar. Wir wissen noch nicht, was es kosten wird und ich weiß noch nicht, wie viel unsere alten Umleitungsschilder bringen werden, die ich heute bei Ebay zum Verkauf eingestellt habe.

Wer eins möchte, kann da mitbieten, wer uns helfen möchte, kann den Verkauf bekannt machen und teilen.

Natürlich bekommen auch die Nudelmessenhinweisschildmastpaten genau so eine Urkunde, CD und Bandana wie die Nudelmessenschildpaten. Genau wie bei denen werden wir auch die Namen der Paten auf den Masten vermerken und die entsprechenden Bilder veröffentlichen. 






Nun seid ihr aber sicher schon gespannt, was sich so weiter hier getan hat. Aber ich wollte wirklich zuerst mein Danke schön an euch los werden.

Manche der Infos habe auch ich nur aus der Presse, außer der Presse und dem Bürgermeister hat bisher noch niemand mit mir gesprochen.

Am Montag gab´s ne dicke Überraschung. Urplötzlich waren unser Schilder weg. Alle. Ich bin sofort zur Polizei und habe Anzeige wegen Diebstahl erstattet. Für den nächsten Morgen hatte sich Sat1 angemeldet, um zu berichten. Also bin ich gleich am Dienstagmorgen los und habe neue Schilder bestellt. Dieses Mal in der gleichen Größe wie die anderen. Eigentlich hatte ich das von Anfang an so geplant und erst beim Anschrauben gemerkt, unsere Schilder waren größer. Das Maß hatte ich aus der Durchführungsbestimmung. 
Das Sat-Team ist mit zum Schildermaler und anschließend zu mir in die Werkstatt. Dort musste ich noch die Mastklammern anbauen.






Als wir gerade fertig waren, Cpt. Nodus hat mir den ganzen Tag geholfen, tauchte plötzlich jemand auf dem Hof auf und wollte ein paar Schilder los werden. Meine Frage, wer sie denn sind, wollte er nicht beantworten: „Das sehen Sie doch.“ Stimmt, der hatte ein kleines Zeichen der Straßenmeisterei an der Arbeitskleidung. Ich war von den Socken, wollte aber doch die Schilder in die Kirche tragen. Kaum hatte ich die in der Hand, wurden sie mir recht rüde wieder entrissen. Ich sollte erst noch eine Empfangsbestätigung unterschreiben. Weil es die nicht als Duplikat gab, mussten die beiden Herren noch mal losfahren und das holen. Dann unterschrieben wir, die Straßenmeisterei fuhr los zum Straßenmeistern und ich mit Cpt. Nodus zum Schilder anschrauben.

                                      
wir fotografieren wie sat 1 den rbb filmen, die mich interviewen
Beim Anschrauben war plötzlich auch das Team vom rbb da, und so konnten die von Sat1 filmen wie die mich filmten. Sie hatten aber auch selbst noch ein paar Fragen, den Bericht habt ihr vielleicht schon gesehen. Den von Sat1 fürs Frühstücksfernsehen gedrehten habe ich noch nicht gefunden.

Die Schilder hingen also wieder und was jetzt kommt, weiß ich nur von Journalisten bzw. aus den Medien. Angeblich soll der Abbau von der übergeordneten Straßenmeisterei angeordnet worden sein. Die war wohl der Meinung, die erteilte Genehmigung sei nicht gültig, weil das eigentlich sie hätten genehmigen müssen. Ich halte das für ein innerbehördliches Problem, das für die Gültigkeit der Genehmigung keine Bedeutung hat. Später soll dann die Gültigkeit doch nicht mehr bestritten worden sein, dann doch wieder, da scheint es irgend ein Pendel zu geben.

Der Bürgermeister soll an einem Kompromiss arbeiten. Ich habe ihn angerufen und das stimmte. Der soll so aussehen, dass wir eigene Masten bekommen und einen Mindestabstand zu den Kirchenschildern einhalten. Wie viel, wird noch zu verhandeln sein. Das ist ein Kompromiss, den ich durchaus mitgehen würde. Jedenfalls, wenn dafür nicht ein neuer Antrag gestellt werden muss. Da hätte ich Angst, so die bestehende Genehmigung als unwirksam anzuerkennen und dann doch am Ende evtl. aus irgendwelchen neuen Erkenntnissen heraus  keine neue zu bekommen.

Ich habe das Problem heute unserem Rechtsbeistand geschildert, bis es zu dem Gespräch kommt, werde ich mehr darüber wissen. Ja, wir haben einen. Sogar einen, der dafür kein Geld nimmt, einen, der sich selbst gemeldet hat und einer, der für sein Engagement in der säkularen Szene bekannt ist. Auch dafür noch ein herzliches Dankeschön.

Was gäbe es sonst noch zu sagen?

Nächste Woche wird es wohl das Gespräch zur Kompromissfindung geben. Bis dahin wird die Straßenmeisterei die Schilder nicht abhängen. Beim Pfarrer Schein habe ich mich entschuldigt, dass ich die Schilder ohne vorherige Information angebracht habe. Ich war davon ausgegangen, dass die Straßenmeisterei das bestimmt, auch wenn andere den Mast bezahlt haben. Ist ja nicht unüblich, etwas zu bezahlen ohne daran Eigentum zu erwerben. Den Straßenausbau vor dem privaten Grundstück z.B., da wird dadurch die Straße auch nicht zum Privatweg sondern alle Autos dürfen fahren. Ganz überzeugt bin ich immer noch nicht, dass es mit den Masten anders ist. Aber ich habe keine Schwierigkeiten, mich zu entschuldigen, wenn mein Fehler auch nur wahrscheinlich ist.

Das Medienecho ist riesig. Sogar in China und beim BBC wird berichtet, ich habe eine Anfrage aus der Slowakei erhalten, und noch vier große deutsche Medien haben sich bei mir angemeldet. Sonnabend wird wohl was in der WELT stehen und auch die ZEIT wird in ihrer nächsten Beilage "Christ und Welt" berichten.

Auch erste Links zu Berichten aus dem englischen Sprachraum hat der Eine oder die Andere gefunden, wenn ihr auch welche habt, egal wo her, immer her damit. Ebenso bitte mit gedruckten Zeitungsseiten.

Wenn nächste Woche hoffentlich alles vorbei sein wird, werde ich eine Linkliste erstellen.

Seid guter Hoffnung und zieht bitte weiter so toll mit, wie bisher.


BS

PS. Das Rechtschreibprogramm hat mir gerade beim Durchlauf für Nudelmessenhinweisschild „Delikatessengeschäft“ vorgeschlagen. :)