24.09.2015

Das Wort zum Freitag - Nudelfotos



Immer wieder tauchen Fotos im Netz auf, Menschen abbildend, die in Nudeln baden oder sie anderweitig in Unmengen einsetzen, um ein witziges Bild zu erzeugen. Das trifft nicht immer den Geschmack aller Leute, regte schon zu hitzigen Diskussionen an. Einige sehen das als Missbrauch von Lebensmitteln an und haben daher kein Verständnis für diese mehr oder weniger künstlerische Ausdrucksform.

Auch ich habe schon mehrfach mit Nudeln gebastelt und mit Buchstabennudeln geschrieben, sie also nicht dafür verwendet, wofür sie gemacht sind. Gut, weggeworfen habe ich sie anschließend nicht. Aber sicher könnte den einen oder die andere auch das in Missstimmung versetzen.

Das nehme ich in Kauf, denn der Hersteller von Nudeln tut das nicht, um darüber zu wachen, was der Käufer damit tut. Er bietet ein Produkt an, um Geld zu erhalten, nicht mehr und nicht weniger. Ihm ist es schnuppe, ob der Käufer seinen Einkauf so vornimmt, dass keine Waren verderben können oder beim Kauf falsch kalkuliert und dann verdorbene Lebensmittel ungenutzt in den Müll wirft. Das sind kleine Fische. Um Profit zu machen, geht er viel weiter, vernichtet viel größere Lebensmittelmengen, wenn es aus seiner Sicht erforderlich ist.

Plagt uns aber das Gewissen, weil diese Lebensmittel Leben retten könnten, indem sie Menschen helfen, die nicht genug zu essen bekommen und sogar verhungern müssen, dann weiß ich Rat.

Sucht euch eine Organisation, von der ihr überzeugt seid, dass Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird und lasst ab und an mal ein paar Münzen dorthin fließen. Seht kleinen Vergehen nach aber zeigt Mut, wenn es darum geht, größere Übel zu bekämpfen.

Ich wünsche mir, dass wir Pastafari überlegen, bevor wir lustige Bilder vorbereiten, wie die Lebensmittel anschließend noch genutzt werden können. Meinen Spirelli-Ohrring werde ich aber auf keinen Fall verspeisen, Monster möge mir verzeihen. Er ist mir inzwischen heilig.

Eure Elli




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