10.09.2015

Pastafaritreffen in Dreetz



Ihr wisst es alle, wir hielten am vergangenen Wochenende unser jährliches Pastafaritreffen ab. Ihr wisst auch, Pastafari lassen keine Gelegenheit aus, um zünftig zu feiern. Da störte weder Kälte noch Regen, zumal die Location, das Arboretum in Dreetz, nichts zu wünschen übrig ließ und für jedes Wetter gemacht war.




Unser Decksmann Sprottenköder schmiss gleich mal den Riemen auf die „Orgel“ und entlockte dieser so herrliche Melodeien, dass spontan eine Horde tanzwütiger Pastafari hinzu sprang und sich mit jedem neuen Song mehr erwärmte. So entledigte sich das tanzwütige Volk nach und nach einiger hinderlicher Kleidungsstücke. Es kam schon ein leiser Verdacht auf, dass man sich vor seiner Zeit in der Stripperfarbrik befand.



 Zum Glück erinnerten sich einige weniger agile Pastafari, dass ja noch eine Messe abzuhalten war.

 So unterbrachen wir denn das frohe Treiben um im Autokorso in die Stadt, die sich Neustadt an der Dosse nennt, zu fahren. Manche werden gedacht haben, der IS setzt zur Eroberung an, als sie die Schwarze Flagge in einem offenen PKW flattern gesehen haben. Nö, war unser Monster drauf und das schon seit Anbeginn, lange, bevor es den IS gab. 


Eigentlich wollten wir ja zum Pferdemarkt nach Havelberg und dort eine Prozession abhalten. Aber die Stauwarnungen im Autoradio haben uns dann abgehalten, dorthin zu fahren. Deshalb endete unser religiöser Umzug vor der Kreuzkirche in Neustadt 
(Dosse). 


 

 Alle Beteiligten waren mit ganzem Herzen dabei und gut geölte Stimmen schmetterten „Ein bissfest Burg ist unser Gott“.





Selbst Radwanderer hielten extra an, um ein Foto zu machen und kurz mit uns zu reden.













Auch sonst wurden wir, wo wir nur auftauchten, wohlwollend beäugt, angesprochen, fotografiert. Ob das am türkischen Imbiss war, beim Besuch eines sehr schönen Gestüts oder einfach dort, wo wir gingen und standen. Wir hatten uns wohl eine pastafarifreundliche Gegend ausgesucht.


Das schmeichelte uns zwar, aber wir wollten dann doch dort weiter feiern, wo es so schön war und fuhren wieder ins Arboretum. Es wurden die Vorbereitungen fürs Feuer und Kochen im Kessel vorgenommen, gegessen, gesungen, getanzt. Seht selbst, die Fotos sprechen für sich.














Was aber nicht auf den Fotos zu sehen ist, muss ich euch einfach erzählen. Es war ein bisschen verkehrte Welt. Ihr kennt es ja sicher noch von früher, die Jüngeren vom Hörensagen. Bei Tanzveranstaltungen saßen die Alten herum und beäugten das Treiben der Jungen. Sie achteten darauf, dass alles fein gesittet abgeht und hatten sicher auch ihren Spaß, die jungen Leute beim Tanz zu beobachten, Ersatz dafür, dass ihre alten Knochen solch Treiben nicht mehr zuließen.

Bei uns Pastafari ist das anders!!! Wir älteren Piraten müssen uns fit halten, um im täglichen Kampf zu bestehen. Also bewegen wir uns tapfer sehr ausdauernd zur Musik. Nichts macht mehr Spaß, als sich auf diese Weise in Schuss zu halten. Aber was machen unsere Jungpiraten??? Sie holen sich ein bequemes Sitzmöbel, einem Deckchair gleichend, kuscheln sich gemütlich in Decken ein und schauen schmunzelnd zu. Immerhin übertrafen sie uns an Durchhaltevermögen um einige Längen. Mit Genugtuung konnten wir dann am anderen Morgen allerdings feststellen, dass sie genau so grau aussahen, wie wir.



Allen Anwesenden hat das Wochenende sehr gefallen, obwohl das Wetter vielleicht den Einen oder die Andere doch davon abgehalten hat, zu kommen. Selbst für die, die für das Treffen einige hundert Kilometer gefahren sind, war klar: Beim nächsten Treffen sind wir wieder dabei. Kein Wunder, hat doch sogar das Aufräumen nach dem Frühstück am nächsten Morgen noch Spaß gemacht.

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