30.04.2015

Das Wort zum Freitag - Kleine Freuden



Kleine Freuden, so heißt es, machen das Leben lebenswert. Aber warum sind es dann kleine Freuden? Ist es überhaupt sinnvoll, Freuden in groß und klein einzuteilen? Oft hörte ich sagen "Damit hast du mir eine große Freude gemacht", "Damit hast du mir eine kleine Freude gemacht" jedoch noch nie. Vielleicht, weil alle Freuden Freude machen und diese Einteilung nicht so sinnvoll ist?

Ich hatte in der letzten Woche einige Freuden und konnte so auch eine schlechte Nachricht gut wegstecken. Von zwei dieser Freuden, die mit unserem geliebten Monster zu tun hatten, möchte ich euch heute berichten.

Da war zuerst der Uli aus Bayern. Ja, wir kannten uns schon über Facebook, aber wie würde es mit dem ersten richtigen Aufeinandertreffen laufen, wenn Uli hier zur Messe kommt? Nein, ich habe mir nicht wirklich große Gedanken gemacht, aber ich brauchte hier irgendwie ´ne Einführung. ;)




Hätte ich mir auch nicht machen brauchen. Es war alles fein. Das Monster hatte zusammen geführt, was zusammen gehört. Die Messe war gewohnt lustig-ernsthaft und weil Uli noch Zeit hatte, gabs dann auch noch Spaghetti mit Tomatensoße. Während ich die kochte, machte Uli das Lagerfeuer an und beim Bier hatten wir einen schönen Abend. 



Bis zum nächsten Mal!

Gestern war es ein Brief, der mir Freude gebracht hat. Dr. Napoli, wie Uli ein langjähriges Vereinsmitglied, hatte ihn mir geschickt. Ich war begeistert. Nicht nur von der tollen Aktion, auch von den kleinen "medizinischen" Beigaben. Aber lest selbst.








Wer mehr Infos zur Sache möchte, findet die hier.







23.04.2015

Das Wort zum Freitag - Wie die Schiffsglocke in den Kirchturm kam

Viele unserer Traditionen sind in der Zeit nach dem großen Angriff der Hare Krishnas, die in ihren eisernen Kajaks die hilfsbereiten Piraten hereingelegt hatten, verloren gegangen. Oft haben sich die auch irgendwelche Kulte, selbst kannibalische, angeeignet.

Deshalb ist es wichtig, dass es Pastafari gibt, die sich bemühen, diese Traditionen wieder aus zu graben, die unermüdlich in alten Chroniken lesen, Schiffstagebücher studieren und Museen besuchen.

Pastafari wie Tini T., die etwas herausgefunden und in dieser Geschichte niedergeschrieben hat:


Bei unseren Vorfahren den Piraten, war es üblich, dass sie mit Hilfe der Schiffsglocke zum Essen gerufen wurden.
Der Schiffskoch gab dazu dem Schiffsjungen einen freundschaftlichen Klaps hinter die Ohren, und meinte: "Los mein Junge lauf und läute die Glocke! Sonst verpasst das versoffene Dreckspack wieder das Abendbrot!" Und der Schiffsjunge lief und läutete.

Aber auch wenn Gefahr drohte, wurde die Glocke geläutet. Wenn zum Beispiel ein Feuer ausbrach. Alle an Bord wussten dann, was zu tun war. Jeder hatte seine Aufgabe. Und wenn jeder seine Aufgabe ernst nahm und gut lösen konnte, wurde das Schiff allermeistens gerettet. Nach der Rettung betranken sich die Piraten zufrieden und schliefen ein. Sie wussten: Sie können sich aufeinander verlassen. Das ist ganz wichtig auf so einem Schiff!

Aber auch wenn mal ein Flash-Mop (früher hieß das noch "Versammlung") auf dem Schiff notwendig wurde, läutete man die Schiffsglocke. So zum Beispiel wenn beraten werden musste, wie die erbeuteten Schätze verteilt werden sollen. Oder in welche Richtung man übermorgen, wenn man das Kreuz des Südens erreicht, abbiegen sollte.
Es gab schon 'ne Menge Demokratie damals bei den Piraten.

Ein berühmter Pirat, nämlich Short Jack Gold (er war einer der Vorfahren von Long John Silver), hatte auch als Schiffsjunge seine Piraten-Karriere gestartet. Nach vielen sehr erfolgreichen Jahren auf See, alt und grau war er geworden - aber immer noch ein großer, kräftiger Kerl der anpacken konnte, beschloss er, sich an Land zur Ruhe zu setzen. Er kaufte sich ein bescheidenes Anwesen nicht weit vom Strand, aber auch nicht so nah am Dorf. Er wollte nur einfach seine Ruhe haben und genießen.

Eines Nachts geschah es, da brach ein Feuer im Dorf aus. Menschen und Tiere starben, viele Häuser brannten nieder. Es war eine Tragödie!
Short Jack Gold hat geschlafen und von allem nichts mitbekommen, sonst hätte er ja bei der Brandbekämpfung helfen können.
So half er in den Tagen und Wochen nach dem Dorfbrand, indem er Leuten, die ihr Haus verloren hatten, ein Dach über dem Kopf gab. In die "gute Stube" zog eine ganze Familie ein und einige Dorfbewohner schliefen in der Scheune im warmen, duftenden Heu. Tagsüber aber bauten alle Dorfbewohner gemeinsam die Häuser wieder auf. Abends saßen sie am Lagerfeuer und dachten nach, was sie denn tun könnten, um eine solche Tragödie wie den Dorfbrand zu verhindern. Da fiel Short Jack Gold die Schiffsglocke wieder ein. Er erzählte den Dorfbewohnern, was es damit auf sich hatte und dass man solch eine Glocke ins Dorf hängen sollte. Das, fanden die Dorfbewohner, sei eine gute Idee! Sie ließen sich eine Glocke bauen, die um einiges größer war als eine Schiffsglocke. Und sie bauten einen Glockenturm aus dicken Holzbalken, dass sie die Glocke weit hoch hängen können, damit sie auch jeder hört.

Viele Jahre später hatten ganz viele Dörfer und Städte eine oder mehrere Glocken. Die Glocken wurden früh geläutet, damit die Menschen wussten, wann sie aufstehen müssen. Gegen Mittag wurden sie wieder geläutet und alle wussten: Jetzt ist Essenszeit. Wie damals auf dem Schiff! Und zum Feierabend wurde auch wieder geläutet. Und es wurde geläutet wenn Gefahr drohte. Wenn zum Beispiel ein Haus anfing zu brennen, wurde sofort die Glocke geläutet. Das hörten auch die anderen Dorfbewohner, eilten herbei und halfen löschen. So konnte sich nie wieder ein Feuer über viele andere Häuser ausbreiten.

Alle 7 Tage hatten alle Leute einen Tag frei. An dem Tag schliefen sie natürlich länger. Aber auch an dem Tag wurde - nur später - die Glocke geläutet. Es war der Versammlungs- und Feiertag. Vormittag versammelten sich die Bewohner und berieten, was denn als Nächstes zu tun sei. Welchem Bauern zum Beispiel noch geholfen werden müsse die Ernte rein zu holen.
An solchen Terminen wurden auch die Bewohner ausgeschimpft, die ihre Kinder schlugen. Und diese Bewohner mussten gleich eine Dorfrunde Bier ausgeben. Das wurde manchmal teuer und sie schlugen Ihre Kinder lieber nicht mehr. Nachmittags wurde immer gefeiert.

Nach vielen Jahren kamen Männer in Kutten. Sie bauten ein großes Haus mit einem Turm, der viel höher war als der hölzerne Glockenturm der Dorfbewohner. Sie überredeten die Dorfbewohner die Glocke in ihren viel höheren Turm zu hängen und ihre Versammlungen nächstens in der "Kirche", so nannten sie ihr Haus, abzuhalten. Die Dorfbewohner wurden nicht argwöhnisch und freuten sich über das Angebot. Mit der Zeit mischten sich die Männer in den Kutten aber immer mehr in die Versammlungen ein. Und irgendwann bestimmten sie, wann und warum sich alle versammeln oder feiern sollten.

Das blieb viele, viele Jahre so. Und vielerorts ist es noch heute so. In fast jedem Dorf steht noch immer eine Kirche mit Glocken. Manche wollen den Leuten noch die Tageszeit weisen. Aber das ist Quatsch, denn heutzutage hat schon jedes Kind eine moderne Armbanduhr. Auch wollen die Glocken noch zu Versammlungen, die man heute „Gottesdienst“ nennt, rufen. Das ist genau so Quatsch, da geht kaum noch jemand hin, denn die Leute erfahren die Neuigkeiten aus der Zeitung und versammeln sich immer wenn sie das wollen im Internet um sich auszutauschen. Man könnte die Glocken also wieder abhängen. Keiner braucht sie mehr.

Leider haben die Menschen längst vergessen, wie die Glocken in die Kirchen kamen. Nur unser Monster nicht. Das weiß natürlich genau bescheid.
Es sitzt am Biervulkan und kichert, immer wenn Glocken läuten, in sich hinein. Denn schließlich weiß es ganz genau, dass es Schiffsglocken sind, die das versoffene Dreckspack zum Essen rufen...

16.04.2015

Das Wort zum Freitag - Ihr habt die Wahl, macht was draus



O.K. in erster Linie richtet sich das an die Vereinsmitglieder. Aber interessant ist es vielleicht für alle. Wir haben lange nach einer Möglichkeit gesucht, die besser in Entscheidungen einzubinden. Von Bayern, wo wir die meisten Mitglieder haben, ist es ziemlich weit um zur Jahresversammlung nach Berlin zu kommen.

Gefunden haben wir den Ausweg in einer Satzungsänderung. Wir dürfen nun virtuell wählen, also über das Netz. Damit man aber auch gemeinsam die Punkte diskutieren kann, brauchte es eine Möglichkeit dafür.
Einst hatten wir im Venganzaforum einen eigenen Bereich für interne Fragen. Nachdem das nach einem Hackerangriff aber schon ewig nicht mehr erreichbar ist, brauchten wir ein neues.

Dort haben wir jetzt 14 Tage diskutiert, nun läuft weitere 14 Tage die Wahl. Entschieden wird über den Vorstand, die Revisionskommission, Satzung und Beitragsordnung. Die Praxis hat gezeigt, dass die beiden letzteren noch angepasst werden müssen, Vorstand und RK waren standardmäßig an der Reihe.

Aber, und nun wird es für alle interessant, damit dort nicht nur Vereinsmitglieder diskutieren und sich austauschen können, haben wir da zwei Bereiche angelegt. Das "Kloster" ist nur sichtbar für Vereinsmitglieder, die dort nach Beitritt automatisch freigeschaltet werden.  "Allgemeines" ist offen für alle. Einfach anmelden und los geht´s.

Arrrgh, da ist es.

Es ist noch neu und nicht so sehr viel zu sehen. Mit eurer Beteiligung könnte es wachsen. Macht was draus. :)

09.04.2015

Das Wort zum Freitag - Änderungen



Nein, Piraten, es geht nicht um die Satzung unserer Kirche, die wir auch gerade diskutieren. Es geht um Bewegung in der Gesellschaft, um Bewegung,  in der auch wir ein Teil sind und die, nach und nach, aber spürbar, Änderung bringt.

Gerade gab es überall Aktionen gegen die religiös begründeten stillen Feiertage, auch bei uns. 

Drei Jahre ist es her, als GERDIA startete, sich gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz wandte und eine öffentliche Diskussion begann. Es muss nicht sein, aber eine Wahrscheinlichkeit hat es schon, wenn jetzt in der Stadtverordnetenversammlung von Nord bis Süd darüber nachgedacht wird, ob kirchliche Einrichtungen, die nicht bereit sind arbeitsrechtliche Standards zu erfüllen, noch bezuschusst werden.

Der Großen Knall von Münster hatte andere Ursachen. Aber auch hier haben viele mitgewirkt, wenn es nun dazu gekommen ist, dass sich erstmals in der Geschichte eine Stadt dem Automatismus, Katholikentage mit enormen öffentlichen Barmitteln zu unterstützen, verweigert. Besonders das 11. Gebot dürfte Eindruck hinterlassen haben.

Die Katholiken reagieren, wie erwartet. Man verdreht Tatsachen und lamentiert, dass viel zu kurz gedacht werde: "Wenn ich immer wieder höre, dass der Katholikentag nicht finanziert werden soll, weil er ein "internes Glaubensfest" sei, dann frage ich mich, ob die Menschen unsere Argumente eigentlich hören. Auch Katholiken sind Staatsbürger."

Maximillian Steinhaus, einer der Aktivisten des 11. Gebotes, hat eine passende und emotionale Erwiderung geschrieben:
◆ Niemand hat Katholiken das Staatsbürgertum abgesprochen – wohingegen es regelmäßig die Kirche ist, die den Menschen ihre Rechte abspricht, z.B. frei über ihr Lebensende oder eine Abtreibung bestimmen zu können oder z.B. ungeachtet ihrer Weltanschauung gleich behandelt zu werden bei Bewerbungen für Posten in Betrieben, die zu min. 88 (meistens sogar 95) Prozent vom Staat finanziert werden.
Weiter geht's:
"Und der Katholikentag ist eine Basisbewegung der engagierten, ehrenamtlichen Laien. Sie engagieren sich in Verbänden und Räten. Sie tun das basisorientiert, für unsere Demokratie und für unser Gemeinwohl."
◆ Das ist ja auch wunderbar, wenn sie das tun – aber weshalb berechtigt sie das zu einer solchen Millionenforderung? Erhebt die AWO, der Arbeiter-Samariter-Bund, Greenpeace, der BUND oder sonst irgend eine gemeinnützige Organisation solche Ansprüche?
"Wenn eine Stadt aber "Kongressstadt" sein will, muss sie sich auch entsprechend verhalten." 
◆ Dann soll das ZdK bitte einen einzigen Veranstalter benennen, der das Kongresszentrum KOSTENLOS erhält! Diese Beschimpfung ist der Gipfel der Dreistigkeit!




Das ZdK pocht stets auf die "gesamtgesellschaftliche Bedeutung" von Katholikentagen: "[Die katholischen Laien] fragen nach Lösungen für das Flüchtlingsproblem und für andere soziale Fragen in unserem Staat. Sie beschäftigen sich mit Zukunftsfragen wie der Demografie und dem Klimawandel und setzen sich für den Frieden in der Welt ein. Wer ein Katholikentagsprogramm in die Hand nimmt, sieht das doch." (Quelle:http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/kirche_2/150327_interview_katholikentag_vesper.php
) 
◆ Nun dann nehmen wir einmal das Programm in die Hand: In der vom Münsteraner Oberbürgermeister Markus Lewe dem Stadtrat vorgelegten Beschlussvorlage (die zum Glück abgelehnt wurde) sind bereits die Themenbereiche des Katholikentags aufgeschlüsselt. Der Punkt "globale Verantwortung" ist der EINZIGE, der wirklich für alle Konfessionen interessant sein könnte – leider ist dies nur ein Punkt von 10! Es ist damit eine schlichte TÄUSCHUNG, wenn Themen wie Flüchtlinge und Klimawandel stets so betont werden, während von den übrigen 9 Themen mindestens 6 REIN INNERKIRCHLICH sind. Und auch die übrigen Themen (Familie und Generationen, Frauen und Männer, Jugend) werden aufgrund der Natur der Sache stets aus katholischer Sicht heraus geführt. Genau deshalb sind auch nur 1,4 % der Teilnehmer keine Christen – WEIL SIE AUFGRUND DER AUSRICHTUNG DER VERANSTALTUNG KEIN INTERESSE DARAN HABEN!!!



Vielleicht sollten auch die Berliner Lokalpolitiker das mal zur Kenntnis nehmen. Wir können ihnen ja beim Nachdenken helfen.

06.04.2015

Das Lied zum Passtahfest


Heute habe ich noch was ganz Besonderes für euch. Mit dem Passtahfest fängt nicht nur das Pastafarijahr an, sondern auch "Wir singen dem Monster ein Lied", die CD mit Liedern zu unseren Festen.

 

Ein echt schnuckliger Titel, oder?

Wer mehr davon möchte, findet das hier. Alles auf der Scheibe ist gemafrei, ihr dürft es also auch öffentlich spielen. Das nächste Fest kommt bestimmt.

04.04.2015

Monsters Passtahfest




Wieder steht das Passtahfest vor der Tür. Vorfreudig findet sich das FSM schon mal zu Trainingszwecken am Biervulkan ein. Diesmal verspürt unser Monster keinen Appetit auf Bier und freut sich noch im Nachhinein, dass Es den Biervulkan so gemacht hat, dass nicht nur Bier aus ihm sprudelt, sondern eine neutrale Flüssigkeit, die sich mit dem Betreten des Mundes in das verwandelt, was man gerade zu trinken wünscht.





Es wünschte sich heute Absinth. Ihr ahnt sicher schon, dass es zu viel davon trank und so in einen tiefen Schlummer fiel. Erst am Garfreitag erwachte Es mit schwerem Kopf, hatte den ganzen Blaudonnerstag verschlafen und verpasst, wie immer mehr Pastafari weltweit ums Feuer saßen und Gräten nach altem Brauch hinein warfen.

Nun wollte Es zumindest sehen, wie das von Ihm bevorzugte Piratenvolk das Passtahfest beging. Es hatte ja schon mitbekommen, dass eine flotte Tanzveranstaltung von einigen Pastafari in Berlin geplant wurde und selbst Ungläubige den Garfreitag würdigen, indem sie heitere Kinoaufführungen organisieren.

Noch im Bett liegend blinzelte Es verkatert auf die Erde hinab. Kurz darauf durchfuhr ein heftiger Schreck unser FSM, denn Es sah, dass die Köpfe vieler Pastafari in Nudelsieben steckten. Sein Puls begann zu rasen, Es rieb sich die Augen und wilde Theorien durchkreisten Seinen schweren Kopf.

„Seit wann gibt es denn so viele Kannibalen, die Piratenköpfe in Nudelsieben abtropfen lassen, um sie dann ins Feuer zu werfen?“ überlegte Es und konnte nicht glauben, was es da sah. Vom Schrecken erfasst setzte Es sich langsam auf, um erneut auf die Erde herab zu blicken. Es stutzte kurz und prustete dann los. So Kopf über aus dem Bett geschielt, glaubte Es, dass die Köpfe der Piraten in den Sieben steckten. Nun erkannte Es, dass sie die Siebe auf Ihren Köpfen trugen.

Erneut begann Es zu grübeln, nahm sich das Evangelium aus dem Regal und suchte nach der Stelle, in der das Nudelsieb abgehandelt wurde, denn es konnte sich heute nicht so recht erinnern. Da Es diese Stelle nicht fand, begann es an Seinem Propheten zu zweifeln. „Hat er Meinen Willen nicht eindeutig formuliert? Aber nein, da steht eindeutig und unmissverständlich, dass Pastafari im Piratenornat gekleidet sein sollen, besonders an Feiertagen. Sogar eine Abbildung ist beigefügt, so dass selbst Pastafari, die nicht gern lesen, erkennen müssten, worauf es Mir ankommt.“ Das Monster wurde jetzt so traurig, dass Es erst einmal eine Ladung Schnee auf die Erde schickte. „Muss ich denn alles selber machen, um die Erderwärmung zu stoppen?“ fragte Es sich bekümmert. Dann erinnerte Es sich an an Seine 8 Bitten. Stand nicht im V. Am Liebsten Wäre Mir „...Esst etwas und dann ...?!“

Es schnitt sich ein dickes Stück Brot ab und schmierte sich Currysoße drauf. Mit einem großen Bissen verschlang Es alles und beruhigte sich schnell wieder. Es rief sich ins Gedächtnis, dass Piraten letztlich auch nur Menschen sind und überlegte kurz, ob Es mit seinen 8 Bitten zu nachsichtig war. Schließlich haben andere Menschen sogar Gebote und überschreiten diese ständig. Wie lasch kann man da erst mit Bitten umgehen.



„Ach ja“ dachte es unter herzhaftem Gähnen, „Jede Kirche hat eben ihre Ecken und Kant...“, sank auf Sein Bett und war mitten in Seinen Gedankengängen ganz fest eingeschlafen.

Jedenfalls könnte ich es mir so vorstellen.
Eure Elli S.

02.04.2015

Das Wort zum Freitag - Blaudonnerstag, Piraten und Haustiere



Ihr alle wisst, dass ein Pirat gern einen Papagei auf seiner Schulter spazieren trägt oder ein kleines Äffchen an Bord bei sich führt. Aber wir Pastafari haben noch ein anderes Haustier, das uns sehr wichtig ist. Ihr kennt es alle. Der eine oder andere hat es ebenfalls zu Hause in einem Glas oder Aquarium. Ihr ahnt jetzt, welches Tier ich meine? Na klar, einen Fisch.


Ja, jetzt zweifelt ihr wieder, wie das Monster es uns alle lehrte. Ihr fragt euch, was ein Pirat auf hoher See mit einem Fisch im Glas anfangen soll, wo doch um den Bug genügend Fische kreisen. Tja, meine lieben Freibeuter und Freibeuterinnen, diesen Fisch des Piraten, kurz Piratenfisch, nimmt der Pirat natürlich nicht mit auf große Kaperfahrt. Dieser Piratenfisch, den manche auch Jollyfish nennen, weil seine Verwandtschaft mit dem Jolly Roger offensichtlich ist, lebt dort, wo unser Pirat sein Heim auf festem Boden hat. Der Piratenfisch lindert die Sehnsucht nach den Abenteuern auf den Meeren und ist ihm so lange ein treuer Freund, wie unser Freibeuter bei seiner Familie ist. Der Familie wiederum spendet der Fisch Trost, wenn der Pirat auf hoher See ist. Der Piratenfisch ist folglich das wichtigste Haustier für uns Pastafari. Deshalb gibt ihm auch kein Pastafari Namen, wie Hein, Kalle oder sonst wie. Das würde seine Bedeutung zu sehr schmälern. Einen Piratenfisch hat man Piratenfisch zu nennen. Wer es ganz genau braucht, darf die Fische durchnummerieren, aber das macht kaum jemand. Wie wir den Piratenfisch ehren, ist euch allen ja bereits bekannt. Wir bewahren sein Skelett aus Gräten auf, wenn er seine Reise zum Biervulkan antritt. Als letzte Ehre bekommt er die Augenklappe angelegt, damit jeder erkennt, welche Bedeutung er zu Lebzeiten hatte, wie wichtig seine Existenz für uns war. Alle können sehen, dass dieser Fisch nicht irgend ein Fisch war, sondern ein Piratenfisch.

Am Blaudonnerstag, dem Beginn unseres Passtahfestes ehren wir den Piratenfisch alljährlich, indem wir an diesem Tage nur Nahrung zu uns nehmen, die uns das blaue Meer schenkt, vorzugsweise Fisch. Nach dem Verzehr wird nach alter Tradition eine Fischgräte ins Feuer geworfen. Die soll uns vor Krankheiten schützen. Der aufsteigenden Rauch der verbrennenden Gräte soll gleichzeitig ein Gruß an die Piratenfische sein, die bereits am Biervulkan auf uns warten.
Sollten Pastafari aus irgend einem Grunde keinen Fisch essen, müssen die wenigstens das Blaue Meer würdigen, indem sie zumindest entsprechende Getränke einnehmen, also solche, die blau sind oder blau machen.

Allen Pastafari wünsche ich einen fröhlichen Start ins Passtahfest und viel Gesundheit für euch, eure Familien, Freunde und Haustiere.

RAmen