14.01.2016

Das Wort zum Freitag - Pastafarianisches Neujahrsfest



Ihr wisst es alle, unser Prophet Bobby Henderson hat in Seinem Namen unser Evangelium geschrieben. Es hat uns und alle Pastafari weltweit auf den Weg gebracht. Da das Evangelium allerdings den Leitbüchern anderer Glaubensrichtungen an Ausführlichkeit nicht das Wasser reichen kann, waren wir gefordert, unseren Glauben mit all seinen Ritualen selbst zu gestalten und zwar so, wie es uns am besten gefällt. Wenn ich so darüber nachdenke, war das von unserem geliebten Spaghettimonster sicher so beabsichtigt. Schließlich ist nichts schlimmer, als sich alles vorkauen zu lassen. Da verlernt man schnell das Denken und wo das hinführt sieht man ja in anderen Religionen.

Inzwischen gibt es weltweit Pastafarigruppen. Zu vielen haben wir guten Kontakt. Einige von ihnen haben viel dazu beigetragen, um auf uns Pastafari aufmerksam zu machen und unseren Platz in der Welt zu behaupten.

Erst jüngst erkämpften die Neuseeländer Pastafari die Anerkennung der pastafarianischen Hochzeit. Aus Österreich kam das Nudelsieb, hüstl ;) und wir weihten die erste pastafarianische Kirche. So konnten wir Nudelmessenhinweisschilder errichten. Der Kampf um das Tragen piratiger Kopfbedeckung auf dem Personalausweis läuft. Die italienischen Pastafari brachten „die große Erektion“ auf einen Berg. Was nicht besonders herausragend anmutet, aber in meinen Augen um so mehr Hochachtung verdient, das sind die Pastafarigruppen in der Türkei oder Syrien. So wie wir in Europa können sie nicht ihren Glauben leben. Sie tun es anders, aber sie tun es. Davor ziehe ich den Piratenhut.

Das neuste Ereignis kommt aus Italien. Seit dem 10. Januar 2016 gibt es den pastafarianischen Neujahrstag. Es ist der Geburtstag des I. pastafarianischen Papstes, Al Zarkawi. Ihr wisst ja, dass die Italiener ähnlich der katholischen Kirche Bischöfe und demzufolge auch einen Papst haben. Al Zarkawi war nicht lange Papst. Er konnte es nicht abwarten, Biervulkan und Stripperfabrik in Augenschein zu nehmen. Nun gibt er da oben auf uns acht, besonders wenn das Monster mal wieder versumpft ist.

Als im letzten Jahr die englische Königin unser Land besuchte, war ich überrascht, dass dieser Besuch für viele Menschen so wichtig war. Auch beim Besuch des damaligen Papstes war es ähnlich, wenn auch nicht ganz so freiwillig, denn um z.B. das Stadion in Berlin voll zu bekommen, wurden Busse mit polnischen Gläubigen herangekarrt. Schwamm drüber!

So ein bisschen Glanz und Gloria mögen wir schon, zumindest mal so zum Ansehen und Jubeln.
Warum sollten wir da nicht mit unseren Brüdern und Schwestern das pastafarianische Neujahr ebenfalls am 10.01. begehen? Immerhin ist unsere Kirche nach Papst Al Zarkawi I. benannt und wir haben die Pastachse Berlin - Rom.

Was meint ihr, liebe Freubeuter?

Auf eure Meinungen freut sich



Eure Elli Spirelli

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen