06.10.2016

Das Wort zum Freitag - Ein Gespenst geht um in Europa....



....das Gespenst der Pastafarianophobie.

Wir haben es gestern gehört, Deutschland ist ein Kirchenstaat. Nirgendwo weltweit werden Kirchen so viel Privilegien eingeräumt, wie hier. Religionen stehen also in hohem Ansehen bei unseren Politikern.

Nur wir, die einzig wissenschaftliche Religion, werden übel verfolgt. Gnadenlos bekämpfen die Amtskirchen mit Hilfe willfähriger Politiker unsere kleine Gemeinschaft.

Erste kleine Erfolge, z.B. Mein Passfoto mit piratiger Kopfbedeckung auf der Fahrerlaubnis, werden durch ihr Wirken kein dauerhafter Erfolg. Immer wieder werden solche Anträge abgelehnt.

Besonders drastisch ist das Beispiel einer Seilschaft aus Kirche und Politik bei unseren Nudelmessehinweisschildern. Längst genehmigt hat die das Rad der Geschichte versucht zurück zu drehen und sie wieder abnehmen zu lassen.

Wie anders wäre das zu erklären, als mit einer tief um sich greifenden Pastafarianophobie, die schon an Rassismus grenzt.


Wehren wir uns. Lassen wir uns nicht länger wie hilfloses Vieh zur Schlachtbank führen. Zeigen wir unseren Unterdrückern, wo die Nudel hängt. Stehen wir ein für die Gleichbehandlung von Religionen.
Kämpfen wir für die gleichen Privilegien, wie andere sie haben.


Na gut, auf
Genehmigung des Schächtens nach § 4a II TierSchG können wir gern verzichten. Ebenso auf Tanzverbot an stillen Feiertagen. 

Andere sind hingegen auch 
für uns unverzichtbar
Ganz wichtig ist die Insolvenzunfähigkeit. Die gibt, verbunden mit demVollstreckungsschutz, ein unschätzbares Gefühl der Sicherheit, falls doch mal eine Kaperfahrt mehr kostet als einbringt. Vor allem, wenn dann auch noch Staatsleistungen in hohem Maße an uns fließen. 

Erhöhen können wir dieses Gefühl noch durch Wahrnehmung des
Parochialrechts. Damit würden alle, die sich zum Pastafaritum bekennen, zwangsweise Mitglied unserer Kirche werden. Wenn wir dann noch dasBesteuerungsrecht dazu nehmen und der Staat im Rahmen der Gleichbehandlung die gleich für uns mit einzieht, gehen wir finanziell goldenen Zeiten entgegen. 

Aber auch rechtzeitige Nachwuchsarbeit ist wichtig, also ein klares Bekenntnis zum pastafarianischen 
Religionsunterricht. In die gleiche Rubrik fällt das Recht, Rundfunkräte in die Medienanstalten zu senden. Auch das Recht, eben solche Beiräte in den Ethikrat des Bundestages zu senden, in Jugendhilfeausschüsse und andere. 

Die 
Dienstherrenfähigkeit, verbunden mit kirchlichem Sonderarbeitsrecht wäre auch nicht zu unterschätzen.

Es ist zwar fast ausgeschlossen, dass jemand von uns friedfertigen Pastafari zur Armee geht, aber sollen wir deshalb auf pastafarianische
Militärseelsorge verzichten?

Ihr seht, wir haben noch viel Arbeit vor uns.


Oder wäre es vielleicht doch besser, die Gleichbehandlung zu erreichen, indem alle diese Privilegien komplett aufgehoben werden? Ist es überhaupt möglich, all das allen Religions- und Weltanschauungen in gleichem Teil zukommen zu lassen? Ist nicht wirkliche Gleichberechtigung nur möglich, in dem niemand Privilegien bekommt?

Ich denke, ja. Deshalb fordern wir Gleichbehandlung nicht auf dem Niveau der Großkirchen, sondern auf unserem.
Nehmt den Kirchen den Status der Körperschaft des öffentlichen Recht und macht sie zu eingetragenen Vereinen mit den gleichen Rechten und Pfichten, wie wir sie haben.
Nehmt den Kirchen alle Sonderrechte und beendet dir Rolle der Religion in der Politik. Nur so werden wir ein starkes und gesundes Land.


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