30.03.2016

Nudelmessenhinweisschilder vor Gericht



Unter dem Zeichen 11 O 327/15 wird am 06.04.2016 um 10:00 Uhr im Saal 404 des LG Frankfurt/Oder in dem Rechtsstreit

Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V. ./. Land Brandenburg

verhandelt.

Es handelt sich um einen Haupttermin zur Güteverhandlung und zur ggf. unmittelbar anschließenden mündlichen Verhandlung.


Zur Erinnerung:

Im Dezember wurde in einem Gespräch mit dem Direktor des Landesbetriebes Straßenwesen (LS), dem Bürgermeister Templins und mir festgelegt, unser Verein bekommt als Weltanschauungsgemeinschaft gleichberechtigt zu Religonsgemeinschaften das Recht, an eigenen Masten nach den Bestimmungen für Gottesdiensthinweisschilder auf seine Nudelmessen aufmerksam zu machen. Damit wurde eine mehrwöchige Auseinandersetzung beendet.

Unabhängig davon verkündete die damalige Kulturministerin Brandenburgs, Sabine Kunst, Schwester der Bischöfin und Synodalen Kirsten Fehrs, gegenüber der katholischen Nachrichtenagentur KNA, die Kirche des FSM sei keine Religionsgemeinschaft und dürfe deshalb keine Hinweisschilder aufhängen.

Für den Sachverhalt war das unerheblich, da wir uns als Weltanschauungsgemeinschaft verstehen und die Genehmigung auch als solche erhalten hatten. Trotzdem kam die angekündigte schriftliche Ausfertigung der Vereinbarung nicht. Unser Anwalt beantragte Akteneinsicht und stellte fest, dass der LS bis zuletzt seine Genehmigung gegenüber dem Kultusministerium verteidigt hat. Obwohl das in keiner Weise zuständig war, der Landesbetrieb gehört zum Verkehrsministerium, hat es sich scheinbar durchgesetzt. Auf Nachfrage eines Journalisten bei der Pressestelle des LS, warum wir denn die Genehmigung nicht bekommen, bekam dieser die Antwort: Auf Weisung eines Ministeriums. 

Wir sind weiterhin von der Berechtigung unseres Anspruchs überzeugt und bereit, zu seiner Durchsetzung alle rechtlichen Mittel in Anspruch zu nehmen.

Rüdiger Weida
Vors. KdFSMD e.V.


http://fsm-uckermark.blogspot.de/2014/11/das-wort-zum-freitag.html

http://fsm-uckermark.blogspot.de/2015/07/treten-sie-zuruck-frau-kunst.htm

27.03.2016

Passtahläuten




Wenn nach Blaudonnerstag und Garfreitag der Kopf wieder frei und der Magen wieder leer ist, gehen Pastafari neue, große Aufgaben an. 

Damit alle Welt von ihrer Kraft und Wiederauferstehung nach langem Gelage erfährt und diese preisen kann, wird die Passtahglocke geläutet. 

Steht auch ihr wieder auf, denn sehet, auch euer Kater ist verflogen.

25.03.2016

Das Wort zum Garfreitag - Gotthart und Hein




Gotthart und Hein besuchten gemeinsam die dritte Klasse. Aber daran dachten sie gerade nicht, als sie fast rennend den Schulhof verließen. Es war ein besonders warmer und sonniger Tag im Frühling und obendrein hielt das Leben eine Woche Ferien für sie bereit. Jonathan ging in die Osterferien, Hein in die Passtahzeit, denn Gotthart war Christ und Hein Pastafari und beide waren Freunde. Die Eltern von Hein hatten viel zu tun in der Passtahzeit. In der Küche wurde auf Hochtouren gekocht, gebraten, gebacken. Heins Vater hingegen sammelte und hackte Brennholz, besserte die Gartenbänke und Tische aus und gab ihnen einen neuen Anstricht. Alles sollte vorbereitet sein, wenn die Piraten am Blaudonnerstag erschienen, um gemeinsam mit ihnen das Passtahfest zu begrüßen.

Hein freute sich riesig auf die Feiertage, denn er konnte sich noch ganz genau erinnern, wie lustig es im vergangenen Jahr war. Die Piraten brachten ihre Kinder mit und eine große Kinderschar tobte rund um das Blaudonnerstagsfeuer herum, bis sie irgendwann müde neben dem Feuer einschliefen. Ähnlich fröhlich verlief der Garfreitag.

Aufgeregt erzählte er seinem Freund, wie sehr er sich auf das Passahfest freute. Auch Gotthart freute sich auf das Osterfest. Allerdings ging es da nicht ganz so ausgelassen zu. Er musste jeden Tag in die Kirche gehen, wurde dazu herausgeputzt und fand das schrecklich. Die Krönung war der Freitag. An diesem Tage waren verschiedenen Speisen für ihn gestrichen. Das ging ja noch, auch wenn die Eltern sehr streng wurden, wenn man sich nicht daran hielt. Am schlimmsten war aber, dass er auf gar keinen Fall herum toben durfte. Auch die Einladung seines Freundes, zum Lagerfeuer zu kommen, durfte er nicht annehmen. Das betrübte ihn sehr, denn logisch war das für ihn nicht. 

Schließlich lernte er von seinen Eltern, dass  ein Jesus die Schuld der Menschen übernommen habe und sogar dafür gestorben ist, um alle Christen von ihrem Leid zu befreien. Irgendwie sprach auch der Pfarrer in der Kirche über dieses Thema. Ihm wurde dann aber meist schnell langweilig und er hörte nur mit halbem Ohr hin. Nun fragte er sich, von welchem Leid ihn denn der Jesus befreien wollte. Damals gab es ihn ja noch nicht. Er fühlte sich nicht leidend und hatte auch nichts böses getan. Hätte er aber, würde er sich eher freuen, dass jemand ihm so aus der Patsche hilft. Und wo war der Jesus jetzt, als er Unterstützung brauchte, um seine Eltern umzustimmen? Zu gern würde er mit Hein feiern.

Statt den Freitag trauernd in Gedanken an Jesus zu verbringen, verbrachte Gotthart ihn trauernd in  Gedanken an Hein. Wäre im nicht so langweilig, kochte wohl sogar etwas Wut in ihm hoch. Er verstand das alles nicht und wollte lieber Pastafari sein. Dort machen Feiertage ihrem Namen alle Ehre. Es wird so richtig gefeiert. Aber das kannte er leider nur aus Erzählungen seines Freundes Hein. So oft Hein ihn einlud, so oft musste er absagen. Nur eins tröstete ihn. Noch 6 Jahre, dann würde er seinen 14 Geburtstag feiern und Pastafari werden.

Bierelujah

20.03.2016

Winterausklang mit Nudelmesse



Einen Tag vor dem Frühlingsanfang, an dem es den naturverbundenen Pastafari förmlich aus den muffigen Zimmern treibt, wollten wir uns noch einmal gemeinsam in geschlossenen Räumen krachen lassen und fanden uns zahlreich zur Nudelmesse im Knofel, unserem Hauptquartier, ein.
Damit ist fast alles gesagt, nur noch soviel als Ergänzung, wir waren diesmal ein fast internationaler Haufen von Piraten (einer kam aus einem Ort, nahe der polnischen Grenze). Es saßen Berliner, Potsdamer, Uckermärker, Piraten aus dem Ruhrgebiet, aus Karlsruhe und Mecklenburg-Vorpommern um den Tisch, dazu ein Journalist, der einen Beitrag über uns für den NDR vorbereitete. Das erleichtert mir die Berichterstattung ungemein. Sobald er gesendet wird, es wird irgendwann in DAS!  sein, werden wir es euch wissen lassen und sinken erst einmal entspannt in unsere gemütlichen Kojen, um den langen schönen Abend träumend noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Ich war die ganze Zeit so beschäftigt, dass ich ganz vergessen habe, noch mehr als das eine Foto ganz am Anfang zu machen.

Eure Elli

17.03.2016

Das Wort zum Freitag - Das Monster und die Wissenschaft





Der Siegeszug des Pastafaritums ist unaufhaltsam. Kein Wunder, wenn er nun auch an Universtitäten Thema wird. Ich habe mich jedenfalls nicht gewundert, als ich Post aus Finnland bekam: 
My name is Hanna, I am a MA student in University of Turku, Finland. I major in Study of Religion and Sociology, and I am currently writing my thesis on the Church of the Flying Spaghetti Monster. I am writing to you because I am in need of information. I wonder if you could help me?

Klar konnte ich da helfen und habe so auch gleich das Wort zum Freitag für heute. :)

Die Fragen kamen in englisch, antworten durfte ich aber in deutsch. Monster sei Dank.
Church of the Flying Spaghetti Monster in Europe

Germany

First, if you'd be so kind as to provive a bit of background information:
Name: Rüdiger Weida aka Bruder Spaghettus
Age: 65
Position: Vorsitzender der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V.
In unserer Kirche gibt es nur auf Vereinsebene eine Hirarchie (Vorsitzender, Stellvertreter, Schatzmeister) Sonst sind wir alle nur Brüder und Schwestern. 

Optional: When did you first come to know about Pastafarianism? When did you become involved with the movement? Would you say you identify as Pastafarian?

Ich habe im Herbst 2005 einen Artikel im Magazin “Spiegel” gelesen, war sofort erfasst und habe die Gemeinde Uckermark (Landkreis) gegründet.  Später wurde aus der gemeinsam mit den Gemeinden Barnim und Berlin im September 2006 der “Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Berlin-Brandenburg e.V.  Seit 2011 sind wir anerkannte gemeinnützige Körperschaft. 

2012 haben wir uns deutschlandweit geöffnet und sind seither die “Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V.”

Auf der Fahrerlaubnis bin ich schon lange mit Piratenkappe, gerade führt der Verein einen Prozess, um das auch in Ausweisen zu dürfen.  Die trage ich immer in der Öffentlichkeit und identifiziere mich als Pastafari. 
Einen weiteren Prozess führen wir, um gleichberechtigt mit den Kirchen am Stadtrand von Templin für unsere Nudelmesse ankündigen zu dürfen. Die führen wir jeden Freitag 10 Uhr in der ersten pastafarianischen Kirche weltweit in Templin durch. 

Wir haben seit 2013 bereits fünf Paare getraut. Die Hochzeiten fanden jedesmal im Piratenoutfit, zweimal sogar auf fahrenden Schiffen statt. Videos davon und von anderen Aktionen gibt es auf https://www.youtube.com/user/BruderSpaghettus

Einmal im Jahr machen wir ein größeres Treffen, mehrmals im Jahr kleine. Allerdings sind wir nur etwas über 200 Mitglieder, weshalb die längst nicht so groß sind wie z.B. In Italien. 
Mit den Italienern verbindet uns eine besondere Freundschaft. Wir besuchen uns gegenseitig und lernen voneinander. 

Please answer the following questions freely, there are no limits on length of your response. Don’t worry about going off topic, more information is better than less. At the end you can also add your comments, ideas or other thoughts! If any of the questions is not relevant to you or you do not want to reply for any other reason, you can skip those questions. You may answer in English or German.
Section I – General information
1. Could you provide a short description or a timeline 
Das habe ich schon oben mit beantwortet. Ergänzen möchte ich noch, dass wir seit 2008 Mitglied der Giordano Bruno Stiftung sind. Das ist eine der wichtigsten atheistisch – humanistischen Organisationen in Deutschland. Wir arbeiten aber auch eng mit anderen, ja, mit der ganzen säkularen Szene in Deutschland zusammen. 

Wir verstehen uns nicht als Kirche, also religiös, sondern als Weltanschauungsgemeinschaft. Wir wollen für, nicht gegen etwas sein und sehen uns ganz und gar nicht nur als Religionsparodie, sondern als eine Gemeinschaft mit einem echten Angebot: Den “8 am liebsten wäre mirs” und dem evolutionären Humanismus, wie ihn die Giordano Bruno Stiftung vertritt. 
Aber natürlich macht es uns auch riesigen Spaß, religiöse Sitten und Bräuche satirisch aufzubereiten. :)

2.  How many people would you say are actively involved in the CFSM in Germany? 
Als eingetragener Verein haben wir eine eigene Rechtspersönlichkeit und klare Mitgliedschaft. Gegenwärtig sind das etwas über 200. Aber es gibt natürlich viel mehr Pastafari in Deutschland und wir haben eine große Unterstützerszene. Unsere Facebookseite hat bald 8000 Anhänger und in unserer Facebookgruppe sind über 2000. Das hilft sehr, wenn wir z.B. Geld für unsere Rechtsstreitigkeiten sammeln. Alleine vom Mitgliedsbeitrag könnten wir das nicht. 

3. What is the structure of the German CFSM community like? 
Bei uns gibt es keine Priester, Bischöfe oder Kardinäle. Es gibt nur den zentralen Verein und örtliche Gemeinden, die sich immer wieder mal neu bilden oder wegfallen. Die meisten regelmäßigen Treffen finden in Berlin statt. Dort reisen oft auch Pastafari aus anderen Bundesländern, bis Bayern, an. Dort, in Bayern, haben wir die meisten Mitglieder je Bundesland. 

Wir machen jedes Jahr eine Nudeltour, fahren also dorthin, wo jemand Nudelmessen haben möchte und halten die. Das ist die zweite Möglichkeit der Kontaktbildung. 

Die dritte sind Veranstaltungen von säkularen Organisationen, zu denen wir regelmäßig eingeladen werden. Das geht von Bayern bis Hamburg, von Dresden bis Berlin. 


4. What do these communities do? You can list all kinds of activities you can think of. Some examples might be:
  • Updating a blog/website/Facebook group
  • Having regular gatherings, events
  • Producing pamphlets and other material
Seit 2005 gibt es den Blog “Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters”. Regelmäßig wird dort donnerstags das “Wort zum  Freitag” (analog dem “Wort zum Sonntag” der Großkirchen) veröffentlicht. http://fsm-uckermark.blogspot.de/
Seit  2011 gibt es auch noch eine Website. Auch dort wird regelmäßig das Wort zum Freitag veröffentlicht, Veranstaltungen angekündigt, Propaganda zum Download oder Flyer und Aufkleber zum kostenlosen Versand angeboten und unsere Pastafari - CD verkauft. 
Das ist eine CD mit eigenen Festags- und Feierliedern für Pastafari, die wir selbst veröffentlicht haben.    
http://pastafari.eu/index.php?kategorie=13&bestellen=true

Weiter haben wir eine Facebookseite 
https://www.facebook.com/Kirche-des-Fliegenden-Spaghettimonsters-188194241683/

und eine Facebookgruppe 
https://www.facebook.com/groups/fsmdeutschland/

Etwa alle 6 – 8 Wochen treffen wir uns zu Nudelmessen in Berlin,  einmal im Jahr im September gibt es ein Treffen irgendwo in Deutschland, wo sich jemand findet, der es organisiert.
Tradition ist die jährliche Aktion auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin, auf dem wir neben Fleischbällchen auch die pastafariansische WeinAchtsGeschichte verteilen. Weinachten kommt nämlich von Wein achten. http://pastafari.eu/Propaganda/weihnachten.pdf

In Templin werden wir in den Ethikunterricht an Schulen eingeladen, was wir dann auch immer wahrnehmen. 

Wir führen Hochzeiten und Taufen durch.
Weitere Aktionen gibt es je nach aktuellem Anlass. 

5. Why do they do what they do? What kind of goals does the CFSM in Germany have?
Wir möchten ein weltanschauliches Angebot für alle die bieten, die Gemeinschaft ohne Unterwerfung unter Götter suchen. Dabei setzen wir auf eigene Werte wie sie aus den 8 Am Liebsten Wäre Mirs abzuleiten sind. Weiter setzen wir auf den evolutionären Humanismus der Giordano Bruno Stiftung, dessen 10 Angebote wir leicht verändert übernommen haben. 
Wir sind für die Gleichberechtigung der Weltanschauungen. Die ist in Deutschland nicht gegeben, da Religionsgemeinschaften besondere Privilegien haben. Wir kämpfen darum, diese zum Teil auch zu bekommen. Dabei ist uns klar, dass es wirkliche Gleichberechtigung nur geben kann, wenn niemand mehr Privilegien hat. Wir kämpfen also um unsere, um sie letztlich abzuschaffen.

6. What has the public response been like in Germany? Have you received any media attention? Has it been positive or negative? Who usually pays attention to you?
Wir sind regelmäßig in den Medien, Presse, Rundfunk und Fernsehen. Das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.  Ursprünglich war das Echo eher ablehnend. Das hat sich seit etwa drei bis vier Jahren langsam geändert, nachdem wohl erkannt wurde, was wir alles machen. Inzwischen ist das Echo fast nur positiv. 

7. Would you say that Danish Pastafarians are also active internationally? Do you have connections to Pastafarians in neighbouring countries for example? Any cooperation?
Bisher habe ich von internationalen Aktivitäten der dänischen Kirche noch nichts gehört. Wahrscheinlich ist sie noch etwas jung. 

Wir haben, auch durch die Mitgliedschaft im Rat der Europäischen Kirchen des FSM lockere Kontakte nach Polen, in die Türkei, nach Frankreich, Belgien und in die Niederlande und ganz ausgezeichnete Kontakte nach Italien. Gemeinsam haben wir die PastAchse Roma – Berlin gegründet. Wir haben unsere Kirche in Templin nach dem verstorbenen italienischen Papst Al Zarkawi benannt. Dazu war eine italienische Delegation hier. Wir waren dann zum Jahrestreffen der Italiener und fahren auch dieses Jahr wieder hin. Es sind persönliche und institutionelle Freundschaften entstanden. 

8. What kind of relations do you have with other religious, non-religious, secular or Atheist groups both in Germany and abroad? Any cooperation, any tensions or arguments? Have you stepped on anyone’s toes?
Mit religiösen Gruppen haben wir keine Kontakte. 
Wir sind als Verein und ich selbst als Person Mitglied einer säkularen Organisation, der Giordano Bruno Stiftung, arbeiten aber auch mit anderen Säkularen wie dem IBKA, dem Bund für Geistesfreiheit, dem Düsseldorfer Aufklärungsdienst und dem Ketzerstammtisch Münster  zusammen und haben schon auf ihren Veranstaltungen Nudelmessen gehalten. 

9. Are there several Pastafarian communities in Germany or only one? Are there any tensions or strife among German Pastafarians, or do you mostly agree on stuff?
Zuerst gab es die “Erste Vereinigte Kirche des FSM in Deutschland”. Die hat eine Website und ein Forum betrieben, das sehr wichtig für die ersten Schritte des Pastafaritums in Deutschland war. 
Das Forum ist inzwischen eingestellt und die Website wird kaum aktualisiert.  Sie ist inzwischen bedeutungslos geworden. Es gibt immer wieder  einmal kleinere  lokale Gruppen,  die aber keine eigenen Rechtspersönlichkeiten sind und kaum wahrgenommen werden. 
Section II – Reflection 


Section II – Reflection 
1. Why do you personally think the CFSM is as popular as it is? What kind of reasons could you see for people to be interested in it and to become involved? You can answer this question both in general and with regards to Germany in particular. You can also tell your own motivations if you’d like.

Das FSM ist populär, weil die verschiedensten Aktionen seiner Anhänger es immer populärer machen.  Dabei zeigt sich, dass das Pastafaritum den Zeitgeist trifft. In der westlichen Welt nehmen die Menschen Religion immer weniger ernst, da kommen wir gerade richtig, um das zu beschleunigen.

Manche Aktionen, wie die Zulassung zur Hochzeit der Neuseeländer, unsere Nudelmessenhinweisschilder in Deutschland und Meldungen über Kopfbedeckungen auf Ausweisen schaffen das sogar international. 

2. Do you think there are differences between the CFSM communities in Europe and, for example, in the United Stated? What about different European nations? Is the German community somehow different from others? Why / why not?

Ja, es gibt klare Unterschiede. Besonders zwischen Europa und den USA. Während hier das Pastafaritum hauptsächlich als Religionskritik verstanden wird, geht es in den USA wohl mehr um den Spaß. Allenfalls werden besondere religiöse Auswüchse kritisiert, aber nie Religion an sich. 

Aber auch in Europa gibt es Unterschiede. Das liegt zu Teil an den jeweiligen Protagonisten, zum Teil an der Gesetzgebung. Aber wir arbeiten im “Rat der pastafarianischen Kirchen Europas” zusammen, informieren uns und tauschen uns aus, auch über Europa hinaus. Die Neuseeländer werden z.B. unsere deutsche Hochzeitszeremonie übernehmen. 

Die deutsche Kirche hat noch besondere Unterschiede, was, z.B. bei der Eintstellung zum Nudelsieb als Kopfbedeckung, auch mit am Alter liegt. Wir lehnen das völlig ab. Wir sollen laut Evangelium Piraten sein, keine Geschirrständer. Anders können wir auch die Erderwärmung nicht stoppen. 

Der wesentlichste Unterschied besteht aber wohl darin, dass wir uns nicht als Religion, sondern als Weltanschauung sehen. Das macht meines Wissens keine andere Kirche weltweit. 

Ein weiterer Unterschied ist, dass wir, ebenfalls als erste weltweit, eine tatsächliche Kirche (als Gebäude) geweiht haben. Inzwischen haben auch die Niederlande eine. 

3. CFSM is often associated with Atheism. Many argue that it is, essentially, an Atheist joke or a variant of Atheism. What are your thoughts on the relationship between CFSM and Atheism? Are they really one and the same?
Als Pastafari sind wir verpflichtet, an allem zu zweifeln, auch an der Existenz unseres geliebten Monsters. Wenn aber ein so klar beschriebener und wissenschaftlich einleuchtender Gott nicht existiert, dann alle anderen erst recht nicht. 

So ist jeder Pastafari automatisch auch Atheist.

4. What should I have asked?

Was, wenn die Leute anfangen, dass FSM ernst zu nehmen und es eine richtige Religion wird?

Die Gefahr ist sehr gering. Alle Kirchen, die sich bisher gezeigt haben, gehen diesen Weg nicht. Da der Ursprung genau bekannt ist, sehe ich auch keine Gefahr, dies könnte sich ändern.

Aber selbst wenn, was wäre schlecht an einer Religion, die den Zweifel als höchstes Gut sieht, auch den Zweifel an seinem Gott, die keine Dogmen anerkennt und die die 8 Am Liebsten Wäre Mirs hat?

10.03.2016

Das Wort zum Freitag - Papst Al Zarkawi I.



In Europa sind alle pastafarianischen Kirchen irgendwie in Kontakt. Das nicht nur über den "Rat der Pastafarianischen Kirchen Europas" sondern oft auch persönlich.

Eine ganz besondere Beziehung gibt es jedoch zwischen Deutschland und Italien. An den Bericht von unserem Besuch des italienischen Treffens in Florenz werdet ihr euch sicher noch erinnern. Es war grandios, und auch in diesem Jahr werden wir mit einer kleinen Delegation zum Treffen nach Solerno fliegen. 
Alles im Zeichen der Pastachse Roma-Berlin. Die gibt es seit Mai 2013.

Papst Al Zarkawi I. hatte mir den Vorschlag gemacht, gemeinsam eine europäische Kirche zu gründen. Die ist es nicht geworden, der Nutzen hätte den Aufwand nicht gerechtfertigt. Aber die Achse Rom - Berlin wollten wir neu beleben. Mit dem Namen? Das fragten wir uns beide. Doch die Lösung fand sich schnell, die Pastachse, die auf italienisch Pastasse heißt, womit das Wortspiel prima übernommen werden konnte.

Sie hat sich toll entwickelt und ich hätte Al Zarkawi gern auch mal persönlich kennen gelernt. Der hat sich aber nur ein paar Monate später mit seinem Piratenschiff auf den Weg zum Biervulkan begeben.
Um ihn zu ehren haben wir unsere Kirche "Papst Al Zarkawi Gedächtniskirche" genannt. Erpi, der Bischof von Brixen, war extra zur Einweihung angereist.

Heute ist wieder ein Tag, Papst Al Zarkawi I. zu ehren. Der 10. März ist sein Geburtstag.

Stoßt mit uns auf ihn an und lasst uns gemeinsam weiter die Freundschaft unserer Kirchen pflegen.

04.03.2016

Das Wort zum Freitag - RAmen




Hört ihr jemanden „Amen“ sagen, müsst ihr das als Zustimmung oder Beifall verstehen.
Amen ist ein hebräisches Wort. Es stammt aus der jüdischen Bibel. Die Christen und auch die Muslime übernahmen es. Wen wundert´s?!

Auch unser RAmen bedeutet Zustimmung. Aber es hat eine andere Grundlage.

Ramen ist, wie jeder gläubige Pastafari weiß, ein ursprünglich aus China stammendes Nudelgericht. Im 19. Jahrhundert übernahmen und verfeinerten es die Japaner und bieten dieses Gericht heute in auf Suppen spezialisierten Restaurants an.

Außerhalb Japans sind Ramen jedoch eher als Instantnudeln bekannt, also eine Art Fastfood. Ramen bekommt man in Restaurants, Steh-Imbissen, mobilen Verkaufsständen oder fertigt sie einfach selbst an. Die Rezepturen sind also der Kochkunst jedes Einzelnen überlassen, zeugen vom Charakter des jeweiligen Kochs und sagen etwas über den Verzehrenden aus. Auf alle Fälle bieten sie jede Menge Abwechslung und wenn der eine oder andere Koch sein Geheimnis nicht preis geben will, wird die Phantasie desjenigen angeregt, der das Rezept zu ergründen versucht.

Was lernen wir daraus? Amen ist was für Klackeure. Ramen steht für Esskultur und regt obendrein unsere Phantasie ganz erheblich an. Wir können die vielfältigen Möglichkeiten des Genusses von Ramen-Suppen auf die vielfältigen Möglichkeiten des Genusses in allen Bereichen des Lebens übertragen. Wir lernen, uns eigene Gedanken zu machen aber auch offen zu sein für Dinge, die uns im Alltag begegnen und neu oder anders für uns sind. Kein Wort passt besser zu uns, als Ramen, außer natürlich unser geliebtes und viel verwendetes „ARRRgh“.

Ich hörte, dass Ramen-Restaurants in Europa als Trendrestaurants angesehen werden. Wundert es euch?! Schließlich sind wir Pastafari in Europa schon ein stattlicher Haufen wilder Piraten und es werden täglich mehr.

Auch wenn gerade nicht Ramendan ist, lasst euch doch morgen mal wieder eine Ramen-Suppe schmecken. Egal, ob ihr ein Ramen-Restaurant aufsucht, eine Tütesuppe bevorzugt oder anlässlich unseres heiligen Freitags selbst zum Küchenchef werdet.