29.12.2017

Das Wort zum Freitag - Zwischen den Jahren



Das nudlige Lichterfest, WeinAchten, die Feiertage, Holidays, wie immer auch Pastafari das wichtigste Fest des Pastafarijahrs nennen, nun ist es vorbei.
Zeit, die Füße hochzulegen, sich es gemütlich zu machen und nicht mehr zu tun, als sich mal die Pfeife am Holzbein auszuklopfen. Denn, so ist es alter Brauch, die meisten Arbeiten sind zwischen den Jahren sowieso nicht erlaubt.


Zwischen den Jahren?


Ein Begriff, den alle kennen, aber unter dem längst nicht alle das Gleiche verstehen. Ein Zustand, mit dem wir uns als einzig wissenschaftliche Religion nicht zufrieden geben können. Was ist damit gemeint?


Die meisten verstehen darunter ganz einfach die Zeit zwischen dem großen Fest und dem Jahresende. Viel zu pragmatisch, um uns, die wir immer nach dem tieferen Grund suchen, als annehmbare Lösung dienen zu können.


Wenn man etwas tiefer im Netz gräbt, stößt man auf denErklärungsversuch der hiesigen Spaßreligion. Demnach haben sich zur Zeit der Kleinstaaterei in Deutschland einfach die unterschiedlichen Sekten der Kreuz-und-Nagel-Fetischisten auf ihrem Flickenteppich nicht einigen können, welcher Kalender anzuwenden ist und wann genau das Jahr nun neu beginnt. Die Zeit dazwischen war dann zwischen den Jahren. Hört sich lustig an und schon fast glaubhaft, denn dass die Falschgläubigen ihre Spaßreligion gar nicht spaßig, sondern viel zu ernst und streitbar nehmen, ist bekannt.


Noch mehr unterstützt wird die These, an allem sind wieder mal die Anbeter des als frauenlose Geistfamilie auftretenden Dreiteilegottes schuld, wenn man auf die nächste Erklärung stößt. Demnach begannen die frühen Verehrer Seppis ihr neues Jahr mit dessen Erscheinung am 6. Januar.


Erst im Jahr 354 legte der damalige Papst den 25. Dezember als Gottesgeburtstag fest. Nicht, weil er neue Erkenntnissehatte, sondern weil er erkannt hatte. Nämlich dass dann die Heiden, die an diesem Tag ausgelassen ihr Lichterfest feierten, leichter zu bekehren und ihr Feiertag leichter auszulöschen wäre.


Ob er sich das überlegt hätte, hätte er gewusst, die katholische Kirche würde Jahrhunderte später diesen Geburtstag als Beginn des Kirchenjahres festlegen und somit für heillose Verwirrung sorgen? Einer solchen Verwirrung, dass ich vermute, in dieser Zeit entstand der Begriff Spaßreligion.


Doch auch die alten Ägypter müssen gelegentlich als Urheber der Zeit "zwischen den Jahren" herhalten. Ebenfalls wenig überzeugend.
Auf die rechte Fährte kommen wir, wenn wir uns an dieRauhnächte halten, jene Nächte, in denen Geister und Dämonen unterwegs sind und die Wilde Jagd durch die Lüfte tobt. Dann darf nicht nur keine Wäsche gewaschen werden, auch der Stall wurde nicht augemistet, kein aufgekehrter Staub vor die Tür geworfen und, falls jemand überhaupt vor das Haus ging, musste alles langsam und ruhig gemacht werden.


Ich sehe euch schon lächeln und verstehe euch. Natürlich können Pastafari solchen Firlefanz und Aberglauben nicht als echte Antwort akzeptieren. Aber nach den Ursachen für diesen können wir suchen. Mir hat sich sofort erschlossen, auch hier waren wieder unsere Altpiraten am Werk.


Wenn sie von ihrer Fahrt zurück waren, wurde gefeiert, was das Zeug hielt. So mancher war dann derart blank, dass er kaum noch Geld hatte, um sich bis zur nächsten Fahrt durchzufüttern. Aber nicht alle waren so. Manche waren sparsam oder hatten einfach mehr erbeutet. Für die brach nun die Zeit des Vergrabens ihrer Schätze an. Dabei gab es einiges zu beachten. 


- Es durfte, um nicht aufzufallen, nicht zu lange dauern. So setzten sie sich das Ziel, bis spätestens 06. Januar fertig zu sein. 


- Es durfte möglichst niemand mitbekommen, was sie machten. Sah sie doch jemand, lärmten und tobten sie, dass dem Angst und Bange wurde und die Mär von der Wilden Jagd entstand. 


- Die Pferde mussten stets aufbruchbereit sein, denn natürlich sollte niemand wissen, wann genau der Pirat auf Schatzvergrabetour ging. Deshalb wurde verboten, in der Zeit die Ställe auszumisten.


- Wenn sie durchs Dorf ritten, sollten ihnen niemand Unrat vor die Füße werfen und die schwer beladenen Pferde zum Scheuen bringen. Noch besser, niemand sollte sie überhaupt sehen. Deshalb wurde verboten, aufgekehrten Staub vor die Tür zu werfen.


- Weil die Waschweiber, die sich in ihrem Nebenjob als Dorfzeitung was dazu verdienen wollten, alles versuchten, doch etwas mitzubekommen, wurde das Wäscheaufhängen in der Zeit verboten.


Es ist geradezu umwerfend, wie klar und deutlich sich alles fügt, wenn man nur nachdenkt um die rechte Erklärung zu finden. Ich bin sicher, liebe Brüder und Schwestern, euch geht es nun hier genau so.
So lasst uns denn gemeinsam stolz auf unsere Altpiraten sein und die Zeit zwischen den Jahren nutzen, um sie zu ehren.

Stoßt an!



Erstveröffentlichung 2012










21.12.2017

Das Wort zum Freitag - Medienecho




Arrrgh, Piraten, nun kommt die Zeit des Feierns und der Freude. So ein geselliges Treiben macht doppelt Spaß, wenn man  zufrieden auf das Jahr zurückblicken kann.

Wir Pastafari können das ganz sicher. Wer nicht mehr weiß, was alles so los war, für den gibt es jetzt hier das Presseecho zum Nachlesen. Noch nicht dabei ist der Artikel "Leben ohne Gott" in dem es um eine atheistische Kapelle für Trauungen und eine Nudelmesse in Templin geht.

Weil auch gerade die Zeit des Schenkens ist, bekommt jeder von uns eine Pastafari-CD, Anstecker, Aufkleber und Flyer geschenkt, der einen Link findet, den wir noch nicht auf der Liste haben.
Kleiner Wermutstropfen: Es zählen nur von den Redaktionen selbst verfasste Artikel. Die einfache Wiedergabe von dpa-Meldungen waren so häufig, da muss man nicht alle kennen.

Feiert schön was immer ihr wollt und lasst es euch und anderen gut gehen.


03.07.
Es geht um die Nudel: Berufungsverfahren zu "Spaghettimonster"
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Es-geht-um-die-Nudel-Berufungsverfahren-zu-Spaghettimonster-3761376.html  dpa

Schilderkreig geht weiter
http://www.uckermark-tv.de/mediathek/15077/Spaghettimonster_Prozess.html

04.07.
Spaghettimonster will Schilder in Templin erzwingen
http://www.maz-online.de/Brandenburg/Spaghettimonster-will-Schilder-in-Templin-erzwingen dpa

05.07.
Kampf um Nudelmessehinweisschilder geht in die nächste Runde
https://hpd.de/artikel/kampf-um-nudelmessehinweisschilder-geht-naechste-runde-14586



06.07.
Spaghettimonster-Kirche: "Nudelmesse" erneut vor Gericht
https://www.morgenpost.de/brandenburg/article211148575/Spaghettimonster-Kirche-Nudelmesse-erneut-vor-Gericht.html

Nudel-Sekte nervt Merkels Heimatstadt
http://www.berliner-kurier.de/berlin/brandenburg/fliegendes-spaghettimonster-nudel-sekte-nervt-merkels-heimatstadt-27926936

Pastafaris vor Gericht: Der endlose Streit um die Nudel
https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2017/07/spaghetti-monster-geht-in-die-berufung.html

Das Fliegende Spaghettimonster: Religion oder Religionsparodie?
https://hpd.de/artikel/fliegende-spaghettimonster-religion-oder-religionsparodie-14591

07.07.
"Spaghettimonster"-Kirche keine Weltanschauung (dpa)
http://www.waz-online.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Spaghettimonster-Kirche-ist-keine-Weltanschauung
http://www.focus.de/regional/brandenburg/prozesse-berufungsverfahren-zu-spaghettimonster-startet_id_7326155.html
http://www.bz-berlin.de/berlin/umland/gericht-spaghettimonster-kirche-keine-weltanschauung
http://www.salzburg.com/nachrichten/diverse/verrueckt/sn/artikel/gericht-entscheidet-spaeter-ueber-spaghettimonster-kirche-255440/

Spaghettimonster-Kirche wohl keine Weltanschauung
http://www.nordkurier.de/brandenburg/berufungsverfahren-zu-spaghettimonster-startet-0729237307.html

Bleiben "Nudelmesse"-Straßenschilder verboten?
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/bleiben-nudelmesse-straenschilder-verboten

Es sieht nicht gut aus für die "Pastafaris"
https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2017/07/brandenburg-oberlandesgericht-pastafaris.html

Spaghettimonster-Kirche droht weitere Niederlage vor Gericht
http://www.zeit.de/news/2017-07/07/deutschland-spaghettimonster-kirche-droht-weitere-niederlage-vor-gericht-07121804 AFP

Pasta nicht als Religion durchnudeln
https://www.taz.de/Streit-vor-Gericht-ueber-Spaghettimonster/!5428021/



10.07.
Religionskritik allein reicht nicht aus
http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/olg-brandenburg-az4u8416-spaghettimonster-kirche-pastafari-weltanschauung-hinweisschilder-ortseingang/

12.07.
Das Spaghettimonster und die Fakenews
https://hpd.de/artikel/spaghettimonster-und-fakenews-14609

16.07.
Pastafaris: Der endlose Streit um die Nudel
http://justillon.de/2017/07/pastafaris-streit-nudel/

18.07.
In Ewigkeit, Ramen!
https://detektor.fm/gesellschaft/ist-das-gerecht-schilderstreit-pastafaris

30.07.
Spaghettimonster-Anbeter fordern gleiche Rechte wie Kirchen
https://www.morgenpost.de/brandenburg/article211408237/Glaubensstreit-im-Namen-der-Nudel.html


31.07.
Prozess der Woche Die Spaghettimonster und ihre Nudelmesse
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/prozess-der-woche-die-spaghettimonster-und-ihre-nudelmesse-28077998

02.08.

Pressemitteilung OLG Brandenburg
http://www.olg.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.527925.de

Urteil
http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/portal/t/279b/bs/10/page/sammlung.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=1&numberofresults=1&fromdoctodoc=yes&doc.id=KORE248152017&doc.part=L&doc.price=0.0#focuspoint

"Pastafaris" unterliegen vor Gericht
https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2017/08/fliegendes-spaghettimonster-pastafari-urteil-oberlandesgericht-b.html

https://rsw.beck.de/aktuell/meldung/olg-brandenburg-spaghettimonster-kirche-ist-keine-religionsgemeinschaft

https://www.ibr-online.de/IBRUrteile/index.php?S_Aktenzeichen=4%20U%2084%2F16&S_Submit=suchen&Treffermarkierung=Aus

Pastafarians hungry for recognition
https://www.thetimes.co.uk/article/pastafarians-hungry-for-recognition-q6l82rh9j#

German Court Rules Against ‘Spaghetti Monster Church’
https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-08-02/german-court-rules-against-spaghetti-monster-church

Berufungsverfahren Urteil zur „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ erwartet
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/berufungsverfahren-urteil-zur--kirche-des-fliegenden-spaghettimonsters--erwartet-28104472

Gericht entscheidet über Rechte der Spaghettimonster-Kirche (dpa)
https://www.merkur.de/welt/gericht-entscheidet-ueber-rechte-spaghettimonster-kirche-zr-8561242.html
http://www.stern.de/panorama/-pastafaris--feiern-nudelmesse-gericht-entscheidet-ueber-rechte-der-spaghettimonster-kirche-7562396.html
http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/gericht-entscheidet-ueber-rechte-der-spaghettimonster-kirche-15132867.html

Sammlung
http://www.nachrichten.de/event/177184/1209885

Urteil gefallen: Nudelmesse kein Gottesdienst
http://www.maz-online.de/Brandenburg/Urteil-gefallen-Nudelmesse-kein-Gottesdienst

Fliegende Spaghettimonster sind keine Kirche
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/urteil-spaghettimonster-kirche-ist-keine-religionsgemeinschaft-a-1161044.html

Keine Hinweisschilder für „Nudelmessen“
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/urteil-in-brandenburg-keine-hinweisschilder-fuer-nudelmessen-15133750.html

"Spaghettimonster-Kirche" ist keine Religionsgemeinschaft
http://journalmallorca.com/2017/08/spaghettimonster-kirche-ist-keine-religionsgemeinschaft/

Nudelmessen für Pastafaris
https://www.taz.de/!5431946/

"SpaghettimonsterKirche" ist keine Religionsgemeinschaft
http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/olg-brandenburg-4u84-16-spaghettimonster-kirche-keine-religionsgemeinschaft/

„Spaghettimonster“-Kirche wird nicht mit Kirchen gleichgestellt
http://www.tagesspiegel.de/berlin/urteil-in-brandenburg-spaghettimonster-kirche-wird-nicht-mit-kirchen-gleichgestellt/20137428.html

Für „Nudelmesse“-Schilder „Spaghettimonster-Kirche“ will jetzt vor den BGH ziehen
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/fuer--nudelmesse--schilder--spaghettimonster-kirche--will-jetzt-vor-den-bgh-ziehen-28104830

Gericht: "Kirche des fliegenden Spaghettimonsters" keine Religionsgemeinschaft
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Gericht-Kirche-des-fliegenden-Spaghettimonsters-keine-Religionsgemeinschaft-3790560.html

Keine Hinweisschilder für „Nudelmessen“
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/urteil-in-brandenburg-keine-hinweisschilder-fuer-nudelmessen-15133750.html

"Spaghettimonster-Kirche" ist keine Religion
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/spaghettimonster-kirche-ist-keine-religion

"Spaghettimonster"-Kirche ist keine Religionsgemeinschaft
https://www.morgenpost.de/brandenburg/article211446581/Spaghettimonster-Kirche-ist-keine-Religionsgemeinschaft.html

"Pastafaris" unterliegen im Streit um die "Nudelmessen"
http://www.mdr.de/religion/spaghetti-monster-kirche-urteil-100.html

Das Gericht und das fliegende Spaghettimonster
http://www.dw.com/de/das-gericht-und-das-fliegende-spaghettimonster/a-39913023

http://www.nerdcore.de/2017/08/02/olg-brandenburg-pastafarianism-ist-angeblich-keine-religion/



03.08.
Nudelmonster? Kein Gott!
http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/1205579/

Berufung der "Kirche des fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V." erfolglos
http://www.kostenlose-urteile.de/OLG-Brandenburg_4-U-8416_Berufung-der-Kirche-des-fliegenden-Spaghettimonsters-Deutschland-eV-erfolglos.news24640.htm

Das fliegende Spaghettimonster trägt Trauer
https://www.morgenpost.de/berlin/article211455831/Das-fliegende-Spaghettimonster-traegt-Trauer.html

„Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ ist keine Religionsgemeinschaft
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2017/08/03/kirche-des-fliegenden-spaghettimonsters-ist-keine-religionsgemeinschaft/

UNTERM STRICH: Werbeverbot für Nudelmessen
http://www.badische-zeitung.de/kolumnen-sonstige/unterm-strich-werbeverbot-fuer-nudelmessen--140165353.html

Keine Kirche für das fliegende Spaghettimonster
https://www.nwzonline.de/panorama/brandenburg-an-der-havel-verein-unterliegt-vor-gericht-keine-kirche-fuer-das-fliegende-spaghettimonster_a_32,0,1473215784.html

03. August
http://nypost.com/2017/08/03/spaghetti-monster-church-cant-advertise-its-noodle-masses-in-germany/

04.08.
I Pastafariani hanno fame di Riconoscimento
https://osservatorepastafariano.chiesapastafarianaitaliana.it/i-pastafariani-hanno-fame-di-riconoscimento/

Anhänger des Spaghetti-Monsters laden zur Messe
http://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Ingolstadt-DKmobil-Anhaenger-des-Spaghetti-Monsters-laden-zur-Messe;art599,3485556

Spaghettimonster-Kirche ist keine Religionsgemeinschaft
https://www.jurablogs.com/2017/08/04/spaghettimonster-kirche-ist-keine-religionsgemeinschaft


05.08
Spaghettimonster-Kirche: Nudelmesse darf nicht beworben werden.
http://tp-presseagentur.de/spaghettimonster-kirche-nudelmesse-darf-nicht-beworben-werden/

06.08
Mutmacher für ein Leben jenseits religiöser Zwänge
http://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Ingolstadt-Mutmacher-fuer-ein-Leben-jenseits-religioeser-Zwaenge;art599,3486760

07.08.
La religione della pastasciutta finisce fuorilegge
http://www.ilgiornale.it/news/politica/religione-pastasciutta-finisce-fuorilegge-1428896.html

https://www.venganza.org/2017/08/noodle-mass-germany/

13.08.
Das „fliegende Spaghettimonster“ pocht auf freie Religionsausübung
https://www.haufe.de/recht/kanzleimanagement/freie-religionsausuebung-fuers-fliegende-spaghettimonster_222_421696.html



04.09.
hpd
https://hpd.de/artikel/spaghettimonster-zieht-vors-bundesverfassungsgericht-14738

rbb
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2017/09/spaghettimonster-kirche-bundesverfassungsgericht.html

shz/dpa
https://www.shz.de/deutschland-welt/kirche-oder-kasperkram-das-spaghettimonster-zieht-vors-bundesverfassungsgericht-id17742136.html

südkurier
http://www.suedkurier.de/unterhaltung/kurios/Spaghettimonster-Kirche-zieht-vor-Bundesverfassungsgericht;art1191028,9399047

https://www.welt.de/regionales/berlin/article168294300/Spaghettimonster-Kirche-legt-Verfassungsbeschwerde-ein.html

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/-spaghettimonster-kirche--legt-verfassungsbeschwerde-ein-28354980

"Spaghettimonster-Kirche" legt Verfassungsbeschwerde ein
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Spaghettimonster-Kirche-legt-Verfassungsbeschwerde-ein-3821568.html

"Spaghettimonster-Kirche" zieht vor Bundesverfassungsgericht
http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/spaghettimonster-kirche-zieht-vor-bundesverfassungsgericht-aid-1.7059411

"Spaghettimonster" ziehen vor Bundesverfassungsgericht
http://www.dw.com/de/spaghettimonster-ziehen-vor-bundesverfassungsgericht/a-40358287

Spaghettimonsterkirche zieht vor Bundesverfassungsgericht
http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/1214416/

Der letzte Kampf des Spaghettimonsters
https://bazonline.ch/panorama/vermischtes/der-letzte-kampf-des-spaghettimonsters/story/10996877

"Spaghettimonster-Kirche" geht nach Karlsruhe
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/spaghettimonster-kirche-geht-nach-karlsruhe

"Spaghettimonster-Kirche" legt Verfassungsbeschwerde ein
http://www.nordkurier.de/brandenburg/spaghettimonster-kirche-legt-verfassungsbeschwerde-ein-0429761809.html


Not dogmatic enough to be a 'religion?'
Spaghetti monster goes to Germany's Constitutional Court
http://www.dw.com/en/spaghetti-monster-goes-to-germanys-constitutional-court/a-40359916

05.09.
Ganz schön vernudelt
https://de.sputniknews.com/religion/20170905317313014-spaghettimonster-kirche-bundesverfassungsgericht/

Church of Flying Spaghetti Monster seeks recognition in German court
https://www.rt.com/news/402030-flying-spaghetti-monster-germany-court/

Church of Flying Spaghetti Monster seeks recognition in German court
http://germany.trendolizer.com/2017/09/church-of-flying-spaghetti-monster-seeks-recognition-in-german-court.html


06.09.

"Spaghettimonster" ziehen vor das Bundesverfassungsgericht
http://derneuemannde.com/2017/09/06/spaghettimonster-ziehen-vor-das-bundesverfassungsgericht/

"Spaghettimonster-Kirche" legt Verfassungsbeschwerde ein
http://gratis-mmorpg.com/2017/09/06/spaghettimonster-kirche-legt-verfassungsbeschwerde-ein/

07.09.
https://www.br.de/puls/themen/leben/interview-bruder-spaghettus-ruediger-weida-fliegendes-spaghettimonster-kirche-100.html

02.12.
Die juristische Seite der Satire
Was haben Spaghettimonster und Lukas Podolski gemeinsam? Beide standen schon wegen Satire vor Gericht.
http://www.mittelbayerische.de/region/neumarkt-nachrichten/die-juristische-seite-der-satire-21102-art1590185.html


14.12.2017

Das Wort zum Freitag - Luigi, der Lichterpirat



Luigi, und mit ihm die ganze Crew des „Roten Korsaren“, hatte Landgang. Sie zogen durch die fremde Stadt und suchten nach kleinen Geschenken für ihre Familien, denn das Nudlige Lichterfest war nicht mehr weit.

Piraten und Einkaufen … das passt einfach heute wie damals nicht zusammen und macht deshalb sehr, sehr durstig. Die komplette Mannschaft fiel daher in die erst beste Taverne ein, um sich an Rum und Bier gütlich zu tun, bevor es wieder aufs Schiff ging. Mit jedem Getränk stieg die Stimmung. Man sang in Vorfreude auf die baldige Heimfahrt ausgelassen das eine oder andere Piratenlied, spann Seemannsgarn und fing am Ende sogar an, wild umher zu hüpfen. Tanzen konnte man wahrlich nicht dazu sagen.

Der Aufbruch kam dann sehr abrupt. Irgendwo schlug laut eine Turmuhr. Die fröhliche Runde war über die schnell verflogene Zeit sehr erschrocken und lief, so schnell es nach dem reichlichen Trunk noch ging, auf den Ankerplatz ihres Schiffes zu. Wussten sie doch, wie stinksauer der Kapitän war, wenn er sich auf die Crew nicht verlassen konnte. Das brauchte so kurz vor dem Weinachtsfest wirklich keiner.

Nur einer schlummerte noch selig. Luigi wurde bei dem hektischen Aufbruch schlicht vergessen. Als der Wirt der Taverne Feierabend machen wollte, zog er heftig am Rotschopf des inzwischen auf der Bank zusammengerollten und sehr laut schnarchenden Piraten.

Langsam kam der zu sich und rieb sich umständlich den Schlaf aus den eigentlich strahlend blauen Augen. Die leuchteten momentan gar nicht, denn er erfasste langsam die Lage. Hoffnung, dass die „Roter Korsar“ auf ihn warten würde, gab es nicht. Der Wirt hatte auch kein großes Mitleid. Er wollte endlich Feierabend machen und setzte den Trunkenbold flugs vor die Tür. Was blieb unserem Piraten übrig? Um noch eine Übernachtung zu finden, musste er sich beeilen. Morgen würde er dann schon eine Möglichkeit finden, um auf schnellstem Wege nach Hause zu kommen. So stiefelte er los, hinaus in die kalte Nacht und nicht ganz sicher auf den wackligen Beinen.

Der Ort machte einen sehr verschlafenen Eindruck. Fast alle Häuser waren dunkel. Erspähte er doch ein erleuchtetes Fenster, klopfte er und bat um eine Übernachtungsmöglichkeit. Keiner hatte Lust, den angetrunkenen Kerl zu beherbergen, der mit seiner zerzausten roten Lockenpracht und den leicht blutunterlaufen Augen nicht gerade Vertrauen erweckte. Er wurde immer, meist recht harrsch, abgewiesen.

Also hielt Luigi resigniert Ausschau nach einer alten Scheune oder irgend einem nicht ganz so zugigen Platz, als er fast am Ende des Ortes noch Licht in einem ziemlich ärmlichen Haus entdeckte. Dort wollte er seinen letzten Versuch starten. Er unternahm einen vergeblichen Versuch, sein zottiges Haar zu richten, strich, so gut es ging, seine Kleidung glatt und klopfte zaghaft, dann laut und lauter. Schlurfende Schritte waren endlich zu hören. Vorsichtig wurde die knarrende Tür einen Spalt breit geöffnet und eine sehr alte Frau lugte aus trüben Augen hindurch.

Luigi bat, so freundlich er nur konnte, um Einlass und einen Schlafplatz für die Nacht. Die Alte bat ihn herein, bot ihm einen Sitzplatz und ein warmes Getränk an. „Ich bin die Trine“ sagte sie und blickte ihm, so gut sie eben noch sehen konnte, ohne Angst ins Gesicht. Die hutzelige Frau war einsam und heute einfach froh, Gesellschaft zu haben. So ein Fremder würde ihr sicher den Abend mit ein paar schönen Geschichten erhellen, wenn sie ihm ein Nachtlager zusicherte.

In dem Haus war es ziemlich kalt. Als Luigi Trine darauf ansprach, gab sie ihm einfach eine Axt in die Hand. „Geh hinter das Haus, Jungchen, da findest du genügend Holz. Mir fehlt leider die Kraft, es zu hacken.“ Der Rotschopf zog also ums Haus und machte Brennholz. Bald brannte Feuer im Kamin und sorgte für Gemütlichkeit. Sagte ich Gemütlichkeit? Gemütlich war es in dem Haus so gar nicht. Bequeme Sitzmöbel standen zwar im Raum und auch sonst war alles da, was man in einer guten Stube so braucht. Aber es war sehr heruntergekommen und dreckig. Ein echter und obendrein gerade ziemlich ungewaschener Pirat ist nicht zimperlich. Aber bei ihm zu Hause sah es doch um einiges besser aus. Er beschloss, seiner freundlichen Gastgeberin zu helfen, die offensichtlich nicht mehr in der Lage war, die Hausarbeit selbst zu erledigen. Gleich morgen wollte er die Sache angehen.

Am nächsten Morgen hatte Trine schon ein gutes Frühstück für beide in Arbeit. Gemeinsam nahmen sie es ein. Luigi rechnete damit, dass er ohne eine weitere Übernachtung bei Trine nicht auskommen würde. Er hatte noch den Heimweg zu organisieren und ging nicht davon aus, sofort ein Schiff zu finden, das ihn nach Hause brachte. Er erzählte der Alten mit zwinkerndem Auge, dass er der Lichterpirat in seiner Heimatstadt sei. „Was ist ein Lichterpirat?“ fragte sie neugierig. „Ein Pirat, der Licht ins Leben guter Menschen bringt“ antwortete Luigi. „Deshalb werde ich jetzt auch Licht in dein Heim bringen, es auf Hochglanz polieren und dir zum Abschied ein kleines Geschenk machen, wie es ein Lichterpirat in der Pastatszeit tut.“ Trübe Augen begannen zu leuchten.

Zum Glück hatte unser Lichterpirat ein überzähliges buntes Tuch im Gepäck. Beim Kauf der Geschenke zum Nudligen Lichterfest hatte er für seine Frau so ein Tuch gesucht. Er fand einen Stand mit wunderschönen Tüchern, konnte sich dann aber für keins so richtig entscheiden. Da sie sehr preiswert waren, kaufte er einfach zwei. Das, was er für Trine passender Fand, bekam nun sie.

Vormittags war Luigi damit beschäftigt, das Haus auf Vordermann zu bringen. Anschließend machte er sich auf den Weg, um seine Heimfahrt zu organisieren. Inzwischen war die Hauherrin unterwegs, um all die Dinge zu besorgen, die ein gutes Abendmahl erfordern. Bei ihren Einkäufen erzählte sie, dass sie einen Lichterpiraten im Haus beherberge, der ihr als Dank dafür das Haus glänzend aufpoliert. Die abergläubigen Zuhörer starrten sie neidisch an.

So wurde es Nachmittag. Trine kochte und als Luigi alles in den Griff bekam, um seine Heimfahrt anzutreten, fanden sich beide in einer strahlend hellen und warmen guten Stube zum Essen ein. Sie erzählten einander, was ihnen der Tag brachte und was ihnen sonst noch erwähnenswert erschien.

Unser Lichterpirat durfte noch einen weiteren Abend Licht in den Alltag der Greisin bringen, denn er benötigte noch eine weitere Übernachtung, um die er jetzt bat. Sein Schiff sollte erst am folgenden Nachmittag seine Reise antreten. Natürlich hatte Trine nicht das Geringste dagegen, freute sich auf einen weiteren Abend in guter Gesellschaft. Luigi fragte, warum sich denn hier kein Angehöriger sehen lässt. Die alte Frau wurde traurig, als sie erzählte, dass sie keine Familie mehr hat. Verwundert darüber berichtete der Rotschopf, dass sich in seiner Heimat jeder um den anderen kümmert. Viele im Ort sind Pastafari, so wie er, glauben an das Fliegende Spaghettimonster, dem es irgendwie lieber ist, dass einer für den anderen da ist, besonders ,wenn Hilfe gebraucht wird. Aber auch wenn es ums gemeinsame Feiern geht, sind alle gern dabei. Trine blickte ihn traurig an. „Ach, gäbe es hier doch auch Pastafari“. Das brachte den Fahrensmann auf eine Idee. „Mütterchen, ich muss noch einmal für etwa eine Stunde in die Taverne gehen. Warte mal ab, das wäre doch gelacht, wenn so ein schlauer Fuchs wie ich die ungläubige Bande nicht aufzumischen vermag.“
Strahlend blaue Augen blitzten angriffslustig unter dem Dreispitz hervor, als unser Pirat die Tavernentür öffnete. Natürlich hatte sich die Geschichte vom Lichterpiraten bis dort hin durchgetratscht. Man zweifelte zur Hälfte und wünschte doch, dass es ihn geben würde. Als er den Schankraum betrat, stellte man ihn sofort einen Krug Bier hin und neugierige Männer setzten sich um ihn, um ihn auszufragen. Bereitwillig erzählte er, wie der Lichterpirat Licht und Freude zur Weinachtszeit in jeden Haushalt bringt, dass er besonders die Kinder beschenkt, aber auch jeden Menschen, der es verdient. Der Pastafari konnte beobachten, wie die Gehirnrädchen seiner Zuhörer sich zu drehen begannen. Ein ganz Schlauer stellte dann fest, dass die Geschichte nur Seemannsgarn sein muss. „Wie kommst du darauf?“ wollte Luigi wissen. „Na ja, wieso haben wir denn hier noch keinen Lichterpiraten zu Gesicht bekommen?“ „Das kann ich dir sagen“ entgegnete unser schlauer Rotfuchs mit funkelndem Blick: „Ihr seid keine guten Menschen, weist Fremde ab, wenn sie in Not geraten sind und kümmert euch nicht um eure Mitmenschen, die alt und nicht mehr in der Lage sind, erforderliche Dinge zu erledigen. Solche Leute werden niemals von einem Lichterpiraten belohnt. Denkt mal darüber nach!“

Mit diesen Worten verließ Luigi die Taverne, und verbrachte noch einen diesmal wirklich gemütlichen Abend mit Trine. Er berichtete ganz genau was sich in der Taverne abspielte.


Am anderen Morgen verabschiedete er sich herzlich von dem alten Mütterchen mit den Worten: „Sollte der Lichterpirat hier angekommen sein, wird sich dein Leben verbessern. Falls nicht, bist du herzlich in meiner Heimat willkommen. Ich werde bei unserer nächsten Reise nach dir sehen und dann sehen wir weiter. Nun aber möchte ich dir noch das versprochene Geschenk überreichen, damit du gelegentlich an mich denkst und nie vergisst, dass Pastafari immer für einander da sind. Er nahm sie zum Abschied in den Arm und drückte ihr einen fetten Schmatzer auf die runzlige Wange. Dann warf er den Seesack über den Rücken und stiefelte los. Als er sich nach ein paar Schritten noch einmal umsah, winkte eine glückliche alte Frau mit einem bunten seidenen Tuch ihm freudig nach. „Wir sehen uns bald wieder“, rief er ihr zu, winkte zurück und stapfte schweren Schrittes aber frohen Herzens davon.

07.12.2017

Das Wort zum Freitag - Wei(h)nachten, wie es wirklich war




Schon lange ist erwiesen, mit dem Christentum hat Weihnachten nichts zu tun. Das hat nur ein altes Fest gekapert und verfälscht.

Wie aber war es wirklich? Wie entstand Weihnachten und seine Bräuche?
Wir bringen Klarheit und Licht ins Dunkel.

Weihnachten ist das Fest alter pastafarianischer Piraten. Die waren nicht, wie Piraten heute, Schurken die Lösegeld erpressen, sondern Robin Hoods der Meere. Sie nahmen den Reichen, um den Armen zu geben. Ganz besonders hatten sie dabei die Kinder im Blick. Übers Jahr jagten sie den Reichen zu unrecht erworbenes Vermögen ab. Manche Reiche mit sozialem Gefühl spendeten sogar freiwillig. An das Verschenken ging es, wenn die Schifffahrtssaison vorbei war. In der dunklen Jahreszeit gab`s sonst nicht viel zu tun.

So entstand die Tradition des Weihnachtsgeschenks und der Zeitpunkt für das Fest.

Damit die Piraten auch immer den Weg zu den Kindern fanden, machten die ihnen Licht.
Leuchttürme konnten Kinder nicht bauen aber so ähnlich sollte es sein. Da kam ein Kind auf den Einfall, einen Schiffsmast mit alle seinen Rahen verkleinert nachzubauen und mit Kerzen zu beleuchten

Daraus entwickelte sich der Weihnachtsbaum.

Weil die Kinder die Piraten ehren wollten, suchten sie eine Figur, in der sie alle Piraten vereint sehen konnten. Die Uniformen der Piraten wurden zum Umhang, die langen Pudelmützen, die Piraten im Winter an Land trugen, wurden erhalten. Geändert haben sich die Farben. Die sind nicht, wie viele vermuten, ein Werbegag von Coca Cola. Nein, die Farben geben das Rot-Weiß der Leuchttürme wieder.

So entstand der Weihnachtsmann.


Waren die Piraten fertig mit ihrer Geschenkaktion, waren sie rechtfertig stolz auf ihr Werk.
Sie trafen sich bei einer oder auch mehreren Flaschen Wein. Die Kinder, glücklich über ihre Geschenke und die vielen Süßigkeiten, die die Piraten für sie bereit gestellt hatten, sausten munter zwischen den Tische herum. Das klappt immer ganz prima, bis einmal ein etwas zu schneller Knabe die Flasche eines Piraten umstieß, dass der Wein auslief.  Da war er sehr erschrocken und kurz vor dem Weinen.

Tröstend erklärte ihm der Pirat deshalb, wie viel Arbeit im Wein steckt, wie schwer die Winzer an ihrem Weinberg arbeiten müssen der oft nicht mal ihr eigener ist, sondern einem bösen Grafen oder König gehörte.  Ganz vorsichtig und milde gab er dem Knaben trotzdem die Mahnung mit auf den Weg: „Du musst den Wein achten!“

So entstand die Fabel vom Weinberg des bösen Herrn und das Wort Weinachten, später durch ein h verfremdet.

Auch deshalb feiern manche Pastafari heute nicht mehr ihr WeinAchtsFest, sondern „Nudliges Lichterfest“. Statt dem Weinachtsmann kommt dann der Lichterpirat.

30.11.2017

Das Wort zum Freitag - Grenzenlos tolerantes Pastafaritum?



"Nanu, was ist denn hier in der Gruppe los? Ich dachte, hier geht es um Spaß und das lustige Monsterchen? Aber ihr hetzt nur gegen andere Religionen"
So ungefähr lautete der erste Post, den Tina Schulze in unserer Gruppe abgesetzt hatte. Leider ist das nicht mehr nachlesbar, dieses Fakeprofil wurde inzwischen gelöscht und damit sind auch alle ihre Beiträge weg. "Tina Schulze" war lediglich Mitglied in einer Gruppe, in unserer.

Im Weiteren hat sie und auch andere uns vorgeworfen, ein falsches Pastafaritum zu pflegen. Das hätte immer tolerant zu sein und nicht andere Religionen anzugreifen.

Nun, mal davon abgesehen, dass sich das Pastafaritum in jedem Land anders entwickelt hat und es das eine, geschlossene gar nicht gibt, lohnt es sich doch, die Behauptung einmal zu untersuchen.

Fangen wir bei unserem Propheten Bobby Henderson an. Ein lieber und netter Typ und ganz sicher tolerant. Aber als in Kansas die Genesis der Bibel gleichberechtigt mit Darwins Evolutionstheorie im Biologieuntericht gelehrt werden sollte und dann auch wurde, hat es ihm gereicht. Er schrieb den "Offenen Brief an das Schulamt von Kansas", mit dem das Pastafaritum begründet wurde. Ich würde das nicht unbedingt als Akt der Toleranz sehen.

Aber das Pastafaritum selbst?

Ganz zweifellos ist das 1. ALWM ein klares Zeichen der Toleranz. Noch wesentlich deutlicher wird die Aufforderung zu der im 3. ALWM.

Toleranz gehört also klar zum Pastafaritum.
Aber immer und in jedem Fall?

Schon im IV ALWM kommen da Zweifel auf: "... Wem das nicht passt, der kann mich mal – Ich glaube, die Formulierung lautet: am Arsch lecken."
Ganz eindeutig wird es im V.: "...Esst etwas, dann macht euch über die Idioten her."

Es ist bekannt, dass ES nicht die hellste Birne im Universum ist. Es ist auch bekannt, dass ES nicht der strafende Herr, sondern eher so der Kumpel von nebenan ist, mit dem man auch schon mal auf ein Bier geht. Aber genau wie der Kumpel von nebenan kann auch das Monster mal böse werden. Vor allem, wenn man die falsche Kopfbedeckung trägt:

" Außerdem zeugt es von mangelndem Respekt, unseren Glauben zu verbreiten, ohne das Ornat Seiner Wahl zu tragen - die Kluft der Piraten. Das lässt sich gar nicht genug betonen, allerdings leider nicht näher erklären, weil hier der Platz dazu nicht reicht. Die präzise Erklärung lautet:

ES wird böse, wenn wir es nicht tun."

Mag sein, der Eine oder die Andere, die sich das Monster immer nur als süßen Wattebausch vorgestellt haben, sind nun enttäuscht. Aber das braucht ihr nicht, denn, was uns das Monster sagen möchte, ist eine einfache Wahrheit: Grenzenlose Toleranz ist das Ende der Toleranz.

Ganz im Sinne von Karl Popper, der in seinem Werk "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" das Toleranzparadoxon so beschrieb:

„Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen......

.....Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

Dem bleibt nichts hinzuzufügen.

23.11.2017

Das Wort zum Freitag - Feiertage im Wandel




Seit Urzeiten gab es Feiertage, die entstanden, um die Götter zu ehren, an die man gerade glaubte. Schon weit vor dem Christentum gab es viele Kulturen, die am kürzesten Tag des Jahres die Wiedergeburt der Sonne und des Lichtes feierten. In den nordischen Ländern wurde dieses Fest JUL oder JOL genannt. Es bildete den Höhepunkt der dunklen Zeit und hat einen ganz alten Bezug zu Odin. Sonnen-, Toten- und Fruchtbarkeitsriten wurden durchgeführt bis Papst Hippolytos im Jahre 217 den 25. Dezember als Tag der Christgeburt benannte. Der alte Sonnengott ging, der neue Christengott kam. Seinen uralten Ursprung hat dieses Fest in die Mythenwelt unserer Vorfahren.

Ob sie sich wohl darüber beklagten, dass sie nun den Christengott statt ihres Sonnengottes anbeten sollten? Ob sie ihn heimlich trotzdem noch eine Zeit lang weiter anbeteten, bis er ganz langsam in Vergessenheit geriet? Lassen wir ihnen ihr Geheimnis.

Alles im Leben rächt sich irgendwann. Jüngst verfolgte ich im TV eine Reportage über die Vorweihnachtszeit. Es wurde berichtet, dass die Weihnachtsmärkte vielerorts bereits Mitte November ihre Tore öffnen, damit es sich der Aufwand für die Händler auch lohnt. Da der gottlos glückliche Mitmensch dieses Angebot gern annimmt und schon mal im nasskalten und grauen November den Genüssen der Weihnachtsmärkte erliegt, scheinen Angebot und Nachfrage zu harmonieren.

Die Christen finden das allerdings nicht so toll oder tun zumindest aus zwingendem Gehorsam so. Ich erfuhr, dass der November ein ruhiger Monat zu sein hat, in dem man sich besinnt, bevor dann im Advent wieder gefeiert werden kann. Nicht schlecht!

Mal runter zu fahren tut bestimmt so manchem gestressten Mitmenschen gut. Braucht er das aber gerade nicht oder ist ihm mehr nach Lichterglanz, Glühwein, Bratwurst, Pfannkuchen, wird er Orte finden, wo er das bekommen kann, was ihm gut tut, vielleicht auch auf Weihnachtsmärkten. Das Weihnachtsfest, wie es die Christen verstehen, gibt es wohl kaum noch. Hardliner praktizieren es vielleicht noch, ansonsten ist das Christkind wohl gegangen und vom Weihnachtsmann abgelöst worden. Einzig geblieben ist die Wintersonnenwende. Nur die Art, sie zu feiern, wandelt sich ständig.

Schleierhaft ist mir, wie man sich aufregen kann, dass Weihnachtsmärkte bereits im November öffnen. Hätte mich das gestört, würde ich ihnen fern bleiben. Kann doch jeder machen, wie er will.

Ich freue mich auf unser Pastatfest, das in diesem Jahr am 1. Dezember beginnt. Und weil es so schön ist, dürfen in diesem Jahr wieder 4 Kerzen auf den Pastatskranz.


Habt eine schöne Pastatszeit. Ihr wisst ja, das Monster ist nicht grummelig, falls ihr schon mal vorher die Pastatsfreuden genießen wollt und Es wird euch auch nicht bestrafen, falls ihr dieses Fest einfach ignoriert. Alles geht, nichts muss.

17.11.2017

Das Wort zum Freitag - Gesellschaft und Religion in Wechselwirkung



Vor zwei Wochen habe ich von der Demonstration in Göttingen berichtet. Die war Teil eines Pastafariwochenendes, das die Alte Schule Fredelsloh organisiert hatte. Ein weiterer Höhepunkt war dort am Abend das Streitgespräch zwischen Pfarrer Klaus-Wilhelm Depker und mir. Zunächst gab es einen Vortrag (siehe unten) zum Thema.
Weil ich es stark fand, dass sich ein Pfarrer stellte, der Templiner Pfarrer Schein hat auf ein ähnliches Angebot nicht einmal geantwortet, wollte ich versöhnlich anfangen. Deshalb wählte ich als Einstieg den Hinweis auf zwei Pfarrer, die ich bis heute bewundere. Walter Schilling lernte ich kennen, als ich Ende der 70ger mit Leuten von der Jenaer Jungen Gemeinde bei ihm in Braunsdorf war. Christoph Wonneberger war Pfarrer in der Weinbergkirche in Dresden. Die war Treffpunkt anders denkender und oft auch aussehender Leute und ich war oft dort.

Pfarrer Depker revanchierte sich, indem er zum Einstieg seiner Erwiderung bekundete, von unseren 8ALMWs könnte er alle sofort unterschreiben. Wir mussten fast nach einem Streitthema suchen, die Diskussion mit einem Hardliner wäre sicher spannender gewesen.
Aber letztlich fand sich doch noch dies und jenes. Vor allem auf Carsten Frerk, dessen Bücher ich empfohlen hatte, war er gar nicht gut zu sprechen.

Schade, dass pünktlich zum Ende der Diskussion seine Frau erschien und ihn abholte. Ich hätte gern noch bei einem Bier weiter gemacht.

Weiter ging es dann am nächsten Tag. Da war in Fredelsloh Lichterfest. Wegen der Sturmwarnung nicht zentral an einem Ort, sondern aufgeteilt in Garagen. Wir liefen alle ab und spendeten jeder SEINEN Segen. Nebenher verteilte Elli Spirelli noch unsere Lutherflyer, die gingen weg wie warme Semmeln. Den letzten schlugen wir dann nach Lutherart an die Tür der wirklich sehr interessanten Kirche.


Schöne war´s, wir haben uns wohl gefühlt.

Bleibt nur noch mein Vortrag. Ich habe hier versucht, ihn anhand meiner damaligen Stichpunkte auszuformulieren. Er war als Impulsvortrag für die Diskussion gedacht, ist also keinesfalls bis in alle Enden ausgearbeitet. Über Vorschläge zu Ergänzungen würde ich mich sehr freuen.


Kirchenkritik ist für Viele selbstverständlich. Nach anfänglicher sanfter Zuneigung kam ich schon in der DDR zu der Ansicht, Kirche und SED stehen auf einer Ebene: beide missbrauchen eine populäre Idee zum Machterhalt.

Die katholische Kirche spielte keine große Rolle, mit Kirche meine ich die evangelische. Die verfügte über einen großen Besitz an Grundstücken und Gebäuden, hatte eigene Schulen und Krankenhäuser, und bekam Geld vom Staat. Bis 1981 immerhin fast 700 Millionen Mark. Zum Vergleich, das Anfangsgehalt eines Diplomingenieurs lag so bei 500,- Mark.
Die Kirche hatte eigene Zeitungen und in inneren Angelegenheiten war sie immer frei.
Die stand letztlich fest zum Staat, was sie mit ihrer selbst gegebenen Begrifflichkeit "Kirche im Sozialismus" auch klar nach außen bekannte. Nur einzelne Pfarrer, die dafür von ihren Oberen gemaßregelt und sogar ihrer Funktion enthoben wurden, waren oppositionell.
Nun dienen diese Pfarrer der Kirche dazu, die Legende von der "Kirche im Widerstand" zu prägen.

Heute geht es den beiden Großkirchen allerdings, verglichen mit der DDR, geradezu paradiesisch. Inzwischen sind es rund 20 Mrd. Euro, die sie vom Staat jährlich abfassen. Hinzu kommt eine Unmenge von Sonderrechten.

Manche meinen, das wäre verdient, denn die Kirchen tun ja so viel Gutes. Ja, sie tun auch Gutes. Aber das könnten andere sogar noch besser. Diakonie und Caritas, die weltgrößten Sozialkonzerne, geben gerade mal 2% Eigenmittel für ihre Arbeit aus. Der Rest kommt von Spenden und vom Staat. Dafür haben sie ein Sonderarbeitsrecht, das ihre Mitarbeiter deutlich schlechter stellt und sogar weltanschaulichen Gehorsam fordert. Vor allem aber sind das fantastische Propagandamaschinen, auf die viele Leute herein fallen. Jeder freie Träger könnte diese Sozialarbeit, mit weniger Kosten für den Staat, bei gleicher und besserer Qualität ausüben. Der dürfte es sich z.B. nicht leisten, bei Patienten im Hospiz die Patientenverfügung zu missachten und Kranke einfach gegen ihren ausdrücklichen Wunsch weiter an Schläuchen leiden zu lassen, um Gottes angeblichen Willen zu erfüllen.


Nicht so selbstverständlich ist Religionskritik. Da gibt es das völlig richtige Argument, jeder muss glauben können, was er möchte. Da gibt es aber auch den über Generationen anerzogenen Respekt vor Religion. Religion ist eine Form von Weltanschauung. Wenn man Religion nur deshalb respektieren müsste, müsste man das bei jeder Weltanschauung tun. Niemand würde aber auf die absurde Idee kommen, das auch für Faschismus oder Stalinismus zu fordern. Warum dann für Religion ein Sonderrecht gewähren?

Vielleicht wegen der gängigen Vorstellung, Religion wäre als Grundlage und Hüter einer Moral unbedingt notwendig? Mancher ist ja der Meinung, der Mensch wäre nur gut, wenn ein Gott ihm sagt, was er zu tun und zu lassen hat, das Handeln der Menschen dann allzeit überwacht und die einen in den Himmel und die anderen in die Hölle schickt.

Was will denn der bei uns gängigste Gott so?
613 Ge- und Verbote hat er erlassen. Dabei solche wie:
- Dass ein Samenflüssiger, wenn er rein geworden ist, ein Opfer bringen müsse.
- Dass eine Frau, welche ihre Periode hat, unrein ist und auch andere verunreinigt.
- Dass man aus einem Vogelnest nicht die Mutter samt den Jungen nehmen dürfe, sondern die Erstere wegschicken müsse.
- Dass man den sündigen Nächsten zurechtweise, ermahne.
- Den Gottlosen soll man mit Schlägen züchtigen.
- Das Gericht kann durch das Schwert richten lassen. Auch durch den     Strang. Auch durch Feuer.  Auch durch Steinigen. Auch durch Hängen.
- Dass niemand sich kleide mit Zweierlei (Leinen und Wolle in einem und demselben Zeuge gewebt).
- Dass kein Priester eine Hure zur Frau nehme

Beschränken wir uns auf die so hochgelobten 10 Gebote. Die meisten sind überhaupt nicht mit heutigem Recht vereinbar, zwei wenigstens überwiegend und nur eins ganz. Als Moralgeber ist Religion also denkbar schlecht geeignet. Sie macht den Menschen nicht besser, sie befähigt ihn eher, den Anders- bzw. Nichtabergläubigen als Feind zu sehen und so den natürlichen Altruismus zu überwinden. Ganz im Sinne des Zitats von Steven Weinberg: "Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit ihr oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion.“

Positiv wirkt Religion also nicht auf die Gesellschaft, sondern eher negativ. Dafür steht nicht nur die Erkenntnis von Weinstein. Religion beinhaltet immer Dogmen. Solche Denkverbote behindern klar den gesellschaftlichen Fortschritt. Aktuelle Beispiele sind die Sterbehilfe und die Präimplantationsdiagnostik. Hier werden durch die doch inzwischen ziemlich moderaten deutschen Christen, ihre Parteien und Kirchen bessere und von der Mehrheitsgesellschaft gewollte Lösungen verhindert.

Dieses Beispiel zeigt klar, nicht nur fundamentale Religion ist ein Übel.

Trotzdem bleibt es dabei, jeder muss denken und glauben können, was er möchte. Um unsere Gesellschaft besser zu machen, bleibt uns nur ein Weg. Wir müssen immer und überall zeigen, was Religion bewirkt. Wir müssen den unbegründeten Respekt vor Religion abbauen und zeigen, wie lächerlich sie eigentlich ist. Vor allem aber müssen wir eine Alternative bieten, eine Alternative wie den evolutionären Humanismus. 

So wirkt die Gesellschaft auch auf Religion und Religiöse. Das Christentum ist ja nicht durch Selbsterkenntnis moderat geworden. Die Werte von Humanismus und Aufklärung haben die Gesellschaft ergriffen. Der Druck dieser neuen Werte hat auch die christlichen Kirchen verändert. Deshalb, und nicht etwa Dank Luther, sind die heute in Europa auch deutlich moderater als z.B. in Afrika.

10.11.2017

Das Wort zum Freitag - Schülerfragen




"Hallo,

wir wollten uns hiermit noch mal für die freundlichen und interessanten Antworten auf unsere Fragen bedanken. Wir wünschen Ihrer Gemeinde viel Erfolg für die Zukunft."

Das schrieben mir Nicolas und Tibor von der Ernst-Reuter-Schule 2 in FFM.
Immer öfter kommen Anfragen von Schülern, bei denen das FSM Unterrichtsthema ist. Ich hatte schon einige veröffentlicht.
Meist ähneln sich die Fragen, aber die hier waren mal etwas anders.
Deshalb möchte ich euch die und meine Antworten nicht vorenthalten:

1. Warum glauben Sie?

Ich glaube nicht im Sinne der religiösen Bedeutung des Wortes.

2. Was glauben Sie?
Ich glaube, dass auf Erden alles natürlich zugeht, also keine Gnome, Feen, Faune, Götter, Trolle oder sonst so.
Wir sehen uns nicht als Religions-, sondern als Weltanschauungsgemeinschaft und vertreten den evolutionären Humanismus.



3. Was denken Sie über Ungläubige?
Sie haben keine Denkverbote (Dogmen), sind also sehr wahrscheinlich schöpferischer und kreativer.

4. Wie groß ist die Toleranz gegenüber anderen Religionen?
Religionsfreiheit ist ein hohes demokratisches Gut, zu dem wir uns voll bekennen.
Aber dieses Gut beinhaltet sowohl die Freiheit von Religion als auch die Freiheit, Religion in jeder Weise kritisieren zu können. Dazu gibt es durchaus Anlass, denn
Religionen sind immer schädlich für die Gesellschaften, weil sie die nach ihren Ansichten und Dogmen formen möchten.

5. Teilglaube, Supermarkt der Religionen Möglich?
Möglich, denn letztlich gibt es keinen Grund, zwischen Religion und Aberglaube zu trennen. Den kann sich aber jeder zusammenbasteln, wie er möchte.
Sinnvoll ist Aberglaube nie, auch nicht als Supermarktreligion.

6. Lässt sich die Evolutionstheorie mit der Schöpfung vereinen? Wenn ja wie?
Nein. Die Evolutionstheorie ist Wissenschaft, die Schöpfung Märchen.

7. Haben wir einen freien Willen? Oder ist unser Weg vorbestimmt?
Das eine muss nicht zwingend das andere bedeuten.
Der Wille ist nicht frei in dem Sinne, dass es immer ganz konkrete Ursachen gibt, die uns diesen Willen geben.
Aber fehlende Willensfreiheit muss nicht fehlende Handlungsfreiheit bedeuten.
http://www.schmidt-salomon.de/bruno/Archiv/realfreih.pdf

8. Entwickelt sich die Religion weiter?
Ja, man kann sogar von einer Evolution der Religionen sprechen.
Allerdings erfolgt diese Entwicklung nicht nur aus sich selbst heraus, sondern auch, manchmal vor allem, auf Druck der Umgebungsgesellschaft. So hat nicht etwa moderate Religion Humanismus und Aufklärung gebracht, sondern Humanismus und Aufklärung moderatere Religionen.

9. Was denken Sie wie sieht die Zukunft des Glaubens aus? Wird es die Pastafari in 20 Jahren noch geben?
Die Pastafari wird es so lange geben, wie noch gezeigt werden muss, wie albern und unsinnig Religion ist.
Es wäre schön, wenn das in 20 Jahren schon vorbei wäre. :)'

10. Denken Sie, die Wissenschaft verdrängt irgendwann das Bedürfnis des Glaubens? Was denken Sie würde dann aus den verschiedenen Religionen?
Es gibt kein Bedürfnis des Glaubens. Gäbe es das, wie ließe sich erklären, dass in den neuen Bundesländer auch nach der Wende der Anteil an Gläubigen nicht gestiegen ist? Trotz massiver Evangelisierungsversuche der Kirchen ist im Gegenteil der Anteil der Atheisten noch weiter gestiegen auf deutlich über 80%.
Die Religionen werden immer bedeutungsloser werden. Zur Erklärung der Welt haben sie nie getaugt und das erkennen immer mehr Menschen. Ein Überleben sehe ich auf der Ebene von Traditions- und Trachtenvereinen.

11. Wie finanziert sich die Kirche? Reichen die Spenden?
Unsere Kirche ist als Verein organisiert. Die Mitglieder bezahlen Vereinsbeiträge und wir bekommen Spenden. Da wir ein große Zahl von Sympathisanten haben reichen die für unsere Aufgaben aus.
Wir hätten gern, dass wir gleichberechtigt mit den Großkirchen wären. Das aber auf unserem Niveau, die Großkirchen sollten also auch Vereine werden und ihre Sonderrechte incl. staatlicher Subventionen von über 20 Mrd. Euro jährlich verlieren.

12. Für was werden die Einnahmen benutzt?
Das schreibt uns unsere Vereinssatzung vor: Zur Förderung wissenschaftlicher Weltanschauungen mit sachlichen und satirischen Mitteln unter besonderer Berücksichtigung des evolutionären Humanismus der Giordano-Bruno-Stiftung. Das Pastafaritum ist das satirische Mittel.

02.11.2017

Das Wort zum Freitag - Luther, Vater der Kinder-Euthanasie



Dieses Wort hätte gut auch den Titel "Vom Winde verweht" tragen können. Besser noch, vom Sturm verweht. Wir hatten unsere Demo mit Nudelmesse in Göttingen gut angekündigt, zwei Zeitungen hatten im Vorfeld berichtet und vier Journalisten waren vor Ort. Wie ausnehmend gut es ihnen gefallen hat, könnt ihr unten in dem Kurzvideo sehen. Wir waren also ganz, ganz sicher, tolle Berichte über uns in den Medien zu haben. Auch bei RTL, die sich unser Video schicken ließen.

Dann wütete Sturm Herwart. Als ich RTL um den Link zum Beitrag gebeten habe, kam "Vielen Dank nochmal für Ihre Mühe. 
Das Material war durchaus sendbar, leider hatten die Kollegen am Montag durch den Sturm doch keinen Platz mehr in der Sendung. Das ist natürlich besonders ärgerlich und tut mir wirklich leid."


Ähnlich wird es wohl bei den Zeitungen gewesen sein. 
Na, wenigstens bleibt uns unser eigener Zusammenschnitt und natürlich der Text der Predigt. Womit wir dann auch wieder beim Titel oben wären.




Die meisten wissen es gar nicht. Der Reformator war ein Luder. Unter dem Namen lebte er über 30 Jahre. Ein ziemliches Schimpfwort, das damals noch weitaus stärker war als heute. Ist ja verständlich, wenn einer nicht so heißen möchte, auch wenn es noch so passend war.
Sucht euch was aus, das waren damals übliche Deutungen für Luder: Verlockung, betrügerischer Anschlag, Fallstrick, Hinterhalt, liederliche Lebensführung, der Üppigkeit, dem Wohlleben, schwelgen, schlemmen, verfallenes Lotterleben. Im Luder liegen bedeutet: Sich dem Lotterleben, speziell dem Suff, der Trunkenheit ergeben.

Namensforscher Prof. Udolf meint:
Der Luder, ein Meister der Selbstdarstellung, wählte die hochdeutsche edle Variante seines Namens, um sich nicht der Gefahr auszusetzen, dass jemand anzügliche Bemerkungen über seinen Namen machen könnte.

Ätsch, wir machen sie trotzdem und behaupten "Nomen es Omen". 

„Wir Menschen sind so: Wenn wir einen Pfennig haben, so wollen wir gern einen Gulden. Wenn wir einen Gulden haben, hätten wir gern hundert. Wenn ich eine Kanne Bier habe, wollte ich gern das ganze Fass.“ – So sah Luther sich selbst. (Aus den Tischreden 1532) Bier war ihm ungeheuer wichtig. 
Kein Wunder also, wenn in der Standardausgabe der Luther-Werke aus Weimar das Wort Bier über 250 Mal vorkommt. 

Aber natürlich reicht einem wie ihm Alkohol allein nicht. Wieder er selbst:

„Gestern musste ich daran denken, dass ich ein sehr gutes Bier daheim habe und dazu eine schöne Frau …“  (Brief an seine Frau 1534)

Ja, aus dem Angsthasen vor allem Weiblichen war ein Sexprotz geworden. Stark, was eine entlaufene Nonne alles so drauf hat. 

Aber davon wird man nicht fett. Luther hatte mit dem Kloster auch dem Fasten abgeschworen und ist auf der Wartburg zum Völler geworden. Von da an gings nur noch bergauf...mit seinem Gewicht. Nach und nach legte er sich durch übermäßigen Genuss sämtliche Wohlfahrtskrankheiten zu: Verdauungsstörungen, Gallen- und Nierenkoliken, Schwindel und Kreislaufattacken, Gicht und Rheuma. 

Ja, ich weiß, das geht euch zu sehr gegen den Menschen. Ad hominem ist nicht die feine englische Art.
Aber bei einem, der auf vielen Denkmälern steht, der so verklärt und gefeiert wird wie Luther, kann man schon mal eine Ausnahme machen.
Und wenn Juden über Juden lästern dürfen, Behinderte über Behinderte, dann dürfen auch Dicke über Dicke lästern. 

Bei Behinderten wären wir dann auch voll im Thema. Die sind nicht mit Gottes fehlerlosen Schöpfung vereinbar, mussten also vom Teufel sein oder doch zumindest irgend etwas mit ihm zu tun haben: "Wenn man aber von den teufelsähnlichen Kindern erzählt, von denen ich einige gesehen habe, so halte ich dafür, dass sie entweder vom Teufel entstellt, aber nicht von ihm gezeugt sind, oder dass es wahre Teufel sind."
Was des Teufels ist, muss vernichtet werden. Ganz konkret hat das Luther bei einem geistig behinderten Kind versucht. Er wollte es ersäufen. Seine Begründung: „Ich glaube schlicht, es sei ein Stück Fleisch ohne Seele“
Nur weil sein Landesherr das nicht ganz so sah, blieb der Junge am Leben. Grundsätzlich blieb Luther dabei seiner Meinung. Über geistig behinderte Kinder meint er, man sollte "derartig missgeborene Kinder ertränken".

Luther als Judenhetzer, als Frauenhasser, als Bauernschlächter und als Hexen- und Prostituiertenverbrenner ist schon einigermaßen bekannt. 
Verleihen wir ihm nun einen neuen Ehrentitel. Er hat ihn sich redlich verdient:

Luther, Vater der Kinder-Euthanasie


Zum Abschluss noch ein passendes Zitat und weiterführende Links.


"Die Heiligenlegenden entlarvte Luther als Märchen. An den Bibellegenden hielt er fest; am Teufelsglauben auch; am Hexenwahn auch; an der Ketzervertilgung auch; am Antisemitismus auch – am Kriegsdienst, an der Leibeigenschaft, den Fürsten. Man nennt es: Reformation." (Karlheinz Deschner)

https://www.welt.de/kultur/article126395361/Neuneinhalb-Thesen-gegen-Martin-Luther.html

http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/reformation/235725/populaere-irrtuemer-rund-um-die-reformation

https://hpd.de/artikel/luther-steuergeld-fuer-hassprediger-14937

26.10.2017

Das Wort zum Freitag - Heilige Nudelmesse und Reformation




Drei Feiertage liegen eng beisammen: Weltnudeltag, Halloween und Reformationstag.

Halloween wird vom Volk am meisten gefeiert. Kein Wunder, hat sich doch herumgesprochen, das ist ein altes, pastafarianisches Fest. Immer um Halloween wird es kalt, es liegt klar auf der Hand, das kommt durch die vielen Piraten, die dann durch die Straßen ziehen.

Vom Staat wird der Reformationstag am meisten protegiert. Klar, Luther hat die Welt verändert und wird dafür gefeiert.
Noch mehr jedoch hat die Pasta die Welt verändert, der Weltnudeltag geht aber immer noch unter.  Das ist besonders ungerecht, da die Nudligation im Gegensatz zur Reformation ausschließlich positiv war.
Gegen diese schreiende Diskriminierung der Nudel hilft nur eins: Die Heilige Nudelmesse am Reformationstag.



Seid dabei, wenn wir die am
31.10.17 im MIO Restaurant Leipzig, Beethovenstraße 21
um 13:00 Uhr feiern.
Noch besser ist, ihr kommt schon 10:00 Uhr dort hin. Die gbs Leipzig lädt dann zum "Säkularen Frühstück" ein.
Das passt doch wie Piratenfaust auf Spießerauge.



Noch mehr, nämlich ein komplettes Wochenende, gibt es
am 28. und 29.10.17 in Fredelsloh und Göttingen

Das Bildungswerk Leben und Umwelt / Alte Schule Fredelsloh macht eine Veranstaltung zum Thema „Pastafari“ und die Kirche des Fliegenden Spaghettimonster. Die für euch sicher besonders interessanten Sachen habe ich mal fett gesetzt. Aber es lohnt sich ganz sicher, auch bei den anderen dabei zu sein.

Samstag, 28. Oktober 2017
➔ 9 Uhr – gemeinsames Frühstück mit Pastafari-Gedanken, Alte Schule Fredelsloh
➔ 12 Uhr – Pastafari Demo mit Nudelmesse, Altes Rathaus Göttingen (Fahrgemeinschaften)
➔ ca. 15 Uhr – Jörg bereiten Nudeln vor, wenn wir aus Göttingen wieder kommen.
(Alte Schule Fredelsloh)
➔ 19 Uhr - Vortrag und göttliche Auseinandersetzung mit Bruder Spaghettus, Schwester Elli 
Spirelli und „K.-W.“ Pastor Klaus-Wilhelm Depker (Alte Schule Fredelsloh) 

Sonntag, 29. Oktober 2017

➔ 9 Uhr – gemeinsames Frühstück mit Pastafari-Gedanken, Alte Schule Fredelsloh
➔ ca. 11 Uhr – Prozession mit Bruder Spaghettus und Schwester Elli Spirelli beim
„Lichtermarkt“ in Fredelsloh
➔ 13 Uhr – Mittag – Es gibt Spaghettis !!! 
Anmeldung:
Telefonisch bei Jörg, Alte Schule Fredelsloh 05555 522 (Ran an das Telefon!)
- Seminarkosten - „freie Selbsteinschätzung“ - Das Sparschwein steht auf dem Tisch…
- Verpflegung wird vor bereitet und gemeinsam gezaubert...

- Übernachtung möglich…..

Sogar die erste Zeitung hat schon berichtet. Eine weitere wird noch folgen.
Nun fehlt nur noch ihr.

Ich hoffe sehr, wir treffen uns irgendwo.

19.10.2017

Das Wort zum Freitag - Glaubenskodex an der Uni




Glaubenskodex?

Bisher kannte ich den Begriff noch nicht. Eine von zwei aktuellen Pressemeldungen zum Thema Religion und Gesellschaft hat das geändert.

Beide haben schon auf Facebook für einige Diskussionen gesorgt.
In der ersten ging es um einen muslimischen Feiertag. Innenminister de Maiziere hatte den vorgeschlagen, Teile der CDU und besonders der CSU das sofort kritisiert.
Na, ein Feiertag mehr ist ein Tag Arbeit weniger, ist doch also gar keine schlechte Sache, oder?
Könnte man so sehen. Ich sehe es anders. Weitere religiöse Feiertage würden den Einfluss von Religion auf die Gesellschaft stärken. Das brauchen wir gewiss nicht.

Was wir brauchen ist die schrittweise Umwandlung von religiösen Feiertagen in säkulare. Weihnachten, Ostern und Himmelfahrt haben sich schon längst vom Ursprung getrennt, die könnten als traditionelle Feiertage bleiben. Alle anderen werden ersetzt und aufgestockt auf die Zahl, die die Stadt mit den meisten Feiertagen hat. 

Das wäre Augsburg mit 14.

Ein andere Möglichkeit wäre, den Mindesturlaub anzuheben und sämtliche Feiertage, bis auf zwei, drei mit klarem Bezug zum Staat und damit allen Bürgern, abzuschaffen. 


Mehr Religion ist immer der falsche Weg, auch, wenn es, wie in dem Fall, mit einem Arbeitstag weniger zunächst einmal angenehm sein sollte.

In der zweiten Meldung ging es um die Uni Hamburg. Dort war es immer mehr zu religiösen Übergriffen gekommen, die drohten, den normalen Lehrbetrieb empfindlich zu stören. Salafisten haben auf den Fluren öffentlich gebetet, Studentinnen wurden aufgefordert, Kopftuch zu tragen, es wurde gefordert, die Vorlesungen nach den muslimischen Gebetszeiten auszurichten und anderes mehr.

Höchste Zeit, dem entgegen zu wirken, meinte die Uni und stellte einen klaren Kodex für religiöses Verhalten auf. Es ist der erste in Deutschland. Wie immer in solchen Fällen steht zu erwarten, andere Universitäten werden nachziehen.

Die obigen Forderungen sind damit vom Tisch, es wird keine öffentlichen Gebete geben und auch keine Anpassung des Lehrbetriebs an muslimische Gebetszeiten. Also alles prima?

Ganz und gar nicht. Prima wäre gewesen, sich klar zur Säkularität zu bekennen: Religion hat an der Uni nichts zu suchen.

Der Kodex bringt das Gegenteil. Er stellt im Prinzip darauf ab, jede religiöse Praxis zu erlauben, die nicht unmittelbar den Lehrbetrieb stört. Der Vormarsch religiöser Praktiken und damit die Religionisierung der Gesellschaft geht weiter. Sogar die Vollverhüllung wird ausdrücklich erlaubt und lediglich bei Prüfungen und zur Feststellung der Identität eingeschränkt.

Das hätte ich mir anders gewünscht.





13.10.2017

Das Wort zum Freitag - Bildungsfernsehen?




"Außer Thesen nichts gewesen" fragt der MDR in seiner Sendung "Fakt ist!"

An einer ergebnisoffenen Klärung dieser Frage war er gar nicht interessiert. Das zeigte die Zusammenstellung von drei befragten Bürgern, bei der sich zwei positiv zum Lutherjahr äußerten. Das zeigte sich aber vor allem auch an der Zusammenstellung der Teilnehmer der Sendung.

Dabei waren:

Christian Wolf, Pfarrer der Thomaskirche Leipzig im Ruhestand,

Irmgard Schwätzer, Präses der Synode der EKD,
Maximilian Steinhaus, Regionalgruppenkoordinator der gbs und
Benjamin Lassiwe, freier Journalist in der Diskussionsrunde sowie


Superindendentin Kristin Jahn, ehem. Pfarrerin in Wittenberg und
Dr. Reinhold Brunner, Lutherbeauftragter der Stadt Eisenach,

als Studiogäste mit eigenen Redebeiträgen.

Nun hätte man noch von einem freien Journalisten kritisches Hinterfragen erwarten können, aber das Statement von Steinhaus 

"250 Millionen Euro für den Luther-Hype, so exzessiv hat der Staat noch nie jemand gefeiert und damit gegen seine Pflicht zur weltanschaulichen Neutralität verstoßen." 
konterte Lassiwe sofort mit seinem: 
"Die Co-Finanzierung durch den Staat war gerechtfertigt. Der Staat hat mehr profitiert als die Kirchen." 

Das war echt witzig, denn wenn 202 von 250 Mio von der öffentlichen Hand kommen und gerade mal 48 Mio von der Kirche, war doch eher die der Co-Finanzierer.

Alle anderen fanden erwartungsgemäß, trotz gelegentlicher Kritik an Einzelheiten, das Lutherjahr war sinnvoll und gelungen. Wobei man sich nicht so recht einigen konnte, was eigentlich gefeiert wurde, Luther oder die Reformation.
Wenn Steinhaus kritisierte, einen üblen Hetzer wie Luther dürfe man nicht feiern, kam die Antwort, man hätte ja auch die Reformation gefeiert. 

Wenn es darum ging, die Feier und die damit Beauftragten zu benennen, war es das Lutherjahr und Lutherbeauftragte.

Darf ein weltanschaulich neutraler Staat eine weltanschauliche Feier fördern?

Diese entscheidende Frage wurde kurz abgebügelt.

Natürlich darf er das, denn es wurde ja mit der Reformation ein weltgeschichliches Ereignis gefeiert. Außerdem hätte der Staat durch volle Hotelzimmer Gewinn gemacht, die Kirchen mit Besucherzahlen weit unter den Erwartungen jedoch Minus (Lassiwe). Wie beides, niedrige Besucherzahlen und volle Hotelzimmer, zusammen passt, bleibt mir ein Rätsel. 

So ging es wohl auch Steinhaus, denn er führte an, dass die dann immerhin mit einer öffentlichen Förderung von 900 Euro pro Teilnehmer erreicht wurden. Da dürfte der Staat, trotz einiger Steuereinnahmen mehr, insgesamt großes Minus gemacht haben.
Außerdem würde selbst Gewinn für den Staat den nicht berechtigen, seine weltanschauliche Neutralität aufzugeben. 

Die ist aber, laut Wolf, sowieso nur eine Mär. 


Schwätzer wusste, der muss zwar neutral sein, darf aber rechtlich durchaus mit ihnen zusammen arbeiten. Steinhaus antwortete, das wäre zwar gegenwärtige Rechtsprechung, stünde aber nicht so im Grundgesetz. Gerade in Zeiten, wo immer mehr Menschen die Kirche verlassen und der Anteil Konfessionsloser zunehmend größer wird, müsste sich die ändern.

Lassiwe wies darauf hin, die öffentliche Hand würde auch andere Großveranstaltungen, wie Sportfeste, fördern, verfehlte damit aber wieder einmal das Thema. Die sind wohl kaum weltanschaulicher Natur.
Immerhin forderte er, die Verwendung der Mittel genau zu kontrollieren und festzustellen, wer fragwürdige Aktionen genehmigt hätte.

Ansonsten ging es eher um kircheninterne Fragen. Hat das Lutherjahr die Krise der Kirche verdeutlicht ( Wolf) oder war es ein Highlight, welches ihr Rückenwind gibt (Schwätzer)? Jahn musste auf die Frage, ob sich der massive Einsatz von Geld denn für die Kirche gelohnt und es Kircheneintritte gegeben hätte, antworten, ihr wären keine bekannt.

Schwätzer, die anfangs behauptet hatte, Sinn des ganzen Aufwandes wäre die Feier des Weltereignisses Reformation gewesen, konkretisierte dann am Ende doch noch, worum es eigentlich ging. Das Reformationsjubiläum sollte deutlich machen, was die Beziehung zu Gott an guten Dingen im Leben eines Menschen bewirken kann. 


Vorher wollte schon Wolf, die Grundlagen des Glaubens müssen wieder in der Gesellschaft präsent sein.

Der setzte auch noch einen abschließenden Glanzpunkt. Als Steinhaus forderte, der Staat möge auch Aufklärer ähnlich aufwändig wie Luther feiern und im nächsten Jahr den 70. Jahrestag der Menschenrechte, unterbrach ihn Wolf mit dem Hinweis, die Kirchgemeinden würden das jedenfalls tun. Am selben Tag hätte Luther die Bannbulle verbrannt.
Da konnte Steinhaus nur sanft und verzweifelt lächeln.






Den absoluten Knaller setzte aber der Moderator. 


Nach der Schlussbefragung der Teilnehmer, ob die Feierei denn nun sinnvoll war, kam er erneut auf das Geld zu sprechen. 250 Mio klänge erst einmal nach ganz, ganz viel, aber die Fußball WM 2006 hat 3,1 Mrd. Euro gekostet, davon 200 Mio allein die Sanierung des Olympiastadions.


Das war unerträgliche Relativierung und verfehltes Thema, denn die war eben nicht weltanschaulich geprägt.

Vor allem aber war es der klare Nachweis, diese Sendung war kein Bildungsfernsehen sondern astreine Lobbyarbeit. Diese Schlussbemerkung war klar vorbereitete Abschlussaussage.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen verkommt zum Propagandainstrument der Kirchenrepublik Deutschland.





05.10.2017

Das Wort zum Freitag - Hetze adelt



Sturm und Regen draußen, trübe Gedanken drinnen. 


Sind wir wirklich schon eine vollwertige Weltanschauungsgemeinschaft? Klar, wir haben mit dem Naturalismus zweifellos eine umfassende Erklärung für die Welt, die 8 ALWMs und die 10 Angebote des Evolutionären Humanismus sind die Richtlinien unserer Ethik, wir haben gemeinsame Riten, gemeinsame Feiertage und Feste. 



Aber reicht das schon? Ist nicht jede Weltanschauung erst eine, wenn sie wirklich auch heftig, bevorzugt aus dem religiösen Lager, angegriffen wird? 



Da fehlt uns noch was.....dachte ich jedenfalls erst. 



Dann fiel mir ein, da gab es doch schon was. Hat der evangelische Pfarrer Templins nicht gedroht, notfalls unsere Nudelmessenhinweisschilder selbst abzuschrauben? Hat uns der katholische Gemeindereferent in Templin nicht als bösartigen Karnevalsverein bezeichnet? Gab es in diesem Zusammenhang nicht mehrfache Sachbeschädigungen eben diese Nudelmessenhinweisschilder?



Das war doch schon was. Aber irgendwie fehlte da noch der rechte Schmiss. 






Ein bisschen fehlte der mir auch noch bei der Mail von Tyler Durden:

hallo rüdiger weida!


vor kurzem habe ich folgenden artikel auf heise.de im newsticker gelesen:

das oberlandesgericht brandenburg anfang august der kriche des fliegenden spaghetti monsters deutschland e.v. (der name ist der abschuss) die rechte einer relgions- und weltanschauungsgemeinschaft verwehrt! hintergrund war wohl, das ihre angebliche religons- und weltanschauungsgemeinschaft (sic!) am ortseingang von templin schilder zur 'nudelmesse' aufstellten bzw. nun dies verboten wurde! gibts da jetzt jeden freitag um 10 h spaghetti al dente für die sektenmitglieder ;-)?!


heute lass ich diesen artikel, ebenfalls auf heise.de im newsticker:

das sich das olg brandenburg mit so einem scheiss befassen mußte ist schon traurig genug! die gerichte haben weitaus wichtigere sachen zu bearbeiten! aber das ihr spinnerverein bzw. -sekte sich nun auch noch an das bundesverfassungsgericht mit der sache gewandt hat, schlägt dem fass den boden aus! ich hoffe mal, das das bundesverfassungsgericht ihrem deppenverein bzw. -sekte einen ordentliche klatsche bzw. abfuhr erteilen wird!


mfg,
tyler durden





Aber da war doch noch was. Na klar, die Mail "Ich bette für Euch und eure Sünden..Amen.." von Franz Lederer aus Österreich mit den 36 Bildanhängen. Ein paar wären sicher rechtsrelevant bei Veröffentlichung. Aber einige wollte ich euch nicht vorenthalten und habe sie hier in dem Wort verteilt. 



Der Knaller ist aber die Mail selbst, aus der ich, der Übersicht halber, die ganzen Verlinkungen und Bildchen von irgendwelchen Artikeln  auf katholisch.de gestrichen habe, die er vor jede neue Anschuldigung gesetzt hat. So wirkt die Kraft des klaren Wortes dann auch viel besser: 



Ihr Jüdischen-Nazi und Handlanger des Internationalen-Judentums habt mitgeholfen die Christenverfolgung nach Europa zu bringen..Ihr gehört vors Kriegs.- und Menschenrechtsverbrecher-Tribunal nach Den Haag..Sonst nichts..


Nach der Islamisierung-Ägyptens wurden den Christen..die nicht Konvertiert sind..ein Kreuz..wie den Juden..am Unterarm tätowiert..

6 Millionen-Muslime konvertieren jährlich zum Christentum - weil Sie Jesus dem Dschihad vorziehen--

Spanische-Katholiken werden vom IS..Terrorisiert..ihr gehört am Scheiterhaufen verbrannt oder in die Gaskammer gesteckt..mehr hat Gott für solche Monster nicht vorgesehen.. 

In Indien werden Terroranschläge gegen Katholische-Kirchen geführt..ihr gehört am Scheiterhaufen verbrannt oder in die Gaskammer gesteckt..mehr hat Gott für solche Monster nicht vorgesehen.. 

12-13 Millionen katholische-Chinesen bekennen sich zur katholischen Kirche & dem Papst..ihr gehört am Scheiterhaufen verbrannt oder in die Gaskammer gesteckt..mehr hat Gott für solche Monster nicht vorgesehen.. 

Hier kämpfen Katholiken gegen den Islam..ihr Völker.- Kriegs.- & Menschenrechtsverbrecher..ihr gehört am Scheiterhaufen verbrannt oder in die Gaskammer gesteckt..mehr hat Gott für solche Monster nicht vorgesehen.. 

Der Herr wird über Euch-Richten..wie Er über alle Richtet..Amen.. 



Was kann man daraus folgern?

1. Der Franzl kennt seinen Gott richtig gut und bettet deshalb für uns.

2. Meine trüben Gedanken waren fehl am Platz:

Wir haben es geschafft und sind endlich vollwertig!!!