20.09.2018

Das Wort zum Freitag - Ausweisen, wer man ist





Ich bin Pastafari und stehe dazu. Die Behörde genehmigt allerdings das Tragen piratiger Kopfbeckung auf meinem Personalausweis nicht. Außerdem müsste ich dann immer diese Kopfbedeckung in der Öffentlichkeit tragen, so wie es Bruder Spaghettus tut. Das ist schwierig, weil ich sowohl Kopftuch, Tuch, Dreispitz oder mein Haar offen trage. Piraten passen sich schließlich dem aktuellen Wetter an. Symbolisch wäre aber Dreispitz oder Kopftuch das Erkennungsmerkmal. Bevor allerdings der Rechtsstreit, den Bruder Spaghettus wegen des Ausweisfotos mit piratiger Kopfbedeckung führt, nicht abgeschlossen ist, kann man dieses Problem erst mal von den Planken wischen. Arrrgh
Wie und wann darüber entschieden wird, steht in den Sternen.
Inzwischen ist mein Ausweis abgelaufen und ich beantragte einen neuen. Mir einen Zopfhalter mit Monstersymbol zu basteln, fiel aus. Weder habe ich Zöpfe, noch einen Bart.


Aber ich trage regelmäßig pastafarianischen Ohrschmuck. Also die Klunker an die Ohren gebammelt und ab zum Fotostudio Grinsekatz. Mit meinem neuen Passfoto trabte ich zur Meldestelle, beantragte den Ausweis und bekam ihn auch. Seht selbst.
Egal, wie der Rechtsstreit für Bruder Spaghettus ausgeht, wir haben für uns eine Möglichkeit gefunden, uns zu unserem Monster auch auf Dokumenten, wie z.B. dem Personalausweis zu bekennen. Die Welt soll uns als Pastafari wahrnehmen und die Behörden das genau so akzeptieren, wie sie anderen Menschen gestattet, auf amtlichen Dokumenten mit Kopftüchern abgelichtet zu sein. Wenn es so wichtig ist, dass man auf dem Ausweis neben Name, Adresse, Augenfarbe, Größe, Geburtsdatum auch die Religion ersehen kann, und sei es nur auf dem Foto, dann bitte. 

Gleiches Recht für alle Religionen oder noch besser: „Weg mit dem Firlefanz!“

14.09.2018

Das Wort zum Freitag - Pastafaritreffen 2018



Ahoi,

auch dieses Jahr steht ein Mannschaftstreffen an. Wir entern Köln.


Wieder haben wir einen Vortrag organisiert, wieder wird es eine Demonstration geben und wieder bei der abendlichen Feier eine Feuershow von mir, Erik Eliche.


Das Treffen ist am 22. /23. September.


Wir starten am Samstagabend mit einem Vortrag. Dazu treffen wir  uns um 17 Uhr in aller Ruhe im mittelalterlichen Lord of the Grillz. Natürlich echt piratig. Bitte gebt uns kurz Bescheid, was ihr dort essen wollt, wir bestellen dann vor.


Leider können wir Referent und Thema des Vortrags noch nicht klar benennen. Geplant war Ali Utlu. Der, bekennender Homosexueller und prominenter Erdogankritiker, wurde vor seiner Wohnung von nationalistischen Erdogananhängern zusammen-geschlagen und war im Krankenhaus. Nun müssen wir kurzfristig neu planen. Angedacht ist ein Vortrag mit Ulli Schauen zu Religion in den Medien.


Wer Ali helfen möchte, und er braucht, auch zum moralischen Aufbau, jetzt dringend Hilfe, kann das hier tun. 


Nach dem Vortrag gehen wir noch an den Rhein, bei einer Feuershow und Gitarrenmusik den Abend genießen.


Einige Schlafmöglichkeiten wird es geben, Platz für Wohnwagen und -mobile findet sich auch.


Am Sonntag gibt es dann wieder eine Demo "Wider den Unglauben". Die startet um 10:00 vor der DITIB-Zentralmoschee Köln.


Von dort geht es zum Kölner Dom an welchem es eine Nudelmesse geben wird.


Alle Pastafari und Sympathisanten sind herzlich eingeladen. Wem der Weg zu lang wird, dem helfen wir, eine Fahrradrikscha zu organisieren.


Ansonsten kann zur Demo natürlich jeder einfach hinkommen, für den Vortrag, wie geschrieben, bitte anmelden.


Es gilt das Windhundprinzip. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.


Also schnell ran an die Tastatur.


Hier auch nochmal bei Facebook:


https://www.facebook.com/events/257888211487893/


Erik Eliche

07.09.2018

Das Wort zum Freitag - Spaghettiknoten


 Wikipedia unter CC Attribution-Share Alike 2.0 Generic

Da ist man einmal als Landratte unterwegs und schon steckt man im Stau. Wäre das so ein kurzer, könnte man mal eben die vorbeifahrenden Nachbarn beobachten, wie die so drauf sind und seiner Phantasie freien Lauf lassen, was die gerade so machen. Leider starren die meisten alle nur mehr oder weniger angefressen geradeaus. Selten gibt es da was zu lachen. Eigentlich passierte mir das nur einmal in einem Stau von über acht Stunden. Das entschädigte also auch nicht wirklich und darüber will ich heute auch gar nicht berichten.

Diesmal fuhren wir nach Köln, ihr wisst schon, Hochzeit! Eine Baustelle löste die andere ab und immer sollten wir 60 km/h fahren. Leider klappte das nicht immer und es kam mehrfach zum gefürchteten „stop and go“, wie es neudeutsch genannt wird. Anfangs konnten wir uns noch mit unserer pastafarianischen CD „Wir singen dem Monster ein Lied“ in gute Laune versetzen. Doch die läuft ja bekanntlich nicht ewig. Ich hob meinen Blick und betete zum Monster. Wutsch, störte ein großes blaues Schild den freien Blick gen Himmel. Ich unterbrach mein Gebet und las, dass in 1000 m ein Kreuz unseren Weg kreuzte. Andauernd diese Kreuze, dachte ich so bei mir. Die Kreuzallergie begann schon leicht auszubrechen bei mir. Dann sah ich auf unseren Sextanten für Autos. Da war kein Kreuz zu sehen, eher ein Gebilde aus nudligen Anhängseln. Oha, dachte ich, das Monster hat schon auf mein Gebet reagiert.

Es kamen noch einige Kreuze, die alle wie nudlige Gebilde anmuteten. Das gefiel mir so gut, dass ich auf der Hochzeit mit anderen Pastafari darüber sprach. Dabei erfuhr ich dann, dass in Duisburg ein Autobahnkreuz „Spaghettiknoten“ genannt wird. Zufall? Ich denke nicht.

Uns gibt es inzwischen schon in so großer Zahl, dass ich nicht alle Piraten und Freibeuterinnen kennen kann. Über eins bin ich mir aber klar. Sie sind da, sie zeigen sich mit großen und kleinen Aktionen und tun vieles, was dem Monster Freude bringt. Das macht mich sehr stolz, eine von ihnen zu sein.

Bald ist unser Jahrestreffen in Köln. Ihr, die ihr bisher noch im Verborgenen Pastafari ward, kommt vorbei, schließt euch uns an. Spaß ist vorprogrammiert.

31.08.2018

Wort zum Freitag - Offener Brief an den Bürgermeister von Templin




Sehr geehrter Herr Tabbert,

ich wende mich heute an Sie als letztlich Verantwortlicher für den Inhalt der offiziellen Webseite Templins. Anlass ist die Verschiebung unserer Kirche aus dem Bereich „Kirchen“ in den Bereich „Sehenswert“.

Zunächst waren wir sehr betroffen, haben aber nun, nach intensiver Beratung und Diskussion in der Kapitänskajüte festgestellt, Sie haben damit völlig richtig gehandelt.

Wir waren davon ausgegangen, mit „Kirchen“ sind die Kirchgebäude als für Touristen interessante Objekte gemeint. Eine interessante Kirche haben wir auch, und wären somit dort richtig platziert gewesen.

Ihre Begründung für unsere Neuplatzierung, es wäre noch nicht geklärt, ob wir eine weltanschauliche Gemeinschaft sind, zeigt jedoch, dort geht es klar um die Religionsgemeinschaften selbst.

Das widerspricht nun aber dem strikten Gebot des Religionsverfassungs-rechtes, das den Staat zu weltanschaulicher Neutralität verpflichtet. Eine gewisse Distanz, wie Sie von der Stadt für uns fordern, muss deshalb noch viel mehr für bereits anerkannte Religionen und Weltanschauungen gelten. Das Aufführen bestimmter Bekenntnisse verstößt klar gegen die weltanschaulich-religiöse Unparteilichkeit. Das um so mehr, als davon ausgegangen werden muss, in Templin gibt es auch Anhänger weiterer religiöser Bekenntnisse, z.B. der ebenfalls als solche anerkannten Zeugen Jehova. Diese werden jedoch nicht erwähnt.

Nun möchten wir nicht etwa bitten, Ihre Website entsprechend zu ergänzen. Vielmehr sind wir fest überzeugt, dass tatsächliche Gleichbehandlung nur möglich, wenn alle, wirklich alle, Privilegien bekommen(aber dann sind das ja keine mehr), oder eben niemand sie mehr hat.

Deshalb möchten wir Sie bitten, die Rubrik „Kirchen“ gänzlich von der Website Ihrer (und als Templiner Verein auch unserer) schönen Stadt zu entfernen oder aber alle vermeintlichen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften aufzunehmen. (Insbesondere aber nicht ausschließlich "Der Orden der Jediritter", die bereits genannten "Zeugen Jehovas", die Anhänger des "Last Thursdayism"s etc. pp.)

Mit nudligen Grüßen

Jan Splett


Vors. KdFSMD e.V.

28.08.2018

Eine pastafarianische Trauung...

gab´s am letzten Sonnabend in Köln. Ich hatte die Ehre, sie zu vollziehen. Schöne wars, richtig schöne. Na ja, bis auf die Anfahrt. Die A2 hat mir Köln erst mal ein bisschen verleitet.

Aber dann ging´s los. Ein Kahn lag am Ufer und harrte der Piraten, die ihn stürmen würden. 



Die kamen reichlich, knapp 100 waren es am Ende.


Zuerst zu Wort kam der Mann vom Standesamt. Der war cool drauf und ließ sich sogar einen Dreispitz aufsetzen.


Nachdem er von Bord war, kam die kirchliche Trauung.




Weitere Höhepunkte folgten. Stark, wie der Bräutigam die Torte mit einem geschickten Hieb seines Entermessers in Portionen zerlegte.



Der Tanz des Brautpaares, Dampfnudel und Margaritos von Bucatini, setzte noch eins drauf. 



Das schien sogar IHM zu gefallen.

Dann wurde es zum Fürchten. 






Irgendwie schienen das nicht alle zu empfinden. Die Stimmung war ungebrochen. 


Was letztlich auch kein Wunder war. Boot war cool, Mannschaft auf Zack und die Kombüse reichlich und gut gefüllt.

Danke, Jenny und Christian, für diesen schönen Tag. Daran werden viele noch lange zurück denken.












23.08.2018

Das Wort zum Freitag - Zweifelt, zweifelt immer




Heute möchten wir über die am 18.08. in Osnabrück vollzogene Nudelmesse berichten, die die Osnabrücker Pastafaris zu Ehren der am selben Tag in einer Schrebergartenparzelle, die im Besitz von interessierten Sympathisanten ist, gehissten Piratenfischflagge abhielten und bei der etwas festgestellt wurde, dass einen Ruck durch die gesamte Gesellschaft der westlichen Hemisphäre – ach was, der gesamten Welt und am besten des Universums – gehen lassen sollte… darunter machen wir es nicht, das haben wir uns von unseren katholischen Glaubensbrüdern und –schwestern abgeschaut…
Dank der Ankündigung der Messe auf Facebook von Bruder Stellinus, waren sogar drei Gäste erschienen. Bruder Smutje war bei diesem Event der Nudler, der die Fäden schon während der würdigen Prozession fest in der Hand hielt, den Garten sowie die Flagge mit heiligem Nudelwasser segnete, das Glaubensbekenntnis und das Monster Unser verlas, nachdem der Fahnenmast durch die erfahrenen Hände der Pastafaris groß und hart gemacht wurde, damit die Flagge weithin sichtbar im Wind wehen konnte.


Dann war es soweit: das Highlight einer jeden Messe ist natürlich das Zeigen der Reliquien; die Mutterkirche hat ein wahres Füllhorn an einzigartigen Devotionalien wie z. B. die berühmte ungeöffnete Rumflasche oder die gebenedeite Piratenflagge… wir hatten, wie an wenige bereits berichtet, eine Melone, in die der Piratenfisch vom FSM geschnitzt wurde, bevor ES sie vor 4000 Jahren in einem Garten vergrub, um uns alle zu verwirren. Gehoben vor wenigen Wochen, war die Reliquie durch Amöbenfraß nicht lange haltbar… aber Bruder Smutje hatte mit Frau Mahlzahn einige Melonenkerne in einer eigens dafür mundgeblasenen Phiole erhalten können. Die Reliquie vom Berg Hausmann innerhalb der Stadtgrenze von Osnabrück – so heilig, dass sie fast vibrierte!

Allerdings war mir, Bruder Pasta L’adoratore, als aufmerksamer Pastafari bekannt, bei näherer Betrachtung der Gravur der Melone und dem Einsatz eines portablen Röntgengeräts aufgefallen, dass es sich um ein kernloses Obst handelte. Schlagartig wurde allen klar, dass es sich hierbei wohl um das größte Wunder überhaupt handelte – Bierelujah! Miracoli! – eine RELIQUIENFÄLSCHUNG!

Verzückung machte sich breit, alle waren glückselig und von der Erleuchtung überwältigt… leider konnte niemand filmen, alle zitterten zu stark, die religiösen Gefühle nahmen Überhand: man stelle sich eine Voodoozeremonie vor… oder einen Exorzismus. Schnell nahm allerdings die Wissenschaft wieder das Ruder in die Hand, und Bruder Smutje fütterte die Gemeinde mit Kohlenhydraten (übrigens, auch das ein Wunder: es handelte sich um regenbogenfarbene Spaghetti!), während Frau Mahlzahn den Biervulkan bändigte und uns labsalte. 


Nach der offiziellen Messe inklusive Predigt wurde dann der Völlerei gehuldigt: es gab Pasta, Gemüse, Obst, Bier und zu guter Letzt eine Spaghettitorte, um dem FSM zu huldigen. ES war uns wohlgesonnen, die Feier verlief ohne Verletzungen. Dank an den Nudler Smutje und seine bessere Hälfte Frau Mahlzahn – möge die Pasta mit ihnen sein!

Bruder Pasta L‘adoratore


16.08.2018

Das Wort zum Freitag - Piratenhochzeit auf dem Rhein





Ende August wird Bruder Spaghettus erneut die Pastafarianische Trauungszeremonie durchführen. Wieder trauen sich zwei wild entschlossene Pastafari, ihren Weg von nun an gemeinsam zu gehen und starten mit einem Fest, wie es nur Piraten feiern. Daher geht es wieder einmal aufs Wasser, was sonst?!


Freunde und Verwandte freuen sich sicher schon, die bequeme Kleidung der Piraten tragen zu dürfen und nicht in steifer Festkleidung vor sich hin schwitzen zu müssen. Aber was zieht ein Pirat an, wenn mit großer Hitze zu rechnen ist? Die Frage stellt sich nicht nur bei einer Hochzeit.

Bekanntestes Utensil, der Dreispitz, dürfte so manche Schweißperle ins Rollen bringen. Langer Mantel aus edlem aber auch schwerem Tuch, darunter gar eine Weste nebst langärmligem Hemd ist zwar cool, aber auch warm. Dazu gar noch Langschäfter?!

Landratten hätten jetzt ein megafettes Problem. Piraten aber sind findige Kerle, schalten erst einmal das Hirn ein und nehmt euch Die Acht Am Liebsten Wäre Mirs vor. Stand da nicht etwas von „… Esst erst mal was und dann ...“ fallt in den Kleiderschrank ein. (na ja, da ging wohl gerade meine Phantasie etwas mit mir durch!)

Wenn wir Pastafari nach Seinem Wunsche im Piratenornat erscheinen, putzen wir uns schon mal ganz gern so richtig heraus. Wir wählen meist die Garderobe, die uns allen aus Piratenfilmen bekannt ist und wohl die Glanzzeit der Piraten war. Sie sind unsere Helden, ihnen wollen wir es gleich tun. Jeder erkennt sofort, dass da ein stattlicher Freibeuter unterwegs ist.

Schaut man aber einen Piratenfilm genauer an, sind da nicht nur die schmucken Korsarenkapitäne, sondern auch der Haufen wilder Kerle, der als Crew zusammengefasst wird. Und die ist eher leger und mit wenig Stoff behangen. So ist Beweglichkeit garantiert, wenn es mal zur Sache geht. Auch die Kopfbedeckungen fallen da vielseitig aus. Jeder versucht irgendwie, seine Omme vor der Hitze zu schützen. Da gibt es Tücher, Mützen, Kappen und auch einfach nur schönes volles Haar zu bewundern.

Was lernen wir daraus?

Bei großer Hitze greift der Pastafari zu leichter Bekleidung. Faustregel: Der Pirat in uns muss auch nach außen zu erkennen sein.

Hauptmerkmale:
  • Piratenkopftuch
  • Gürtel oder Bauchbinde
  • Augenklappe

Ob ihr nun ein weites T-Shirt tragt oder brutal abgeschnittene Hosen, gar mit Löchern versehen, spielt keine Rolle. Zünftig soll es aussehen. Es zählt nur der Wiedererkennungswert.

Ich freue mich schon sehr auf die bevorstehende Feier, denn bei den bisherigen Pastafarianischen Hochzeiten war es mir immer ein Augenschmaus, wie erfinderisch die Gäste sich herausgeputzt hatten. Man merkte ihnen an, welchen Spaß sie schon im Vorfeld bei der Zusammenstellung ihrer „Robe“ hatten.

Und, Lust auf Piratenkleidung auch bei euch geweckt? Morgen ist Freitag. Putzt euch doch einfach mal so zum Spaß und Ihm zum Gefallen heraus und schickt uns ein Foto. Würde mich freuen.
Genießt den Freitag bei Bier und Pasta und vielleicht in zünftiger Piratenkleidung.

Eure Elli


10.08.2018

Das Wort zum Freitag - Volle Kraft zurück



Letzte Woche waren wir auf dem Stand
Ganz kurz konnte man uns finden unter den Kirchen unserer Heimatstadt. Der Verein war also endlich da wo er hin gehörte, als Verein, aber auch mit unserer kleinen Kirche.
Doch die Freude währte nicht lange. Wo das weltoffene Templin uns ohne Vorurteile begegnet scheint es, als würde jemand gegen uns arbeiten.
Kaum war über die Pressemitteilung , dass unsere Kirche ihren Platz neben den anderen Kirchen des Ortes gefunden hatte, abgeschickt, war das auch schon wieder Geschichte. Noch bevor irgend ein Medium überhaupt darüber berichtet hätte. Scheinbar durch Druck von außen wurden wir ruck zuck verschoben.

Der hpd schreibt dazu: 
"Die Entscheidung, die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters in der Rubrik "Kirchen" aufzuführen, erscheint hierbei nach allen Regeln der Systematik logisch: Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters in Templin nennt sich nicht nur "Kirche", sie hat auch eine. Für diese vollkommen logische, von jeglichem Weihrauch unvernebelte Entscheidung bekommt das Stadtmarketing nun den langen und wuchtigen Arm der etablierten Kirchen zu spüren, die nicht einmal selbst zum Hörer greifen müssen, sondern Politiker und andere Kirchenhörige diese Arbeit für sie erledigen lassen."

Da stellt sich uns die Frage: „Möchte die Stadt Templin denn nun unter "Kirchen" die Gemeinden aufführen oder die Gebäude?“
Es bleibt nur der Schluss, dass es ersteres ist. Darauf weist auch hin, dass die Maria-Magdalena-Kirche als Gebäude ebenfalls in " Sehenswert" geführt wird. Doch wie ist das vereinbar mit der Neutralität des Staates und damit der Stadt? Das kann es wohl nicht sein.
Dann ist es vielleicht so, dass die Kirchengebäude aufgeführt sind, die zu religiösen Zwecken genutzt werden. Doch ist das nicht auch unsere? Nun gut, wir sind eine Weltanschauungsgemeinschaft, aber wir sind ja somit den Religionen gleichgestellt.

Wie wir auf die offensichtliche Verletzung der weltanschaulichen Neutralität, wie sie sich momentan auf der Website der Stadt Templin zeigt, reagieren, besprechen  wir noch. Dabei holen wir uns auch Rat von außerhalb des Vereins. Wie wir uns entscheiden, wird sich noch zeigen. Sicher ist aber, so einfach lassen wir das nicht stehen. 
(ee)

02.08.2018

Das Wort zum Freitag -
Weltoffenes Templin



Diese Geschichte erzähle ich sehr gern.

Angefangen hat es mit dem Besuch der freitäglichen Nudelmesse zweier Damen. Die Mutter interessierte sich für das Pastafaritum, also hat ihr die Tochter ein paar Tage in Templin spendiert. Sie haben sich in unserer schmucken Stadt wohl gefühlt und sich in der Tourist-Information erkundigt, wo es denn zu unserer Kirche geht. Erstaunt mussten sie feststellen, dort wurde nicht versucht, Werbung mit uns zu machen. Was mir als Einwohner gar nicht so aufgefallen ist, fanden sie unverständlich. Immerhin ist Templin durch uns weltweit bekannt geworden. Tourismusexperten schätzen, um einen ähnlich großen Bekanntheitsgrad wie durch unsere Aktionen zu erlangen, hätte die Stadt für herkömmliche Werbung locker einen siebenstelligen Betrag ausgeben müssen. Dank unserer Nudelmessenhinweisschilder hat die Perle der Uckermark es immerhin auf die Webseite der 11000 ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten weltweit geschafft. 

Da musste was passieren, und zukünftig in der Tourist-Information auch Flyer von unserer Kirche ausgelegt werden. Aber bevor die in Druck gehen, wollte ich lieber mal nachfragen, ob das überhaupt möglich ist.

Da rannte ich fast offene Türen ein. Herr Volkhardt, der Geschäftsführer der TMT, hatte den Werbeeffekt unseres Vereins für Templin längst erkannt und war selbst der Meinung, der müsste maximal genutzt werden. Gegen eine Auslage unserer Flyer hatte er nichts einzuwenden. Auch auf der Seite der Stadt sollten wir präsentiert werden. Das Ergebnis seht ihr oben. Dazu beigetragen hat sicher auch der Bericht der drei Azubis des TMT, die am Freitag mal zu unserer Nudelmesse vorbei kamen. Die hat allen gefallen und zum Abschied gab es nicht nur ein Foto in der Kirche, sondern auch eine schöne Bemerkung: "Zukünftig werden ich mich, wenn mir was komisch vorkommt, erst mal genauer erkundigen, bevor ich es abhake."

Wir sind angekommen.

Als Bürgemeister Detlef Tabbert unseren Schildern bis zum Ende des Rechtsstreites  Asyl an Masten der Stadt zusicherte, hatte er das mit der Weltoffenheit Templins begründet. Damals wird der Eine oder die Andere von euch noch daran gezweifelt haben. Erst vorgestern hat er das gegenüber dem ND/epd erneut bestätigt und für den Fall einer Niederlage auch evtl. andere Standpunkte ins Gespräch gebracht.

Nach dem oben Geschilderten bin ich jetzt wirklich fest überzeugt, Templin ist weltoffen. Besucht unsere wunderschöne kleine Stadt, genießt den Rundgang um die komplett erhaltene Stadtmauer, genießt die wunderbare Natur, findet bevölkerte und einsame Strände und verwöhnt euch in unserer Naturtherme.

Vor allem aber kommt auch in unserer Kirche vorbei. Lasst euch in der Tourist-Information den Weg erklären, nehmt einen der dort ausliegenden Flyer oder druckt euch den unter dem Text aus. Ich freue mich schon auf euren Besuch.

Vor allem aber bin ich gerade richtig stolz, ein Templiner zu sein. 






27.07.2018

Das Wort zum Freitag - Wenn einer eine Doku dreht

Bruder Spaghettus, wie er womöglich bald auf der Leinwand zu sehen ist

Seit zwei Jahren zieht ein einzelner Pirat durch die Lande, er hat sich selbst vor langer Zeit eine Mission gegeben, diese nähert sich nun dem Ende.

Mike wohnt in den Niederlanden, er ist Amerikaner, aber schon länger zieht er durch Europa und trifft verschiedene Pastafari.


Immer dabei hat er seine Kamera, mit der er Aufnahmen macht, von vier niederländischen Pastafari, von Niko Alm, anderen, die die Ideale der Pastafari verfolgen und eben auch von unserem Bruder Spaghettus.


Er hat viel Zeit und Geld in dieses Projekt gesteckt, einen Film über Pastafari zu drehen. Zwei Jahre schon ist der mit „I, Pastafari“ beschäftigt und langsam nähert sich die Arbeit einem Ende. Eine grobe Version der Dokumentation steht und doch braucht es immer mehr für einen Film, als einen Mann mit einer Idee.


Mike ist sehr engagiert und als ich ihn persönlich kennen lernen durfte, habe ich einen netten Mann mit einem Plan für sein Projekt kennen gelernt, den ich aber mehr hinter der Kamera, als sonst irgendwo gesehen habe und doch braucht er jetzt die Hilfe der pastafarianischen Gemeinschaft.


Ein solcher Film braucht Lizenzen für Musik und viel wichtiger, einen guten Schnitt und Animationen und Spezialeffekte und diese eine Szene wo der Held (natürlich Pirat) von einer Explosion davon geht ohne zurück zu schauen.* Auch ist ein solcher Film ein kleines Wagnis, das juristisch abgesichert sein sollte, deshalb muss ein Anwalt her.



Mike sucht auf https://igg.me/at/pastafund Unterstützer. Der Finanzierungsplan ist wie immer eng und deshalb hat die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland Mike 50 Bandanas gespendet, die hier ausnahmsweise auch für Personen erhältlich sind, die nicht Mitglieder sind.


Es wäre natürlich ein starkes Zeichen für die piratischen Traditionen, wenn unsere Bandanas einen großen Beitrag leisten.


Es tut mir ein wenig leid, dass ich euch schon wieder an die Schatztruhe gehe und doch ist es ein tolles Projekt, das jede Unterstützung verdient hat. Also liebe Leute, schnappt euch euer Bandana und lasst Mike ein paar Dublonen da, damit der Film richtig cool wird und wir ihn nächstes Jahr alle zusammen sehen können! Helfen wir Mike seine Mission zu einem erfolgreichen Ende zu bringen!(EE)

19.07.2018

Das Wort zum Freitag
Feiern wie die Italiener



Ihr könnt mir glauben, die können das richtig gut. Wir waren schon zwei mal mit dabei, und jedesmal ging es voll ab. Vor allem sind es eine Menge Pastafari, die sich da immer treffen. Jede Stadt hat eigene Gruppen mit eigenen Bannern. Es war einfach ein erhebendes Gefühl, mit so vielen Gleichgesinnten nachts eine Demo durch Florenz zu machen, wie auf dem Bild oben. Anschließend gab es noch ein großes Abschlusstreffen in einem Park, gleich neben einem Hostel, das fest in unserer Hand war. Hier das Abschlussfoto.


Aber zwei Tage sind zu wenig für italienische Feiern. In Salerno waren es schon drei. Sogar das Freibier an allen Tagen im Landhotel war in den Teilnehmerkosten eingeschlossen. Außerdem reichlich Programm, von Band bis Kabarett und sogar mit einer deutschen Nudelmesse.


Klarer Höhepunkt war für mich aber, nach der Demo in Salerno, ...






...die Fahrt mit einem Piratenschiff, incl. Bad, im offenen Meer. Das hatte einfach was. 



Nun endlich zum Wichtigsten. Auch dieses Jahr feiern sie wieder, und sie haben für Gäste aus dem Ausland noch Plätze frei gehalten. Das heißt, ihr könnt diesmal noch dabei sein, wenn sie in Anzio, dem Badeort Roms, vom 30. August bist 02. September feiern. Aber lasst euch nicht zu lange Zeit.

Nähere Infos gibt es hier, neben Italienisch auch in Englisch. Falls ihr Schwierigkeiten mit der Anmeldung habt, helfen wir gern weiter.











12.07.2018

Wort zum Freitag - Die Seeschlacht um das Kreuz

Seit nun bald 1,5 Monaten gilt in Bayern der Kreuzerlass. Wie zu erwarten formiert sich Widerstand, doch dieser braucht noch (d)ein Gesicht.


Turner, The Battle of Trafalgar (1806)
Klassisches Bild einer Seeschlacht

Der Bund für Geistesfreiheit München sucht mit seinen Unterstützern Privatpersonen aus Bayern, die sich an der Klage gegen den Kreuzerlass beteiligen (Link zum entsprechenden hpd-Artikel). Da die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland seit jeher eine große Anhängerschaft im Freistaat hat, sehen wir hier natürlich Potential.


Bereits im März hat Bruder Spaghettus, genau hier, ein paar Möglichkeiten genannt, euch gegen diese Vereinnahmung mit Kreuzen zu wehren, gezeigt, wie einfach es ist, ein Amt pastafarianisch zu weihen. Ein klarer, einfacher, piratischer Akt des Widerstandes.

Doch nun ist der Tag gekommen, an dem ihr mit wenigen Worten die Möglichkeit habt, in die Seeschlacht für die Freiheit zu ziehen. Statt dieser kleinen Scharmützel könnt ihr an Deck des BfG München euren Teil beitragen die Ämter Bayerns von Nachbildungen altertümlicher Folterinstrumente zu befreien.


Ob ihr nun klar als Pastafari vor Gericht zieht oder ohne Bandana und Dreispitz, das ist euch überlassen, doch wie schon Bobby Henderson sagte: „Heutzutage ist es so einfach, sich zurückzulehnen und Ausreden zu suchen. Wenn Sie wissen wollen was in der Welt passiert, ziehen Sie los und machen Sie sich schlau!“


Wir als Verein wissen, dass solche Verfahren ihre Zeit brauchen, sowohl selbst, da sie sich ziehen können, als auch von den Beteiligten, die dafür freinehmen müssen und sich vorbereiten, die Liste ist lang, doch es lohnt sich. Ihr könnt mit Fug und Recht später vor euren Enkeln prahlen und dann in Ewigkeit am Biervulkan sitzen und jedem immer wieder erzählen wie ihr dereinst in die Schlacht segeltet und die Flotte der Kreuzritter plündertet.


Das beste aber kommt erst noch, die Kosten werden zu 100% übernommen! Keiner geht an eure Schatztruhe. Meldet euch zahlreich beim BfG München (info@bfg-muenchen.de).

Für alle die nicht aus Bayern kommen gilt es natürlich weiterhin wachsam zu sein, nicht dass plötzlich Markus Söder euer Schiff kapert und dann plötzlich euer Kreuz in Bayern an der Wand hängt.

05.07.2018

Das Wort zum Freitag - Aberglaube im Fußball


Eine Art Fußball wurde schon im 17. Jhdt. in Florenz gespielt

Nun spielen sie wieder.

Aber sie rennen nicht nur hin und her, hauen sich die Beine weg und nehmen den Kopf als drittes Bein zum Toreschießen, nein, sie treiben auch sonst ganz seltsame Sachen.

Vielleicht kommt es von den Kopfbällen, vielleicht liegt es daran, dass Fußball älter ist, als gedacht, es haben sich eine ganze Reihe merkwürdiger Rituale entwickelt, die den Sieg beim Bälleschubsen bringen sollen. Erstmals hatte ich davon gehört, als berichtet wurde, wie ein Trainer heimlich eine Münze auf dem Platz des Gegners in den Rasen drückt, um dort zu gewinnen. Bestechung kann`s nicht sein, es reicht auch ein Cent. Es kann sich nur um Aberglauben handeln

Aber das ist nicht der einzige Fall. Manche wechseln das Trikot nicht, wenn sie mal gewonnen haben, andere essen kein Hühnerfleisch, tragen zu kleine oder zu große Fußballschuhe, rasieren sich nicht mehr oder wechseln das Trikot nicht, tauschen ihre Zahnpasta, tragen ein Kondom an den Füßen oder verspritzen Nonnenwasser.

Da scheint jeder sein eigenes Ding zu machen. Fast jeder.
Mir ist aufgefallen, dass viele Fußballer ein Geste machen, die immer ziemlich gleich aussieht: Finger werden zusammen gelegt, dann zeigen sie erst nach oben, dann nach unten, dann nach rechts und dann nach links. Oder war es erst nach links und dann nach rechts?

Was hat das zu bedeuten? Hatte für diese Spieler die Fitnessabteilung so einen Art Akupunktur mit den Fingern erfunden? Aber müsste das dann nicht, ähnlich wie Doping, verboten werden?

Also musste es wohl etwas anderes sein, und es musste eine Erklärung geben, warum so viele Spieler die gleiche Geste machen.

Sollten die Finger an der Stirn darauf hinweisen, dass dort die beste Stelle für den Kopfball ist? Gut möglich. Eindeutiger schien mir die Richtung nach unten. Da konnte es sich nur um eine Aufforderung an den Darm handeln, doch unbedingt durch zu halten. Verständlich. Wer will schon gern über´s ganze Spielfeld schreien: "Schiedsrichter, ich muss mal kacken". So wird es allen Fußballern gehen, nicht nur manchen. Das könnte die Gleichartigkeit der Beschwörungsformel erklären, denn auch das Tippen auf die Schultern könnte etwas sein, was für alle Spieler gilt. Sie wollen sich so daran erinnern, eine gerade Körperhaltung anzunehmen.

Aber etwas stimmt noch nicht. Wenn es so wäre, dann würden das doch alle Spieler machen und nicht nur manche. Um sicher zu gehen habe ich mal im Lexikon des Aberglaubens nachgeschlagen und dort gefunden:

"Beim Geisterbeschwören berühren wir zuerst die Stirn. Wir denken an den Luftgeist, Herrscher des Himmels, der über allem steht.
Dann geht die Hand nach unten. Wir denken an den Erdgeist, der sich ganz nach unten begeben hat und dort für uns zu Gras geworden ist. Er kam in einem Stall zur Welt, als Kind armer Eltern und er stieg tief hinab in das Erdreich, um mit starken Wurzeln am dritten Tage als Rasen aufzuerstehen.
Zum Schluss geht die Hand ganz nach links und nach rechts. Der Geist des Sieges erfasst uns ganz, er hüllt uns wie in einen Mantel und schützt uns mit seiner Macht und seiner Wut vor dem Verlieren."

Ein gute, ein vernünftige Erklärung. Was aber, wenn Spieler zweier Manschaften den gleichen Geist beschwören? Wie soll sich der Geist entscheiden? Muss er sich zerreißen?
Ist es gar vermessen von den Spielern überhaupt noch zu spielen, wenn sie die Geister angerufen haben? Müssten sie dann nicht über Sieg und Niederlage ein Geistergericht entscheiden lassen?

Müsste dann die FIFA, UEFA oder wer auch immer nicht erst recht solche Geisterbeschwörungen verbieten? Die würden ja das ganze schöne Geschäft mit dem großen Geld völlig versauen. Wer kauft sich schon teure Eintrittskarten für eine Verhandlung von unsichtbaren Geistern? Wer weiß auch, ob die überhaupt bereit wären, dazu ins Stadion zu kommen?

Jetzt, mitten beim Schreiben, fällt es mir endlich wie Schuppen von den Augen. Ich habe die Lösung. Meine ganze Recherche, meine ganzen Gedanken waren völlig umsonst. Alles war reine Zeitverschwendung. Es liegt doch ganz klar auf der Hand. Diese Zeichen sind völlig bedeutungslos, sie haben nicht die geringste Wirkung.

So erklärt sich alles. Warum Sieg und Niederlage bei Fußballspielen nicht einfach von der Anzahl der Beschwörungszeichen abhängt und warum die Schnelligkeit der Geste, die genaue Fingerhaltung, die Weite der Ausholbewegung usw. keine Vorhersage über den Ausgang eines Spieles zulassen.
Die wirken einfach nicht. Nicht im Stadion oder sonst irgendwo. Deshalb sind sie auch nicht verboten. Soll doch jeder zur Belustigung der anderen beitragen, wie er möchte.


Am 07.07.16 erstveröffentlicht und aus gegebenem Anlass wieder hochgeholt. 

28.06.2018

Das Wort zum Freitag - Doppeladler? Nö!


Argh, Pirat/innen!

Sicherlich habt ihr mitbekommen, was sich während des Fußballspiels Schweiz / Serbien vor wenigen Tagen ereignet hat: Pastafaris auf der ganzen Welt stellten beglückt fest, dass Anhänger des FSM mittlerweile sogar als Fußballprofis auftreten (natürlich in völlig unpassender Montur) und so unseren Glauben in die entlegensten Winkel tragen.

Kurze Zeit später wurden die Hintergründe bekannt: es handelte sich nicht um friedliebende Pastafaris und deren Monstergruß, sondern es war eine Geste, mit der ehemalige Staatsbürger eines Landes ein anderes Land beleidigen wollten.
Wie gehen wir nun mit dieser Unannehmlichkeit um? Augenscheinlich gibt es eine Verwechslungsgefahr dieser Geste, die tatsächlich nicht gewollt sein kann. Man könnte sich an die politischen Institutionen im Kosovo wenden, um darum zu bitten, sich ihrerseits von dieser dem politischen ‚Gegner‘ als abfällig empfundenen Handbewegung zu distanzieren und dies auch publik zu machen – und dadurch die Bevölkerung zu sensibilisieren und gleichzeitig ihre Ehrerbietung der KdFSM gegenüber öffentlich zu machen.

Oder wir ändern den Monstergruß – nur: wie sollte er dann aussehen und was, wenn wir ES dadurch verärgern? Ein großes Wagnis, das darüber hinaus noch nicht mal Öffentlichkeit / Presse generieren würde. Vielleicht sollten wir einen Piraten oder eine Freibeuterin ausfindig machen, die der albanischen Sprache mächtig ist und unserer Gemeinschaft dementsprechend unterstützend zur Seite stehen könnte, damit begonnen werden kann, dieser unsägliche Verwechslungsgefahr die Stirn zu bieten!

Sollten Glaubensgenossen andere Vorschläge haben, wäre es toll, diese zu hören – meldet euch eifrig, wir brauchen Ideen!

Ramen

Bruder Pasta Amico Intimo

22.06.2018

Wort zum Freitag – Religiöser Extremismus


Als mir klar wurde, dass mit dem Vorsitz auch die Aufgabe das Wort zum Freitag zu schreiben auf mich zu kommt dachte ich „Mensch, was schreibst du da nur jede Woche?“




Doch auch diese Woche findet sich wieder ein aktuelles Thema. Diesmal wie der Überschrift zu entnehmen religiöser Extremismus. Wieder scheint es geplante Anschläge, oder zumindest einen geplanten Anschlag zu geben, der verhindert werden konnte, wieder ist er religiös motiviert.

Grund genug für mich mir Gedanken zu machen, ob ich einmal als Vorsitzender des Vereins in die Situation kommen werde, dass ich mich von etwas Ähnlichem distanzieren muss. Klar, eigentlich gibt das Evangelium sowas nicht her, aber man weiß ja nie…



Also habe ich mich gefragt, wie sieht Extremismus im Namen des fliegenden Spaghettimonsters aus? Heraus kam obige, an eine alte mir bekannte Karikatur angelehnte, Zeichnung.



Gerade mit der Ablehnung von Dogmen und der Ausrichtung an den Werten des evolutionären Humanismus sehe ich uns gut gewappnet gegen Extremismus. Doch viele andere Religionen scheinen Fanatismus und Extremismus immer noch als Mittel zum Zweck zu nutzen oder wenigstens zu billigen. Ich spreche hier nicht vom einzelnen, der natürlich eine abweichende Meinung haben kann, doch trotzdem gibt es immer wieder radikale Vereinigungen im Namen vor allem der Bibel und des Koran.

Doch auch hier ist zu sagen, dass nicht die Religion einen Menschen dazu bringt andere zu töten, sie es jedoch leider auch nicht verhindert. Es sind Menschen die solche Taten begehen und wieder Menschen die sie dazu anstiften, hier eben im Namen der Religion, zu anderen Zeiten, an anderen Orten im Namen von etwas anderem.

Und doch kommt auch immer wieder das Heilsversprechen. Wie oft kommt es nach einem Anschlag zu einem Trauer- oder Gedenkgottesdienst. Ja, manchen mag er Trost spenden und doch versucht man den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.



Wir sollten uns auf die Menschen fokussieren, sollten den Menschen stärker in den Mittelpunkt stellen uns um die kümmern die abgehängt wurden, sich nicht als Teil dieser Gesellschaft fühlen und ihnen eine Perspektive geben, denn solange wir das nicht tun, tun es andere, die eine Perspektive auf Glück im Jenseits versprechen.

14.06.2018

Wort zum Freitag - Burkini-Debatte die n-te


Nach dem kleinen Vereinsinternen Exkurs wieder zurück zum eigentlichen Thema.



In den letzten Tagen haben sich viele Medien mit dem Thema Burkini beschäftigt, weil ein Gymnasium eben solche für die Schülerinnen des muslimischen Glaubens gekauft hatte, damit diese am Schwimmunterricht teilnehmen können.

Erstmal ein hehres Ziel, denn immer noch ertrinken in Deutschland jedes Jahr weit mehr Menschen als vermeidbar wäre. Um dies zu verhindern ist es essentiell, dass jedes Kind schwimmen lernt.

Soviel zur reinen Sinnhaftigkeit des Schwimmunterrichts als solchem, dass da weiterhin noch Gleichberechtigung und das Verständnis von Freiheit gelehrt werden sollen lassen wir doch erstmal mal außen vor.



Wie bereits im Wort zum Freitag nach dem Corso Leopold im Jahre 2016 geschrieben erscheint es zwar tolerant das Schwimmen im Burkini zuzulassen. Wo hier die Grenze zwischen vernünftiger Toleranz und übermäßigem Nachgeben ist, das ist eine Frage, die die Gesellschaft als ganze zu beantworten hat. Unsere Meinung als Akteur in eben dieser Gesellschaft ist, dass Religionen in diesem Land gleichberechtigt sein sollten.



Dies bedeutet folgerichtig auch, dass jede (dem Einzelnen) noch so komisch anmutende Religion („Last Thursdayism“, Katholizismus, um nur zwei zu nennen) das Recht hat als solche zu existieren. Ein Werturteil über ihren Inhalt oder gar ihre gesamte Existenzgrundlage steht meiner persönlichen Meinung nach anderen nicht zu.

Trotzdem geht mit diesem Gebot sich aus den Inhalten anderer Religionen fernzuhalten auch einher, dass die Religion sich aus dem Leben derer raus hält die ihr nicht folgen. Ich gehe noch weiter, selbst jene die ihr folgen müssen im Zweifel geschützt werden, denken wir an Beschneidungen (die einfach erlaubt sind), an Missbrauch (der zumindest mit der Beichte moralisch und scheinbar auch in einigen Fällen rechtlich folgenlos bleibt), aber denken wir auch an den Burkini. Ja, viele mögen die Entscheidung die Ihre nennen diesen zu tragen, ich für mich spreche niemandem ab, dass er das auch so meint und selbst wenn alle diese Entscheidung als eigene bezeichnen, so bleibt doch stets das Bild, dass die Entwicklung dieser jungen Menschen eine andere sein könnte, wäre, wenn sie auch aus ihrer Komfortzone gerissen werden, auch erleben wie es ist außerhalb der eigenen Dogmen zu leben.

Schule ist nicht immer ein Wunschkonzert, Sexualkunde, die Evolutionstheorie, welche hinreichend bewiesen ist (was uns nicht daran hindert sie immer wieder zu hinterfragen), das alles gehört in die Schule, so eben auch der Schwimmunterricht.

Auch wenn wir ja durchaus zufrieden sein könnten, man hat ja in den meisten Schwimmbädern wenigstens Planken installiert, so müssen doch andere scheinbar noch warten (der Jediismus auf die Verteilung von Roben an die Padawan, die Protestanten auf die Verwandlung des Wassers in Wein…). Um dieses Chaos zu ersparen bleibt doch einzig auf das alles zu verzichten (wobei der Aufschrei bei der Entfernung der Planken wohl groß sein dürfte).

07.06.2018

Das Wort zum Freitag - Übergabe des Amtes



Nachdem mir Bruder Spaghettus bereits etwas vorgegriffen hat ist es für alle die bereits das letzte Wort zum Freitag gelesen haben keine große Überraschung, dass der Vorstand des Vereins gewechselt hat.

(Dieses Wort zum Freitag wird eher ein vergleichsweise internes, organisatorisches Wort zum Freitag, als ein spannender, mitreißender Artikel.)

Für den Rest: „Hallo hier sind wir.“

Natürlich heißt das, dass erstmal alles etwas anders läuft, alles sich vor allem erstmal neu einpendeln muss. Ich persönlich konnte ja zum Glück als stellvertretender Vorsitzender bereits etwas Erfahrung sammeln und möchte diese auch nutzen um vielleicht ein paar Kleinigkeiten auf Seiten des Vorstandes zu verbessern um den Verwaltungsaufwand gering zu halten.

Der Verein ist ein Templiner und wird es auch bleiben. Unsere Kirche steht dort und auch die Nudelmessen finden dort statt. Neu wird sein, dass es ein Büro geben wird, welches die neue Postanschrift bildet.

Doch mit all diesen Neuerungen geht auch etwas Altes. Es geht der alte Vorstand, gerade, dass der Kapitän seinen Hut weiter gibt an einen neuen erfüllt mich mit großer Ehrfurcht. Bruder Spaghettus war nun über Jahre das Gesicht des Vereins, wer den Verein kennt, der kannte auch den netten Herrn mit dem weißen Bart. Dieses Bild wird uns noch einige Zeit prägen.

Deshalb und aufgrund der langjährigen Arbeit und doch auch großen Verdienste um den Verein erfolgte am Tage der Amtsübergabe auch die Ernennung von Bruder Spaghettus zum Ehrenvorsitzenden des Vereins. Ein adäquater Titel steht noch aus, doch auch der wird sich finden. Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen unter euch, der einen passenden Vorschlag hat?

Gegen Ende dieses ersten Wortes zum Freitag bleibt wohl noch auf den Anfang einzugehen. „Hallo hier sind wir.“, okay, klar, aber „Wer sind wir und wenn ja, wie viele?“

Ohne große Umschweife hier also der neue Vorstand:


Vorsitzender: Erik Eliche


Stellvertreter: Falscher Prophet

[Coming soon]

Schatzmeister: Tini Tortellini



Die Vorbereitungen zum nächsten Jahrestreffen laufen langsam an, aber dazu ein anderes Mal mehr.

31.05.2018

Das Wort zum Freitag - Ketzertagspredigt

Übergabe des Hutes
Eigentlich wollte ich heute über etwas ganz anderes schreiben. Darüber z.B., dass wir seit letztem Sonnabend einen neuen Vorstand haben.
Erik Eliche ist jetzt Vorsitzender, der falsche Prophet Stellvertreter und Tini Tortelini ist Schatzmeister.

Oder darüber, wie fleißig wir in Templin immer unsere Nudelmessenhinweisschilder putzen und als Dank an die Stadt gleich deren Städtepartnerschaftsschilder mit.



Aber dann kam die Anfrage, ob ich nicht meine Ketzertagspredigt veröffentlichen könnte.
Bitte schön, hier ist sie:


Ihr seid es gewohnt, dass ich in meinen Predigten immer Themen des Tages aufgreife. Heute gibt es eine eher persönliche, denn das wird meine letzte Predigt als Vorsitzender unserer Kirche sein.

Nach 12 Jahren an der Spitze des Vereins war ein Generationenwechsel überfällig geworfen. Wir haben schon eine Weile darauf hin gearbeitet, und konnten nun Kandidaten für einen komplett neuen Vorstand nominieren.

Ein solcher Moment ist die Gelegenheit, um Rückschau zu halten. Die fällt ganz kurz aus: es ging ständig bergauf. Man braucht nicht mehr erklären, wer wir sind. Als Teil der säkularen Gemeinschaft sind wir Mitglied im Förderkreis der gbs, hatten mehrere Veranstaltungen mit dem Bund für Geistesfreiheit und haben auch schon beim Jahrestreffen des IBKA eine Nudelmesse gehalten.

Unsere Aktionen mit den Nudelmessenhinweisschildern haben uns weltweit bekannt gemacht und sogar auf den Atlas der 11000 ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten der Welt gebracht.
Da kann man schon zufrieden sein.

Ein solcher Moment ist aber auch Gelegenheit, um allen zu danken, die das ermöglicht haben. Ich habe in den Jahren viele tolle Menschen kennen gelernt und mit einigen sogar Freundschaft geschlossen. Nennen möchte ich niemand, einfach aus Angst, jemand zu vergessen.
Nur eine Ausnahme möchte ich machen: Elli Spirelli.

Insider wissen schon lange, wie wichtig sie für unsere Kirche ist. Vieles geht auf sie zurück. Sie hat das Nudelholz als Gebetsholz erfunden, das Zeremonienschwert kreiert, den Monstergruß geschaffen und vieles mehr. Sie hat mich angestupst, wenn ich mal nicht so richtig in die Spur kam, kurz, ohne sie würde der Verein anders aussehen.


Ein solcher Moment ist aber auch eine Gelegenheit, um Fehler offen einzugestehen. Hier meine drei größten:


1. Spiritualität gibt es nicht

Einer meiner ganz großen Irrtümer. Das habe ich erkannt, als ich festgestellte, nicht nur Abergläubige, sondern auch Humanisten sind neuerdings sicher, die zu haben. Da gingen mir die Augen auf. Wenn so entgegengesetzte Positionen meinen, sich in einem Punkt zu treffen, dann muss es wirklich etwas Gemeinsames geben. Wenn es etwas Gemeinsames gibt, muss es das natürlich auch wirklich geben, keine Frage. Ich habe auch herausgefunden, was diese Gemeinsamkeit ist: die Beliebigkeit. Spiritualität ist ein Schwurbelbegriff, in den jeder einfach packen kann, was er möchte. Was so beliebig ist, existiert auch irgendwie.

Aber wo kommt diese Spiritualität her? Nicht wenige behaupten, die sei angeboren. Deshalb käme sie auch bei Atheisten vor.

Da könnte was dran sein. Allerdings reden Westatheisten ganz deutlich mehr davon, als Ostatheisten. Westatheisten waren in der Regel wenigstens als Kind abergläubisch. Auf jeden Fall sind sie in einer abergläubischen Umwelt aufgewachsen. Könnte man da nicht auch vermuten, Spiritualität wäre einfach anerzogen?

Die ARD ließ für ihre „Themenwoche Glauben“, in der unsere Kirche übrigens mit fünf verschiedenen Beiträgen vertreten war, ein Dosier „Land ohne Glauben“ anfertigen. Es ist wirklich sehr interessant, zu lesen, was da über den Osten der Republik berichtet wird, auch über dessen Spiritualität:

"Die Bindung an eine Kirche muss nicht zwangsläufig mit Spiritualität und bestimmten Glaubensvorstellungen einhergehen. Stellt man jedoch im Osten und im Westen die Frage nach der grundsätzlichen Wichtigkeit des Glaubens, halten es beide Seiten sehr unterschiedlich mit der Religion und mit persönlichen Fragen des Glaubens. So sagen zwei Drittel aller Ostdeutschen, dass ihnen Religion und Kirche nicht wichtig sind, im Westen nur ein Drittel.

Dieser Unterschied ist zwischen Ost- und Westdeutschen seit der
Wiedervereinigung etwa konstant geblieben. Die Wichtigkeit von Kirche und Religion ist auf beiden Seiten gleichmäßig zurückgegangen. Die Unterschiede zeigen sich auch, wenn Ostdeutsche und Westdeutsche ihre Religiosität
selbst einschätzen sollen. Im Osten halten sich zwei Drittel nicht für religiös, im Westen wieder nur ein Drittel.

Bei der Einschätzung der eigenen Spiritualität ist dieser Unterschied
weniger stark ausgeprägt, wobei sich die Ostdeutschen auch hier seltener für spirituell halten. Sie haben aber auch weniger spirituelle Erfahrungen.

Das deutet darauf hin, dass ein bestimmtes religiöses/spirituelles Umfeld erst zu Religiosität/Spiritualität führt, sich die Dinge gewissermaßen gegenseitig bedingen."

So groß scheint mein Fehler in der Sache dann wohl doch nicht gewesen zu sein.



2. Weltanschauung und Religion sind Gegensätze

Bei dem zweiten ist das anders. Weltanschauung und Religion waren für mich immer Gegensätze. Das sehe ich inzwischen völlig anders. Religion ist nur eine Sonderform der Weltanschauung. Um zu dem Ergebnis zu kommen reicht es, unter der großen Überschrift „Weltanschauung“ einfach zwei Kategorien anzulegen: theistische und atheistische Weltanschauungen. Unter die eine kommen dann alle mit Göttern, unter die andere alle ohne. Die hat es schon immer gegeben, angefangen von frühen östlichen Formen wie dem Janismus, dem Buddhismus und Daoismus über westliche, wie den Sophismus, den Epikurismus und die Stoa bis zum heutigen evolutionären Humanismus.

Ändern wir also einfach die Systematik. Das hätte zwei große Vorteile. Einmal würde noch klarer, Atheismus ist, genau wie Theismus,  lediglich eine Kategorie und keine eigene Weltanschauung und zweitens bräuchten wir in allen Gesetzen Religion nur durch Weltanschauung ersetzen und hätten so eine umfassende Gleichstellung.


3. Humanisten sind automatisch für eine Trennung von Kirche und Staat

Meinen dritten großen Fehler habe ich zuletzt erkannt. Ich war immer der Meinung, Humanist zu sein bedeutet auch, für einen weltanschaulich neutralen Staat zu sein. Ohne diesen ist es nicht möglich, eine offene Gesellschaft wie wir sie teilweise schon haben, zu erreichen und zu erhalten.
Der weltanschaulich neutrale Staat, so dachte ich, muss deshalb oberstes Ziel sein. In einem solchen Staat darf es keine weltanschaulichen Privilegien  geben, weder theistische noch atheistische.

Irgendwie stimmen dem auch fast alle Humanisten zu. Aber manche ihrer Organisationen wollen doch, um gleichberechtigt zu sein, Kirchenprivilegien auch für sich nutzen. Irgendwie machen wir das ja auch, wenn wir für eine Kopfbedeckung im Ausweis oder Nudelmessenhinweisschilder am Straßenrand kämpfen. Aber uns ist klar, auf dem Weg „Privilegien für alle“ lässt sich niemals wahre Gleichberechtigung erreichen. Wir wollen die deshalb nur, um zu zeigen, wie absurd sie sind.

Andere machen das um des wirtschaftlichen Vorteils willen und betonen, natürlich nur so lange, wie auch die Kirchen noch vom Staat alimentiert werden. Das ist zunächst verständlich, aber letztlich nur glaubhaft, wenn man sich nicht von diesen wirtschaftlichen Vorteilen abhängig macht und  nicht etwas aufbaut, was sich ohne sie nicht mehr halten lässt.

Wer abhängig geworden ist, wird sich irgendwann für die Beibehaltung der Privilegien stark machen. Es ist kein schönes Bild, dass ich da vor mir sehe: Kirchen und ein Teil der Humanisten gegen den Rest der Humanisten.

Aber ich bin ein alter Mann und verstehe vielleicht einfach die heutige Welt nicht mehr. Deshalb bin ich froh, dass in unserer Kirche nun der Generationenwechsel vollzogen wird. Mit neuen Kräften und mit neuen Ideen werden wir weiter die alten Ziele verfolgen.

Wir werden weiter zeigen, wie schädlich sich Religion auf die Gesellschaft auswirkt, wir werden ihr weiter den Respekt nehmen, den
manche ihr noch zubilligen, wir werden weiter konsequent für die Trennung von Staat und Weltanschauung eintreten, wir werden weiter den evolutionären Humanismus verbreiten und wir werden das weiter mit großer Fröhlichkeit, Spaß und Lust am Feiern tun.

Und wer von euch dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen.