29.03.2018

Garfreitag auf dem Vormarsch



Pst, ist euch schon aufgefallen, dass immer mehr Christen dem Garfreitag, dem wichtigsten Tag unseres Passtahfestes, huldigen? Sie bevorzugen an unserem Feiertag auffallend viele Pastagerichte, ob mit Tomatensoße oder Käsesoße. Selbst vegane Fleischbällchen sind am Garfreitag sehr beliebt bei den Christen.

Ganz besonders hoch im Kurs scheint der Garfreitag im Südosten Deutschlands zu stehen. Jedermann redet davon. Vom christlichen Karfreitag mit seinem harten „K“ hört man da nichts. Statt dessen spricht man fast ausschließlich vom Garfreitag, also mit weichem “K“. Hört mal genau hin, wenn ihr euch zufällig dort aufhaltet, und ihr werdet merken, manchmal macht einen schon der Dialekt zum Pastafari.Noch kämpfen wir zwar darum, an unserem wichtigsten Feiertag, dem Tag an dem erstmals eine Nudel bissfest gegart wurde, fröhlich singend und tanzend zu zelebrieren, aber mein Gefühl sagt mir, wir ziehen immer mehr Mitbürger auf unsere Seite. Unser Glaube ist ja auch unvergleichlich glaubenswert.Da entschlüpft mir doch ein fröhliches „Arrrgh“.
Eure Elli S.

Wer zum Garfreitag nicht, wie wie hier, allein zu Hause rumhüpfen möchte, kann das auch mit uns gemeinsam tun. Wir werden beim Oster-Kloster-Fest in Chorin am Garfreitag, am Passtahsonntag und am Passtahmontag jeweils nachmittags zwischen 15:00 und 18:00 Uhr eine Nudelmesse halten. Die genau Zeitabsprache erfolgt erst vor Ort, deshalb können wir da nicht konkreter werden. Aber dort ist mehr als genug los, es wird ganz sicher nicht langweilig. 




23.03.2018

Das Wort zum Freitag - Das Pastafaritum gehört zu Deutschland


Streit in den Medien. Polonkel (Kofferwort aus Politik und Onkel) Wulf hatte seinerzeit erklärt, der Islam gehört zu Deutschland, Polonkel Seehofer behauptet nun das Gegenteil. Die Muslime gehören zu Deutschland, aber nicht der Islam.
Groß(e)Mutter Merkel fand das schrecklich böse und hat ihre Version verkündet: "Diese Muslime gehören auch zu Deutschland, und genauso gehört ihre Religion damit zu Deutschland, also auch der Islam."

So einfach mal aus dem Bauch heraus war für mich klar, Polonkel Seehofer hat Recht. Wenn da nur nicht seine Begründung gewesen wäre: Deutschland wäre durch das Christentum geprägt, was man schon an den Feiertage sehen könnte.

Sofort fällt auf, Merkel und Seehofer verstehen unter "gehört zu" jeweils etwas anderes.
Hier bewundere ich Angela für ihren ungeheuren Mut. Hätte ich ihr so nicht zugetraut. Der gehört schon dazu, um, wenn auch nur durch die Blume, zu sagen: 

"Der Nationalsozialismus gehört zu Deutschland". 

Recht hat sie, jedenfalls nach ihrer Definition von "gehört zu" die alles umfasst, was es in Deutschland gibt. Dann natürlich auch diese Nazis und genau so ihre Ideologie, der Nationalsozialismus.

Letztlich war Horst aber genau so mutig. Er sagt das Gleiche. Auch wieder durch die Blume, in dem Fall wahrscheinlich aus Weißbier. Vielleicht war es sogar ein ganzer Blumenstrauß. Dann hätte er auch eine Entschuldigung, denn ab einem gewissen Pegel setzt das Gehirn halt aus und man macht sich zum Horst.

Mutter Merkel hat diese Entschuldigung nicht. Hat sie einfach die Tragweite ihrer Behauptung nicht gesehen? Wie peinlich wäre das denn? Wer so offenkundige Wahrheiten nicht erkennt, kann doch unmöglich so ein großes Land lenken? Oder wäre das gar nicht so schlimm, weil das eh von Lobbyisten regiert wird?

Oops, ich wollte gar nicht politisch werden. Also schnell zurück zum Thema.

Beide Positionen, "gehört zu" als "gibt es in diesem Land" oder als "haben dieses Land geprägt" zu verstehen, scheinen nicht geeignet zu sein.

Wie wäre es mit "haben unsere Gesellschaft zu dem gemacht, was sie ist"?

Dann bräuchte man nur noch Klarheit, was das denn war. Was gar nicht so schwer ist.

Unsere Gesellschaft ist eine offene, eine, in der das Individuum zählt und nicht der Wille der Gruppe. Ein Ansatz, der so weit weg von Judentum, Christentum und Islam ist, dass sofort klar wird, keine Religion gehört zu Deutschland.

Diese Werte, die heute gelten und die auch unsere Gesetze prägen, sind die, die seit Aufklärung und Humanismus die damalig christliche Prägung immer mehr zurück gedrängt haben bis sie unwichtig geworden ist. Wir alle können mehr als froh darüber sein, sonst würde wohl noch heute wie zur Zeit Karls des Schlächters ausgepeitscht, wer das Vaterunser nicht kann.

Wie diese Werte des Humanismus, besonders in der modernen Form des evolutionären Humanismus, gehören alle zu Deutschland, die sie vertreten.

Womit dann der Kreis geschlossen ist:

Das Pastafaritum gehört zu Deutschland!

16.03.2018

Das Wort zum Freitag - War Stephen Hawking Pastafari?



Nun hat er es also geschafft. So lange wie möglich wollte er noch lernen und erfahren, aber Angst vor dem Tod hatte er nie. Warum auch?
Angst hätte er höchstens haben können, wie mit seinem Tod umgegangen wird. Aber letztlich, wer tot ist, den stört auch das nicht mehr.

Hawking war einer von den ganz Großen und kam ohne Götter zurecht.
Damit ist er bei Darwin und Einstein, von dem er übrigens sehr angetan war. Einstein sollte bald als Gottgläubiger von den Religiösen eingemeindet werden, bei Darwin wurde gar behauptet, er hätte sich auf dem Totenbett noch zum ollen Jahwezausel bekannt.

Da scheint mir nur logisch, mit Hawking wird ähnliches passieren.
Ich muss zugeben, es gibt sogar einige Zitate, die solche Spekulationen fördern würden:

Was ich getan habe, ist zu zeigen, dass es möglich ist, wie das Universum von den Gesetzen der Wissenschaft bestimmt wurde. In diesem Fall wäre es nicht notwendig, Gott zu bitten, zu entscheiden, wie das Universum begann. Das beweist nicht, dass es keinen Gott gibt, nur dass Gott nicht notwendig ist.

Wenn wir eine komplette Theorie haben, können wir die Gedanken Gottes verstehen.

Wenn das Universum einen Anfang hatte, können wir von der Annahme ausgehen, dass es durch einen Schöpfer geschaffen worden sei. Doch wenn das Universum wirklich völlig in sich selbst abgeschlossen ist, wenn es wirklich keine Grenze und keinen Rand hat, dann hätte es auch weder einen Anfang noch ein Ende; es würde einfach sein. Wo wäre dann noch Raum für einen Schöpfer?

Ich bin im normalen Sinne nicht religiös. Ich glaube, dass das Universum von den Gesetzen der Wissenschaft regiert wird. Die Gesetze mögen von Gott erlassen worden sein, aber Gott greift nicht ein, um die Gesetze zu brechen.

Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht ihn überflüssig.

Wir sollten uns nicht wundern, dass die Bedingungen im Universum für das Leben geeignet sind, aber dies ist kein Beweis dafür, dass das Universum so entworfen wurde, dass es Leben zulässt. Wir könnten Ordnung mit dem Namen Gottes nennen, aber es wäre ein unpersönlicher Gott. Die Gesetze der Physik sind nicht sehr persönlich.

Gott kam jedenfalls ziemlich oft in seinen Büchern vor. Ganz im Gegensatz zu physikalischen Formeln. Da hatte er die These, jede Formel in einem Buch halbiert dessen Umsatz. Sollte umgekehrt Gott den Umsatz steigern?
Seine Ex-Frau Jane war jedenfalls fest dieser Meinung.

Ich glaube ihr und vermute, als er nicht mehr so auf Umsatz angewiesen war, hat er auch Gott aus den Büchern geworfen und klare Kante gezeigt.

Kein Wunder also, wenn auch Atheisten behaupten werden, er wäre einer der ihren gewesen. Vielleicht stimmt es sogar, wie diese Zitate vermuten lassen.

Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen Religion, die auf Autorität und Wissenschaft, die auf Beobachtung und Vernunft basiert. Die Wissenschaft wird gewinnen, weil sie funktioniert.

Das Leben auf der Erde muss sich spontan selbst generiert haben. Es muss daher möglich sein, dass sich das Leben spontan anderswo im Universum entwickelt.

Weil es ein Gesetz wie das der Schwerkraft gibt, kann und wird sich ein Universum selber aus dem Nichts erschaffen. Spontane Schöpfung ist der Grund, warum es statt dem Nichts doch etwas gibt, warum das Universum existiert, warum wir existieren. 

Die menschliche Rasse ist nur ein chemischer Abschaum auf einem mittelgroßen Planeten und umkreist einen sehr durchschnittlichen Stern in der äußeren Vorstadt von einer von hundert Milliarden Galaxien. Wir sind so unbedeutend, dass ich nicht glauben kann, dass das ganze Universum zu unserem Vorteil existiert. Das wäre so, als würde man sagen, dass du verschwinden würdest, wenn ich meine Augen schließe.

Zu fragen, was war vor dem Beginn des Universums, ist so sinnlos wie die Frage: Was ist nördlich vom Nordpol?

Ich aber bin überzeugt, er war Pastafari. Da gibt es unsere ganz feine Ironie:

Ich habe beobachtet, dass sogar Leute, die behaupten, alles ist vorherbestimmt und wir können es nicht verändern, schauen, bevor sie die Straße überqueren.

Da gibt es den Ansatz, keine Dogmen zu akzeptieren und alles zu hinterfragen:

Versucht, den Dingen, die ihr seht, einen Sinn zu geben, und hinterfragt, aus was sich das Universum zusammensetzt.

Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein.

Und da gibt es vor allem die absolut passende Grundeinstellung zum Leben:

Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre.

Kein Zweifel, Steven sitzt jetzt am Biervulkan. Hau kräftig rein, Pirat Hawking. Vielleicht schaffst du es dort noch, deinen großen Traum zu verwirklichen.

Mein Ziel ist einfach. Es ist ein vollständiges Verständnis des Universums, warum es so ist und warum es überhaupt existiert.


08.03.2018

Das Wort zum Freitag - Ein bissfest Burg ist unser Gott



Nudelmessen, wie die hier vor zwei Wochen, gab es in Berlin regelmäßig. Das könnte vorbei sein, denn mit der kommenden Wahl im Mai wird sich einiges im Vorstand ändern und in der Folge wohl auch der Ort, wo die Messen des Vereins stattfinden. Der dürfte dann wohl eher im süddeutschen Raum liegen.

Damit unser toller Wirt nicht traurig ist, dass er gern gesehene Gäste verliert, haben wir uns abgesprochen, die zukünftig als Gemeinde Berlin zu halten.  Es wäre schön, wenn das klappt.

Eine Gemeindegründung könnte es bald in Paderborn geben. Jedenfalls gab es eine Anfrage ob die fünf Piraten, die da aktiv sind, mit unserer Unterstützung rechnen könnten.
Klar können sie das, wie auch alle anderen von euch mit ähnlichen Plänen.
Dazu gab es sogar mal ein eigenes Wort zum Freitag, Die Rolle der Gemeinden im Pastafaritum.

Also traut euch.

Welchen Spaß Gemeindeleben und Nudelmesse machen kann, könnt ihr auf den folgenden Bildern sehen. Sogar gesungen haben wir....aus vollem Herzen.








01.03.2018

Das Wort zum Freitag - Nudeltaufe



Wir bieten eigentlich alles an Zeremonien. Die Hochzeit ist auch ziemlich gefragt, kein Jahr, in dem wir nicht ein Paar trauen sollen.
Bei der Taufe, die bei uns übrigens mit dem 14 Lebensjahr automatisch erlischt und auch bis dahin keine Rechtsfolgen hat, herrscht allerdings Zurückhaltung.

Nun ja, selbst mit unserer Beschränkung mag die wohl nicht jeder. Vielleicht kennen sie aber auch einfach zu wenig? Holen wir also einen alten Post noch mal hoch. 









Die Eltern bringen ihr Kind in das Zimmer. Gefolgt vom Piratenpaten und den übrigen Piraten. Der Nudler (Priester) begrüßt sie bereits in der Tür. Er bitte alle einzutreten und gemeinsam den pastigen Akt zu feiern.

Gespräch mit Eltern und Paten
Nudler: Liebe Eltern, ihr bringt euer Kind zum Nudeltopf, damit es in die Gemeinschaft der Pastafari und ihres Monsters aufgenommen wird. Welchen Namen habt ihr eurem Kind gegeben?

Eltern.: Mininudel

N.: Was erbittet ihr von der Kirche des Fliegenden Spaghetti Monsters für ihr Kind?

E.: Die Taufe durch Nudelwasser.

N.: Liebe Eltern, ihr erbitten für euer Kind die Nudeltaufe. Damit erklärt ihr euch bereit, euer Kind nach besten Kräften im einzig wissenschaftlichen Glauben zu erziehen. Es soll das Monster und die Piraten lieben lernen, so wie Bobby es gelehrt hat. Seid ihr euch dieser Aufgabe bewußt?
  
E.: Ja.

N.: Mächtiger Piratenpate, die Eltern haben dich gebeten, dieses Kind sowohl in der edlen Kunst des Fechtens als auch in der rohen des Beleidigens zu unterrichten, damit aus ihm ein erfolgreicher Pirat werde. Bist du bereit, ihm dazu immer und alle Zeit einen Säbel zu reichen ?

P.: Ja.


Bezeichnung mit der Anhängselwelle
N.: Mininudel, mit einem freudigen Arrgghh nehmen wir dich in die Gemeinschaft der Piraten auf. In ihrem Namen bezeichne ich Dich mit dem Zeichen des nudligen Anhängsels.. Deine Eltern und dein Piratenpate werden nach mir dieses Zeichen des Monsters auf Deine Stirn zeichnen. (oder nur Nudler?)
Der Nudler zeichnet dem Kind mit dem Daumen eine Welle auf die Stirn. Danach die Eltern und der Piratenpate.

Schriftlesung und Fürbitten
Es folgt eine Lesung aus dem Evangelium des FSM. .
Es folgen die Fürbitten. Jeder Pirat wünscht Mininudel was. (So in Art der Feen bei Dornröschen. Lasst euch schon mal was einfallen)
Jeder Wunsch wird mit Arrgghh beendet. Darauf antworten alle anderen: „Oh Monster, lass Nudeln regnen“ worauf der Nudler ein paar in die Luft wirft.

Absage an das Böse
Das Nudelwasser wird nun geweiht.
N.: Liebe Eltern und Piraten. Durch die Macht des Monsters empfängt Mininudel nun im Akt der Taufe neues Leben aus dem Nudelwasser und seinem Salz. Ihr aber sollt das Kind unter SEINEN Anhängseln wachsen lassen, damit es die Pasta voll in sich aufnehme, stark, selbstbewusst und selbstständig werde und so ewigen Schutz gegen falsche Götzen und ihre pastalosen Propheten erhalte..
Wenn ihr bereit seit, dieses zu tun, ihm Schutz zu gewähren vor den Anhängern des völkermordenden Wüstengötzen, vor den Eiferern des Latschenträgers, und den Fanatikern des Kameltreibers, wenn ihr also bereit seid, dem Bösen zu widersagen, um in der Freiheit der Piraten euch täglich neu zu beweisen und an allem zu zweifeln, so antwortet mir jetzt: Ich widersage.

A.: Ich widersage.


Glaubensbekenntnis
Lasst uns nun gemeinsam Bekenntnis ablegen.


Taufe
Der Nudler bittet nun Eltern und Paten mit dem Kind zum Nudeltopf.
N.: Wollen Sie, dass Mininudel im Zweifel der Kirche des Fliegenden Spaghetti Monsters, den wir eben hier bekannt haben, die Taufe empfängt?
E.: Ja (wir wollen es).
Mininudel wird drei mal mit einer kleinen Kelle Nudelwasser begossen. Dabei sagt der Nudler: Im Namen der Pasta /Im Namen der Soße, Im Namen der Fleischbällchen


Salbung mit Olivenöl
Der Nudler salbt das Kind mit Olivenöl.
N.: Unser Fliegendes Spaghetti Monster hat dich von der Unwissenheit befreit, hat dir Erkenntnis und Zweifel an absoluten Wahrheiten verliehen und dich so auf den Weg zum starken, selbstbestimmten Leben geführt.
ES salbt dich mit Olivenöl, damit die Dogmen an dir abgleiten wie Wasser, damit du mit uns Piraten zu denen gehörst, die ständig das Neue suchen und sich jeder Herausforderung stellen. Jetzt und hier und immer.
A.: rAmen.


Der Sabberlatz (bestickt mit Namenszug Mininudel)
wird umgebunden.
N.: Mininudel, du bist nun Pastafari und Pirat geworden, Der Sabberlatz ist Zeichen dessen, dass du alles Unverdauliche, alles Unglaubwürdige, alles Unbelegte ausspeien mögest und dir immer selbst suchen sollst, was dir bekommt.
A.: rAmen.


Der Piratensäbel
N.: Empfange nun als vollwertiges und gleichberechtigtes Mitglied unserer Mannschaft den Säbel des Piraten. Willkommen an Bord.
A: rAmen
Lasset uns nun gemeinsam unser göttliches Monster anrufen.

Monster Unser,,,,,,

Pr. Nun lasset uns speisen.


Wie immer gilt: keine Dogmen.
Dies ist nur ein  grober Leitfaden wie eine Taufe aussehen könnte.
Feiert Eure Taufe ganz so wie Ihr sie wollt.