28.06.2018

Das Wort zum Freitag - Doppeladler? Nö!


Argh, Pirat/innen!

Sicherlich habt ihr mitbekommen, was sich während des Fußballspiels Schweiz / Serbien vor wenigen Tagen ereignet hat: Pastafaris auf der ganzen Welt stellten beglückt fest, dass Anhänger des FSM mittlerweile sogar als Fußballprofis auftreten (natürlich in völlig unpassender Montur) und so unseren Glauben in die entlegensten Winkel tragen.

Kurze Zeit später wurden die Hintergründe bekannt: es handelte sich nicht um friedliebende Pastafaris und deren Monstergruß, sondern es war eine Geste, mit der ehemalige Staatsbürger eines Landes ein anderes Land beleidigen wollten.
Wie gehen wir nun mit dieser Unannehmlichkeit um? Augenscheinlich gibt es eine Verwechslungsgefahr dieser Geste, die tatsächlich nicht gewollt sein kann. Man könnte sich an die politischen Institutionen im Kosovo wenden, um darum zu bitten, sich ihrerseits von dieser dem politischen ‚Gegner‘ als abfällig empfundenen Handbewegung zu distanzieren und dies auch publik zu machen – und dadurch die Bevölkerung zu sensibilisieren und gleichzeitig ihre Ehrerbietung der KdFSM gegenüber öffentlich zu machen.

Oder wir ändern den Monstergruß – nur: wie sollte er dann aussehen und was, wenn wir ES dadurch verärgern? Ein großes Wagnis, das darüber hinaus noch nicht mal Öffentlichkeit / Presse generieren würde. Vielleicht sollten wir einen Piraten oder eine Freibeuterin ausfindig machen, die der albanischen Sprache mächtig ist und unserer Gemeinschaft dementsprechend unterstützend zur Seite stehen könnte, damit begonnen werden kann, dieser unsägliche Verwechslungsgefahr die Stirn zu bieten!

Sollten Glaubensgenossen andere Vorschläge haben, wäre es toll, diese zu hören – meldet euch eifrig, wir brauchen Ideen!

Ramen

Bruder Pasta Amico Intimo

22.06.2018

Wort zum Freitag – Religiöser Extremismus


Als mir klar wurde, dass mit dem Vorsitz auch die Aufgabe das Wort zum Freitag zu schreiben auf mich zu kommt dachte ich „Mensch, was schreibst du da nur jede Woche?“




Doch auch diese Woche findet sich wieder ein aktuelles Thema. Diesmal wie der Überschrift zu entnehmen religiöser Extremismus. Wieder scheint es geplante Anschläge, oder zumindest einen geplanten Anschlag zu geben, der verhindert werden konnte, wieder ist er religiös motiviert.

Grund genug für mich mir Gedanken zu machen, ob ich einmal als Vorsitzender des Vereins in die Situation kommen werde, dass ich mich von etwas Ähnlichem distanzieren muss. Klar, eigentlich gibt das Evangelium sowas nicht her, aber man weiß ja nie…



Also habe ich mich gefragt, wie sieht Extremismus im Namen des fliegenden Spaghettimonsters aus? Heraus kam obige, an eine alte mir bekannte Karikatur angelehnte, Zeichnung.



Gerade mit der Ablehnung von Dogmen und der Ausrichtung an den Werten des evolutionären Humanismus sehe ich uns gut gewappnet gegen Extremismus. Doch viele andere Religionen scheinen Fanatismus und Extremismus immer noch als Mittel zum Zweck zu nutzen oder wenigstens zu billigen. Ich spreche hier nicht vom einzelnen, der natürlich eine abweichende Meinung haben kann, doch trotzdem gibt es immer wieder radikale Vereinigungen im Namen vor allem der Bibel und des Koran.

Doch auch hier ist zu sagen, dass nicht die Religion einen Menschen dazu bringt andere zu töten, sie es jedoch leider auch nicht verhindert. Es sind Menschen die solche Taten begehen und wieder Menschen die sie dazu anstiften, hier eben im Namen der Religion, zu anderen Zeiten, an anderen Orten im Namen von etwas anderem.

Und doch kommt auch immer wieder das Heilsversprechen. Wie oft kommt es nach einem Anschlag zu einem Trauer- oder Gedenkgottesdienst. Ja, manchen mag er Trost spenden und doch versucht man den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.



Wir sollten uns auf die Menschen fokussieren, sollten den Menschen stärker in den Mittelpunkt stellen uns um die kümmern die abgehängt wurden, sich nicht als Teil dieser Gesellschaft fühlen und ihnen eine Perspektive geben, denn solange wir das nicht tun, tun es andere, die eine Perspektive auf Glück im Jenseits versprechen.

14.06.2018

Wort zum Freitag - Burkini-Debatte die n-te


Nach dem kleinen Vereinsinternen Exkurs wieder zurück zum eigentlichen Thema.



In den letzten Tagen haben sich viele Medien mit dem Thema Burkini beschäftigt, weil ein Gymnasium eben solche für die Schülerinnen des muslimischen Glaubens gekauft hatte, damit diese am Schwimmunterricht teilnehmen können.

Erstmal ein hehres Ziel, denn immer noch ertrinken in Deutschland jedes Jahr weit mehr Menschen als vermeidbar wäre. Um dies zu verhindern ist es essentiell, dass jedes Kind schwimmen lernt.

Soviel zur reinen Sinnhaftigkeit des Schwimmunterrichts als solchem, dass da weiterhin noch Gleichberechtigung und das Verständnis von Freiheit gelehrt werden sollen lassen wir doch erstmal mal außen vor.



Wie bereits im Wort zum Freitag nach dem Corso Leopold im Jahre 2016 geschrieben erscheint es zwar tolerant das Schwimmen im Burkini zuzulassen. Wo hier die Grenze zwischen vernünftiger Toleranz und übermäßigem Nachgeben ist, das ist eine Frage, die die Gesellschaft als ganze zu beantworten hat. Unsere Meinung als Akteur in eben dieser Gesellschaft ist, dass Religionen in diesem Land gleichberechtigt sein sollten.



Dies bedeutet folgerichtig auch, dass jede (dem Einzelnen) noch so komisch anmutende Religion („Last Thursdayism“, Katholizismus, um nur zwei zu nennen) das Recht hat als solche zu existieren. Ein Werturteil über ihren Inhalt oder gar ihre gesamte Existenzgrundlage steht meiner persönlichen Meinung nach anderen nicht zu.

Trotzdem geht mit diesem Gebot sich aus den Inhalten anderer Religionen fernzuhalten auch einher, dass die Religion sich aus dem Leben derer raus hält die ihr nicht folgen. Ich gehe noch weiter, selbst jene die ihr folgen müssen im Zweifel geschützt werden, denken wir an Beschneidungen (die einfach erlaubt sind), an Missbrauch (der zumindest mit der Beichte moralisch und scheinbar auch in einigen Fällen rechtlich folgenlos bleibt), aber denken wir auch an den Burkini. Ja, viele mögen die Entscheidung die Ihre nennen diesen zu tragen, ich für mich spreche niemandem ab, dass er das auch so meint und selbst wenn alle diese Entscheidung als eigene bezeichnen, so bleibt doch stets das Bild, dass die Entwicklung dieser jungen Menschen eine andere sein könnte, wäre, wenn sie auch aus ihrer Komfortzone gerissen werden, auch erleben wie es ist außerhalb der eigenen Dogmen zu leben.

Schule ist nicht immer ein Wunschkonzert, Sexualkunde, die Evolutionstheorie, welche hinreichend bewiesen ist (was uns nicht daran hindert sie immer wieder zu hinterfragen), das alles gehört in die Schule, so eben auch der Schwimmunterricht.

Auch wenn wir ja durchaus zufrieden sein könnten, man hat ja in den meisten Schwimmbädern wenigstens Planken installiert, so müssen doch andere scheinbar noch warten (der Jediismus auf die Verteilung von Roben an die Padawan, die Protestanten auf die Verwandlung des Wassers in Wein…). Um dieses Chaos zu ersparen bleibt doch einzig auf das alles zu verzichten (wobei der Aufschrei bei der Entfernung der Planken wohl groß sein dürfte).

07.06.2018

Das Wort zum Freitag - Übergabe des Amtes



Nachdem mir Bruder Spaghettus bereits etwas vorgegriffen hat ist es für alle die bereits das letzte Wort zum Freitag gelesen haben keine große Überraschung, dass der Vorstand des Vereins gewechselt hat.

(Dieses Wort zum Freitag wird eher ein vergleichsweise internes, organisatorisches Wort zum Freitag, als ein spannender, mitreißender Artikel.)

Für den Rest: „Hallo hier sind wir.“

Natürlich heißt das, dass erstmal alles etwas anders läuft, alles sich vor allem erstmal neu einpendeln muss. Ich persönlich konnte ja zum Glück als stellvertretender Vorsitzender bereits etwas Erfahrung sammeln und möchte diese auch nutzen um vielleicht ein paar Kleinigkeiten auf Seiten des Vorstandes zu verbessern um den Verwaltungsaufwand gering zu halten.

Der Verein ist ein Templiner und wird es auch bleiben. Unsere Kirche steht dort und auch die Nudelmessen finden dort statt. Neu wird sein, dass es ein Büro geben wird, welches die neue Postanschrift bildet.

Doch mit all diesen Neuerungen geht auch etwas Altes. Es geht der alte Vorstand, gerade, dass der Kapitän seinen Hut weiter gibt an einen neuen erfüllt mich mit großer Ehrfurcht. Bruder Spaghettus war nun über Jahre das Gesicht des Vereins, wer den Verein kennt, der kannte auch den netten Herrn mit dem weißen Bart. Dieses Bild wird uns noch einige Zeit prägen.

Deshalb und aufgrund der langjährigen Arbeit und doch auch großen Verdienste um den Verein erfolgte am Tage der Amtsübergabe auch die Ernennung von Bruder Spaghettus zum Ehrenvorsitzenden des Vereins. Ein adäquater Titel steht noch aus, doch auch der wird sich finden. Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen unter euch, der einen passenden Vorschlag hat?

Gegen Ende dieses ersten Wortes zum Freitag bleibt wohl noch auf den Anfang einzugehen. „Hallo hier sind wir.“, okay, klar, aber „Wer sind wir und wenn ja, wie viele?“

Ohne große Umschweife hier also der neue Vorstand:


Vorsitzender: Erik Eliche


Stellvertreter: Falscher Prophet

[Coming soon]

Schatzmeister: Tini Tortellini



Die Vorbereitungen zum nächsten Jahrestreffen laufen langsam an, aber dazu ein anderes Mal mehr.