29.09.2018

Das Wort zum Freitag - Jahrestreffen, wie es war





Ahoi,

da war es also unser Jahrestreffen. Am letzten Wochenende haben wir uns beim Lord of the Grillz eingefunden. Der Tisch war voll besetzt, zwei von uns sind wohl gegen den Wind gesegelt und kamen erst später, was ja aber nicht ganz unpassend war.

Als dann alle an Deck waren, trat Mina Ahadi vor die Crew und erzählte aus ihrem Leben, also über den politischen Islam im Iran aber auch hier und welche Einflüsse das auf sie hatte.

Die Zeit verging wie im Flug und als Zeit für Fragen war, musste ein jeder das Gehörte erstmal sacken lassen. Doch nach kurzer Zeit fanden alle Pastafari ihre Stimme wieder und es gab eine angeregte Diskussion, jedenfalls bis das Essen eintraf. Auch danach war noch Möglichkeit zum Verweilen und reden.

Zum Abschluss des Abends zogen wir, trotz Regens, auf ein Schiff auf dem Rhein und wie die letzten Jahre, auch gab es eine Feuershow.

Der Sonntag startet mit einem Frühstück, dicht gefolgt von einer beinahe überstürzten Fahrt zur Ditib Zentral Moschee, welche an diesem Wochenende eröffnet werden soll (ohne Vertreter der deutschen Politik, dafür mit denen der türkischen… Wo wir wieder beim politischen Islam sind.)

Von dort ging es einmal quer durch die Innenstadt bis zum Dom. Dort angekommen, erregten wir Piraten dann doch Aufmerksamkeit, es gab also die eine oder andere Unterbrechung für Fotos mit Menschen aus aller Welt. Die Nudelmesse an sich blieb glücklicherweise ungestört. (ee)

20.09.2018

Das Wort zum Freitag - Ausweisen, wer man ist





Ich bin Pastafari und stehe dazu. Die Behörde genehmigt allerdings das Tragen piratiger Kopfbeckung auf meinem Personalausweis nicht. Außerdem müsste ich dann immer diese Kopfbedeckung in der Öffentlichkeit tragen, so wie es Bruder Spaghettus tut. Das ist schwierig, weil ich sowohl Kopftuch, Tuch, Dreispitz oder mein Haar offen trage. Piraten passen sich schließlich dem aktuellen Wetter an. Symbolisch wäre aber Dreispitz oder Kopftuch das Erkennungsmerkmal. Bevor allerdings der Rechtsstreit, den Bruder Spaghettus wegen des Ausweisfotos mit piratiger Kopfbedeckung führt, nicht abgeschlossen ist, kann man dieses Problem erst mal von den Planken wischen. Arrrgh
Wie und wann darüber entschieden wird, steht in den Sternen.
Inzwischen ist mein Ausweis abgelaufen und ich beantragte einen neuen. Mir einen Zopfhalter mit Monstersymbol zu basteln, fiel aus. Weder habe ich Zöpfe, noch einen Bart.


Aber ich trage regelmäßig pastafarianischen Ohrschmuck. Also die Klunker an die Ohren gebammelt und ab zum Fotostudio Grinsekatz. Mit meinem neuen Passfoto trabte ich zur Meldestelle, beantragte den Ausweis und bekam ihn auch. Seht selbst.
Egal, wie der Rechtsstreit für Bruder Spaghettus ausgeht, wir haben für uns eine Möglichkeit gefunden, uns zu unserem Monster auch auf Dokumenten, wie z.B. dem Personalausweis zu bekennen. Die Welt soll uns als Pastafari wahrnehmen und die Behörden das genau so akzeptieren, wie sie anderen Menschen gestattet, auf amtlichen Dokumenten mit Kopftüchern abgelichtet zu sein. Wenn es so wichtig ist, dass man auf dem Ausweis neben Name, Adresse, Augenfarbe, Größe, Geburtsdatum auch die Religion ersehen kann, und sei es nur auf dem Foto, dann bitte. 

Gleiches Recht für alle Religionen oder noch besser: „Weg mit dem Firlefanz!“

14.09.2018

Das Wort zum Freitag - Pastafaritreffen 2018



Ahoi,

auch dieses Jahr steht ein Mannschaftstreffen an. Wir entern Köln.


Wieder haben wir einen Vortrag organisiert, wieder wird es eine Demonstration geben und wieder bei der abendlichen Feier eine Feuershow von mir, Erik Eliche.


Das Treffen ist am 22. /23. September.


Wir starten am Samstagabend mit einem Vortrag. Dazu treffen wir  uns um 17 Uhr in aller Ruhe im mittelalterlichen Lord of the Grillz. Natürlich echt piratig. Bitte gebt uns kurz Bescheid, was ihr dort essen wollt, wir bestellen dann vor.


Leider können wir Referent und Thema des Vortrags noch nicht klar benennen. Geplant war Ali Utlu. Der, bekennender Homosexueller und prominenter Erdogankritiker, wurde vor seiner Wohnung von nationalistischen Erdogananhängern zusammen-geschlagen und war im Krankenhaus. Nun müssen wir kurzfristig neu planen. Angedacht ist ein Vortrag mit Ulli Schauen zu Religion in den Medien.


Wer Ali helfen möchte, und er braucht, auch zum moralischen Aufbau, jetzt dringend Hilfe, kann das hier tun. 


Nach dem Vortrag gehen wir noch an den Rhein, bei einer Feuershow und Gitarrenmusik den Abend genießen.


Einige Schlafmöglichkeiten wird es geben, Platz für Wohnwagen und -mobile findet sich auch.


Am Sonntag gibt es dann wieder eine Demo "Wider den Unglauben". Die startet um 10:00 vor der DITIB-Zentralmoschee Köln.


Von dort geht es zum Kölner Dom an welchem es eine Nudelmesse geben wird.


Alle Pastafari und Sympathisanten sind herzlich eingeladen. Wem der Weg zu lang wird, dem helfen wir, eine Fahrradrikscha zu organisieren.


Ansonsten kann zur Demo natürlich jeder einfach hinkommen, für den Vortrag, wie geschrieben, bitte anmelden.


Es gilt das Windhundprinzip. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.


Also schnell ran an die Tastatur.


Hier auch nochmal bei Facebook:


https://www.facebook.com/events/257888211487893/


Erik Eliche

07.09.2018

Das Wort zum Freitag - Spaghettiknoten


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Da ist man einmal als Landratte unterwegs und schon steckt man im Stau. Wäre das so ein kurzer, könnte man mal eben die vorbeifahrenden Nachbarn beobachten, wie die so drauf sind und seiner Phantasie freien Lauf lassen, was die gerade so machen. Leider starren die meisten alle nur mehr oder weniger angefressen geradeaus. Selten gibt es da was zu lachen. Eigentlich passierte mir das nur einmal in einem Stau von über acht Stunden. Das entschädigte also auch nicht wirklich und darüber will ich heute auch gar nicht berichten.

Diesmal fuhren wir nach Köln, ihr wisst schon, Hochzeit! Eine Baustelle löste die andere ab und immer sollten wir 60 km/h fahren. Leider klappte das nicht immer und es kam mehrfach zum gefürchteten „stop and go“, wie es neudeutsch genannt wird. Anfangs konnten wir uns noch mit unserer pastafarianischen CD „Wir singen dem Monster ein Lied“ in gute Laune versetzen. Doch die läuft ja bekanntlich nicht ewig. Ich hob meinen Blick und betete zum Monster. Wutsch, störte ein großes blaues Schild den freien Blick gen Himmel. Ich unterbrach mein Gebet und las, dass in 1000 m ein Kreuz unseren Weg kreuzte. Andauernd diese Kreuze, dachte ich so bei mir. Die Kreuzallergie begann schon leicht auszubrechen bei mir. Dann sah ich auf unseren Sextanten für Autos. Da war kein Kreuz zu sehen, eher ein Gebilde aus nudligen Anhängseln. Oha, dachte ich, das Monster hat schon auf mein Gebet reagiert.

Es kamen noch einige Kreuze, die alle wie nudlige Gebilde anmuteten. Das gefiel mir so gut, dass ich auf der Hochzeit mit anderen Pastafari darüber sprach. Dabei erfuhr ich dann, dass in Duisburg ein Autobahnkreuz „Spaghettiknoten“ genannt wird. Zufall? Ich denke nicht.

Uns gibt es inzwischen schon in so großer Zahl, dass ich nicht alle Piraten und Freibeuterinnen kennen kann. Über eins bin ich mir aber klar. Sie sind da, sie zeigen sich mit großen und kleinen Aktionen und tun vieles, was dem Monster Freude bringt. Das macht mich sehr stolz, eine von ihnen zu sein.

Bald ist unser Jahrestreffen in Köln. Ihr, die ihr bisher noch im Verborgenen Pastafari ward, kommt vorbei, schließt euch uns an. Spaß ist vorprogrammiert.