07.09.2018

Das Wort zum Freitag - Spaghettiknoten


 Wikipedia unter CC Attribution-Share Alike 2.0 Generic

Da ist man einmal als Landratte unterwegs und schon steckt man im Stau. Wäre das so ein kurzer, könnte man mal eben die vorbeifahrenden Nachbarn beobachten, wie die so drauf sind und seiner Phantasie freien Lauf lassen, was die gerade so machen. Leider starren die meisten alle nur mehr oder weniger angefressen geradeaus. Selten gibt es da was zu lachen. Eigentlich passierte mir das nur einmal in einem Stau von über acht Stunden. Das entschädigte also auch nicht wirklich und darüber will ich heute auch gar nicht berichten.

Diesmal fuhren wir nach Köln, ihr wisst schon, Hochzeit! Eine Baustelle löste die andere ab und immer sollten wir 60 km/h fahren. Leider klappte das nicht immer und es kam mehrfach zum gefürchteten „stop and go“, wie es neudeutsch genannt wird. Anfangs konnten wir uns noch mit unserer pastafarianischen CD „Wir singen dem Monster ein Lied“ in gute Laune versetzen. Doch die läuft ja bekanntlich nicht ewig. Ich hob meinen Blick und betete zum Monster. Wutsch, störte ein großes blaues Schild den freien Blick gen Himmel. Ich unterbrach mein Gebet und las, dass in 1000 m ein Kreuz unseren Weg kreuzte. Andauernd diese Kreuze, dachte ich so bei mir. Die Kreuzallergie begann schon leicht auszubrechen bei mir. Dann sah ich auf unseren Sextanten für Autos. Da war kein Kreuz zu sehen, eher ein Gebilde aus nudligen Anhängseln. Oha, dachte ich, das Monster hat schon auf mein Gebet reagiert.

Es kamen noch einige Kreuze, die alle wie nudlige Gebilde anmuteten. Das gefiel mir so gut, dass ich auf der Hochzeit mit anderen Pastafari darüber sprach. Dabei erfuhr ich dann, dass in Duisburg ein Autobahnkreuz „Spaghettiknoten“ genannt wird. Zufall? Ich denke nicht.

Uns gibt es inzwischen schon in so großer Zahl, dass ich nicht alle Piraten und Freibeuterinnen kennen kann. Über eins bin ich mir aber klar. Sie sind da, sie zeigen sich mit großen und kleinen Aktionen und tun vieles, was dem Monster Freude bringt. Das macht mich sehr stolz, eine von ihnen zu sein.

Bald ist unser Jahrestreffen in Köln. Ihr, die ihr bisher noch im Verborgenen Pastafari ward, kommt vorbei, schließt euch uns an. Spaß ist vorprogrammiert.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen