12.03.2020

Das Wort zum Freitag - Christen verlieren Gottvertrauen




Aus der Geschichte wissen wir, dass Kirchgebäude, seit es sie gibt, Orte der Gotteshuldigung und -anbetung sind. Von den Kanzeln wurden und werden die Moralvorstellungen, die von sogenannten Gottesmännern aufgestellt und aufgeschrieben wurden, verbal auf die Schäflein eingepeitscht. Als Zuckerbrot kommt dann das Liedgut auf den Plan. Es sind einfache Melodien, so dass selbst der unmusikalischste Gläubige mitzusingen vermag. Und wer kann schon gebetsmühlenartig gesungenen Vorschriften auf die Dauer widerstehen?! Je öfter man es tut, um so besser funktioniert die Gehirnwäsche. Der Plan ist einfach und funktionierte über die Jahrhunderte. Derweil hatten und lebten diese von Gott Berufenen, und damit meinen sei natürlich immer den falschen Götzen Jahwe, eine ganz andere Moral, wie wir alle wissen.


So lange es Kirchgebäude gibt, bieten sie auch Schutz. Wer immer diesen Schutz begehrte, wurde nicht abgewiesen. (Ausnahmen bestätigen die Regel) Kam es zu Naturkatastrophen, suchten die Gläubigen Schutz im Gotteshaus, hielt dieser doch besonderes schützend die Hand darüber. Obendrein war die Bausubstanz um einiges stabiler, als einfache Wohnhäuser. Die Lage war meist günstiger z.B. bei Hochwasser.


In größter Ausweglosigkeit fanden sich die Gläubigen also ein, um im Gebet Hilfe von Oben zu erbitten. Das hat sich bis heute erhalten. Bei schrecklichen Ereignissen, wie Amoklauf, Flugzeugabstürzen oder ähnlichen unfassbaren Katastrophen werden sofort Gottesdienste angeboten. Ihr erinnert euch sicher, das sind die Veranstaltungen, bei denen betreten blickende Politiker in den ersten Bankreihen des geweihten Protzgebäudes zu Stuhle kommen. Öffentliches Trauertum führt an den Kirchen nicht vorbei, egal ob die wirklich Betroffenen damit etwas am Hut haben.


Corona setzt dem nun ein Ende. Corona hat dem angeblich allmächtigen Gott seine Grenzen aufgezeigt. Er ist nicht in der Lage, diesem Virus entgegen zu treten. Er guckt tatenlos zu und ist handlungsunfähig. Jetzt halten mir wieder einige Mitmenschen entgegen, dass ich nur einfach ein zu kleines Licht bin, um die göttlichen Wege zu verstehen. Mag sein, aber es ist eindeutig, dass auch die Christen denken, wie ich.


Sie wenden sich ab, halten die Gotteshäuser geschlossen und sparen sich gemeinsame Gebete, die ungehört bleiben. Wozu braucht noch ein Gotteshaus oder ein Gebet in selbigem? Wozu Weihwasser, wenn es sogar gefährlich ist? Wenn der Allerheiligste nichts tut, kann man seinen Tempeln auch fern bleiben.

Das haben die Christen endlich erkannt. Mögen sie nun noch lernen, daraus auch weiterreichende Konsequenzen zu ziehen.

1 Kommentar:

  1. Statt dem Ewigen Licht leuchtet hier das Licht der Vernunft! Die Ideen der Aufklärung zeigen sich im Zeitalter der Globalisierung hilfreicher als all die mythologischen An- und Vermutungen. Die Fakenews aus der esoterischen Ecke zur Überwindung des Coronavirus zeigen die noch immer vorhandene Verführbarkeit unserer Zeitgenossen!

    AntwortenLöschen