23.04.2020

Tag des deutschen Bieres



Auf Grund von wichtigen anderweitigen Verpflichtungen mit wahrscheinlich länger nachwirkenden Folgen, muss das Wort zum Freitag in dieser Woche leider ausfallen.

17.04.2020

Das Wort zum Freitag - Ehre sei FSM in dem Topfe

Aus der Reihe “Oldies but Goldies”, Erstveröffentlichung am 02.12.05 8:15

Dieses Post war der Anfang der heutigen Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e. V. 
Damals galt eine Gemeinde gegründet, wenn ein Blog ins Netz gestellt wurde, hier die Gemeinde Uckermark. Aus der, Barnim und Berlin wurde 2006 die Kirche des FSM Berlin-Brandenburg e.V. die sich später deutschlandweit geöffnet hat. Heute haben wir über 500 Mitglieder in allen Teilen des Landes. 




Wie es geschehen ist, ging in einsamen Weiten verloren. Aber geschehen ist das Wunder!

In seiner grenzenlosen Liebe für unterentwickelte rückständige Gebiete ist Es dort nicht nur erstmalig erschienen 🙂 , nein, ein Tentakel streifte selbst die Uckermark und zeugte Piraten des Glaubens.

Auf dass Sein Licht nun auch hier scheine und wider den Unglauben leuchte!
Auf dass nicht mehr Blut und Leib in kalten hohen Steinhäusern gereicht werde sondern Blut der Tomate und Leib von aller Pasta so da ist auf Erden, in freundlichen hellen Garküchen.
Auf das den rechten Gläubigen Fleischbällchen jeglicher Art hienieden beschieden seien.

Denn Stärke braucht der rechte Gläubige, ist doch die Macht der FSM-losen noch übergroß. Doch ES kräftigt uns nicht nur im irdischen Jammertal, welches nun zu einem Tal der Freuden werden wird. ES lohnt unsere Treue zu IHM, so ES uns dereinst glühende Lava in kühles Bier und geschlechtslose Engel in Stripper und Stripperinnen wandelt.

So seid IHM denn treu, seid furchtlos und mehret euch und glaubt an ES, indem ihr an nichts glaubt.

Ramen

09.04.2020

Das Wort zum Garfreitag - Blaudonnerstagsstart




Hein, Klaas, Jan und  Pit kennen sich schon seit der Zeit, da Bobby Henderson sein Evangelium veröffentlichte, wenn Heín, Klaas und Jan auch keine Ahnung hatten, dass es Bobby und sein Evangelium gibt. Sie suchten Arbeit, fanden Pit auf seinem Kutter und wurden ohne Probleme angeheuert, denn der alte Seebär brauchte dringend Leute, die bereit waren, mit ihm im Morgengrauen auf Fischfang in See zu stechen.

Von der ersten Minute an stimmte die Chemie zwischen ihnen, auch wenn die drei Grünschnäbel, wie Pit sie gern nannte, seine Söhne sein könnten. Es dauerte nicht lange und sie trafen sich auch außerhalb der Arbeitszeit. Gern tranken Sie nach dem Einlaufen in den Hafen noch ein Feierabendbier zusammen oder trafen sich gelegentlich zum Grillen. Man sprach über dies und jenes und so kam der Tag, als die Grünschnäbel vom Fliegenden Spaghettimonster erfuhren. Da sie dem Gehörten nicht abgeneigt waren, verging fortan kein Tag, an dem Pit ihnen nicht auf die eine oder andere Weise vom  Pastafaritum erzählte. Nicht selten nannten sie ihn sogar Papa Pirat und bald erwählten auch sie das Fliegende Spaghettimonster zu ihrem Gott. All die Bräuche, die Pastafari so pflegen, fanden bei den jungen Männern Anklang und die kleine Crew begann diese immer mehr zu leben.


Unsere Grünschnäbel wurden älter, verliebten sich, gründeten Familien, schlossen neue Freundschaften. Die Gemeinschaft wuchs, auch die der Pastafari. Die anfänglich zu viert gefeierten Messen fanden  inzwischen großen Anklang in der Gemeinschaft. Kaum ein Pastafarianischer Feiertag wurde allein gefeiert. Schon beim Treffen zum WeinAchtsfest schmiedeten die Piraten deshalb Pläne für das immer beliebter werdende Passtahfest, dass mit dem Blaudonnerstag beginnt. Nach diesem nassen Winter sehnten die Freibeuter schon den Frühling herbei und entwickelten ausgelassen Ideen.


Klar hörten alle Nachrichten, auch die aus China. Aber das war weit weg. Zu große Sorgen machte sich keiner. Doch das Corona-Virus machte sich auf den Weg, rückte näher und näher. Als es die Heimat unserer Fischer erreichte und die Behörden aktiv wurden, traf es unsere Helden etwas überraschend. In ihrem direkten Umfeld war noch niemand erkrankt. Urplötzlich konnten sie aber ihre Kleinen nicht mehr in die Tageseinrichtungen geben. Vorsorgliche Schutzmaßnahme!  Organisationstalent war gefragt und weitere Vorsichtsmaßnahmen waren zu befolgen. Der Pirat ist ein Gewohnheitstier und bekam nur langsam die neuen Abläufe so unter den Dreispitz, dass es reibungslos lief. Dann kam der Hammer, das gesellschaftliche Leben musste täglich mehr und mehr aufgegeben werden. Das am Wochenende geplante Treffen im Störtebeker wurde abgesagt. Corona, Corona, Corona!


Hein, Klaas und Jan mussten sogar ihren so geliebten Sonntagsfrühschoppen streichen. Die Prognose, dass die Einschränkungen frühstens nach dem Passtahfest aufgehoben werden, bedrückte sie sehr. Sie schimpften wie Piratenpapageien, aber nicht nur sie. Es wurde richtig Mode. Humorvolle Anspielungen, wie man durchdreht, gab es jetzt zuhauf im Netz und wurden fleißig geteilt. Galgenhumor und das bereits nach zwei Wochen!


Der einzige, der das gelassen nahm, war Pit. Er lebte in einem geräumigen Haus mit Garten, hatte keine kleinen Kinder bei Laune zu halten. Als der alte Seebär merkte, wie seine Crew litt, machte er den Vorschlag, sich im Chat auf ein Bier zu treffen. Ist zwar nicht das Selbe, wie im Störtebeker, aber man kann sich unterhalten und sogar sehen. Es dauerte nicht lange, und die jungen Piraten beklagten ihr Los. Pit war fassungslos. „Wo ist denn eure Kreativität vom Winter geblieben?“ fragte er. „Ein richtiger Pirat erfasst die Situation, stellt sich darauf ein und denkt nach, wie er alles zu seinen Gunsten nutzen kann. Nur so ist eine Schlacht zu gewinnen. Habt ihr keine Hobbys? Habt ihr kein Internet, das euch Anregungen ohne Ende bietet? Nehmt es als Chance, mal was Neues zu probieren. Als ich jung war, gab es kein Internet, kaum Telefon. Wir verständigten uns, indem wir Briefe schrieben oder uns besuchten. Mal eben ein Foto ins Netz gestellt … Fehlanzeige, gab ja kein Internet. Natürlich gab es auch nichts mit Corona Vergleichbares. Wollte nur sagen, dass ihr eure Möglichkeiten erkennten und nutzen sollt. Machen ja schon viele vor. Nutzt den Blaudonnerstag und strengt eure Murmeln mal an. Zieht unsere gesamte Piratencrew mit ins Boot. Auch die haben bestimmt gute Ideen. Weicheier werden zum Passtahfest nicht  aufgetischt. Vielleicht schafft ihr es ja, an einem der freien Passtahtage noch was auf die Beine zu stellen. Sogar das beliebte Verstecken von Eiern dürfte möglich sein, wenn ihr mit dem Handy durch die Wohnung streift und die anderen über den PC suchen lasst.


So und nun holt mal die Spiele, die ich euch zum Nudligen Lichterfest schenkte, raus. Wir spielen 'Pirat, ärgere dich nicht!' Wäre doch gelacht, wenn wir vier starken Freibeuter vor Corona einknicken.


Denn mal Prost!“



02.04.2020

Das Wort zum Freitag - Tradition Garfreitagsessen

ein Gastbeitrag von Bruder Smutje


Von allen Feiertagen im pastafarianischen Jahr ist mir der Garfreitag der Liebste. Was gibt es Schöneres, als einen Haufen Piraten einzuladen und es richtig krachen zu lassen, derweil die Ungläubigen Trübsal blasen. Weinend und greinend erzählen sie sich alte Horrorgeschichten.
Wir machen das anders! Noch leicht verkatert vom Blaudonnerstag kommen wir zusammen und gedenken dem Tag, an dem zum ersten Mal eine Nudel perfekt aldente gegart wurde.

Hier in Osnabrück sollte das 4. Treffen in "alter" Tradition wieder mit einem dreigängigen Nudelmenü gefeiert werden. Das muss nun leider ausfallen. Die Piraten 
können jetzt nur in kleinen und kleinsten Gruppen zusammenkommen. Aber lassen wir uns dadurch den Spaß nehmen? Nein! Auch aus der kleinsten Kombüse kann etwas Leckeres kommen, um "ES" zu würdigen und zu preisen.

Oft hörte ich von anderen Seeräubern: "Vor- und Hauptspeise kein Problem. Aber das Desert?"
Deshalb an dieser Stelle ein Rezept für 

geeiste Melonensuppe mit Marzipanravioli.

Das klingt komplizierter als es ist. Ihr braucht:

-   1 bis 2 Cantaloupe- oder Charentais-Melonen
-   1 Zitrone
-   1 Orange
-   diverse Alkoholika (da habt ihr bestimmt noch etwas vom Blaudonnerstag übrig)
-   Marzipanrohmasse
-   1 Packung Wantan Teig TK (gibt es im Asialaden)
-   etwas Zucker, etwas Milch

Los geht's! Wir starten mit dem Süppchen.


Mit dem Entermesser wird die Melone halbiert. Alsdann kratzt ihr die Kerne heraus.

Nun nehmt ihr einen Kugelausstecher (Pariser Löffel) und stecht großzügig Kugeln aus. Wenn so etwas nicht vorhanden ist, ein scharfer Teelöffel tut es auch - seid kreativ. Die Kugeln mit Klarsichtfolie abdecken und ab in den Kühlschrank.



Die Schalen der unbehandelten Zitrone und Orange abreiben und zur Seite stellen. Nun das restliche Fruchtfleisch aus der Melone schneiden und zusammen mit dem Saft der Orange, 1 Glas Prosecco, 1 guten Schuss Campari und etwas Zitonensaft mit dem Stabmixer pürieren. 

Was habt ihr sonst noch von gestern übrig? Ein bisschen Portwein, Marsala und Sherry kommen gut. Rum und Bier würde ich nicht nehmen. Ist zwar sehr piratig, schmeckt dann aber wie abgestandenes Weihwasser. Mit Zucker abschmecken und für geraume Zeit in den Kühlschrank stellen. Nachwuchspiraten an Bord? Dann ersetzt den Prosecco durch Mineralwasser oder Limo.




Jetzt zu den Ravioli. Die tiefgekühlten Wantan Platten (gibt es in rund und eckig) auftauen (dauert ca. 1 Stunde) Für die Füllung 150 g Marzipanrohmasse mit 1EL Milch, 2EL  Amaretto, Organgen- und Zitonenabrieb verrühren. Immer mal abschmecken (zuviel Abrieb schmeckt nicht jedem). 

Die einzelnen Wantan Plättchen rundum mit Wasser einpinseln, 1/2 TL Marzipanmasse in die Mitte, zusammenklappen, andrücken und mit Hilfe eines dünnrandigen Glases ausstechen. Nun haben wir zwar keine Ravioli, sondern eher Cappelini. Die schmecken genauso gut! Wer unbedingt Ravioli möchte, kann sich das auch viereckig zusammenbasteln.
In einen großen Topf mit kochendem Wasser geben. Da der Wantan Teig sehr dünn ist, sind die Teile ruckzuck gar (ca. 2 Min).

Suppe und Melonenkugeln in tiefe Teller füllen, die Marzipan Cappelini dazu, eventuell noch mit frischer Minze dekorieren.

FERTIG!



Das Rezept reicht für 4 Personen. Solltet ihr nur zu zweit sein, esst doppelt so viel oder stellt zwei Teller euren Nachbarn vor die Tür.

Euch allen einen fröhlichen Garfreitag!