25.09.2020

Das Wort zum Freitag - Das Monster....

 .... muss wohl wieder mal am Biervulkan versackt sein. Vielleicht liegt es auch einfach nur faul irgendwo in ´ner Hängematte und ist eingepennt. 

Anders kann ich es mir wirklich nicht erklären, warum mich heute keine Eingebung für ein Thema zum Wort zum Freitag erreicht. 

Da bleibt nur eins, ich eifere dem Monster nach. 

Bis nächste Woche



18.09.2020

Das Wort zum Freitag - Sprich wie ein Pirat





Arrrgh, morgen ist es so weit, der 19. September, einer unserer wichtigsten Feiertage steht vor der Tür, der SwePT (Sprich-wie-ein-Pirat-Tag).


Gibt es noch dösbaddelige Landratten, die damit nichts anzufangen wissen? Der Name sagt es ja schon. Sprich wie ein Pirat. Das ist das Mindeste, was ein Pastafari an diesem Tage tun sollte. Fehlt euch Weicheiern noch das entsprechende Vokabular, habt ihr genügend Zeit, euch zu belesen und/oder Mantel- und Degenfilme sowie Piratenfilme reinzuziehen, um eure biedere Aussprache auf Vordermann zu bringen. Seid ihr dann immer noch zu weich, trinkt was Hartes, das lockert den drögen Verstand und bläst den alten Dreispitzständer mal wieder so richtig durch.

Ach ja, Dreispitz! Ihn bzw. Piratenkopftuch oder wenigstens Augenklappe solltet ihr schon an diesem Tag aus dem muffigen Seesack kramen und auch tragen. Wer von euch Schnarchnasen meinen Rat befolgte und sich Piratenfilme reingezogen hat, dem wird doch der Klabautermann ein Licht angeblasen haben, so dass euch noch mehr einfällt, wie ihr zu zünftigen Piraten werden könnt.

Bewaffnet euch. Steckt Säbel in den Gürtel, hängt Getränke, die blau machen oder rot aussehen an eure Gürtel und vor allem, schärft eure Zungen, oder muss ich erst mit dem Nudelholz drohen?!

Unser Prophet, ihr wisst schon, der, der immer in der Hängematte lümmelt, hat es in seinem und unserem Evangelium fest verankert.

WIR WOLLEN DIE ERDERWÄRMUNG STOPPEN.

Guckt nicht wie halb geöffnete Miesmuscheln. Das ist ja inzwischen jedem klar. Na ja, bei ein paar Nudelsiebträgern noch nicht so ganz. Deshalb noch mal für alle, die noch einen Pieckser von Neptuns Dreizack brauchen, um ihre Klüsen zu öffnen. Am Sprich-wie-ein-Pirat-Tag tragen wir ganz wesentlich dazu bei, das Weltklima zu retten, die globale Erderwärmung aufzuhalten.

Spätestens zum SwePT erhebt sich der verloddertste Pirat aus seiner Koje, flucht erst mal kräftig, furzt und spuckt und tut all das, was Piraten morgens so tun, bevor sie sich dann die Zähne mit Zahnpasta putzen, um Ihm zu huldigen. Dann rein in die Festtagsklamotten und raus, auf die Landratten los. Ja, das Piratenleben ist an solchen Tagen recht hart. Oft stößt der Pirat auf Unverständnis. Zwar kann jeder Mensch fluchen und tut es auch nicht selten, aber nur wir Pastafari sind Meister auf diesem Gebiet und ganz besonders am 19.09. Arrrgh

So, nun strengt mal eure Denkmurmeln an. Was erreichen wir damit? Ganz logisch nimmt nach dem 19.09. die Temperatur deutlich ab. Es wird kühler. Einen noch größeren Ruck gibt es an Halloween. Da rennen zwar auch viele Ungläubige in Piratenkostümen herum, aber oft so perfekt, dass auch die unbewusst dazu beitragen, die Erderwärmung zu stoppen. Das kann kein Zufall sein.

Also rüstet euch aus, je besser, desto mehr Erfolg haben wir bei unserer von Ihm so sehr gewünschten Mission. Helft mit, tapfere Freibeuter, geht auf die Straße und sprecht in zünftigem Piratenornat so, wie euch der Schnabel eines rauen Seebärs gewachsen ist.

Ich zähl auf euch.

Eure Elli

Erstveröffentlichung 11.09.2014

12.09.2020

Das Wort zum Freitag - Das Zweifeln der Pastafari




Mit diesem Zitat, Piraticus 13:7, beginnt unser Evangelium. Wer wüsste das nicht.


Das für mich Wichtigste kommt aber gleich danach im Vorwort:


Der Pastafarianismus mag zwar die einzige Religion sein, die auf empirischen Beweisen beruht, doch sollte nicht vergessen werden, dass es in diesem Buch um Glaubensfragen geht. Aufmerksame Leser werden im Text zahlreiche Lücken und Widersprüche finden; vielleicht sogar dreiste Lügen und Übertreibungen.…


Weil uns unser Prophet in seiner unendlichen Weisheit aber nicht gesagt hat, wo diese sind, sind wir verpflichtet, an allem zu zweifeln, Monster möge es verhüten, sogar an SEINER Existenz. Dieser Zweifel macht uns zur einzig wissenschaftlichen Religion weltweit.


Ich weiß, diesen Gemeinplatz von mir habt ihr schon öfter gehört. Er hat sich herumgesprochen und eingeprägt. Wie diese Pflicht zum Zweifel unsere Religion geprägt hat, dürfte also jedem klar sein.


Wie aber wirkt sich diese Pflicht auf den einzelnen Pastafari aus? Eine sehr interessante Frage.


Das Pastafaritum hat sich in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich entwickelt, je nach Gegebenheiten und Gesetzgebung. Natürlich auch nach den örtlichen Protagonisten. Und das ist auch gut so. So ist es bunt und (über-)lebensfähig geworden. Manche verstehen sich als Religion, manche als Religionsparodie, wir uns als Weltanschauungsgemeinschaft. Manche sind mehr am Spaß orientiert, andere eher religionskritisch und manche bieten und fördern eigene Werte. Eins aber, und wahrscheinlich nur das, ist allen gemeinsam: Die Pflicht am Zweifeln.


Empirisch ist klar, Pastafari verhalten sich unterschiedlich, weltweit und selbst in der einzelnen Gemeinde. Das ist nur normal. Aber gibt es einen gemeinsamen Kern oder sollte es den zumindest geben?


Ich denke, ja.


Wer sich dem Zweifeln verpflichtet fühlt, sollte vor allem auch an einem zweifeln, an seiner eigenen Meinung. Eigentlich sollte das sogar für jeden gelten, egal ob Pastafari oder nicht. Für die aber doch noch ein kleines bisschen mehr.

Eine Meinung bildet sich durch Wahrnehmung und deren Verarbeitung. Schon bei der Wahrnehmung schleichen sich Fehler ein. Wir nehmen alles fehlerhaft wahr. Unsere Augen, unsere Ohren, unser Geruch und Geschmack sind nicht nur überaus unterschiedlich, sondern auch mangelhaft. Wir nehmen aber auch alles selektiv wahr. Teilnehmer am gleichen Gespräch haben deshalb später eventuell völlig unterschiedliche Erinnerungen. Auch diese Erinnerungen sind wieder fehlerhaft, sie ändern sich mit der Zeit und trotzdem hält sie mancher für erwiesene Tatsachen. Letztlich ist auch die Verarbeitung sehr unterschiedlich, sowohl aus biologischen Gründen als auch einfach aus unterschiedlichen Erlebnissen und damit verbunden, unterschiedlicher Lebenserfahrung. Es gibt maximal eine Annäherung an die “Wahrheit”, nie jedoch diese selbst.


Daraus ergibt sich nur ein vernünftiger Schluss. Wenn wir an allem zweifeln müssen, dann auch und sogar zuerst an der Richtigkeit unserer eigenen Meinung.

Wenn wir uns aber unserer eigenen Meinung nicht sicher sein können, müssen wir auch akzeptieren, das Andere auch anderer Meinung sind.

Mehr noch, wir müssen sogar erwägen, dass diese Meinung näher an der Wahrheit sein kann, als unsere eigene.


Wer sich dessen bewusst ist, kann unmöglich Fundamentalist werden. Er kann auch nicht in ideologischen Grenzen denken und von vornherein alles, was über die hinaus geht, ablehnen.


Das heißt nicht, das ein Pastafari für alles! offen sein muss. Dies ergibt sich schon allein aus dem V. ALWM.  Aber es heißt, dass Pastafari offen sein müssen, dass sie niemand nur wegen seiner Meinung ausgrenzen, sondern versuchen, in fairer Diskussion unterschiedliche Meinungen abzuwägen und dabei gegebenenfalls auch ihre zu ändern. Zu versuchen, mit welchen Mitteln auch immer, anderen einfach eine Meinung aufzuzwingen oder gar Andere daran zu hindern, ihre Meinung zu äußern, sollte keinem Pastafari auch nur in den Sinn kommen.


Ist das auch so?


Wohl eher nicht. Ich erwische mich immer wieder mal beim Schubladendenken. Klar, die sind praktisch und erleichtern erst einmal die Bewältigung neuer, überraschender Situationen. Aber ich versuche immer, mir das oben Gesagte rechtzeitig wieder in Erinnerung zu rufen und so  in Diskussionen nicht zu verurteilen, sondern wirklich zu diskutieren. Oft auch streitbar. Streit ist notwendig und kann viel Erkenntnis bringen. Er muss nur in der richtigen Art und Weise ausgetragen werden. 

Möge das mir und auch euch immer besser gelingen.

04.09.2020

Das Wort zum Freitag - Wer wagt, gewinnt!



Das Jahr ist noch nicht um, der Sommer aber wohl vorbei. Damit auch die Zeit, in der regelmäßig Besucher zur Freitagsmesse erscheinen. In diesem Sommer gab es tatsächlich nicht einen Freitag ohne Messe, und das trotz Corona. Fast immer hatten wir das Wetter, um die im Freien abzuhalten, war das Wetter schlecht, waren es auch nie mehr als drei Besucher, und wir konnten sie in der Kirche feiern. Besonders interessant waren die Messen, an denen sich Gruppen angemeldet hatten, wie z.B. die FSJler der Berliner Stadtmission  oder die Schüler der Montessorischule Neuruppin, die im Rahmen des Religionsunterrichts hier waren. Genau so interessant, wenn auch auf andere Weise, waren aber auch die Tage, an denen sich verschiedene Besucher trafen und immer gab es nach der Messe noch ein schönes Gespräch, das auch schon mal bis zu zwei Stunden dauern konnte.

Kurz, der Sommer brachte reichlich Besuch. Das aber nicht mehr, wie früher, nur zu den Messen, nein, immer öfter hielten Autos, Fahrräder oder auch Wanderer unter der Woche bei uns an. Manche machten nur ein Foto, manche klingelten und wenn wir Zeit hatten, haben wir  auch die Kirche aufgeschlossen und kurz mit den Gästen geredet.


Für diese Wandlung gibt es natürlich Gründe. Zuerst sicher unsere neue Außenwerbung mit Flagge, Schaukasten und Flyerspender. Das fällt auf und bringt auch “Laufkundschaft”. Manchen sind die Nudelmessenhinweisschilder am Ortseingang aufgefallen, sie sind neugierig geworden und wollten sich informieren.

Ein weiterer Grund dürfte sein, dass wir uns immer mehr gesellschaftlich etablieren. Man kennt uns und immer mehr schätzen uns auch. Da machen Urlauber auf der Hin- oder Rückreise zum Urlaubsort schon mal einen Umweg über Templin, um unsere Kirche zu besuchen. Genau so kommen aber auch Gäste nur mal für einen oder zwei Tage nach Templin. Wir sind zur Sehenswürdigkeit geworden und genau dort führt uns die Stadt Templin ja auch auf ihrer Website, unter Sehenswertes.

Es hat sich einfach gezeigt, solide Arbeit vor Ort zahlt sich aus. Ich möchte euch Mut machen, als Gruppe oder als Einzelkämpfer, bei euch selbst etwas auf die Beine zu stellen. Es muss ja nicht gleich eine Kirche wie unsere sein. Wobei, auch da ist jemand dabei, sich nun als Rentner eine in den Garten zu stellen und Messen zu halten. Eine andere Truppe versucht gerade ihre Stadt zu gewinnen, ebenfalls einen Evolutionsweg zu bauen. Ein Besuch in Templin hat sie so begeistert, dass sie den nun nachbauen möchten.

Was immer ihr für Ideen habt, meldet euch bei uns. Wir helfen gern, und wenn es im Sinne unserer Satzung ist, sogar finanziell. Nur die Arbeit vor Ort können wir nicht abnehmen. Aber wir können euch versichern, die macht auch wirklich oft Spaß. Also legt los.

Wer wagt, gewinnt!