13.11.2020

Das Wort zum Freitag - Diskriminierte Pastafari




Ihr habt sie vielleicht gelesen, die Topmeldungen der letzten Tage. Nein, es ging nicht um USA oder Großbritannien, nicht um Plastik oder um Erderwärmung, es ging um den Fasching, zu dem manche auch Karneval sagen.

Ja, es ist ein Schlag in die Magengrube für viele, auch für mich, dass der in diesem Jahr ausfallen muss. Wenigstens einmal im Jahr so richtig austoben, sich einmal im Jahr mit alten Freunden treffen, das war und ist auch für mich und Elli Spirelli wichtig. Wir hatten immer unseren großen Tisch beim Karnevalsklub Großerkmannsdorf. Unsere Freunde und wir gehören praktisch schon dazu, ohne uns war der Fasching nicht komplett und wir nicht ohne den Fasching. Für diese Saison musste der Klub den Karneval absagen.




Das heißt, wir müssen doppelt leiden, sogar dreifach. Der Fasching fällt aus, das Treffen mit den alten Freunden und gerade musste auch das Treffen mit anderen Pastafari ausfallen. Lediglich Elli Spirelli und ich haben an dem Feuer oben gesessen. Aber wir sehen ein, in besonderen Zeiten sind besondere Maßnahmen nötig. Empörend finden wir aber, wie beim Fasching die Medien sogar aufgreifen, dass der in Großwudicke ausfällt.

Großwudicke? Das ist eine Meldung wert? Aber niemand berichtet darüber, dass wir Pastafari deutschlandweit auf unser geliebtes Marziani verzichten müssen? Wie anders wäre das zu erklären, als mit der fortgesetzten Diskriminierung unserer wissenschaftlichen Religion.

Wir müssen uns Fragen stellen:
Machen wir nicht genug Lobbyarbeit?
Haben wir nicht genügend Seilschaften in der Politik?
Pochen wir nicht genug auf Sonderrechte oder sind wir schlichtweg einfach zu friedlich und verständnisvoll?

Ich weiß es nicht, aber lasst uns schon mal neue Schleifsteine kaufen. Wenn wir unsere Schwerter schärfen, und das laut genug tun, werden vielleicht auch wir nicht mehr diskriminiert. Wir müssen ja nicht unbedingt sagen, dass wir die Schwerter nie ziehen würden, außer um vielleicht das Holz für das Lagerfeuer zu spalten. Lasst uns die Schleifsteine mit dem nötigen Lärm schwingen, lasst uns Forderungen aufstellen, die völlig absurd und unbegründet sind und nicht die mindeste Rücksicht auf die Gesellschaft nehmen. Kurz, lasst uns wenigsten! in der 5. Jahreszeit einmal so sein, wie die anderen Religionen es immer sind.

Wir schaffen das!

 

Keine Kommentare:

Kommentar posten