11.07.2019

Das Wort zum Freitag -
"Bruder Spaghettus" auf dem Personalausweis



So sieht er aus, mein neuer Ausweis. Na ja, fast jedenfalls, ein paar Angaben müssen nicht unbedingt öffentlich sein. Aber dass dort unter Ordens- oder Künstlername nun „BRUDER SPAGHETTUS“ steht, kann ruhig jeder wissen. Mehr noch, es sollte sogar jeder wissen. Es könnt ja glatt sein, ich unterschreibe  irgendwo mit meinem Pastafarinamen, vielleicht unter einem Kaufvertrag für ein Auto oder bei der Eröffnung eines Bankkontos. Dann sollte der jeweilige Vertragspartner schon wissen, was in meinem Ausweis eingetragen ist. Denn diese Unterschrift ist voll rechtsgültig.

Cool, oder?


Deshalb möchte ich nicht vergessen, denen besonderen Dank zu sagen, die mir zu diesem Ausweis verholfen haben.


Da wäre erstens die Person, die mich bei Facebook verpetzt hat. Mein Profil „Bruder Spaghettus“ musste ich danach umbenennen in Rüdiger D. Weida, ich wisst schon, Klarnamenspflicht und so. Nun fordere ich dort meinen alten Profilnamen zurück.


Da wäret zweitens ihr Pastafari dort draußen. Ohne euren Einsatz, der uns überall bekannt gemacht hat, ohne euer Mitziehen und Anstoßen wären wir nicht so bekannt, wie wir es heute sind. So habt auch ihr dazu beigetragen,  dass mein Antrag von der Templiner Meldestelle positiv beschieden wurde.


Da ist vor allem aber die Kirche und ihre phantastische Lobbyarbeit. Ihr gebührt mein größter Dank, denn ohne sie und ihre politischen Seilschaften würde es solche Ausweise heute gar nicht mehr geben.


Sensationelles war passiert. Wie in den meisten Ländern Europas )*  üblich, wurde im Jahre 2007 auch in Deutschland der Eintrag „Ordens- oder Künstlername“ abgeschafft. Damit sollte Bürokratie abgebaut und Verwaltungsaufwand vermieden werden, denn vor allem bei den Ordensnamen hat es immer wieder Schwierigkeiten mit dem Nachweis der Richtigkeit des Namens gegeben.


Wenn das schon erstaunlich war, ein weiterer Fakt war absolut unglaublich. Der Gesetzgeber hatte die Kirchen nicht, wie sonst bei allen erlassenen Gesetzen in Deutschland üblich, im vorab über das neue Passgesetz informiert. Aber nicht das war der Grund, warum die Kirchen ihren Lobbyapparat auf Touren brachten. Die braven Ordensleute fühlten sich ihrer Identität beraubt, quasi regelrecht hingerichtet. Also kümmerte sich das Katholische Büro in Berlin, sammelte Beschwerden, gab die an das Bundesinneministerium weiter und konnte das dann im persönlichen Gespräch von der Wiedereinführung des Ordensnamens überzeugen. Die FDP schloss sich später mit der Forderung, auch den Künstlernamen wieder einzuführen, an.


So kam es denn, wie es kommen musste. Nach einer erneuten Gesetzesänderung können nun auf Antrag sowohl Ordens- als auch Künstlernamen wieder auf dem Ausweis eingetragen werden. Eine Franziskanerin zieht Fazit: „Der Ordensname hat seinen angestammten Platz in deutschen Personaldokumenten wieder zurück erhalten. Dies, obwohl Ordensleute in der Bundesrepublik immer mehr eine Minderheit bilden und es in fast allen anderen Ländern der Europäischen Union  unüblich ist, einen Ordens- oder Künstlernamen in die Personaldokumente einzutragen. “


Allerdings, und hier kommt der Pferdefuß, nur Ordensnamen von Orden, die zu einer öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaft gehören.

Wir Pastafari und viele andere Gläubige haben also nicht die mindeste Chance auf einen solchen Namen, selbst wenn wir extra einen als eigenen eingetragenen Verein aufgestellten Orden gründen würden.

Ihr ahnt es, mein Eintrag erfolgte als Künstlername. Das ist vielleicht dem Einen oder der Anderen ein Dorn im Auge. Damit darauf hinweisen, wie unsinnig der Ordensname auf Ausweisen ist, kann man damit aber genau so gut…und nebenher bin ich nun auch noch ganz offiziell Satiriker und Aktionskünstler.

Mir gefällt das.

Deshalb schließe ich mich gern auch dem Rest des obigen Fazits an: “ Hat sich der Aufwand für die erneute Gesetzesänderung gelohnt? In jedem Fall für die Künstler, denn im Kirchenrecht spielt der Ordensname keine Rolle.“


)* Nur in der Slowakei, den Niederlanden und England gibt es diese Eintragung noch. In Irland darf nur der Künstlername eingetragen werden.

04.07.2019

Das Wort zum Freitag - Kopflos durch Religion

Die Helmpflicht für Motorradfahrer gilt auch dann, wenn man sich durch eine höhere Macht geschützt fühlt.


Symbolbild des bekanntesten Piraten,
der seinen Kopf nicht richtig schützte.

Den alteingesessenen Pastafari und die meisten Atheisten vermag das nicht zu überraschen, erinnert man sich doch an den alten Störtebeker, der schon vor vielen Jahren nicht auf seinen Kopf achtete und diesen verlor.

Manch anderer klagt für sein Recht, die Religion über den Verstand zu stellen, auch mal bis zum Bundesverwaltungsgericht. (Eine Einschätzung gibt es unter anderem hier.)


Was ist passiert?

Ein Anhänger der Sikh hatte in Konstanz eine Befreiung von der Helmpflicht beantragt, da sein Turban nicht unter selbigen passt.
Diese wurde ihm verweigert, da keine gesundheitlichen Gründe vorliegen. Damit fing der Klageweg an.
Nach dem alten Grundsatz „Jeder schützt, was ihm wichtig ist.“ hat sich also der Gläubige aufgemacht, statt eines Hirns seinen Glauben zu schützen und für sein Recht auf ungeschützte Verkehrsteilnahme zu klagen.

Meine Einschätzung

Interessant erscheint, dass die Gerichte grundsätzlich eine Beeinträchtigung der Religionsfreiheit bestätigt sahen. Die Frage, die sich hier stellt, ist dann wohl, wie das auf die Weltanschauungsgemeinschaften zu übertragen ist. Wir erinnern uns ja, dass diese gleichgestellt sind, also theoretisch.
Ich halte dieses Urteil für eine klare Absage an das Motorradfahren mit Dreispitz, glücklicherweise hatte das wahrscheinlich eh niemand von uns vor.

Auf der anderen Seite ist das Urteil aber auch eine Weichenstellung für den Prozess von Bruder Spaghettus bezüglich seines Personalausweises mit Piratenfisch, da er sich ja sehr wohl dazu verpflichtet fühlt diesen stets zu tragen und alles andere ein Eingriff in seine freie Ausübung seiner Weltanschauung ist.




Beim Führerschein hatte es da, siehe unten, keine Komplikationen gegeben.



Fazit

Auch die Verwaltungsgerichte (v.a. in Baden-Württemberg) räumen der Religion einen extrem hohen Stellenwert ein. Dass ein Sikh uns mit einem solchen Prozess zuvor kommt, beschämt uns sehr, sind wir doch sonst die, die sich mit Schenkelklopfern über die Bevorzugung von Religionen lustig machen.

Wir bleiben sportlich.

Meine Glückwünsche für den gelungenen Scherz gehen heute nach Konstanz.

29.06.2019

Das Wort zum Freitag - Auf dem Ketzertag 2019



Und so ergab es sich, dass im Jahre anno 2019 zum 22. Juni die evangelische Kirchengemeinde ihre Anhänger zu einem großen Fest des Unglaubens zu Dortmund einlud, um ihren falschen Gott zu lobpreisen und zu ehren. Anlass genug, alle Piraten der 7 Meere auf ihren freibeuterischen Zügen anzurufen und zu einer Aktion zur Bekehrung zum wahren Glauben all dieser fehlgeleiteten Seelen zu verhelfen.

Keine Kosten scheuend, jedem Sturm trotzend, eilten die Piraten auf dem schnellsten Wege ins lasterhafte Dortmund, um sich zu versammeln. Als Treffpunkt wurde die Schauburg gewählt, welche dem parallel zum evangelischen Kirchentag stattfindenden Ketzertag als abendliche Kundstätte für säkulare Vorträge und Diskussionen diente. So lief bis 14.00 Uhr ein Grüppchen von mehr als 20 statthaften und motivierten Piraten zu ihrem Prozessionszug durch Dortmund eben hier ein. Es sei freudig erwähnt, dass wir damit eine Mobilisierungsquote von über 4% erreicht haben, wovon die evangelischen Christen mit ihren mickrigen 0,57% nur träumen können.





Nach kurzer Absprache und folgender Formierung des Zuges machten sich die verbal wehrhaften Freibeuter wagemutig auf den Weg durch die weißgrünen Wogen der Evangelikalen; keiner Klippe ausweichend, verteilten die Helden des einzig wahrhaft nahrhaften Glaubens Informationsmaterial und monströses Gebäck und hielten jedem durch die Evangelikalen provozierten Streitgespräch stand – wie z. B. der Geschichte eines alten Mannes, bei dem man annehmen konnte, dass er diese Story vielleicht noch selbst erlebt hat: es ging um einen unbekannten Josef und seine Brüder, derer auch schon Thomas Mann habhaft wurde. Des Ungläubigen formulierte Angst vor dem jüngsten Gericht klärte einer der Piraten dahingehend auf, das genau das jetzt mit ihm geschehe und das er sein Jüngstes Gericht gerade in diesem Moment erlebe und durch die Umkehr zum wahren Glauben ihm sofort seine Angst genommen sei. Als Zeichen der Güte der Pastafarianer boten wir ihm zugleich die Enttaufung an; aber der Ungläubige wollte sich nicht bekehren lassen, und so gingen wir weiter unseres Weges.



Dampfnudel wurde nicht müde, den Besuchern die 30 Tage Gott zurück Garantie schmackhaft zu machen; auch Enttaufungen wurden immer wieder angepriesen und auch in mindestens zehn Fällen vollzogen – ein durch seine Nudeligkeit geweihtes Handgebläse diente uns als mystisches Werkzeug, die Spuren von Wasser und Salbung des Rituals der Ungläubigen von der Stirn der zu Enttaufenden restlos zu entfernen.





Glückselige Momente der nun befreiten Menschen erquickten unseren schweren Gang, denn auch Unbelehrbare säumten den Weg und nicht nur das: Bei der Moses-Statue vom 11. Gebot und an der Lutherstatue angekommen, lief die Freibeuterschaft auseinander, um sich unter die Ungläubigen zu begeben und in Einzelgesprächen die ein oder andere Aufklärungsarbeit zu leisten.



Doch zum größten Teil obsiegten bei den Angesprochenen Grünschalträgern immer wieder ihre eigenen Überzeugungen und in der Masse fühlten sie sich entweder zu stark oder zu schambesetzt, um zum wahren Glauben zu finden. Einige tapfere Reckinnen und Recken vom 11. Gebot und vom Ketzertag, welche dort über den gesamten Kirchentag hinweg Aufklärungsarbeit leisteten, begleiteten unseren Weg von hier an.



Nach einigen Fotos und spontanen Enttaufungen sammelten wir uns wieder, um unseren freibeuterischen Siegeszug fortzusetzen; immer wieder gab es die ein oder andere Anekdote, in der die Ungläubigen uns diffamieren oder uns der Lächerlichkeit preisgeben wollten – die darauf von uns formulierten Konter konnten sie in keinem Fall argumentativ aushebeln – wie z. B. den Hinweis darauf, dass wir die einzige Kirche ohne Kindesmissbrauch sind, und wie sie selbst in ihrer eigenen Kirche zu diesem Punkt stehen und wie sie sich dies erklären.

Und dann begab sich eine Szene, die schon im antiken Rom nicht funktionierte: ist euch das Phänomen „Verhindern durch Beten“ bekannt, indem sich bereits im alten Rom die damals verfolgten Christen vor den nahenden Römern auf die Knie warfen, und zu beten begannen, auf das das Böse an ihnen vorbei eilt und der Betende dadurch nicht berührt wird?

Genau so ein Erlebnis bot sich uns, den Pastafarianern, kurz vor Erreichen unseres Start- und Zielortes, der Schauburg. Ein Besessener warf sich vor uns auf die Knie und begann sofort zu beten – nicht, auf dass das Böse an ihm vorbeiziehe, sondern sein Wahn zwang ihn wohl dazu, uns aufhalten zu wollen. Nur durch den Einsatz der Polizei, die ihn darauf hinwies, dass er eben nicht überall beten könne und bitteschön den Weg zu räumen hätte, bevor ein Platzverweis ausgesprochen würde, konnten wir unser Ziel erreichen.



Den netten Beamten sei an dieser Stelle großes Lob ausgesprochen, geleiteten sie uns doch pflichtbewusst und sicher durch dichteste Christenmassen in ihrem Streifenwagen und zu Fuß. Es war schon ein erhebendes Gefühl, wenn sich der Streifenwagen vor uns einen Weg durch die menschengefüllte Einkaufsstraße und halb durch einen aufgestellten Christehchor bahnte um uns eine Gasse für unsere nudelige Prozession zu öffnen.




Endlich an der Schauburg angekommen, stärkten wir uns vorerst am Biervulkan, um dann mit voller Energie die Nudelmesse abhalten zu können. Diese verlief wie immer planmäßig und erfolgreich, auch wenn eine Gruppe Indoktrinierter sicherlich absichtlich genau zu diesem Zeitpunkt an der nächsten Straßenecke ihre blasphemischen Chorale schrecklich darboten.








Durch die Kohlehydrate vollends auf Vordermann gebracht, erlebten wir noch das Ende des Ketzertages mit dem Streitgespräch zwischen Michael Schmidt-Salomon und einem schwurbelnden Theologieprofessor in der Schauburg.

Zum Abschied huldigten wir ein letztes Mal an diesem Tag dem Biervulkan, auf das sich dann jeder Pirat auf seine Fregatte zurückzog, um sein Ziel des Freibeuterns wieder aufzunehmen!

Verfasst von Bruder Pasta L’adoratore, Dampfnudel und Margaritos von Bucatini

Fotos von Daniela Wakonigg und Winfried Rath

25.06.2019

Neues vom TeamFSM

Das TeamFSM grüßt alle Pastafari.

Nun sind wir schon fast eine Woche auf Raubzug.

Die Tage wurden immer länger bis hin zur ununterbrochen Helligkeit.
Unser einst so starkes Stahlross ist nur noch ein müder Klepper der sich ,laut schnaufend, seinen Weg gen Norden bahnt.
In seiner unendlichen Güte führte uns das Spaghettimonster sicher durchs Wikingerland und lies uns neue Freunde finden, die reges Interesse an ihm hegen.

Von Hamburg aus ging es, ohne Navigation, durch Dänemark und das wunderschöne Schweden, bis hin zum Polarkreis.

Heute durchquerten wir die Lofoten, vorbei an reißenden Flüssen und Bergen so schön, das jeder einzelne der heilige Biervulkan sein könnte.
Unsere nächste Station ist das Nordkap, von wo aus und das Monster mit seinen Anhängseln hoffentlich sicher durch Russland führt.
Wir geben unser bestes und wünschen euch eine spaßige Nudelmesse,

Arrrrggh,


eure Captain Dralle und Captain Brummbart.




Wer das TeamFSM auf seiner Tour verfolgen möchte, kann dies via Picdeer Instagram oder Facebook tun. Die beiden sammeln mit ihrer Tour Spenden für den Flaschenkinder Iserlohn e.V.

20.06.2019

Das Wort zum Freitag - Spaghettimonster startet neu durch



Es ist noch nicht lange her, da hatten wir berichtet, dass wir unsere Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof der Menschenrechte eingereicht haben. Wir waren voller Hoffnung und Zuversicht, obwohl wir wussten, dass dort 95% der Klagen gegen Deutschland ohne Erfolg bleiben. Ein nicht unerheblicher Teil wird wegen formellen Fehlern gar nicht erst angenommen.Das sollte uns nicht passieren.
Drei Juristen, alle schon mit Erfahrung bei diesem Gericht, haben deshalb die Beschwerde geprüft, bevor sie nach Straßburg ging. Trotzdem ist uns nun genau das passiert. Anders als allen anderen Gerichten, reicht es dem EGMR bei Vertretung von Vereinen nicht, dass der Vorsitzende dem Anwalt Prozessvollmacht erteilt. Dort möchte man noch einen Nachweis, dass der Vorsitzende wirklich der Vorsitzende ist. Der fehlte bei uns.

Das bedeutet, auf diesem juristischen Weg, dem Streit um die Nudelmessenhinweisschilder, haben wir das Ende erreicht.


Das sollte aber kein Grund sein, den Kopf hängen zu lassen. Tut sich doch bereits der nächste Weg auf.

Immer noch ist beim Oberverwaltungsgericht Potsdam unsere
Nichtzulassungsbeschwerde in Sachen Kopfbedeckung anhängig. Die sollte eigentlich schon im letzten Quartal 2018 terminiert werden. Dort dürfte es bald zu einem abschließenden Urteil kommen.
Damit wäre dann wieder der direkte Weg zum EGMR frei und wir können neu durchstarten. Auch dort ging es ja im Kern darum, ob wir Weltanschauungsgemeinschaft sind oder nicht. 

Auf zur nächsten Kaperfahrt, Piraten geben niemals auf!

07.06.2019

Das Wort zum Freitag – Die Hinrichtung des Pastafari mit dem Namen Josef K.

Ein Atheist hatte im dörflich geprägten Stadtteil Hambach der südhessischen Kreisstadt Heppenheim an der Bergstraße, unterstützt von gesellschaftlich organisierten Freunden, gegen die Verquickung von Schule und Kirche protestier. Das sogar mit teilweisem Erfolg. Was Pfarrer, Politiker und örtliche Honoratioren davon halten, haben sie mit ihrem Festwagen  zur „Brennesselkerwe“ klar gestellt. An dem hing, neben dem Schild „Stammtisch“, auch das folgende.

Da kann man nur noch schwarz sehen meint Alexander Michael Stier im folgenden Gastbeitrag:

„Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne, dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet“. Das ist der einleitende Satz des Romans „Der Prozeß“ von Franz Kafka. Ich heiße Josef K. und bin der Protagonist des Romans. Danach bin ich nie mehr glücklich geworden.
Was für uniformierte Menschen waren denn das? Warum so viele, acht an der Zahl, und bewaffnet? Wovon sprachen sie? Welcher Behörde gehörten sie an? K. lebte doch in einem Rechtsstaat, die Gesetze waren sicher nicht außer Kraft gesetzt. Wie kam es dazu, dass sie ihn heimlich nachstellten?
Josef K. hatte zwei Kinder, 3 und 6 Jahre alt, bei sich zuhause. Als die stummen Männer ihn in Ketten legten und wie einen Verbrecher abführten, durften sich die Kinder von K. nicht verabschieden. Einsatztaktik nannten diese Menschen ihr behördliches Vorgehen. Das wird ganz sicher alles rechtens sein, dachte sich Josef K. Und das bestätigten sie ihm auch später so – ungefragt. Sie bestätigten ebenfalls, es gäbe Denunzianten, so etwa ein Dutzend. Deren Namen dürfe er aber niemals erfahren.
Der allmächtige Inquisitionsrichter, dem K. dann vorgeführt wurde, frage barsch und fordernd:
„Kennen Sie einen Bruder Spaghettus? Haben Sie mit ihm Kontakt? Wie oft?“
Das alles stritt Josef K. nicht ab, stets im Glauben, vor der Inquisition die Wahrheit sagen zu müssen. Es packten ihn dann aber doch Zweifel, ja sogar die Angst. Wie wird es jetzt Bruder Spaghettus damit ergehen, dass die Inquisition diese Verbindung bestätigt hat? Wird Bruder Spaghettus nun auch bedrängt? Und wie viele werden es sein? Wird Bruder Spaghettus ihn nun als Verräter ansehen? Werden ihm auch die Hände zusammengebunden? Wird er irgendwo gewaltsam verbracht? Der Inquisitionsrichter entließ K. jedenfalls unbescholten von der Anklagebank. Eine freiwillige Zahlung, und jedenfalls sein Fall war damit unwiderruflich und mit Unschuldsvermutung für immer eingestellt.
Wirklich? K. sollte doch nie wieder glücklich werden, so verlangte es doch der Roman!
Folglich tat der Inquisitionsrichter, was er tun musste: Er schrieb in seiner bester Handschrift eine geheime Notiz an seinen Dienstvorgesetzten in dem gleichen Gebäude: „Sorgerechts-Verfahren für Tochter und Sohn des Angeklagten anlegen“ Er unterstrich dabei die Worte Tochter und Sohn.
K. veröffentlichte zuvor bei Facebook die Homepage der gemeinnützigen Körperschaft KdFSM e.V. Ferner postete er, wer sich wirklich hinter dem Pastafari-Namen Bruder Spaghettus befand. Und er stellte den Trailer der Dokumentation ein, in dem Bruder Spagehttus prominent erschien. K. ließ bei Facebook keinen Zweifel daran, dass er jetzt ordentliches Mitglied der KdFSM e.V. geworden sei, und auch eine anerkennende Zuwendung in Hinblick auf deren Beschwerde beim EMGR geleistet habe. K. wusste ja um den untadeligen Rechtsstaat, und dass überall Gesetze bestanden.
Nun war K. per nachgewiesenem Brief verfügt worden, dass am nächsten Donnerstag wieder eine kleine Untersuchung in seinem Fall, jetzt also eine Begebenheit seiner beiden Kinder, stattfinden würde. Man machte ihn darauf aufmerksam, dass diese Nachforschung zunächst eine erste sei, und hielt sich offen, ob es zu regelmäßigen, wenn auch vielleicht nicht jede Woche, so doch mehrmaligen Untersuchungen in der Abfolge kommen würde. Es liege einerseits in seinem, wie auch im allgemeinen Interesse, den Prozess geschwind zu Ende zu führen, anderseits aber hätten die Prüfungen in jeder Hinsicht hundertprozentig zu erfolgen. Eine einvernehmliche Regelung sei dabei unbedingt anzustreben. Auch seine Frau, bisher niemals beschuldigt, sei geladen und zu befragen. In jedem Fall sei sein persönliches Verhalten ausschlaggebend für den Ausgang der Entwicklung. Um welches Verhalten es da ging – das weiß wirklich niemand, denn das ist offenbar unaussprechbar.
K. machte dem neuen Richter, der diese weitere Untersuchung eingeleitet hatte, vor allem mal klar, um wen es sich bei Bruder Spaghettus eigentlich handle, nämlich um den Pastafarinamen von Rüdiger Weida. Dieser sei Ehrenvorsitzender der gemeinnützigen Körperschaft „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V.” Ein Verein, der mit Satire und Humor den in weiten Teilen von der Giordano Bruno Stiftung weiterentwickelten evolutionären Humanismus als Weltanschauung verbreite. Aufklärend, ja besserwisserisch wie ein Schulbub fügte K. noch hinzu: Feen, Elfen, Götter, Geister, Engel, Trolle oder andere Fabelwesen kämen darin jedenfalls nicht vor.
Der Richter beendete die Untersuchungen und Erforschungen mit seinen Kindern noch während der Anhörung: Es läge offenbar gar kein Problem vor. Ohnehin habe man ja nur mal reden wollen. Eigentümlich und befremdlich erschien K. dennoch die Erkundigung, die wie eine Anordnung klang, ob er, K., nicht bestenfalls mal einen Monat gar nichts bei Facebook posten könne.
Josef K. traut seitdem den Schwarzmantel-Männern und ihren Laufburschen mit den Ketten nicht mehr über den Weg. Denn niemand sonst weiß besser als Josef K. darüber Bescheid, wie sein Ende tatsächlich aussehen wird. Die letzte Beschreibung seiner Bestimmung lautet nämlich wie folgt:
„Aber an K.s Gurgel legten sich die Hände des einen Herrn, während der andere das Messer ihm tief ins Herz stieß und zweimal dort drehte. Mit brechenden Augen sah noch K., wie die Herren, nahe vor seinem Gesicht, Wange an Wange aneinander gelehnt, die Entscheidung beobachteten. ‚Wie ein Hund!‘ sagte er, es war, als sollte die Scham ihn überleben.“

31.05.2019

Das Wort zum Freitag - Nudelmesse und pastafarianische Taufe

Ein Gastbeitrag von Bruder Stellinus


Wie schon einige Male vorher segelten Pastafaris von nah und fern zum Restaurant „Mathes Nudeltöpfchen“. Die bekannte Crew wurde diesmal von den Pastafaris des Rallye-Teams „TeamFSM“ (Teilnehmer der Baltic Sea Challenge) ergänzt.

Nudler war wieder Bruder Stellinus.

Nach einem gemeinsamen Monsterunser stellte der Nudler den Piraten drei Schatzfragen aus dem Piratenleben. So konnten die Pastafaris sich wieder vor unserem lieben Monster als wahre Anhänger beweisen. Da zu allen Schatzfragen die Lösungen genannt werden konnten, bekamen die erfolgreichen Schatzjäger Ramen-Nudelsuppen bzw. einen FSM-Pin.

Anschließend wurde im Rahmen der Predigt das Thema „Taufe von Pastafaris?“ ausführlich erläutert:

Unser liebes Monster gibt uns im Evangelium des Propheten Bobby keine besonderen Hinweise zu Taufen.

Sehen wir uns doch einmal an warum andere Religionen Taufen durchführen.

Wikipedia sagt:

„Manche Kirchen verstehen die Taufe als einen Ritus, der die Reinigung von religiös definierter Schuld (Sünde bzw. Erbsünde) beinhaltet und in der Folge die persönliche Erfahrung einer Gottesnähe ermöglicht. Die symbolische Taufhandlung gilt als Teilhabe an der Sündenvergebung durch den Tod Christi am Kreuz und wird als die „Eingliederung in den gestorbenen und auferstandenen Christus“ und damit als Eingliederung in die kirchliche Gemeinschaft begriffen….“

und

„Ein Exorzismus-Gebet (oder „Gebet um Schutz vor dem Bösen“) ist bis heute fester Bestandteil des katholischen Ritus der Kindertaufe.

    Weil die Taufe Zeichen der Befreiung von der Sünde und deren Anstifter, dem Teufel, ist, spricht man über den Täufling einen Exorzismus (oder mehrere). Der Zelebrant salbt den Täufling oder legt ihm die Hand auf; danach widersagt der Täufling ausdrücklich dem Satan. So vorbereitet, kann er den Glauben der Kirche bekennen, dem er durch die Taufe ‚anvertraut‘ wird [Vgl. Röm 6,17]. – Katechismus der Katholischen Kirche, Abs. 1237“

1.Unser Fliegendes Spaghettimonster hat uns keine Erbsünde auferlegt und auch Sünden sind im Pastafaritum unbekannt. Unser liebes Monster liebt uns! – So wie wir sind und dies selbstverständlich immer!

Einen Teufel als Gegenspieler des Fliegenden Spaghettimonsters? Seltsame Vorstellung! Und machen wir eine „Teufelsaustreibung“ mit dem Kind? Welch ein Schwachsinn!
Wenn wir Verbrechen (nach den Gesetzen unsere Landes) begehen, verführt uns nicht ein „Teufel“, sondern daran ist nur unsere persönliche Unvollkommenheit bzw. Unzulänglichkeit schuld – denn wer ist schon vollkommen?

Wenn eine Pastafarifamilie ein Kind taufen lassen will, so kann dies in unserem Glauben nicht mehr als die Absichtserklärung sein, dem Kind zukünftig wissenschaftliches Denken und rationales Verhalten zu vermitteln. Das Kind soll sich dann, wenn es reif genug für eine eigene Entscheidung ist, selbstbestimmt für das FSM entscheiden können. Wir indoktrinieren unsere Kinder nicht!
Was folgt daraus für den pastafarianischen „Taufritus“?

Macht eine schöne Feier für die Familie/Gemeinde daraus!
Nehmt die Wünsche der Eltern hierzu ernst!
Es soll ein Fest zur Geburt werden und keine Verpflichtung für den Täufling und
die Eltern!


Nun wurde es ernst für 2 der Schiffsjungs vom TeamFSM – sie wurden getauft. Bruder Magaritos von Bucatini führte durch die Taufhandlung. Nach erfolgreicher Nudelprobe, die Schiffsjungs mussten mit dem Mund Penne auf einzelne Spaghetti fädeln, erhielten sie ihre pastafarianischen Namen, Captain Brummbart und Captain Dralle.



Damit endete unser Nudelmesse und der Rest des monstermäßigen Abends wurde mit der Planung unserer Aktionen zum Ketzertag in Dortmund (19. bis 21. Juni) verbracht. Nähere Informationen folgen demnächst.


23.05.2019

Das Wort zum Freitag - Der Prophet spricht oder
15 Jahre Spaghettimonster




Lange hatten wir darauf gewartet, nun hat er sich dazu ein interessantes Medium gesucht, den Guardian. „Pasta strainers and pirates“ heißt der Artikel dort. Was schon mal zeigt, viel Ahnung von dem, was Pastafaritum ist, haben die dort nicht. Wenn man schon darauf abstellt, heißen die Dinger colander.

Auch sonst lässt der Artikel einiges zu wünschen übrig. Wird da doch tatsächlich behauptet, das Pastafaritum hätte nichts gegen Religion sondern sieht eher große Ähnlichkeit mit den Quäkern.

Wir sind keine Antireligion, wir sind wie der Quäkerismus?
Sicherlich nicht wir in Deutschland. Für uns ist Religion ein soziales Übel, aber aus demokratischen Gründen kann sie innerhalb bestimmter Grenzen akzeptiert werden. Ich denke, Österreich sieht das genauso und viele andere auch.

Aber dann kommts, richtig dicke und richtig gut. Der Reporter sieht eine Gefahr und fragt: „Wenn die Kirche des FSM ihre eigenen Rituale entwickelt und ihre eigenen Mythologien pflegt, besteht dann die Gefahr, dass sie ihren satirischen Biss verliert und sich zu einer weiteren Religion verfestigt?“

Eine Gefahr, die nicht von der Hand zu weisen ist. In manchen Ländern scheint man da schon recht weit zu sein. Die Israelis sehen in der Stripperfabrik einen Missbrauch der Persönlichkeitsrechte und wollen das gern feministisch anpassen. Die Neuseeländische Kirche lehnt die Jungensmentaliät, die in Stripperfabrik, Biervulkan und Big Balls stecken, ab. Ihr FSM hat weder Bälle noch Fleisch um geschlechtsneutral zu sein und besteht zu 100% ausschließlich aus Kohlehydraten. Gleichzeitig wird bedauert, dass manche Kulturen noch in der Gendermentalität der 50ger stecken.

Sicher richtige Überlegungen. Jedenfalls aus dem Blickwinkel einer Religion. Nicht aber aus dem einer Satire. Die muss einfach deftig sein, auf die Kacke hauen und auch mal übertreiben. Jeder Schritt aus der Satire hinaus ist ein Schritt auf dem Weg zur echten Religion zu werden.

Ganz wichtig für uns ist deshalb Bobbys Antwort:

"Viele neue Pastafarians haben keine Ahnung, wie das alles begann, sie wissen nur, dass es aus irgendeinem Grund existiert. Züchte das 200 Jahre lang und ich habe keine Ahnung, was du bekommst.

Aber wir müssen es mit einigen positiven Ideen versehen, solange wir noch können. Halten Sie Religion von staatlichen Schulen fern, halten Sie Geld von der Religion fern, und so weiter."

Seien wir vorsichtig, dass wir Satire bleiben und nicht wirklich zu Religionen werden. Bleiben wir dazu genau in der Rolle des Evangeliums und wir werden keine echte Religion werden, und bauen wir die Schranken in die Gesellschaft ein, die verhindern, dass Religion überhaupt gefährlich werden kann. Ganz im Sinne von Bobbys Worten.

09.05.2019

Das Wort zum Freitag - Mit Monsters Segen zum Nordkap



Unser Glaube ist erstaunlich weit verbreitet. Nennt man das Monster, wissen die meisten grob, worum es geht und lediglich in Sachen Nudelsieb oder Piratenmontur gibt es manchmal Unsicherheiten. Nicht so bei den beiden Rally-Fahrern Captain Brummbart und Captain Dralle vom TeamFSM, die sich vorbildlich mit Piratenhüten auf die Segnung ihres Gefährts vorbereitet hatten.
So trafen denn am vergangenen Sonntag Dampfnudel, Bruder Mayo und Margaritos von Bucatini zur mittäglichen Segnungs-Nudelmesse auf einem ruhigen Parkplatz in Hagen ein, bereits erwartet von einer munteren Schar von Mitstreitern und Familie des TeamFSM. Rasch wurde ein Altar aufgebaut und der Rally-Wagen in Position geparkt.

Das TeamFSM hat sich die Aufgabe gestellt, bei der Baltic Sea Circle Rally innerhalb von 16 Tagen die 7.500km lange Strecke rund um die Ostsee und am Nordkap vorbei zu meistern. Mit einem mindestens 20 Jahre alten Fahrzeug und ohne elektronische Navigationshilfsmittel. Für dieses wahrlich piratige Vorhaben galt es nun den Segen des Monsters zu erbitten.


Nach Lesungen aus dem Evangelium, einer Menge guter Segenswünsche und dem gemeinsamen Monsterunser, schritt Margaritos begleitet von Bruder Mayo zur Tat und besprenkelte das Gefährt, die Rally-Fahrer und alle die nicht rasch zur Seite sprangen mit Nudelwasser von seinen nudeligen Ahängseln. Das Monster war uns hold und ES lies die Sonne für die Dauer der Messe scheinen. Doch oh Wunder, auch hier, wie schon bei ähnlichen Anlässen zuvor, war die Temperatur, ob der Anwesenheit so vieler Piraten und jener, welche das Piratentum im Herzen trugen, wieder gefallen (die Anreise erfolgte durch dichten Hagelschauer). Dies deuteten wir als gutes Zeichen, denn die beiden TeamFSM-Rally-Fahrer und ihre Mitstreiter sind demnach würdige Piraten in SEINEN Augen.

Das folgende Glaubensbekenntnis geriet daher zur reinen Formsache und die Nudelmesse mit Nudeln von SEINEN nudeligen Anhängseln und Bier von SEINEM Biervulkan rundete die Veranstaltung ab.



Wir freuen uns über die muntere Piratenschar in Hagen und sehen Euch gerne wieder bei unseren nächsten Treffen am 24.05. im Nudeltöpfchen.
Wer das TeamFSM auf seiner Tour verfolgen möchte, kann dies via Picdeer, Instagram oder Facebook tun. Die beiden sammeln mit ihrer Tour Spenden für den Flaschenkinder Iserlohn e.V.

Ein Gastbeitrag von Margaritos von Bucatini

03.05.2019

Das Wort zum Freitag - Gedanken zum Mai



Zur Walpurgisnacht trafen sich spontan drei Pastafari, um ein paar gemütliche Stunden am Feuer zu verbringen. Als der Aufbruch nahte, machte Elli Spirelli ihre Androhung wahr, schnappte einen Hexenbesen und ritt damit ums Feuer. Ich weiß, das will keiner sehen und erspare euch ein Foto.
Wer sich die Mühe machen möchte, google doch einmal nach Traditionen um die Walpurgisnacht bzw. Feiern zum 1. Mai. Da gibt es einiges zu entdecken. Am bekanntesten ist wohl das Aufstellen eines Maibaums, geschmückt mit bunten Bändern, im Zentrum vieler Städte und Dörfer. zur Walpurgisnacht gibt es Tanzveranstaltungen in den Mai. Richtig wild geht es dabei im Harz zu. Moderne „Hexen“ hecken harmlose Streiche aus, anders als es der Aberglaube überlieferte. Die sollen nämlich immer am 30. April auf den Brocken, dem höchsten Berg im Harz, geritten sein, um sich dort mit dem Teufel zu paaren.
Die Feste vom 30. April in den 1. Mai haben auf alle Fälle viel mit Frühlingserwachen, Fruchtbarkeitsritualen und nicht zu vergessen, alkoholischen Getränken zu tun.
In Schweden feiert man valborg. Besonders tun sich dabei die Studenten hervor. Hier findet ihr einen Tagesablauf für das am 30. April stattfindende valborg, was seinesgleichen sucht. Auch wenn dem einen oder anderen Pastafari so viel Alkoholverzehr nicht zuträglich sein sollte, der Tagesordnungspunkt zum traditionellen Bootsrennen sollte doch in unserem Sinne sein. Mit selbst gebastelten Booten wird ein Rennen veranstaltet, das wohl mehr Spaß als sportlichen Ehrgeiz als Ziel hat. Man könnte schlussfolgern, dass dieser Brauch schon vor langer Zeit von Pastafaris eingeführt wurde. Seht ihr das auch so? Ja oder ja?!
Übrigens kann man ein ähnliches Ereignis jährlich zur Warnemünder Woche, die in diesem Jahr vom 6. Juli bis 14. Juli gefeiert wird, erleben, das Waschzuberrennen. Dort nehmen jährlich auch Pastafari teil. 2017 wurde sogar die erste Pastafarianische Trauung auf einem Waschzuber vorgenommen.
Was der Mai sonst noch für Feierlichkeiten für uns Piraten bereit hält, darüber gibt es hier etwas.

Der Mai ist unser!

Bierelujah

25.04.2019

Das Wort zum Freitag - Osnabrücker Garfreitagserkenntnis

ein Gastbeitrag


In diesem Jahr lud die Osnabrücker Crew, inspiriert von Bruder Smutje und Frau Malzahn, einige uns bekannte Piratinnen und Freibeuter zu einer kulinarischen Huldigung unseres Monsters ein. Da Bruder Smutje in seiner Leidenschaft für wahre Genüsse über Osnabrücker Grenzen weit hinaus bekannt ist, konnten Bruder Pasta Amico Intimo und Bruder Pasta L’Adoratore ihn in seinem Begehren, diese auch einmal zu Garfreitag ausleben zu dürfen, nur unterstützend zur Seite stehen. Also freuten wir uns auf das Eintreffen der Gäste, die nachmittags ihr Ziel erreichten. Da wir bei diesem Treffen auf die traditionellen Nudelmessen-Rituale ganz bewusst verzichteten, weil es nicht als Messe angedacht, sondern als konkretes Garfreitags-Essen erlebt werden sollte, begann der Nachmittag natürlich zwangsläufig gleich mit der Ehrerweisung des Biervulkans. Dazu wurde Likör, Wein und ohnehin alles, was der Vulkan zu bieten hat, zur freien Auswahl gereicht und die Anwesenden empfanden diesen schnörkellosen Beginn als durchaus neu und motivierend. So saß die Gruppe in lustige Gespräche vertieft wartend zusammen, und Bruder Smutje, allein in seiner Kombüse, lies seiner Magie freien Lauf – und es geschah das erste Unglaubliche: das Monster sandte Abbilder seines Selbst in jeden Vorspeisenteller hinab – exakt gegart zu unser aller Freude!Wer hätte gedacht, dass das Abbild unseres lieben Monsters derart selbstlos und gleichzeitig köstlich sein würde? 



Und wie es bei allen Genüssen im Leben ist, benötigen sie eine gewisse Portion an Geduld, und so bot es sich an, dass die jeweiligen Pausen zwischen den Gängen durch die hauseigenen Sportgeräte wunderbar überbrückt wurden: wie erleuchtet flipperten die Piraten und Freibeuterinnen die silbernen Kugeln in die richtigen Öffnungen und horteten Punkte, dass Smutje ganz blümerant wurde – die Punktestände vermutlich ein Ergebnis der nudligen Anhängsel! Und stetig sprudelte der Biervulkan… kürzere Zeit als gedacht später folgte der Hauptgang:


Auch nach Verzehr dieser Köstlichkeit zwang sich natürlich eine weitere Pause auf, die wir dafür nutzten, uns auf dem einen oder anderen Gruppenfoto zu verewigen:

Von links nach rechts: Frau Malzahn, Caro Klabauter, Bruder Penne, Margaritos von Bucatini, Dampfnudel, Bruder Pasta L’Adoratore, Bruder Smutje, Bruder Pasta Amico Intimo, Bruder Mayo


Geballte Piratinnenpower – aber die Quote ist noch ausbaufähig, wie wir hoffen!

Nun folgte die bereits erwähnte Nachspeise – auch diese ließ keine Wünsche offen: der pure Genuss, mit dem wohlig schaurigen Gefühl, dass sich ES endgültig offenbarend zu uns hinabgestiegen wäre, um uns zu verführen:


Trotz aller gebotenen Zweifel kommen wir nicht umhin, an die Wahrhaftigkeit unserer Göttlichkeit zu glauben: wer, wie Smutje, seit Jahren immer wieder von den Anhängseln berührt, kulinarische Gipfel erklimmt, die dann auch noch von Form und Farbe Seinem Ebenbild gleichen, muss auserkoren gelten, ein Verkünder Seines Wortes aus seiner Kombüse heraus zu sein! Großer Dank gebührt also ihm sowie seiner ununterbrochen helfenden Hand, Frau Malzahn.Anschließend verloren wir uns in die ein oder andere Diskussion und das Fest endete früh am Morgen, unterbrochen für eine Mütze Schlaf. Kurze Zeit später wieder auf den Beinen und mit klarem Kopf zum Frühstück zusammengetroffen, wurden die Gespräche weiter geführt und eine alte Idee wuchs erneut in uns heran. Ist es unserem Propheten Bobby – gepriesen sei sein Name – nicht ein Wunsch, dass alle Piraten sich vereinen und sich somit zu einer großen Gemeinschaft verbinden? Warum sollten solche Erlebnisse nur in kleiner Gruppe erfahren werden? Wäre es nicht wesentlich (auch dem Monster) dienlicher, solche Treffen auf Größe aufzubauen?Dadurch kommen wir zu dem Fazit unserer Überschrift: die Teilnehmer dieses Garfreitags-Essens sind sich einig geworden, pro-aktiv die Vereinsbasis zu entern, um mit allen in Deutschland lebenden Piraten Kontakt aufzunehmen: meldet euch, ihr zahlreichen Freibeuter unseres Netzwerks und lasset uns verbünden; gemeinsam können wir mehr bewegen und uns alle motivieren, sodass wir in der öffentlichen Wahrnehmung wachsen.Wollt Ihr aktive oder inaktive Piraten sein? Welche Vorstellungen habt Ihr und wie lassen sich diese in einem Gesamtkonzept verwirklichen?Und wieder zeigte uns das Monster, dass sich der Garfreitag zu einer piratigen Zusammenkunft nicht nur ganz hervorragend eignet, sondern hier auch den Beweis dafür liefert, dass Freibeuter sich zu gegebenen oder notwendigen Anlässen in höherer Anzahl, gestärkt durch massiven Einsatz von Kohlehydraten, durchaus zu interessantem Meinungsaustausch, auch bundesweit, versammeln mögen! 

Verfasst von der genannten Gruppe.

RAmen!




18.04.2019

Das Wort zum Freitag - Piraten entern Berufskolleg

Am Blaudonnerstag würde natürlich ein Bericht über die Feiertage, speziell das Pastahfest, gut passen. Aber darüber haben wir schon oft genug geschrieben.
Margarithos von Bucatini hat auch was zu berichten und das gibts heute als Gastbeitrag.


Bericht von einem Unterrichtsbesuch im Fach Religion an einer Berufsschule in Köln.


Vor dem Eingang des Berufskollegs wurde Margaritos von Bucatini bereits von zwei Schülerinnen erwartet und freundlich in Empfang genommen. Die Piraten-Gewandung tat auch hier wieder gute Dienste und half bei der Erkennung.


Dampfnudel und Bruder Mayo, der extra aus Iserlohn angereist war, trafen gerade rechtzeitig zum Unterrichtsbeginn ein und wir begaben uns gemeinsam ins Schulgebäude. Die Religionslehrerin war leider verhindert und ihre Vertretung noch nicht eingetroffen. Wir stellten uns einfach mal nach vorne an die Tafel und fingen damit an, zu erzählen, wer wir sind und was uns jeweils dazu bewogen hatte, dem Monster zu folgen. Zwischendurch kamen immer mal wieder Lehrkräfte in den Raum, welche kurz verdutzt schauten ob der drei Piraten am Lehrerpult.


Die SchülerInnen hatten das FSM beim Thema Sekten in Arbeitsgruppen abgehandelt und waren daher schon mit der Materie vertraut. Dies ermöglichte uns, auf Fragen einzugehen, welche in rascher Folge von den SchülerInnen an uns gestellt wurden.


– Was es denn mit dem Nudelsieb auf sich habe, und ob wirklich alles hinterfragt werden sollte?

– Ob es auch Jugendliche unter den Pastafari gibt und wie Kinder mit dem FSM umgehen?
– Laufen wir immer mit piratigem Outfit herum und welche Regeln gibt es bei uns?

Einiges konnten wir mit Bildern an der Tafel illustrieren, anderes aus gelebter Erfahrung berichten. Einige passende Passagen aus dem Evangelium und den 10 AdeH wurden von uns vorgetragen. Die Fragen rissen nicht ab und so wurde es in der Doppelstunde nicht langweilig. Ab und an kamen auch kritische Fragen von der Vertretungslehrerin, welche inzwischen hinten in der Klasse Platz genommen hatte und unserem Treiben von dort aus interessiert lauschte. Als sie uns in Diskussionen über die Wertevermittlung an Kinder und unsere politischen Ziele verwickeln wollte, wurden wir von den SchülerInnen in Schutz genommen. Wir hatten die Sympathie auf unserer Seite.


Die Zeit verflog schnell und Dampfnudel stellte gegen Ende nochmals die entscheidenden Fragen: „Was ist uns Pastafari am Wichtigsten und was bedeutet dies für unser Handeln?“ um den glücklichen Schülerinnen, welche beide Fragen natürlich richtig beantworten konnten, jeweils eine Pastafari-Lieder CD zu überreichen. Unsere mitgebrachte Propaganda-Schatztruhe wurde zum Abschluss von den SchülerInnen geplündert und es gab Anfragen nach Nudelmessen. Wir hatten den Eindruck, dass es durchaus eine gern gesehene Abwechslung war, welche die SchülerInnen in Anspruch genommen haben. Wann kommen schon einmal drei echte Piraten in den Unterricht?

Ein freundlicher Abschied hat aus dem Ganzen eine runde Sache gemacht.

Unseren Dank an die Klasse angehender OptikerInnen für die Einladung und den netten Empfang bei Euch!

11.04.2019

Das Wort zum Freitag - Monster ante portas



Das Monster steht vor den Toren des Europäischen Gerichtshofes der Menschenrechte in Straßburg, und das gleich drei mal.

Zuerst hat die polnische Kirche dort Beschwerde eingereicht, vor drei Wochen dann die Niederländer, jetzt wir.  Die Beschwerde ist eingereicht und wir haben alles hineingelegt. Dabei hatten wir nicht nur Unterstützung von der Giordano Bruno Stiftung und dem Institut für Weltanschauungsrecht, unser bewährter Anwalt Dr. Rath hat sogar ein Gutachten in Auftrag gegeben.


Dieses Gutachten beleuchtet aus religionsphilosophischer Sicht die Frage: „Handelt es sich bei der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V. um eine Weltanschauungsgemeinschaft?“ Gleich im ersten Satz wird festgestellt: „Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V. unterscheidet sich in ihrer Ausrichtung und Grundhaltung grundlegend von anderen Kirchen des Fliegenden Spaghettimonsters weltweit.“

Das war uns wichtig, damit der EGMR unsere Beschwerde nicht mit den beiden anderen gleichsetzen kann. Die fordern ihre Anerkennung als Religion. Das Pastafaritum ist dort also Selbstzweck. Anders bei uns. Wir geben offen zu, dass wir die Lehre vom Spaghettimonster nur als Stilmittel benutzen, um unsere eigentliche Absicht, die Förderung des evolutionären Humanismus, besser umsetzen zu können.



Unsere Beschwerde richtet sich deshalb gegen die in Deutschland versagte Anerkennung als Weltanschauungsgemeinschaft und die damit einhergehende Diskriminierung. Entsprechend beginnt die Schilderung des Sachverhalts der Beschwerde: „Der Beschwerdeführer sieht sich selbst als Weltanschauungsgemeinschaft und möchte von seinem Recht auf Weltanschauungsfreiheit Gebrauch machen und seine weltanschaulichen Rituale praktizieren. Dieser Status wird ihm von deutschen Gerichten jedoch abgesprochen und die Ausübung seiner Weltanschauungsfreiheit in Teilen verweigert. Auch findet eine Diskriminierung gegenüber Religionsgemeinschaften im Bezug auf die Gewährung von Privilegien statt.“


„Dem Beschwerdeführer geht es vor allem um eine Gleichbehandlung von religiösen und wissenschaftlich orientierten Weltanschauungen, insbesondere dem evolutionären Humanismus.“ und „Kein Gericht hat sich ernsthaft und vertieft damit beschäftigt, dass der Beschwerdeführer eine Weltanschauungsgemeinschaft ist. Für das Landgericht kam es darauf schon nicht an, das Oberlandesgericht hat die Frage ohne Sachaufklärung unter der Annahme zu enger Voraussetzungen verneint, das Bundesverfassungsgericht die Klärung der Frage verweigert.“ sind andere markante Feststellungen des Sachverhalts.


Die Begründung der Beschwerde ist naturgemäß recht juristisch und da sicher nicht für euch alle wirklich so interessant. Diesen Passus, in dem ich die juristischen Hinweise ausgelassen habe, möchte ich aber doch noch erwähnen:

„Weltanschauungs- und Religionsgemeinschaften besitzen Privilegien, die das Erreichen ihrer Ziele vereinfachen. Dazu gehört das Aufstellen von Gottesdiensthinweisschildern an Ortseingangstraßen. Bei der Verteilung dieser Ressourcen verpflichtet Art. 9 EMRK die staatlichen Behörden zur Neutralität und verbietet Diskriminierungen. Eine solche Diskriminierung liegt vor, da der Beschwerdeführer eine Weltanschauungsgemeinschaft ist und ihm das Recht zur Schilderaufstellung verwehrt wird. Hier wird dem Beschwerdeführer durch alle beteiligten staatlichen Stellen abgesprochen, eine Weltanschauungsgemeinschaft zu sein. Das wirkt sich auf sein Recht auf kollektive Religionsausübung aus, wenn er für seine Nudelmesse nicht in gleichem Maß werben darf, wie Religionsgemeinschaften. Objektive Gründe sind dafür nicht ersichtlich. “

Anlass unseres Marsches durch die Instanzen war ja die skandalöse Rücknahme der Genehmigung zur Aufstellung unserer Nudelmessenhinweisschilder. In dem Sinne endet dann auch die Beschwerde:

„Nach den verwaltungsrechtlichen Regelungen dürfen Religionsgemeinschaften und Weltanschauungsgemeinschaften auf ihre Gottesdienste unter den selben Voraussetzungen (Anlagen 16 – 18) hinweisen. Sie sind gleich zu behandeln. Die Reduzierung des Beschwerdeführers auf eine Religionsparodie verkennt die auf dem evolutionären Humanismus beruhende Weltanschauung des Beschwerdeführers. Eine ausreichend tiefgehende Auseinandersetzung mit der vom Beschwerdeführer vertretenen Weltanschauung lassen alle behördlichen und gerichtlichen Entscheidungen vermissen. Wenn aber der Beschwerdeführer wie hier erneut dargelegt, eine Weltanschauungsgemeinschaft ist, dann müssten seine Nudelmessenhinweisschilder auch neben den Gottesdiensthinweisschildern der Amtskirchen stehen dürfen. Dem Beschwerdeführer wird das vorenthalten. “

Das Gutachten von D. Wakonigg, M.A. Philosophie und Kath. Theologie, stellt zunächst fest, was zu klären ist:

„I.) ob es sich beim evolutionären Humanismus der Giordano-Bruno-Stiftung, auf den sich die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V. beruft, um eine Weltanschauung handelt,

II.) ob das Hinterfragen bzw. Kritisieren von dogmatischen Anschauungen und Handlungen sowie Religionen der Weltanschauungseigenschaft entgegensteht oder ob selbiges Bestandteil einer Weltanschauung sein kann,


III.) ob der Einsatz satirischer Mittel der Weltanschauungseigenschaft entgegensteht oder ob selbiger Bestandteil einer Weltanschauung sein kann,


IV.) ob es sich bei der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V., wie von ihr behauptet, um eine evolutionär-humanistische Weltanschauungsgemeinschaft handelt.“


Das wird auf 20 Seiten klar und nachvollziehbar untersucht. Falls es euch interessiert, werden wir es komplett in einem nächsten Wort zum Freitag veröffentlichen. Auch wenn das sicher nicht schwer war, mich hat es total überzeugt. Wenn es um Beschwerden aus Deutschland geht, werden die in Straßburg zu 95% abgelehnt. Unserer Beschwerde und diesem Fazit des Gutachtens sollten die Richter aber folgen können:


"● Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonster Deutschland e.V. versteht sich als Weltanschauungsgemeinschaft im Sinne des evolutionären Humanismus der Giordano-Bruno-Stiftung. Ihr Zweck ist die Verbreitung der Weltanschauung des evolutionären Humanismus.


● Die Kritik an Religion und Dogmatismus ist ein integraler Bestandteil humanistischer Weltanschauungen im Allgemeinen und des evolutionären Humanismus der Giordano-Bruno-Stiftung im Besonderen.


● Satirische Ausdrucksformen sind ein Bestandteil des evolutionären Humanismus der Giordano-Bruno-Stiftung.


● Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonster Deutschland e.V. ist als eine eigenständige Strömung oder „Konfession“ der Weltanschauung des evolutionären Humanismus zu bewerten.


● Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonster Deutschland e.V. unterscheidet sich in ihrer Ausrichtung und Grundhaltung grundlegend von anderen Kirchen des Fliegenden Spaghettimonsters weltweit.


● Für andere Kirchen des Fliegenden Spaghettimonsters ist die Religionssatire des Fliegenden Spaghettimonsters und die hiermit verbundene Religionskritik Selbstzweck. Für die Kirche des Fliegenden Spaghettimonster Deutschland e.V. ist diese Religionssatire dagegen lediglich ein Mittel, um ihrem höheren weltanschaulichen Zweck nachzukommen."


Ich bin jedenfalls mehr als gespannt.


Zwei gute Nachrichten habe ich aber gleich für euch. Weil ihr in den letzten Jahren bei unseren Rechtsstreitigkeiten recht spendabel wart und weil wir dieses Mal von der Giordano Bruno Stiftung und dem Institut für Weltanschauungsrecht unterstützt werden, brauchen wir nicht zu einer Spendenkampagne aufrufen.

Statt dessen bitten wir euch aber sehr, die im Mai startende Buskampange 2.0 zu unterstützen, durch direkte Spenden, durch Teilen des Spendenaufrufs, durch aktive Mitarbeit, wie auch immer.

Die andere gute Nachricht kommt vom Institut für Weltanschauungsrecht. Das hilft nämlich nicht nur uns, sondern allen, die bei Rechtsstreitigkeiten grundsätzliche Weltanschauungsfragen berühren und diskriminiert werden. Wer da Sorgen hat, findet dort die richtigen Ansprechpartner und ggf. Übernahme der Kosten.


Deshalb hier der  Aufruf:


Wehrt euch!


Ihr seid nicht mehr allein.